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Islam - Eine friedliche Religion?

7.917 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Islam
poet
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Islam - Eine friedliche Religion?

13.11.2014 um 16:54
@Prolet-Arier
Prolet-Arier schrieb: Jedoch ist der politische Islam, wie man ihn von den Salafisten oder den Muslimbrüdern kennt, trotz allem eine neuzeitliche Entwicklung.
absolut falsch, und ich würde gern wissen, wie man sich so äußern kann, wenn man offensichtlich
nicht das nötige historische Wissen zu den Behauptungen hat.

Hamed Abdel Samad erklärt es dir (ab ca. 5,28) schneller und präziser als ich es hier langatmig ausführen könnte...

Noch einmal für alle, die meinen, es reiche, gebetsmühlenartig zu wiederholen, man müsse differenzieren, was mich langsam mehr als anödet, weil es eine dermaßen banale Selbstverständlichkeit ist und einem insofern ein plattes Dumpfbackentum unterstellt, was man durchaus als Beleidgung des Intellekts auffassen könnte, ebenso wie der stetige Hinweis darauf,
der Islam sei nicht, ungleich dem Abendland, durch eine Zeit der wissenschaftlichen Aufklärung gegangen und ihm fehle somit der durch diese hervorgerufene säkularisierende Effekt, denn das muss aus ihm selbst erwachsen, nur sehe ich da nirgendwo auch nur Ansätze.



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13.11.2014 um 19:21
@poet
@bliebig
@cbarkyn
poet schrieb:Wann immer eine beliebige Religion (oder auch eine politische Ideologie Faschismus, Kapitalismus, Kommunismus... usw.) wie z.B. der Islam darauf bestanden hat oder heute immer noch darauf besteht, seine Lehre global, mit welchen Mitteln auch immer, durchzsetzen, das haben vor allem das Christentum im Mittelalter, bzw. der Islam immer wieder versucht, und ihre Anhänger kritiklos selbst den schlimmsten Aufforderungen ihrer jeweiligen Anführer (Kalifen, Päpste usw.) blind folgen, wird es nie Frieden in der Welt geben.
Das Gespräch war interessant! So weit weg sind sich Samad und Khorchide gar nicht.
Samad ist einfach sehr direkt und knallhart. Aber es braucht Leute wie ihn, um von innen heraus etwas zu verändern. Er kommt mir vor wie eine Superradikale Emanze. Khorchide kam arg ins Schwitzen! Zusammengefasst: Laut Khorchide werden die Menschen dank dem Islam und mit Hilfe des Koran zu besseren Menschen, Samad meint, dass Gottseidank die meisten Muslime trotz dem Islam , und Koran gute Menschen geblieben sind!
bliebig schrieb:Herrn Khorchide interpretiert die spirituelle Seite des Islams, Herrn Samad die politische Ausrichtung.
@Prolet-Arier
Prolet-Arier schrieb:Jedoch ist der politische Islam, wie man ihn von den Salafisten oder den Muslimbrüdern kennt, trotz allem eine neuzeitliche Entwicklung.
poet schrieb:absolut falsch, und ich würde gern wissen, wie man sich so äußern kann, wenn man offensichtlich
nicht das nötige historische Wissen zu den Behauptungen hat.
Das ist nicht falsch.

"Seine Ursachen gehen zurück auf das Jahr 1924, als das Osmanische Reich zusammenbrach. Damals entstanden unabhängig voneinander zwei Bewegungen, die das islamische Kalifat wiederherstellen wollten: In Indien belebte der Gelehrte Abul Ala Maududi den Dschihad neu. Er wollte die britische Herrschaft brechen und die Umma, die Gemeinschaft aller Muslime, schaffen. Seine Ideen fanden in Indien, später in Pakistan und Afghanistan Widerhall. Die Ideologie der Taliban basiert bis heute auf Maududis Islamverständnis.

Fast zeitgleich entstand in der Provinzstadt Ismailia am Sueskanal die Muslimbruderschaft. Der Arabischlehrer Hassan al-Banna legte ihre Ziele fest: Die islamischen Gesellschaften seien von allen nichtislamischen Elementen zu reinigen, in einem zweiten Schritt sei das Kalifat wiederherzustellen. Heute sind die Muslimbrüder in mehr als siebzig Staaten präsent.

Diese Ideen inspirierten zahlreiche militante Gruppen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte Terroranschläge in der arabischen Welt, in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten verübten."
http://www.zeit.de/2014/39/islam-religion-krieg/komplettansicht

Finde die innerislamische Auseinandersetzung mit diesen Themen sehr wichtig, wenn Samad vom Herz des Islam, und all den kriegerischen Suren spricht, ist es auch aus Resignation, Reformer wie Khorchide werden ja von Konservativen Rechtschulenmässig Herz - Kern-islamisten sowie Hardcoreislamisten gehasst.

Trotzdem gibt und gab es sie schon immer, Reformer, dann gibt es noch die ganze Geschichte des Islam, die nach Innen geht und politische Vermischung meidet, gab es auch schon immer. Es liegt also tatsächlich nicht am Koran, da dieser genug Aussage zur Toleranz enthält, um nicht als Krieger/in zu Enden.
Aber die verschiedentlich gehörte Erklärung, Gruppe wie IS habe nichts mit dem Islam zu tun, ist natürlich Blödsinn.
Das Problem liegt in der Vermischung Religion/Politik..


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13.11.2014 um 19:32
lilit schrieb:Finde die innerislamische Auseinandersetzung mit diesen Themen sehr wichtig, wenn Samad vom Herz des Islam, und all den kriegerischen Suren spricht, ist es auch aus Resignation, Reformer wie Khorchide werden ja von Konservativen Rechtschulenmässig Herz - Kern-islamisten sowie Hardcoreislamisten gehasst.
Reichen schon die Islam-Verbände in Deutschland die meinten er wäre nicht traditionell genug um unterrichten zu dürfen ;)
Muss man sich mal vor Augen führen: Diese Verbände meinen er wäre zu liberal.
Aber er ist auf eine gute Weise liberal und nicht so traditionsbewusst, was ihm eben vorgeworfen wurde.
http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-10/khorchide-muenster-islam
…Doch wie soll der Islam gelehrt werden? Nicht so aufgeklärt wie von Khorchide, fanden mehrere Islam-Verbände im letzten Jahr. Im Dezember 2013 veröffentlichte der Koordinationsrat der Muslime (KRM) ein Gutachten, in dem die Autoren die Uni Münster aufforderten, Schritte zur Absetzung Khorchides einzuleiten.

Sein Buch Islam ist Barmherzigkeit sei nicht bekenntnistreu genug, das Vertrauen in den Hochschullehrer "nachhaltig zerrüttet und irreparabel beschädigt"; die größte muslimische Organisation Ditib erklärte Khorchide für "nicht tragbar". Seither fürchten mehr als 500 Studenten um ihre berufliche Zukunft. Denn als künftige Religionslehrer zum Beispiel brauchen sie (wie christliche Theologen) unbedingt die Zustimmung der Religionsverbände.…
Ich sehe, wie du,
lilit schrieb:Das Gespräch war interessant! So weit weg sind sich Samad und Khorchide gar nicht.
Samad ist einfach sehr direkt und knallhart. Aber es braucht Leute wie ihn, um von innen heraus etwas zu verändern. Er kommt mir vor wie eine Superradikale Emanze. Khorchide kam arg ins Schwitzen! Zusammengefasst: Laut Khorchide werden die Menschen dank dem Islam und mit Hilfe des Koran zu besseren Menschen, Samad meint, dass Gottseidank die meisten Muslime trotz dem Islam , und Koran gute Menschen geblieben sind!
das beide irgendwo Recht haben.
Es braucht diesen Diskurs um endlich einmal aufzumachen und Reformen zu bewegen, knallharte Meinungen sind da ebenfalls wichtig im Gespräch.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.11.2014 um 19:41
[EDIT]
Was ich noch hinzufügen will, ist die Bemerkung, das dieser Vollpfosten an Moderator eine Schande ist. Noch parteiischer hätte man nicht sein können!


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13.11.2014 um 19:53
cbarkyn schrieb:das beide irgendwo Recht haben.
Es braucht diesen Diskurs um endlich einmal aufzumachen und Reformen zu bewegen, knallharte Meinungen sind da ebenfalls wichtig im Gespräch.
Genau! :D

"Der Koran bedarf der Auslegung
Besitzt die islamische Theologie argumentative Ressourcen, um der Behauptung entgegenzutreten, im Namen des Islams ausgeübte Gewalt sei durch Koranverse gedeckt? Ja, sagt die
Islamwissenschafterin Katajun Amirpur und weist auf einen offenen Brief muslimischer Gelehrter hin.

Noch immer fordern Politiker und Publizisten eine Distanzierung der Muslime vom Terror des Islamischen Staates. Von ihnen weithin unbeachtet haben jedoch praktisch alle relevanten muslimischen Verbände, vor allem aber auch die islamischen Autoritäten bis hin zu dezidiert konservativ-traditionalistischen Kreisen diese Organisation als barbarisch und unislamisch verdammt. Wenn Islamkritiker dies ignorieren und eine Nähe der Grundprinzipien des Islams zum IS-Terror behaupten, entspricht ihr Islambild in gewisser Weise dem der Fundamentalisten. Mit dem Islam der allermeisten Muslime und ihrer Autoritäten hingegen hat dieses Bild nicht viel zu tun.
..
Diese Lesart ist keineswegs modern oder westlich inspiriert. Denn hier wird eine Methode angewendet, die es bereits seit Jahrhunderten in der islamischen Theologie gibt. Ein ganzer Zweig von ihr beschäftigt sich mit den besagten Anlässen für die Offenbarung. Schon immer ging man also von einer Art dialektischer Beziehung zwischen Text und Adressat aus und forschte nach dem Kontext, in den hinein ein Vers offenbart wurde, um seinen Sinn und seinen Wirkungsbereich besser verstehen zu können. Ein Einzelfall wie der, den die Sure beschreibt, kann dabei nicht als Präzedenzfall für andere, in der Sache ähnliche Situationen gelten. Zwar ist das islamische Recht wesentlich durch ein Denken in Präzedenzfällen bestimmt, aber, wie die Briefschreiber formulieren: «Es ist nicht gestattet, einen bestimmten Vers des Korans auf eine Begebenheit zu beziehen, die 1400 Jahre nach seiner Offenbarung geschehen ist.»
"
http://www.nzz.ch/feuilleton/der-koran-bedarf-der-auslegung-1.18422963


"Der Islamwissenschafter Ulrich Rudolph plädiert für Sachlichkeit

Schluss mit den Vorurteilen!
Wir wissen mittlerweile, dass die Philosophie im Islam vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart andauerte. Sie ist sogar zu einem Schwerpunkt islamwissenschaftlicher Forschung geworden. Dabei hat sich gezeigt, dass der philosophische Diskurs nach 1200 nicht nur fortgesetzt wurde, sondern auch auf die Theologie und bestimmte mystische Strömungen, die für die gelebte Religion sehr wichtig waren, ausstrahlte. Das wurde erst kürzlich auf einer Tagung zum Thema «Philosophical Theology in Islam» an der Londoner School of Oriental and African Studies eindrücklich bestätigt. Das überkommene Bild von der geistigen Stagnation der Muslime wird also gerade von der Forschung revidiert, und solche Ergebnisse sollte man zur Kenntnis nehmen, wenn man eine sachliche Diskussion über den Islam und dessen intellektuelle Entwicklung anstrebt.

Eine zweite, in der Debatte geltend gemachte Annahme lautet, dass heutige Islamisten, zumal, wenn sie gewaltbereit seien, zu den Wurzeln des Islams zurückkehrten. Das entspricht genau dem Bild, das Islamisten gerne von sich selbst zeichnen, sollte aber nicht unbesehen übernommen, sondern kritisch hinterfragt werden. Tatsächlich weist der islamistische Diskurs nämlich zahlreiche Parallelen zu anderen zeitgenössischen Ideologien auf. Das beginnt damit, dass er die traditionelle islamische Bildung ablehnt und auf verkürzte Lösungen setzt. Dabei spielt die alte Idee einer idealen Frühzeit des Islams natürlich eine grosse Rolle. Sie wird aber völlig umgedeutet. In ihrem Mittelpunkt stehen nun nicht mehr die Jenseitsorientierung und die Idee, die frühe Gemeinde habe durch den persönlichen Kontakt mit Mohammed an dessen Nähe zu Gott und zur Offenbarung teilnehmen können. Die Erwartungshaltung wird vielmehr vom Jenseits auf das Diesseits umgelenkt, denn aus dem theologischen ist ein politisches Heilsversprechen geworden. Es besagt, dass mit der Rückkehr zum «reinen» Islam schon hier und jetzt eine vollkommene «islamische Ordnung» entstehen könne, die alle Bereiche des Lebens regele und eine ideale, allen anderen überlegene Gemeinschaft formen werde.

Damit wurde der Schritt von der Religion zur Ideologie vollzogen, aber das geschah nicht ohne Widerspruch. Es gibt längst eine innerislamische Kritik am Islamismus, und es gibt zahlreiche Versuche, offenere Modelle eines islamischen Selbstverständnisses zu entwickeln. Für Ersteres steht etwa der Ägypter al-Ashmawi, der in seinem 1987 erschienenen Buch «Der politische Islam» das islamistische Gedankengut scharf verurteilte. An der Universität Ankara – das wäre ein Beispiel für Letzteres – sind in den letzten Jahrzehnten neue, der Hermeneutik verpflichtete kritische Methoden der Koranexegese ausgearbeitet worden. – Solche Stimmen sollte man unterstützen, sowohl in der islamischen Welt als auch in Europa, wo sich gerade ein differenzierter öffentlicher Diskurs über solche Fragen entwickelt, wie etwa die grosse Tagung «Horizonte der islamischen Theologie» an der Universität Frankfurt Anfang September gezeigt hat. Aber das tut man nicht, indem man jede Form von neuer und subtiler Hermeneutik als «Islam light» diffamiert und radikale Positionen als den «eigentlichen» Islam bezeichnet – was nur Fundamentalisten in die Hände spielt.

Die Gewaltfrage

Das führt schliesslich zu einem dritten Punkt, nämlich zur Frage nach der Gewalt. Sie muss natürlich gestellt werden, aber das sollte auf angemessene Weise geschehen. Der Islamismus ist ein Phänomen des 20. Jahrhunderts, der Islamische Staat (IS) gar des 21. Jahrhunderts, und dem sollte eine Analyse auch Rechnung tragen. Dabei spielt die Religion selbstverständlich eine Rolle, aber nicht im Sinne des Aufrechnens einzelner Bibelzitate und Koranverse. Das entspricht eher mittelalterlicher Polemik und bringt letztlich nur Religion insgesamt in Misskredit – so ist in einem Leserbrief zur Debatte ja auch schon die Überwindung aller Religionen gefordert worden. Dabei gerät allerdings der positive Beitrag, den Religionen zur Grundlegung von Gesellschaften leisten, völlig aus dem Blickfeld. Er existiert jedoch, denn jede Gesellschaft, auch die demokratische, baut auf ethischen Grundlagen auf, die unter anderem von religiösen Überzeugungen gelegt wurden.

Gleichwohl bleibt die Frage nach der Gewalt. Doch sie lautet nicht, ob Religionen ein Gewaltpotenzial besitzen – das ist gewiss der Fall. Die Frage lautet vielmehr: Wann und unter welchen Umständen wird dieses Potenzial aktiviert? Auf den Islam bezogen, heisst dies, zu überlegen, warum es seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zu zahlreichen Gewalttaten kam, was für vorangehende Jahrhunderte, in denen islamische Staaten wie das Osmanische Reich sehr viel mächtiger und damit gewaltfähiger waren, eben so nicht gilt. Die Antwort kann nicht eindimensional sein. Schon erste Untersuchungen darüber, warum sich junge Muslime heute dem IS anschliessen, haben gezeigt, dass es selbst auf diese begrenzte Fragestellung mehrere Perspektiven gibt.
"
http://www.nzz.ch/feuilleton/schluss-mit-den-vorurteilen-1.18394182


@azthek
azthek schrieb:Ich denke ein Buch Gottes sollte man erst gar nicht "interpretieren"können.Es sollte meiner Meinung nach klar,verständlich und deutlich für jeden sein.
Da verlangst du viel, jede Schrift bedarf der Interpretation, habe einmal einen Blinden gefragt, was er denn sehe, ob durchsichtig oder weiss oder schwarz,
da er weiss und schwarz nicht getestet hat, meinte er , wahrscheinlich sehe er grau!
Genau so ist es mit den gemeinten metaphern und Wörter in der Bibel, oder Koran, niemand weiss schlussendlich was jetzt wörtlich und was nicht und wie genau gemeint ist.
Nun steht dort aber auch, dass man den Verstand brauchen soll.


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Islam - Eine friedliche Religion?

13.11.2014 um 20:10
@cbarkyn
cbarkyn schrieb:Was ich noch hinzufügen will, ist die Bemerkung, das dieser Vollpfosten an Moderator eine Schande ist. Noch parteiischer hätte man nicht sein können!
Wär mir nicht aufgefallen! Die Bezüge zu Faschismus von Samad sind schon eher provokativ, auch irgendwie Schlagzeilen heischend, nicht wirklich konstruktiv, dazu spielt er mit Feuer, auch die unangenehmen Islamhasser springen auf den Zug,

aber er spricht schon wichtige Dinge an.
Im Islam haben sich schon zu Anfang Kultur des Volkes mitgemischt, das Kopftuch war schon vorher, mangelnde Frauenrechte waren schon vorher, Kriege und Stammesfehden waren schon vorher.
Mohammed hat zu damaliger Zeit Frauenrechte verbessert.

Wenn jetzt hirnverbrannte Idiot/innen meinen, mit damaligen Rechten sei es getan und Back to the natur, können sie einem nur leid tun.

Aus lauter Angst, etwas falsch zu machen, schalten die allzu bis fanatisch Gläubigen Hirn aus, und anstatt auf Gefühl vertrauen,
trauen sie Prediger, die jede Verrichtung reglementieren, teils weils so im Koran oder Sunna steht und teils , weils sies so erfinden, meines Wissens steht nichts im Koran, ob Frauen Autofahren dürfen oder nicht, aber in S.A. ists verboten..


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13.11.2014 um 20:28
@lilit
Es fängt schon an der Körperhaltung des Moderators an. Er ist Samad nicht zugewandt, auch wenn seine Argumentation provokativ ist, so behaltet er auch Recht, aber sogar der Moderator widerspricht ihm. Ein Moderator hat die Aufgabe zu vermitteln, und sich nicht auf eine Seite zu stellen. Er benutzt die Argumentation des Anderen um Samad den Wind aus den Segeln zu nehmen, was nicht klappt. Und Khochide wendet er sich eben zu, von Samad oft ab.

Wenn du dir bei 31:00, ab da ansiehst:
Samad spricht davon das Allah im Koran befiehlt, man solle Ungläubigen und sonstigen Menschen die Unheil anrichten, Nacken abschlagen oder Füße/Hände, wie auch immer. Auch spricht er das schlagen der Frau an.
Was macht der Moderator bei 33:00?
Funkt dazwischen und erläutert das man den Koran nicht nur mit einzelnen Passagen deuten darf und aus dem Kontext gerissen.
Das tut ja in dem Sinne so nichts zur Sache, Samad sprach an das es solche Passagen gibt, ob man das jetzt kontextuell deutet und geschichtlich deutet ist in sich für diesen Text irrelevant, da es darum geht, worauf Samad auch fokusierte, was ist dass für ein Gott der so etwas überhaupt befiehlt?
Aber der Moderator ergreift Partei und erläutert was er gelernt hat vor Kurzem.
Das interessiert keinen.

Gibt noch mehrere "Stichelein" aber ein Moderator sollte so etwas nicht machen, er sollte sich so auf keine Seite schlagen und wenn dann vermitteln oder Fragen stellen. Was tut er aber? Unterbricht Samad, wendet sich Khorchide zu und stellt ihm eine Frage. Samad hatte nicht mal fertig formuliert worauf er hinaus wollte.

Natürlich ist es provokativ was Samad sagt, aber seine Frage richtete sich eben an Khochide über den Gott. Der Fokus war: Wie kann ein Gott barmherzig sein wenn er solche Dinge befiehlt. Und nicht die Frage ob man dies wortwörtlich deuten muss.


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13.11.2014 um 20:40
Dann bei 35:00, @lilit
argumentiert der Moderator das Samad genauso fundamentalistisch argumentiert wie die, die er kritisiert.
Er kritisiert Gott im Koran,
der Moderator spricht wieder dazwischen, nimmt die Argumentation Khorchides, wendet sie "gegen" Samad und fügt dann das Fundamentalisten-Argument ein.
Es geht Samad um einen Gott der so etwas befiehlt bzw angibt, solche Dinge zu tun. Er kritisiert, wenn es Gottes Schrift sein soll, wie kann dann so etwas drin stehen. Das kritisiert er. Daran ist nichts fundamentalistisch, es ist doch wohl klar das er einfach diesen Gott in Frage stellt.

Der Moderator unterstellt ihm Fundamentalismus da er nicht, für den Moderator zumindest, auf den Kontext des Korans eingeht, sondern kritisiert was drinnen steht ohne es geschichtlich oder kontextuell zu deuten. Das ist aber nun mal nicht der Fokus von Samad. Er redet nur davon, wie es sein kann, das Gottes Schrift, wo Gott doch so barmherzig sein soll, so etwas befehlen kann. Das hat in meinen Augen nichts mit Fundamentalismus zu tun, es geht nur darum wie überhaupt Gott damals so etwas befehlen hat können. Es geht darum, das in einem Buch stand und steht, was universell für Leute Bedeutung hat, bis in die heutige Zeit, und sogar zeitlos sein soll, dass Gott befiehlt zu töten, und wenn man dies eben nicht geschichtlich und kontextuell deutet, dann kommt es eben zu Fundamentalismus. Aber eben genau damit verliert der Koran seine Zeitlosigkeit und seinen universellen Anspruch auf Alles. Denn er muss geschichtlich gedeutet werden, somit ist es wohl eine "Widerlegung" das es Gottes Schrift sein soll.

Worauf ich aber hinaus will:
Der Moderator provoziert ebenso. Unterstellt Fundamentalismus obwohl die Message eine Andere ist, Samad meint eben: wozu brauchen wir ein religiöses Buch obwohl in den Menschenrechten all das ethische Gedankengut schon verankert ist, wozu braucht es einen Gott der befiehlt wenn man es so sieht wie es dort steht, ohne Deutung. Er kritisiert den "Fundamentalismus im Koran", denn das Gott dir etwas befiehlt kann man eben aus dem Koran leicht heraus lesen -> darin besteht das Problem. Gott befiehlt. Gott will das du das so machst.
Darauf will Samad raus. Wie kann es solch einen Gott geben, der schon damals etwas befahl. Er spricht die Widersprüchlichkeit in sich an.

Natürlich für damals fortschrittlich, so wie Khorchide das eben sagt,
aber darauf will ich gar nicht hinaus.
Ich wollte nur die Rolle des Moderators erläutern, der einfach in meinen Augen keinen guten Job geleistet hat :>
Hoffe das... ist halbwegs verständlich obwohl ich mich zig mal wiederhole. Entschuldigung.


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13.11.2014 um 20:44
Bei 36:00 schon wieder, Moderator fährt dazwischen.

Vielleicht fährt er Khorchide auch mal so dazwischen, dann bin ich wirklich ruhig :>


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13.11.2014 um 20:52
@cbarkyn
Uff, muss ich mirs nochmal anschaun! :D
Kann sein, vielleicht tat ihm der schwitzende Khorchide leid, und er wusste, dass sich Samad genug behaupten Kann?
Gott ist auch in Christentum eigentlich nicht barmherzig, schliesst ja die Ungläubigen am Paradies aus, lässt sie auch in Hölle schmören und unter Christentum und seinen Folgen leiden Generationen bis heute.
Trotzdem schliesst niemand aus, das man auch mit Bibel und Bibelgott glücklich sein kann, und dies mit unseren GG , Menschenrechten, so ist es auch mit Islam.
klar stimmt nachdenklich dass evangelistische Gemeinschaften am wachsen sind und besonders vertreten unter Lehrer, Pflegefamilien,
und Kinder tun mir led, die in solch eine religiöse Familie kommen, weil ist einfach hirnwäsche dabei,
das Kind kriegt Liebe und Geborgenheit zu seinem preis,
aber wenn es nicht zu extrem ist, kann religiösität einem auch Halt geben und schöne Rituale.


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13.11.2014 um 21:07
lilit schrieb:Kann sein, vielleicht tat ihm der schwitzende Khorchide leid, und er wusste, dass sich Samad genug behaupten Kann?
Damit könnte ich leben, aber man soll, in meinen Augen, bei solch einer Show niemanden in Schutz nehmen.
Ich kann verstehen das Khorchide schwitzt, aber das der Moderator ihm dann zur Seite steht, kann es ja auch nicht sein. Einfach ein neutraler Standpunkt und sollte es hitzig werden, dann eingreifen. Aber er unterbricht Samad ziemlich oft.

Nichtsdestotrotz eine erfolgreiche Diskussion da beide in ihren Standpunkten recht haben. ^^
Khorchide mit seinem spirituellen Islam, und Samad mit seinem Fundamentalismus im Islam.
lilit schrieb:und Kinder tun mir led, die in solch eine religiöse Familie kommen, weil ist einfach hirnwäsche dabei,
das Kind kriegt Liebe und Geborgenheit zu seinem preis,
aber wenn es nicht zu extrem ist, kann religiösität einem auch Halt geben und schöne Rituale.
Absolut, absolut!
Nur darf keine religiöse Sturheit anerzogen werden, Offenheit muss immer bestehen bleiben sonst bildet sich ein Problem und verschließt die Möglichkeiten zum Diskurs.
Menschen die mit Religion in einer liberalen und offenen wie genauso barmherzigen Variante aufwachsen, haben von Anfang an ein bisschen mehr Halt im Leben, als andere Menschen. Man hat einen Bezug zu Gott und fühlt sich nicht alleine, das ist positiv.

Sollte aber Religion zu religiösem Fundamentalismus und Ignoranz führen, so hat man eindeutig was falsch gemacht. Religion sollte Frieden und Liebe bringen, keine Falschheit und Ignoranz gegenüber anderen Menschen. Wir sollten für religiöse Menschen alle Gottes Geschöpfe sein und somit genauso eine Berechtigung zum Leben haben, wie andere.

Wo ich im Moment das Problem im Islam sehe, ist der, wo er praktiziert wird. In äußerst traditionell geprägten Ländern wo die Kultur mit Religion viel mitmischt und so auch Probleme verursacht.

Die Fundamentalisten bei uns, sind meist Menschen die einen Halt im Leben suchen und diesen eben in solch einem religiösen Fanatismus finden. Sie gehören zu einer "Gott-auserwählten" Gesellschaft, sie sehen sich als ultimativ und unglaublich, sie fühlen sich wahrscheinlich das erste Mal in ihrem Leben wirklich besonders. Da wäre nichts negatives dran, würden sie dadurch nicht andere verachten und gar vernichten wollen.
Was mich auch stört, aufgrund von den versteiften Traditionen, ist die Stellung der Frau und der Fokus auf das Jenseits. Man muss sich vorstellen das es die Frau immer noch in Istanbul schwer hat als Arbeiterin akzeptiert zu werden. In Istanbul, einer Stadt die als liberal gilt, werden Frauen immer noch diskriminiert weil Männer sie lieber hinter dem Herd stehen sehen wollen. Das ist doch widerlich.

Da spielt der Islam an sich auch eine Rolle weil er so fest in die Kultur eingebunden wurde, eingewebt und verewigt das Naivität bezüglich des Korans durchaus des Öfteren vorhanden ist. Der Islam kann so nicht mehr distanziert betrachtet werden, denn man hat sich dort schon komplett mit den Schriftstücken identifiziert, ohne etwas zu hinterfragen. Und das macht religiösen Diskurs schon schwer wenn Menschen sich mit etwas so identifizieren, da fühlen sie sich leichter angegriffen.


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13.11.2014 um 22:09
poet schrieb:Wann immer eine beliebige Religion (oder auch eine politische Ideologie Faschismus, Kapitalismus, Kommunismus... usw.) wie z.B. der Islam darauf bestanden hat oder heute immer noch darauf besteht, seine Lehre global, mit welchen Mitteln auch immer, durchzsetzen, das haben vor allem das Christentum im Mittelalter, bzw. der Islam immer wieder versucht, und ihre Anhänger kritiklos selbst den schlimmsten Aufforderungen ihrer jeweiligen Anführer (Kalifen, Päpste usw.) blind folgen, wird es nie Frieden in der Welt geben. Es ist zwar nur eine Frage der Zeit, bis endlich sämtliche Religionen vom Erdball verschwunden sind und von einer institutionsfreien, sekularen Spiritualität abgelöst werden, die allein die Jahrtausend alte Fesseln des Egos wie die der Maya zu erkennen und zu überwinden vermag, aber bis dahin wird noch sehr viel Zeit vergehen, leider!
Genau dies ist die Kernerkenntnis des spirituellen Islam. Das ist ja der Witz an der Sache. Der Islam beschreibt nichts anderes als das spirituelle Gottes- und Selbstbewusstsein. Alles was sich um die Person Mohammed gebildet hat, ist vergleichbar mit jedem anderen Personenkult der Geschichte, nur müsste man die Gedanken des Propheten kennen um zu wissen was wirklich seine Absichten waren. Die Botschaft sollte jedoch wichtiger als der Botschafter oder dessen zersplitterte Institution sein.

Bei den Hindus gibt es Maya, Maya ist der weltliche Götze, die Illusion der das Ego verfallen kann, sei es durch Verführung der Gefühle oder durch Desinformation des Verstandes. Alles was Ideologien erschafft, so auch Personenkulte, unterliegt einer Form des Götzendienstes. Von diesem weltlichen Götzendienst wollte Mohammed die Menschen befreien, hat jedoch (absichtlich oder auch unabsichtlich, das weiß keiner so genau) einen neuen erschaffen, der den alten ersetzen sollte. Für die Spiritualität und das Gottesbewusstsein, bedarf es keiner spezifischen Traditionen. Da jeder Mensch am Ende einzigartig in seiner Beschaffenheit und Erscheinung ist. Das einzige was ein jeder Mensch miteinander teilt ist das Selbst in seiner Reinheit. Die Verschleierung des Selbst geht von "Maya" aus, also der Kraft die das Ego verführt und prüft.

Sonst hast du mit deiner Aussage da durchaus Recht. Nur muss man eben zwischen weltlichen und spirituellen Islam unterscheiden, der weltliche verkommt automatisch zu einem illusionären Götzendienst voller Mythen und Gesetze, der spirituelle Islam beschreibt nichts anderes als die Hingabe und Erkenntnis von Gott. Der Islam ist in der Hinsicht nur ein altarabischer Begriff der jedoch universeller Natur ist.

Hingabe sollte nie zu weltlicher Unterwerfung verkommen. Das müssen nicht nur Muslime lernen, sondern auch Nicht-Muslime und alle Menschen die gläubig und ungläubig sind. Hingabe erfolgt durch Demut und Liebe, man kann es nicht erzwingen, denn die Gefühle und der Verstand die im Einklang sind, kann man nicht mehr manipulieren, sei es durch Ideologien oder zweifelhafte Denkschulen. Alle die sich manipulieren lassen, haben einen schwachen Willen, vertrauen nicht ihrer Intuition, können auch ihre Empathie und am Ende ihren Verstand verlieren.


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13.11.2014 um 22:42
cRAwler23 schrieb:Alle die sich manipulieren lassen, haben einen schwachen Willen, vertrauen nicht ihrer Intuition, können auch ihre Empathie und am Ende ihren Verstand verlieren.
Das Problem bei den Jihadgruppen, die effektiv das Prinzip , andere zu töten, akzeptieren und ausüben und sich als Märtyrer sehen,
ist, dass sie Allen rundum massiv schaden, und sie sehen sich immer noch als Befreier.
Soviel Ignoranz ist krank.
Das Ultimative Kalifat als utopische Gerechtigkeitsinseln, und alle Welt flüchtet davor.
Da käme wieder das dringenstnotwendige Exyl für Jihadkämpfer und Anhänger/innen und Ausgebürgerte Terroristen ins Spiel ,
wo sollen sie Trieb ausleben, wenn nicht in S.A., dass ihnen doch am Nächsten steht?
@Aldaris
Zu Zeiten der Prohibition haben die doch auf internationalem Gewässer so Holzhütten auf Stäben gebaut, um dort Alkohol zu schmuggeln etc. Ich glaub, die Dinger stehen noch. :troll:
Wo genau befinden sich diese Pfahlbauten? Ist es politisch vertretbar dass wir IS in Amerikas internationalen Gewässer ansiedeln?


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13.11.2014 um 22:46
@lilit

Du, ich weiß es nicht mehr genau, sondern müsste jetzt selbst nachforschen. Ich habe das mal in einer Dokumentation gesehen.


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Irade77
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13.11.2014 um 22:51
@bliebig
@cbarkyn
Mouhanad Khorchide wird nicht mal als Moslem angesehen und der andere war nicht mal Moslem

Wenn ich ein Video Posten darf

Inhalt Video Pierre Vogel redet über den Kuffar von Khorchide
https://www.youtube.com/watch?v=jMp_DkT7_U8


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13.11.2014 um 22:52
@Irade77
Glaubst du was Pierre Vogel sagt...?

Warum sind diese Menschen keine Muslime?


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13.11.2014 um 22:53
@Irade77
Ich kann dir auch ein Video zeigen wo angesehene Imame den Pierre Vogel als Kuffar bezeichnen.


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Irade77
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13.11.2014 um 22:55
@cbarkyn
Ja zeig mal her
Sind wahrscheinlich Aleviten


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13.11.2014 um 22:55
@Irade77
http://youtu.be/U1r0Vd4VG_Q


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Irade77
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13.11.2014 um 22:56
@cbarkyn
Habe ich schon gesehen ich will nichts dazu sagen


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