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Die speziellen Augen der Tierwelt

43 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Augen, Sehen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
orlets Diskussionsleiter
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Die speziellen Augen der Tierwelt

gestern um 18:43
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Einige Reptilien, so auch Bartagamen, verfügen über ein sog. "drittes Auge" (Parietalauge).
Ja,das ist mir bekannt. Auch die echten Eidechsen aus die Familie der Lacertidae (Zauneidechsen, Mauereidechsen,...) besitzen ein Scheitelauge. Dieses "dritte Auge" bei ihnen nutzen sie vor allem als "Sonnensensor" zur Thermoregulation. Es signalisiert dem Gehirn, wann genug UV- und Wärmestrahlung getankt wurde, um Überhitzung zu vermeiden. Obwohl Zauneidechsen stark wechselwarm sind und Sonnenstrahlen tanken müssen,um auf Betriebstemperatur zu kommen, meiden sie jedoch im Sommer große Temperaturen, Hitze. Im Gegensatz zu Mauereidechsen, die bei uns besonders aus Italien und Südfrankreich kommen und daher wärmere Temperaturen gewöhnt sind, als die einheimischen Zauneidechsen. Aus diesem Grund gibt es Zauneidechsen nur bis Nordspanien, in Pyrenäen, nicht weiter unten in Südeuropa,da es für sie einfach zu warm wird.


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Die speziellen Augen der Tierwelt

gestern um 19:26
@orlets
Zitat von orletsorlets schrieb:Ja,das ist mir bekannt. Auch die echten Eidechsen aus die Familie der Lacertidae (Zauneidechsen, Mauereidechsen,...) besitzen ein Scheitelauge.
Und Leguane auch.
Zitat von orletsorlets schrieb:Dieses "dritte Auge" bei ihnen nutzen sie vor allem als "Sonnensensor" zur Thermoregulation. Es signalisiert dem Gehirn, wann genug UV- und Wärmestrahlung getankt wurde, um Überhitzung zu vermeiden.
Das zudem auch bei der Bartagame; nur hat diese natürlich einen viel größeren Spielraum und wird tendenziell nicht überhitzen.
V.a. Vögel als Fressfeinde spielen bei diesen Tieren dafür eine größere Rolle. Meines Wissens erreichen 99% der geschlüpften Jungtiere nicht die Geschlechtsreife; bei z.B. Zauneidechsen dürfte die Quote besser aussehen. Gerade bei Jungtieren von Bartagamen in Haustierhaltung fällt die Schreckreaktion bei (versehentlichem) Darübergreifen, nicht nur in der Nähe sondern sobald man einen Schatten erzeugt, sowie Reaktion auf bewegte Objekte nahe der Zimmerdecke (solche haben wir nicht; aber laut anderen Haltern die diese Dinge haben: Deckenventilatoren, Mobiles).


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um 00:13
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:bei z.B. Zauneidechsen dürfte die Quote besser aussehen
Ja, etwas besser. Schätzungen aus diversen Untersuchungen, zeigen, dass etwa 70 bis 80 % der frisch geschlüpften Zauneidechsen nicht die Geschlechtsreife erreichen. Die sehr kleinen jungen Tiere werden mitunter sogar von den eigenen Eltern gefressen. Größte Gefahr geht auch natürlich von Hauskatzen aus. Die sind nicht so flink wie Mauereidechsen. Bei ihnen beträgt die Prozentzahl zwischen 50 und 60 %. Einerseits kann man froh sein,dass die Quote da besser aussieht, langfristig jedoch kann das auf die Population der Zauneidechsen auswirken. Auch ausgewachsene Mauereidechsen können junge Zauneidechsen fressen.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:V.a. Vögel als Fressfeinde spielen bei diesen Tieren dafür eine größere Rolle
Ja auch bei die echten Eidechsen. Sie können damit Gefahr von oben wahrnehmen. Das Parietalauge bei ihnen sind im Laufe der Evolution kleiner geworden. Es hat heute die Größe einer Schuppe auf dem Kopf. Bei anderen Reptilien ist es besser zu erkennen.


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