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Definitionsproblem mit dem Atheismus

186 Beiträge, Schlüsselwörter: Atheismus, Theismus, Definition

Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 18:33
Das Standardmodell der Teilchenphysik ist seit seinen Anfängen nahezu unverändert gültig. Widersprüche zwischen Theorie und Experiment haben sich bislang nur bei Neutrinos gezeigt. Die Neutrino-Oszillation war dabei die erste Beobachtung, die nicht mit den Vorhersagen übereinstimmte. Sie beweist, dass Neutrinos im Widerspruch zum Standardmodell eine Masse ungleich Null haben. 2015 wurde diese Entdeckung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Quelle: https://www.astronews.com/news/artikel/2019/09/1909-009.shtml

das ist also obsolet bzw.angepasst worden?

mit welchen konsequenzen und wo kann ich das konkret nachlesen?
Zitat von Peter0167
Peter0167
schrieb:
Wo ist das Problem?
ich betrachte widersprueche schon als problem.
Im Standardmodell der Teilchenphysik haben Neutrinos keine Masse. Es gibt Erweiterungen des Standardmodells und auch einige Große Vereinheitlichte Theorien, die eine von null verschiedene Masse vorhersagen.
Quelle: Wikipedia: Neutrino



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Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 18:45
Zitat von neoschamane
neoschamane
schrieb:
ich betrachte widersprueche schon als problem.
Großer Gott, wieso soll das ein Problem sein? Es ist das genaue Gegenteil ... nämlich eine der Stärken, die die Naturwissenschaften von allen anderen unterscheidet. Theorien sind nicht für alle Ewigkeit in Stein gemeißelt! Und das Standardmodell ist in diesem Punkt nicht korrekt, daher unterliegt es ja auch einer permanenten Weiterentwicklung!

Hast du das kapiert??? Nahezu alle naturwissenschaftlichen Theorien sind nicht im Besitz einer absoluten Wahrheit, man kann sogar davon ausgehen, dass sie alle Fehler beinhalten. Dennoch ist es das Beste was wir für zur Verfügung haben, um die Natur zu beschreiben und zu verstehen.

Diese 100%-Mentalität ist das eigentliche Problem. Leute die einfach nicht verstehen worum es eigentlich geht, und die ihre kruden Vorstellungen auf die Naturwissenschaften projezieren ... das ist einfach nur zum kotzen.



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Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 18:48
Zitat von Peter0167
Peter0167
schrieb:
Großer Gott, wieso soll das ein Problem sein?
es geht schon um "meine internen" widersprueche, nicht?
ab jetzt weisst Du es auch.

schreibe mal was zum wiki eintrag, ausser sowas wie "wiki ist halt scheisse oder so".

und was zu den konsequenzen fuers modell, Du bist ja wohl der richtige ansprechpartner fuer, oder?



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Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 18:55
Zitat von neoschamane
neoschamane
schrieb:
und was zu den konsequenzen fuers modell,
Die Konsequenz ist, dass das Standardmodell in diesem Punkt falsch ist, und wir bisher keine Alternative Theorie haben, die es besser erklärt. Das Standardmodell der Kosmologie stimmt übrigens auch nicht. Neue Messdaten des Planck-Satelliten belegen, dass es Fehler enthält. Die ART ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, ...

Ich habe damit kein Problem. Man wird daran arbeiten und zu einem Ergebnis kommen oder auch nicht, frei nach dem Motto: "Wir irren uns empor!".



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Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 18:59
Zitat von Peter0167
Peter0167
schrieb:
Das Standardmodell der Kosmologie stimmt übrigens auch nicht.
das weiss ich auch und verfolge es auch gespannt.
Zitat von Peter0167
Peter0167
schrieb:
Man wird daran arbeiten und zu einem Ergebnis kommen oder auch nicht, frei nach dem Motto: "Wir irren uns empor!".
statt irren wuerde ich aproximieren verwenden.

auch newton lag nicht komplett falsch.



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Definitionsproblem mit dem Atheismus

13.09.2020 um 20:05
Zitat von Unik
Unik
schrieb:
Was sind jetzt nochmal diese wissenschaftlich korrekten Indizien, dass es keinen Gott gibt?
Die Tatsache, dass es keine Indizien für die Behauptung gibt, es gebe einen.
Zitat von Unik
Unik
schrieb:
Es könnte aber gut möglich sein.
Es kann Alles gut möglich sein, nur macht es keinen Sinn, davon auszugehen, dass es deswegen auch alles Ausgedachte wahr wäre.
Wenn ich Alles und Jedes für wahr halte, gibt es auch keine Möglichkeit, etwas als wahr zu erkennen oder sich auf einem Gebiet mal auszukennen.

Alles, das ohne Belege behauptet wird, darf auch ohne Belege verworfen werden (Christopher Hitchens)

Anders ausgedrückt: Die Beweislast liegt beim Behaupter einer Sache, die sein soll, nicht bei dem, der daran zweifelt. Beweislastumkehr ist keine valide Methode der Erkenntnisgewinnung.
Zitat von Unik
Unik
schrieb:
Das Problem ist, ihr tappt so in eine Falle.
So, was soll denn für eine Falle sein? Ich denke, Du tappst gerade in die Falle, nicht zu verstehen, dass Beweislastumkehr Bullshit ist.
Zitat von Unik
Unik
schrieb:
Theisten können euch dann berechtigt dazu auffordern zu beweisen, und zwar lückenlos!
Das tun sie doch auch, es ist und bleibt dennoch Unsinn. Denn, siehe oben: Beweisastumkehr ist keine valide Methode der Erkenntnisgewinnung. Lediglich ein frecher Versuch, davon abzulenken, dass eben ein Glaubie seine Behauptung nicht belegen/geschweige den beweisen kann.

Und das sollte doch wohl der erste Schritt sein, nicht wahr?
Kein Atheist muss sich also vor dieser blöden Frage fürchten, sondern einfach den Glaubie daran erinnern, dass er mitnichten das Recht hätte, einen lückenlosen Gegenbeweis zu verlangen, solange er nicht zuerst lückenlosen Belege für seine Behauptung vorlegt.
Zitat von Peter0167
Peter0167
schrieb:
Diese 100%-Mentalität ist das eigentliche Problem.
Das dürfte sogar der eigentlich Kern aller Glaubensideologien sein, der Leute dazu veranlasst, lieber 100% Unsinn zu glauben, in der Hoffnung auf 100% Scheinsicherheit, als sich der Realität mit ihren Unsicherheiten und steten Veränderungen zu stellen.
Manche wollen offenbar lieber eine falsche Antwort als keine.



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