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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

349 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krebs, Ruhrgebiet, Apotheke ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

18.07.2020 um 19:04
@FrauZimt
du hast mit allen Argumenten recht.
Jedoch hier muss ich Einspruch erheben:
Zitat von FrauZimtFrauZimt schrieb:Placebo bei Krebs? Schließe ich aus.
Das schließe ich schon deshalb nicht aus, da Krebs auch MIT psychisch bedingt ausgelöst werden könnten (z.B. durch körperlichen oder psychischen Stress).
So ähnlich wie das auch bei Gürtelrose oder allgemein gesehen bei sehr vielen Krankheiten ist.
Das kann ich jetzt im Moment nicht beweisen, also muss ich es erst mal als meine Meinung deklarieren, aber das sind meine Erfahrungswerte.

Und angenommen ich habe mit obigem recht, dann kann man Krebs auch wiederum durch die Psyche positiv beeinflussen (wie auch manch andere Krankheiten) -> "positives Denken" ist zumindest förderlicher als wenn man sich z.B. aufgeben würde usw.
Alles auch nur meine Meinung.


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

26.08.2022 um 08:23
Peter S. erhält seine Approbation nicht zurück, seine Klage wurde abgewiesen. Das finde ich auch richtig un gut so. Das Insolvenzverfahren gegen ihn läuft scheinbar noch.
Der wegen gepanschter Krebsmedikamente zu zwölf Jahren Haft verurteilte Ex-Apotheker Peter S. aus Bottrop erhält seine Approbation nicht zurück – und wird seinen Beruf wohl nie wieder ausüben dürfen. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstag in Abwesenheit des Klägers entschieden, der derzeit im Gefängnis sitzt.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/bottrop-ex-apotheker-erhaelt-approbation-nicht-zurueck-gepanschte-krebsmedikamente-a-037fccd5-14ef-4f7a-9e62-44134995f9f6


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

26.08.2022 um 08:35
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Da wird Stadtmann wohl in Berufung gehen, und es bleibt zu hoffen, dass das OVG der Entscheidung des VG folgt.

Ein paar Jährchen Knast hat er ja noch vor sich.


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

26.08.2022 um 15:08
Hoffentlich nutzt er die Zeit hinter schwedischen Gardinen um eine neue Richtung einzuschlagen, sowohl moralisch als auch beruflich... weiß jemand, was mit der Villa/seinen Besitztümern passiert ist?


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

26.08.2022 um 15:28
Die Villa hat wohl einen neuen Besitzer, zumindest ist sie auf Immowelt nicht mehr zu finden. Einen Einblick in diesen mondänen Protzbau kann man hier erlangen:

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/panorama/57-mio-euro-luxusvilla-des-pansch-apothekers-zu-verkaufen/

So wird man auch auf die Persönlichkeit des P.S. Rückschlüsse führen können und da lehne ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, dass bei dem Hopfen und Malz verloren sind. Was das Vermögen betrifft: Schon allein, dass die Mutter irgendwelche Kunstwerke und die Apotheke eingeklagt hat, die PS wohl irgendwann durch das Erbe zufallen, ist für die Angehörigen ein Schlag ins Gesicht, genau wie, dass man PS juristisch gesehen keinen Mord nachweisen konnte.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2021/05/07/mutter-des-bottroper-zyto-apothekers-muss-womoeglich-auf-millionen-verzichten/chapter:1 (Archiv-Version vom 02.08.2021)


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

30.12.2024 um 23:27
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb am 26.08.2022:Ein paar Jährchen Knast hat er ja noch vor sich.
Knapp 2 Jahre + 4 Monate sind es seitdem noch geworden:
Der Bottroper Apotheker Peter S. wird vorzeitig aus der Haft entlassen. Der 54-Jährige hatte Zweidrittel seiner Strafe verbüßt.

Von Carmen Krafft-Dahlhoff

Der Ex-Apotheker komme noch am Montag vorzeitig auf Bewährung frei, so ein Sprecher des Bielefelder Landgerichts. In einer nicht-öffentlichen Anhörung traf die Kammer heute im Rahmen einer Haftprüfung diese Entscheidung. Eine Begründung gab es nicht. Außerdem darf er nie wieder als Apotheker arbeiten.

Der verurteilte Peter S. hat bereits acht Jahre seiner Haftstrafe verbüßt und war schon länger im Offenen Vollzug.
Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/bottrop-apotheker-vorzeitige-entlassung-100.html

Er wurde heute vorzeitig entlassen. Ziemlich früh mMn und für Betroffene wohl sehr unzufriedend:
"Uns wird eine Frage nie loslassen: Warum wurde S. nicht auch wegen Mordes angeklagt?", sagte die Krebspatientin Christiane Piontek. Ihre Freundin Renate verstarb wie viele andere ehemalige Kundinnen von Peter S. nach dessen Verhaftung im Jahr 2016.
Quelle: Wie oben


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

31.12.2024 um 01:47
Zitat von LanzaLanza schrieb:Ziemlich früh mMn und für Betroffene wohl sehr unzufriedend:
Ja leider. Aber rechtlich war eine Verurteilung wegen Mordes wohl anscheinend wirklich nicht möglich. Zumindest hat er einige Jahre im Gefängnis gesessen und er ist durch den Verlust seiner Lizenz usw. darüber hinaus für sein restliches Leben gestraft.


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

04.01.2025 um 12:21
Zitat von LanzaLanza schrieb am 30.12.2024:Er wurde heute vorzeitig entlassen. Ziemlich früh mMn und für Betroffene wohl sehr unzufriedend:
Er hat zwei Drittel seiner Strafe verbüßt, eine Entlassung nach dieser Zeit ist durchaus üblich.

Und es bringt halt auch keinen der Verstorbenen zurück, wenn er ein paar Jahre länger gesessen hätte.

Beruhigend ist, dass er nie wieder als Apotheker arbeiten wird...und ich schätze, in seiner Heimatstadt Bottrop ist er auch unten durch.


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

25.05.2026 um 11:07
@HorstHamster
Deine Schilderungen glaube ich vorbehaltlos.

Vor mehreren Jahren gab es im TV eine Reportage über den Bottroper Apothekerskandal. Ich war schockiert, wie lasch generell Apotheker kontrolliert werden. Auch die „Zusammenarbeit“ zwischen Arzt und Apotheker wurde thematisiert. Ich hatte den Eindruck, Korruption ist eher die Regel als die Ausnahme. Korruption in der Art, dass Apotheker Ärzten widerrechtlich Kapital zukommen lassen, wenn diese Patienten zu ihnen schicken

Absolut nicht verstanden habe ich die lasche Kontrollpraxis für Apotheken. Allen Beteiligten, auch den einwandfrei arbeitenden Apotheken müssten doch großes Interesse an genauen Kontrollen haben? Auch die Krankenkassen, deren Gelder tlw. zweckentfremdet werden.

Ich habe versucht mich in die Lage eines Apothekers zu versetzen, der um sein wirtschaftliches Überleben kämpft und einwandfrei arbeitet. Spätestens beim Sehen des Beitrages wird er auf die Idee kommen, dass er vielleicht etwas ändern sollte.

Ist wahrscheinlich ähnlich der Situation einer Doping verseuchten Sportart, in der wenig kontrolliert wird. Der ungedopte Sportler fragt sich irgendwann, ob er nicht zumindest halb so viel dopen sollte wie er es bei seinen Konkurrenten vermutet.


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

25.05.2026 um 14:49
Zitat von AnalystAnalyst schrieb:Absolut nicht verstanden habe ich die lasche Kontrollpraxis für Apotheken. Allen Beteiligten, auch den einwandfrei arbeitenden Apotheken müssten doch großes Interesse an genauen Kontrollen haben? Auch die Krankenkassen, deren Gelder tlw. zweckentfremdet werden.
Man weiß natürlich nicht, inwieweit das jetzt vielleicht besser geworden ist, auch im Hinblick auf diesen Fall.

Aber ich würde mal vermuten, dass es für lasche Kontrollen zwei Gründe gibt: Einmal fehlt das Personal ("wir müssen sparen!") und dann könnte ich mir auch vorstellen, dass es bei den Apothekern zumindest lange Zeit, ähnlich wie bei den Ärzten, so ein "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!" gab, das dazu geführt hat, dass schwarze Schafe eher gedeckt wurden.

Und dazu kam vielleicht auch noch so ein gewisser, sagen wir mal, Standesdünkel, der dazu geführt hat, dass man sagte "Sowas macht doch keiner von uns!".


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Bottrop: Apotheker-Skandal, mit gepanschten Krebsmitteln gehandelt

28.05.2026 um 00:12
@brigittsche

Ich würde mich freuen, wenn deine Annahmen zutreffend wären. Leider gehe ich nicht davon aus.

1. Es wird betrügerischen Apothekern sehr einfach gemacht, Arzneien zu panschen. Zudem sind mit der Panscherei schnell Millionen verdient.

2. Die PTA, die aufgedeckt haben, haben in der Branche keine Beschäftigung mehr gefunden. Da kann man durchaus zurecht fragen, warum ist dies der Fall gewesen.

3. Verdächtig hat sich Stadtmann unter den Beschäftigten seiner Apotheke wohl schon seit längerer Zeit. Er hat sich ja auch nicht viel Mühe beim Panschen gemacht.

4. Da hilft ein Apotheker, Patienten umzubringen und ist schon längst wieder auf freien Fuß. Wirkungsvolle Abschreckung sieht anders aus.


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