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Kriminalfall Kim Wall

28.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2017, Dänemark, U-boot ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Kriminalfall Kim Wall

Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 22:38
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Eine gute von Miele wiegt so 70-80 Kg
Also 20 kg mehr als Kim Wall. Außerdem wissen wir, dass Lasten unterschiedlich gut zu transportieren sind, je nachdem, wie das Objekt/der Körper geformt ist, wo der Schwerpunkt liegt u.s.w..
Außerdem wissen wir, dass Madsen die Tote nicht im Ganzen aus der Luke gezogen hat, also ist die ganze Überlegung für die Katz´.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Es ging hier um die nicht ganz unwichtige Frage ob er sie zerteilen muße oder ob er sie zerteilen wollte.
Die Frage ist also. ob er sie "würdevoll bestatten" wollte (nein), oder sich irgendwie des Körpers entledigen, sodass er möglichst nicht gefunden wird (ja).
Ob er irgend einen Lustgewinn durch die Zerteilung hatte, wird nicht nachzuweisen sein.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Er hat sogar einmal betont wie einfach es war sie im Stück rauszubekommen um damit seine These vom "Im Ganzen" zu belegen.
Von der wir wissen, dass sie Unfug war. Trotzdem wäre es möglich für einen kräftigen Mann, eine 50-60kg-Person am Seil hochzuziehen, denke ich. Ist aber immer noch ein müßiger Gedanke, denn das ist eben nicht passiert, egal ob er es probiert hat oder nicht.

Zuletzt bleibt, dass Madsen sich der Leiche entledigte, um eine Straftat zu vertuschen. Anders machen sein gesamtes Verhalten und all seine Lügen gar keinen Sinn.
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Und jemand schrieb hier noch, dass auch ohne die Festplatte festgestellt worden wäre, welche Seiten er besucht hat. Aber kann man das, wenn jemand im DarkNet Seiten besucht hat?
Hoffentlich beantwortet niemand diese Frage allzu detailliert. ;)
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Die Herkunft der Filme finde ich sollte unbedingt geklärt werden. Es kann doch nicht sein, dass es für so ein Sadismus an Menschen einen Markt gibt. Und wie kommt PW an dieses Material?
Solche Filme gibt es auch bei Youtube. Nippel werden sofort gelöscht, aber Videos von grausamen Hinrichtungen nicht.
Ich habe als Moderator schon einiges löschen müssen, was ich lieber nie gesehen hätte.
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:(angenommen es wäre für ihn nicht so viel schiefgelaufen, KW hätte keinen freund gehabt, der so schnell aktiv wurde, man hätte nicht nach dem uboot gesucht, sondern er hätte in aller ruhe seine tat vollenden und die leichenteile so entsorgen können, dass sie in der versenkung geblieben wären..
danach wäre er heimgetuckert und hätte seine absetzstory erzählt.
durchgekommen wäre er so und so nicht.. oder?)
Nein, denn die Überwachungskamera am Absetzpunkt hat erwiesen, dass er sie nicht abgesetzt hat, und dann hätte er noch die Spuren an seinem Körper und das Versenken des U-Bootes erklären müssen.
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:Sie starb unter bislang ungeklärten Umständen in der Nacht zum 11. August 2017
Eine Nacht fängt bei Sonnenuntergang an, also ist die Angabe vollkommen richtig: Irgendwann in der Nacht von 10 zum 11. August.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Gehen Zeugen oder Presseorgane dennoch mit den Informationen an die Öffentlichkeit, können die Ermittler dagegen nicht rechtlich vorgehen. Also weder einen "Maulkorb" verhängen, noch mit rechtlichen Konsequenzen drohen.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:Mir sträuben sich nur immer die Nackenhaare, wenn Mitschreiber/innen wie selbstverständlich davon ausgehen, dass staatliche Organe das Recht auf freie Meinungsäußerung, durch Verhängung eines "Maulkorbs" außer Kraft setzen können.
Die Veröffentlichung von Zeugenaussagen oder Fakten ist keine "Meinungsäußerung", und kann sehr wohl eine Behinderung der Justiz darstellen.  
Eine Meinungsäußerung wäre ein Kommentar zu den bekannten Fakten, der natürlich nicht verwehrt werden kann.
Zitat von eldeceldec schrieb:Ich denke, dass daher vielleicht die irrige Annahme herrührt, die Ermittler könnten diesen "Maulkorb" erzwingen.
Ich denke, dass sie das im Notfall könnten. Geheimnisverrat oder persönliche Daten fallen auch nicht unter die Freiheit der Meinungsäußerung, insofern könnten Ermittlungen unter ähnlichen Vorzeichen auch unter Verschluss gehalten werden.
Zum Beispiel ist es nicht erlaubt, die Namen von Verdächtigen oder Angehörigen zu veröffentlichen. Tut man das, kann man aufgrund der Persönlichkeitsrechte belangt werden... auch da ist die Pressefreiheit eingeschränkt.
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb:In Deutschland wird die Behinderung der Justiz im § 258 Strafvereitelung mit abgehandelt.

Aber auch wenn sich ein Ermittler durch die Preisgabe von fallrelevanten Informationen in seiner Arbeit "behindert" fühlt, sticht das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, in diesem Falle dann den § 258 aus.
Ich kenne mich zwar nicht im Detail aus, aber das würde ich bezweifeln (siehe oben).
Fragt sich auch, warum man fallrelevante Details veröffentlichen wollen würde, wenn die Polizei einem erklärt, dass die Veröffentlichung die Aufklärung des Falles behindern könnte.
Wäre ich Zeuge in einer solchen Situation, hätte ich besseres zu tun, als dem Täter Hilfestellung zu geben und die Polizei zu behindern.
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:„Als ich die Biografie schrieb, wollten sich viele seiner früheren Bekannten überhaupt nicht über ihn äußern. Viele hassten ihn und wollten nichts mit ihm zu tun haben. Viele fühlten ganz klar, dass ihr Leben dadurch ruiniert wurde, dass er so viel mit ihnen zu tun hatte“, sagt Djursing.
Diesen Satz finde ich, was die Persönlichkeit von Madsen angeht, sehr prägnant.
Ich habe selbst solche Menschen kennen gelernt und kann verstehen, wie jemand mit viel Charisma andere an sich bindet, aber mit seinen Neurosen verletzt und zurückstößt.
Bleibt die Frage, wie das seine Frau beurteilen würde, oder welche Sonderrolle sie einnimmt. Zu ihr scheint sich Djursing in der Biografie nicht geäußert zu haben, oder doch?
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:der lebenslauf und die biografie PMs könnten grundlage für die anklage und verteidigung sein, zumindest aber im plädoyer aufgegriffen werden.
Nein. Niemand wird aufgrund seines Lebenslaufes wegen irgendwas angeklagt.
Höchstens kann ein Lebenslauf Anhaltspunkte für eine Entwicklung zeigen, die zuletzt in eine Tat mündet. Grundlage einer Anklage müssen aber Fakten und Indizien sein. Ein Lebenslauf kann eine Theorie zum Motiv untermauern, aber nicht das Motiv an sich liefern.
Selbst wenn jemand in seiner Jugend schon Tiere quälte, braucht es für eine Anklage handfeste Beweise.

Madsens Lebenslauf bietet auch viel positives, was hingegen (wie Du richtig bemerkst) die Verteidigung benutzen könnte... zum Beispiel eine Ehe. Dazu ein künstlerischer, erfinderischer Intellekt und ein Gefühlsleben, das außerhalb der Norm arbeitet.
Das kann aber nur erklären, wie er zu seinen seltsamen Rechtfertigungen kommt... nicht aber, warum er getan hat, was er ganz offensichtlich getan hat. Außer, man wollte das Gericht für dumm verkaufen.
Denn jetzt ist inzwischen schon klar geworden, dass wenn Madsen Kim Walls Körper im Ganzen über Bord geworfen hätte, ein anderer, der ihn in der selben Nacht gefunden und zerstückelt hätte, die Teile genau da hätte entsorgen müssen, wo Madsen mit dem U-Boot unterwegs war.
Damit ist seine Story als Lüge endgültig entlarvt.

Der Verteidigung bleibt nicht mehr viel Entlastendes.
Man kann einen geplanten Mord vermutlich nicht nachweisen, aber ein Totschlag wird es wohl sein.
Wie es im dänischen Justizsystem mit einer besonderen Schwere der Schuld oder möglicherweise anderen Wertung der Stiche in den Unterleib ist, weiß ich nicht.
Und wie ist es in Dänemark mit Tätern, die aufgrund von psychologischen Gutachten als gefährlich eingestuft werden? Gibt es da auch eine Forensik wie in Deutschland?


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 22:39
Zitat von FFFF schrieb:Also 20 kg weniger als Kim Wall
Du meintest „mehr“ 


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29.10.2017 um 22:41
@lightbride
Danke. ;)


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29.10.2017 um 22:54
Zitat von FFFF schrieb:Man kann einen geplanten Mord vermutlich nicht nachweisen, aber ein Totschlag wird es wohl sein.
ich habe hier im forum gelesen, dass man in der dänischen justiz nicht zwischen mord und totschlag unterscheidet.

der gravierende unterschied wäre dann der zwischen totschlag-oder einer tat im affekt..

denke ich mir.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 22:58
Zitat von suki04suki04 schrieb:Ich finde nicht das es ein Nebenschauplatz ist. Hoffentlich hat der Auftritt von P.B.ein Nachspiel.Unverantwortlich und Rücksichtslos gegenüber der Familie von Kim Wall.
wirklich respektlos gegenüber KW war nur einer!
Zitat von FFFF schrieb:    JoKr schrieb:
   der lebenslauf und die biografie PMs könnten grundlage für die anklage und verteidigung sein, zumindest aber im plädoyer aufgegriffen werden.


FF schieb:
Nein. Niemand wird aufgrund seines Lebenslaufes wegen irgendwas angeklagt.
Höchstens kann ein Lebenslauf Anhaltspunkte für eine Entwicklung zeigen, die zuletzt in eine Tat mündet. Grundlage einer Anklage müssen aber Fakten und Indizien sein. Ein Lebenslauf kann eine Theorie zum Motiv untermauern, aber nicht das Motiv an sich liefern.
Selbst wenn jemand in seiner Jugend schon Tiere quälte, braucht es für eine Anklage handfeste Beweise.

Madsens Lebenslauf bietet auch viel positives, was hingegen (wie Du richtig bemerkst) die Verteidigung benutzen könnte... zum Beispiel eine Ehe. Dazu ein künstlerischer, erfinderischer Intellekt und ein Gefühlsleben, das außerhalb der Norm arbeitet.
Das kann aber nur erklären, wie er zu seinen seltsamen Rechtfertigungen kommt... nicht aber, warum er getan hat, was er ganz offensichtlich getan hat. Außer, man wollte das Gericht für dumm verkaufen.
Denn jetzt ist inzwischen schon klar geworden, dass wenn Madsen Kim Walls Körper im Ganzen über Bord geworfen hätte, ein anderer, der ihn in der selben Nacht gefunden und zerstückelt hätte, die Teile genau da hätte entsorgen müssen, wo Madsen mit dem U-Boot unterwegs war.
Damit ist seine Story als Lüge endgültig entlarvt.

Der Verteidigung bleibt nicht mehr viel Entlastendes.
Man kann einen geplanten Mord vermutlich nicht nachweisen, aber ein Totschlag wird es wohl sein.
die verteidigung wird einen PM aufbauen, der so wurde wie er wurde durch seinen lebenslauf, bis hin zu der tat und deshalb eine strafbemessung anstreben, wegen unzurechnungsfähigkeit (keine ahnung wie der richtige therminus ist)

die StA (das meinte ich mit anklage) wird dies ebenso tun, allerdings beweisen wollen, dass er während der tat zurechnungsfähig war und voll verantwortlich ist, für all das was er anrichtete.


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29.10.2017 um 23:04
FF schrieb (Beitrag gelöscht):@frauzimt
Es wird wohl unterschieden zwischen einer Tötung im Affekt oder mit Vorsatz, also letztendlich ähnlich wie in Deutschland, nur anders eingeordnet.
ich glaube, das ist doch anders.

in unserem rechtssystem braucht es bestimmte merkmale, damit ein totschlag mord genannt wird. und sehr oft können die menschen nicht nachvollziehen, warum die geplante tötung eines menschen "nur" ein totschlag ist.

eine tat im affekt ist ohnehin eine andere kategorie.

ich könnte mir nur vorstellen, dass in dänemark ein sehr grausamer, heimtückischer totschlag als besonders schwerwiegend geahndet wird. (vielleicht entlassung nach frühestes x jahren)


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29.10.2017 um 23:07
@DEFacTo
Für eine Unzurechnungsfähigkeit hat er viel zu rational gehandelt, z.B. mit dem Notruf, abwarten bis Hilfe erscheint und dann Versenken des U-Bootes.
Oder die Zerteilung des Körpers der Toten.
Das würde wohl niemand als das Handeln eines Durchgedrehten einstufen können.
Gäbe es nur die Stiche in den Unterleib, keine Zerteilung, keinen Notruf und keine Versenkung des Boites, wäre das vielleicht etwas anderes. So wie es steht, erscheinen die Stiche aber nur als ein Puzzelteil in einem Bild, nicht als zentrale Handlung, die auf Unzurechungsfähigkeit hindeuten könnte. Zumal er sie leugnet, was zu seinem sonstigen sehr rationalen Lügengebilde beiträgt.

@Dawn
Ja, wir können jetzt gerne off-topic darüber diskutieren, wie sehr eine Diskussion off-topic ist.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 23:10
Zitat von FFFF schrieb:Madsens Lebenslauf bietet auch viel positives, was hingegen (wie Du richtig bemerkst) die Verteidigung benutzen könnte... zum Beispiel eine Ehe. Dazu ein künstlerischer, erfinderischer Intellekt und ein Gefühlsleben, das außerhalb der Norm arbeitet.
Das kann aber nur erklären, wie er zu seinen seltsamen Rechtfertigungen kommt... nicht aber, warum er getan hat, was er ganz offensichtlich getan hat. Außer, man wollte das Gericht für dumm verkaufen.
alles was die verteidigung positives aus PMs leben anführen möchte wird wie hohn in den ohren des gerichtes und der angehörigen klingen.

im übrigen seh ich nichts was PM nicht für sich selbst gemacht hätte, altruismus kann ich bis jetzt nicht finden, auch nicht in den ausschnitten der biografie PMs.

alles ego-projekte, für die er andere brauchte, symbolisch dafür das crowdfunding.

(wenn ich schon von dieser pseudomilitärschen soße immer wieder lese).


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29.10.2017 um 23:10
GermanMerlin hat hier schon zu Anfang geschrieben, dass er es mit seiner crew übungshalber versucht hatte, eine Person alleine aus dem U-boot zu bergen und er hat genau erläutert, dass und warum dies nicht möglich war. Im Übrigen finde ich es schade und wenig zielführend, dass in diesem eigentlich wirklich sehr  sachlichen thread in den letzten Tagen bzw. Wochen aus Mangel an neuerlichen Informationen viel zu viel spekuliert wird und dass dadurch ehemals wichtige Leute des threads einfach weg bleiben.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 23:13
Zitat von FFFF schrieb:Für eine Unzurechnungsfähigkeit hat er viel zu rational gehandelt, z.B. mit dem Notruf, abwarten bis Hilfe erscheint und dann Versenken des U-Bootes.
Oder die Zerteilung des Körpers der Toten.
das ist ein guter gedanke
er hat, in allen dingen, die seine eigene rettung betreffen, überlegt gehandelt

und behauptet sich partiell nicht an das erinnern zu können, was kim wall betrifft.
(angefangen mit ihrem namen, von dem er sich nur die hälfte erinnern will)

und das kann wirklich nicht unzurechnungsfähig genannt werden.


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29.10.2017 um 23:14
Zitat von FFFF schrieb:@DEFacTo
Für eine Unzurechnungsfähigkeit hat er viel zu rational gehandelt, z.B. mit dem Notruf, abwarten bis Hilfe erscheint und dann Versenken des U-Bootes.
Oder die Zerteilung des Körpers der Toten.
Das würde wohl niemand als das Handeln eines Durchgedrehten einstufen können.
Gäbe es nur die Stiche in den Unterleib, keine Zerteilung, keinen Notruf und keine Versenkung des Boites, wäre das vielleicht etwas anderes. So wie es steht, erscheinen die Stiche aber nur als ein Puzzelteil in einem Bild, nicht als zentrale Handlung, die auf Unzurechungsfähigkeit hindeuten könnte. Zumal er sie leugnet, was zu seinem sonstigen sehr rationalen Lügengebilde beiträgt
ja, seh ich den grundsätzen auch so.
und hoffe inständig, dass er die höchststrafe weder im maßregelvollzug, noch in der psychatrie bekommt, sondern unter den anderen schwerverbrechern!
dort darf er dann mit dem hammer drohen.

ich hoffe, dass die anklage genug ansammeln kann.
die StA ist wirklich gut beraten, alles abzusuchen, um alles zu finden, was möglich ist.
ich ahb das gefühl, dass die StA jetzt schon genau das berücksichtigt und auch das was der verteidigung überhaupt bleibt als möglichkeit, die strafe zu mildern.

alleine die zeit zwischen den stichen, um den todeszeitpunkt herum und dem zerkleinern, sollte deutlich machen, dass er voll bei bewusstsein war und auch abwägen konnte was das bedeutet.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 23:21
Auf Marinetraffic habe ich heute Abend beobachtet, dass ein SAR-Hubschrauber in der Kögebucht unterwegs war. Vielleicht fördert dies noch neue Fakten zutage.


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29.10.2017 um 23:21
@Alex0503
Bei "einer Person bergen" kommt es sehr auf das Gewicht der Person an, wie man sie zu bergen versucht u.s.w..
Hat man es für möglich gehalten, dass ein Verletzter/Bewusstloser aus dem U-Boot geborgen werden muss?
Man würde doch hoffen, dass so eine Situation geübt wurde. Und es fragt sich, wie die Erfahrungen ausgewertet wurden: Gewicht : Anzahl der Hilfskräfte : Durchmesser des Ausstiegsturmes : Bergungstechnik.

@DEFacTo
Ein Justizurteil unterliegt nicht den Ansprüchen des allgemeinen Gerechtigkeitsempfindens. Zum Glück ist das so, denn sonst würden man einer Lynchjustiz folgen.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 23:24
Zitat von FFFF schrieb:@DEFacTo
Ein Justizurteil unterliegt nicht den Ansprüchen des allgemeinen Gerechtigkeitsempfindens. Zum Glück ist das so, denn sonst würden man einer Lynchjustiz folgen.
deshalb schrieb ich:
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:ich hoffe, dass die anklage genug ansammeln kann.
die StA ist wirklich gut beraten, alles abzusuchen, um alles zu finden, was möglich ist.
ich ahb das gefühl, dass die StA jetzt schon genau das berücksichtigt und auch das was der verteidigung überhaupt bleibt als möglichkeit, die strafe zu mildern.
alles im rahmen einer rechtsprechung!

keine ahnung warum du mir das sagen musstest.


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Kriminalfall Kim Wall

29.10.2017 um 23:26
Zitat von Alex0503Alex0503 schrieb:Auf Marinetraffic habe ich heute Abend beobachtet, dass ein SAR-Hubschrauber in der Kögebucht unterwegs war. Vielleicht fördert dies noch neue Fakten zutage.
Du meinst Flightradar24 ?


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29.10.2017 um 23:37
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:keine ahnung warum du mir das sagen musstest.
Das war darum:
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:ja, seh ich den grundsätzen auch so.
und hoffe inständig, dass er die höchststrafe weder im maßregelvollzug, noch in der psychatrie bekommt, sondern unter den anderen schwerverbrechern!
dort darf er dann mit dem hammer drohen.
Und das ist für mich nicht nachzuvollziehen.
Wenn ein Gutachten ihn so einstuft, wird seine Strafe eben anders aussehen, als man es sich vielleicht wünscht. Ob das für ihn einfacher ist, als unter Schwerverbrechern einzusitzen, wissen wir nicht.
Man hat von Krimis geprägte Vorstellungen von Hierarchien im Knast, die nicht zutreffen müssen.


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29.10.2017 um 23:43
Für Totschlag gibt es in Dänemark glaub durchschnittlich 12 Jahre und man geht grundsätzlich von Absicht aus, wenn jemand einen anderen Menschen - nicht fahrlässig - tötet. Eine Tat im Affekt kann strafmildernd gewertet werden, muss aber nicht.

Mord / Mordmerkmale gibt es in DK nicht, dennoch wird das wohl äquivalent zu D eine Auswirkung auf das Strafmaß haben.

Zurechnungsunfähigkeit führt zwar nicht oder nicht immer zu einer Strafe, aber bei so einem schweren Verbrechen wie Mord / Totschlag ziemlich sicher zur Einweisung zB in die Psychiatrie. Dagegen würde sich ein PM mMn. eher mit Händen und Füßen wehren, solange er könnte. Ich persönlich sehe derzeit auch keine Anzeichen für Zurechnungsunfähigkeit / Schuldunfähigkeit und das psychologische Gutachten wird wohl mind. bis Jahresende dauern.


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29.10.2017 um 23:47
Zitat von IndinaIndina schrieb:Interested schrieb:
"Vermutlich fing es erst da an im Hirn zu rattern, was und warum so ein Aufgebot aufgefahren wurde. Dennoch haben sie ihn ja da bereits wegen fahrlässiger Tötung festgenommen, trotz Absetzlegende und noch ohne Kenntnis über den Inhalt der Videoüberwachung.
Und ich finde, dass man da durchaus erstmal hätte seiner Aussage glauben können - doch genau das tat man von Anfang an nicht. Und ich frage mich eben, warum?!"

Das hat mich auch wundert, wieso wurde er gleich festgenommen.
Weil offenbar jemand wusste, dass KW bei PM an Bord war und man bei Rettung nur PM, aber nicht KW gefunden hatte. Ursprüngliche Beschuldigung war Totschlag unter besonderen Umständen. Was einen tötlich verursachten Unfall einschließt.
Zitat von AhmoseAhmose schrieb:Ich denke er hat Strumpfhose, Slip und Kontaktlinse vergessen bzw. nicht mehr gesehen. So hell ist es in dem Boot nicht und Sachen können irgendwohin rutschen wo man sie nicht sofort entdeckt.
Reine Spekulation. Vor dem Hintergrund einer angenommenen Zerstückelung auch abwegig, wenn zeitgleich andere Kleidungsstücke gesammelt in einer Tasche auftauchen.
Die Kontaktlinse wird er nicht gesehen haben. Er wusste wahrscheinlich nicht einmal, dass KW Kontaktlinsenträgerin war.
Zitat von marisa2marisa2 schrieb:Die Handies hat er vielleicht nur entsorgt, damit sie nicht geortet werden können. Das würde aber heissen, dass er das zeitnah nach dem Tod von KW tat, und man die Handies ganz woanders suchen muss.
Es wurde mit der Aurora letzte Woche westlich von Sandholm gesucht. Zeitgleich kam ein Pressetext zur Handysuche auf.
Würde bedeuten, die Handies seinen bereits um Mitternacht entsorgt worden.
Zitat von InterestedInterested schrieb:Und ich bin überzeugt davon, dass ihm überhaupt nicht klar war, dass das Boot gehoben wird, erst recht nicht so schnell.
Ja, er macht diesen Eindruck absolut. Er fantasiert aber auch über die Kosten des Hebens, er macht sich schon Gedanken darüber. Egal, ob wegen Verschleierung oder aus Besitzanspruch.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Er hatte ein schlechte Woche? Wo steht das? Ein Raketenstart wurde abgesagt. Aha. Passiert übrigens dauernd. Nicht fertig geworden, Schlechtes Wetter, keine Startgenehmigung etc.
Bei so langfristigen Projekten ist das eher ein winziger Rückschlag.
[...]
Bei PM war der größte Gau sicherlich 2014 die Spaltung des Raketenteams.
Was willst du damit sagen? Deine Aussagen sind völlig konträr.
PM hat mit CS konkurriert. Und CS hatte dies bessere Technik, die größeren Erfolgsaussichten und mit Terminzusammenlegung auch die Chance auf gleichen Presserummel.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Es ging hier um die nicht ganz unwichtige Frage ob er sie zerteilen muße oder ob er sie zerteilen wollte.
Die Frage ist unwichtig. Wichtig ist, er hat sie zerteilt.
Deine Frage enthält inhärent die Frage nach der Wahl des Tatortes. Er hat sein U-Boot gewählt, mit allen Konsequenzen, die er sicher besser einsehen kann als wir.
Er hätte sie auch an Land im Workshop angehen können.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb:Ich gehe fest davon aus das er sie zerkleinern mußte um sie rauszubekommen. Dazu passt aber der abgeschnittene Kopf nicht.
Welche Schlussfolgerungen ergeben sich für dich, wenn der abgeschnittene Kopf nicht für eine Notwendigkeit wegen Transportproblemen spricht?
Ich sag mal so, der Kopf ist ab, weil er ab ist. Nicht, weil es notwendig war.
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:spielte dabei KWs berühmtheit eine rolle?
ich behaupte nein, sie spielte keine rolle, denn die wenigsten werden KW vorher gekannt haben, die sich auf dem gelände und den schiffen befunden haben.

selbst PM wurde nur von den wissenden gekannt.
die zeugen auf den schiffen eher nicht, spielt aber auch keine rolle, denn das auffällige war das uboot.
Das ist ein sehr interessanter Hinweis. Beide waren eigentlich reichlich unbekannt für die Masse.
Ohne die jetzige Mordgeschichte hätten beide es vermutlich nicht zu so großem "Ruhm" geschafft. Zweifelhafter Ruhm. Und ein ekelhaftes Verbrechen.
Man sollte sich aber auch vor Augen halten, dass KW nach ihrer Ermordung eine große Lobby unter Journalisten hat, weil sie deren Teil war. Das ist gut so. Die ermordete Prostituierte von nebenan hat es deutlich schwerer.

(Was nicht heißen soll, ich möge die Opferrolle von KW herabspielen, sondern auf jene der Ungenannten hinweisen.)
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Du meinst, er hatte eine Fantasie bis in alle Einzelheiten ausgesponnen (über eine längere Zeit) und dann sah er plötzlich die Möglichkeit, die Fantasien zu realisieren.
Kann man da von Plan sprechen?
[...] Ich glaube, das war ein Zwischending. Einen Plan hätte er besser vorbereitet.
Ich denke mir, dass die Handlungen an seinem Opfer im Kopf vorher x-mal durchgespielt waren.
Ja, das denke ich auch. Die Tat war geplant, auch das U-Boot spielte eine Rolle. Aber es wurde nicht ins letzte
ausgeplant.
Vielmehr habe ich den Eindruck, er verließ sich weitgehend auf seine Improvisationsgabe.
Auch daraus ergeben sich die vielen Mankos, die hier erwähnt werden.
Zitat von DEFacToDEFacTo schrieb:    Interested schrieb:
   Eine gewollte Tat! Daher spontan geplant.^^

dein begiff wird in die kriminalistik eingehen.
Gewollte Tat ist absolut stimmig!
Zitat von TrimalchioTrimalchio schrieb:Ich würde mir aber wünschen, dass dieser thread wieder zu seiner sachlich fundierten Ebene zurückfindet.
Du könntest den ersten Schritt dazu wagen und deine Seekarte im Bereich westliche Kogebucht ändern.
Die zugrundeliegende Annahme, er sei in die westliche Kogebucht gefahren, stammt von einem dänischen Revolverblatt.
Spätetens seit der offenkundigen Suche der Aurora und der Polizei-Schlauchboote an anderen Stellen muss dein Postulat in Frage gezogen werden.
Hast du dieses freiwillig hinterfragt?

@Sector7 hatte dies, soweit ich erinnere, bereits hinterfragt, indem er eine Direktfahrt zum Suchpunkt postulierte.

Zeitlich erschließt sich auch nicht der Sinn nach einer Rundfahrt in der Kogebucht. Weshalb ich die Theorie von @Sector7 gegenüber deiner Rundfahrt-Karte für plausibler halte.
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Diese Stimmungsmache gegen 90% der aktiven Teilnehmer ist selbst unsachlich, unfundiert und nicht lesenswert. Denk mal drüber nach.
Wieso, Sector7? Er hat doch die User-Namen genannt und sich selbst positioniert. Der sachliche Mitleser wird sich ein Bild darüber gemacht haben.


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Kriminalfall Kim Wall

30.10.2017 um 00:02
Zitat von FFFF schrieb:@Alex0503
Bei "einer Person bergen" kommt es sehr auf das Gewicht der Person an, wie man sie zu bergen versucht u.s.w..
Hat man es für möglich gehalten, dass ein Verletzter/Bewusstloser aus dem U-Boot geborgen werden muss?
Man würde doch hoffen, dass so eine Situation geübt wurde. Und es fragt sich, wie die Erfahrungen ausgewertet wurden: Gewicht : Anzahl der Hilfskräfte : Durchmesser des Ausstiegsturmes : Bergungstechnik.
Zitat von GermanMerlinGermanMerlin schrieb am 07.09.2017:Moin, ich besitze ein ähnliches Uboot. Ähnliche Luken, ähnliche Durchstiege und Durchmesser und Leiterhöhen. Letzes Jahr haben wir eine "Erste Hilfe" und Notfall Übung daran und darin durchgeführt, mit der Aufgabe einen Mann mit einem simulierten Beinbruch von durch den Turm auf das Deck zu schaffen.

Alleine bekommt man das nicht hin. Haben wir versucht - geht nicht.

Es benötigt zwei Erwachsene Männer, eine Decke, mehere Gurte, ein Seil und einen Dritten der durch Luke und Leiter führt.
Letzendlich haben wir uns am zweiten Tag der Übung einen Hilfsdavit (kran) gebaut, der nun immer an Bord mitgeführt wird, falls sich tatsächlich mal jemand ernsthaft im Boot verletzt.

Bei einer Toten würden wohl zwei Männer reichen. Wer es nachvollziehen möchte braucht bloss seine Mülltonne mit 60 Liter Wasser zu füllen, im Erdgeschoss vors Haus zu stellen und durch ein Fenster im ersten Stock mit einem Seil versuchen diese 3 m hochzuziehen.

Wenn man(n) Arme und Beine abschneidet wird der Körper deutlich leichter und auch kompakter und man bekommt die Teile leichter nach Außenbords.
Habe ich vor Ewigkeiten (7.9.17) mal gepostet. Weil es nicht geglaubt wurde dann ein paar Tage im Keller mit zwei Werkzeugkästen und einer Autobatterie - insgesamt 60 kg ohne Luke auf einem Küchestuhl stehend wiederholt. Geht auch nicht- man bekommt es natürlich abgehoben. Aber das Hand über Hand ziehen funktioniert nicht. Es schneidet wie verrückt in die Handschuhe.
Einen Zementsack 50 Kg bekomme ich so gerade mit beiden Armen drunter gehoben und bewegt, habe ich als Hafenhlfsarbeiter während des Studiuns sogar Geld mit verdient  - ich bezweifel das das mit einem an einem Seil angebundenen Zementsack auch geht.

Die Frage ist nicht so ganz unwichtig. Bisher haben wir die Stiche in den Unterleib als einzigen Beleg für eine wie auch immer Wahntat. Das zerstückeln könnte ein zweiter Beleg sein wenn es nicht nur der Leichenverbringung diente.

Wenn es für ihn möglich war die 55-60 kg am Stück relativ einfach aus dem Boot zu ziehen - wie er das betont - gab es keinen Transfer Grund sie zu zerstückeln. Dann muss der Grund anders motiviert sein. Wenn es aber technisch nicht möglich war - war es nur.. die Lösung eines Transportproblems.

Ich ziehe meine Aussagen diesbezüglich aber sofort zurück - wenn einer hier aus dem Forum ein solches Experiment wagt und hier die Ergebnisse postet. Solange bleibe ich bei meiner Meinung das das zerstückeln dem einfacheren von Bord bringen diente. Somit keine Wahntat - sondern eine sehr blutige Transportlösung. Die die allermeisten wahrscheinlich nicht hätten ausführen können. So gesehen aber auch abnorm.


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