https://www.rtl.de/cms/vermisste-rebecca-darum-fahndet-die-polizei-mit-beauty-selfies-4304083.htmlIch hatte mich schon gewundert, warum geht man denn in dem Bild-Interview mit Sta Glage auf diese Fotogeschichte ein und warum sagt der Sta nicht klipp und klar, die Bilder kamen von den Eltern, sondern versuchte das eher beruhigend runterzuspielen?
Als danach Anwalt Mohammed auftrat, und das ebenfalls bei Bild, wurde offenbar, die Familie hatte das Medium gewechselt, war von RTL zu Bild gegangen. Wir dürfen davon ausgehen, dass es bei der Bild Vorgespräche gab und Sta Glage über die Richtung, die die Familie einzuschlagen beabsichtigt, Kenntnis hatte. Ins Messer hat man da sicher weder ihn noch den Familienanwalt laufen lassen wollen.
Was nun passierte, war ein riesen medialer Fehler. Der Anwalt, offensichtlich nicht so ganz im Thema, statt dass er die Ermittler wegen der Auswahl des Fotos angreift, meint nun einen draufsetzen zu müssen und behauptet, die Familie hätte dieses Foto gar nicht gekannt und es sei ohne deren Einverständnis veröffentlicht worden.
Der geneigte Leser verzeiht vieles, begrüßt auch durchaus Angriffe gegen die Staatsmacht. Was er aber so gar nicht mag, ist, von jemandem offensichtlich angelogen zu werden, dem er all seine Empathie entgegengebracht hat. Da fühlt er sich hintergangen und für dumm verkauft, denn woher soll das Foto denn sonst kommen, wenn nicht von der Familie, das liegt auf der Hand.
Nun schwenkt die Stimmung. Man findet in so manchen Leserbriefen die Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, warum lügt die Familie uns Leser an und schon fragt man sich, wo lügt sie denn sonst noch.
Dass die Familie gelogen hat, das glaube ich keinesfalls. Sie hat sich mit ihrem Anwalt besprochen, wird ihm gesagt haben, dass sie mit der Auswahl dieses Fotos durch die StA alles andere als zufrieden
ist. Was der nun daraus machte, dafür kann sie nicht unbedingt etwas. Dennoch hat sie die Resonanz auszuhalten.