Dr.Edelfrosch schrieb:Klar, im TV Krimi wäre so eine Drogenfahrt im schwarzen Mercedes AMG oder Porsche Cayenne durchgeführt worden, aber in der Realität kann man da auch schonmal einen alltäglichen Kleineagen nutzen, den sonst eher Hausfrauen und Rentner für ihre Einkäufe nehmen. Entspricht zwar nicht dem Klischee des Drogenbarons, ist aber dafür weitaus unauffälliger.
Es wird ja auch immer angeführt, dass er in Berlin auch an irgendwelche Substanzen leicht ran kommen könnte.
Aber trotzdem könnte ich mir schon denken, dass er nen Bekannten in Brandenburg hat, von dem er für ein Gramm Gras 2,50 € zahlen würde und dort gleich 100g holt für sich und einen Kumpel und es zu diesem Preis in Berlin nicht bekommt.
Um das auch beweisen zu können, müsste er den Namen des Bekannten und des Freundes nennen.
Und auch wenn das beweisbar wäre, würde ihm das noch lange kein Alibi für den Tatzeitraum bieten und ihn entlasten.
Er hätte ja trotzdem Rebecca töten können, Leiche ablegen und Drogen holen.
Deswegen wird ihm seine Anwältin auch, wie Rick Blaine schon schrieb, raten zu schweigen.
Aber wenn wir schon bei der Nutzung des Twingos sind, stellt sich mir immer noch folgende Frage:
War seine Fahrt schon vorher angekündigt ausgemacht?
Denn es hieß ja, dass normalerweise seine Frau den Twingo nutzt.
War das wirklich so und wie kam dann er immer in die Arbeit?
Ist darüber irgendwas bekannt, wie das normalerweise zwischen seiner Frau und ihm gehandhabt wurde?
Für mich ist Florian schon auch sehr verdächtig, aber nicht unbedingt wegen der KESY Fahrt, sondern weil er eben zum Tatzeitraum, sollte das gesichert sein, dass Rebeccas Handy die Nachricht der Mutter um 8.37 Uhr in dem Haus ihrer Schwester erhalten hat, alleine mit ihr im Haus war.
Dass Rebecca freiwillig das Haus ihrer Schwester ohne ihr Handy verließ, würde ich ausschließen.
Auschließen würde ich aber nicht, dass Rebecca in ein Auto gestiegen sein könnte, aus welchen Gründen auch immer, was zu dieser Zeit noch vor dem Haus stand und mit dem Router verbunden war, falls die Reichweite des Routers ausreichte. Und falls die Zustellung über das W-Lan der Schwester nicht gesichert ist, könnte sich das Handy auch über ein anderes offenes W-Lan System eingeloggt haben. Sollte sie sich in einem Auto befunden haben, dann ist auch klar, warum keine Kamera sie auf ihrem Schulweg aufgenommen hat.
Da wir aber nicht alle Fakten kennen, sollte es erlaubt sein, angebliche Indizien infrage zu stellen und auch alternative Theorien einzubringen.