Schnurri schrieb:Das finde ich jetzt etwas schlecht ausgedrückt.
Dieser Mensch ist geistig benachteiligt und hat eine Behinderung, aber er ist kein "Dorftrottel". Dieses Wort klingt abfällig und verletzend. Man kann sich denken, was man möchte, aber bitte keine Beleidigungen gegen Zeugen und Menschen mit Behinderungen.
Vielleicht lesen er und seine Eltern hier mit. Und selbst wenn es nicht so ist, bitte nicht so böse von oben über diesen Menschen schreiben.
Ich fand, er hat sich Mühe gegeben, für seine Verhältnisse, wer weiß, was man ihm vorher erzählt hat und wer ihn wirklich beeinflusst hat.
Ich bin generell erstaunt, wie sehr die Aussage dieses Zeugen abgewertet wird. Für mich, als jemand, der ihn nicht vor Gericht erlebt hat oder ihn persönlich kennt, ergeben sich da durchaus Fragen. Eine LRS und ADHS, sagen ja erstmal 0 über die Glaubhaftigkeit aus. Bleibt die Intelligenzminderung und der Betreuer. Wie stark ersteres ausgegeprägt ist und wofür zweiter notwendig ist, nach meinem Wissen, nicht bekannt.
Der Mann hat als Stallhelfer gearbeitet, ein eigenes Pferd (gehabt), ist verheiratet und hat 1 Kind. Ich weiß nicht, wie wörtlich er in Tickern zitiert wird, aber es machte zumindest nicht den Eindruck, als wäre er nicht in der Lage, 3 gerade Sätze zu sprechen oder dem Gesprächsverlauf zu folgen.
Kurzum: Grundsätzlich scheint er ja durchaus in der Lage ein überwiegend eigenverantwortliches Leben zu führen.
Bisher hab ich keine Informationen gehört oder gelesen, die ihn aufgrund von Einschränkungen unglaubwürdig machen. Wenn dem so ist, bedeutet das in meinen Augen, dass seine Aussagen Gewicht haben und dringend überprüft gehören. Sollten sich diese als Falschaussagen herausstellen, gehört er dafür natürlich belangt.
Ich denke der Richter wird sich da sicher noch mal schlau machen, wie ausgeprägt die Diagnose ist und was das im Bezug auf die Aussage bedeutet.