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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

27.623 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:17
Zitat von SchnurriSchnurri schrieb:Ich fand, er hat sich Mühe gegeben, für seine Verhältnisse, wer weiß, was man ihm vorher erzählt hat und wer ihn wirklich beeinflusst hat.
na G.H. hat ihn beeinflusst. War er nicht der Bekannte, der zu Gina sagte, dass sie beten soll, dass der Brandbeschleuniger nicht mehr im Auto liegt.

Siehe:
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb am 05.06.2026:Mordfall



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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:17
Zitat von wobelwobel schrieb:Nicht nur das - Tiere bedeuten Verantwortung und Pferde sehr viel Arbeit, nicht nur im Stall, sie müssen ja auch bewegt werden. Das kann ja aktuell niemand leisten. Früher oder später wird sich da jemand adäquat kümmern müssen, auch unabhängig von den laufenden Kosten, Ginas zu erwartenden Schulden etc.. Alles andere wäre Tierquälerei.
MR scheint ja kein Reiter zu sein und wird das nicht auf Dauer übernehmen können.
Ich frage mich sowieso, wie er das alles schafft. Morgens und abends die Pferde versorgen, dazwischen arbeiten.
Und wie du schreibst, mit Ausmisten und Füttern ist es nicht getan. Die Pferde brauchen ja auch viel Bewegung.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:25
Zitat von SchnurriSchnurri schrieb:Das finde ich jetzt etwas schlecht ausgedrückt.
Dieser Mensch ist geistig benachteiligt und hat eine Behinderung, aber er ist kein "Dorftrottel". Dieses Wort klingt abfällig und verletzend. Man kann sich denken, was man möchte, aber bitte keine Beleidigungen gegen Zeugen und Menschen mit Behinderungen.
Vielleicht lesen er und seine Eltern hier mit. Und selbst wenn es nicht so ist, bitte nicht so böse von oben über diesen Menschen schreiben.
Ich fand, er hat sich Mühe gegeben, für seine Verhältnisse, wer weiß, was man ihm vorher erzählt hat und wer ihn wirklich beeinflusst hat.
Ich bin generell erstaunt, wie sehr die Aussage dieses Zeugen abgewertet wird. Für mich, als jemand, der ihn nicht vor Gericht erlebt hat oder ihn persönlich kennt, ergeben sich da durchaus Fragen. Eine LRS und ADHS, sagen ja erstmal 0 über die Glaubhaftigkeit aus. Bleibt die Intelligenzminderung und der Betreuer. Wie stark ersteres ausgegeprägt ist und wofür zweiter notwendig ist, nach meinem Wissen, nicht bekannt.

Der Mann hat als Stallhelfer gearbeitet, ein eigenes Pferd (gehabt), ist verheiratet und hat 1 Kind. Ich weiß nicht, wie wörtlich er in Tickern zitiert wird, aber es machte zumindest nicht den Eindruck, als wäre er nicht in der Lage, 3 gerade Sätze zu sprechen oder dem Gesprächsverlauf zu folgen.
Kurzum: Grundsätzlich scheint er ja durchaus in der Lage ein überwiegend eigenverantwortliches Leben zu führen.
Bisher hab ich keine Informationen gehört oder gelesen, die ihn aufgrund von Einschränkungen unglaubwürdig machen. Wenn dem so ist, bedeutet das in meinen Augen, dass seine Aussagen Gewicht haben und dringend überprüft gehören. Sollten sich diese als Falschaussagen herausstellen, gehört er dafür natürlich belangt.

Ich denke der Richter wird sich da sicher noch mal schlau machen, wie ausgeprägt die Diagnose ist und was das im Bezug auf die Aussage bedeutet.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:31
Zitat von Gast009Gast009 schrieb:Ich gehe davon aus, dass ein Mensch, der mit wenig Intelligenz ausgestattet ist, stärker beeinflussbar ist und auch nicht sofort erkennt, dass er manipuliert wird. Insofern kann es natürlich schon sein, dass er in den vergangenen Monaten seine Meinung geändert hat, was aber meines Erachtens auf externe Faktoren (äußere Einflüsse) zurückzuführen ist und nicht, weil er selbst davon überzeugt ist.
Zitat von OllihbOllihb schrieb:zeugen sind aber über Fakten zu befragen und nicht über ihre Meinungen.
Ich finde das schwierig - gerade die letzten Zeugen wurden ja (so wie ich's verstanden habe) vor allem deshalb geladen, weil sie etwas über die Person Gina als Mensch aussagen sollten, über ihr Wesen, ihren Charakter usw.. - da ging es also nicht vordringlich um Fakten wie "ich habe sie am Tat-Tag gesehen wie sie ausgemistet hat" sondern eben schon um die Meinung der Zeugen über sie als Mensch.
Und da kann sich ja eben doch mittlerweile einiges verändert haben, man sieht sie ja automatisch heute aus einem anderen Blickwinkel, das ist ganz normal und das kann man auch niemand vorwerfen.
Wo man sich früher noch gewundert hat dass sie direkt ausgeflippt ist bei einer bestimmten, einzelnen Kleinigkeit, fügt sich das heute durch die Umstände vielleicht zu einem Bild wie "sie ist direkt durch die Decke gegangen wenn man sie beim Lügen erwischt hat".
Zitat von Gast009Gast009 schrieb:Beispiel: Wenn ein Zeuge in einer früheren Aussage der Polizei mitgeteilt hat, dass es bei den Nachbarn sonntags immer Streit gegeben habe und er Monate später behauptet, er könne sich an diese Aussage nicht mehr erinnern bzw. der Polizeibeamte hat da was falsch verstanden, dann ist das mehr als auffällig.
Ja klar - da geht es dann um Fakten. Haben sie gestritten oder nicht? Ja, nein?
Zitat von KäsepizzaKäsepizza schrieb:Ich frage mich sowieso, wie er das alles schafft. Morgens und abends die Pferde versorgen, dazwischen arbeiten.
Und wie du schreibst, mit Ausmisten und Füttern ist es nicht getan. Die Pferde brauchen ja auch viel Bewegung.
Mir ist das ein echtes Rätsel. Ich kenne mich ja wie gesagt mit Pferden nicht aus, aber ich weiß dass sie bewegt werden müssen, nicht nur aus anatomischen/physiologischen Gründen, sondern wenn es sich um Turnierpferde handelt brauchen die ja auch Training. Da geht's ja nicht nur darum dass die Reiter trainieren müssen, auch das Pferd selbst muß trainiert werden um die gewünschte Leistung zu erbringen.
Das kann ja im Moment niemand leisten, d.h. selbst wenn das jetzt ein extrem wertvolles Pferd aus allerbester Zucht wäre (keine Ahnung ob das so ist), verliert das ja täglich an Wert wenn nicht mit ihm trainiert wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:40
Zitat von wobelwobel schrieb:über
Zitat von wobelwobel schrieb:Ich finde das schwierig - gerade die letzten Zeugen wurden ja (so wie ich's verstanden habe) vor allem deshalb geladen, weil sie etwas über die Person Gina als Mensch aussagen sollten, über ihr Wesen, ihren Charakter usw.. - da ging es also nicht vordringlich um Fakten wie "ich habe sie am Tat-Tag gesehen wie sie ausgemistet hat" sondern eben schon um die Meinung der Zeugen über sie als Mensch.
Auch hier ging es nicht über die persönliche subjektive Meinung der Zeugen über die TV, sondern über objektive Fakten - wie sie im Alltag ist - die die Zeugen im Umgang mit ihr erlebt haben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:46
Danke sehr @jaska , @behind_eyes & @Dawn für eure Antworten

Bezüglich der Tiere von Gina habe ein paar Artikel im Netz gefunden.
Tierheim ist natürlich wie für zig tausende andere Hunde, Katzen und weitere Tiere nicht unbedingt die beste Lösung.
Ein Menschengemachtes Scheißelend.
Vielleicht lassen sich größere Tiere wie Ponys und Pferde einfacher unterbringen , oder auch nicht.
Häftling muss seinen Hund abgeben - HundeNachrichten
https://share.google/lCFdNWMaJcFMJZJNS

Und manchmal kann es auch so ablaufen.
Der Artikel ist allerdings schon von 2017.
Haustiere von Häftlingen: Wenn das Herrchen in U-Haft sitzt
https://share.google/KE5CE2E1dnKLHpbLl


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:46
Zitat von OllihbOllihb schrieb:Auch hier ging es nicht über die persönliche subjektive Meinung der Zeugen über die TV, sondern über objektive Fakten - wie sie im Alltag ist - die die Zeugen im Umgang mit ihr erlebt haben.
Also "wie die Zeugen im Umgang mit ihr sie im Alltag erlebt haben" sind in meinen Augen eben keine "objektiven Fakten".
Beispiele wie das mit dem Kind im Gartenteich sind beides - einerseits ist es ein objektiver Fakt dass das Kind da reingefallen ist, subjektiv ist dann aber die Meinung dass sie da verantwortungslos gehandelt und sich falsch verhalten hat. Wir kennen alle solche Fälle, auch mehr oder weniger wirklich gefährliche Fälle, aber nicht immer würden wir den Menschen, der in der Pflicht gewesen wäre, dann direkt als "verantwortungslos" bezeichnen. Gerade bei Kindern erlebt man doch immer wieder Überraschungen, ob sie sich jetzt unbemerkt die Schuhe ausziehen und dann in eine Biene treten oder ähnliche vergleichsweise harmlose "Unfälle" oder solche die auch tödlich hätten enden können.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:54
Zitat von wobelwobel schrieb:aber nicht immer würden wir den Menschen, der in der Pflicht gewesen wäre, dann direkt als "verantwortungslos" bezeichnen. Gerade bei Kindern erlebt man doch immer wieder Überraschungen,
Also ein kleines Kind alleine zu lassen mit einem Teich im Garten um mal eben Tanken zu gehen IST verantwortungslos. Sie war ja nicht "nur kurz auf der Toilette" oder so.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 10:54
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Bezüglich der Tiere von Gina habe ein paar Artikel im Netz gefunden.
Tierheim ist natürlich wie für zig tausende andere Hunde, Katzen und weitere Tiere nicht unbedingt die beste Lösung.
Ein Menschengemachtes Scheißelend.
Vielleicht lassen sich größere Tiere wie Ponys und Pferde einfacher unterbringen , oder auch nicht.
Gibt es überhaupt Tierheime für Pferde? Gnadenhöfe ja, aber Tierheime?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 11:01
Zitat von wobelwobel schrieb:Gibt es überhaupt Tierheime für Pferde? Gnadenhöfe ja, aber Tierheime?
Ne davon hab ich auch noch nichts gehört.
Auch nur Gnadenhöfe.
Aber was ich ganz toll finde sind pädagogische Bauernhöfe.
Damit könnte es vielleicht was werden, wenn die Tiere wegmüssten.
Edit:
Es gibt sogar Wohngruppen für Kinder
- und Jugendliche die mit Tieren arbeiten.
So könnte Gina wenigstens indirekt mal für etwas Gutes sorgen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 11:05
Zitat von Nussknacker13Nussknacker13 schrieb:Also ein kleines Kind alleine zu lassen mit einem Teich im Garten um mal eben Tanken zu gehen IST verantwortungslos. Sie war ja nicht "nur kurz auf der Toilette" oder so.
Natürlich ist es das, das steht ja außer Zweifel. Übrigens auch wenn man "nur kurz auf auf der Toilette" war. Entweder bittet man da so lange jemanden ein Auge drauf zu haben oder man lässt sie garnicht erst in einer Umgebung alleine die offensichtlich nicht gesichert ist (was ich absolut nicht nachvollziehen kann - Gina hatte ja selbst ein Kind das in eben diesem Garten an eben diesem Teich genauso hätte verunfallen können, da ist doch oberstes Gebot dass sowas abgesichert wird, das ist eine offensichtliche Gefahr). Wenn der Briefträger auf Deinem Grundstück sich ein Bein bricht, weil da ein Loch im Boden ist, wirst Du ja auch zur Verantwortung gezogen.
Das war ganz klar objektiv eine verantwortungslose Handlung. Daraus hat die fragliche Mutter auch konsequent den Schluß gezogen dass Gina nie wieder auf ihr Kind aufpassen darf, weil das weit über so Dinge wie das "in eine Biene treten" hinaus geht.

Aber wenn der Richter fragt wie man Gina charakterlich / als Mensch einschätzt geht es ja nicht um den konkreten Unfall (der natürlich unsäglich ist), sondern darum ob der Zeuge sie grundsätzlich als verantwortungslos einschätzt, und das ist ja dann schon sehr subjektiv.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 11:05
Zitat von wobelwobel schrieb:Meinung
Zitat von wobelwobel schrieb:Also "wie die Zeugen im Umgang mit ihr sie im Alltag erlebt haben" sind in meinen Augen eben keine "objektiven Fakten".
Beispiele wie das mit dem Kind im Gartenteich sind beides - einerseits ist es ein objektiver Fakt dass das Kind da reingefallen ist, subjektiv ist dann aber die Meinung dass sie da verantwortungslos gehandelt und sich falsch verhalten hat. Wir kennen alle solche Fälle, auch mehr oder weniger wirklich gefährliche Fälle, aber nicht immer würden wir den Menschen, der in der Pflicht gewesen wäre, dann direkt als "verantwortungslos" bezeichnen. Gerade bei Kindern erlebt man doch immer wieder Überraschungen, ob sie sich jetzt unbemerkt die Schuhe ausziehen und dann in eine Biene treten oder ähnliche vergleichsweise harmlose "Unfälle" oder solche die auch tödlich hätten enden können.
kann momenatan nur aus Österreich Leitsätze liefern:
Nur den vom Zeugen wahrgenommenen Tatsachen und nicht den daraus von ihm gezogenen Schlüssen kommt maßgebliches Gewicht zu.
Es kommt nur den von einem Zeugen wahrgenommenen Tatsachen Gewicht zu. Es kommt aber nicht darauf an, welche Schlüsse ein Zeuge über das Verhalten eines Besch hätte ziehen können und welche Zweifel er hätte haben müssen.
Also Tatsachen: Kind ist in den Teich gefallen, dann andere Fakten wie: wo war die Mutter, hat sie sich daneben befunden, oder ist sie tanken gefahren. Die Schlüsse der Zeugen, ob sie deshalb verantwortungslos ist, sind daher nicht maßgeblich, da sie dann das Gericht selber zieht.
Denke dass das in Deutschland nicht anders ist.

Und man kann auch nicht die Ticker als maßgebend werten. Denn dort geht es um das Informationsbedürfnis der Leser und nicht um das was das Gericht brauchbar ist. Bspw ob die Zeugen dachten, ob die TV was mit dem Verschwinden des Jungen zu tun hat, ist rechtlich nicht Gegenstand einer Zeugenaussage, deswegen lädt man sie nicht als Zeugen.

In der Regel ist es so, dass die Zeugen bevor Richter und die Beteiligten Fragen stellen, zuerst frei erzählen, und dabei können solche Dinge wie Schlüsse von den Zeugen gesagt werden. Aber wenn dann jemand diesbezügliche Fragen stellt, weil das Thema der Zeuge nicht anspricht, wird er sicher vom Vorsitzenden erklärt bekommen, wozu eine Zeugeneinvernehmung dient und wozu nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 11:06
Zitat von wobelwobel schrieb:Also "wie die Zeugen im Umgang mit ihr sie im Alltag erlebt haben" sind in meinen Augen eben keine "objektiven Fakten".
Beispiele wie das mit dem Kind im Gartenteich sind beides - einerseits ist es ein objektiver Fakt dass das Kind da reingefallen ist, subjektiv ist dann aber die Meinung dass sie da verantwortungslos gehandelt und sich falsch verhalten hat. Wir kennen alle solche Fälle, auch mehr oder weniger wirklich gefährliche Fälle, aber nicht immer würden wir den Menschen, der in der Pflicht gewesen wäre, dann direkt als "verantwortungslos" bezeichnen. Gerade bei Kindern erlebt man doch immer wieder Überraschungen, ob sie sich jetzt unbemerkt die Schuhe ausziehen und dann in eine Biene treten oder ähnliche vergleichsweise harmlose "Unfälle" oder solche die auch tödlich hätten enden können.
Natürlich sind solche Berichte von Nachbarn, Bekannten etc. nicht 100% objektiv und manchmal anekdotisch gefärbt, sowohl in be- wie in entlastender Hinsicht und so werden sie vom Gericht auch gewürdigt. Kein Angeklagter wird freigesprochen, weil der Nachbar bezeugt, dass er immer freundlich gegrüßt hat und bei allen beliebt war und niemand wird wegen des Mordes an einem Kind verurteilt, weil das halbe Dorf aussagt, dass er/sie schon immer viel mit dem Nachwuchs geschimpft hat.

Zugleich sind es schon auch relevante Puzzlestücke zur Persönlichkeit der Angeklagten, der man sich nun mal irgendwie auch über ein Gutachten hinaus nähern will und muss. Erst gilt dies natürlich, wenn sich - wie hier - diverse Aussagen aus eigenem Erleben decken und es um schon sehr konkrete Vorfälle geht wie das Reiten mit Säugling auf dem Rücken oder das häufige Verbrennen von Dingen. Wenn nun das gesamte Umfeld flächendeckend berichtet hätte, dass Gina sehr liebevoll mit den beiden Jungen umgegangen ist, für Fabian nur das beste wollte o.ä., hätte das ebenso einen gewissen entlastenden Einfluss hat wie sie nun der Umstand, dass alle das genaue Gegenteil erzählen, (weiter) belastet. Um im Puzzlebild der Indizien zu bleiben: Auch die Randstücke passen alle.


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um 11:06
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:Aber was ich ganz toll finde sind pädagogische Bauernhöfe.
Damit könnte es vielleicht was werden, wenn die Tiere wegmüssten.
Das wäre natürlich ideal - aber zumindest das Turnierpferd wird dafür dann doch einen zu hohen Wert haben. Gina wird bald einen ganz großen Haufen Schulden haben, da dürfte klar sein dass das Pferd veräußert werden muß.
Mit den Ponys könnte das eher klappen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 12:07
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich denke der Richter wird sich da sicher noch mal schlau machen, wie ausgeprägt die Diagnose ist und was das im Bezug auf die Aussage bedeutet.
Ja, das stimmt. In den Tickern war nur zu lesen, dass eine Intelligenzminderung vorliegt, Nicht mehr, deshalb kann man noch nicht so viel dazu sagen als Außenstehender.
Ich selbst bin zum Beispiel nicht sicher, ob da nicht doch etwas Wahrheit mit drin steckt, insbesondere in Beziehung zu R.F. und den unbekannten mit Brille (die ihn bestechen wollten, laut seiner Aussage).


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um 12:38
Zitat von wobelwobel schrieb:Geldgeschenke haben mit Betrug aber herzlich wenig zu tun
naja, fiskalisch wird es dann irgendwann zumindest Steuerbetrug, wenn der Freibetrag für Geldgeschenke (der liegt bei 20.000 Euro innerhalb von zehn Jahren, wenn die Zuwendung NICHT aus der Familie kommt) überschritten wird.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 12:46
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Wenn nun das gesamte Umfeld flächendeckend berichtet hätte, dass Gina sehr liebevoll mit den beiden Jungen umgegangen ist, für Fabian nur das beste wollte o.ä., hätte das ebenso einen gewissen entlastenden Einfluss hat wie sie nun der Umstand, dass alle das genaue Gegenteil erzählen, (weiter) belastet. Um im Puzzlebild der Indizien zu bleiben: Auch die Randstücke passen alle.
So ist das.
Allerdings sind natürlich auch die Zeugen jetzt in einer anderen Situation als noch vor einem Jahr. Damals hätten sie vieles womöglich anders beurteilt bzw bewertet. Stichwort: Hindsight und Confirmation Bias.

Wichtig ist auch zu sehen welche Erfahrung das Umfeld mehrheitlich gemacht hat und da decken sich so gut wie alle Aussagen der Zeugen und ergeben ein ziemlich eindeutiges Bild.
Eine Zeugin war gestern ja dabei, die völlig schockiert war über ein Telefonat "das war nicht die Gina, die ich kenne".


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um 12:46
Zitat von LöwensempfLöwensempf schrieb:
Zitat von Newbie190626Newbie190626 schrieb:
Zitat von LöwensempfLöwensempf schrieb:Ganz besonders perfide, so einen harmlosen Menschen auf die Art da reinzuziehen. Denn ich bin davon überzeugt, dass es genau so gelaufen ist. G+M wollten über diesen Zeugen R und vielleicht auch D da reinziehen.
Zitat von wobelwobel schrieb:Also wenn ich überhaupt irgendwo einen Betrug seitens Gina vermute, dann geht das Richtung Sozialbetrug.
Aber dass da wirklich etwas entsprechendes vorgefallen wäre, darüber ist nichts bekannt.
Bekannt ist zumindest, dass sie aus angeblichen gesundheitlichen Gründen 1400 Euro im Monat an Erwerbsminderungsrente bekommt (Das haben viele Altersrentner nicht, die 45 Jahre und länger gearbeitet haben) aber gleichzeitig als sportlich fitte Reiterin bekannt ist. Da kann man eins und eins zusammenzählen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

um 12:55
Zitat von wobelwobel schrieb:Gilt das auch für Rentner?
Und gibt's da keine Freibeträge?
Das gilt für jedermann. Und der Freibetrag für den steuerfreien Empfang von Geldgeschenken liegt bei 20.000 Euro innerhalb von zehn Jahren. Was darüber liegt wird dann mit Sätzen von 30 bis 50 Prozent versteuert. Innerhalb engerer Verwandschaftslinien sind die Freigrenzen aber wesentlich höher.


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