Peanuts schrieb:Natürlich ist das so und darum ging es dem User auch gar nicht. Wenn etwas aber offensichtlich ist und fast alle es so sehen und erkennen können, dann ist es doch provokativ Gegenrede zu halten.
Wie er schon schrieb, neun sehen es ist eindeutig blau und nur einer behaart auf rot. Alle sehen Giraffen nur einer meint es ist ein Kamel. Da würde ich für meinen Teil zumindest an mir zweifeln und überlegen. Aber zu urteilen, alle anderen hätten keine Peilung ist entweder infantil bzw. wie wir meinen, oft einfach nur eine Herausforderung sich mit demjenigen zu batteln. Nennt man übrigens trollen.
Absolut! Dann ist es nur noch Provokation und man sollte bestenfalls gar nicht mehr darauf einsteigen. Ich schrieb ja auch, dass ich es
bis zu einem gewissen Punkt sehr wichtig finde, unterschiedliche Gedankengänge durchzuspielen.
Agrimony schrieb:Ich denke auch, dass sie die Motive durch ihre Aussagen über Matthias entkräften wollte.
Allerdings hat sie ja schon vor dem 10.10. geäußert gegenüber Christian, dass sie gar nicht weiß, ob sie Matthias noch haben will.
Ob das nur war, um Christian enger an sich zu binden, oder wirklich ihre Meinung war, können wir nicht wissen.
Für mich sind die Motive nicht so beweiskräftig wie für andere, vor allem nicht das finanzielle Motiv.
Woher sollte sich Gina sicher sein, dass sich Matthias nach dem Tod von Fabian wieder ihr zuwendet?
Hätte sie nicht damit rechnen müssen, dass durch das gemeinsame Leid die Eltern von Fabian sich wieder näher kommen?
Die Eifersucht auf Dorina kam ja auch wieder zum Vorschein, als Matthias und Fabian sich wieder annährten.
Hätte sie durch ihre Tat, nicht eher Matthias in die Arme von Dorina treiben können?
Deine Überlegungen kann ich schon nachvollziehen. Und eine Wiederannäherung der Eltern nach einem solch großen und schmerzhaften Verlust liegt auch im Bereich des Möglichen. Aber oft zerbrechen - vorher noch stabile - Beziehungen auch gerade an solchem Leid.
Doch kann man darauf spekulieren, dass der Partner die Beziehung intensiviert, wenn nur der leiseste Verdacht aufkommt, man selbst hätte damit zu tun??
Diese Diskrepanz zeigt eigentlich ganz gut, dass irgendwie alles möglich ist...und für fast alle hier ist die reale Entwicklung ja überaus überraschend, sogar unverständlich und schockierend. Denn er wendet sich nicht ab, im Gegenteil, er hält fest zu ihr.
Wir alle werden von einer Flut von Informationen überschüttet; sie schafft es, immer neue Verwirrung zu stiften und bisher sieht es so aus, dass sie sich wohl ganz gut darauf verlassen konnte, dass er sie nicht loslassen wird. Obwohl er es vorab wollte, obwohl er eine Trennung aussprach...jetzt ist er wieder an ihrer Seite.
Da scheint es was zu geben, das wir von außen nicht einkalkulieren können.
Ebenso das Finanzielle. Sie hat sehr oft deutlich gemacht, dass sie das Geld benötigt. Auch wenn sie vor Gericht nun anders sprach, belegen ihre Nachrichten vorab doch eigentlich das Gegenteil. Da aber bisher keine wirklich klaren Summen benannt wurden, was sie real monatlich auf dem Konto hat und was sie real monatlich an Kosten hat, finde ich es wirklich schwer, das abzuschätzen.
Agrimony schrieb:Als Motiv kann mir aber vorstellen, dass diese Gespräche die Gina und Matthias über eine gemeinsame Zukunft ohne Anhängsel, Kindern usw. führten, den Auslöser dafür gaben, dass sich der Gedanke bei ihr festsetzte, dass es nur eine Zukunft mit Matthias geben könnte, wenn Fabian nicht mehr da wäre. Das würde auch zum Satz passen, dass sie eine Entscheidung getroffen habe.
Moral und Vernunft blendete sie komplett aus und tat das, was sie ihrer Meinung nach als einziges tun konnte und tötete Fabian.
Diese Illusion, alles wäre plötzlich fein, wenn andere nicht mehr Bestandteil ( Störfaktor ) der Beziehung wären, halte ich für recht wahrscheinlich.
Allerdings sehe ich die Äußerung, " sie habe eine Entscheidung getroffen" noch nicht als geklärt an. Anfangs fand ich diese sehr stimmig! Aber es gab ja kurz vorher die Aufforderung von C. ( glaube ich ), dass sie sich mal entscheiden müsse, ob sie nun bei M. bleiben wolle oder die Trennung endgültig hinnimmt, da er ihr nicht gut tue.
Es KANN ja auch bedeuten, dass sie damit meinte, dass sie sich entschieden hatte, dass er unbedingt Teil ihres Lebens bleiben müsse.
Dies kann natürlich zu den weiteren Gedankengängen geführt haben, aber das wissen wir ( noch ) nicht.
Ich hoffe, dass sich aus all den widersprüchlichen Aussagen einige sauber und deutlich herauskristallisieren werden. Manche werden vielleicht wirklich gar keine tatrelevante Bedeutung haben, aber müssen sie ja auch nicht, so lange andere deutlich darauf hinweisen.