MissM.16.50 schrieb:Ich für meinen Teil finde es - bis zu einem gewissen Punkt - dann schon auch wichtig, dass nicht alle dem gleichen Gedanken hinterherlaufen, sondern man eine Weile gerne alle Argumente anhören und abwägen sollte. Nicht immer basiert eine andere Auffassung auch auf dem Wunsch, grundsätzlich gegen den Wind zu agieren.
Da schließe ich mich vollkommen an.
Ich finde es wichtig, dass man Aussagen, Handlungen usw. hinterfragt und auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.
Das heißt noch lange nicht, dass man Gina für unschuldig hält oder die Tat entschuldigen will.
MissM.16.50 schrieb:Ich bin zwar nicht VoodooMissy :-)), aber ich denke, Du meinst mich.
Ok...aber ich sehe tatsächlich Unterschiede in der Darstellung der Männer. Den Vater ihres Kindes sehe ich als deutlich drastischer dargestellt.
Das empfinde ich auch so, denke aber, dass sich die beiden Männer tatsächlich nicht sehr unterscheiden. Dass sie Matthias nicht ganz so krass darstellt, wie den Vater ihres Sohnes, ist klar, denn irgendwie scheint er ihr noch immer eine Stütze zu sein.
Suppengespenst schrieb:Das wäre möglich.
Mit einer etwas größeren Menge an Spurenmaterial und einer Vergleichsprobe vom Wasser des Badesees hätte man da vielleicht was gefunden.
Nun ja. Ich denke es ist auch so schon alles ausreichend und in trockenen Tüchern.
Wäre Gina unschuldig, warum besteht sie dann nicht auf solchen Untersuchungen?
Das ist doch alles schon seit Monaten bekannt? Warum wird nicht schon vor der Verhandlung versucht, solche belastenden Indizien zu entkräften?
Liegt es an den Verteidigern, oder sind die Ausgaben dafür zu hoch?
Darf man als Angeklagter sowas nicht aus eigener Tasche finanzieren und muss sich damit abfinden, dass nicht alles genaustens untersucht wird?
Ich kann mich dran erinnern, als ihr Verteidiger mit dem Kleidersack im Gericht erschien.
Das war doch eine Lachnummer und gar nicht ernst zu nehmen.
RitterTrenk schrieb:Genau. Es ist wirklich wahnsinnig schwer, einen komplexeren Tagesablauf mit mehreren verschiedenen "Stationen", Uhrzeiten und menschlichen Interaktionen schlicht zu erfinden und mit allen Details konsistent über Stunden, Tage, Wochen und Monate gegenüber verschiedenen Personen und auf ganz unterschiedliche Nachfragen antwortend wiederzugeben, zumal man ja auch noch einkalkulieren muss, was die anderen Personen wissen können/erzählen, wo man vielleicht von Kameras erfasst wurde oder sonst irgendwelche Spuren hinterlassen hat.
Da ihr aber unterstellt wird, dass sie die Tat geplant hat, sei es Wochen zuvor, einen Tag zuvor oder erst, als sie Fabian im Auto hatte, ist dabei erstmal unerheblich, verstehe ich nicht, dass sie sich selber so reinreitet mit ihren Lügen.
Sie selbst könnte doch am Besten nachvollziehen, welche Wege zu welchen Zeiten sie gefahren ist und mit wem sie gesprochen hat. Gute Erklärungen dafür zu überlegen und auch bei denen zu bleiben.
Wäre ich die Täterin, dann würde ich mich nicht so verhaspeln.
Wäre ich unschuldig, dann würde mir das eher passieren, weil ich dann nicht mehr genau sagen könnte, ob ich irgendwas durch ein Telefonat, WhatsApp Call, Textnachricht oder im Internet erfahren habe. Dann würde ich auch nicht so auf meine Wortwahl achten und was ich wem gesagt habe oder wo ich lang gefahren bin.
Sie hat so viele Fehler gemacht und war schon vor ihrem Auffinden von Fabian für andere und selbst für Matthias verdächtig.
Dann noch diese 3 Tümpelzeugen und das Auffinden, was sollte das?
Einerseits so schlau, sich eine Erwerbsminderungsrente zu sichern und immer wieder Geld von ihren Gönnern aufzutreiben, auf der anderen Seite so blöd, sich noch mehr in den Fokus zu bringen, durch das Auffinden.
Ich will ihr nicht unterstellen, dass die Erwerbsminderungsrente nicht gerechtfertigt ist. Aber ich kenne einige Menschen, die gar nicht die Kraft haben, sich da durchzukämpfen und weiter arbeiten.
Dennoch lasse ich zumindest 1% Zweifel zu, denn manchmal gibt es Zufälle, die sich einfach nicht erklären lassen.