Scooby7 schrieb:Ich sehe es auch so. Die Haft wird für Gina einfacher wegzustecken sein als für jemanden, der voll und erfolgreich im Leben steht. Sie hat wenig Geld, wenig Freunde und nicht wirklich einen Plan für ihr Leben. Zudem ist sie mit allem überfordert. sie wird sich schnell mit der Haft anfreunden und das dann als ihr "normales" Leben ansehen
Ich sehe das anders. GH legt extrem viel Wert auf Kontrolle, also dass sie die Kontrolle hat und selbst bestimmen kann, was sie wann und wie macht. Das ist mein meiner Meinung nach auch der Grund,warum sie nicht arbeiten wollte bzw.angebluch nicht konnte.
Viele schrieben ja hier, sie hätte doch gut als Bereitetin Pferdewirtin oder Reitleherin arbeiten können, dann hätte sie ein ähnliches Leben führen können, wie sie es hatte und wäre dafür sogar noch bezahlt worden. Ich sehe das anders, denn dann hätte sie halt tun müssen, was andere ihr vorschreiben. Sowohl was die Zeiten als auch die Art der jeweiligen Tätigkeit angeht wäre sie fremdbesrummt gewesen. Und das wäre ihr, meiner Meinung nach extrem schwer gefallen.
Es gibt kaum einen anderen Ort, an dem man die Kontrolle über das eigene Leben und Selbstbestimmung so dermaßen an der Eingangstüre abgeben muss, wie den Knast. Vielleicht noch das Krankenhaus, aber da ist es in der Regel ja zeitlich begrenzt und es geschieht zum eigenen Nutzen. Im Knast dagegen ist es Teil der Strafe und bei ihr wird die zeitliche Perspektive lebenslang lauten - was selbst wenn man die im dem Zusammenhang oft genannten 15 Jahre ansetzt seehhhrrr lang ist. Es ist vorgegeben, wann sie morgens aufzustehen hat, wann es welches Essen gibt - im modernen Knast mag es da durchaus Wahlmöglichkeiten geben, die sich dann aber doch im engen Rahmen halten dürften - also ob man z.b. lieber herzhaft oder süß frühstücken, aber dir Marmeladensorte wird man sich schon nicht mehr aussuchen können, da wird gegessen, was auf dem Tellet liegt, der ihr vorgesetzt wird.
Gerade die fehlende Kontrolle über MR dürfte ihr extrem gegen den Strich gehen. Sie ist nur noch alle 2 Wochen für eine begrenzte Anzahl an Minuten Teil seines Lebens, das dagegen draußen weiterläuft, mit Feierabendbierchen, Partys an den Wochenenden und weiblichen Kontakten auf SM. Da muss sie glauben, was er ihr erzählt, falls er ihr überhaupt etwas verzählt.
Hinzu kommt, dass die Anzahl der Sozialkontakte im Knast begrenzt ist. Die Vollzugsbeamten sind notorische Lügner wie sie gewohnt und werden nicht auf sie reinfallen, wenn sie sich mit ihren Storys Vorteile erschleichen will. Und auch die Mitinsassinnen werden sich von einer Kindermörderin nicht auf der Nase rumtanzen lassen. Sie ist eine notorische, aber nicht sehr gute Lügnetin, die werden sie schnell durchschauen und sie dann schon zunehmend wissen .
Nein, also ich glaube nicht, dass sie der Haftstrafe irgendwas positives abgewinnen wird...