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Mord an Frauke Liebs

98.041 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

20.02.2026 um 14:02
Ich denke die Tat an Frauke hat garnichts mit Eifersucht zutun. Denn Eifersucht ist ein starkes Gefühl und das unterdrückt man nicht so einfach , vorallem würde man sich nicht die Mühe machen, sie eine Woche festzuhalten , rumkutschieren und dann so unspektakulär töten und beseitigen. Egal ob man auf Frauke selbst oder auf Nils oder Chris oder wen auch immer eifersüchtig gewesen wäre. Wenn Frauke die Person gewesen wäre , warum sollte man das Risiko eingehen sie mit Chris telefonieren zu lassen? Es hätte gereicht , wenn man sie treffen wollte , sie SMS schreiben zu lassen und diese dann alleine von irgendwo abzuschicken, wobei das auch in meinen Augen Blödsinn wäre. Und wenn man eifersüchtig auf Nils oder chris oder Mutter Liebs oder wen auch immer gewesen wäre, dann hätte man es die Person auch irgendwie wissen lassen, dass sie gemeint ist. Nein daran glaub ich überhaupt nicht. Jedenfalls sehe eine Eifersuchtstat in meinen Aiugen anders aus. Und man sollte nicht vergessen, wenn Eifersucht im Spiel gewesen wäre , wäre der Täter im Alter von Frauke gewesen +-, und die Tat sieht in meinen Siugen nicht nach einem so jungen Täter aus. das ist meine Meinung dazu


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Mord an Frauke Liebs

20.02.2026 um 15:20
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:Das Wichtigste, was mir als erstes auffiel; Frauke hatte ihr Handy in der Hand und konnte keinen Notruf absetzen.
Ob Frauke oder der Täter ihr Handy in der Hand hielt, kann niemand wissen. Ich würde eher vermuten, dass er es ihr vor den Mund hielt.

Aus der hier im Wiki verlinkten Handy-Gebrauchsanweisung, S. 42:
Mit Lautsprecher können den Lautsprecher während eines Anrufs als Freisprecheinrichtung
verwenden.
Quelle: Link im WIKI
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Dazu müsste man mal ein Täterprofil erstellen
Das haben Profis gemacht. Im Stern-Podcast ist dem eine ganze Folge gewidmet.
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/


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Mord an Frauke Liebs

20.02.2026 um 20:28
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:Zurück blieb Rache als Motiv.
Das ist auf jeden Fall möglich und ja, eine Theorie ist eben auch erstmal nur eine Theorie. Du beschreibst ebenfalls eine mögliche atypische Beziehungstat.

Es spielt m.E. nach auch eher weniger eine starke Emotion wie Eifersucht und Hass eine Rolle. Eher wie du es beschreibst, so etwas wie Rache. Ein starkes Gefühl das Kontrolle ausüben möchte/muss. Der Täter hätte sich von ihr über einen längeren Zeitraum getriggert gefühlt, aus welchem Grund auch immer. Vielleicht mochten sie sich, aber dann hat sie ihm bei irgendetwas den Spiegel vor‘s Gesicht gehalten oder ist hinter etwas gekommen (Charakterzug, Tat, Geheimnis,) und hat seinen Stolz verletzt, ganz langsam. So könnte seine Tat zumindest gedanklich geplant worden sein, nach und nach. Die Tat selbst war eine Idee die sich währenddessen real ausgebaut hat. Der Moment war spontan gekommen, aber die Tat schon lange in Gedanken durchgespielt.


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Mord an Frauke Liebs

20.02.2026 um 22:28
Warum auch immer beschäftigt mich, dass Frauke ihre Eltern (v.a. ihre Mutter) nicht anrief oder mit ihnen sprechen wollte oder konnte (abgesehen von der Frage im letzten Anruf). Der letzte Schultag in NRW war am 23. Juni. Die mündlichen Abiprüfungen und die Zeugnisse waren demnach kurz zuvor. Wurde der Aspekt, dass die Mutter eventuell „gequält“ oder bestraft werden sollte, verfolgt ? Der Täter kannte Frauke flüchtig (oder eher sie ihn), deswegen Kontaktaufnahme und Einstieg ins Auto spät abends möglich. Eventuell zeigt Fraukes letztes „Mama, Mama, Mama“ doch in Richtung Bad Driburg und Frau Liebs Schule/Zweitwohnsitz. Auch ist es ja möglich, dass Frauke beim letzten Anruf in der Nähe/ Sichtweite ihrer eigenen Wohnung war und die Abfahrt der Eltern abgewartet wurde. Eventuell konnte sie ihre Mutter sogar sehen? Nur ein weiterentwickeltes Szenario aus dem o.g. Gefühl heraus. Sollte man nicht ohne Scheuklappen alle Möglichkeiten abtasten? Ihr seht an den vielen Fragezeichen und Klammern, dass das überhaupt nicht zwingend logisch sein muss.


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Mord an Frauke Liebs

20.02.2026 um 22:40
Gerade ein sehr interessantes Gespräch mit einer befreundeten und sehr guten Verhaltenspsychologin geführt. Stärkend für die mögliche Eifersuchtstheorie und ich schließe mich dem nun an.. allerdings in Verbindung mit der kontrollierten Persönlichkeit wie in vorherigen Beiträgen beschrieben.

Denn wenn Eifersucht eine Rolle gespielt hat, dann wäre es eher eine Affektarme Eifersucht und sehr berechnet. Diese hätte das Bedürfnis nach Macht und Kontrolle in der Beziehung zu Frauke verstärkt . Das würde zumindest u.a. die Anrufe die ausschließlich Chris erreichten erklären (nicht außer Acht zu lassen). Denn Frauke wohnte mit ihrem Ex Chris zusammen und wenn dem Täter da ständig die wildesten Filme durch den Kopf gegangen sind … puhhh, da wird mir ganz schlecht.

Das mögliche Motiv Rache hat @MGunderson ganz gut beschrieben und ich schließe mich an + Affektarme Eifersucht.

Wenn das oben der Fall ist, liest oder wirkt der Täter hier vielleicht sogar mit.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 00:02
Frauke lebte noch nicht lange in Paderborn, als sie im Juni verschwand. Im Jahr zuvor hatte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen. Solche medizinischen Ausbildungen mit staatlichem Examen starten in der Regel zweimal jährlich – entweder im April oder im Oktober. Daher liegt die Annahme nahe, dass sie ihre Ausbildung im Oktober begonnen hat, was auch zu den bekannten Aussagen passt. Diese Ausbildung begann sie gemeinsam mit Isabella.

Worauf ich hinaus möchte: In dieser Phase dürfte Frauke sehr viele neue Menschen kennengelernt haben – auch solche, deren Gesichter man kennt, ohne ihre Namen zu wissen. Das passiert häufig, wenn man regelmäßig dieselben Orte besucht, etwa eine Diskothek, ein Café oder Menschen aus der neuen Nachbarschaft immer wieder sieht.
Wenn man neu in eine Stadt zieht, möchte man sich einleben und ist neuen Bekanntschaften gegenüber meist offener. Besonders dann, wenn man ein Gesicht mehrfach sieht, wirkt diese Person irgendwann nicht mehr wie ein Fremder. In der Psychologie spricht man hierbei vom sogenannten Mere-Exposure-Effekt, einem Phänomen, bei dem allein wiederholtes Sehen einer Person dazu führt, dass sie vertraut und weniger bedrohlich erscheint — selbst ohne persönlichen Kontakt.
Das könnte eine mögliche Erklärung dafür sein, weshalb Frauke keinen Namen genannt hat.
.Ebenso könnte es erklären, warum sie möglicherweise keine unmittelbare Angst empfand. Wenn ihr eine Person zumindest vom Sehen bekannt vorkam, hätte dies dazu führen können, dass sie Vertrauen fasste und eventuell ohne großes Misstrauen in ein Auto einstieg.
Ein weiterer möglicher Gedanke ist, dass es sich um jemanden gehandelt haben könnte, der ein starkes persönliches Interesse an ihr hatte, während dieses Interesse von ihrer Seite aus kaum oder gar nicht in gleicher Weise erwidert wurde. Denkbar wäre, dass diese Person ihre Zurückweisung innerlich Chris zuschrieb und ihn als Ursache dafür wahrnahm.
Betrachtet man die Gesprächsprotokolle genauer, entsteht der Eindruck, dass sich Fraukes Aussagen während der Telefonate weniger an Chris richteten als vielmehr an den Täter selbst. Es ging scheinbar nicht in erster Linie darum, Chris zu informieren, sondern vielmehr darum, die Situation zu beruhigen und den Täter emotional unter Kontrolle zu halten. Möglicherweise versuchte sie, ihm zu signalisieren, dass sie ihn nicht verraten würde — eventuell in der Hoffnung, dadurch Vertrauen aufzubauen und letztlich wieder freigelassen zu werden.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 05:21
Zitat von Itaka1983Itaka1983 schrieb:Worauf ich hinaus möchte: In dieser Phase dürfte Frauke sehr viele neue Menschen kennengelernt haben – auch solche, deren Gesichter man kennt, ohne ihre Namen zu wissen. Das passiert häufig, wenn man regelmäßig dieselben Orte besucht, etwa eine Diskothek, ein Café oder Menschen aus der neuen Nachbarschaft immer wieder sieht.
Mir fiel dazu ein, dass Frau Liebs in der Gesprächsrunde erzählte, dass sie am Donnerstag von der Polizei ernst genommen und die Vermisstenanzeige aufgenommen wurde.
Sie druckten dann Flugblätter, von denen sie auch einen Teil in der Krankenpflegeschule ausdruckten.
An diesem Abend kam dann auch der erste Anruf von Frauke.

Somit wurde sicherlich auch in der Krankenpflegeschule kommuniziert, dass die Polizei das Verschwinden von Frauke ernst nahm, da Frauke niemals, ohne sich zu melden, so lange wegbleiben würde.
Sollte der Täter Bezug zur Krankenpflegeschule haben, wurde er dadurch über die Schritte der Familie informiert, konnte reagieren und Frauke telefonieren lassen, mit der Hoffnung, dass die Polizei bzw. die Familie nun erstmal wartet und nichts weiter unternimmt.
Was ja auch tlw. zutraf, weil die Polizei nicht mehr so große Priorität auf die Suche nach Frauke legte.

Ein Täter, der sich im unmittelbaren Umkreis von Fraukes Familie oder direktem Freundeskreis befunden hätte, hätte wahrscheinlich schon eher Frauke telefonieren lassen, bevor die Polizei eingeschaltet wurde.

In so einem Szenarium gehe ich eher von einem Täter aus, der Frauke besitzen wollte und durch die Telefonate sich mehr Zeit verschaffte, eventuell auch bestärkt von Frauke, die ihm versprach, ihn nicht zu verraten.
Aber sicherlich ist die Theorie, dass die Entführung von Frauke aus Rache oder Eifersucht geschah, auch interessant und nachvollziehbar.

Auf RTL+ läuft gerade eine Doku von dem Fall Isabell Eriksson, in der eine junge Frau entführt wurde und der Entführer sie in einem Bunker gefangen hielt, weil er sich eine Freundin wünschte.
https://www.n-tv.de/panorama/Entfuehrungsopfer-bricht-sein-Schweigen-article19560416.html


Nachtcafe mit Frau Liebs:
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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 06:02
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:ja, eine Theorie ist eben auch erstmal nur eine Theorie.
Genau, danke.
Meine Gedanken sind dabei irgendwann mal outside the box gehüpft. Weil ich dachte; es kann doch nicht sein, dass in all den Jahren, zu all den diskutierten Leuten hier, kein Ergebnis kam.
Was ist, wenn niemand der Menschen zu denen diskutiert wird und keiner der bereits Überprüften, mit dieser Katastrophe etwas zu tun hätten?
Was wäre, wenn der Ursprung ganz woanders liegen würde? Viel früher?
Danach versuchte ich ums Eck zu denken. Warum war die Panik Aussen? Warum kein Wort mehr mit ihren Eltern? Usw. Jede Frage versuchte ich auch gegenteilig. Dabei beachtend, dass Hass, Rache, Eifersucht und wie sie alle heissen, Wunden sind.
Rache passt gedanklich und Wunden beachtend.
Sie stellt alles in Frage. Mama - Papa?
Dreizehn mal ums Eck gedacht, kann es eben auch Papa sein, als Frauke Mama sagte.
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Wenn das oben der Fall ist, liest oder wirkt der Täter hier vielleicht sogar mit.



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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 09:48
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Da stimme ich Dir zu, das könnte tatsächlich so gewesen sein. Sie hatte die Hoffnung (die der Täter ihr gegeben hat), freigelassen zu werden.
@Blnmystery
Du zitierst meinen Beitrag vom 18.02.2026 um 15:03.
Das ist tatsächlich eine Frage, die mich sehr beschäftigt:
Hat Frauke mit ihren Anrufen einerseits den Täter beruhigen
und gleichzeitig versteckte Signale geben wollen?
Ich versuche meine Gedanken dazu heute zusammenzufassen.
Im Moment fehlt mir die Zeit.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 10:49
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:In so einem Szenarium gehe ich eher von einem Täter aus, der Frauke besitzen wollte und durch die Telefonate sich mehr Zeit verschaffte
Zeit verschaffen für was?


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 11:25
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Zeit verschaffen für was?
Nachdem die Polizei erfahren hatte, dass F. sich gemeldet hatte, ging sie von einem freiwiligen Verschwinden aus.
Zitat von watnuwatnu schrieb am 08.02.2026:wenn die Polizei keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen hat bzw. nur Anhaltspunkte für ein mögliches freiwilliges Verschwinden hat, muss sie bei Erwachsenen auch die Persönlichkeitsrechte beachten. Also, dass die vermutlich untergetauchte Person evtl. nicht gefunden und daher auch nicht in die mediale Öffentlichkeit gezerrt werden will.
Es wurde dann ja auch zunächst keine Funkzellenabfragen mehr gemacht.
EDIT: Ich denke, das ist auch der Grund, warum man IL nicht darin unterstützte, die Anrufe aufzuzeichnen.
Zitat von watnuwatnu schrieb am 15.02.2026:wurde wohl darauf geachtet, dass nicht zeitgleich mit Fraukes SMS und Anrufen immer ein weiteres (Täter-)Handy in der Funkzelle eingeloggt ist. Ich denke, das wird die Polizei geprüft haben.
Die Info über mögliche Funkzellenabfragen war damals in der Öffentlichkeit noch nicht so verbreitet wie heute. Der/die Täter scheinen es gewusst zu haben.
Zitat von watnuwatnu schrieb am 13.02.2026:Wenn der Täter mit den SMS und Anrufen bewusst falsche Spuren legte, hatte er evtl. spezielles Wissen:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 09.02.2026:1.
Damals war die Möglichkeit der Funkzellenabfrage in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt als heute. (Oder sogar kaum bekannt?) Hatte der Täter technische Kenntnisse, die ihm nützten (IT, EDV, TK)?
2.
Wusste er damals schon, dass die polizeiliche Suche nach vermissten Erwachsenen i. d. R. zurückgefahren wird, wenn man von einem freiwilligen Verschwinden ausgeht?
(…)
Für solche organisatorische Abläufe der Ermittlungsarbeit interessieren sich noch nicht einmal alle True-Crime-Konsumenten.
Dass die Polizei, nicht mehr ernsthaft nach Frauke suchte, nachdem sie sich gemeldet hatte, ist auch keine Neuigkeit. Z. B. wurden Standortabfragen zunächst nicht mehr durchgeführt. Ca. Min. 58.00 in "Mord auf Ex".



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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 11:27
Zitat von watnuwatnu schrieb:Nachdem die Polizei erfahren hatte, dass F. sich gemeldet hatte, ging sie von einem freiwiligen Verschwinden aus.
Aber für was brauch er Zeit? Ob er sie schon morgen statt übermorgen umbringt? Der kam doch aus der Nummer gar nicht mehr raus.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 11:32
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Aber für was brauch er Zeit?
Um Spuren zu verwischen, damit er nicht so schnell ermittelt werden konnte. (Funkzellen-Logs sind auch Spuren) Und, wie oben geschrieben, damit die Polizei nicht/kaum tätig wurde. Wäre sie von einem Verbrechen ausgegangen, wäre der Fall wohl schneller an erfahrene Kollegen des Polizeipräsidiums abgegeben worden.

Oder auch, weil er sie eben nicht so schnell töten wollte, wenn es ihm um Machtausübung ging. Was in solch einem Hirn vorgeht, kann ich nicht nachvollziehen.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 11:47
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:liest oder wirkt der Täter hier vielleicht sogar mit.
Ich vermute auch dass der Täter hier mitliest, vielleicht sogar schreibt.
Um zu wissen, ob seine bisherige Strategie (wenn er eine hat) aufgeht


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 11:51
Zitat von MarylinMMarylinM schrieb:
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:liest oder wirkt der Täter hier vielleicht sogar mit.
Ich vermute auch dass der Täter hier mitliest, vielleicht sogar schreibt.
Um zu wissen, ob seine bisherige Strategie (wenn er eine hat) aufgeht
Was sollte es ihm bringen, nach 20 Jahren in Foren die Fantasien von uns Unwissenden zu lesen?

Hätte er noch Täuschungsmanöver nötig, könnte er sich unter einem Vorwand direkt an das Umfeld von F. wenden.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 12:02
Zitat von watnuwatnu schrieb:Was sollte es ihm bringen, nach 20 Jahren in Foren die Fantasien von uns Unwissenden zu lesen?
@watnu
Das glaube ich auch nicht.
Der wird sich ihrer Leiche entledigt haben, hatte vielleicht eine zeitlang Bammel, die Polizei klingelt an seiner Tür
und als er merkte, dass die Ermittler keine Spur haben die zu ihm führt, hat er die Tat verdrängt.
So denke ich mir das jedenfalls.
Wenn es ihn treiben würde, sich an sein Verbrechen zu erinnern, hätte er danach eine ähnliche Tat verübt.
Hat er möglicherweise auch, an einer Frau, die nicht vermisst wird- oder im Ausland. Das wissen wir nicht.
Ich glaube das aber nicht. Darum halte ich den Täter auch nicht für sadistisch veranlagt.
Entweder, er hat sich später suizidiert- oder er lebte danach ein Leben, in dem er sich selber als "Opfer
fataler Ereignisse sieht, für die er nichts konnte und auch Frauke nicht". Ein Unfall eben.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 12:50
Zitat von watnuwatnu schrieb am 15.02.2026:Jedenfalls wurde wohl darauf geachtet, dass nicht zeitgleich mit Fraukes SMS und Anrufen immer ein weiteres (Täter-)Handy in der Funkzelle eingeloggt ist. Ich denke, das wird die Polizei geprüft haben.
Die Info über mögliche Funkzellenabfragen war damals in der Öffentlichkeit noch nicht so verbreitet wie heute. Der/die Täter scheinen es gewusst zu haben.
Das ist ein sehr guter Punkt. Der Täter könnte Wissen darüber gehabt haben und das passt zu seinem Sehr kontrollierten Verhalten. Folgende Möglichkeiten gibt es dazu.
1. Wie Du schon erwähnt hast - technischen Wissen durch zB Beruf etc.
2. Er war schon einmal in dieser Situation (Grenzerfahrung). Kein Ersttäter.
3. Er hat sich mit Kriminalfällen und deren Verfolgung beschäftigt. Technische Verfolgung war zwar nicht so weit verbreitet wie heute, aber auch kein unbekanntes Thema mehr und relativ gut fortgeschritten.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Um Spuren zu verwischen, damit er nicht so schnell ermittelt werden konnte. (Funkzellen-Logs sind auch Spuren) Und, wie oben geschrieben, damit die Polizei nicht/kaum tätig wurde. Wäre sie von einem Verbrechen ausgegangen, wäre der Fall wohl schneller an erfahrene Kollegen des Polizeipräsidiums abgegeben worden.

Oder auch, weil er sie eben nicht so schnell töten wollte, wenn es ihm um Machtausübung ging. Was in solch einem Hirn vorgeht, kann ich nicht nachvollziehen.
Stimme ich zu, ob die Anrufe geplant waren oder nicht, das steht offen, auch wenn ich von sehr gut durchdachter Struktur ausgehe. Aber die Funkzellen wurden bewusst abgefahren um Spuren zu verwischen und die Analyse zu erschweren. Das würde aber auch bedeuten dass der Täter aus der Region kommt und nicht wollte dass sein Standort ermittelt werden kann. Habe schon öfter darüber nachgedacht welche Funkzelle zu seinem damaligen oder noch Wohnort gehört. Vielleicht der erste „außer Plan“ getätigte Anruf durch die beginnende Suche? Das würde allerdings zu der Theorie „die Anrufe wurden nicht geplant aber kontrolliert“ passen.
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Das ist tatsächlich eine Frage, die mich sehr beschäftigt:
Hat Frauke mit ihren Anrufen einerseits den Täter beruhigen
und gleichzeitig versteckte Signale geben wollen?
Ich versuche meine Gedanken dazu heute zusammenzufassen.
Im Moment fehlt mir die Zeit.
Ja, und ein wichtiger Punkt für das Täterprofil und das Motiv. Die Puzzleteile müssen am Ende ein klares Bild ergeben.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Was sollte es ihm bringen, nach 20 Jahren in Foren die Fantasien von uns Unwissenden zu lesen?

Hätte er noch Täuschungsmanöver nötig, könnte er sich unter einem Vorwand direkt an das Umfeld von F. wenden.
Das ist ganz einfach. Kontrolle, Macht und Sicherstellung, dass nichts auf ihn zurückführt. Ich bin mir bei dem Vorgehen der Tat, sofern er noch lebt, fast sicher, dass er alle Quellen beobachten könnte. So wie ich auch glaube der Ablage Ort ein Ort ist der in ihm ein omnipotentes Machterleben auslöst. Gerade weil sie lange nicht gefunden wurde und man sich seit dem im Kreis dreht was Motiv und die tatsächlichen Todesursache angeht.

Das würde zumindest zu der Theorie “Motiv Rache und Affektarme Eifersucht“ passen. Er hat einfach alles gut durchdacht.

Alles andere lässt schlichtweg auf eine zufälligen Täter Opfer Begegnung schließen und das macht keinen Sinn mit den Anrufen die ausschließlich Chris erreichen - ich bin nach wie vor sehr interessiert an der Idee die der Täter damit hatte interessiert und glaube das kann kein Zufall sein.

Ich sehe da keine Verdrängung sondern einen klaren Split.
Kompartmentalisierung (Die Tat wird psychisch in ein eigenes „Fach“ gelegt. Alltag und Tat berühren sich innerlich nicht.
Affektarme Reaktion/Eifersucht (Emotion wird nicht offen ausgelebt. Gefühle werden kontrolliert oder gedämpft. Das macht funktionales Verhalten nach außen möglich.

Auf jeden Fall ist die gesamte Handlung des Täters ziemlich gestört. Da tun sich Abgründe auf...


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 14:14
Zitat von watnuwatnu schrieb:Was sollte es ihm bringen, nach 20 Jahren in Foren die Fantasien von uns Unwissenden zu lesen?
Ich denke, weil ihm dabei einer abgeht.
Es macht ihm Spaß zu beobachten wie wir hier im Dunkeln tappen, vielleicht mal dem wahren Geschehen näher kommen, dann uns davon entfernen, bisweilen in Streit geraten ob dessen.

Genauso wie ich denke, es hat ihm Spaß gemacht Frauke telefonieren zu lassen.
Das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei oder überhaupt möglichen Zeugen.
Sie durch die Gegend zu fahren (hat eigentlich mal jemand daran gedacht, dass sie selbst am Steuer gesessen haben könnte?) und sich nicht erwischen lassen.
So wie wir alle früher beim Verstecken spielen es wahrscheinlich ganz aufregend fanden wenn der Suchende ganz dicht an einem vorbei ist und man trotzdem nicht gesehen wurde.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 18:23
Frauke wäre heute übrigens 41 Jahre alt geworden.

Möge ihr endlich Gerechtigkeit wiederfahren.


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Mord an Frauke Liebs

21.02.2026 um 18:55
Zitat von SomertonManSomertonMan schrieb:Zeit verschaffen für was?
@watnu hat das alles schon sehr gut erklärt.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Oder auch, weil er sie eben nicht so schnell töten wollte, wenn es ihm um Machtausübung ging. Was in solch einem Hirn vorgeht, kann ich nicht nachvollziehen.
Dazu finde ich die Doku über Isabell Eriksson sehr interessant, da diese sehr gute Einblicke in die Motive des Täters gibt, aber auch die Verhaltensweisen des Opfers erklärt und wie in kürzester Zeit ein Opfer so manipuliert wurde, dass ein gewisses Vertrauensverhältnis seitens des Täters entstehen konnte.
Leider ist die Doku nur bei RTL+ für Abonnenten zugänglich, aber hier ist ein Interview mit Isabell zu sehen, in der das gut angerissen wird:
Youtube: Bunker doctor’s victim Isabel Eriksson tells of time in captivity | SVT/NRK/Skavlan
Bunker doctor’s victim Isabel Eriksson tells of time in captivity | SVT/NRK/Skavlan
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Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Stimme ich zu, ob die Anrufe geplant waren oder nicht, das steht offen, auch wenn ich von sehr gut durchdachter Struktur ausgehe. Aber die Funkzellen wurden bewusst abgefahren um Spuren zu verwischen und die Analyse zu erschweren. Das würde aber auch bedeuten dass der Täter aus der Region kommt und nicht wollte dass sein Standort ermittelt werden kann. Habe schon öfter darüber nachgedacht welche Funkzelle zu seinem damaligen oder noch Wohnort gehört. Vielleicht der erste „außer Plan“ getätigte Anruf durch die beginnende Suche? Das würde allerdings zu der Theorie „die Anrufe wurden nicht geplant aber kontrolliert“ passen.
Ob der Täter nun wirklich die Funkzellen kannte, oder ob er einfach nur unterschiedliche Orte wählte um nicht zweimal am gleichen Ort eventuell jemanden aufzufallen, können wir nicht sagen, ich tendiere eher zu zweiterem.
Ich gehe auch eher von der Theorie aus, dass die Anrufe ungeplant waren, um eine Suche zu verhindern bzw. rauszuzögern.
Deswegen könnte es gut sein, dass durch das Ausdrucken der Flyer in der Krankenpflegeschule der Täter mitbekam, dass schon seitens der Familie und auch der Polizei Suchmaßnahmen eingeleitet wurden und er sie deswegen telefonieren ließ.
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Kompartmentalisierung (Die Tat wird psychisch in ein eigenes „Fach“ gelegt. Alltag und Tat berühren sich innerlich nicht.
Affektarme Reaktion/Eifersucht (Emotion wird nicht offen ausgelebt. Gefühle werden kontrolliert oder gedämpft. Das macht funktionales Verhalten nach außen möglich.
Das macht es natürlich sehr schwer, einen Täter zu erkennen.
Weder vorher noch nachher könnte man ihm so nichts "angesehen" haben, da er absolut unauffällig agierte.
Er hatte Interesse an Frauke, ohne das er das kommunizierte oder man ihm das anmerkte.
Er musste geplant haben Frauke zu entführen, denn wie sollte er sonst einen sicheren Ort schaffen und auch Substanzen zum Ruhigstellen bereit haben.
Vielleicht beobachtete er Frauke schon einige Zeit und als sie sich dann alleine auf den Heimweg machte, ergriff er die Gelegenheit um sie in sein Auto zu locken.
Ich gehe auch davon aus, dass Frauke ihn zumindest vom Sehen her kannte und er vielleicht durch seinen Status, zum Beispiel ein Lehrer oder Arzt, schon einen gewissen Vertrauensvorschuß bei ihr hatte.


Diese Theorien werden schon sehr lange hier im Thread immer mal wieder diskutiert. Für mich wurde aber anhand der Doku über Isabell Eriksson klarer, warum Frauke telefonieren durfte, aber nicht den Namen des Täters oder Angaben zu ihrem Standort machte. Ich sehe im Verhalten von Täter und Opfer auch einige interessante Parallelen.


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