Grillage
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Wo ist Katrin Konert?
um 12:11Zumal sie mit dem Bus, selbst wenn der laut Fahrplan um kurz nach 19.00 Uhr fahren sollte, deutlich zu spät nach Hause gekommen wäre. Und es wäre doch auch wahrscheinlich gewesen, dass sie, wenn sie vorgehabt hätte, den Bus zu nehmen, sie Thilo informiert hätte, damit der in Clenze auf sie wartet und nicht schon nach Groß-Gaddau aufbricht.2cent schrieb:Da habe ich allerdings ein Verständnisproblem: Wenn sie tatsächlich vorhatte, (notfalls) mit dem Bus zu fahren, erschließt sich mir nicht, warum sie Ralfs spontanes Angebot abgelehnt haben sollte. Er war ihr zudem auch nicht unbekannt. Ein Auto wäre in jeder Hinsicht die naheliegendere Option gewesen.
Selbst wenn also das Gespräch mit Martin vor dem Gespräch mit Ralf stattgefunden haben sollte, ist erklärungsbedürftig, warum sie, nach einer Ablehung seitens Martin, diese Gelegenheit nicht wahrgenommen hätte.
Woher stammt eigentlich die Erklärung, Katrin habe nicht mit Martin fahren wollen, weil er als zu risikobereiter Fahrer bekannt war? Hat Martin selbst gesagt, dass Katrin ihm gesagt hat, bei ihm steige sie nicht ein, weil sie Angst vor seinem Fahrstil und damit einem Unfall hat? Oder haben das nachträglich Bekannte und Freunde von Martin oder Katrin ausgesagt, als nur vermutete, allgemeine Erklärung?
Ich sehe es auch so, dass der Bus keine Erklärung für eine Absage an Ralf gewesen wäre, weil eine Mitfahrt bei Ralf im Auto für die eine deutlich komfortablere und schnellere Option gewesen wäre. Ich hatte zunächst kurz gedacht, dass sie vermeiden wollte, dass ihre Eltern über Ralf etwas über Joachim erfahren, aber das scheidet aus, weil die Legende ja war, dass sie bei Stefanie in Bergen war. Das hätte sie ohne Probleme auch gegenüber Ralf behaupten können.
Es fehlt halt nicht irgendein Puzzlestück, sondern ein ganz bestimmtes. Es können da draußen also durchaus noch weitere Zeugen sein, die irgendwas wissen, was dann aber nicht zwangsläufig die entsteidende Information sein muss. Aber wenn dieses eine entscheidende, noch fehlende Puzzlestück gefunden wird, dann kann der Fall gelöst werden.HaRuKa schrieb:Wie hier schon mehrmals erwähnt fehlt, laut Dau-Rödel, nur noch ein Puzzlestück. Das kann ich nicht nachvollziehen bzw. bezweifel es. Natürlich haben die EB viel mehr Infos und Indizien als wir, trotzdem denke ich fast, dass nur ein Leichenfund, eine Aussage oder ein geständnis die Tat noch aufklären kann. Und nicht ein "Puzzlestück", was für mich eher so was wäre wie eine weitere Zeugenbeobachtung ("sie stand um xx Uhr noch da oder sie stand um xx Uhr nicht mehr da) o.ä.
Genau das habe ich auch überlegt: es klingt so, als habe man einen Hauptverdächtigen, wisse eigentlich schon, wer die Tat begangen hat, könne ihm das aber nicht nachweisen.HaRuKa schrieb:Wenn tatsächlich nur noch ein Puzzlestück fehlt, würde ich annehmen dass die EB hier doch einen absoluten hauptverdächtigen haben (mit belastenden Indizien), hier aber nur ein weiteres Indiz fehlt.
Ich frage mich, ob Frau Dau-Rödel von einem konkreten Puzzelstück spricht, das sie prinzipiell kennt oder ob sie damit eine völlig neue Information meint.
Also z.B. (ihr bekanntes Puzzleteil): ob sie denkt, ein Zeuge sagt die Unwahrheit und wenn dieser Zeuge das zugeben würde, könnte man einer anderen Person die Tat nachweisen, weil z.B. ein Alibi wegfällt oder sich der zeitliche Ablauf an dem Abend anders darstellt, als ein kokreter Tatverdächtiger es geschildert hat.
Oder im anderen Fall (völlig neues Puzzelteil): sie hofft, dass es jemanden gibt, der gesehen hat, wie Katrin in ein Auto der Marke XY mit der Autonummer XY eingestiegen ist und der sich noch nicht gemeldet hat.
Insgesamt kann ich mir vorstellen, dass ein Puzzelteil der ersten Sorte noch zu finden sein könnte. Da arbeitet die Zeit vielleicht sogar eher für die Polizei, weil jemand sein schlechtes Gewissen loswerden will, weil Beziehungen und Verpflichtungs- und Solidaritätsgefühle sich ändern, weil man erwachsener wird und erkennt, dass es eher ein kleines Ding ist, nach 25 Jahren eine Lüge zuzugeben, wenn dagegen das Leid einer ganzen Familie steht.
Wenn sie aber auf ein Puzzleteil der letzten Sorte hofft, dann halte ich das eher für unrealistisch. Zumal die Zeit hier eindeutig gegen die Ermittler läuft. Da draußen dürfte es niemanden geben, der vor 25 Jahren etwas beobachtet hat und dem die ganze Zeit nicht bewusst war, dass es eine wichtige Info ist und der sich da trotzdem heute noch dran erinnert; der heute zufällig über den Podcast LiD oder einen anderen Bericht über den Fall ließt und dann plötzlich begreift, wie wichtig seine Beobachtung damals war.
Das weiß Frau Dau-Rödel ja aber auch, insofern gehen ich davon aus, dass es eher um die erste Sorte von Puzzleteil geht (falls das ganze nicht eh nur ein Blöff von ihr ist, um den Täter, Mitwisser, Zeugen aus der Reserve zu locken).
Genau so sehe ich das auch. Der Bus wäre deutlich langsamer gewesen und sie wäre damit nur bis Clenze gekommen. Wobei die dadurch bedingte zeitliche Verzögerung dann aber wahrscheinlich kein Problem mehr gewesen wäre, weil Thilo der Schwester hätte mitteilen können, dass Katrin jetzt bei ihm ist, er sie mitbringt und sie gleich losfahren. Das ganze "Bloß nicht zu spät nach Hause kommen"-Problem ist in meinen Augen eh ziemlich relativiert gegenüber dem Problem, dass sie keine Möglichkeit hatte, mit Zuhause Kontakt aufzunehmen, um bescheid zu geben, dass sie sich verspätet. Das Blitzeis wäre eine absolut plausible Erklärung dafür gewesen, warum die länger brauchte, z.B. wenn sie gesagt hätte "Der XY wollte mich ja eigentlich fahren, aber hat sich wegen dem Glatteis nicht getraut, deswegen musste ich erst jemand anderen finden." oder "Mit dem Bus wäre ich pünktlich gewesen, aber der hatte eine ewige Verspätung." oder sie hätte einfach zuhause bescheid geben können, dass sie niemanden findet und fragen, ob jemand sie abholen kann.2cent schrieb:Die Ablehnung, selbst nur eines einzigen Fahrangebotes, spricht für mich eher dafür, dass sie mit einer bestimmten anderen Person rechnete oder partout mit dem Bus fahren hätte wollen, was widerum der "Tramper-These" iSv sie wäre bei "jedem, auch unbekannt" eingestiegen widerspricht.
Und Trampen scheidet für mich als von ihr gegenüber der MFG durch Ralf (und selbst gegen den Fahrrüpel Martin) favorisierte Alternative aus, weil es für sie doch völlig ungewiss war, ob und wann sie jemanden findet. Ihr wird doch bewusst gewesen sein, dass das eine eher wenig befahrene Nebenstrecke ist und an dem Abend eh eher wenige Leute überhaupt unterwegs sind (wegen Feiertag und Blitzeis).
Deshalb würde ich auch denken, dass, wenn die Aussagen von Ralf und Martin stimmen, dass sie ihnen eine Absage auf ihr MFG-Angebit erteilt hat, dies bedeutet, dass sie es geschafft hatte, eine MFG zu organisieren und mit der verabredet hatte, dass diese sie an der BHS abholt. Das könnte Sven gewesen sein, dem sie in dem 3-Sekunden-Anruf mitgeteilt hat, dass sie jetzt bei Joachim losgeht und in 5 Minuten an der Haltestelle ist. Sie könnte Sven aber auch eine Absage erteilt haben: "Hab jemanden anderen gefunden."
Was aber dagegen spricht ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass sie schon um etwa 18:50 Uhr bei Joachim aufgebrochen ist und sie laut Martins Aussage um ca. 19.15 Uhr , vielleicht sogar noch etwas später, immer noch an der BHS stand. Entweder sie hatte keine MFG für ca. 19.00 Uhr oder diese MFG hat sich deutlich verspätet (dann wäre es wahrscheinlich, dass diese MFG nicht aus Bergen gekommen wäre, sondern aus einem der umliegenden Dörfer und deshalb wegen dem Blitzeis eben länger gebraucht hätte).

