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Wo ist Katrin Konert?

12.337 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 12:11
Zitat von 2cent2cent schrieb:Da habe ich allerdings ein Verständnisproblem: Wenn sie tatsächlich vorhatte, (notfalls) mit dem Bus zu fahren, erschließt sich mir nicht, warum sie Ralfs spontanes Angebot abgelehnt haben sollte. Er war ihr zudem auch nicht unbekannt. Ein Auto wäre in jeder Hinsicht die naheliegendere Option gewesen.

Selbst wenn also das Gespräch mit Martin vor dem Gespräch mit Ralf stattgefunden haben sollte, ist erklärungsbedürftig, warum sie, nach einer Ablehung seitens Martin, diese Gelegenheit nicht wahrgenommen hätte.
Zumal sie mit dem Bus, selbst wenn der laut Fahrplan um kurz nach 19.00 Uhr fahren sollte, deutlich zu spät nach Hause gekommen wäre. Und es wäre doch auch wahrscheinlich gewesen, dass sie, wenn sie vorgehabt hätte, den Bus zu nehmen, sie Thilo informiert hätte, damit der in Clenze auf sie wartet und nicht schon nach Groß-Gaddau aufbricht.

Woher stammt eigentlich die Erklärung, Katrin habe nicht mit Martin fahren wollen, weil er als zu risikobereiter Fahrer bekannt war? Hat Martin selbst gesagt, dass Katrin ihm gesagt hat, bei ihm steige sie nicht ein, weil sie Angst vor seinem Fahrstil und damit einem Unfall hat? Oder haben das nachträglich Bekannte und Freunde von Martin oder Katrin ausgesagt, als nur vermutete, allgemeine Erklärung?

Ich sehe es auch so, dass der Bus keine Erklärung für eine Absage an Ralf gewesen wäre, weil eine Mitfahrt bei Ralf im Auto für die eine deutlich komfortablere und schnellere Option gewesen wäre. Ich hatte zunächst kurz gedacht, dass sie vermeiden wollte, dass ihre Eltern über Ralf etwas über Joachim erfahren, aber das scheidet aus, weil die Legende ja war, dass sie bei Stefanie in Bergen war. Das hätte sie ohne Probleme auch gegenüber Ralf behaupten können.
Zitat von HaRuKaHaRuKa schrieb:Wie hier schon mehrmals erwähnt fehlt, laut Dau-Rödel, nur noch ein Puzzlestück. Das kann ich nicht nachvollziehen bzw. bezweifel es. Natürlich haben die EB viel mehr Infos und Indizien als wir, trotzdem denke ich fast, dass nur ein Leichenfund, eine Aussage oder ein geständnis die Tat noch aufklären kann. Und nicht ein "Puzzlestück", was für mich eher so was wäre wie eine weitere Zeugenbeobachtung ("sie stand um xx Uhr noch da oder sie stand um xx Uhr nicht mehr da) o.ä.
Es fehlt halt nicht irgendein Puzzlestück, sondern ein ganz bestimmtes. Es können da draußen also durchaus noch weitere Zeugen sein, die irgendwas wissen, was dann aber nicht zwangsläufig die entsteidende Information sein muss. Aber wenn dieses eine entscheidende, noch fehlende Puzzlestück gefunden wird, dann kann der Fall gelöst werden.
Zitat von HaRuKaHaRuKa schrieb:Wenn tatsächlich nur noch ein Puzzlestück fehlt, würde ich annehmen dass die EB hier doch einen absoluten hauptverdächtigen haben (mit belastenden Indizien), hier aber nur ein weiteres Indiz fehlt.
Genau das habe ich auch überlegt: es klingt so, als habe man einen Hauptverdächtigen, wisse eigentlich schon, wer die Tat begangen hat, könne ihm das aber nicht nachweisen.
Ich frage mich, ob Frau Dau-Rödel von einem konkreten Puzzelstück spricht, das sie prinzipiell kennt oder ob sie damit eine völlig neue Information meint.
Also z.B. (ihr bekanntes Puzzleteil): ob sie denkt, ein Zeuge sagt die Unwahrheit und wenn dieser Zeuge das zugeben würde, könnte man einer anderen Person die Tat nachweisen, weil z.B. ein Alibi wegfällt oder sich der zeitliche Ablauf an dem Abend anders darstellt, als ein kokreter Tatverdächtiger es geschildert hat.
Oder im anderen Fall (völlig neues Puzzelteil): sie hofft, dass es jemanden gibt, der gesehen hat, wie Katrin in ein Auto der Marke XY mit der Autonummer XY eingestiegen ist und der sich noch nicht gemeldet hat.

Insgesamt kann ich mir vorstellen, dass ein Puzzelteil der ersten Sorte noch zu finden sein könnte. Da arbeitet die Zeit vielleicht sogar eher für die Polizei, weil jemand sein schlechtes Gewissen loswerden will, weil Beziehungen und Verpflichtungs- und Solidaritätsgefühle sich ändern, weil man erwachsener wird und erkennt, dass es eher ein kleines Ding ist, nach 25 Jahren eine Lüge zuzugeben, wenn dagegen das Leid einer ganzen Familie steht.

Wenn sie aber auf ein Puzzleteil der letzten Sorte hofft, dann halte ich das eher für unrealistisch. Zumal die Zeit hier eindeutig gegen die Ermittler läuft. Da draußen dürfte es niemanden geben, der vor 25 Jahren etwas beobachtet hat und dem die ganze Zeit nicht bewusst war, dass es eine wichtige Info ist und der sich da trotzdem heute noch dran erinnert; der heute zufällig über den Podcast LiD oder einen anderen Bericht über den Fall ließt und dann plötzlich begreift, wie wichtig seine Beobachtung damals war.
Das weiß Frau Dau-Rödel ja aber auch, insofern gehen ich davon aus, dass es eher um die erste Sorte von Puzzleteil geht (falls das ganze nicht eh nur ein Blöff von ihr ist, um den Täter, Mitwisser, Zeugen aus der Reserve zu locken).
Zitat von 2cent2cent schrieb:Die Ablehnung, selbst nur eines einzigen Fahrangebotes, spricht für mich eher dafür, dass sie mit einer bestimmten anderen Person rechnete oder partout mit dem Bus fahren hätte wollen, was widerum der "Tramper-These" iSv sie wäre bei "jedem, auch unbekannt" eingestiegen widerspricht.
Genau so sehe ich das auch. Der Bus wäre deutlich langsamer gewesen und sie wäre damit nur bis Clenze gekommen. Wobei die dadurch bedingte zeitliche Verzögerung dann aber wahrscheinlich kein Problem mehr gewesen wäre, weil Thilo der Schwester hätte mitteilen können, dass Katrin jetzt bei ihm ist, er sie mitbringt und sie gleich losfahren. Das ganze "Bloß nicht zu spät nach Hause kommen"-Problem ist in meinen Augen eh ziemlich relativiert gegenüber dem Problem, dass sie keine Möglichkeit hatte, mit Zuhause Kontakt aufzunehmen, um bescheid zu geben, dass sie sich verspätet. Das Blitzeis wäre eine absolut plausible Erklärung dafür gewesen, warum die länger brauchte, z.B. wenn sie gesagt hätte "Der XY wollte mich ja eigentlich fahren, aber hat sich wegen dem Glatteis nicht getraut, deswegen musste ich erst jemand anderen finden." oder "Mit dem Bus wäre ich pünktlich gewesen, aber der hatte eine ewige Verspätung." oder sie hätte einfach zuhause bescheid geben können, dass sie niemanden findet und fragen, ob jemand sie abholen kann.

Und Trampen scheidet für mich als von ihr gegenüber der MFG durch Ralf (und selbst gegen den Fahrrüpel Martin) favorisierte Alternative aus, weil es für sie doch völlig ungewiss war, ob und wann sie jemanden findet. Ihr wird doch bewusst gewesen sein, dass das eine eher wenig befahrene Nebenstrecke ist und an dem Abend eh eher wenige Leute überhaupt unterwegs sind (wegen Feiertag und Blitzeis).
Deshalb würde ich auch denken, dass, wenn die Aussagen von Ralf und Martin stimmen, dass sie ihnen eine Absage auf ihr MFG-Angebit erteilt hat, dies bedeutet, dass sie es geschafft hatte, eine MFG zu organisieren und mit der verabredet hatte, dass diese sie an der BHS abholt. Das könnte Sven gewesen sein, dem sie in dem 3-Sekunden-Anruf mitgeteilt hat, dass sie jetzt bei Joachim losgeht und in 5 Minuten an der Haltestelle ist. Sie könnte Sven aber auch eine Absage erteilt haben: "Hab jemanden anderen gefunden."

Was aber dagegen spricht ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass sie schon um etwa 18:50 Uhr bei Joachim aufgebrochen ist und sie laut Martins Aussage um ca. 19.15 Uhr , vielleicht sogar noch etwas später, immer noch an der BHS stand. Entweder sie hatte keine MFG für ca. 19.00 Uhr oder diese MFG hat sich deutlich verspätet (dann wäre es wahrscheinlich, dass diese MFG nicht aus Bergen gekommen wäre, sondern aus einem der umliegenden Dörfer und deshalb wegen dem Blitzeis eben länger gebraucht hätte).


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02.01.2026 um 12:25
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Woher stammt eigentlich die Erklärung, Katrin habe nicht mit Martin fahren wollen, weil er als zu risikobereiter Fahrer bekannt war?
Zu den unterschiedlichen Versionen von Martin:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 27.10.2025:Martin sagt

*er habe angeboten sie zu fahren, sie habe abgelehnt. (Begründung AZ XY 2011 A. Rusche: „möglicherweise wegen Fahrweise abgelehnt“?) NDR S2E1 Min. 13:50

* Konnte sie nicht fahren, er hätte keine Sprit mehr gehabt. (wird von Britta stark angezweifelt NDR S2E4 ca. Min. 22:00)

* Konnte sie nicht fahren, weil er zu Britta musste. (S2E3 Min. 15 / Lesung aus Polizeiprotokoll ggü Britta)



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02.01.2026 um 12:35
Zitat von 2cent2cent schrieb:Zu den unterschiedlichen Versionen von Martin:
Aber hat er die Erklärung, es könne an seinem Fahrstil gelegen haben, selbst der Polizei gegeben? Also als die Vernehmer ihn fragten, warum sie die MFG abgelehnt hat? Und falls ja: ist das seine Mutmaßung/Spekulation oder hat er ausgesagt, dass Katrin ihre Absage ihm gegenüber so begründet hat?

Oder haben die Ermittler das von jemand anderem, den sie befragt haben, ob er/sie sich vorstellen kann, warum Katrin bei Martin nicht mitfahren wollte?


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02.01.2026 um 12:44
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Oder haben die Ermittler das von jemand anderem, den sie befragt haben, ob er/sie sich vorstellen kann, warum Katrin bei Martin nicht mitfahren wollte?
Sowohl bei Martin als auch bei Ralf könnte ich mir vorstellen, dass die Aussage "sie wollte nicht mitfahren" eine Schutzbehauptung ist. Für beide wäre die Fahrt mit einem signifikanten Zeitaufwand verbunden gewesen und dazu kam noch das Blitzeis. Vielleicht haben die beiden KK gar keine Fahrt angeboten, wollten aber später nicht als "Schuldige" dastehen ("wäre sie bei dir mitgefahren, wäre das alles nicht passiert"). Vielleicht hat sich Ralf deshalb auch erst in 2018 erklärt. Er kannte ja KKs Vater offenbar persönlich, da war ihm das möglicherweise besonders unangenehm.


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02.01.2026 um 13:07
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber hat er die Erklärung, es könne an seinem Fahrstil gelegen haben, selbst der Polizei gegeben? Also als die Vernehmer ihn fragten, warum sie die MFG abgelehnt hat? Und falls ja: ist das seine Mutmaßung/Spekulation oder hat er ausgesagt, dass Katrin ihre Absage ihm gegenüber so begründet hat?

Oder haben die Ermittler das von jemand anderem, den sie befragt haben, ob er/sie sich vorstellen kann, warum Katrin bei Martin nicht mitfahren wollte?
Meinem Verständnis nach hat er das selbst gesagt - auch im neuen PC hätte ich das so nochmals wahrgenommen:

Aus dem LiD Teil 3 ab ca. Min 39:18 - hier sagt Mathis: "Konkret sagt Martin über diesen Abend:" dann Rusche: "dass er bei seiner Schwester zum Geburtstag oder was das war, oder zum Neujahrsempfang oder irgendsowas, gewesen sei, dass er Katrin dort gesehen hat, dass er mit ihr gesprochen hat. Wo sich, wie gesagt, das ein bisschen differiert mit dem Mitnehmen wollen. Katrin hätte das abgelehnt, was nachvollziehbar wäre, weil er damals eben ein etwas aggresiverer Fahrer war.

Das wäre schon möglich gewesen, dass er das abgelehnt hat. Aber andererseits hat er auch mal gesagt, er wollte sie gar nicht fahren, weil er zu seiner Freundin musste. Das sind zwar unterschiedliche Aussagen, aber die sind immer da."

Dann wieder Mathis: "Der Ruf des aggressiven Autofahrers kommt tatsächlich nicht von ungefähr. [...] In einer anderen Version, die Martin der Polizei erzählt, soll Katrin ihn gebeten haben, sie zu fahren. Das will er aber abgelehnt haben. Und genau davon will Martin später aber nichts mehr wissen."

Darauf Dau-Rödel: "Da konnte er sich nicht mehr daran erinnern, was er zuerst gesagt hat, oder was da wahr ist."


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02.01.2026 um 13:16
Ergänzung:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Katrin hätte das abgelehnt, was nachvollziehbar wäre, weil er damals eben ein etwas aggresiverer Fahrer war.
Das wäre schon möglich gewesen, dass er das abgelehnt hat.


Hier könnte es auch heißen: ", dass sie das abgelehnt hat" - (dass "se" abgelehnt hat evtl) für mich ist Herr Rusche akustisch leider nicht immer ganz gut verständlich.


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02.01.2026 um 13:17
Zitat von 2cent2cent schrieb:Hinzu kommt, dass nicht gesichert ist, ob Martin sie an diesem Abend tatsächlich gesehen oder gesprochen hat; ein entsprechendes Gespräch wurde bislang von niemandem beobachtet oder bestätigt.

Gleiches gilt für Ralf, auch hier ist unklar, ob und in welcher Form ein Gespräch tatsächlich stattgefunden hat – weshalb ja mVn erneut um eine Meldung der BKMS-Hinweisgeber*in gebeten wurde.
Ich glaube, dass beide mit Katrin gesprochen/gesehen haben, aber ich bezweifle den Inhalt ihrer angeblichen Gespräche.

Martin hat das selber ohne Not ins Spiel gebracht (als er hörte, wie sich sein beiden Freundinnen über Katrins Verschwinden unterhalten haben). Ich glaube, der Fall hatte da noch überhaupt keine so große Dimension, als dass er gedacht haben könnte, dass er sich bei den beiden damit wichtig oder interessant machen könnte.
Bei seiner Aussage bezweifele ich allerdings den Wahrheitsgehalt des Inhalts. Vielleicht hat er den Freundinen gegenüber nur gesagt, er habe Katrin da stehen sehen. Immerhin haben sie beiden ja offenbar nicht gleich auf ihn eingeredet, er müsse damit sofort als Zeuge zur Polizei gehen und auch er hat das wohl nicht so gesehen. Die Freundin hat es erst der Polizei gesagt, als sie ein paar Tage später bei der Haustürbefragung aktiv darauf angesprochen wurde.
Mag sein, dass ihm in der Zwischenzeit die Dimension und Dringlichkeit des Falls bewusster geworden ist, spätestens als er im Vernehmungszimmer mit zwei Ermittlern saß dürfte ihm klar geworden sein, dass das für die sehr sehr ernst ist und dass sich die Polizei um Katrins Verbleib ernsthafte Sorgen macht. Vielleicht hat er da spontan dieses Angebot einer MFG erfunden, um nicht als jemand dazustehen, der nicht hilfbereit ist, sie im Stich gelassen hat und damit gar Mitschuld (natürlich nicht juristisch aber eben moralisch) an ihrem Verschwinden trägt.
Vielleicht hat er sie nur gesehen und ist ohne Anhalten vorbei gefahren. Vielleicht hat er mit ihr geredet und ihr auf die Bitte um eine MFG eine Absage erteilt. Dann hat er wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen und deshalb einen Art Notlüge erzählt.

Ralf hat mind. einer Person (dem anonymen Hinweisgeber) von seinem Gespräch mit Katrin erzählt. Sehr wahrscheinlich genauso ohne Not, denn wer sollte ihn gedrängt haben, das "zuzugeben". Und er hat das Gespräch der Polizei gegenüber auch eingeräumt.
Allerdings halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass er zumindest den Zeitpunkt der Begegnung seinem Kenntnisstand zu den Ermittlungsergebnissen (die er aus dem NDR-Podcast haben konnte) angepasst hat und seine Begegnung mit Katrin bewusst vor Martins Begegnung gelegt hat. Das bedeutet nicht, dass ich meine, dass er der Täter ist. Selbst wenn er nicht der Täter ist, hätte er Grund gehabt, bei der Zeitangabe zu "schummeln", einfach um sich nicht unnötig einem Verdacht aussetzen zu wollen und um sich somit durch Martin, der Katrin ja danach noch gesehen hat, eine Art Alibi zu verschaffen.
Ich halte es zudem einfach für unrealistisch, dass er nach so langer Zeit noch auf die Minute genau weiß, wann und wo genau er Katrin gesehen haben will.
Bei der Frage, ob er hinsichtlich des Angebotes einer MFG gelogen hat, die Katrin angeblich abgelehnt hat, gibt es vier Möglichkeiten:
  • Entweder sagt er die Wahrheit - womit er Martins Aussage im Prinzip unterstützt. Dann würde ich annehmen, dass Katrin tatsächlich bereits eine MFG hatte und deshalb abgelehnt hat.

  • Katrin hat ihn um eine MFG gebeten, die er abgelehnt hat. (Verständlich in der Situation: mit Blitzeis und spontan am Neujahrsabend ist das schon ein größerer Gefallen)

  • Oder er ist einfach vorbei gefahren, hat sie gesehen, aber nicht angehalten.

  • Oder er ist der Täter, hat angehalten, Katrin eine MFG angeboten, die sie auch angenommen, dann aber nicht überlebt hat.

Die 2. und 3. Option sehe ich wie @Akte-X:
Das kann einfach eine Schutzbehauptung sein, weil man nicht als das moralische Arschloch darstehen will, dass im warmen Auto vorbeifährt und eine 15jährige bei Dunkelheit, Minusgraden und Blitzeis hilflos auf der Straße stehen lässt. Vielleicht haben sie Katrins Hilflosigkeit gar nicht erkannt, wenn sie sie einfach nur haben die Straße entlang gehen oder an der BHS stehen sehen, dann muss ihnen nicht bewusst geworden sein, dass sie eine MFG brauchte/suchte. Aber das schlechte Gewissen und die Angst vor Vorwürfen könnten natürlich trotzdem Motivation für eine Behauptung sein, Katrin habe das gemachte Angebot ausgeschlagen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Meinem Verständnis nach hat er das selbst gesagt - auch im neuen PC hätte ich das so nochmals wahrgenommen:
Danke für die Zusammenstellung. So kompakt untereinander weg geschrieben klingt das ja tatsächlich nach einem ziemlichen Hin und Her in seinen Aussagen. Und da ist es dann schwer nachzuvollziehen, warum er sich nicht mehr erinnern kann, wie die Situation war. Ich kann nachvollziehen, dass man nach 3 oder 4 Tagen nicht mehr erinnern kann, ob an der BHS überhaupt eine Person stand oder ob einem in der Neuen Straße ein Auto entgegengekommen ist.
Aber wenn man sich erinnert, ein Gespräch mit Katrin geführt zu haben, in dem eine MFG ein Thema war, würde ich erinnern, dass man sich sehr wohl noch erinnert, ob man das angeboten hat oder ob man gefragt wurde; und ob man selbst das abgelehnt hat oder ob die andere Person nicht wollte.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 13:31
Mich beschäftigt noch etwas die Theorie des Winthropping, die auch im Podcast angesprochen wurde. Das klingt schon interessant, wobei der grundlegende Gedanke ja recht einfach ist. Man versucht sich in den Täter bzw. in die Situation hineinzuversetzen und so mögliche Ablageorte zu identifizieren.
Eine Quelle hierzu:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2589871X24000020

Hiermal ein Auszug aus dem Artikel (von google translate übersetzt):
Dennoch sollten Ermittler sich bewusst sein, dass ein Täter möglicherweise impulsiver und ohne Vorbedacht handelt und seinen Aufenthaltsort anhand weniger Variablen und Faktoren auswählt, wobei er weniger in der Lage ist, Orte aufgrund eingehender Überlegung zu prüfen oder auszuschließen. Ermittler sollten versuchen, den Entscheidungsprozess des Verdächtigen zu verstehen. Ein Weg dorthin führt über aufmerksames Zuhören bei Wortwahl und Aussagen [18]. Wie Somma und Costa [19] in ihrer Forschung hervorhoben, ist die Wahl eines Verstecks ​​möglicherweise nicht zufällig, sondern spiegelt die mentale Karte des Versteckers wider. Die gewählten Orte sind in der Regel vertraut, dem Verstecker wohlbekannt und befinden sich in der Nähe von Orientierungspunkten, die die Wiederfindung des Verstecks ​​erleichtern.
Wie kann man ein solche Theorie nun in die Praxis übersetzen?
Ich könnte mir hier einen Ansatz vorstellen, indem man zunächst ich sag mal 50-100 Menschen befragt, wo sie eine Leiche ablegen würden. Vielleicht erstmal ganze sponstane Orte sammeln, die diese Menschen als erstes nennen. Diese Menschen müssen natürlich aus der Region kommen, sollten in einem ähnlichen Alter entsprechend dem Täterprofil sein, männlich und mit Führerschein. Natürlich kann man eine solche Umfrage jetzt nicht wild auf der Straße machen, aber vielleicht mit Beamten, z.B. Polizisten, öffentlicher Dienst, Blaulichtorganisationen o.ä.

Im 2. Schritt vielleicht (in irgendeiner Art und Weise) mit einer handvoll ausgewählten Menschen am Neujahrstag nachspielen. hier spielt Stress, Zeitdruck und das schlechte Wetter eine Rolle.

Mit diesem Ansatz könnte man (neue) mögliche Ablageorte definieren, die man mit Leichen(Knochen-)spürhunden untersuchen kann.

Falls unsere EB schon so weit sind, kann KI hier auch helfen. Hier könnte man die Prämissen und die Daten eingeben und von KI weiter präzisieren lassen / Wahrscheinlichkeiten berechnen.

Dieser Ansatz ist jetzt erstmal darauf ausgelegt, dass der Täter die Leiche spontan und direkt nach der Tötung verbracht hat.

Andere Möglichkeiten sind mit diesem Ansatz (z.B. Ablage nach Zwischenlagerung oder nach einiger Stunden Überlegung oder nach Ansicht von Karten) aber auch darstellbar.


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02.01.2026 um 16:10
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich frage mich, ob Frau Dau-Rödel von einem konkreten Puzzelstück spricht, das sie prinzipiell kennt oder ob sie damit eine völlig neue Information meint.
Also z.B. (ihr bekanntes Puzzleteil): ob sie denkt, ein Zeuge sagt die Unwahrheit und wenn dieser Zeuge das zugeben würde, könnte man einer anderen Person die Tat nachweisen, weil z.B. ein Alibi wegfällt oder sich der zeitliche Ablauf an dem Abend anders darstellt, als ein kokreter Tatverdächtiger es geschildert hat.
Oder im anderen Fall (völlig neues Puzzelteil): sie hofft, dass es jemanden gibt, der gesehen hat, wie Katrin in ein Auto der Marke XY mit der Autonummer XY eingestiegen ist und der sich noch nicht gemeldet hat.
In dem neuen Beitrag von RTL Nord "Seit 25 Jahren wird Katrin Konert vermisst" wird gesagt, dass laut der Ermittlerin nur ein kleines Puzzleteil fehle, um die Ermittlungen wieder ins Rollen zu bringen. Also nicht, um den Fall schon komplett zu lösen, sondern nur den Ermittlungen einen neuen Schub zu geben. (Quelle: https://youtu.be/ncdS5mqva28?si=bsBYBFcHw0pgDoWz&t=1090Youtube: Seit 25 Jahren wird Katrin Konert vermisst
Seit 25 Jahren wird Katrin Konert vermisst
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) Ich denke aber, sie hofft auf ein neues Puzzleteil, das dann helfen würden, den Kreis der Verdächtigen einzuengen.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 17:31
Zitat von 2cent2cent schrieb:Da habe ich allerdings ein Verständnisproblem: Wenn sie tatsächlich vorhatte, (notfalls) mit dem Bus zu fahren, erschließt sich mir nicht, warum sie Ralfs spontanes Angebot abgelehnt haben sollte. Er war ihr zudem auch nicht unbekannt. Ein Auto wäre in jeder Hinsicht die naheliegendere Option gewesen.
Vielleicht hat sie es ja nicht abgelehnt. Er könnte gesagt haben, er dreht, sie soll bei der Bushaltestelle warten. Oder in welche Richtung ist er gefahren? Mit Ralf ist ja alles offen, keiner weiß, warum er so lange geschwiegen hat. Ob dieser Zeuge, der sich gemeldet hat, ihn unbemerkt beobachtet hat oder irgendwo offensichtlich stand und Ralf ihn bemerkt hat. Oder ob es jemand ist, dem er es erzählt hat.
Was Ralf gesagt hat, weiß nur er selber.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 18:15
@Grillage, @Akte-X und @MajorQuimby & @ all - Danke Euch für die vielen interessanten Beiträge!
Vor allem zu den Punkten von Martin und Ralf habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Ich denke, man muss bei beiden – Martin wie Ralf – den zeitlichen Abstand der Aussagen, das jeweilige (damalige) Alter und auch die persönlichen Nähe zu Katrin und der Familie berücksichtigen. Genau darin unterscheiden sich ihre Situationen und jeweils mögliche Motivation mE deutlich.

Bei Martin spricht dafür, dass er die Beobachtung ohne äußeren Druck eingebracht hat. Er hat das Thema offenbar von sich aus erwähnt, als er zufällig ein Gespräch über Katrins Verschwinden mitbekam. Zu diesem frühen Zeitpunkt war der Fall noch nicht so bedeutsam, in der man zwingend von Geltungsbedürfnis oder bewusster Selbstinszenierung ausgehen müsste – darin folge ich @Grillage und auch @MajorQuimby.

Ob er Katrin tatsächlich angesprochen hat oder ein Angebot zur Mitfahrt später ausgeschmückt wurde, bleibt offen. Plausible Gründe für unterschiedliche Darstellungen wären für mich zB wachsendes Bewusstsein für die Tragweite, moralischer Druck („ich habe nichts getan“), Unsicherheit bei Vernehmungen oder der Versuch, nicht als jemand dazustehen, der Katrin ignoriert hat. Das muss ja keine Lüge sein, sondern kann eine nachträgliche Schutzbehauptung aufgrund schlechten Gewissens oder Angst vor moralischer Mitverantwortung sein. Wie von @Akte-X genannt.

Bei Ralf sehe ich die Lage anders. Er war vermutlich (deutlich?) älter als Martin, kannte Katrins Vater und Katrin persönlich. Das erhöht mMn das Verantwortungsgefühl und senkt die Plausibilität, dass ihm die Relevanz einer Begegnung nicht bewusst gewesen sei.
Dass ihm das „unangenehm“ gewesen sein könnte, halte ich für unwahrscheinlich, da dies bedeuten würde, dass er bewusst eine möglicherweise wichtige Begegnung ignoriert oder verdrängt hätte – ein Verhalten, das mir angesichts der der genannten Faktoren und seines Alters wenig plausibel erscheint.
Zudem erscheint es mir, wie schon angemerkt wurde, auch unrealistisch, dass jemand nach so vielen Jahren Zeitpunkt, Ort und Details einer kurzen Begegnung so genau erinnern kann – vor allem wenn diese Beobachtung angeblich so unwichtig gewesen wäre.

Deshalb halte ich es auch für plausibel, dass Ralf – unabhängig von einer Täterschaft – diese Erinnerung unbewusst oder bewusst an bekannte Ermittlungsergebnisse angepasst haben könnte. Und/Oder auch bewusst Einfluss auf die zeitliche Einordnung seiner Begegnung genommen haben könnte, etwa um sie klar vor Martins Sichtung zu verorten und sich so aus einer möglichen Verdachtslage zu bringen. Wie auch von @Grillage vermutet. Das wäre ein nachvollziehbares Selbstschutzmotiv.

Hinzu kommt noch: Ich nehme an, dass er die Begegnung auch nicht zufällig erwähnt hat, sondern bewusst oder unbewusst einem anonymen Hinweisgeber/in – und das offenbar erst rund 18 Jahre später. Warum er das tat, bleibt offen.
Hier lässt sich über die Motivation spekulieren: innerer Druck, das Bedürfnis, etwas „loszuwerden“, ein unbewusster Versprecher oder auch ein kontrolliertes Platzieren von Information.
Der fehlende Kontext erschwert eine abschließende Einordnung, doch völlig motivationslos erscheint mir diese Mitteilung nicht.

Insgesamt folge ich @Akte-X insofern, als dass bei beiden die Aussage „sie wollte nicht mitfahren“ moralisch motivierte Schutzbehauptungen sein könnten – aus Angst vor Vorwürfen, Gleichgültigkeit oder "unterlassener Hilfeleistung".

Der entscheidende Unterschied liegt für mich darin, dass bei Martin nachvollziehbar ist, dass sich die Bedeutung seiner Beobachtung schrittweise entwickelte, während Ralf aufgrund Alter, mehr "Nähe" zur Familie und aktivem Weitergeben der Information höhere Bewusstheit und Erklärungspflicht hatte. Die Behauptung, ihm sei die Relevanz nicht klar gewesen, überzeugt mich daher deutlich weniger.

@Grillage: zu Deinen angesprochenen 4 Möglichkeiten

Zu 1) Er sagt die Wahrheit.
Da stimme ich dir zu, sofern dies tatsächlich so war, wie angegeben, dann unterstützt es jedenfalls Martins Aussage, egal ob und mit welchem Inhalt dieses Gespräch tatsächlich stattgefunden hat. Und deutet auf eine bestehende MFG hin.

Zu 2) Katrin bat aktiv um eine MFG, Ralf lehnte ab.
Das Katrin aktiv um eine MFG gebeten hätte und Ralf ablehnte, halte ich für unwahrscheinlich, da Katrin offenbar nicht aktiv („Daumen raus“) auf der Suche war. Aus dem Stern Podcast ab ca. Min 20: Dau-Rödel: „Er will ihr auch angeboten haben, sie nach Hause zu fahren. Katrin soll aber abgelehnt haben." und "Er kannte das Mädchen aus früheren Zeiten, [Katrin hat] einen ganz normalen Eindruck [auf ihn] gemacht, und für ihn war das dann klar, okay, dann brauche ich sie nicht nach Hause fahren. [...] Ganz normal ist sie dort entlanggegangen, ja. […] Dann ging die sie die Einmündungsstraße der Neuen Straße rein“[/quote]. Das spricht für mich gegen eine aktive Bitte/Handlung um eine Mitfahrt.

Zu 3) Er fuhr (langsam) vorbei, sah sie, hielt aber nicht an.
Meine Frage dazu: Warum hätte Ralf dann Jahre später einem anonymen Hinweisgeber/In von einem Gespräch mit Katrin berichten sollen? Und falls diese Angabe gegenüber dem Hinweisgeber falsch gewesen wäre – aus welchen Gründen auch immer –, warum hätte er sie dann später gegenüber der Polizei nicht korrigiert oder relativiert? Diese Variante erscheint mir doch erklärungsbedürftig.

Zu 2) und 3) - Hier wiederhole ich mich – es gibt doch noch den Zeugen aus 03/2019 der „Katrin später gesehen haben will als bisher bekannt und der Angaben zum Verhalten Katrins und der zeitlichen Abfolge gemacht hat“. Sofern dieser tatsächlich existiert, und er hätte sich ggf. auf eine Sichtung in der Breiten Straße bezogen, wäre 2) und evtl. 3) wieder wahrscheinlicher.

Ohne aber zu wissen, was genau, wo und wann dieser Zeuge gesehen haben will, lässt sich daraus allerdings leider nichts Belastbares ableiten – ein bekanntes Problem in diesem Fall.
Das auch @FritzPhantom in Bezug auf den anonymen Hinweisgeber nochmals anspricht.

Zu 4) Er ist der Täter.
Dieser Schluss setzt mMn allerdings voraus, dass Martin gelogen hat und sie an der BHST nicht gesehen hat (sofern das Gespräch wie von Ralf angegeben in der Breiten Straße stattfand).

Sofern Ralfs Aussage/Erinnerung falsch ist und das Gespräch mit Ralf hat auch in der Neuen Straße stattgefunden und zwar vor dem mit Martin, wäre Martin wieder der letzte Zeuge.

Sollte das Gespräch mit Ralf tatsächlich in der Neuen Straße nach Martins Begegnung stattgefunden haben, wäre Ralf die letzte bekannte Kontaktperson.
Der überschaubare Ort und das extrem enge Zeitfenster (vermutlich unter 30 Minuten) rücken ihn somit zwangsläufig in den Mittelpunkt und machen ihn zur zentralen Figur.

Das macht Ralf jedoch nicht automatisch zum Täter, sondern aus meiner Sicht zum naheliegenden und aktuellen Ansatzpunkt weiterer Ermittlungen.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 18:53
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Vielleicht hat sie es ja nicht abgelehnt. Er könnte gesagt haben, er dreht, sie soll bei der Bushaltestelle warten.
Mich würde interessieren, wie Du Dir den Ablauf – insbesondere zeitlich – vorstellst: Laut seinen Angaben ist er in der Breiten Straße (vermutet nach Hause, in der Nähe BHST in der Neuen Straße) gefahren. Wenn sie ‚warten‘ hätte sollte, wie passt das mit der Fahrtrichtung Clenze/Groß Gaddau bzw. in den Zeitraum zwischen ca. 19:00 Uhr und 19:30 Uhr und zur Aussage Martins?


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 20:13
@_Salzbrezel und @Mantua – vielen Dank für den Hinweis auf den RTL Nord "Tatort Nord" Beitrag und das Einstellen, habe ich auch im Themen Wiki ergänzt.

Der Beitrag ist meiner Meinung sehr übersichtlich gestaltet, es wird ein kurzer aber mMn guter Überblick auf den Fall gegeben. Hier die Zusammenfassung respektive Neues / Ergänzendes, das mir aufgefallen ist, wie immer bitte gerne um Kommentare und Anmerkungen.

Ralf – ab ca. Min 16
BKMS Hinweisgeber hat Straße genannt, bei Anwohnerbefragung konnte „Ralf“ ausfindig gemacht werden.

Fr. Dau-Rödel: „Er habe angehalten und habe ihr angeboten, sie nach Hause zu fahren. Er konnte sich auch daran erinnern, dass Blitzeis war. Er sagte aber, Katrin habe abgelehnt. Was für uns natürlich auch unverständlich ist, warum. Diese Person kannte Katrin und Katrin ihn eben auch.“

Ca Min. 16:45 -> Ist deutlich älter als Katrin, sein Stiefkind und Katrin gingen auf dieselbe Schule.

Ralf/BKMS Zeuge auf ihn ab ca. Min 17

Frau Dau-Rödel: „Ich möchte zB auch noch diesen anonymen BKMS Schreiber dazu bewegen, dass er sich bei mir meldet. Weil ich glaube, dass er noch ein paar Details weiß, die für mich wichtig wären, um ein genaueres Bild dazu zu bekommen, was diese neue Person, die ich jetzt habe in meinen Ermittlungen… wie ich da vielleicht noch weiterkommen könnte.“

Weitere Ermittlungen

Und ab ca. Min 18:40 wie schon angemerkt:
Zitat von MantuaMantua schrieb:wird gesagt, dass laut der Ermittlerin nur ein kleines Puzzleteil fehle, um die Ermittlungen wieder ins Rollen zu bringen.
Ich habe das ebenfalls wie @Mantua – verstanden, dass der Fall dadurch nicht vollständig gelöst würde, sondern vielmehr einen neuen Impuls benötigt, bekommen würde.

Kurt der Vermieter ab ca. Min 7:45
Dau Rödel: „er soll auch mit dem Taxi unterwegs gewesen sein“; „er selbst hatte in seinen Aussagen widersprüchliche Angaben gemacht oder auch widersprüchliche Angaben zu anderen Personen. Die einen erzählten, ihnen habe er erzählt, dass er durch den Schraubenschlüssel diese Verletzung bekommen habe, und beim anderen Mal war es eben, dass ihm ein Ast ins Auge gestoßen war.“

Jedenfalls gab es 2003 offenbar mehrere Zeugen die Hinweise auf ihn wg. der Verletzung gegeben haben. Bisher dachte ich, es wäre nur eine Zeugin mit dem Hinweis auf ihn gewesen. Möglicherweise erinnere ich das aber auch falsch.

SMS an Nadine
Soll gegen 15:30 geschrieben worden sein (ca. Min. 2)

Das hat mich doch erstaunt, widerspricht mVn der Aussage Dau-Rödels – aus dem LiD Podcast:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.12.2025:Wann genau SMS an Nadine geschrieben unklar lt. Frau Dau-Rödel, anhand der Aussage Nadine, dass sie kurz vor 18 Uhr zufällig auf ihr Handy schaute und dabei das SMS sah einordenbar. Die Nachricht war auch vom Handy des Freundes (Joachim). – Teil 1 23:36
Axel Petermann iZm der OFA / Möglichkeit, Täter noch zu finden
Ab ca. Min 14:45 – sinngemäß:

Auch nach so langer Zeit könnten
*sich Täter verraten, indem sie mit jemanden über das sprechen was sie angerichtet haben
*Täter von Reue ergriffen werden und ein Geständnis ablegen
* sich Tatzeugen melden, die bisher geschwiegen haben

Ausweis/Geld/Kreditkarte – ab ca. Min 06:40
Nichts davon bei sich, auch sonst kein Gepäck dabei, außer dem Handy


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 21:29
Zu meinem vorigen Beitrag:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Bei Ralf sehe ich die Lage anders. Er war vermutlich (deutlich?) älter als Martin, kannte Katrins Vater und Katrin persönlich.
Hinzu kommt jetzt nach dem RTL Beitrag, dass Ralf nicht nur vermutet deutlich älter war als Katrin und auch Martin, sondern zudem ein Stiefkind hatte, das dieselbe Schule besuchte.

Damit befand er sich meiner Meinung nach in einem recht konkreten sozialen Näheverhältnis: Katrin war kein „beliebiges Mädchen“, das man halt kennt, vielleicht über einen flüchtigen Bekanntschaft mit dem Vater - gerade dieser Umstand macht es aus meiner Sicht noch fragwürdiger, dass er der Begegnung mit ihr keine Bedeutung zugemessen oder sie als irrelevant eingestuft haben will.

Vielmehr hätte ich erwartet, dass ein Erwachsener mit Bezug zur Schule und mit Bekanntschaft zur Familie eine solche Beobachtung spätestens nach dem Bekanntwerden des Verschwindens und der Suchmaßnahmen als wichtig eingeordnet und die Begegnung – selbst wenn sie zunächst beiläufig war – im Nachhinein klar als erinnerungswürdig und vorallem mitteilenswert angesehen hätte.

Auch in der Schule war das Verschwinden Katrins sicherlich Thema.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 27.12.2025:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 27.12.2025:Ebenso auffällig/unwahrscheinlich wie ich finde, dass er trotz der Nahebeziehung zur Familie Konert
Aus meiner Sicht ist die Qualifikation zum "guten" Bekannten bzw. "Nahebeziehung" zu hoch gegriffen. Ich denke nicht, dass die Person im inneren Freundeskreis der Familie Konert zu finden ist.
Auch wenn Ralf vielleicht nicht zum „inneren Freundeskreis“ oder als „guter Bekannter“ zählte, lässt sich das inzwischen bekannte Verhältnis mMn nun umso mehr als soziale „Nahebeziehung“ einordnen.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 23:01
Der Druck der zzt. auf "Ralf" aufgebaut wird, meiner Meinung nach bewusst sagt doch eine Menge aus.
Alterstechnisch passt er am besten in das Täter Profil als die anderen und er hat deutlich mehr Lebenserfahrung in gewissen Dingen und mit Sicherheit mehr Weitsicht als jemand der Grade 18/19 ist.
Auch der Bezug zu ihr aufgrund seines (Stief)Kindes und zu ihrem Vater lässt mich sehr aufhorchen.
Täter sind halt de facto oft im "Nah" Bereich der Familie zu finden.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 23:17
@2cent
@HaRuKa
@Grillage

Wie man es dreht und wendet, man kann ohne einen entsprechenden Fund eine der Theorien bzgl. Verbringundsort nicht verifizieren.

Ich hoffe nur dass dies eines Tages möglich sein wird und die Familie und Freunde endlich Gewissheit über den Verbleib von Katrin haben.

25 Jahre Ungewissheit... Es ist absolut unvorstellbar.

Ich bin jetzt fertig mit Folge 3 von dem Podcast Licht ins Dunkel und ich bin auch gerade dort wieder an den ganzen:

- weiß das nicht mehr
- kann sich nicht erinnern
- müssen das so nehmen wie er gesagt hat

hängen geblieben. Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben dass man das so sagen würde hätte man nicht einen konkreten Verdacht wer der Täter ist. Wäre das nicht der Fall, hätte ich zumindest von einem der beiden Ermittler erwartet zu sagen dass diese wagen Aussagen es schwer machen etwas Konkretes auszumachen. Es muss also noch mehr bekannt sein was aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt wird, denn wenn jemand verschiedene Aussagen tätigt ist das ja doch ziemlich auffällig.

Ich habe mir jetzt den Beitrag von RTL angeschaut und werde mir die nächsten Tage noch Folge 4 und 5 des Podcasts anhören.

Für mich bleiben aber nach wie vor einige Fragen unbeantwortet bzw. einige Sachverhalte unklar:

- warum war/ist Katrins Freund so passiv? Zur Polizei sagte er zwar er habe sie auch gesagt, Katrins Familie behauptet aber das Gegenteil und tatsächlich kann man ihm mit keinem öffentlichen Suchtaufruf in Verbindung bringen. Für mich sieht das so aus als wäre ihm die Beziehung doch unangenehm gewesen.

- warum kann die Polizei SMS nicht wieder herstellen und Anrufe besser nachverfolgen? Das ist für mich echt unbegreiflich.

- wie kann Katrin gleich mehreren Personen bei solch schlechten Sichtverhältnissen an der Bushaltestelle und auf dem Weg dahin aufgefallen sein?
Es wurde ja eine Nachstellung der Ereignisse veranlasst und laut Podcast wurde die Schauspielerin tatsächlich mehrmals gefragt ob sie mitfahren möchte, aber mir fehlt da wohl die Vorstellungskraft wie das möglich ist.

Hoffentlich hat die Offensive mit Podcast und Fernsehbeitrag noch einmal zur Folge dass da noch weitere Hinweise eingehen und diese der Lösung des Falles dienlich sind.

Ich hoffe auch darauf dass sich wer öffnet, denn in der Zeit hat vielleicht der ein oder andere Zeuge oder gar der Täter selbst eine Familie gegründet und möglicherweise eine Tochter und kann selbst nachempfinden welche Sorgen damit einhergehen können.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 23:18
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich halte es zudem einfach für unrealistisch, dass er nach so langer Zeit noch auf die Minute genau weiß, wann und wo genau er Katrin gesehen haben will.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das kann einfach eine Schutzbehauptung sein, weil man nicht als das moralische Arschloch darstehen will, dass im warmen Auto vorbeifährt und eine 15jährige bei Dunkelheit, Minusgraden und Blitzeis hilflos auf der Straße stehen lässt. Vielleicht haben sie Katrins Hilflosigkeit gar nicht erkannt, wenn sie sie einfach nur haben die Straße entlang gehen oder an der BHS stehen sehen, dann muss ihnen nicht bewusst geworden sein, dass sie eine MFG brauchte/suchte.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Der entscheidende Unterschied liegt für mich darin, dass bei Martin nachvollziehbar ist, dass sich die Bedeutung seiner Beobachtung schrittweise entwickelte, während Ralf aufgrund Alter, mehr "Nähe" zur Familie und aktivem Weitergeben der Information höhere Bewusstheit und Erklärungspflicht hatte.
Ich beleuchte an dieser Stelle nochmals die Angaben von Martin und Ralf, welche die einzigen Tatverdächtigen sind, die Katrin von ihrem Fahrzeug aus gesehen und angesprochen haben wollen. Das jeweilige Wahrnehmen entstand aus zwei völlig unterschiedlichen Situationen heraus. Während Martin angab, Katrin beim Start von dem Anwesen in der Neuen Straße wahrgenommen zu haben, gibt Ralf an, dass dies während der Fahrt auf der Breiten Straße geschehen ist.

Martin war somit im Begriff in den Straßenverkehr einzufahren, entsprechend langsamer unterwegs und hatte Katrin wohl auch direkt im Scheinwerferlicht, da sich sein Startpunkt quasi direkt gegenüber der Bushaltestelle befand. Das verhält sich nach meinem Dafürhalten bei Ralf etwas anders. Unabhängig von den Witterungsverhältnissen befindet er sich auf normaler Fahrt, möglicherweise auf dem Heimweg und will hierbei Katrin auf Höhe des Hotels Nigel und somit von hinten gesehen haben. Bei Dunkelheit und aus einem fahrendem Pkw wäre dies schon beachtlich, eine Bekannte zu erkennen und gleich als Katrin zu identifizieren.

Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, dass sich hier die Aussage von Ralf von der Wahrheit entfernt. In einer für mich schlüssigeren Variante ist er an Katrin zuerst vorbeigefahren, dachte sich dabei "das ist doch Katrin" und überlegte dann, sie anzusprechen. Nun gilt es zu betrachten, wie weit die Abzweigung zur Neue Straße nur noch entfernt war. Das sind gerade mal 50 Meter. Deshalb meine Vermutung, er ist sehr wohl in die Neue Straße abgebogen und ein Ansprechen fand erst dort statt. Ich halte es nicht mal für ausgeschlossen, dass er sogar den Kontakt zwischen Katrin und Martin mitbekommen hat und erst im Anschluss, an gleicher Stelle, die Konversation mit ihr suchte.

Meine weitere Vermutung, er hatte bei seiner getätigten Aussage bei der Polizei den Ablauf falsch in Erinnerung und platzierte Katrin, entgegen einer weitern Zeugenaussage, versehentlich auf die falsche Straßenseite.

Diese Schlussfolgerung ist natürlich nur eine Hypothese, stellt sich für mich aber logischer dar, als der geschilderte Ablauf von Ralf.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Es fehlt halt nicht irgendein Puzzlestück, sondern ein ganz bestimmtes. Es können da draußen also durchaus noch weitere Zeugen sein, die irgendwas wissen, was dann aber nicht zwangsläufig die entsteidende Information sein muss. Aber wenn dieses eine entscheidende, noch fehlende Puzzlestück gefunden wird, dann kann der Fall gelöst werden.
Wenn man davon ausgeht, dass Ralf mittlerweile im Fokus der Ermittlungen ganz vorne liegt, sehe ich das Puzzelteil hauptsächlich in der Information, ob dieser bereits im Vorfeld von Katrins Suche nach einer Mitfahrgelegenheit Kenntnis erlangt hatte und an diesem Abend bewusst mit dem Ziel auf der Straße war, nach ihr zu suchen und diese anzubieten. Soll heißen, woher könnte er diese Information erlangt haben? War dies Katrins Anruf bei der Auskunft, um die Telefonnummer des Bekannten ihres Vaters zu erfahren und sie hat ihn an diesem Abend tatsächlich noch kontaktiert oder fing er diese Information durch einen Dritten auf, dem dies vielleicht gar nicht so bewusst war? Somit dreht sich wohl auch vieles bei den Ermittlungen, mit wem Ralf alles zur relevanten Zeit noch Kontakt hatte. Aus meiner Sicht quasi ein Ding der Unmöglichkeit, dies nach knapp 20 Jahren noch in Erfahrung zu bringen.


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 23:40
Ich habe mir die Podcasts nicht angehört, lese aber seit einiger Zeit eure interessanten Beiträge dazu.
Ein paar Fragen treiben mich um.
Gibt es im weiteren Lebensweg der potentiell Verdächtigen irgendwelche besonderen Auffälligkeiten?
Kennen sich diese Personen und was haben sie selbst allenfalls über die jeweils anderen ausgesagt?
Man wird Ralf bestimmt gefragt haben, ob er eine Ahnung hat, wer der anonyme Anrufer war. Was hat er dazu gesagt?


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Wo ist Katrin Konert?

02.01.2026 um 23:58
Zitat von ManateeManatee schrieb:Kennen sich diese Personen und was haben sie selbst allenfalls über die jeweils anderen ausgesagt?
Das ist auch eine Frage die ich mir schon länger stelle. Im Podcast wird bspw. auch gesagt dass sich Sven und Christian, der mit Tanja vor Ort in der Pizzeria gewesen sein muss als sich Sven die Pizza abholte, höchst wahrscheinlich gekannt haben müssen. Ich kann mir hierbei nicht vorstellen dass dies nicht in Erfahrung gebracht wurde.

Die jungen Leute im Umkreis dürften sich alle irgendwie gekannt haben auch wenn sie nicht dem gleichen Freundeskreis angehört hatten.
Ich glaube nicht dass Katrin das einzige Bindeglied zwischen ihnen war.


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Wo ist Katrin Konert?

03.01.2026 um 00:46
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Das verhält sich nach meinem Dafürhalten bei Ralf etwas anders. Unabhängig von den Witterungsverhältnissen befindet er sich auf normaler Fahrt, möglicherweise auf dem Heimweg und will hierbei Katrin auf Höhe des Hotels Nigel und somit von hinten gesehen haben. Bei Dunkelheit und aus einem fahrendem Pkw wäre dies schon beachtlich, eine Bekannte zu erkennen und gleich als Katrin zu identifizieren.
Ich danke Dir herzlich für Deinen Beitrag. Bisher ging ich davon aus, dass Katrin auf der Kirchenseite (linke Seite der Breiten Straße) bis zum Kreuzungsbereich unterwegs war und dass das Gespräch mit dem damals noch „Neuen Zeugen II“ dort stattfand – je nachdem, wo Katrin die Straße überquerte. Als dieser „Neue Zeuge II“ nun den Namen "Ralf" erhielt und das „Hotel Nigel“ genannt wurde, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, hatte ich automatisch die Szene vor Augen, in der Katrin den Zebrastreifen kurz nach der Kirche überquerte, Ralf deshalb anhalten musste, sie erkannte, stehenblieb und sie ansprach.

Dies wurde jedoch nie so geschildert und hatte mir den Blick auf Deine vielleicht simpel erscheinende, aber ausgezeichnete Beobachtung und Interpretation verstellt.

Deine Variante mit dem Vorbeifahren und anschließendem Ansprechen in der Neuen Straße erscheint mir sehr schlüssig und könnte nachfolgende Aussagen und Begebenheiten plausibler erklären.

Gerade auch hinsichtlich der kürzlich diskutierten Einschätzung und Überlegungen.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich halte es nicht mal für ausgeschlossen, dass er sogar den Kontakt zwischen Katrin und Martin mitbekommen hat und erst im Anschluss, an gleicher Stelle, die Konversation mit ihr suchte.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Sollte das Gespräch mit Ralf tatsächlich in der Neuen Straße nach Martins Begegnung stattgefunden haben, wäre Ralf die letzte bekannte Kontaktperson.
Der überschaubare Ort und das extrem enge Zeitfenster (vermutlich unter 30 Minuten) rücken ihn somit zwangsläufig in den Mittelpunkt und machen ihn zur zentralen Figur.
Auf der Suche nach dem „entscheidenden Puzzleteil“ erscheint mir das Wissen um Katrins konkrete Suche nach einer Mitfahrgelegenheit, die du ansprichst, auch sehr plausibel.

In dem von dir beschriebenen Szenario könnte es auch so gewesen sein, dass er beobachtet hat, wie sie mit Martin sprach, und sich daraus für ihn eine Gelegenheit ergeben haben könnte, sie anzusprechen. Ebenso denkbar wäre, dass das Anbieten der Mitfahrgelegenheit zunächst tatsächlich harmlos war, sie diese annahm und es erst in der Folge zu einer eskalierenden, ursprünglich nicht geplanten, Tat kam.

Dabei möchte ich ausdrücklich betonen: Es handelt sich hierbei um Überlegungen zu einer reinen Hypothese, ohne jede Unterstellung einer Täterschaft.


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