@Triquetrum -
Beitrag von Triquetrum (Seite 621)Hier noch nachträgliche Überlegungen zu Deinen Ausführungen zum Wissen um die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit bzw. dem „fehlenden Puzzleteil“:
Geht man davon aus, dass Ralf bereits im Vorfeld von Katrins Suche wusste oder davon Kenntnis erlangt haben könnte und demnach an diesem Abend gezielt nach ihr Ausschau hielt, impliziert dies zwangsläufig ein bewusstes Handeln und schließt eine rein zufällige Begegnung zumindest teilweise aus. Damit würde man – unabhängig von einer etwaigen späteren Tatentwicklung – zugleich annehmen, dass das Geschehen nicht vollständig spontan entstanden ist.
Eine solche Annahme setzt deutlich mehr voraus, als bislang belegt oder bekannt ist, und lässt sich daher derzeit nicht belastbar untermauern.
Nachtrag / Ergänzung zu:
2cent schrieb:In dem von dir beschriebenen Szenario könnte es auch so gewesen sein, dass er beobachtet hat, wie sie mit Martin sprach, und sich daraus für ihn eine Gelegenheit ergeben haben könnte, sie anzusprechen. Ebenso denkbar wäre, dass das Anbieten der Mitfahrgelegenheit zunächst tatsächlich harmlos war, sie diese annahm und es erst in der Folge zu einer eskalierenden, ursprünglich nicht geplanten Tat kam.
Ich halte dies für möglich, allerdings nur unter der Prämisse, dass Katrin keine andere Mitfahrgelegenheit ausgemacht hatte – was ich, wie bereits ausgeführt, eher nicht annehme – oder wenn diese so verspätet kam, dass sie sich spontan für die „schnellere bzw. vermeintlich sicherere“ Option entschieden hätte. Alternativ, wenn sie mit dem Bus fahren wollte, dieser ihrer Annahme nach um kurz nach 19 Uhr hätte kommen sollen, aber soweit bislang bekannt deutlich verspätet war. Andernfalls erscheint ihr „zielstrebiges Weggehen“ kurz nach dem Anruf bei Sven für mich kaum plausibel.