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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.691 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 13:54
Zitat von BlackFlameBlackFlame schrieb:Man "tötet" ein frühes Leben
Meiner Meinung nach toetet man ueberhaupt kein Leben, weil einfach noch nichts existiert, was lebt!

Ich zitiere mal die Definition von Leben:
Leben und im engeren Sinne Lebewesen reichen über die Welt des toten Stoffes hauptsächlich dadurch hinaus, dass sie sich fortzupflanzen vermögen (in einer Entwicklung, die mehr heraufführt als bloße Kopien), dass sie sich selbst organisieren, dass sie einen Stoffwechsel besitzen und dass sie Gebilde ausmachen, die als ein System nach außen abgeschlossen sind.[
Nichts davon trifft fuer einen Embryo, der abgetrieben wird, zu.

@halfy
Was mich ausserdem interessiert: wie stehst Du zu kuenstlicher Befruchtung?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:00
@Alarmi

Angeblich ist ja - nach christlicher Auffassung - Gott bei jedem Zeugungsakt dabei ;) , also auch dabei! Meine Eltern haben mir aber geschworen, daß sie alleine waren, als sie mich gezeugt haben - auf ganz normalem Wege :D .


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:00
@Alarmi
Es war auch als einleitendes Zitat und nicht als persönliche Aussage gemeint.
Ich sehe einen Embryo auch nicht als vollwertiges Lebewesen an, auch wenn mir jetzt wieder dutzende Moralapostel den Kopf abbeißen wollen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:01
Interessanterweise sind die "harten" Meinungen hauptsächlich von Männern, die ja eigentlich
nicht die direkt Betroffenen sind, also die Kinder nicht bekommen und in erster Linie dafür verantwortlich sein werden.

Ich habe auch schon in einem anderen Forum darüber gelesen, dass es auch Meinungen dazu gibt, dass auch bei einer Vergewaltigung das Kind auf die Welt kommen muss, das stimmt mich sehr nachdenklich, weil dies für mich wie eine "gesetzlich verordnete Körperverletzung an der frau" wäre. Nicht genug dass ihr ein Unrecht widerfahren wäre, nein, nun soll sie auch noch die Folgen tragen müssen, auch wenn dies vielleicht in keiner Weise in ihrer Lebensplanung vorgesehen war.

Warum sollte sie ihre Lebensplanung über den Haufen werfen müssen, nur weil ein "geiler gestörter Sack (sorry für den Ausdruck) seinen Trieb an ihr auslebt, ohne an irgendwelche Folgen zu denken?

Heutzutage hat das klassische Rrollenbild, Mutter sorgt fürs Kind, Vater schafft das Geld ran, zwar an Bedeutung verloren, nichtsdestotrotz ist noch vieles davon geblieben.
Die Männer verdienen nunmal im schnitt immer noch mehr als die Frauen, was im Falle eines Kindes die Frage, wer daheim bleibt ziemlich schnell beantwortet. Die befristete Vaterkarenz in allen Ehren, aber die Realität lässt dies meistens nur bedingt zu, man möchte ja auch von was vernünftig leben. Somit kann man vielleicht verstehen, dass viele Frauen aus Angst vor finanziellen Problemen
den schritt Abtreibung ins Auge fassen, insbesondere bei instabilen Beziehungen, wo man mit dem "Verlust" des Partners rechnet, sobald sich ein Kind ankündigt.

Unsere Gesellschaft wird zwar angeblich immer offener, auch was Sexualität betrifft, aber im selben Zuge werden Themen wie Aufklärung immer mehr zu "ungeliebten" Aufgaben, die von der Schule zu den Eltern abgeschoben werden. Egal wer es dann macht, meist setzt es leider zu spät an, denn zu denken "naja, mit 15 od. 16 wirds dann mal soweit sein" ist heute leider sinnfrei, in dem Alter haben viele schon mehr Erfahrung mit sex als mit dem Beruf oder anderen Themen.

Soll heißen, Sex ist heute schon so etwas wie ein "must have" bei Jugendlichen. Hast du keinen bist du nicht cool oder ein Spätzünder. Also werfen sich viele einfach in das vermeintlich coole Abenteuer Sex, ohne es überhaupt selbst zu wollen, geschweige denn sich genug Gedanken über Verhütung, Folgen oder Verantwortung zu machen.
Nicht der Sex als etwas schlechtes darstellen, sondern die Aufklärung und das Auseinandersetzen mit dem Thema sollte enttabuisiert und so früh wie möglich stattfinden.

Die Menschen haben sich physisch in den letzten Jahrzehnten verändert, sexuelle Reife mit all ihren Attributen setzt immer früher ein, aber die gesellschaftlichen Maßstäbe halten da einfach nicht mit, denn dort ist man offiziell unter 16 jahren noch immer ein unmündiges Wesen, welches auch keinerlei Sexualität besitzen sollte, leider geht dies an der Realität vorbei.
Man wird diese Tendenz nicht dadurch eindämmen oder verhindern können, indem man Gesetze dagegen macht. Man wird sich der heutigen Realität anpassen und Richtlinien und Grenzen neu definieren müssen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:05
Zitat von ThalassaThalassa schrieb:Angeblich ist ja - nach christlicher Auffassung - Gott bei jedem Zeugungsakt dabei , also auch dabei!
Dann waere aber zu beachten, dass bei jeder In-Vitro-Befruchtung weit mehr Embryonen entstehen als die, die der Frau dann letzten Endes eingepflanzt werden. Und wo landet der Rest? IM SONDERMUELL! Jeder Abtreibungsgegner muesste dann also genauso gegen kuenstliche Befruchtung sein!
Zitat von BlackFlameBlackFlame schrieb:Es war auch als einleitendes Zitat und nicht als persönliche Aussage gemeint.
Habe ich auch nicht angenommen, ich wollte es nur nochmal aufgreifen und meinen Senf dazugeben! :)
Zitat von Luma30Luma30 schrieb:Interessanterweise sind die "harten" Meinungen hauptsächlich von Männern, die ja eigentlich
nicht die direkt Betroffenen sind, also die Kinder nicht bekommen und in erster Linie dafür verantwortlich sein werden.
Ein wahres Wort!!!


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:05
Männer haben in der Abtreibungsfrage eigentlich die Klappe zu halten.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:09
Zitat von Luma30Luma30 schrieb:Die Menschen haben sich physisch in den letzten Jahrzehnten verändert, sexuelle Reife mit all ihren Attributen setzt immer früher ein, aber die gesellschaftlichen Maßstäbe halten da einfach nicht mit, denn dort ist man offiziell unter 16 jahren noch immer ein unmündiges Wesen, welches auch keinerlei Sexualität besitzen sollte, leider geht dies an der Realität vorbei.
Man wird diese Tendenz nicht dadurch eindämmen oder verhindern können, indem man Gesetze dagegen macht. Man wird sich der heutigen Realität anpassen und Richtlinien und Grenzen neu definieren müssen.
Rein neurobiologisch könnten Kinder eigentlich schon mit 6-7 Jahren geschlechtsreif sein, was sich aber evolutionär bedingt nach hinten geschoben hat und jetzt eben wieder etwas nach vorn schiebt.
Grundsätzlich also kein unnatürlicher Prozess, wenn die Gesellschaft bei dieser Entwicklung hinterher kommt.

Dies alles beißt sich im christianisierten Mitteleuropa ganz böse mit der erzkonservation Vorstellung von der ehelichen Entjungferung.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:11
Zitat von DoorsDoors schrieb:Männer haben in der Abtreibungsfrage eigentlich die Klappe zu halten.
Dann sind sie keine Männer, sondern Frauenversteher,
und haben vor allem mal ihre Hose zuzuhalten.

Naja, kommen ausser bei prekären Restposten mit solchen Ideen glücklicherweise eh nicht zum Zuge. Allerdings wird da dann wohl auch am häufigsten abgetrieben.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:13
@Chefdecuisine

Der Eingriff der Abtreibung wird bekanntlich nicht im Körper des Mannes vorgenommen. Er trägt keinerlei Risiko. Vom sich'ren Port lässt's sich gemächlich raten.


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22.12.2011 um 14:15
@Doors
Ein Mann der wirklich liebt, leidet mit. Das wirst Du doch zugestehn, oder ?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:15
@Alarmi

Künstliche Befruchtung finde ich ok, da man kinderlosen paaren da ein kind ermöglicht. Ich finde es auch in Ordnung, wenn es irgendwann die Möglichkeit gibt das Bewußtsein in ein künstliches Gehirn zu übertragen! Fortschritt muss sein, aber mit vernunft!


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:17
@halfy
Du weisst aber schon, dass bei der kuenstlichen Befruchtung befruchtete Eizellen - also Embryonen! - in die Muelltonne geworfen werden, oder?

Abgesehen davon gibt es fuer die ganzen Kinderlosen Paare doch die Kinder, die nicht abgetrieben wurden und die keiner wollte! Wieso sollten die denn selbst eins kriegen?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:19
@Doors

Im Körper seiner Gefährtin, am Körper der von ihm gezeugten Nachkommenschaft, im Körper seiner Mitmenschen, und ausnahmslos in den Körpern der Töchter von Männern.

Und so ganz nebenbei in einem sozialen und demokratischen Rahmen, dessen Gestaltung noch von allen Menschen mitbestimmt wird, und zwar im allgemeinen Interesse nach Regeln auf die wir uns alle verständigen. Wenn Frau nicht damit klarkommt, kann sie ja auswandern, und die Frauenversteher gleich mitnehmen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:20
@Alarmi
Zitat von AlarmiAlarmi schrieb:Wieso sollten die denn selbst eins kriegen?
Eben! Wenn die Natur oder der liebe Gott oder wer auch immer sagt: Neeeeee, du kriegst kein Kind! ;)


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:29
Warum verspüren Menschen eigentlich immer den Drang sich in Privatangelegenheiten von Fremden einmischen zu wollen.
Die Technologie existiert, da kann der liebe Gott mit seiner Gebotstafel auf- und niederspringen.
Warum diese Möglichkeit der ganzen Welt verbieten, weil es nicht in das Moralapostel-Weltbild passt?
Wenn es jemand als Mord auffasst, ja mein Gott, wer zwingt einen denn dann auf so etwas zurückgreifen zu müssen?


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:32
@BlackFlame
Also mit der Argumentation kann man ja gleich Alles legalisieren. Mord, Diebstahl, Drogenhandel... muss man ja selber nicht machen, also warum der Welt verbieten?


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22.12.2011 um 14:35
@maroni
Hier geht es aber nicht um eine Straftat, sondern um einen Eingriff in den eigenen Körper.
Wieso sollte man generell verbieten ein ungeborenes Kind abzutreiben?
Was spricht denn nun eindeutig dagegen? - Mord wurde ja schon per Definition ausgeschlossen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:35
Zitat von BlackFlameBlackFlame schrieb:Warum verspüren Menschen eigentlich immer den Drang sich in Privatangelegenheiten von Fremden einmischen zu wollen.
Das frage ich mich in diesem Thread schon seit ich hier mitschreibe ... User wie @halfy tun so, als würden alle Frauen dazu gezwungen werden, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wollen ihnen aber gleichzeitig aufzwingen, jedes Kind auszutragen ... komische Welt :( .


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:40
Zitat von ThalassaThalassa schrieb: User wie @ halfy tun so, als würden alle Frauen dazu gezwungen werden, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wollen ihnen aber gleichzeitig aufzwingen, jedes Kind auszutragen ... komische Welt
Schwangerschaftsabbrüche oder das zurücklassen des Kindes direkt nach der Geburt ist doch keine Erfindung der Neuzeit.
Warum jetzt, ausgerechnet jetzt gesetzlich verbieten, wo es nun endlich auch medizinisch ausgereifte Methoden gibt?
Ich versteh es nicht.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

22.12.2011 um 14:43
@BlackFlame
Naja, aber du hast ja von den Leuten gesprochen, die Abtreibung als Mord sehen. Und das "Wenn es jemand als Mord auffasst, ja mein Gott, wer zwingt einen denn dann auf so etwas zurückgreifen zu müssen?" ist halt einfach ein komisches Argument.
Also Abtreibungsgegnern zu sagen, sie sollten "Mord" akzeptieren, weil sie es selber eh nicht machen müssen... das wird ihre Meinung wohl nicht ändern. :D


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