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Die Diktatur des Fleisches

91 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Mensch, Seele, Ich, Person, Fleich

Die Diktatur des Fleisches

14.08.2014 um 22:54
@Peisithanatos
Peisithanatos schrieb:Allem Leben wohnt der Drang zur ungehemmten Expansion inne. Alle Organismen sind so programmiert, dass sie sich bei passenden Rahmenbedingungen und wenn keine äusseren regulierenden Faktoren (Fressfeinde etc..) vorhanden sind, ungehemmt vermehren, bis sie ihre eigene Lebensgrundlage vernichtet haben.
Wenn man sich nur auf die westliche gefrässige Welt bezieht , mag das schon stimmen.
Es gibt aber noch ein paar andere Lebenswege..Beispielsweise zerstören die Tuareg die Natur nicht annähernd in unserem Maße.. die Aboriginies zementieren auch nich das Outback und in der Mongolei frisst oder säuft man sich auch (noch?) nicht zu Tode.

Was du ansprichst gilt erstmal nur für unser System.


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RoseHunter
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Die Diktatur des Fleisches

14.08.2014 um 22:57
@Peisithanatos

Da steckt zu viel Biologismus drin.


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Die Diktatur des Fleisches

14.08.2014 um 23:28
@Piorama
Piorama schrieb:Es gibt aber noch ein paar andere Lebenswege..Beispielsweise zerstören die Tuareg die Natur nicht annähernd in unserem Maße.. die Aboriginies zementieren auch nich das Outback und in der Mongolei frisst oder säuft man sich auch (noch?) nicht zu Tode.
Richtig, aber diese eher punktuellen Phänomene sind nicht repräsentativ für den Gesamtorganismus Menschheit. Ideologien und kulturelle Gegebenheiten formen unser Verhalten und unsere Psyche, können aber Mechanismen, die sich im Laufe der Evolution über Jahrmillionen herausgebildet haben nicht von Heute auf Morgen auf den Kopf stellen.

@RoseHunter
RoseHunter schrieb:Da steckt zu viel Biologismus drin.
Ich gebe dir Recht, das Erklärungsmodell ist teilweise zu reduktionistisch, der Mensch ist auch ein kulturelles Wesen und hinter seinem Verhalten stecken auch Ideologien und gesellschaftliche Imperative.
Fazit: Man sollte es differenzierter betrachten - darum werde ich mich beim nächsten Mal bemühen.


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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 00:09
@Peisithanatos
Peisithanatos schrieb:Richtig, aber diese eher punktuellen Phänomene sind nicht repräsentativ für den Gesamtorganismus Menschheit.
Mmmhhh... Ja sicher - rein rational betrachtet.
Nur sind die seltenen punktuellen Phänomene des Lebens sehr ausschlaggebend für das einzelne
oder meinetwegen auch für das kollektive Leben. Sonst gäbe es ja gar keine bewegung mehr..

Für die Gemeinschaft bin ich bspw. recht unwichtig,
aber für einzelne Menschen bin ich wohl ein "punktuelles Phänomen"

Darauf muss ich mich auch konzentrieren, sonst versinke ich in der Gesellschafsgrütze


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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 00:35
@Piorama
Piorama schrieb:Nur sind die seltenen punktuellen Phänomene des Lebens sehr ausschlaggebend für das einzelne oder meinetwegen auch für das kollektive Leben.
Wie man sieht, haben sie aber keinen großen Einfluss darauf wie sich die Menschheit als Kollektiv entwickelt. Das Leben ist nunmal eine Droge, die Mehrheit verhält sich dazu wie ein Junkie und das "Reptiliengehirn" setzt sich am Ende gegen die Vernunft durch, wie man so schön am Zustand unserer Welt sieht. Technik und Wissenschaft sind nur Katalysatoren, die den Prozess der Selbstzerstörung beschleunigen... primitive Kulturen sind dagegen nicht gefeit, auch bei ihnen wäre es nur eine Frage der Zeit. Man muss nur an die Rapa Nui auf den Osterinseln denken... hätten sie die ganze Welt bewohnt, hätte dasselbe Spielchen wohl etwas länger gedauert, mit dem selben Resultat.
Für die Gemeinschaft bin ich bspw. recht unwichtig,
aber für einzelne Menschen bin ich ein wohl ein "punktuelles Phänomen"

Darauf muss ich mich auch konzentrieren, sonst versinkt ich in der Gesellschafsgrütze
Das ist ja auch gut so, man kann auch gegen den Strom schwimmen... oder man steht am Ufer und grinst, das hat auch seinen Charme. :D


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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 01:03
@Peisithanatos
Peisithanatos schrieb:Wie man sieht, haben sie aber keinen großen Einfluss darauf wie sich die Menschheit als Kollektiv entwickelt. Das Leben ist nunmal eine Droge, die Mehrheit verhält sich dazu wie ein Junkie
Die meisten Leute haben doch überhaupt kein richtiges Leben mehr.
Ist doch eher stressiges Funktionieren zwischen Arbeit, Freunden, Kommerz und Co.
Deswegen auch dieses Junkie-Verhalten...man sucht eben krampfhaft nach mehr und wird nicht satt.

Wenn man genug Ruhe im Leben findet ist man irgendwann wirklich gesättigt und erwartet
nicht mehr viel.
Unsere Zeit ist schon (ja- wie viele andere Zeiten auch) zu schnell ....zu krank


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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 10:02
@Piorama
Piorama schrieb:Die meisten Leute haben doch überhaupt kein richtiges Leben mehr.
Ist doch eher stressiges Funktionieren zwischen Arbeit, Freunden, Kommerz und Co.
Deswegen auch dieses Junkie-Verhalten...man sucht eben krampfhaft nach mehr und wird nicht satt.
Richtig, ich finde, dass ein karges beschauliches Leben erfüllender sein kann, als ein Leben, in einer hektischen, schnelllebigen Gesellschaft, wo ein zunehmendes Sinnvakuum durch Konsum und dem Run von einem Event zum nächsten aufgefüllt wird. Man ist so abgesichert wie nie zuvor, aber man ist auch so unsicher und unzufrieden wie nie zuvor.
Man hat heute in unserer pluralistischen Gesellschaft, die Qual der Wahl und eine nach aussen hin scheinbar unbegrenzte Freiheit, das zu tun und lassen, was man will, ob man nun Briefmarken, Autos oder Frauen/Männer sammelt, auf den Mount Everest steigt oder sich zu Tode säuft, aber die gefühlte Freiheit ist oft gleich Null.
Phänomene wie Kultur, Tradition, Religion, Rituale, welche Gesellschaften stabilisieren, die Identität und Sinn stiften erodieren zunehmend in unserer globalisierten Welt. Das wäre an für sich nicht so schlimm und ist teilweise sogar zu begrüßen, wenn das entstehende Vakuum sinnvoll gefüllt würde.
Aber so werden Selbstendfremdungsprozesse auf allen Ebenen begünstigt - nehmen wir nur einmal die Arbeit.
Wenn ich als Schreiner einen Tisch bau, der über mehrere Generationen bei meinem Nachbarn steht, dann ist das ein ganz anderer Bezug zu meiner Tätigkeit als am Fließband zu stehn und irgendeine abstrakte Komponente für ein Produkt zu fertigen, das ich viell. nie zu Gesicht bekommen werden, das mich nichts angeht, weil es viell. in irgend ein fernes Land exportiert wird - Produkte und Menschen ohne Seele, die sich nicht mehr voneinander unterscheiden. Es ist heute alles austauschbar, seelenlos, ohne Individualität, alles wird weltweit normiert, nivilliert und eingeebnet.

Ich habe ein Faible für weite, unberührte Landschaften und für die Oberfläche leerer, wüster, bizarrer Planeten, denn egal, wo ich mich heute hinflüchte, es ist alles zivilisationsverseucht. Es gibt kein Exil mehr für den zivilisationskranken Menschen, ausser Phantasie oder Suizid.


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Chefheizer
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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 12:23
wie mächtig ist das fleisch ?
Unsere Hauptaufgabe im Leben ist unser Körper, denn er ist unser Vehikel.


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Die Diktatur des Fleisches

15.08.2014 um 15:55
ich denk mir die macht unseres körpers über uns zu erkennen , eröffnet völlig neue Möglichkeiten

man kann sich dann fragen ... was tut meinem körper gut ? - wo fühlt er sich wohl ? - wie reagiert er auf die dinge ?

man kann ein wenig nachforschen ... auf was ist der körper ausgelegt ? was kann ich ihm zumuten ? - was ist natürlich ?

man kann sich herrlich spielen ... an orte gehen die archaisch für en körper gemacht sind ... körperbewusst essen ... auf seinen körper hören - in allen lebenslagen

wir sind unser körper .... und unser körper ist mensch ... körperbewusst leben , heisst mensch sein


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Die Diktatur des Fleisches

16.08.2014 um 16:35
@Peisithanatos
Besser kann man es nicht zusammen fassen. Kann dem eigentlich nur zustimmen.
Nur zu dieser Aussage
Peisithanatos schrieb:Es ist heute alles austauschbar, seelenlos, ohne Individualität, alles wird weltweit normiert, nivilliert und eingeebnet.
fällt mir dann doch noch was ein.
Da sich der Großteil der westlichen Bevölkerung lebenslang mittel Arbeits- und/oder Entertainmentproramm
emotional wegbeamt,
entsteht da eine ganz miese Grundstimmung- oder besser gesagt- die Mehrheit kreiert eine dumpfe Reallität , die man einfach spürt.
Selbst wenn man sich dem grußligen Spektakel weitestgehend enzieht, sind die eigene Aussagen doch
stark eingefärbt.
Vielleicht gibt oder gab es auch gute Zeiten...


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petronius
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Die Diktatur des Fleisches

18.08.2014 um 00:01
Die Diktatur des Fleisches wird nur jener anklagen den es an der Auslebung der Fleischeslust mangelt.
Dieses Manko sollte keines sein hat man je Dumas gelesen.
---
Die Wahrheit ist....daß wir alle hier Torsen sind,Torsen mit zerstörten Gesichtern.
Wir können nicht verbal kommunizieren,wir können nicht hören,wir können nicht sprechen,wir können nicht laufen,wir können nicht greifen alles was uns bleibt ist die Haut.
Wir gehen nicht,wir kommen nicht,wir sind stationär.
Dahin sind wir gekommen,dahin haben wir uns bringen lassen.
Und alle beten das es so bleiben möge aus Angst vor der Angst vor dem vergessenem Unbekannten.
Eher erklärt mir ein Blinder die Farbe ROT als ein Mensch die Menschlichkeit!


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