Skepsi schrieb am 24.09.2026:Mir geht es um eine meiner Definition von Liebe nach nicht existierende Gleichzeitigkeit von Liebe und Wut/Hass. Dabei definiere ich Liebe als Erkennen außerhalb von mir selbst, und Hass in der Zentrierung von etwas das innerhalb meiner selbst liegt.
Weis nicht. Über deine Definition müsste ich wahrscheinlich länger nachdenken. Es gibt auf jedenfall Menschen, die ich liebe und hasse zur selben Zeit,–oder es ist mir zumindest bewusst, dass diese Gefühle zu dieser Person in mir sind.
Ich glaube ich verstehe dich in soweit, also, dass man sich sozusagen nur auf eine Art dieser Gefühle,–also jetzt gerade aktiv–, einlassen kann.
Mit nach innen und nach außen, –dass beschreibt es irgendwie gut.
Da wollte ich garnix gegen argumentieren.
Dieses Pendel kann halt jederzeit umschlagen.
Ich denke, dass steigender Stress begünstigt,
in alltäglichen sozialen Situationen,
schneller zu Hasshandlungen zu neigen,
weil die Objektivität durch unkomplexe, eher unsortierter und ungewollter Gedanken belastet ist.
Der Wunsch eine gewisse Kontrolle wiederherzustellen, aus Angst diese zu verlieren, kann mit steigendem Stress auch die Wahrscheinlichkeit von gewalttätigen Verteidigungsgedanken hervorrufen.
Solche gewalttätigen Handlungen kann man sicher oft als Hass bezeichnen.
So habe ich das einige Jahre bei mir erkennen müssen.
—..erkenne es noch und versuche es weiterhin irgendwie in der Struktur des sozialen Miteinanders zu verbessern, indem ich nach neuen Perspektiven suche.
Die findet man im direkten Austausch mit jedem Menschen.
Ich weis auch aus eigener Erfahrung, dass man die hinter einem Bildschirm, TV, Händi, was auch immer, nicht ausreichend finden kann.
Dafür muss man unter Menschen gehen, egal welche.
Man kann sich Jahrelang zurück ziehen, sich esoterisch in geistige traumwelten erdenken, und glauben man wäre 'wer weis was auserwähltes'.
Das ist möglich, wenn man einfach einen Teil von sich ignorieren kann, weil man das Leben und andere Menschen ignoriert.
Der ganze Alltag, -jede Handlung im Kopf, entsteht irgendwie auf dieser Waage im Denken und Fühlen.
Ist das Gleichgewicht von verschiedenen Dingen händelbar,
wozu maßgeblich der Stress gehört (mMn.),
läßt sich ein soziales Verhalten gut umsetzen.
Vielleicht ist dieses Abwägen von Liebe- und Hassgedanken wie ein Muskel, den man trainieren muss um damit besser umgehen zu können. Wie gesagt, ich denke, dass geht nur im direkten Kontakt unter Menschen, auch wenn's manchmal vielleicht schwer fällt.