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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.049 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:26
Zitat von TrapperTrapper schrieb:Die Misshandlung findet natürlich statt, wenn man zumutbare Arbeit ablehnt und die Leistung deshalb gekürzt wird
Ich bin der Meinung dass die Leute froh sein sollten, dass sie Geld bekommen und sich auch noch andere um die Arbeitssuche bemühen.

MMn sollte es so sein.
Wer gearbeitet hat, hat Anspruch auf Geld (wenn er weiter arbeit sucht).
Wer sich nachweislich bewirbt und Fördermaßnahmen des Amtes annimt hat Anspruch.
Wer arbeitswillig ist aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht kann, hat Anspruch.
Wer sich Fortbilden will hat Anspruch auf Geld (und evtl auch Unterstützung)

Wer sich nicht ausreichend bemüht wird schrittweise bis auf 0 gekürzt.

Wer nicht Arbeiten oder sich Fortbilden will, sollte nix bekommen.

@Trapper
Und vergiss nicht die bösen Arbeiter, die den Klassendrift antreiben.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:27
ich diskutiere hier in diesem thread nicht weiter ,weil es nicht wert ist.

trotzdem ,danke fur eure antworten .


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:28
Zitat von kurdistan8kurdistan8 schrieb:ich diskutiere hier in diesem thread nicht weiter ,weil es nicht wert ist.
Die weiße Flagge der Argumentlosen.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:29
wenn du so siehst.ok .alles klar.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:31
@Fennek
ich tippe eher auf beleidigt wegen meines "quasi-rassistischen" spruchs weiter oben.

aber nur mal so am rande:
ich kenne leute (die ganz sicher keine rassisten sind), die die meinung vertreten, dass wer keinen deutschen pass hat und hier in deutschland noch nie gearbeitet hat auch kein recht hat, sozialgelder (also alg2/hartzIV) zu kassieren sondern in sein heimatland abgeschoben werden sollte.
je öfter ich mir das anhöre, desto eher stimme ich dem zu (natürlich abgesehen von leuten, die tatsächlich in ihrem heimatland verfolgt werden).
ansonsten seh ich das wie @Fennek.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:32
@kurdistan8
ich finde du bist uns noch die erklärung schuldig, in wie fern in deutschland leute von der ARGE misshandelt werden.
das ist 'ne ganz schön heftige anschuldigung, die kannst du nicht so einfach stehen lassen!


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 16:44
@wobel
Zitat von wobelwobel schrieb:in wie fern in deutschland leute von der ARGE misshandelt werden.
na moment......ein Euro-Jobs und das Abschieben in Leiharbeitsfirmen empfinde ich im übertragenen Sinn als Misshandlung!


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 19:11
Also Misshandlung finde ich jetzt auch ein ziemlich übertriebener Begriff.

Misshandlung bedeutet für mich, dass einer Person gegenüber Gewalt angewendet wird, und das wird beim Arbeitsamt defintiv nicht!

Die machen das anders.... zum Beispiel in Form von "Liebesbriefen", wie ich sie gerne nenne. Das sind im Prinzip Formbriefe, in denen immer das Gleiche drinsteht, egal wer der Empfänger ist.

Da gibt man schön brav seine Gehaltsbescheinigungen ab, weil man ja was dazuverdient und das ehrlicherweise angibt, und weil man sich sicher ist, dass man über den erlaubten 100 Euro (und ja bei mir sind es 100 Euro, zumindest bisher gewesen) ist.
Dann bekommt man einen vorgefertigten Brief, in dem es so rüber kommt, dass man wissentlich versucht hätte, sich einen nicht erlaubten Zuverdienst einzuheimsen. Formulierungen wie "Sie hätten wissen müssen", und "Sie haben gewusst" sind da Gang und Gäbe, und geben einem das Gefühl, ein furchtbarer Hartz 4-Verbrecher zu sein.

Man muss sich da echt bewusst machen, dass es nur ein vorgefertigter Formbrief ist, sonst fühlt man sich mal wieder in einen Topf mit den "echten" Schmarotzern geworfen.

Und das ist meiner Meinung nach die sog. "Misshandlung": Für das Arbeitsamt bist du im Prinzip genau wie alle anderen: Ein Alkoholiker, der Kinder in die Welt setzt und ordentlich beim Staat kassieren will.
Ja, es gibt solche Kandiaten, aber eben nicht nur. Nur manchmal wird mir auf dem Amt das Gefühl gegeben, dass ich in eben diesen Topf geworfen werde (weil es eben so viele Hartz4-Empfänger gibt, sieht man nicht mehr den einzenen, der, wie in meinem Fall sich noch einen Minijob als Zuverdienst gesucht hat, und das längerfristige Ziel in Frankreich hat, und da eben gerne Unterstützung beim Erlernen der Sprache gehabt hätte, weil eben ne Perspektive da ist - was bei vielen aus welchen Gründen auch immer nicht der Fall ist)

Die hier genannte "Misshandlung" läuft meiner Meinung nach eher psychologisch ab, doch auch hier kommt es drauf an, was man als Einzelner draus macht: Nutze ich es als "Sprungbrett", aus dieser misslichen Lage wieder herauszukommen, arrangiere ich mich, weil ich ein längerfristiges Ziel im Auge habe, wo ich auf dem Weg dahin einfach die Unterstützung dieses Amtes brauche und nehme es daher nicht so persönlich, oder setze ich mich hin, und meckere über über das ach so schreckliche Arbeitsamt.

Ich bin kein Fan von dieser Einrichtung, aber ich sage, die machen auch nur ihren Job... die einen besser die anderen weniger.

Und was mein Fall mit dem Sprachkurs angeht: Mittlerweile will ich einfach nur noch Informationen, weil nicht verstehe, warum es hier geht, und da wieder nicht.

Auf die Frage
Zitat von TrapperTrapper schrieb:Inwiefern hilft man? Vermittelt man, oder finanziert man denen eine Ausbildung im Ausland, bzw um im Ausland zu arbeiten?
Gegen Vermittlung spricht doch auch nichts, da allen Parteien damit geholfen ist und keine großartige finanzierung von nöten ist.
kann ich die Seite der ZAV empfehlen

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/

Hier findet man verschiedene Möglichkeiten wie man - auch mit Hilfe der ZAV - Fuß im Ausland fassen kann.
Es werden auch Sprachaufenthalte und Praktikas (Leonario-Da-Vinici-Programm zum Beispiel) angeboten... ich hab mich da mal schlau gemacht, aber entweder es gibt was Entsprechendes für Französisch nicht, oder mir fehlen gewisse Vorraussetzungen.

Aber das tut jetzt nichts zur Sache, ich denke, die Seite der ZAV kann die oben genannte Frage recht gut beantworten.

Ich muss halt für mich noch nen Weg finden, egal ich den nun alleine gehen muss, oder obs ne Möglichkeit der Unterstützung gibt... ich weiss es noch nicht, aber ich bin neugierig genug ^^


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 19:29
@Fennek
Zitat von FennekFennek schrieb:MMn sollte es so sein.
Wer gearbeitet hat, hat Anspruch auf Geld (wenn er weiter arbeit sucht).
Wer sich nachweislich bewirbt und Fördermaßnahmen des Amtes annimt hat Anspruch.
Wer arbeitswillig ist aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht kann, hat Anspruch.
Wer sich Fortbilden will hat Anspruch auf Geld (und evtl auch Unterstützung)

Wer sich nicht ausreichend bemüht wird schrittweise bis auf 0 gekürzt.

Wer nicht Arbeiten oder sich Fortbilden will, sollte nix bekommen.
Genau !! Und all diese asozialen faulen Schmarotzer treiben wir zum Schluß in einen Raum und
drehen den Hahn auf.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 20:36
@Fennek
Zitat von FennekFennek schrieb:Und vergiss nicht die bösen Arbeiter, die den Klassendrift antreiben.
Was???


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 21:13
@Ayanna
und wie wär's damit einfach 'ne ausbildung zu machen?
bzw. hast du meine frage bezüglich erfahrung im kaufmännischen bereich gelesen? da geht was, das weiss ich.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 21:22
@wobel
Hm... habe ich oft dran gedacht, aber ich bin nicht mehr so jung... deswegen will ich jetzt einfach mal richtig Fuß fassen (und wie gesagt, ich weiss genau, wo XDD)

Ich hab halt ziemlich lang im Einzelhandel (Supermarkt) gearbeitet, und eben ein Jahr lang im ... sagen wir "Souvenirverkauf", also auch Einzelhandel, in Disneyworld Florida...

Ich mein, wenn mans richtig anstellt, kann man sich auch ohne Ausbildung gut hocharbeiten... und da es eben aus diversen Gründen nie wirklich bei mir geklappt hat mit Ausbildung muss ich eben so das Beste aus meinem Leben machen.
Und das werde ich... wie gesagt, ich hab mein Ziel, und da komm ich auch hin - ob mit Hilfe vom Arbeitsamt oder ohne!

Übrigens meinte mein Vermitttler auch noch, dass man bei mir evtl. ne Umschulung zur Einzelhandelskauffrau machen könne.... also ne Umschulung bei jemanden ohne Ausbildung ginge wohl, aber ne Weiterbildung und damit ne Qualifzierung nicht?!?!?

Das ist das was ich partout nicht verstehe...


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 21:43
@Ayanna
kann ich irgendwie nicht so richtig glauben, schon weil ich selbst mal vom amt sowas finanziert gekriegt hab. drum fragte ich ja danach.
bei mir war's so, dass ich (mit abgeschlossenem brotlosem studium) jahrelange praxis im kaufmännischen bereich hatte und das auch nachweisen konnte, drum hat mir meine sachbearbeiterin bei der agentur für arbeit (NICHT die ARGE, ich war in alg1) vorgeschlagen, doch den abschluss als bürokauffrau nachzumachen.
ich musste dafür nur meine besagte praxis in diesem beruf nachweisen damit die IHK mich zur offizellen prüfung zulässt und bekam dann einen halbjährigen (eigentlich siebenmonatigen) halbtags-vorbereitungskurs für externe prüflinge von der AA bezahlt. die prüfung war dann die gleiche wir für die normalen azubis und fand auch mit diesen statt.
das war ziemlich ok, zwar teilweise auch ganz schön nervig weil man mir natürlich nicht mehr office erklären muss und ähnliches, natürlich bin ich auch schier eingepennt wenn's um prozentrechnen und ähnliches ging (hat mich aber erstaunt dass andere da so große probleme hatten, keine ahnung was die in ihrer praxis bisher gemacht haben, vielleicht wirklich nur am kopierer gestanden), dafür musste ich in buchhaltung teilweise ganz schön schwitzen weil ich's ja zuvor fast nur mit irgendwelchen progrämmchen (lexware etc.) gemacht hatte und jetzt plötzlich so richtig auf dem papier mit t-konten etc. ackern musste. auch personalwesen hat mir gewisse probleme bereitet, damit hatte ich zuvor nie zu tun gehabt.
aber wie gesagt, das war ziemlich ok, ich hab gemerkt dass ich lang aus der schule rausbin und es mit dem lernen nicht mehr ganz so easy geht wie früher, aber es war zu schaffen.

langer rede kurzer sinn:
vielleicht gibt's bei dir ja auch sowas in der art, eben z.b. den abschluss als einzelhandelskauffrau nachmachen. frag mal ganz konkret danach.

ansonsten bleibt dir natürlich noch direkt vor ort die ausbildung zu machen, dass du schon etwas älter bist muss da nicht unbedingt was heissen. gibt ja noch mehr menschen auf der welt die sich spät entschliessen bzw. spät für einen ANDEREN job entschliessen oder ihren bisherigen beruf nicht mehr ausüben können (aus körperlichen gründen z.b.), wir hatten in meiner letzten firma auch einen 28jährigen azubi, das war prima, denn bei ihm fielen die ganzen "kinderkrankheiten" weg, die man mit den ganz jungen halt leider häufig hat.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 21:49
@Ayanna

p.s.: ich weiss nimmer ob das als "umschulung" oder als "weiterbildung" lief. aber ich glaub auch nicht dass der begriff da wirklich so 'ne grosse rolle spielt.

und was ich da als idee noch hätte:
erkundige dich mal bei der IHK unter welchen bedingungen die dich als externen prüfling zur einzelhandelskauffrau annehmen würden - und leg diese unterlagen dann mal deiner sachbearbeiterin bei der ARGE vor. manchmal muss man denen auch einfach zeigen dass man ERNSTHAFT interessiert ist.

die haben's eh nicht leicht, die leute dort.
ich hab die letzten 5 jahre mit einer ARGE-mitarbeiterin zusammengewohnt (meine einliegerin) und was die mir so alles erzählt hat, da kriegste echt die motten. ich hab sie echt bewundert dass sie da überhaupt die nerven behält...


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 21:51
@Ayanna
Zitat von AyannaAyanna schrieb:Umschulung bei jemanden ohne Ausbildung ginge wohl, aber ne Weiterbildung und damit ne Qualifzierung nicht
Es liegt meistens am Geld, eine richtige Qualifizierungsmaßnahme kostet was und (ich weis zwar nicht, wie jung Du bist, ist auch nicht so wichtig), nur, ab ca. dem 30 Lebensjahr sinken die Chancen gefördert zu werden.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 22:17
Prinzipiell bräuchte ich ja eigentlich nur den Sprachkurs, um den Beruf in Frankreich zu ergreifen (und bei dieser Firma gäbe es viele verschiedene Möglichkeiten von Toilettenfrau bis zur Verkäuferin und noch viel weiter XDDD... jetzt ist aber genug mit den Hinweisen *lach*), das mit der kaufmännischen war ja die Sache, dass es das wohl nur im Packen mit dem Sprachkurs gab. Und ich dachte mir einfach nur, okay, willste zwar nicht wirklich, aber was du hast, das hast. Warum nur den Kanten nehmen, wenn man das ganze Brot haben könnte?

Es geht mir im Prinzip nicht um Ausbildung - ganz ehrlich, ich habe sogar immernoch ein wenig Angst davor, vor der Komplexität des Lernens, und wie schon gesagt, je älter man wird, desto schwerer wirds mit dem Lernen.

Ich will einfach nur den Job in dieser Firma in diesem Land annehmen, und dafür müsste ich aber die Sprache sprechen können. Nur mit Englisch komme ich bei den Franzosen nicht weit, es sei denn ich bleib bei dem einen Bereich, wo ich mich schon beworben habe, aber (noch) nicht genommen wurde.
Aber ich will zwei- bzw. mehrgleisig fahren.
Ich möchte diesen Job, und diesen auch längerfristig behalten, denn ich weiss, dass es das ist was ich machen will, bei genau dieser Firma.

So traurig, egoistisch, abgehoben und was auch immer es klingen mag, ich glaube ich werde nur da glücklich, und das weiss ich aus Erfahrung, denn ich habe schon vieles Verschiedenes inkl. verschiedener Firmen "ausprobiert"....


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 22:34
@Ayanna
wie gesagt: wenn dir das amt einen sprachkurs finanziert, dann will ich aber auch einen! das würde nämlich meine quali auch deutlich verbessern, wenn ich spanisch könnte.
französisch kann ich schon (vermutlich besser als du es per sprachkurs lernen könntest, bitte nicht falsch verstehen und nein, das war NICHT zweideutig gemeint), ebenso natürlich englisch, außerdem latein und italienisch, außerdem völlig überflüssigerweise auch noch grundkenntnisse zweier skandinavischer sprachen - aber das wird grad auf dem arbeitsmarkt halt nicht gebraucht.
SPANISCH würde gebraucht. oder chinesisch. vielleicht auch russisch. kann ich aber alles nicht.
warum zahlt mir also nicht jemand so 'n kurs?

@Ayanna - versteh mich nicht falsch, aber wenn du wirklich nach frankreich möchtest, dann wirst du halt entweder 'n kurs hier in deutschland selbst bezahlen müssen (z.b. durch deinen nebenjob) ODER du versuchst mit deinen englisch-kenntnissen dort reinzukommen um erstmal nicht den traum-job zu machen sondern halt den anderen bis du gut genug französisch kannst...
im kaufmännischen bereich seh ich aber bitter schwarz für dich, denn selbst meine doch ziemlich guten französisch-kenntnisse würden nicht ausreichen, würde ich in einer französischen firma als buchhalterin oder im personalwesen arbeiten wollen - im vertrieb, marketing oder ähnliches schon garnicht. ich kann hier in deutschland problemlos auf französisch korrespondieren, ich kann auch auf französisch fliessend telefongespräche führen, aber ganz sicher würde ich mich nicht trauen verträge auf französisch abzufassen oder ähnliches (und das würde man mich vermutlich auch nicht lassen). hier sind meine französisch-kenntnisse durchaus gefragt, aber in frankreich selbst hätte ich schlechte karten als kauffrau.
im einzelhandel ist's vielleicht ein bisschen einfacher, aber da hast du halt auch irrsinnig viel konkurrenz, denn du bist ja nicht die einzige, die sich dort bewirbt, und frankreich hat mindestens soviele arbeitslose wie wir hier in deutschland, da werden muttersprachler natürlich bevorzugt.

aber wenn du schon gewillt bist das land zu wechseln, warum ausgerechnet frankreich?
da stehst du doch viel, viel schlechter da als hier!


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 22:58
@wobel
Warum ausgerechnet Frankreich? Die Frage ist berechtigt... und hier ist die Antwort: Eben NICHT wegen Frankreich oder der Sprache...
Ich könnte Disney heute noch in den Ar**** treten, weil sie ausgerechnet in Paris einen ihrer tollen Parks aufgebaut haben.
Das erschwert mir heute die Sache ungemein XDD

Wie gesagt, mit dem Englisch käme ich in EINEN Bereich von Disneyland ohne Probleme rein, nämlich da, wo ich eben nicht mit Gästen reden muss. Da sie mich aber bei meiner ersten Audition nicht genommen habe, werde ich es weiter versuchen.
Aber sie werden mir niemals sagen, ob sie mich nun gar nicht brauchen können oder nicht, ich würde also möglicherweise mein Leben lang völlig sinnlos zur Audition für den Entertainemtbereicht, wo man nur Englisch braucht rennen, und meine Zeit damit verschwenden, irgendwelche Jobs anzunehmen, um mir die Reisen zu Audition zu finanzieren (oder finanzieren zu lassen, wenn ich grad arbeitslos bin).
Also dachte ich mir, fährst du zweigleisig und versuchst dich für einen "regulären" Job im Park zu bewerben.
Da diese aber alle gewisse Französisch(Sprach- ;) )kenntnisse als Vorrausetzung haben, muss ich diese Sprache wohl wohl oder übel lernen.
Eine Bekannte, die bereits dort arbeitet, macht mir immer Mut, dass ich wenigstens Grundkenntnisse bräuchte, alles andere käme dann im täglichen Gebrauch. (Was ich in Sachen Englisch nach meinem Jahr in Amerika bestätigen kann: Ich ging da nur mit fünf Jahren Schulenglisch hin, bin seit über zehn Jahren aus der Schule raus, und es hat a) ausgereicht und b)konnte ich auch noch mein Englisch verbessern).

Ich ging also zum Arbeitsamt um mich mal zu informieren, wie es denn prinzipiell aussähe, und da kamen eben diese Sachen raus, von wegen kaufmännische Weiterbildung, wo so ein Sprachkurs mit dabei wäre (einzeln gibts den nicht, da hast du recht). Ich hatte mich sofort begeistert gezeigt, denn mein Hirn ratterte bei dieser Aussage: Sollte es mal doch mit Disney nicht klappen oder zuende gehen, hättest du diese kaufmännischen Kenntnisse, die dir mehr Möglichkeiten bei der Arbeitssuche bieten könnten.
Aber mein Vermittler bremste mich sofort, sah gar nicht, dass ich diese Möglichkeit vor Augen hatte (die ich ihm wohl auch so begeistert um die Ohren gehaut hatte), und meinte, das würde nicht finaziert werden, weil ich ja nur den Sprachteil nutzen würde, und nicht das ganze Paket, das wären sinnlose Ausgaben.
Was ich ja auch so verstehen würde, aber wie gesagt, ich sage mir, was ich hab das hab, also würde ich auch das andere kaufmännische Zeug in meinen Schädel prügeln. Aber da das ja laut Aussage meines Vermittlers nicht in mein Bewerberprofil passt (aber ne Umschulung zur Einzelhandelskauffrau schon?), würde ich das nicht bekommen.

Und dann frage ich mich, seit wann ist ein Bewerberprofil statisch? Man schließt also aus, dass man sich weiter entwickelt, neue Entscheidungen trifft, und sich verändert. Nur damit man in eine Schublade passt, die Schublade des dummen Arbeiters in Deutschland, der brav irgendwelche stumpfsinnigen Arbeiten vollführt, die die Wirtschaft ankurbeln, und der sich um Gottes Willen bloß nicht frei entfalten darf und vor allen Dingen nicht von seinem Grundgesetzt verankerten Recht auf freie Berufswahl Gebrauch machen darf?

Versteht mich nicht falsch, dass soll keine Hetze gegen Deutschland, die Regierung und die Hartz4-Regelungen sein... Es sind lediglich Fragen die ich mir selbst stelle.

Mitterlweile gehts mir auch nicht mehr darum auf Biegen und Brechen die Weiterbildung, den Sprachkurs oder was auch immer zu bekommen, ich will nur wissen, warum nicht. Ob ich richtig liege mit meinen Vermutungen... oder ob es eine ganz andere Erklärung gibt...

Und mit diesem Post ist damit auch das Rätsel gelöst, warum ich unbedingt nach Frankreich will ;)


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 23:20
@lesmona
Da musste wohl mal wieder wer dem guten Godwin beipflichten. Deine Nazikeule kannste dir sonstwo hinschieben.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.10.2010 um 23:20
@Ayanna
Zitat von AyannaAyanna schrieb:Ich ging da nur mit fünf Jahren Schulenglisch hin, bin seit über zehn Jahren aus der Schule raus, und es hat a) ausgereicht und b)konnte ich auch noch mein Englisch verbessern).
äääääääääääääääääääääääääääähm...
also wenn ich mich recht erinnere hatte ich in der schule (lang, lang ist's her) wöchentlich mindestens 5 wenn nicht mehr stunden englisch-unterricht.
wenn du also 5 jahre in der schule englisch gelernt hast, dann ist das VIEL, VIEL MEHR als du mit einem sprachkurs französisch (normalerweise ca. 2 stunden die woche, halbes jahr lang oder so) erreichen kannst. um so gut französisch zu lernen wie du englisch kannst (bzw. konntest) brüchte es also DEUTLICH mehr als einen sprachkurs. zumal französisch am anfang auch deutlich schwieriger ist als englisch, finde ich zumindest. schon weil dir englisch auch hierzulande eh ständig um die ohren fliegt, französisch deutlich weniger.

aber wenn's dir um disney geht, warum dann nicht gleich nach amiland? englisch kannst du ja immerhin schon.

@Ayanna
Zitat von AyannaAyanna schrieb:Aber mein Vermittler bremste mich sofort, sah gar nicht, dass ich diese Möglichkeit vor Augen hatte (die ich ihm wohl auch so begeistert um die Ohren gehaut hatte), und meinte, das würde nicht finaziert werden, weil ich ja nur den Sprachteil nutzen würde, und nicht das ganze Paket, das wären sinnlose Ausgaben.
genau wegen sowas meine ich du solltest den sachbearbeiter wechseln.
der hat jetzt im kopf dass du nur den sprachkurs "abzocken" willst und "notgedrungen" die kaufmännische ausbildung "mitmachen" würdest. klar stimmt er unter diesen bedingungen nicht zu.
ein anderer sachbearbeiter würde das vielleicht anders sehen, der meinung sein dass du endlich 'ne vernünftige ausbildung brauchst und den sprachkurs als "beigabe" sehen.
da würd ich mal einhaken an deiner stelle, dass es dir NICHT um den sprachkurs geht. auf den hast du nämlich keinen anspruch, bei einer aus- oder weiterbildung bzw. umschulung sieht's womöglich besser aus.
also beantrage mal beim amt, dass du jemand anderem zugeteilt wirst, vielleicht löst sich damit das problem schon.

@Ayanna
Zitat von AyannaAyanna schrieb:Und dann frage ich mich, seit wann ist ein Bewerberprofil statisch? Man schließt also aus, dass man sich weiter entwickelt, neue Entscheidungen trifft, und sich verändert.
DIE frage ist absolut berechtigt.
du hast erfahrung im einzelhandel, und im einzelhandel gibt's eigentlich immer wieder jobs, da gibt's auch durchaus "karriere-chancen".
vielleicht solltest du das mit dem sprachkurs erstmal "öffentlich" beerdigen und nachhaltig darauf drängen, dass du in diesem bereich deinen abschluss (nach)machen kannst. wenn du da erstmal wieder 'n festen job hast, dann reicht das geld auch für den französischkurs (wobei man über die qualität von VHS-kursen natürlich streiten kann, aber das hängt ganz sicher auch von den lehrkräften ab).

und glaub bloss nicht dass du nicht mehr fähig wärst noch was neues zu lernen!
das ist wie mit fast allem, wenn der "innere schweinehund" erstmal 'n paar arschtritte gekriegt hat, dann pariert der auch wieder und es geht wieder flüssiger.
man ist nur nicht mehr so aufs lernen eingestellt wie früher, wenn man dann aber mal dran ist und merkt wie's stück für stück besser geht, dann klappt das auch wieder. klar ist es zäher als früher, aber da hatte man auch weit weniger sonstiges um die ohren. man darf's nicht auf die leichte schulter nehmen, soviel ist klar, das braucht 'ne menge selbstdisziplin, aber du wirst sehen, das geht!


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