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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

20.835 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
xia ehemaliges Mitglied

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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.12.2012 um 14:03
@def
Zitat von defdef schrieb: Das ist sicher eine Standpunktsfrage. Was wäre denn mit dem millionenschweren Bauunternehmer der aufgrund eines Arbeitsunfalls chronisch krank wird. Wäre es nicht im Sinne des Sozialstaates die angehäuften Reichtümer zuerst zu verwenden bevor der Staat in die Verantwortung kommt?
Nein

Sag mir doch mal Wieso ein Mensch auch wenn er Millionär ist der bei einen Arbeitsunfall zu schaden gekommen ist,sein eigenes Vermögen Erstmal Auf-brauchen soll er ist ja Versichert falls es zu einen Unfall kommt.


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def ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 14:07
@xia

Die Versicherung wird nicht nichts zahlen. Da hätte ich schon gern irgendwelche Beispielfälle und nicht deine bloße Aussage.

Wir haben einen Sozialstaat keinen Wohlfahrtsstaat. Da musst du schon auswandern.

Wikipedia: Sozialstaat

Der Sozialstaat verfolge das Ziel, dem Menschen insbesondere in unverschuldeten Notlagen, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden können, zur Seite zu stehen und darüber hinaus durch langfristig angelegte Maßnahmen diesen Notlagen vorzubeugen (→Subsidiarität),[3] während der Wohlfahrtsstaat weiter reichende Maßnahmen zur Steigerung des sozialen, materiellen und kulturellen Wohlergehens seiner Bürger ergreife.



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xia ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 15:11
@def
Zitat von defdef schrieb: Die Versicherung wird nicht nichts zahlen. Da hätte ich schon gern irgendwelche Beispielfälle und nicht deine bloße Aussage.
Du möchtest Beispiele schau mal TV das Erste und auch das Zweite bringen in Letzter Zeit sehr viele Beiträge über dieses Thema,und wenn dir das nicht Langt darfst du gerne mal bei Google danach suchen da gibt es sehr viele Foren die genau über dieses Thema sind wenn du möchtest ,man kann aber auch mal auf die Homepage von VDK gehen da liest man auch oft über dieses Thema leider

Du musst nur mal mit offenen Augen durch unser Land gehen und dich mal dahin gehend informieren,aber ich denke nicht das dich dieses Thema wirklich interessiert weil es dich selbst auch nicht betrifft denke ich sonst würdest du nicht auf Beispiele bestehen die ich erbringen soll um meine Aussage zu Untermauern.
Zitat von defdef schrieb: Wir haben einen Sozialstaat keinen Wohlfahrtsstaat. Da musst du schon auswandern.
Doch wir haben einen Wohlfahrtstaat nicht für den kleinen Bürger sondern nur für Banken und Ko.

Warum soll ich Auswandern weil dir meine Meinung nicht passt werde Bitte nicht Komisch.


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def ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 15:40
@xia
Zitat von xiaxia schrieb:Warum soll ich Auswandern weil dir meine Meinung nicht passt werde Bitte nicht Komisch.
Der Kontext sollte klar sein... willst du einen Wohlfahrtsstaat musst du auswandern. Der Sozialstaat greift, wenn du es aus eigenen Mitteln nichtmehr stämmen kannst. Das sollte bei einem millionneschweren Unternehmer nicht sobald eintreffen.
Zitat von xiaxia schrieb:Doch wir haben einen Wohlfahrtstaat nicht für den kleinen Bürger sondern nur für Banken und Ko.
Dein subjektives Empfinden interessiert hier nicht die Bohne... auch wenn ich dir da grundsätzlich schon zustimme. Ist aber hier nicht das Thema.
Zitat von xiaxia schrieb:Du möchtest Beispiele schau mal TV das Erste und auch das Zweite bringen in Letzter Zeit sehr viele Beiträge über dieses Thema,und wenn dir das nicht Langt darfst du gerne mal bei Google danach suchen da gibt es sehr viele Foren die genau über dieses Thema sind wenn du möchtest ,man kann aber auch mal auf die Homepage von VDK gehen da liest man auch oft über dieses Thema leider

Du musst nur mal mit offenen Augen durch unser Land gehen und dich mal dahin gehend informieren,aber ich denke nicht das dich dieses Thema wirklich interessiert weil es dich selbst auch nicht betrifft denke ich sonst würdest du nicht auf Beispiele bestehen die ich erbringen soll um meine Aussage zu Untermauern.
Bei all dem sollte es dir doch ein Leichtes sein mit einer Hand voll Beispielen aufzuwarten. Und natürlich muss man auf Nachfrage Beispiele bringen um seine Meinung zu untermauern... sonst nimmt die keiner für voll.

Es ist nicht meine Aufgabe Beweise für deine Thesen zu suchen. Das musst du schon selbst machen wenn du ernsthaftes Interesse an einer Diskussion hast. Falls dich aber Objektivität nicht interessiert und du lieber weiter in dem verbitterten Tonfall a la "mach doch die Augen auf" rumpalavern willst kannst du das gern tun... ohne mich dann allerdings.


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xia ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 16:08
@def
Zitat von defdef schrieb: Der Kontext sollte klar sein... willst du einen Wohlfahrtsstaat musst du auswandern. Der Sozialstaat greift, wenn du es aus eigenen Mitteln nichtmehr stämmen kannst. Das sollte bei einem millionneschweren Unternehmer nicht sobald eintreffen.
Erkläre mir mal wieso ein Millionär anders bei einen Arbeitsunfall Behandelt werden soll als wie ein Arbeiter oder Angestellter,nur weil er Millionen hat soll er sein eigenes Geld Auf brauchen und die BG soll nicht dafür einstehen sag für was bekommt die dann von den Firmen das Geld das sie sich schöne Bürogebäude Bauen kann oder wie Komische Einstellung.
Zitat von defdef schrieb: Dein subjektives Empfinden interessiert hier nicht die Bohne.
Doch Interessiert viele hier weil nicht nur ich so Empfinde, nur dich interessiert es nicht .
Zitat von defdef schrieb: Bei all dem sollte es dir doch ein Leichtes sein mit einer Hand voll Beispielen aufzuwarten. Und natürlich muss man auf Nachfrage Beispiele bringen um seine Meinung zu untermauern... sonst nimmt die keiner für voll.
Nein muss ich nicht weil.

Das was ich sage ist nicht nur mir Bekannt sonder vielen Menschen hier in Deutschland und man kann das wenn man bei Google eingibt VDK zum beispiel- auch nach lesen .
http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de1&SID=77HWxiR5oKX6ZD4su3b5d8TPTojLH7
Zitat von defdef schrieb: Es ist nicht meine Aufgabe Beweise für deine Thesen zu suchen.
Meine Aufgabe ist es aber auch nicht dich von meiner Meinung zu überzeugen.
Zitat von defdef schrieb: Das musst du schon selbst machen wenn du ernsthaftes Interesse an einer Diskussion hast.
Ich habe ernsthaftes Interesse deshalb Lese ich auch viel über diese Thema weil ich auch selbst davon betroffen bin deshalb auch meine Verbbitterkeit.
Zitat von defdef schrieb: Falls dich aber Objektivität nicht interessiert und du lieber weiter in dem verbitterten Tonfall a la "mach doch die Augen auf" rumpalavern willst kannst du das gern tun... ohne mich dann allerdings.
Du möchtest Objektivität dann schlage ich dir vor nie hier in Deutschland einen Arbeitsunfall zu haben oder Krank zu werden,du würdest dann ganz schnell feststellen das deine Behauptungen das man hier in Deutschland Finanzziel Aufgefangen wird wenn man Krank ist ,das du da einen Irrtum Unterliegst auch wenn du mir das jetzt nicht glauben möchtest.

xia


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12.12.2012 um 16:22
@xia
Zitat von xiaxia schrieb:Erkläre mir mal wieso ein Millionär anders bei einen Arbeitsunfall Behandelt werden soll als wie ein Arbeiter oder Angestellter,nur weil er Millionen hat soll er sein eigenes Geld Auf brauchen und die BG soll nicht dafür einstehen sag für was bekommt die dann von den Firmen das Geld das sie sich schöne Bürogebäude Bauen kann oder wie Komische Einstellung.
Der Sozialstaat zielt per Definition darauf ab, sozial Schwache abzufangen. Der Zusammenhang zwischen Millionär und sozialschwach entzieht sich mir irgendwie.
Zitat von xiaxia schrieb:Ich habe ernsthaftes Interesse deshalb Lese ich auch viel über diese Thema weil ich auch selbst davon betroffen bin deshalb auch meine Verbbitterkeit.
Du hast also leider nichtmehr die Chance objektiv heranzugehen...
Zitat von xiaxia schrieb:Du möchtest Objektivität dann schlage ich dir vor nie hier in Deutschland einen Arbeitsunfall zu haben oder Krank zu werden,du würdest dann ganz schnell feststellen das deine Behauptungen das man hier in Deutschland Finanzziel Aufgefangen wird wenn man Krank ist ,das du da einen Irrtum Unterliegst auch wenn du mir das jetzt nicht glauben möchtest.
Das hat mit Objektivität nicht viel zu tun und ich kenne genug die Arbeitsunfälle oder Brüche aller coleur haben. Von Behinderungsgraden ab Unfall bis zur Arbeitsunfähigkeit... solche Fälle der bösen BG sind mir einfach noch nicht untergekommen in meinem Personaler/Steuerfuzzi Dasein.
Meist läuft es darauf hinaus, dass Gefahrenklassen falsch gemeldet wurden und so kein Verischerungsschutz bestand. Wenn eine Bürokraft nur im Büro bei der BG gemeldet ist, und sich dann bei einem Gang in die Stadt für betriebliche Besorgungen das Bein bricht ist das einfach kein Arbeitsunfall und nichtmehr versichert. Da liegt der Fehler sehr oft, beim Arbeitgeber oder dem dazugehörigen Steuerbüro das die Löhne rechnet.

Das hat auch nix damit zu tun das ich dir was nicht glauben sollte, aber ich bin seit Jahren auch im Personalbereich tätig und rechne Löhne für kleine Unternehmen mit 2 Angestellten oder auch großen mit bis zu 100...

LG


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12.12.2012 um 16:53
@xia

Wenn du krank bist bekommst du Alg II, wenn wir von einer Krankheit oder daraus resultierenden Behinderung sprechen welche eine Arbeitsfähigkeit nicht mehr gewährleistet, dann steht man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung.
Es ist halt zu klären ob er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.


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12.12.2012 um 17:23
Also ich bin ganz klar dafür, dass die Beitragsbemessungsgrenzen bei der Sozialversicherung abgeschafft werden. Das aktuelle System ist mehr als ungerecht.

Die Beitragsbemessungsgrenze bei der Arbeitslosenversicherung liegt/ lag dieses Jahr bei 5.600 € brutto im Monat. Der Beitragssatz bei 3%.

Das heißt, dass "alle" Arbeitnehmer bis zu einem Entgelt in Höhe von 5.600 € pauschal 3% von ihrem beitragspflichtigen Brutto bezahlen. Ab 5.600 € steigt der Beitrag nicht mehr weiter. Er bleibt bei max. 168 € stehen.

Jemand, der 20.000 € brutto im Monat verdient, zahlt folglich nur noch 0,84% Arbeitslosenversicherung.

Wo ist denn das bitte gerecht?

Bei der Renten-, Pflege- und Krankenversicherung genau das gleiche Spiel. Bei der Krankenversicherung kann man sich der Pflicht, in den gemeinsamen Topf zu zahlen, sogar ganz entziehen. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich kenne einige "Großverdiener", denen es nichtmal was ausmachen würde, die vollen Beiträge zu bezahlen, aber man gibt ihnen ja nichtmal die Möglichkeit dazu.

Aber nein... Die "Kleinen" dürfen sich mit dem Amt rumschlagen und sich jeden Cent/ Euro erbetteln. Den "Großen" wird es mit steigendem Einkommen immer leichter gemacht.


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def ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 17:25
@leberkashawaii

Keine Frage, viel im Abgabenwesen sollte schnellstens überarbeitet werden. Das System ansich trägt daran aber keine Schuld, das sind immer die Gestalter.

LG


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xia ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 17:27
@def
Zitat von defdef schrieb: Der Sozialstaat zielt per Definition darauf ab, sozial Schwache abzufangen. Der Zusammenhang zwischen Millionär und sozialschwach entzieht sich mir irgendwie.
Ich habe das auch nicht in Sinne Sozial-schwach gemeint sonder das die BG bei einen Arbeitsunfall nicht zwischen Millionär und Angestellten Unterschiede machen darf weil vor dem Gesetz sind doch alle gleich Denke ich zu mindest-.
Zitat von defdef schrieb: Du hast also leider nichtmehr die Chance objektiv heranzugehen...
Nein habe ich im Bezug auf die BG und auch auf LVA leider nicht mehr ,weil ich bin schon 20 mal Begutachtet worden wegen Chronischer Kopfschmerzen und Synkopen und bei den Begutachtungen wurden mir dann in Kopf und Beinen Nadeln rein gesteckt um die Nervenbahnen zu Messen.Was das Natürlich mit Kopfschmerzen zu tun hat oder Synkopen erschließt sich mir nicht und auch der Ausführende Arzt meinte nur das es halt zur Untersuchung gehört und ich ihn nicht dauernd fragen soll .
Das schönste an den Gutachten ist das man zweimal von der LVA Begutachtet wird einmal in Auftrag für die Agentur für Arbeit wo drin steht das man auf Dauer Unter drei Stunden Täglich auf den Allgemeingenarbeitsmarkt Einsetzbar ist und einmal von gleichen Gutachter nur dieses mal im Auftrag für die LVA wo drin steht das man 6 Stunden mindestens Arbeiten kann auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt.
Da komme ich mich Verarscht vor wenn ich so was Lese.
Zitat von defdef schrieb: Das hat mit Objektivität nicht viel zu tun und ich kenne genug die Arbeitsunfälle oder Brüche aller coleur haben. Von Behinderungsgraden ab Unfall bis zur Arbeitsunfähigkeit... solche Fälle der bösen BG sind mir einfach noch nicht untergekommen in meinem Personaler/Steuerfuzzi Dasein.
Meist läuft es darauf hinaus, dass Gefahrenklassen falsch gemeldet wurden und so kein Verischerungsschutz bestand. Wenn eine Bürokraft nur im Büro bei der BG gemeldet ist, und sich dann bei einem Gang in die Stadt für betriebliche Besorgungen das Bein bricht ist das einfach kein Arbeitsunfall und nichtmehr versichert. Da liegt der Fehler sehr oft, beim Arbeitgeber oder dem dazugehörigen Steuerbüro das die Löhne rechnet.
Nein in meinen Fall ist es ein Arbeitsunfall der auch ordnungs- gemäß Gemeldet wurde und auch nicht falsch eingeordnet worden ist.
Zitat von defdef schrieb: Das hat auch nix damit zu tun das ich dir was nicht glauben sollte, aber ich bin seit Jahren auch im Personalbereich tätig und rechne Löhne für kleine Unternehmen mit 2 Angestellten oder auch großen mit bis zu 100...
Ich wollte dich bestimmt nicht Angreifen ,und ich kann mir auch gut vorstellen das es das gibt wie du es beschreibst.

LG
xia


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xia ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 17:31
@capspauldin
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb: Wenn du krank bist bekommst du Alg II, wenn wir von einer Krankheit oder daraus resultierenden Behinderung sprechen welche eine Arbeitsfähigkeit nicht mehr gewährleistet, dann steht man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung.
Es ist halt zu klären ob er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
Richtig wenn man Krank ist ist man ja trotzdem Erwerbsfähig,aber wenn man auf Zeit oder auf Dauer als Erwerbsunfähig eingestuft worden bist dann bekommst du keine Leistungen sprich Hartz 4.

xia


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12.12.2012 um 17:31
@def
Zitat von defdef schrieb:Das System ansich trägt daran aber keine Schuld, das sind immer die Gestalter.
Das meinte ich auch damit, als ich vom "System" schrieb.


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def ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 17:38
@xia
Zitat von xiaxia schrieb:Ich habe das auch nicht in Sinne Sozial-schwach gemeint sonder das die BG bei einen Arbeitsunfall nicht zwischen Millionär und Angestellten Unterschiede machen darf weil vor dem Gesetz sind doch alle gleich Denke ich zu mindest-.
Ich finde den Unterschied schon gerechtfertigt. Wenn ein Millionär seine Kosten selbst trägt kann dafür 1 Armer mehr behandelt werden. (bei gleicher Krankheit natürlich nur). Im Endeffekt hat der Millionär das Polster sich das Leben in der Berufsunfähigkeit so schön wie möglich zu gestalten. Ob es letztendlich gerecht ist interessiert den Sozialstaat nicht denn:

Der Sozialstaat verfolge das Ziel, dem Menschen insbesondere in unverschuldeten Notlagen, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden können, zur Seite zu stehen und darüber hinaus durch langfristig angelegte Maßnahmen diesen Notlagen vorzubeugen
Zitat von xiaxia schrieb:Nein in meinen Fall ist es ein Arbeitsunfall der auch ordnungs- gemäß Gemeldet wurde und auch nicht falsch eingeordnet worden ist.
Dann sind es die Mühlen der Bürokratie die wiedermal sehr langsam mahlen. Auch da ist die BG, und der Bearbeiter im Detail, schuld. Nicht der Staat oder das System. Diese langen Zeiträume sind aber leider Normalzustand heutzutage.
Zitat von xiaxia schrieb:Nein habe ich im Bezug auf die BG und auch auf LVA leider nicht mehr ,weil ich bin schon 20 mal Begutachtet worden wegen Chronischer Kopfschmerzen und Synkopen und bei den Begutachtungen wurden mir dann in Kopf und Beinen Nadeln rein gesteckt um die Nervenbahnen zu Messen.Was das Natürlich mit Kopfschmerzen zu tun hat oder Synkopen erschließt sich mir nicht und auch der Ausführende Arzt meinte nur das es halt zur Untersuchung gehört und ich ihn nicht dauernd fragen soll .
Das schönste an den Gutachten ist das man zweimal von der LVA Begutachtet wird einmal in Auftrag für die Agentur für Arbeit wo drin steht das man auf Dauer Unter drei Stunden Täglich auf den Allgemeingenarbeitsmarkt Einsetzbar ist und einmal von gleichen Gutachter nur dieses mal im Auftrag für die LVA wo drin steht das man 6 Stunden mindestens Arbeiten kann auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt.
Da komme ich mich Verarscht vor wenn ich so was Lese.
Meine Schwiemu hatte ein ähnliches Problem mit der privaten UV wegen eines Skiunfalls. Erst der 3. Gutachter hat dann erfreuliche Ergebnisse gebracht. Ich verstehe Dich voll und ganz und kann auch die Reaktionen völlig nachvollziehen. Ich käme mir ähnlich verarscht vor. Schuld sind aber fast immer einzelne Bearbeiter, Gebietsleiter oder Vorsteher.
Zitat von xiaxia schrieb:Ich wollte dich bestimmt nicht Angreifen ,und ich kann mir auch gut vorstellen das es das gibt wie du es beschreibst.
Das ist mir klar, keine Angst. Wie gesagt, ich kann dich voll verstehen.

LG


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xia ehemaliges Mitglied

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12.12.2012 um 17:51
@def


Danke Erstmal für dein Verständnis.
Zitat von defdef schrieb: Ich finde den Unterschied schon gerechtfertigt. Wenn ein Millionär seine Kosten selbst trägt kann dafür 1 Armer mehr behandelt werden. (bei gleicher Krankheit natürlich nur). Im Endeffekt hat der Millionär das Polster sich das Leben in der Berufsunfähigkeit so schön wie möglich zu gestalten. Ob es letztendlich gerecht ist interessiert den Sozialstaat nicht denn:
Von diesen Gesichtspunkt hast du Natürlich Recht.
Zitat von defdef schrieb: Dann sind es die Mühlen der Bürokratie die wiedermal sehr langsam mahlen. Auch da ist die BG, und der Bearbeiter im Detail, schuld. Nicht der Staat oder das System. Diese langen Zeiträume sind aber leider Normalzustand heutzutage.
Das ist Richtig der Staat hat eigentlich mit der BG was Nützliches geschaffen, und wenn man in dieser Mühle ist geht es nur in Schneckentempo voran leider.

Nur muss man halt leider wie in meine Fall selbst erlebt,Recht haben und Recht bekommen sind halt zweierlei leider war.
Zitat von defdef schrieb: Meine Schwiemu hatte ein ähnliches Problem mit der privaten UV wegen eines Skiunfalls. Erst der 3. Gutachter hat dann erfreuliche Ergebnisse gebracht. Ich verstehe Dich voll und ganz und kann auch die Reaktionen völlig nachvollziehen. Ich käme mir ähnlich verarscht vor. Schuld sind aber fast immer einzelne Bearbeiter, Gebietsleiter oder Vorsteher.
Meine Private UV muss ich sagen ,da wurde ich zwar auch Begutachtet aber ich hatte Gott sei Dank keine Schwierigkeiten damit hätte Natürlich auch anders kommen können.
Zitat von defdef schrieb: Das ist mir klar, keine Angst. Wie gesagt, ich kann dich voll verstehen.
Danke

LG
xia


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12.12.2012 um 21:57
@def
ghostfear83 schrieb:
Ich bin dagegen am überlegen, das Hauptzollamt mal dort hinzuschicken. Denn auch das ist Steuerhinterziehung vom Maßnahmeträger gefördert durch das Jobcenter.


Wo ist denn da der Hinterziehungstatbestand?

Wie wäre es dir denn lieber? Jeder der will geht mal Leistungen beantragen und bekommt sie ungeachtet eigener Vermögen oder Einkünfte? Dann würde ich sofort alles beantragen was es so schönes gibt... muss ja keinem sagen das ich voll arbeiten gehe und Haus, Hof und Land besitze... die ein oder andere Aktie nicht zu vergessen...
Dann überlege mal, wie sich die Gehaltszahlungen zusammensetzen, und wer (Arbeitnehmer/Arbeitgeber) welchen Anteil der Abgaben zahlt. Ich erwähne jetzt nur mal als eines der vielen Beispiele "Krankenkassenbeitrag". Schlagwort für Google ist "Lohnnebenkosten".

Bei einem Maßnahmeteilnehmer wird die Krankenkasse vom Jobcenter gezahlt. Bei einer regulären sozialversicherungspflichtigen Arbeit je zur Hälfte von Arbeitnehmer/Arbeitgeber. Mal davon abgesehen, dass der Arbeitgeber noch nicht einmal Geld für Gehalt zahlen muss, sondern auch noch Geld vom Staat bekommt dafür, dass er Maßnahmeteilnehmer nimmt.

Aber stimmt, um direkte Steuern handelt es sich nicht.
Zitat von defdef schrieb:Wie wäre es dir denn lieber?
Also hast du nix dagegen, wenn sich Arbeitgeber dadurch bereichern, dem Staat Geld aus der Tasche zu leiern um bloß keine Arbeitnehmer einstellen zu müssen? Also ein Befürworter des Lohndumping?
In dem Beispiel von mir mit den 3 Teilnehmern... Ein Arbeitgeber bekommt pro Kopf 800 Euro, max. 160 Euro muss er als "Aufwandsentschädigung" an die Teilnehmer zahlen. Macht einen Gewinn von 640 Euro. 1920 Euro bekommt er also vom Staat, um 3 Teilnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu drücken. Spart zeitgleich im Durchschnitt 5100 Euro an Gehaltszahlungen und Lohnnebenkosten. Pro Monat....!!!

Ich befürworte keine faulen Hartz4 Empfänger (sind übrigens nur ein unbeachtlicher Teil der Leistungsbezieher). Ich befürworte aber auch keine Arbeitnehmer, die dem Statt min. genauso schwer auf der Tasche liegen. Und das auch noch, im Gegensatz zum Hauptteil der Leistungsbezieher, mit Vorsatz.
Zitat von defdef schrieb:Jeder der will geht mal Leistungen beantragen und bekommt sie ungeachtet eigener Vermögen oder Einkünfte?
Davon hab ich nicht gesprochen. Aber jemand, der 40 Jahre für sein Haus geackert hat, noch 5 Jahre bis zur Rente hat, der darf, sein seit 40 Jahren hart erarbeites Haus und sein erspartes für ein halbwegs ruhiges Rentenleben für 5 Jahre weggeben. Da finde ich, sollte es gewisse Unterschiede geben. Zumal dieser jemand seit 40 Jahren in die Kassen eingezahlt hat.

Und ich habe von denen gesprochen, die ERGÄNZEND Leistungen beantragen müssen. Also von Menschen, die sich ohnehin schon dumm und dämlich arbeiten, aber dennoch nicht mit dem Geld hinkommen. Die kommen nach 12 Std. nach Hause, sollen dann noch Bewerbungen schreiben und gefälligst noch nen 400 Euro Job annehmen...

Lebt man nur noch um zu Arbeiten? Ist Privatleben demnächst nur noch ein Luxusgut? DIESES Problem liegt nicht bei den Jobcentern, sondern in der Politik. Man kann heute nicht mehr von seiner Arbeit leben.

"Arbeiten um zu leben und Leben um zu Arbeiten"... Was bringt mir Arbeit, wenn ich kein Leben mehr habe, wofür ich arbeiten soll? Dafür ist aber die Politik zur Verantwortung zu ziehen.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.12.2012 um 22:21
Zitat von defdef schrieb:Das ist sicher eine Standpunktsfrage. Was wäre denn mit dem millionenschweren Bauunternehmer der aufgrund eines Arbeitsunfalls chronisch krank wird. Wäre es nicht im Sinne des Sozialstaates die angehäuften Reichtümer zuerst zu verwenden bevor der Staat in die Verantwortung kommt?
Würde der Staat seiner Verantwortung nachkommen...
Kauft diese Steuer-CDs und lässt die selbstangezeigten nahezu Straffrei davonkommen, anstatt diese min. ebenso hart zu bestrafen, wie den armen Baujupp, der ab und zu mal schwarz aufm Bau arbeitet um seine Frau und sein(e) Kind(er) ernähren zu können. Denn diese werden mit empfindlichen Geldstrafen(-bußen) belegt. Die aus der Schweiz und Co. die sich selbst anzeigen, bekommen doch finanziell nur nen Popoklatscher. DA sollte der Staat mal seiner Verantwortung nachkommen.

Und Hartz4 Bezieher (ob nun faul oder nicht) sind billiger als es die BILD- und Stammtischpolemik zugeben möchte. Jedenfalls billiger als Steuerhinterzieher.
Aber das passt nicht ins Bild der Gesellschaft. Was nicht sein kann, dass nicht sein darf.

Und wenn jemand 40 Jahre gebuckelt hat, dann unverschuldet arbeitlos wird, darf er dann alles wofür er gebuckelt hat über Bord werfen. Dann ist doch die Frage, warum er gebuckelt hat?

Mein Onkel mütterlicherseits ist ein tolles Beispiel. Er hat studiert bis 23. Hat dann eine Firma gegründet mit 2 weiteren. Hat 5 Jahre später seinen Anteil für einen 7stelligen Betrag verkauft. Ist dann nochmal 5 Jahre arbeiten gegangen, und hat dann nur noch von seinem Ersparten gelebt.
Jetzt will er mit 60 Frührente beantragen. Es werden nur ein paar hundert Euro im Monat sein.
Aber jetzt mal ernst. Für ihn sind 300 Euro pro Monat die Portokasse. Und selbst das nicht. Hat grade mal 10 Jahre seines Lebens gearbeitet. Er ist mitnichten auf dieses Geld angewiesen. Aber da mault jetzt keiner oder?


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12.12.2012 um 22:29
@Saturius

Dein Verwandter lebt aber nicht in Belgien und hat momentan etwas Ärger?^^

Dies sind natürlich schon, Extremfälle in Anführungszeichen, solch einen Lebenslauf findet man dann doch eher selten.
Den des 30 Jahre arbeitenden Fliesenleger jedoch mehrfach, aber auch hier sage ich, muss es eine dringende Reform seitens der Agentur für Arbeit kommen.

Ich will es runterbrechen, vor dem SGB II sollten alle gleich sein, vor dem SGB III nicht.

Dies mag plakativ sein, veranschaulicht aber worauf ich hinaus will.
Bezugszeiten von Arbeitslosengeld, eine andere Staffelung hier kann und muss es fairer werden.

Im SGB II sehe ich primär nur die Freibeträge bzgl des Alters für dringend verbesserungswürdig wenn es um Fairness geht.
Jedoch bleibt eine Bedürftigkeitsprüfung unerlässlich


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.12.2012 um 22:43
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Dein Verwandter lebt aber nicht in Belgien und hat momentan etwas Ärger?^^
Ne, der gute lebt (leider) hier in Deutschland. ^^
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Den des 30 Jahre arbeitenden Fliesenleger jedoch mehrfach, aber auch hier sage ich, muss es eine dringende Reform seitens der Agentur für Arbeit kommen.
Und um genau den geht es mir auch.
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Jedoch bleibt eine Bedürftigkeitsprüfung unerlässlich
Ja, gegen diese hab ich ja auch nix. Jemand der ergänzend beantragen muss, der muss natürlich auch seine Bedürftigkeit darlegen. Das ist ja auch insoweit Ok.
Aber jemand der schon 60 bis 70 Std. in der Woche wegen seiner Arbeit unterwegs ist, und dennoch zu wenig hat, dem kann man doch nicht noch zumuten sich neu zu bewerben und/oder noch nen 400 Euro Job anzunehmen.
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Im SGB II sehe ich primär nur die Freibeträge bzgl des Alters für dringend verbesserungswürdig wenn es um Fairness geht.
Das in jedem Fall. Vor allem aber sollte es aber Staffelungen geben, wer wie lange schon gearbeitet hat und was ihm anhand der gearbeiteten Jahre als Vermögen anzurechnen ist.
Aber ich habe so einige überarbeitungsdürftigen Dinge im SGBII gefunden. Das betrifft auch die wirklich ganz wenigen faulen "Hartzer", die bei Gesprächen schon als Beruf "hauptberuflicher Leistungseignungsprüfer und Lebenskünstler" angeben.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.12.2012 um 23:25
auf stern.tv kam ja wieder mal ein sehr frecher beitrag über sanktionierte hartz4 empfänger bzw über die richtigkeit von sanktionen.
stern.tv hätte wohl mal lieber über die verfassungswiedrigkeit von sanktionen berichten sollen.

hat denn immer noch kaum ein deutscher bürger begriffen das durch die jobcenter/arge angeordnete sanktionen verfassungswiedrig sind und sie damit menschenrechte und grundgesetze angreifen??


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

13.12.2012 um 00:32
Zitat von GischtiGischti schrieb:stern.tv hätte wohl mal lieber über die verfassungswiedrigkeit von sanktionen berichten sollen.
Dann würde doch SternTV seinen Stammtischpolemikern nicht mehr gerecht und würde Einschaltquoten verlieren.
Zitat von GischtiGischti schrieb:hat denn immer noch kaum ein deutscher bürger begriffen das durch die jobcenter/arge angeordnete sanktionen verfassungswiedrig sind und sie damit menschenrechte und grundgesetze angreifen??
Für solche Fragen gibt es die Antwort "Bei mehr als 30% Sanktion gibt es doch Gutscheine"...

Ich mein, im Hartz4Satz sind ja auch fast 30 Euro für Strom veranschlagt. Wer damit nicht hinkommt, ist selber schuld....


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