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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

20.835 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

13.12.2012 um 00:51
ein lebensmittelgutschein beinhaltet aber keinesfalls die teilhabe am kulturellen und politischen leben. Die teilhabe am politischen und kulturellen leben ist teilgut des existensminimums!


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

13.12.2012 um 09:03
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:Dann überlege mal, wie sich die Gehaltszahlungen zusammensetzen, und wer (Arbeitnehmer/Arbeitgeber) welchen Anteil der Abgaben zahlt. Ich erwähne jetzt nur mal als eines der vielen Beispiele "Krankenkassenbeitrag". Schlagwort für Google ist "Lohnnebenkosten".

Bei einem Maßnahmeteilnehmer wird die Krankenkasse vom Jobcenter gezahlt. Bei einer regulären sozialversicherungspflichtigen Arbeit je zur Hälfte von Arbeitnehmer/Arbeitgeber. Mal davon abgesehen, dass der Arbeitgeber noch nicht einmal Geld für Gehalt zahlen muss, sondern auch noch Geld vom Staat bekommt dafür, dass er Maßnahmeteilnehmer nimmt.
Danke für den Hinweis, aber hättest du dir die Mühe gemacht meine Beiträge zu lesen, wäre dir aufgefallen das ich in der Thematik recht bewandert bin.

Was ist daran schlimm wenn das JC es Arbeitgebern schmackhaft machen will mehr Personal einzustellen als vielleicht notwendig? Der Arbeitgeber hat sehr wohl Ausgaben für den Maßnahmeteilnehmer. Arbeitsplatz, Einarbeitung... alles so Dinge die scheinbar nichts kosten in deiner Welt.
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:Also hast du nix dagegen, wenn sich Arbeitgeber dadurch bereichern, dem Staat Geld aus der Tasche zu leiern um bloß keine Arbeitnehmer einstellen zu müssen? Also ein Befürworter des Lohndumping?
In dem Beispiel von mir mit den 3 Teilnehmern... Ein Arbeitgeber bekommt pro Kopf 800 Euro, max. 160 Euro muss er als "Aufwandsentschädigung" an die Teilnehmer zahlen. Macht einen Gewinn von 640 Euro. 1920 Euro bekommt er also vom Staat, um 3 Teilnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu drücken. Spart zeitgleich im Durchschnitt 5100 Euro an Gehaltszahlungen und Lohnnebenkosten. Pro Monat....!!!
Die Zahlen möchte ich doch gern im Gesetzestext oder wenigstens einem Link der Arge sehen... ansonsten: Stammtischgebrabbel.

Ein Beispiel: Eingliederungszuschuss bei Langzeitarbeitslosen. Arbeitgeber zahlt volle SV-Beiträge und den Lohn. Bekommt aber einen Zuschuss, der im Idealfall kostendeckend ist.
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:Ich befürworte aber auch keine Arbeitnehmer, die dem Statt min. genauso schwer auf der Tasche liegen. Und das auch noch, im Gegensatz zum Hauptteil der Leistungsbezieher, mit Vorsatz.
Da sollten sie dann doch lieber Arbeitslos daheim hocken?
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:Davon hab ich nicht gesprochen. Aber jemand, der 40 Jahre für sein Haus geackert hat, noch 5 Jahre bis zur Rente hat, der darf, sein seit 40 Jahren hart erarbeites Haus und sein erspartes für ein halbwegs ruhiges Rentenleben für 5 Jahre weggeben. Da finde ich, sollte es gewisse Unterschiede geben. Zumal dieser jemand seit 40 Jahren in die Kassen eingezahlt hat.
Wieso sollte der sein Haus weggeben müssen?

Haus und Eigentumswohung bei Hartz IV
Eigenheim - Haus - Eigentumswohnung
Ein selbstgenutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine angemessene Eigentumswohnung ist für den Hartz IV Bezug nicht als Vermögen anzurechnen.

Vermietete Wohnungen, Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen sowie unbebaute Grundstücke sind hingegen anrechenbares Vermögen.

http://www.kinder-armut.de/hartz-4-iv-alg-2-sgb-ii/haus-eigentumswohnung-eigenheim.html (Archiv-Version vom 18.12.2012)
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:"Arbeiten um zu leben und Leben um zu Arbeiten"... Was bringt mir Arbeit, wenn ich kein Leben mehr habe, wofür ich arbeiten soll? Dafür ist aber die Politik zur Verantwortung zu ziehen.
Ist da jemand subjektiv und verbittert?

LG


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

13.12.2012 um 09:33
Zitat von defdef schrieb:Danke für den Hinweis, aber hättest du dir die Mühe gemacht meine Beiträge zu lesen, wäre dir aufgefallen das ich in der Thematik recht bewandert bin.
Darum wundert mich ja auch, dass du nicht weisst, wodurch dann ein Arbeitgeber den Staat ausnimmt, wenn er statt Personal Maßnahmeteilnehmer einstellt.
Zitat von defdef schrieb:Was ist daran schlimm wenn das JC es Arbeitgebern schmackhaft machen will mehr Personal einzustellen als vielleicht notwendig? Der Arbeitgeber hat sehr wohl Ausgaben für den Maßnahmeteilnehmer. Arbeitsplatz, Einarbeitung... alles so Dinge die scheinbar nichts kosten in deiner Welt.
Wenn es denn so wäre. Hättest du meinen ersten Beitrag gelesen, wüsstest du, dass es darum geht, dass der Maßnahmeträger extra 3 Leute nicht mehr weiterbeschäftigt hat, um diese 3 Arbeitsplätze durch Maßnahmeteilnehmer zu besetzen.
Bsp.: Die eine Frau in der Maßnahme sitzt jetzt in der Buchhaltung. In der Buchhaltung waren vorher 1 Vollzeit und eine Teilzeitbeschäftigte. Die Teilzeitbeschäftigte wurde durch Vertragsablauf entlassen. Dafür sitzt jetzt die Maßnahmeteilnehmerin jetzt an ihrem Platz. Seit 8 Monaten. Muß ne lange Einarbeitungszeit sein.
An der Rezeption waren 1 Vollzeitbeschäftigte und 2 Teilzeitbeschäftigte. Eine Teilzeit ist nicht mehr da, stattdessen ein Maßnahmeteilnehmer der nun diesen Job übernimmt. Seit 6 Monaten. Seine Maßnahme wurde erst kürzlich neu verlängert für weitere 6 Monate. Auch eine sehr lange Einarbeitungszeit, dafür, dass man jemanden einstellen möchte...
Der an der Rezeption muss übrigens auch Spätschichten und Sonntags kommen. Wofür er, wie jeder andere festangestellte, KEINE Zulagen bekommt.


Ach ja, und nicht umsonst hat das BSG (Bundessozialgericht) entschieden, dass Maßnahmeplätze keine regulären Arbeitsplätze ersetzen darf, sondern müssen zusätzlich sein. Ein Ein-Euro-Job darf laut dem Gericht nicht mit einem sozialversicherungspflichtigem Arbeitsplatz ersetzt werden. Wenn du möchtest, werde ich dir später das Urteil dazu geben. Muss jetzt zur Arbeit.
Zitat von defdef schrieb:Die Zahlen möchte ich doch gern im Gesetzestext oder wenigstens einem Link der Arge sehen... ansonsten: Stammtischgebrabbel.
Dabei handelt es sich um Verträge zwischen Jobcenter und Maßnahmeträger. Die Gelder nennen sich Kostendeckungspauschalen und liegen im Schnitt um die 500 Euro je Maßnahmeteilnehmer. Hier gibt es doch den ein oder anderen Jobcentermitarbeiter, der dies bestätigen kann. Jedenfalls kann es die Teilnehmerin in der Buchhaltung.
Wenn ich was mehr Zeit habe, werde ich mal im Internet nach sowas suchen.
Zitat von defdef schrieb:Ein selbstgenutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine angemessene Eigentumswohnung ist für den Hartz IV Bezug nicht als Vermögen anzurechnen.
Richtig, angemessene Größe. Ist aber nur selten der Fall. Ein Mann mit Frau und 2 Kindern hat in der Regel ein Haus von ca. 120 qm zzgl Garten. Für das Jobcenter ist aber in diesem Fall angemessen 90 qm (45 qm für die 1. Person und für jede weitere Person nochmals 15 qm). Damit darf er sich von seinem hart erarbeitetem Haus verabschieden.
Zitat von defdef schrieb:Ist da jemand subjektiv und verbittert?
In gewisserweise ja. Denn mittlerweile muss man mehr Arbeiten als man Freizeit hat. Arbeit muss sein und tut jedem auch gut. Wenn man zumindest dafür auch einen Ausgleich bekommt.


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def ehemaliges Mitglied

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13.12.2012 um 09:43
Zitat von SaturiusSaturius schrieb:In gewisserweise ja. Denn mittlerweile muss man mehr Arbeiten als man Freizeit hat. Arbeit muss sein und tut jedem auch gut. Wenn man zumindest dafür auch einen Ausgleich bekommt.
Seit wann ist das neu? Die 40 Stundenwoche gibt es schon ewig... das ist keine Hartz-Erfindung.

Löhne müssen angepasst werden keine Frage und das hartz System überarbeitet, aber perse alles schlecht zu machen ist unproduktiv. ;)

Beim Rest warte ich mal auf Fakten und Links zu offiziellen Texten.

LG


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

13.12.2012 um 19:26
@def
Zitat von defdef schrieb:Seit wann ist das neu? Die 40 Stundenwoche gibt es schon ewig... das ist keine Hartz-Erfindung.
Gegen eine 40 Std. Woche sag ich doch gar nix. Sondern das, was du auch sagst:
Zitat von defdef schrieb:Löhne müssen angepasst werden keine Frage und das hartz System überarbeitet, aber perse alles schlecht zu machen ist unproduktiv. ;)
Wie sollten Löhne angepasst werden, wenn Hartz4bezieher diese normalen Arbeitsstellen besetzen sollen? Dann sagt sich doch jeder Arbeitgeber "Warum Gehalt zahlen, wenn ich auch nen Hartzer nehmen kann"...

Ich mache nicht das ganze System schlecht. Und Leistungsbezieher sollen nicht nur zuhause rumsitzen.

Im folgenden Link wird das Merkmal der "Zusätzlichkeit" genauer definiert.
Punk C Unterpunkt 1 ist komplett zu lesen. Daher kann ich keinen besonders wichtigen Satz oder Absatz aus dem Kontext reißen.
(http://www.flegel-g.de/gemeinnuetzig.html (Archiv-Version vom 31.05.2013))

Dazu auch ein kleiner Auschnitt aus der Süddeutschen:
Ein-Euro-Jobs müssen wettbewerbsneutral sein

Nichts dagegen hat die Bundesagentur, wenn die Ein-Euro-Jobs weiter wettbewerbsneutral seien, also keine Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt verdrängen sollen.
(http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/arbeitsministerium-prueft-jobcenter-missbrauch-von-ein-euro-jobs-1.1224312)

Und weil sich nicht jedes Jobcenter und nicht jeder Maßnahmeträger daran halten will, musste auch das BSG darüber folgendes Urteil sprechen:
B 14 AS 98/10 R
Ein Empfänger von Sozialleistungen nach dem SGB II hat dann Anspruch auf Wertersatz durch das Jobcenter für eine geleistete Arbeit im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit gegen Mehraufwandsentschädigung (so genannter Ein-Euro-Job),wenn der wahrgenommenen Arbeitsgelegenheit das Merkmal der Zusätzlichkeit fehlt . Dies geht aus einer Entscheidung des Bundessozialgerichts hervor.
(http://www.kostenlose-urteile.de/BSG_B-14-AS-9810-R_BSG-Rechtswidriger-Ein-Euro-Job-kann-Anspruch-auf-Wertersatz-begruenden.news11491.htm (Archiv-Version vom 26.01.2013))


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18.04.2013 um 21:19
alter schwede, da bleibt einem ja fast die spucke weg. mein grossen gilt der frau ... :)
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=iL5k6M-U3Zk

Inge Hannemann, selbst als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Hamburg-Altona U25 tätig, zählt wohl derzeit zu den kritischsten Mitarbeitern in der Öffentlichkeit. In ihrem Blog „altonabloggt" schreibt sie u.a. über die Missstände in den Jobcentern und verfasste einen „Brandbrief" an die Bundesagentur für Arbeit. Im Interview berichtet sie aus dem Alltag und erläutert ihre eigene Sichtweise. So dürfen die Themen wie Sanktionen, Eingliederungsvereinbarung, Willkür und Quoten nicht fehlen


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

19.04.2013 um 16:28
Hartz 4 ist nicht nur Betrug (das sagte sogar der Namensgeber) sondern verstößt gegen unserer Grundgesetz (Berufsfreiheit, Sanktionen gefährden Existenzminimum, die Würde des Menschens ist unantastbar)

Datenschutz und Vertragsrecht ist auch kritisch

Nur komischerweise denken alle Arbeit ist ein unbedingtes muss, egal zu welchen Preis und zu welchen Bedingungen

Ob Jahrelang gearbeitet, wirtschaftlich "unbrauchbarer" Ehrenamtler oder einer von wenigen die noch nie irgendetwas gemacht haben spielt da ja auch keine Rolle

Man kann sich aber dagegen wehren, vorrausgesetzt man unterschreibt keine EGV und bemüht sich selber ohne Zwang, ohne Auflagen um Arbeit die zu einen passt und die man wirklich will statt machen muss, einen Reichsarbeitsdienst hatten wir ja schonmal


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

19.04.2013 um 16:33
Zitat von klapsbude666klapsbude666 schrieb:Hartz 4 ist nicht nur Betrug (das sagte sogar der Namensgeber) sondern verstößt gegen unserer Grundgesetz (Berufsfreiheit
Das scheint mir eine der größten Probleme zu sein. Dass Menschen die grundsätzlich ja ausgebildet wurden, eventuell andere Arbeiten verrichten müssen, als es ihre Ausbildung beschreibt.

So etwas haben wir hier nicht. Ist aber auch nicht nötig, man findet sogar als Akkumulatorentlader einen Job, wenn man sich nicht zu schade ist, für eine Leihfirma zu arbeiten.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.04.2013 um 10:14
Meiner Freundin wurde ein Jobangebot unterbreitet auf 400€ Basis
5 stunden täglich bei 22 Arbeitstagen im Monat ergibt einen Stundenlohn von etwa 3,60€.
Dazu sagte die Beraterin sie solle ihren Sohn in der Zeit halt bei den Nachbarn unterbringen , weil das Geld für einen Betreuungsplatz ja nicht langt.
Sowas ist doch die Schweinerei , da werden Ausbeuter noch staatlich unterstützt und den Leuten die ; in meinen Augen mit Recht, solche Angebote verweigern , die Harz4 Leistungen gekürzt oder gestrichen.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.04.2013 um 10:43
Internet-Fund:
"Vorgezogener Ruhestand
===================
Früher soll es sogar möglich gewesen sein, mit 55 OHNE ABSCHLÄGE in den Ruhestand zu gehen.
Dann kam rot-grün mit seinen "Segnungen" Hartz IV, Agenda 2010, Ich-AG, Mini Jobs, Niedriglohn, etc. pp.!
Und dann kam Riester! Seitdem gibt es Abschläge von 3,6%/a
Und dann kam Münte (Rente mit 67). Das bedeutet Altersarmut!
Eine weitere "Segnung" ist das Absenken des Rentenniveaus aüf 43%. Das gilt natürlich nicht für Beamte, die erhalten weiterhin 73% ihres letzten Nettos (nachdem sie vorher noch "befördert" wurden.

Und selbst wer 45 Jahre Beiträge gezahlt hat, erhält dann nicht mehr als jemand, der nie in seinem Leben gearbeitet hat; das nennt sich "Grundsicherung".

Aber wie siht es heute in unserer Arbeitswelt aus?

Neulich, bei einem Bewerbungs-/Vorstllungsgespräch
==========================================
Personalchef: Wie alt sind Sie?
Bewerber: Ich bin erst 50/40 geworden.
Personalchef:Das tut mir leid, sie sind zu alt für unser junges und dynamisches Team. Beantragen Sie doch Rente.

Personalchef: Wie alt sind Sie?
Bewerber: Ich bin erst 20 geworden.
Personalchef: Das ist gut. Sie haben sicher schon 10 Jahre Berufserfahrung in einer leitenden Position und sprechen min. 10 Fremdsprachen.
Ich kann Ihnen in unserem jungen und dynamischen Team eine Praktikantenstelle für ein Jahr ohne Bezahlung anbieten.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/vorruhestand-mehr-fruehrentner-haben-finanzielle-einbussen/7717460.html (Archiv-Version vom 01.05.2013)


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.04.2013 um 10:43
Ich will mal ehrlich sein:
Vielen hier ist klar, daß in unserem land so einiges schief läuft. Nur anscheinend noch nicht tief genug ! Wo sind denn die aufstände ??? Und genau da liegt das problem. Und die da oben kriegen das doch auch mit und fordern, kürzen, forden, kürzen .. Also ? Wir sind doch selber schuld, daß man uns so verarscht !
Schön sonntag ..


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.04.2013 um 20:26
Zitat von itfcitfc schrieb:Meiner Freundin wurde ein Jobangebot unterbreitet auf 400€ Basis
5 stunden täglich bei 22 Arbeitstagen im Monat ergibt einen Stundenlohn von etwa 3,60€.
Bei uns wäre sowas denk ich gar nicht möglich. So ein Stundenlohn ist in keinem Gewerbe auch nur annähernd der Mindestlohn.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

21.04.2013 um 20:37
Aber unsere lieben Politiker wollen ja kein Mindestlohn und die Firmen nutzen das aus, das bei einer Absage die Leute eine sperre bekommen.


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22.04.2013 um 22:34
Zum Thema Inge Hannemann ist eine Petition Online.

https://www.openpetition.de/petition/online/sofortige-ruecknahme-aller-sanktionen-gegen-die-arbeitsvermittlerin-inge-hannemann


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

23.04.2013 um 22:59
Sie geht den falschen Weg, womöglich sollte dies auch nur ein Sprungbrett sein.
Eine unnötige Petition.


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24.04.2013 um 13:50
@capspauldin


...sie hat zu Beginn ihrer Tätigkeit ein Gelöbnis abgelegt in dem sie erklärte das Grundgesetz der Bundesrepublik in Auführung ihres Dienstes zu achten und zu wahren.


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24.04.2013 um 14:24
@Tom.1st

Dennoch der falsche Weg, Effekthascherei von einer ganz billigen Sorte.


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xia ehemaliges Mitglied

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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

24.04.2013 um 14:31
Hartz 4 Abschaffen und die Menschen wieder Vernünftig Bezahlen,und wenn das nicht geht sollte die Industrie wie auch die Politik so ehrlich sein und endlich zu geben das es Arbeit eben nicht für jeden geben kann und somit Hartz 4 gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt werden muss ,schließlich kann man ja die Menschen die keine Arbeit haben nicht ihren Schicksal selbst überlassen.


xia


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

24.04.2013 um 15:13
Das Problem ist dass denke ich zu wenig unterschieden wird.

Menschen die eine Ausbildung haben, sollten andere, längere Möglichkeiten haben sich eine geeignete Arbeitsstelle zu suchen als Leute die gar keine Ausbildung haben.

Es kann nicht sein dass 45 Jährige Akademiker zu Schnürsenkelbinderkursen geschickt werden, um eine Umschulung zu machen.

Auch ist dieses ganze Sozialsystem viel zu spät angesetzt.

Es gibt eine Schulpflicht, die ist bei uns zb 9 Jahre. Danach verliert sich alles. Da gibts junge Menschen die machen eine Ausbildung , wollen zumindest eine machen.

Dann erfährt man die sind 20, 25, 30 Jahre alt. Da frage ich mich was die bist dato gemacht haben. Waren die Rettungsschwimmer in Malibu?

Da muss man auf asoziale Umstände in Familien früher reagieren. Wenn ein Jugendlicher mit 15 die Pflichtschule abgeschlossen hat, dann muss es für die nächsten 4 Jahre ein weiteres Pflichtprogramm geben, das höchstens 1 Jahr verzögert sein darf.

Entweder geht er in eine weiterführende Schule oder er erlernt einen Beruf. Das muss staatlich kontrolliert werden.

Ich denke nicht dass es an Lehrstellen mangelt, viele Firmen beklagen, dass es zu wenige junge Leute gibt.

Dieser Mensch ist dann mit 19, 20 fertig ausgebildet und hat immer ein Standbein um sich selbst versorgen zu können.

Da brauch ich auch keine 400 Euro Jobs für Leute die noch nie irgendwas gelernt haben.

Eigentlich ist das die Arbeit der Eltern, aber wie soll das in Zukunft aussehen, wenn die heute schon zwischen 15 und 20 irgendwo rumlungern, schwanger werden oder sonst irgendwas Unproduktives machen.

Solche Menschen brauchen auch keine Schulpflicht, denn wer mit Mitte 20 nur vom Staat lebt und noch nie irgendwas gelernt und gearbeitet hat, der wird nie wieder im Leben Schulzeugs brauchen.

Und sie werden ihren Kindern das selbe asoziale Leben beibringen wie sie es selbst gerlernt haben.


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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

24.04.2013 um 15:32
Zitat von xiaxia schrieb:Hartz 4 Abschaffen und die Menschen wieder Vernünftig Bezahlen
Du verkennst meines Erachtens,
warum überhaupt die Agenda 2010 kreiert wurde.
Und warum jetzt von anderen EU-Ländern, voran Frankreich und Italien gefordert wird,
ebenfalls ein Agenda 2010 analoges Gesetz einzuführen:
Die Agenda 2010 zielt nicht darauf ab, Menschen zu helfen, die keine Arbeit haben.
Die Agenda 2010 soll der Abgrenzung zur Sicherung des Wohlstandes dienen.
Die Agenda 2010 soll einem allgemeinen Absinken des Wohlstandes vorbeugen.
Die Agenda 2010 soll stattdessen die Zahl der Wohlständler verringern, um das Niveau zu halten.
Die Agenda 2010 soll dies bei Denjenigen tun, die sich dagegen am schlechtesten wehren können.
Die Agenda 2010 wirkt somit auf das gesamte Lohnniveau und sichert damit auch in Zukunft
durch immer weitere sinkende Zahl von Wohlständlern, um die Höhe des Wohlstandsniveaus
für eine - wenn auch immer geringere- Zahl von Menschen zu halten.

(Hartz 4 = sinngemäß Agenda 2010)
Hartz 4 hat ermöglicht, dass Deutschland am besten von allen EU-Ländern durch die Krise kommt ääääähm Agenda2010 Edmund Stoiber


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