Der nächste Krieg der USA wird gegen den Iran sein
29.03.2026 um 21:30Ja, da kommt nichts.Fedaykin schrieb:Und wo finde ich das jetzt im Iran?
Zuletzt wohl vom Regime selbst
Der Iran ist schon längst Kriegsschauplatz, der Krieg ist längst da, erklärt auch Ronya Othmann.
Ronya Othmann: Die Autonome Region Kurdistan ist längst Kriegsschauplatz. Schon 2018 feuerte der Iran Raketen auf die Büros zweier kurdischer Oppositionsparteien in Koya. 2022, im Zuge der „Frau, Leben, Freiheit“- Bewegung nach der Ermordung von Jina Amini, führte der Iran Drohnen-, Artillerie- und Raketenangriffe auf die Autonome Region Kurdistan durch. 2024 gab es erneut Angriffe, angeblich auf „Mossad-Basen“ – so der Iran –, getroffen wurden jedoch Wohnhäuser. Man kann die Liste weiter fortsetzen. Auch der Rest des Iraks ist längst Kriegsschauplatz, denn der wird zu großen Teilen von iranischen Milizen kontrolliert. Die Kata’ib Hisbollah ist für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich, beispielsweise für die Ermordung des irakischen Sicherheitsexperten Hischam al-Haschimi.Quelle: https://taz.de/Der-Krieg-ist-laengst-da/!6162796/
Die USA und Israel anvisieren vor allem militärische Ziele.
Die USA und Israel bombardieren nicht die Autonome Region Kurdistan. Sie bombardieren Rojhelat, denn insbesondere in den Grenzregionen sind auch Einheiten des iranischen Militärs stationiert. Die Angriffe richten sich daher in der Regel gegen militärische Ziele. Nichtsdestotrotz sterben auch immer Zivilisten.Quelle: ebenda
Das mit dem Vorgehen Russlands, mit Russlands genozidalen Angriffskrieg, zu vergleichen, das lässt tief blicken.
Am besten wäre es, wenn das Regime fällt.
Der Sturz des iranischen Regimes ist eines der wichtigsten Ziele der Peschmerga. Die kurdische Bevölkerung im Iran leidet nicht nur unter der Unterdrückung und Gewalt, die dort alle Menschen tagtäglich erleben, sondern auch unter spezifisch antikurdischer Diskriminierung. Und – wie gesagt – auch jenseits der Grenze in der Autonomen Region Kurdistan bombardiert der Iran. Entsprechend groß ist der Wunsch nach dem Ende des Terrorregimes und einem Leben in Frieden. Die Peschmerga wissen, dass das Regime nicht von allein verschwindet.Quelle: https://taz.de/Der-Krieg-ist-laengst-da/!6162796/
Ist ein geschwächtes iranisches Regime aus kurdischer Perspektive tatsächlich das beste Szenario?
Das beste Szenario aus kurdischer Perspektive wäre, wenn das Regime fällt. Dieses Regime hat den Kurden nichts als Terror und Unterdrückung gebracht.
Droht dann nicht eher ein Bürgerkrieg?
Man weiß nie, was in Zukunft passiert. Im Irak folgte auf den Sturz Saddam Husseins ein langer Bürgerkrieg, doch der hatte vielfältige Ursachen. Und daraus lässt sich kein Automatismus für den Iran ableiten. Fakt ist: Das iranische Regime überzieht die Region seit Jahren mit Terror. Der Krieg ist also schon längst da. Ein Sturz des Regimes könnte auch für mehr Frieden und Stabilität sorgen.
Was bedeutet das für die kurdische Frage?
Die Kurden haben unter dem Schah gelitten, sie leiden unter der Islamischen Republik. Sie wollen ein Ende der Unterdrückung. Der Sturz des iranischen Regimes birgt die Möglichkeit für grundlegende politische Veränderungen und neue Perspektiven. Ob Unabhängigkeit, Autonomie oder Föderalismus wird sich zeigen, im Mittelpunkt stehen erst mal Freiheit und Selbstbestimmung.
Meint jedenfalls auch Ronya Orthmann.



