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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.566 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 16:26
Zitat von VenomVenom schrieb:Wer das Werkzeug nicht nutzt ist sehr wahrscheinlich dann auch selbst schuld bis auf Ausnahmen.
Ich finde es gut, dass Du im letzten Satz das Wort "wahrscheinlich" eingebaut hast, und keine allgemeingültig Behauptung aufgestellt hast.
Zitat von VenomVenom schrieb:wo und wie viel diese Leute Geld ausgeben für Güter die teilweise sehr schädlich sind wie etliche Drogen (hier insbesondere Alkohol, Zigaretten und Cannabis hervorzuheben)
Denn es scheint so zu sein, dass so gut wie bei all' Deinen Beispielen psychologische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Es ist ja mittlerweile allgemeines Wissen, dass einer Drogensucht zumeist psychische Probleme zugrunde liegen. Ferner werden Drogen als Selbstmedikationsversuch eingesetzt.
Zitat von VenomVenom schrieb:Viele verbringen viel mehr Freizeit mit Entertainment in jeglicher Form als sich Gedanken über Selbstständigkeit zu machen zb. oder Fortbildung.
Könnte es schlicht und ergreifend daran liegen, dass sie einfach nicht wissen, wie das gehen soll, weil sie sich nicht drauf konzentrieren können? Darüberhinaus mglw. nicht genug Selbsbewußtsein haben, an sich und so ein Projekt zu glauben?
Zitat von VenomVenom schrieb:Und dann gibt es noch jene oben drauf die bewusst von Sozialhilfe leben anstatt arbeiten zu gehen, weil sich das teils zumindest vermeintlich mehr für sie lohnt
Wie frustrierend muß das sein. Für uns Menschen ist der Job doch zumeist eine herausfordernde und erfüllende Aufgabe, der wir uns auch gerne stellen. Wir verdienen Geld damit, sind unabhängig. Ein Mensch der alternativ zuhause abhängt, keinen Austausch mit Kollegen erfährt und kein Feedback für seine Arbeit erhält, kann nach meinem Dafürhalten nicht wirklich zufrieden sein, mit sich und seinem Leben. Demnach sehe ich auch in der Situation weiteren Klärungsbedarf für die tieferen Ursachen der möglichen Blockaden.
Zitat von VenomVenom schrieb:Wer das Werkzeug nicht nutzt ist sehr wahrscheinlich dann auch selbst schuld bis auf Ausnahmen.
Ich finde, man kommt mit Schuldzuweisung nicht wirklich weiter, insb. in solchen Fällen. Damit drängt man die Betroffenen noch mehr in eine Ecke, und es entsteht ggf. weitere Scham und Minderwertigkeitsgefühle bei ihnen. Von daher knüpfte ich an der Stelle mal kurz an die Kriegstraumatas an. Es bräuchte mehr Sozialarbeiter und Psychotherapeuten, die intensiver mit den betreffenden Familien zusammenarbeiten sollten, um an den wirklichen Ursachen der Depressionen, Widerstände und Blockaden zu arbeiten. Wir haben doch gesehen, dass die bisherige Herangehensweise (Leistungsausschüttung und die Menschen sich weitestgehend selbst überlassen) nicht wirklich greift, und daher wären andere Wege der Begleitung doch sinnvoll, zumindest lohnenswert mal auszuprobieren. Auch für die Nachfolgegenerationen, die dann nicht mehr so viele Leistungsträger zu finanzieren hätten. Ferner hätte man, so denn die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist, mehr Steuerzahler.
Zitat von VenomVenom schrieb:Die Frage ist da eher wie man was bewerten will wie du auch schon angesprochen hast. In der heutigen Gesellschaft zählt der Marktwert unter anderem. Welche Person hat höheren Ökonomieeinfluss usw.?
Right, also hinsichtlich der Fragestellung welchen Wert hat eine Tätigkeit (z.B. die Pflege) für unsere Gesellschaft? Auf der Punkteskala von 1-10 dürfte sie von der Bezahlung her auf den oberen Rängen liegen, mal so als Beispiel. Die Arbeitsbereiche, die mit Fürsorge für Menschen, Tiere und Natur (also unsere Lebensgrundlagen) zu tun haben, sollten entsprechend ihres Wertes - ihrer Wichtigkeit - für uns alle, bestens bezahlt werden :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 17:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was für ein Zynismus. Ihnen wird geholfen? Was, was ändert sich denn bei dieser Art von "Symptombehandlung"? Gar nix. Obendrauf werden sie auch noch von Leuten wie Dir diffamiert.
Jetzt bastelst Du Dir aber irgendwie Deine Argumentation.
Welche Symptombehandlung schwebt Dir denn bei z. B. körperlich beeinträchtigten Menschen vor? Oder bei psychisch angeschlagenen Menschen?

Und ja... dafür war einst die Sozialhilfe auch gedacht. Das ist kein Zynismus, keine Diffamierung sondern schlicht Realität.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und ja, ich halte jemanden, der unwahre unbelegte Behauptungen aufstellt, für einen Geschichtenerzähler.
ha ha ha... okay, meine werte Geschichtenerzählerin. :D


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 17:39
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich finde es gut, dass Du im letzten Satz das Wort "wahrscheinlich" eingebaut hast, und keine allgemeingültig Behauptung aufgestellt hast.
Manchmal ist es ja auch so, dass es nicht so ist wie es aussieht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Denn es scheint so zu sein, dass so gut wie bei all' Deinen Beispielen psychologische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Es ist ja mittlerweile allgemeines Wissen, dass einer Drogensucht zumeist psychische Probleme zugrunde liegen. Ferner werden Drogen als Selbstmedikationsversuch eingesetzt.
Psychologie spielt so ziemlich immer eine Rolle, mit oder ohne Drogensucht. Ändert aber auch nicht unbedingt was daran, dass man trotzdem verantwortlich ist oder sein kann.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Könnte es schlicht und ergreifend daran liegen, dass sie einfach nicht wissen, wie das gehen soll, weil sie sich nicht drauf konzentrieren können? Darüberhinaus mglw. nicht genug Selbsbewußtsein haben, an sich und so ein Projekt zu glauben?
Manchmal, ja. Aber erfolgreiche Menschen gehen auch durch diese Sachen durch, auch reiche Menschen.

Was mich halt stört ist wenn man sich hinter all diesen Dingern versteckt als ob man nichts dafür könnte und immer äußere Faktoren schuld sind, von Drogen bis hin zu den reichen Menschen, manchmal schiebt man es auf die Ausländer, Juden usw. Immer sind es die anderen, niemals man selbst.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie frustrierend muß das sein. Für uns Menschen ist der Job doch zumeist eine herausfordernde und erfüllende Aufgabe, der wir uns auch gerne stellen. Wir verdienen Geld damit, sind unabhängig. Ein Mensch der alternativ zuhause abhängt, keinen Austausch mit Kollegen erfährt und kein Feedback für seine Arbeit erhält, kann nach meinem Dafürhalten nicht wirklich zufrieden sein, mit sich und seinem Leben. Demnach sehe ich auch in der Situation weiteren Klärungsbedarf für die tieferen Ursachen der möglichen Blockaden.
Für die paar Leute die ich da persönlich kenne ist das kein großes Problem, sie brauchen ja offenbar kein Feedback von der Arbeit oder was auch immer. Sie kriegen ihr AMS Geld, manche arbeiten schwarz und müssen damit auch keine Steuern zahlen und mit Freunden und co. haben sie auch Kontakt und treffen sich dann mit denen usw. Manche können nicht mal gescheit deutsch, weil sie sich mit ihren Landsleuten umgeben und als jemand der selber Ausländer ist weiß ich das auch persönlich und ich weiß aus erster Hand, dass sie das aus Komfortgründen machen und nicht wegen angeblichem Rassismus oder sonst was. DAS sind dann Beispiele die mich anpissen und wo ich mir denke die gehören definitiv sanktioniert und denen die Sozialhilfe massiv beschränkt und unter anderem teilweise auch Aufenthaltsstatus entzogen bzw. nach Ablauf nicht mehr verlängert was dann zur Abschiebung führt falls die Person das Land nicht freiwillig verlässt und die Personen nicht mehr zu unserem Problem macht, insbesondere ist hier von Geld die Rede. Da muss massiver Druck ausgeübt werden aber auch gefördert werden für jene die auch wirklich was machen wollen. Nur fordern ist halt auch nicht unbedingt sinnvoll. Du hast da zb unter anderem Psychologen erwähnt. Es ist schlicht und ergreifend ein Nehmen und Geben. Fördern und fordern.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Arbeitsbereiche, die mit Fürsorge für Menschen, Tiere und Natur (also unsere Lebensgrundlagen) zu tun haben, sollten entsprechend ihres Wertes - ihrer Wichtigkeit - für uns alle, bestens bezahlt werden :Y:
Da verstehe ich dich vollkommen und bin grundsätzlich bei dir, aber es hat alles einen Preis. Wenn die bestens bezahlt werden (die Frage ist wie viel denn genau im Vergleich zu jetzt), wie machen wir es dann mit den anderen Berufen? Und die Führungskraft wird dann erst recht top bezahlt sein. Da gibt es so einige an Herausforderungen sowohl für den Staat als auch für die Arbeitgeber.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 18:11
Zitat von VenomVenom schrieb:Manchmal ist es ja auch so, dass es nicht so ist wie es aussieht.
Wie meinst Du das gerade, also bezogen auf den angesprochenen Kontext?
Zitat von VenomVenom schrieb:Psychologie spielt so ziemlich immer eine Rolle, mit oder ohne Drogensucht. Ändert aber auch nicht unbedingt was daran, dass man trotzdem verantwortlich ist oder sein kann.
Na ja, ich sprach von psychischen Problemen, die - nach meinem Verständnis - durchaus bei allen derart beeinträchtigende Auswirkungen haben können, dass kaum Belastbarkeit vorhanden ist. Aber ich bewege mich gerade im spekulativen Bereich, hab' jetzt nicht dazu recherchiert, um dieses zu belegen. Gehe aber davon aus, dass es dennoch nachvollziehbar sein sollte, wie ich es meine.
Zitat von VenomVenom schrieb:DAS sind dann Beispiele die mich anpissen und wo ich mir denke die gehören definitiv sanktioniert und denen die Sozialhilfe massiv eschränkt und unter anderem teilweise auch Aufenthaltsstatus entzogen bzw. nach Ablauf nicht mehr verlängert was dann zur Abschiebung führt falls die Person das Land nicht freiwillig verlässt und die Personen nicht mehr zu unserem Problem macht, insbesondere ist hier von Geld die Red
Nochmal, jeder von ihnen wird auf irgendeiner Ebene mitbekommen, dass das so nicht zu einem erfüllten Leben kommen wird. Was wird aus der Rente, wenn man nur schwarz arbeitet? Wie will man mit so wenig Geld Kindern etwas mit auf den Weg geben (gute Bildung etc.). Ich kann mir halt nur schlecht vorstellen, dass Menschen, die so leben, tatsächlich zufrieden mit sich und dem Leben sind. Auf mich wirkt das doch sehr ziel- und hilflos.
Zitat von VenomVenom schrieb:Da verstehe ich dich vollkommen und bin grundsätzlich bei dir, aber es hat alles einen Preis. Wenn die bestens bezahlt werden (die Frage ist wie viel denn genau im Vergleich zu jetzt), wie machen wir es dann mit den anderen Berufen? Und die Führungskraft wird dann erst recht top bezahlt sein. Da gibt es so einige an Herausforderungen sowohl für den Staat als auch für die Arbeitgeber.
Ist zwar verpönt hier bei einigen, aber ich denke, dass sollte man in der Folge diskutieren. Wichtig wäre erst mal so ein gesellschaftliches Übereinkommen, dass bestimmte Werte (wie Fürsorge für Mensch, Tier und Natur, also unserer Lebensgrundlagen) zu priorisieren wären, und dass zerstörerisches Verhalten, wie Investitionen in den Raubbau an der Natur, Ausbeutung von Arbeitskräften oder Qualhaltung von Tieren etc. nicht mit Gewinn in diesen Bereichen "belohnt" werden darf ... mal so als Ansatz.

Auf jeden Fall sollte man auch im Hinblick auf diese Dinge an der Milliardärssteuer dran bleiben :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 18:30
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was wird aus der Rente, wenn man nur schwarz arbeitet?
Ach, kein Problem, die zahlt ein anderer der ehrlich ist. In der Statistik zieht er die Schere nach unten und dann wollen alle gerechte Vermögensverteilung, läuft.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Auf jeden Fall sollte man auch im Hinblick auf diese Dinge an der Milliardärssteuer dran bleiben :Y:
Hat sich da was geändert? Du hast einen Freibetrag von 2 Mio vorgeschlagen - wenn es eine Milliardärsteuer sein soll, muss der Freibetrag bei 999 Mio liegen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 18:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ach, kein Problem, die zahlt ein anderer der ehrlich ist. In der Statistik zieht er die Schere nach unten und dann wollen alle gerechte Vermögensverteilung, läuft.
Na ja, hab' nix anderes erwartet. Als ob jemand mit den 1.000 oder wieviel Euro das dann sind, eine glückliche Zeit im Alter haben könnte. Und nebenbei noch schwarz arbeiten, wenn man zu alt ist, geht auch nicht. Das wird ja wohl jeder erfassen können, dass das so kein Spass werden wird.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hat sich da was geändert? Du hast einen Freibetrag von 2 Mio vorgeschlagen - wenn es eine Milliardärsteuer sein soll, muss der Freibetrag bei 999 Mio liegen.
Danke für den Hinweis. Nö, es hat sich nix geändert, hab' heute nur mal diese Vermögenssteuer vergessen, weil ich lediglich die Milliardärssteuer und die Erbschaftssteuerreform im Fokus hatte. Aber ja, diese drei steuerlichen Bereiche sind wichtig für die Beseitigung der unfassbaren Ungleichheit hier in Deutschland.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 18:50
@mitH2CO3
Also zwei Steuern auf Vermögen: Vermögenssteuer über 2 Mio und ab 1 Mrd eine weitere Milliardärsteuer, ok.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 18:58
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also zwei Steuern auf Vermögen: Vermögenssteuer über 2 Mio und ab 1 Mrd eine weitere Milliardärsteuer, ok.
Eine nationale Vermögenssteuer, eine höhere Erbschaftssteuer für Superreiche sowie eine globale Milliardärssteuer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 19:04
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie meinst Du das gerade, also bezogen auf den angesprochenen Kontext?
Manche Menschen haben zb. ein Problem ohne, dass man es ihnen ansieht. Manche haben Depression und man sieht es ihnen nicht gleich an.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Na ja, ich sprach von psychischen Problemen, die - nach meinem Verständnis - durchaus bei allen derart beeinträchtigende Auswirkungen haben können, dass kaum Belastbarkeit vorhanden ist
Was ja auch stimmt, aber ich würde definitiv nicht sagen, dass das so bei allen ist und selbst wenn man tatsächlich betroffen ist - es macht einen nicht schuldunfähig. Auch psychisch Kranke (was bei Weitem nicht auf alle Bürger zutrifft die unter dem Mittelstand gehören) sind verantwortungsfähig je nach Schweregrad aber darüber diskutieren lohnt sich meiner Meinung nach auch nicht, weil nur die Wenigsten schwer psychisch krank sind und zb. an Psychose leiden usw.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nochmal, jeder von ihnen wird auf irgendeiner Ebene mitbekommen, dass das so nicht zu einem erfüllten Leben kommen wird. Was wird aus der Rente, wenn man nur schwarz arbeitet? Wie will man mit so wenig Geld Kindern etwas mit auf den Weg geben (gute Bildung etc.). Ich kann mir halt nur schlecht vorstellen, dass Menschen, die so leben, tatsächlich zufrieden mit sich und dem Leben sind. Auf mich wirkt das doch sehr ziel- und hilflos.
Da manche davon die Idee haben später wieder ins alte Heimatland zurückzukehren kann es ihnen egal sein, dort sind sie dann im Grunde deutlich wohlhabender als hier mit dem gleichen Geld. Plus die Kinder oder/und Enkelkinder schicken dann auch Geld nach Hause. Bis bei uns der Staat einen Crackdown machte ist man sogar so früher ins Heimatland gezogen und hat trotzdem noch Sozialleistungen erhalten.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ist zwar verpönt hier bei einigen, aber ich denke, dass sollte man in der Folge diskutieren. Wichtig wäre erst mal so ein gesellschaftliches Übereinkommen, dass bestimmte Werte (wie Fürsorge für Mensch, Tier und Natur, also unserer Lebensgrundlagen) zu priorisieren wären, und dass zerstörerisches Verhalten, wie Investitionen in den Raubbau an der Natur, Ausbeutung von Arbeitskräften oder Qualhaltung von Tieren etc. nicht mit Gewinn in diesen Bereichen "belohnt" werden darf ... mal so als Ansatz.
Diskussion ist hier schon gut, ich will auch nicht dir oder anderen Usern hier unterstellen böswillig zu sein oder Ähnliches. Ich will natürlich auch nicht, dass du oder jemand anderer denkt ich bin irgendein psychopathischer, kapitalistischer Bluthund auch wenn es mir schon teilweise früher unterstellt wurde von Kommunisten und manchen Sozialisten aufgrund meiner Positionen. Diese Positionen kommen auch nicht von Nirgendwo und es gibt Gründe warum ich denke wie ich denke und warum ich unbedingt meinen Wohstand schützen will und natürlich auch aufbauen. Was die Natur und Tiere angeht da bin ich bei dir und ich bin ein großer Natur- und Tierliebhaber, bei Menschen hält sich meine Sympathie and Empathie in Grenzen je nach dem welche Menschen. Manche sind mir einfach mild gesagt nichts wert, ganz im Gegenteil...allerdings nicht wegen Kapitalismus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

29.03.2026 um 19:25
Zitat von VenomVenom schrieb:Was ja auch stimmt, aber ich würde definitiv nicht sagen, dass das so bei allen ist und selbst wenn man tatsächlich betroffen ist - es macht einen nicht schuldunfähig.
Ich tue mich schwer - im Kontext mit den hier angesprochenen Themen - das Wort Schuld oder schuldunfähig zu verwenden. Wir sind hier ja auch nicht juristisch unterwegs, von daher. Verantwortung, Eigenverantwortung würden das Gemeinte vermutlich besser treffen. Aber das hat halt auch den Beigeschmack von ... wenn er/sie nur wollte, könnte er/sie auch. Dem ist halt nicht so. Wenn er oder sie könnte, würde er/sie doch auch.

Ich weiss nicht. Vllt. hat diese Denke ja auch was mit der Mentalität zu tun, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Das ist aber nicht verifizierbar. Manche haben einfach eine gute familiäre und finanzielle Ausgangsposition, Unterstützung und Glück. Dann passt es halt --> vermutlich Erfolg.

Andere haben eine schlechte familiäre und finanzielle Ausgangspositionen, keine Unterstützung und Pech --> vermutlich keinen oder weniger Erfolg

Da könnte man jetzt natürlich noch diskutieren, was genau Erfolg denn ausmacht. Aber ich belasse es jetzt mal dabei, und spreche vom finanziellen Erfolg, da sich hier bemerkenswerterweise halt alles um's Geld dreht. Als bestünde Kapitalismus nur aus Geld & Steuern... aber gut.
Zitat von VenomVenom schrieb:Diskussion ist hier schon gut, ich will auch nicht dir oder anderen Usern hier unterstellen böswillig zu sein oder Ähnliches.
Hä, das verstehe ich auch nicht. Wieso sollte hier jemand böswillig sein? Empathielosigkeit ist zwar echt uncool, aber auch nicht zwingend böswillig.
Zitat von VenomVenom schrieb:Manche sind mir einfach mild gesagt nichts wert, ganz im Gegenteil...allerdings nicht wegen Kapitalismus.
Da bin ich raus, weil für mich jeder Mensch (s)eine Würde hat. Einer ist nicht mehr oder weniger Wert als der andere. Und philosophische Spielchen werde ich an der Stelle bestimmt nicht spielen, wer in welchem Modell mehr wert sei. Nö, für mich gilt das Gleichheitsprinzip nicht nur im juristischen Sinne.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 00:33
In einer Fernsehsendung hörte ich gerade folgende Worte bezüglich des Kapitalismus:
"Unendliches Wachstum ist die Logik einer Krebszelle"

Diesen Vergleich finde ich sehr passend.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 04:06
@Optimist
Man hört viele Dummheiten wenn der Tag lang ist, die Chance erhöhen sich wenn man ÖRR schaut (btw. warum wollen die immer dass der Beitrag steigt?)
Wenn unendliches Wachstum die Logik einer Krebszelle ist, welche Logik haben Zellen die gar nichts tun und miternährt werden? Was sollte ein Organismus mit ihnen machen?
Da brauche ich einen passenden Vergleich, hast Du da was?

Sachliche Fragen die zusammenhängen, angenommen der Konsum stagniert wie gewünscht:
- braucht es noch Lohnerhöhungen? wenn nein, aus was zahlen wir die Staatsschulden? Der Staat wird die Steuern und Gebühren erhöhen, die Firmen werden immer weniger haben, und dann?
- wenn die Länder aus denen wir importieren die Preise erhöhen, wie zahlen wir das? Weniger kaufen, sprich noch weniger konsumieren?
- wenn wir weniger konsumieren weil wir mehr zahlen und immer noch das gleiche Geld zur Verfügung haben, aus was zahlen wir den Sozialstaat der hier wachsen soll ? (lol, da darf es schon Wachstum geben!)
- wenn man die Lücke mit Substanzssteuern finanziert (Vermögen, Milliardär, Erbschaft), was machen wir wenn die Substanz weg ist?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 08:11
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In einer Fernsehsendung hörte ich gerade folgende Worte bezüglich des Kapitalismus:
"Unendliches Wachstum ist die Logik einer Krebszelle"

Diesen Vergleich finde ich sehr passend.
Ist er aber nicht, denn Kapitalismus benötigt kein Wachstum. Er kommt auch mit Stagnation problemlos zurecht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 08:15
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Ist er aber nicht, denn Kapitalismus benötigt kein Wachstum. Er kommt auch mit Stagnation problemlos zurecht
Wir haben halt oft Reformen und Anpassungen über Wachstum aussitzen können


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 09:07
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Diesen Vergleich finde ich sehr passend.
Kapitalismus per se ist nicht schlecht, wenn er durch staatliche Rahmenbedingungen gebändigt wird.
Der Turbokapitalismus ist die entfesselte Form des Kapitalismus, der zu unkontrollierbaren Wachstum führt, und damit system- also demokratiegefährdend werden kann.

Daher auch pronto: TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 09:36
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Turbokapitalismus ist die entfesselte Form des Kapitalismus, der zu unkontrollierbaren Wachstum führt
Von unkontrollierbaren Wachstum merke ich aber nichts in D. Im Gegenteil... ich sehe eher das Firmen im Ausland ihr Glück suchen und das hier reichlich Betriebe in die Insolvenz gehen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 09:52
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Von unkontrollierbaren Wachstum merke ich aber nichts in D.
Dann schau' halt mal bspw. solche Beiträge an. Vllt. merkst Du ja dann was.
Deutschland hat nach den USA, China und Indien die meisten Milliardäre. Und ihre Zahl steigt weiter. Gleichzeitig werden die Armen hierzulande immer ärmer. Eine Steuer für die reichsten der Reichen würde helfen, die soziale Ungleichheit auszugleichen. Doch seit Jahren stemmen sich einflussreiche Gruppen gegen die erneute Einführung einer Vermögensteuer. Reschke Fernsehen zeigt die Kampagnen der reichen Interessensgruppen.

Bild: NDR / Reschke Fernsehen, Björn Karnebogen
https://www.ardmediathek.de/video/reschke-fernsehen/die-macht-der-superreichen-einfluss-de-luxe/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8zMGRhMjk0MS0wOTM4LTQxZDgtYWEzNC0wNDAzNzVmNjkxNTI


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 10:08
Zitat von zaeldzaeld schrieb:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:In einer Fernsehsendung hörte ich gerade folgende Worte bezüglich des Kapitalismus:
"Unendliches Wachstum ist die Logik einer Krebszelle"

Diesen Vergleich finde ich sehr passend
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Ist er aber nicht, denn Kapitalismus benötigt kein Wachstum. Er kommt auch mit Stagnation problemlos zurecht
ja, schön wäre es. Sag das mal denjenigen, die immer davon reden, dass das Bruttosozialprodukt jedes Jahr steigen muss.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Wir haben halt oft Reformen und Anpassungen über Wachstum aussitzen können
so siehts aus.
Und das wird sich wohl nie ändern, solange der Weg des geringsten Widerstandes genommen wird.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kapitalismus per se ist nicht schlecht, wenn er durch staatliche Rahmenbedingungen gebändigt wird.
Der Turbokapitalismus ist die entfesselte Form des Kapitalismus, der zu unkontrollierbaren Wachstum führt, und damit system- also demokratiegefährdend werden kann
Dieser Turbokapitalismus war sicher auch gemeint.

Den haben wir doch schon partiell, indem Monopole bestimmen, wie es alles läuft, sich mit ihrem Geld viele Lobbyisten leisten kann.
Mittelständler z.B. haben nicht genug Geld und Einfluss um Gesetze durchzudrücken.

In der Sendung gings z.B. u.a. darum, dass ein Dorf weichen musste für einen Kohletagebau und anderer Raubau an der Natur.
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Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn unendliches Wachstum die Logik einer Krebszelle ist, welche Logik haben Zellen die gar nichts tun und miternährt werden? Was sollte ein Organismus mit ihnen machen?
Da brauche ich einen passenden Vergleich, hast Du da was?
Die paar - prozentual gesehen - "faulen" Zellen (im Vergleich zu denen die nützlich sind) füttert ein Organismus problemlos durch.
Krebszellen haben aber erst recht keinen Nutzen und können einen Organismus töten.

Ich habe dem Copilot von Edge mal folgende Frage gestellt:
"arbeiten" Krebszellen und falls ja, was für eine Aufgabe haben diese?
KI (unterstreichung durch mich):
Krebszellen arbeiten tatsächlich – aber nicht im Sinne einer sinnvollen Aufgabe für den Körper.
Sie sind aktive, hochstoffwechselnde, energiehungrige Zellen, die aber keinen Nutzen mehr für den Organismus haben.
Ihre „Arbeit“ besteht im Grunde darin, sich selbst zu erhalten und zu vermehren, und genau das macht sie gefährlich
Wen diese Zellen darstellen, diese Bewertung überlasse ich jedem selbst.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Sachliche Fragen die zusammenhängen, angenommen der Konsum stagniert wie gewünscht:
- braucht es noch Lohnerhöhungen? wenn nein, aus was zahlen wir die Staatsschulden?

1.:
Staatschulden werden sowieso nie vollständig zurück gezahlt, soviel ich weiß, sondern es geht mehr um die Zinszahlungen - diese dürfen nicht zu hoch werden.

2.:
Vielleicht die Arbeit im unteren und mittleren Lohnbereich nicht mehr oder nur sehr gering besteuern und dafür mehr die Produkte besteuern (nicht die MWSt anheben, sondern über höhere Preise meine ich und Lebensmittel natürlich nur gering besteuern). Dann wird automatisch weniger konsumiert und alles ist nachhaltiger. Vielleicht werden dann evtl. auch wieder mehr Geräte hergestellt, die länger halten.

Hohe Löhne müssten natürlich weiterhin ausreichend besteuert werden.
Auch die Gewinne weiterhin besteuern.

Frag mich jetzt aber bitte nicht wie hoch die Steuern sein sollen, ich bin kein BWLer


Der Staat wird die Steuern und Gebühren erhöhen, die Firmen werden immer weniger haben, und dann?
wer sagt denn dass die Firmen weniger haben müssten, wenn die Besteuerung der Arbeitskraft im unteren Level der Löhne wegfällt oder viel geringer ist?
- wenn die Länder aus denen wir importieren die Preise erhöhen, wie zahlen wir das? Weniger kaufen, sprich noch weniger konsumieren?
weniger Konsum und nachhaltiger leben kann nie schaden, finde ich.
- wenn wir weniger konsumieren weil wir mehr zahlen und immer noch das gleiche Geld zur Verfügung haben, aus was zahlen wir den Sozialstaat der hier wachsen soll ? (lol, da darf es schon Wachstum geben!)
wer sagt denn, dass der wachsen soll? Der soll wenigstens nicht weiter abgebaut werden.
- wenn man die Lücke mit Substanzssteuern finanziert (Vermögen, Milliardär, Erbschaft), was machen wir wenn die Substanz weg ist?
Dann müsste man halt so klug und geschickt besteuern, dass die Substanz nicht weg geht.
Ich habe gelernt, dass sowas in manch anderen Ländern möglich ist.

Wozu gibts die Politiker, wofür werden die bezahlt und haben Wirtschaftsberater?
Die müssen sich einen Kopf über das WIE machen.
Im Moment siehts aber nach wie vor so aus, als wollen sie immer weiter nur "unten absaugen".
Bei sich selbst fangen die auch nie an, den Gürtel enger zu schnallen, obwohl sie dann keinesfalls "verhungern" würden.

Am unteren Ende, die sind aber schon am Limit, wenn demnächst die Preise weiter steigen und weiterhin gesagt wird: die kriegen keine Erhöhung, haben sie nicht verdient die faulen Säcke, der Lohnabstand ist zu gering...

Und ja, ich bin doch auch dafür, dass diejenigen die jung, gesund und noch kraftvoll sind, auch mehr gefordert werden müssten zu arbeiten (z.B. junge Männer 😉)
Es sollte sich jedoch nicht an denjenigen abgearbeitet werden, die diverse Einschränkungen (physisch und psychisch) haben, aber dennoch nicht als arbeitsunfähig gelten.
Wozu solch ein Aufwand, wo der Nutzen nur sehr gering wäre?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 10:14
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dann schau' halt mal bspw. solche Beiträge an. Vllt. merkst Du ja dann was.
Das Reiche reicher werden bestreite ich nicht, aber wo ist das ungebremste und unkontrollierte Wachstum zu sehen?
Denn das Wachstum müsste D in Gänze betreffen..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

31.03.2026 um 10:35
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Das Reiche reicher werden bestreite ich nicht, aber wo ist das ungebremste und unkontrollierte Wachstum zu sehen?
Denn das Wachstum müsste D in Gänze betreffen..
Hey, es geht um den ungebremsten, exponentiell wachsenden Reichtum der Milliardäre. Wurde im Thread mehrfach angesprochen.
Das Vermögen wächst extrem schnell. Oxfam berichtet, dass das Vermögen der Milliardäre seit 2020 fast doppelt so schnell wächst, wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung Vermögen aufbaut.
https://www.oxfam.de/presse/pressemitteilungen/2026-01-19-so-schnell-nie-so-gross-nie-milliardaersvermoegen-erreichen


Hier haben Vermögende eine Initiative gestartet TAX ME NOW 🤗 (nebst einer Petition, die alle unterschreiben sollten, die Interesse an der Abschaffung von dieser extremen Ungleichheit haben) Vermögende für Steuergerechtigkeit https://www.taxmenow.eu


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