Venom schrieb:Wer das Werkzeug nicht nutzt ist sehr wahrscheinlich dann auch selbst schuld bis auf Ausnahmen.
Ich finde es gut, dass Du im letzten Satz das Wort "wahrscheinlich" eingebaut hast, und keine allgemeingültig Behauptung aufgestellt hast.
Venom schrieb:wo und wie viel diese Leute Geld ausgeben für Güter die teilweise sehr schädlich sind wie etliche Drogen (hier insbesondere Alkohol, Zigaretten und Cannabis hervorzuheben)
Denn es scheint so zu sein, dass so gut wie bei all' Deinen Beispielen psychologische Faktoren eine Rolle spielen könnten. Es ist ja mittlerweile allgemeines Wissen, dass einer Drogensucht zumeist psychische Probleme zugrunde liegen. Ferner werden Drogen als Selbstmedikationsversuch eingesetzt.
Venom schrieb:Viele verbringen viel mehr Freizeit mit Entertainment in jeglicher Form als sich Gedanken über Selbstständigkeit zu machen zb. oder Fortbildung.
Könnte es schlicht und ergreifend daran liegen, dass sie einfach nicht wissen, wie das gehen soll, weil sie sich nicht drauf konzentrieren können? Darüberhinaus mglw. nicht genug Selbsbewußtsein haben, an sich und so ein Projekt zu glauben?
Venom schrieb:Und dann gibt es noch jene oben drauf die bewusst von Sozialhilfe leben anstatt arbeiten zu gehen, weil sich das teils zumindest vermeintlich mehr für sie lohnt
Wie frustrierend muß das sein. Für uns Menschen ist der Job doch zumeist eine herausfordernde und erfüllende Aufgabe, der wir uns auch gerne stellen. Wir verdienen Geld damit, sind unabhängig. Ein Mensch der alternativ zuhause abhängt, keinen Austausch mit Kollegen erfährt und kein Feedback für seine Arbeit erhält, kann nach meinem Dafürhalten nicht wirklich zufrieden sein, mit sich und seinem Leben. Demnach sehe ich auch in der Situation weiteren Klärungsbedarf für die tieferen Ursachen der möglichen Blockaden.
Venom schrieb:Wer das Werkzeug nicht nutzt ist sehr wahrscheinlich dann auch selbst schuld bis auf Ausnahmen.
Ich finde, man kommt mit Schuldzuweisung nicht wirklich weiter, insb. in solchen Fällen. Damit drängt man die Betroffenen noch mehr in eine Ecke, und es entsteht ggf. weitere Scham und Minderwertigkeitsgefühle bei ihnen. Von daher knüpfte ich an der Stelle mal kurz an die Kriegstraumatas an. Es bräuchte mehr Sozialarbeiter und Psychotherapeuten, die intensiver mit den betreffenden Familien zusammenarbeiten sollten, um an den wirklichen Ursachen der Depressionen, Widerstände und Blockaden zu arbeiten. Wir haben doch gesehen, dass die bisherige Herangehensweise (Leistungsausschüttung und die Menschen sich weitestgehend selbst überlassen) nicht wirklich greift, und daher wären andere Wege der Begleitung doch sinnvoll, zumindest lohnenswert mal auszuprobieren. Auch für die Nachfolgegenerationen, die dann nicht mehr so viele Leistungsträger zu finanzieren hätten. Ferner hätte man, so denn die Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist, mehr Steuerzahler.
Venom schrieb:Die Frage ist da eher wie man was bewerten will wie du auch schon angesprochen hast. In der heutigen Gesellschaft zählt der Marktwert unter anderem. Welche Person hat höheren Ökonomieeinfluss usw.?
Right, also hinsichtlich der Fragestellung welchen Wert hat eine Tätigkeit (z.B. die Pflege) für unsere Gesellschaft? Auf der Punkteskala von 1-10 dürfte sie von der Bezahlung her auf den oberen Rängen liegen, mal so als Beispiel. Die Arbeitsbereiche, die mit Fürsorge für Menschen, Tiere und Natur (also unsere Lebensgrundlagen) zu tun haben, sollten entsprechend ihres Wertes - ihrer Wichtigkeit - für uns alle, bestens bezahlt werden
:Y: