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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.950 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

23.11.2015 um 22:44
@Sixtus66

Die Namen wäre schon ein Schritt vorwärts, man wählt anhand der Gesichter. Deswegen hat Merkel auch so schlechte Umfrageergebnisse :P


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

23.11.2015 um 22:44
alexklusiv schrieb: dass der Staat alles in der Hand hätte, die Löhne auch für jene festlegen würde
Wo wir dann wieder bei einem autoritären Staat wären und all das, was wir in der Vergangenheit erleben durften, reaktiviert wird. Ich sage dir ganz klar, wenn der Staat derart eingreifen würde, führt das zwangsläufig zu autokratischen Systemen, die sich nur eine roten Anstrich verpassen. Die Kollateralschäden sind ebenso bekannt.

Ich bin durchaus dafür, diese unsäglichen Finanzmärkte viel, viel stärker zu kontrollieren und so einige Praktiken zu verbieten. Aber Löhne aufzudiktieren, wird zu nichts führen. Selbst der Mindestlohn ist umstritten.

Das, was du sagst, ist lediglich, dass der Staat mehr Kontrolle ausüben soll. Klingt für mich nach tiefen Gesetzesänderungen, die irgendwann nichts mehr mit einem demokratischen Rechtsstaat zu tun haben.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

23.11.2015 um 22:46
@Aldaris
Es würde sich dann auch die Frage stellen, wer den Staat kontrolliert wenn der Staat alles kontrolliert. Anfangs ginge es vielleicht gut, nach einer Weile würden sich dann korrupte Spinner etablieren und wenn die ihre Machtposition im Staat erstmal gefestigt haben manipulieren die alles zu ihren Gunsten.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

23.11.2015 um 22:48
@Aldaris

Sieh bitte kurz in das Programm der LINKEN rein. Dann dürfte dir einiges klarer werden. Der Staat muss nicht mehr, sondern totale Kontrolle bekommen, das sage jetzt ich, nicht DIE LINKE. Aber das Volk muss der Staat sein. Das sagt die Bezeichnung Sowjetunion-Räteunion. Ob auf kommunaler (Kommunismus...) oder globaler Ebene, es müssen die selben Menschen Entscheidungen treffen, die am Ende davon beeinflusst werden, der Generalsekräter ist eben auch nur ein Sekretär, nur eben ein wichtigerer. Er darf keineswegs über das Geld des Staates verfügen, das muss der Staat machen, und somit das Volk. Was ich sagen will, ist, dass der Staat endlich wieder zu einem Werkzeug des Volkes werden muss. Und nicht zu seinem Gegner. Der Staat muss Recht, Ordnung und Wohlstand aufrechterhalten, und keine Ausbeutung zulassen. Das, und nur das, ist für mich ein Rechtsstaat.


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23.11.2015 um 22:48
@Sixtus66

Jop, sieht man den gescheiterten Projekten von Stalin, Mao, Kim Jong, Pol Pot usw.


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23.11.2015 um 22:49
alexklusiv schrieb:Der Staat muss nicht mehr, sondern totale Kontrolle bekommen,
Da läuft es mir dann kalt den Rücken runter.


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23.11.2015 um 22:49
@Aldaris

Und deswegen muss der Staat, der nicht sein Anführer ist, sondern sein Volk, sogar das Gehalt ebendessen Anführers bestimmen dürfen.


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23.11.2015 um 22:52
alexklusiv schrieb:Was ich sagen will, ist, dass der Staat endlich wieder zu einem Werkzeug des Volkes werden muss.
Wenn der Staat die totale Kontrolle hat und sich dann irgendein Psychopath nach oben schwingt, ist das Volk diesem ausgeliefert. Das kennen wir aus der Vergangenheit. Und falls da noch sowas wie Demokratie vorhanden ist, dann kann man es eher als Ochlokratie bezeichnen.


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23.11.2015 um 22:55
@Aldaris

Warum nimmst du so sicher an, dass der "ganz oben" so viel Macht hat, dass er irgendeine Entscheidung ohne die zehn unter ihm treffen kann? Und diese ohne die hundert unter ihnen? Ich muss dir doch nicht erklären, was Demokratie ist? Dass Präsident Obama jederzeit Russland angreifen kann, mit einem Fingerzeig, das ist keine Demokratie, und dass Putin das kann ebensowenig.


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23.11.2015 um 22:57
@alexklusiv
Welcher dazu befähigte Manager sollte sich freiwillig darauf einlassen den Konzern zu lenken, eine anstrengende und verantwortungsvolle Aufgabe ohne dafür den Gegenwert zu bekommen in Form von Macht oder Geld ?

Das System führt zum Stillstand, denn es gibt keinen Ansporn mehr zum Fortschritt, wieso sollte ich ein schweres Studium absolvieren, wenn ich ohne Anstrengung ein bedingungsloses Grundeinkommen habe, was maximal die Hälfte von dem des VW Managers beträgt, der dafür eine 70 Stunden Woche hat ?


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23.11.2015 um 22:57
@Aldaris

Der "ganz oben" hat einfach nur spezielle wichtigere Aufgaben und sein Wort hat mehr Gewicht. Mehr Gewicht. Das war es aber auch schon. Eine ganz normale Hierarchie. Stell es dir wie die Föderation aus Star Trek vor. Der Föderationspräsident ist wegen den Grenzen seiner Macht unfähig, irgendwelche radikalen Entscheidungen selbst zu treffen. Manchmal ist das nur eine Verzögerung, manchmal verhindert es aber einen Diktator, Demokratie eben. Humanismus ist untrennbar mit dem Sozialismus verbunden, wenn du verstehts, was ich meine.


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23.11.2015 um 23:02
@Bruderchorge

Das Doppelte ist um einiges mehr als die Hälfte des Doppelten. Es kann auch gerne das Fünffache sein, aber nicht das Dreihundertfache. Der Ansporn wäre, dass man bekannt wird, jeder kennt Winterkorn (den neuen Heini da nicht unbedingt, ich jedenfalls nicht, aber das kommt noch, weil die Medien fleißig berichten werden). In der Sowjetunion hat es auch genug Motivation gegeben, glaub es mir, sonst hätte sie keine Generation lang ohne Aufstand funktioniert, jedenfalls ohne massiven. Aber dein Argument ist in jedem Fall richtig, es muss nicht das Doppelte sein, das Doppelte zum Beispiel als Unterschied zwischen Mechaniker und Chefingenieur und das Fünffache zwischen Mechaniker und Manager. Das Dreihundertfache ist mehr Motivation, völlig klar, aber schonmal daran gedacht, dass auch der Mechaniker, von denen es so viele mehr gibt, auch eine Motivation zum leben bräuchten? Was ist besser, hundert Leute a 10.000€ Einkommen oder neunundneunzig mit 1000€ und einer mit 900.000€? Aber genau so sieht die heutige Welt aus, das ist ein sehr realistischer Vergleich, trifft sehr nah an die Realität! Das muss aufhören!


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23.11.2015 um 23:05
Bruderchorge schrieb:wieso sollte ich ein schweres Studium absolvieren, wenn ich ohne Anstrengung ein bedingungsloses Grundeinkommen habe
Ahh...ein Extrinsiker! Also ich studiere etwas, weil es mich interessiert, Karriere ist mir zweit- bzw drittrangig.
Bruderchorge schrieb:was maximal die Hälfte von dem des VW Managers beträgt, der dafür eine 70 Stunden Woche hat ?
Kein Manager arbeitet ernsthaft 70 Stunden. Das Geschäftsessen und den Quicki mit der Controllerin z.B. zähle ich nicht wirklich zu echter Arbeit


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23.11.2015 um 23:09
alexklusiv schrieb:Warum nimmst du so sicher an, dass der "ganz oben" so viel Macht hat, dass er irgendeine Entscheidung ohne die zehn unter ihm treffen kann?
Ich habe zwei Abschlussarbeiten über Organisationstheorien geschrieben, deshalb halte ich mich zumindest in dem Bereich für etwas kompetent. Wenn der Staat erstmal die totale Kontrolle installiert hat, werden sich autoritäre Strukturen bilden. Die Zehn unter dem 'Herrscher' werden nach Macht streben und diese festigen, in dem sie dem 'Herrscher' entgegen kommen und das System zu legitimieren versuchen - hier geht es um Macht-Abhängigkeit und um Ressourcen. Diese Macht wird dann auch nach unten delegiert und so etabliert sich ein System, das über die totale Kontrolle verfügt. Und selbst wenn der -ich nenne ihn jetzt mal- Kronrat (Die unteren 10) rebelliert, enstehen instabile Strukturen, die maximal zu schweren Verwerfungen innerhalb des Staates führen. Es läuft dann so oder so auf einen autoritären Staat hinaus. Das hat wirklich was von alten, monarchistischen Strukturen an sich.


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23.11.2015 um 23:09
@collectivist

Zwei sehr dicke Punkte, die du viel präziser vorgebracht hast als ich. Allerdings unsere Standardargumente. Wir müssen wohl damit beginne, es auf heutige Möglichkeiten zu beziehen.

@Bruderchorge

Glaubst du echt, ein Mechaniker würde härter arbeiten als ein Manager? Also, ich persönlich wäre auch bei geringerer Bezahlung lieber Manager. Wieso? Ansehen.


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23.11.2015 um 23:10
@Aldaris

Klingt sehr pessimistisch, was die Menschheit angeht. Das besätigt per Theorie den Egoismus der Menschen, den ich noch immer nicht für richtig/unumgehbar/natürlich sondern gewissermaßen antrainiert halte. Aber, das ist eine zu gewichtige und komplizierte Frage, um sie hier gesellschaftswissenschaftlich zu diskutieren.


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collectivist
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23.11.2015 um 23:12
alexklusiv schrieb:Das besätigt per Theorie den Egoismus der Menschen, den ich noch immer nicht für richtig/unumgehbar/natürlich sondern gewissermaßen antrainiert halte.
Der Egoismus ist nicht genetisch disponiert. Es handelt sich lediglich um eine schlechte Angewohnheit


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23.11.2015 um 23:14
@collectivist

Das meinte ich mit antrainiert. Organisationstheorie ist eben genau das - Theorie. Als Beispiel @Aldaris kann ich z.B. Marschall Schukow bringen. Er hätte nach Stalins Tod nur zu leicht die Möglichkeit gehabt, die Nummer Eins zu werden. Hat er es getan - nein. Er war ein Marschall der Armee, und wusste genau, dass er dafür ein Experte war, nicht für Politik, das war seine Bestimmung, wie @collectivist sagte, man macht etwas, weil man das gut kann, es einem Spaß macht, und nicht aus irgendeiner Macht- oder Geldgier. Ich jedenfalls nicht.


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23.11.2015 um 23:15
@Aldaris

Damit will ich aber keinesfalls deine Abschlussarbeiten schlechter machen, nebenbei gesagt, ich bin sicher, bis ich sowas kann, ist es noch ein weiter Weg^^


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23.11.2015 um 23:21
@alexklusiv

Ich würde mich durchaus als Reformer bezeichnen, aber dem Staat die absolute Kontrolle zu übertragen, widerstrebt mit zutiefst.

Mit Egoismus-Theorien kenne ich mich jetzt nicht so aus, aber das Zusammenspiel von Menschen, bei denen der Machtfaktor eine entscheidende Rolle spielt, läuft leider bei dem, was du als totale Kontrolle des Staates bezeichnet, immer in eine ähnliche Richtung. Dafür spricht eben auch die Vergangenheit. Wenn man diese Mechanismen genauer beleuchten möchte, bieten sich da meiner Meinung nach sehr gut die monarchistischen Systeme an. Hab mich da ein wenig mit den englischen Königen befasst.


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