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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.017 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.01.2016 um 21:52
@paranormale

Die gegensätzliche Alternative wäre der chinesische Weg, betrachten wir den als ausgeschieden. Was hättest du als Lenin getan?

Bei dieser Gelegenheit will ich eine Sache kurz anmerken. Lenin nahm sich viele Beispiele an den Vereinigten Staaten, nicht zuletut, was Fortschritt und Demokratie anging, bei dem Übergangsstatus ging es darum, den Erhalt der Sowjetmacht zu sichern. Hand aufs Herz: Ab 1945 spätestens war das gänzlich unnötig. Aber Stalin, den Lenin wegen genau dem nicht leiden konnte, war kontrollsüchtig und machtgeil, Lenin lehnte jeden Personenkult um ihn ab, Stalin schuf ihn trotzdem, das Ergebnis schlummert heute um Mausoleum vor sich hin.


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05.01.2016 um 21:53
Ich gehe jetzt an den Laptop schreiben, das ist die reinste Folter... Und dabei habe ich 5,5 Zoll...

@paranormal

Sry, ich wollte doch nicht beleidigen, das war mal wieder die Autokorrektur.


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05.01.2016 um 21:54
@paranomal

-___-

Bitte nicht sperren, komme mir schon selbst scheiße genug vor^^


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05.01.2016 um 21:56
@Durchfall
Du meinst, die Freiheit andere nach der Formel G-W-G' ausbeuten zu dürfen?? Die Freiheit, ganze Regenwälder zu planieren??Die Frechh...äh die Freiheit, Industrieabfälle in die Weltmeere zu kippen?? Die Freiheit, Politiker zu korrumpieren?? Ja das nennst du Freiheit? Ich nenne es Verarschung und Raubbau
alexklusiv schrieb:Die gegensätzliche Alternative wäre der chinesische Weg
Ich nehme mir in Sachen Wirtschaften die Anarchosyndikalisten während des Spanischen Bürgerkrieges zum Vorbild


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05.01.2016 um 21:58
@collectivist

Und @paranomal auch, was sein Profilbild angeht? Gleich mal nachlesen, was das ist, habe noch nie davon gehört...


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05.01.2016 um 22:02
@collectivist

Man wird sich in Zukunft sicherlich Gedanken darüber machen müssen, ob man das gesamte Wirtschaftssystem nicht überdenkt. Das halte ich für eine Mammutaufgabe. Vor allem, weil die Wirtschaft sowie das Banken -und Geldsystem mittlerweile so stark, global vernetzt ist. Ich stehe dem sog. Kapitalismus auch in einigen Punkten kritisch gegenüber, insbesondere aber den Auswüchsen der Finanzindustrie. Da man annehmen könnte, dass in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze von Maschinen übernommen werden, die Geburtenrate aber gleich bleibt oder sogar steigt bzw. durch Einwanderung kompensiert wird, kommt man dauerhaft mit dem Anspruch des ewigen Wachstums irgendwann an die Grenze. Wobei, vermutlich auch so oder so.

Meiner Ansicht nach können solche Ideen, wie du sie beschreibst, mindestens nur dann die Chance haben, zu funktionieren, wenn sie erst in kleinen Gebieten entwickelt und gelebt werden und sich dann womöglich auf größere Bereiche ausbreiten; könnte man im übertragenen Sinne vielleicht mit moralischen Milieus beschreiben. Dazu müsste man sich aber erst isolieren, weil die Märkte momentan alle dem gleichen Takt folgen und extrem stark verwoben sind. Transnational würde man mit diesem Konzept nur klar kommen, wenn man anfangs eine gewisse Autarkie lebt, weil die Märkte von außerhalb einen in die Knie zwingen - erst recht, wenn man dann noch an einer Währung mit anderen hängt. Ich finde das äußerst schwierig.


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05.01.2016 um 22:02
@collectivist

Habe mir einen kleinen Überblick verschafft. Nur blicke ich noch nicht so ganz durch, wie unter solchen Grundvoraussetzungen irgendwelches
Wachstum, neue Erfindungen, Forschung zustansdekommen soll? Ein Propagandaplakat aus der Sowjetunion erzählt: Den Weg zu den Sternen bereiten die Kommunisten. Wie stellst du dir nicht nur gesellschaftliche, sondern gerade industrielle Entwicklung in einer solchen nicht zentralen Wirtschaft vor, wer fliegt dann in den Weltraum, um zu forschen und das den Menschen zu erzählen? Irgendetwas zentrales muss es mMn schon geben...


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05.01.2016 um 23:06
Aldaris schrieb:weil die Märkte von außerhalb einen in die Knie zwingen -
Richtig, das ist ein zentrales Problem. Deshalb kann Kommunismus nur funktionieren, wenn er weltweit umgesetzt wurde, zumindest müssten die großen Industriemächte den Kapitalismus über die Klinge springen lassen. Ich behaupte mal, wenn die USA - wider Erwarten - den Sozialismus, und zwar ernsthaft, implementieren würden, dann könnten die anderen Industrieländer dementsprechend nachziehen. Aber eher fällt uns der Himmel auf den Kopf, als dass sich die Amis mehrheitlich vom Kapitalismus und dem protestantischen Arbeitsethos lossagen
alexklusiv schrieb:Wie stellst du dir nicht nur gesellschaftliche, sondern gerade industrielle Entwicklung in einer solchen nicht zentralen Wirtschaft vor, wer fliegt dann in den Weltraum, um zu forschen und das den Menschen zu erzählen?
Solche größeren Projekte würden wahrscheinlich vom Staat gefördert und finanziert werden. Aber die Firmen an sich wären nicht alle staatlich, sondern vergesellschaftet, das ist ein eklatanter Unterschied


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05.01.2016 um 23:20
Durchfall schrieb:Wir haben Freiheit schon. Sie ist nur unbequem.
Sie ist abhängig von unhintergehbaren sozioökonomischen Zwängen. Das was du meist ist Das was Platon Willkürfreiheit nannte, die Selbstverwirklichung nur im Rahmen von Konsumzwängen ermöglicht und damit immer gleichmachend wirkt. Die Idee vom Individuum wurde hier genauso begraben wie im Staatssozialismus. Hier lässt es sich nur besser aushalten.


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05.01.2016 um 23:22
@paranomal
Nur die Harten komm in Garten.


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05.01.2016 um 23:22
alexklusiv schrieb:Die gegensätzliche Alternative wäre der chinesische Weg, betrachten wir den als ausgeschieden. Was hättest du als Lenin getan?
Ich halte von keinem dieser totalitären Demagogen irgendwas. Da bevorzuge ich Marx, Adorno und Kropotkin.

Und mich zu verweiblichen ist keine Beleidigung.


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05.01.2016 um 23:24
Durchfall schrieb:Nur die Harten komm in Garten
Hast du da auch mehr als lahme Sprüche? Aber der zeigt wie sehr du dem "falschen Bewusstsein" hinterherläufst.


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05.01.2016 um 23:27
@paranomal
Die Freiheit wirkt bedrohlich. ich werte das Meiste als Ausreden.


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05.01.2016 um 23:30
@paranomal
Ironischerweise fordert unser ''Freiheitlicher'' mehr Bullen und Observation. Allerdings stehen sich Freiheit und Massenüberwachung sowie Polizeistaat diametral entgegen


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05.01.2016 um 23:30
collectivist schrieb:Aber eher fällt uns der Himmel auf den Kopf, als dass sich die Amis mehrheitlich vom Kapitalismus und dem protestantischen Arbeitsethos lossagen
Abgesehen davon haben schon andere große Nationen Blut geleckt und leben diesen Kapitalismus. Bedingt allein durch wirtschaftlichen Zwänge und Verflechtungen. Das Kapital regelt das schneller als andere Parameter wie die politischen. Der protestantische Ethos, so wie in Max Weber beschreibt, ist ohnehin schon derart integriert, dass es grundsätzlich elementaren Veränderung bedarf, die aber meiner Meinung nach nicht von oben nach unten, sondern sich von unten nach oben sukzessive entwickeln müssen. Es sei denn, man bildet isolierte Staaten. Aber da bestehen auch wieder einige Gefahren. Es ist ein Dilemma.


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05.01.2016 um 23:30
Durchfall schrieb:Die Freiheit wirkt bedrohlich. ich werte das Meiste als Ausreden.
Sorry aber auf dieser albernen küchenpsychologischen Ebene mag ich mit dir auch nicht weiter diskutieren. Sofern du irgendwann Interesse entwickelst dich auf inhaltlicher Ebene mit diesem Thema auseinanderzusetzen dann meld dich.


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05.01.2016 um 23:35
@paranomal
Seine Freiheit sollte man nicht zu viel diskutieren, sondern sie ausleben.
Das verlangt aber auch Disziplin.


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05.01.2016 um 23:40
@Aldaris
Um mal in Deutschland zu bleiben...
Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung wäre schon mal die Aufhebung der H4 und ALG-Sanktionen. Denn wären die Leute nicht gezwungen, für jeden beschissenen Niedriglohn zu schuften, dann könnte man sich bei nem Vorstellungsgespräch relaxed zurücklehnen und ein gepflegtes ''Leck mich!' auf eineunverschämt geringe Lohnhöhe folgen lassen. Der Niedriglohnsektor dürfte sich dann allmählich auflösen, da kaum noch jemand bereit wäre, für unter 12 € die Stunde zu arbeiten. Die Sanktionen bzgl des SGB II + III dienen lediglich der WIrtschaft, das beruht auf Kalkül. Schröder und Konsorten sind waschechte Wirtscahftsextremisten


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05.01.2016 um 23:42
Durchfall schrieb:Seine Freiheit sollte man nicht zu viel diskutieren, sondern sie ausleben.
Dann mach du mal und geh mir mit deinen Binsenweisheiten (in einem Diskussionsforum) nicht auf den Keks :D


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06.01.2016 um 00:07
@collectivist

Ich glaube, du machst es dir da zu einfach. Gerade was diese Mindestlöhne angeht. Denn wenn niemand mehr für einen gewissen Lohn antreten würde, werden entweder immer mehr ausländische Kräfte eingestellt oder bei staatlicher Reglementierung fallen Arbeitsplätze weg, sodass outgesourct wird und die Wirtschaft hier immer mehr den Bach runtergeht. Wenn dann gleichzeitig von immer mehr Menschen Sozialleistungen bezogen werden, kann das nicht allzu lange gut gehen. Mindestlöhne führen auch nicht wirklich zu Verbesserungen, siehe Frankreich.

Das Problem ist doch, dass die Menschen in der Realität Miete und andere Fixkosten bezahlen müssen. Sie müssen ihre Kinder ernähren und hoffen auf eine annähernd vernünftige Rente, haben Existenzängste usw. Sie sind dem also ausgeliefert. Auf der anderen Seite steht die Wirtschaft als hartes Faktum mit all den Mechanismen, die Wohlstand mehren oder mindern können. Ich sehe die Probleme im einem größeren Zusammenhang. Sicher kann man HartzIV und ähnliches als Probleme anführen. Ich persönlich sehe jedoch insgesamt das verzinste Geldsystem, das ewiges Wachstum voraussetzt als den zentralen Problemfaktor unserer Ökonomie. Wenn sich etwas einfach vermehrt und immer weiter vermehrt, ohne real etwas zu schaffen, dann widerspricht das der Natur, es findet keine echt Wertschöpfung statt.


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