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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.079 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 15:37
@Kc
Kc schrieb:Man kann ja dann schlau sagen:,,Ich will gar nicht getroffen werden, sondern weich beiden aus", aber wenn du es nicht kannst (wir können auch Linksradikalen und Rechtsradikalen nicht ausweichen), dann sagst du dir doch sicher:,,Schön, wird beides weh tun, ist beides potenziell gefährlich, aber von einem Auto plattgefahren zu werden, die Gefahr ist größer!"
Und zu jemand der von dem Fahrrad angefahren wird sagste dann "sei froh das dich kein auto angefahren hat"?

btw...immer noch der falsche thread. Evtl. sollte man überlegen, die beiden diskussionen zusammenzulegen...


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collectivist
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 16:15
Ornis schrieb:Und wofür stehen dann die Linken?
Für das Gegenteil normalerweise. Es gibt jedoch so autoritäre teils rassistische Vollpfosten wie die bei der RIM und irgendwelche Stalinos, Antideutsche etc

Diese Demagogen sind mir allesamt suspekt


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 16:31
Bruderchorge schrieb:Wenn man auf der Seite der Guten steht, muss man sich gar nicht erst in etwaige moralische Zwickmühlen begeben. Man hat ja quasi Gott im Rücken und somit sind jegliche Handlungen gerechtfertigt.
Es ist nunmal so, das ich mit Stalinisten, Maoisten und anderem Gesocks nichts am Hut habe und ich das einfach klarstellen muss, wenn jemand mich und andere mit denen in einen Sack steckt. Ich kann verstehen, dass es für die "Gegen jeden Extremismus" Fraktion gemütlich ist, sich damit nicht inhaltlich auseinandersetzen zu müssen und sich auch keine Gedanken darüber zu machen, was hinter dem Begriff überhaupt steckt. Problematisch ist es trotzdem und gleich auf mehreren Ebenen.


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27.01.2016 um 17:18
@Bottner29
Bottner29 schrieb:Und zu jemand der von dem Fahrrad angefahren wird sagste dann "sei froh das dich kein auto angefahren hat"?
Ja, ganz genau. Da greift die Weisheit:,,Es hätte auch schlimmer kommen können."

Man kann doch nicht abstreiten, dass es unterschiedliche Grade von Gefahren und Bedrohungen gibt.


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27.01.2016 um 17:23
@Kc
Kc schrieb:Ja, ganz genau. Da greift die Weisheit:,,Es hätte auch schlimmer kommen können."
Das wird kein Trost für jemanden sein, der immer nur von Fahrrädern umgefahren wird. ;)

Desweiteren könnte man dem Auto-Opfer auch "sei froh das keine Boeing auf deine Rübe gefallen ist" zurufen und fröhlich seines weges gehen, oder? :)


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27.01.2016 um 18:02
Kc schrieb:Horst Seehofer interessiert sich zuallererst dafür, was Horst Seehofer nutzt, dann, was der CSU, dann kommt Bayern und dann der Rest Deutschlands.
Und deshalb wäre es legitim, Seehofer als Nazi zu bezeichnen? Im Übrigen scheint deine Aufzählung auf jeden Politiker zu passen - zumindest was Landespolitiker anbelangt, wo du Bayern erwähnst. Aber Seehofer ist nicht das Thema.
Kc schrieb:Auch sollte man bedenken, dass möglicherweise Personal und Zeit fehlen, zu gleicher Zeit gegen zwei Gefahren gleichermaßen vorzugehen.
Sicherlich konzentriert man die Exekutive vornehmlich auf die bedrohlichsten Täter. Es kann allerdings keine Ausrede sein, dass es an Personal und Zeit mangelt. Wenn der Arbeit nicht angemessen nachgegangen werden kann, dann müssen die Exekutivkräfte aufgestockt werden, das heißt, hier ist die Politik gefordert. Dass wir derzeit Defizite in diesem Bereich haben, ist mittlerweile bekannt.
Kc schrieb:Und da sieht die aktuelle Situation doch offenbar so aus, dass die ausgeprägtere Gefahr von rechts kommt.
Ich sehe nicht, dass wir in nächster Zeit ein linkes politisches und gesellschaftliches System haben werden.
Grundsätzlich ist das richtig. Gleichzeitig gab es in letzter Zeit aber auch immer wieder Angriffe von Linksextremen - seien es Autonome, die randalierend durch Leipzig ziehen, Personen, die AfD-Mitglieder angreifen, Autos anzünden oder Rechtsextreme sowie Polizisten schwer verletzten. Zur Aufklärung solcher Straftaten müssen ebenso Kapazitäten vorhanden sein wie für Rechtsextreme, die Asylheime abfackeln oder für Terroristen, die Anschläge in Deutschland planen.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 21:29
collectivist schrieb:Die Rechten stehen auf Autoritarismus, Status Quo, Kapitalismus/autoritären Korporatismus, Patriarchiat, Nationalstaaterei. Wir hingegen bekämpfen das oben genannte
Ich bin auch PRO Status Quo, denn auch wenn jetzt alles aus den Fugen zu geraten scheint, ist es doch im Vergleich zu allen anderen Staatsformen, die es irgendwann irgendwo gab, immer noch der pure Luxus und das kann ich guten Gewissens behaupten, obwohl oder weil ich im Moment von Arbeitslosengeld leben muss.
Ich bin auch PRO Kapitalismus, weil es das einzige System ist, das tatsächlich funktioniert und im Gegensatz zu dem, was aus der linken Ecke kommt, keine Ideologie ist, sondern ein sozusagen evolviertes System. Niemand hat das bewusst und absichtlich installiert und den Leuten aufgezwungen oder untergejubelt (auch wenn das manche Linke anders sehen mögen), es hat sich eben aufgrund verschiedener Faktoren, unter anderem dem des Wesens des Menschen, so entwickelt, bis es zu dem geworden ist, was es heute ist.
Und in gewissem Rahmen bin ich auch PRO Nationalstaat. Ich war immer ein Fan der EU, aber ich sehe dort schon bedenkliche Tendenzen und solange ein derart komplexes Gebilde wie die EU nicht dazu in der Lage ist, diesen ausreichend schnell, konsequent und nachhaltig genug entgegenzuwirken, sind die Nationalstaaten die einzig realistische Handlungsoption.

Das sind 3 von 6 Punkten erfüllt um als Rechter zu gelten, also schon mal die Hälfte und siehe da, Halbfaschist wurde ich von den Linken auch schon mal genannt, weil ich ein paar rein hypothetische Überlegungen zu einem alternativen Gesellschaftsmodel angestellt habe. Das haben die aber auch nur gesagt, weil die wussten, dass sie, wenn sie mich Nazi oder Faschist genannt hätten, angezeigt worden wären.

Ich habe mich selbst immer als Verfassungspatrioten gesehen. Mir ist es eigentlich völlig egal, warum jemand aktiv wird, um die Freiheitlich Demokratische Grundordnung zu bekämpfen oder zu beseitigen. Staatsfeind ist Staatsfeind und es sind alle von unserer Verfassung gedeckten Mittel legitim gegen diesen vorzugehen und das sollte mMn auch mit aller Konsequenz geschehen, denn - wie gesagt - einen größeren Wohlstand, mehr Sicherheit und mehr Freiheit als bei uns heute hat es noch nie irgendwo gegeben.

Zu meinem Leidwesen beobachte ich jedoch an mir selbst eine zunehmende Radikalisierung. Das geschieht ganz von allein, und ich fühle mich auch ohnmächtig dagegen etwas zu tun, außer es so weit es geht ins Leere laufen zu lassen oder die Augen zu verschließen. Ich sehe, dass es Probleme gibt, die angesprochen und gelöst werden müssen. Dass es Missstände gibt und Entwicklungen, die, sollten sie ungebremst fortlaufen, eine Gefahr darstellen werden. Sowohl für den Staat, als auch für die Gesellschaft, als auch für mich persönlich.
Und, ich glaube es hat weiter oben schon jemand angedeutet, wenn ich für das Ansprechen gewisser Probleme und Risiken, in eine Ecke gestellt werde, und das immer und immer wieder geschieht, dann sind die Leute, die dafür verantwortlich sind, irgendwann Teil des Problems und nicht mehr Teil der Lösung.
Ängste verschwinden nicht, indem man sie heruntergespielt oder negiert und das manifestiert sich dann auch irgendwann, ob das jemandem nun in den Kram passt oder nicht.

Die Rechten sind die größeren Nutznießer davon. Zum Einen, weil sie sich besser organisieren und koordinieren, zum anderen, weil sie sich - zumindest vorgeblich - länger auf dem Boden der Rechtstaatlichkeit bewegen. Sie spielen ihren Feind, den Staat, gegen ihren anderen Feind, die Linke, effektiver gegeneinander aus. Das war so am Ende der Weimarer Republik und das wird genauso laufen, wenn die Radikalisierung in der Gesellschaft weiter zunimmt. Sie agieren politisch gesehen einfach geschickter als ihre extremistischen Pendants auf der Gegenseite.

Und was haben die Linken dem entgegenzusetzen? Mit Krawallbrüdern könnte ich leben. Mit weltfremden Spinnern und kommunistischen Ideologen auch. Mit Ostalgikern, Leuten, denen es in der DDR einfach besser ging, hätte ich auch kein Problem. WAS mich so dermaßen abstößt, das sind die Leute, die aus der SED kommen und für die die Wiedervereinigung eine persönliche Niederlage und permanente Demütigung ist. Die alles tun, um diesem Staat zu schaden und ihn zu destabilisieren, weil sie davon träumen, dass, wenn dieser Staat scheitert, sie ihren ranzigen 'real-existierenden Sozialismus' hier wieder einführen können. Das hat auch seinen Grund, warum ich da so empfindlich bin:

Ich bin etwas ländlich neben einem ehemaligen KZ aufgewachsen und das desensibilisiert einen schon ein bisschen, was das menschliche Leid angeht. Aber wenn man dann in Hohenschönhausen vor einem 93 Jahre alten Mann steht und der zu weinen anfängt, nachdem er einem die Folterkeller der Stasi gezeigt hat und erzählt, dass keiner der Täter von damals je belangt wurde und 90% von den Leuten, die dafür verantwortlich waren direkt von der SED in die PDS übertreten konnten usw. usf. dann horcht man schon mal auf.
Und wenn man dann an geeigneter Stelle mal welche von den Linken, ich sag mal 'Hintermännern', damit konfrontiert und dann nur zur Antwort kriegt 'Da war gar nichts. Da war niemand. Und die, die das behaupten, dass sie da drin so lange eingesperrt waren und gefoltert wurden, die lügen.', dann gerät man schon ein bisschen in einen Zwiespalt und fängt ein bisschen zu grübeln an.

Für mich hat der Mann nicht gelogen. Das ist jetzt über zehn Jahre her und ich kann einfach nicht anders als diesem Mann zu glauben.

Vielleicht lässt sich ja der ein oder andere Linke von seinen Vorbildern mal ein bisschen was von früher erzählen. Wie toll das alles war und warum genau das so spitze ist, was man da macht. Ich denke, wenn man nicht ganz dumm ist und nicht nur hört, was man hören will, dann kriegt man schon ein bisschen einen Fühler dafür wie es tatsächlich gewesen sein muss.
Denn wenn der Feind das bessere Kalkül hat, dann braucht man eben das bessere Gespür.


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27.01.2016 um 21:30
@Aldaris

Mehr und besser ausgestattete Polizei befürworte ich definitiv auch.

Deine Ausführungen sind völlig korrekt. In der jüngeren Vergangenheit wurde immer nur gespart im Bereich Polizei und gehofft, dass schon keine gravierenderen Probleme auftreten würden, die mit der vorhandenen Polizei nicht gelöst werden könnten.

Für mich zeigt das, wie außerordentlich sicher Deutschland und wie hoch der Lebensstandard war, dass sich erst jetzt wirklich unwiderlegbar die Probleme auftun.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 22:25
@Kc
Das liegt an den gut ausgebildeten Beamten die,wenn auch laut murrend,fehlende Technik mit Überstunden wettmachen.

@derMurphy
Ich kenn selbst Kommunisten die in diesen Löchern jahrelang vor sich hinwesten.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 22:39
@collectivist
Ich hab nen IQ von 138...das Rechte unintelligenter sind bedarf keiner Zeitungsartikel,aber darunter sind auch ein paar die ihre hohe Intelligenz für die dunkle Seite der Macht einsetzen


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 22:50
Sargnagel schrieb:Ich bin auch PRO Kapitalismus, weil es das einzige System ist, das tatsächlich funktioniert und im Gegensatz zu dem, was aus der linken Ecke kommt, keine Ideologie ist, sondern ein sozusagen evolviertes System.
marx-facepalm


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

27.01.2016 um 23:57
@paranomal
Ich habe nicht gesagt, dass er gut funktioniert. Ich habe gesagt: Er funktioniert. Und im Gegensatz zu Marx hat er das 19. Jahrhundert überdauert.


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collectivist
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

28.01.2016 um 01:00
Sargnagel schrieb:Ich bin auch PRO Kapitalismus, weil es das einzige System ist, das tatsächlich funktioniert und im Gegensatz zu dem, was aus der linken Ecke kommt, keine Ideologie ist, sondern ein sozusagen evolviertes System
Nein das entspricht nicht der Realität. Der Kapitalismus ist keineswegs natürlich sondern rein mechanisch. Er nimmt keine Rücksicht auf individuelle Belange, als Beispiel hierfür können Hartz 4 und die von den Sozialverrätern implementierte Agenda 2010 herangezogen werden. Die Jobcenter und Arbeitsagenturen haben den Auftrag, die Arbeitlosen, ungeachtet ihrer (persönlichen) Qualifikation, in jede von der Regierung als zumutbar klassifizierte (Niedriglohn)arbeit zu drängen. Es gibt sogar Akademiker, die sich als Helfer verdingen müssen, weil die JobCenter und Arbeitsagenturen rein mechanisch vorgehen und keine bzw kaum qualifikationsgemäße für das Individuum zugeschnittene Angebote offerieren. Das ist der realexistierende Kapitalismus

Der Kapitalismus, der erst seit ein paar Jahrhunderten präsent ist, gehört genauso wenig zu der ''Natur des Menschen'' wie der als angeboren postulierte Egoismus. Letzterer wird einem, vorwiegend im Kindesalter, anerzogen. Er ist mitnichten genetisch disponiert, es gibt diesbezüglich keine empirischen genanalytisch verifizierten Belege. Ist man erstmal Erwachsenen und egoistisch konditioniert, wird man den Egoismus, der nichts anderes ist als eine schwer zu entwöhnende negative Angewohnheit, nicht mehr so leicht los. Der durchschnittliche BWLer, der im seinem Leben nichts anderes gelernt hat als seine Ellenbogen einzusetzen, sein Gegenüber auszustechen, zu kompromittieren, über den Tisch zu ziehen, Scheisse in Geld umzusetzen, über Leichen zu gehen sowie wirtschaftlich ausschließlich im Sinne der Shareholder/Inhaber zu fungieren, wird sich nur schwerlich zu einem solidarischen Menschen wandeln können.
Der Kapitalismus ist der direkte Nachfolger des Feudalismus und wahrscheinlich die letzte gesellschaftliche Stufe der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Er ist darüber hinaus die schwächste Form der Exploitation, zugleich die subtilste. Die ArbeiterInnen haben zwar keine Sklavenhalter oder Feudalherren mehr im Nacken, über konstantes Kapital (Produktionsmittel etc) verfügen sie allerdings nicht. Marx spricht hierbei vom ''doppelt freien Lohnarbeiter'', da er nicht nur von seinen feudalistischen und ständischen Fesseln befreit ist, sondern auch vom Eigentum an Produktionsmitteln. Die Proletarier bzw Lohnabhängigen - sie stellen gesamtgesellschaftlich die absolute Mehrheit dar - können in der Regel weder frei über ihre Arbeitskraft verfügen, da sie sich an die mitunter tayloristisch vorgebenen Strukturen/Arbeitsabläufen des Unternehmers zu halten haben, noch ihre Arbeitskraft isoliert verkaufen können, so dass ihnen nichts anderes übrig bleibt, als sich (als ganzes) zu verhökern. Die Kapitalisten agieren offensichtlich nach der von Marx hergeleiteten Formel G-W-G' bzw G-G' (Geld - Ware/Arbeitkraft - mehr Geld/Mehrwert). Dabei handelt es sich um einen abstrakt-mechanischen Automatismus, welchen Marx als ''Automatisches Subjekt'' bezeichnet. Die Mehrwertproduktion und die darauffolgende monetäre Akkumulation beruhen auf dessen Selbstzweck. Der Kapitalismus in seiner ganzen Maschinerie wird durch dieses Automatische Subjekt angetrieben, es ist auch fpr den Egosimus und die implizite Gier verantwortlich. Die Gier des Konsumten wird indes durch den permanenten Werbeterror, welcher letztlich auch an der Umweltzerstörung mitwirkt, hervorgerufen.

Es wird lediglich um der Produktion willen produziert, um den produzierten Mehrwert in Profit und somit in Geld zu transferieren und nicht um der der individuellen Konsumtion. Deshalb wird u.a. Raubbau betrieben, wohlwissend, dass die Ressourcen auf diesem Planeten endlich sind. Aber um G' generieren zu können, müssen physische Waren und ressourcenfressende Dienstleistungen unablässig geschaffen werden, die ihre Abnehmer bzw Konsumenten treffen müssen. Marx wusste schon damals, dass der Kaptialismus - intrinsisch motiviert - zu einer sukzessiven Automatisierung beitragen wird, was jedoch eine stetige steigende Arbeitslosigkeit und folglich eine kontinuierliche Unterminierung der Nachfrage nach Gütern impliziert, schließlich wird für den Konsum Geld vorausgesetzt, Geld, das den ArbeiternehmerInnen sowie Konsumenten im Falle einer nahezu vollständigen Rationalisierung fehlt. Ist dieser Punkt erreicht, müssen die Kapitalisten den volkswirtschaftlichen Konsum und somit ihre Umsätze und Profite paradoxerweise selbst subventionieren, indem sie ihr eigenes Geld - und das stetig - in den Markt pumpen, das ist selbstredend für das kapitalsitische System absurd. Die Profitrate fällt tendenziell mit fortschreitender Automatisierung

Anbei möchte ich anmerken, dass die Begriffe Kapitalismus und Marktwirtscahft nicht unbedingt synonym zu gebrauchen sind. Unter Marktwirtschaft verstehe ich ein ebenso für den Sozialismus als Interim kompatibles Allokationssystem, unter Kapitalismus hingegen das Privateigentum an Produktionsmitteln einschließlich der individuellen (für die Kapitalisten anberaumten) Kapitalakkumulation. Dass Kapitalismus auch ohne Liberalismus und Marktwirtscahft funktioniert, haben schon einige rechtsextreme Regime in der Vergangenheit unter Beweis gestellt.
Die Produktionsmittel gehören nicht in die Hände schmarotzender Inhaber und Shareholder. Vielmehr gehören die Unternehmen vergesellschaftet, d.h. an die Belegschaften überreicht, damit sie unmittelbar die Früchte ihrer ARbeitkraft ernten und vollumfänglich kollektiv profitieren. Heutzutage streichen sich die Kapitalisten den von den ArbeitnehmerInnen generierten Mehrwert für sich selbst ein, während die eignetlichen Mehrwertproduzenten bisweilen mit Niedrigslöhnen abgespeist werden

Merke dir eins: reich wird man nur, wenn man über eigene Produktionsmittel verfügt, andere für sich arbeiten lässt und den Mehrwert einsackt

http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm
Marx Analyse der kapitalistischen Produktionsweise konnte bis heute nicht widerlegt werden, denn der Exploitationsprozess folgt weiterhin stringent der Formel G-W-G', zunehmende Dienstleistungsgesellschaft hin oder her...das Mehrprodukt krallt sich immer noch der Kapitalist


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28.01.2016 um 01:03
collectivist schrieb:reich wird man nur, wenn man über eigene Produktionsmittel verfügt, andere für sich arbeiten lässt und den Mehrwert einsackt
man muss selbst auch hart arbeiten.


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28.01.2016 um 01:14
collectivist schrieb:Die Produktionsmittel gehören nicht in die Hände schmarotzender Inhaber und Shareholder. Vielmehr gehören die Unternehmen vergesellschaftet, d.h. an die Belegschaften überreicht, damit sie unmittelbar die Früchte ihrer ARbeitkraft ernten und vollumfänglich kollektiv profitieren
Damit legst du aber auch das Konkursrisiko auf die Belegschaft, die dann nicht nur arbeitslos ist, sondern Schulden für die nächsten Generationen anhäufen kann.

Oder es geschieht Business as usual: Negativergebnisse werden auf die Gesellschaft umgelegt, wie es auch alle Sozialismusprojekte jenseits der Sozialdemokratie bisher handhabten und den Karren ungebremst gegen die Wand fuhren. Und wo's noch nicht die Wand gab, wird den Leuten die Knarre an die Schläfe gesetzt.


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28.01.2016 um 01:22
@derMurphy
Ich weiß nicht ob man den Kapitalismus als natürlich sehen kann. Es gibt menschliche Eigenschaften, die nicht zu ihm passen, z.B. der Neid und die Tendenz in Null-Summen zu denken, also dass man glaubt, wenn jemand viel hat, muss ein anderer wenig haben oder er hat es jemanden weggenommen.


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28.01.2016 um 02:01
@Narrenschiffer
Fällt dir etwas besseres ein, um der Ausbeutung Herr zu werden? Ich habe nie behauptet, das von mir geforderte System sei das Nonplusultra


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Warhead
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28.01.2016 um 03:10
@Durchfall
Mit Arbeit,geschweige denn harter,wird man alles mögliche,ausser reich.
Reich wird man indem man andere für sich malochen lässt und sich den Mehrwert untern Nagel reisst.
Und nein,Neid und Gier sind teils erlernt,teils anerzogen


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28.01.2016 um 06:55
@Warhead
Warhead schrieb:Ich hab nen IQ von 138...
Ich hab nen IQ knapp über Zimmertemperatur schätze ich. Aber dennoch genau so viele Stimmen in einer Demokratie :P:

@paranomal
paranomal schrieb:Es ist nunmal so, das ich mit Stalinisten, Maoisten und anderem Gesocks nichts am Hut habe und ich das einfach klarstellen muss, wenn jemand mich und andere mit denen in einen Sack steckt. Ich kann verstehen, dass es für die "Gegen jeden Extremismus" Fraktion gemütlich ist, sich damit nicht inhaltlich auseinandersetzen zu müssen und sich auch keine Gedanken darüber zu machen, was hinter dem Begriff überhaupt steckt. Problematisch ist es trotzdem und gleich auf mehreren Ebenen.
So wie mit Nazis also?


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28.01.2016 um 07:48
@Warhead
Warhead schrieb:Das liegt an den gut ausgebildeten Beamten die,wenn auch laut murrend,fehlende Technik mit Überstunden wettmachen.
Ja, denke ich auch.

Das ist in vielen Bereichen so: Solange es irgendwie läuft, will keiner mehr investieren. Da gibt`s lieber die Xte Diätenerhöhung und ähnlichen Blödsinn.

GUTE Polizeiarbeit, von Menschen, die für ihren Job geeignet sind, ihn gerne machen, die respektiert und gut bezahlt werden und gut ausgestattet sind, nützt allen.
Auch politisch linken Menschen. Sind diese nicht grad überzeugte Anarchisten, dann wird auch jenen wohl klar sein, dass sie um eine gewisse, gesellschaftliche Ordnung und deren Durchsetzung nicht herumkommen.


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