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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.950 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.02.2016 um 21:42
@paranomal

Wer darf eigentlich bestimmen, wo die Grenze ist ? Ab wann darf man keinen Humor mehr anwenden ? Bei Kriegsopfern ist es noch ok ? Beim Holocaust hört der Spaß jedoch auf.


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05.02.2016 um 22:30
@paranomal
paranomal schrieb:Die Nazis waren keine Terrormiliz, die Deutschland mit militärischer Gewalt unter Kontrolle gebracht hat,die wurden gewählt.
Wurden sie. Jedoch nicht von 100% der Wähler. Auch nicht von 70%, nicht von 60%. Sie hatten nicht mal die absolute Mehrheit. Schlimm genug, dass sie dennoch so viele Stimmen bekommen haben. Was sagt das nun über diejenigen aus, die eine andere Partei gewählt haben und sich nicht an den Verbrechen beteiligten und auch keine Unterstützer waren? Die womöglich Angst vor dem Regime hatten und deshalb keinen aktiven Widerstand leisteten? Ist es legitim, diese Menschen alle in Kollektivhaft zu nehmen? Was maßt man sich eigentlich an, so ein Gesamturteil über alle Menschen zu fällen, die zu jener Zeit in Deutschland lebten, inkl. Jugendliche und Kinder, die indoktriniert wurden oder sogar dazu noch zu jung waren?

Ich denke, dass die Geschwindigkeit, in der sich die nationalsozialistische Ideologie manifestiert hat und der Apparat installiert wurde, viele Menschen überrollte und man sich plötzlich in einem Klima der Angst wiederfand - zumindest wenn man kein Supporter Hitlers und seiner Schergen war.
paranomal schrieb:Im Kriegsgeschehen sind Schuld und Unschuld kaum zu differenzieren, weshalb man letztendlich nur auf die Verantwortlichkeit für den Auslöser verweisen kann.
Diese Aussage stößt mir jetzt aber schon sauer auf. Natürlich gibt es innerhalb von Kriegsgeschehen differenzierte Beurteilungen von Schuld und Unschuld, z.B. wenn es um Kriegsverbrechen geht. Da sollte man sich beispielsweise mal das Humanitäre Völkerrecht zu Gemüte führen.
paranomal schrieb:Das die Dresdennummer so zieht, zeigt nur wie sich der Opfermythos über die Jahrzehnte (und zwar ausgehend von Nazi-Propaganda) fetischisiert hat. So provokant und zynisch Bomber Harris Sprüche auch sein mögen. Hier decken sie genau diesen Mechanismus auf. Geschmacklos, aber nicht dumm, sondern schlau.
Allein der Begriff des Opfermythos ist Schwachsinn, denn es gab nun mal auch unschuldige Opfer, die es leider in jedem Krieg gibt. Damit macht man einfach keine dummen Scherze, um irgendwen zu entlarven. Denn letztlich tut man das auf Kosten der unschuldig Ermordeten. Für mich ist das mehr als geschmacklos. Selbst wenn versucht wird, dem ganzen eine vermeintlich sinnvolle Message anzudichten. Neonazis lassen sich auch anders entlarven. Das wissen wir beide.
Hatten die ne Wahl??
Hatten diejenigen eine Wahl, die eine andere Partei als die NSDAP gewählt haben? Da wären dann ja bloß blutige Umstürze möglich gewesen, um Hitler zu stoppen.


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06.02.2016 um 00:49
@paranomal
paranomal schrieb:Schuld sind die, die zugelassen haben das es soweit kommen konnte. Die Nazis waren keine Terrormiliz, die Deutschland mit militärischer Gewalt unter Kontrolle gebracht hat, die wurden gewählt. Im Kriegsgeschehen sind Schuld und Unschuld kaum zu differenzieren, weshalb man letztendlich nur auf die Verantwortlichkeit für den Auslöser verweisen kann.
Das die Dresdennummer so zieht, zeigt nur wie sich der Opfermythos über die Jahrzehnte (und zwar ausgehend von Nazi-Propaganda) fetischisiert hat. So provokant und zynisch Bomber Harris Sprüche auch sein mögen. Hier decken sie genau diesen Mechanismus auf. Geschmacklos, aber nicht dumm, sondern schlau.
Nein, das zeigt wie weit sich Linksextremisten in Ihrem denken von jeglicher Vernunft entfernt haben und provokation als fetisch ansehen.

Es hat nicht smit opfermythos zu tun, es anstößig zu finden, wenn man es feiert, dass kinder verbrennen.
Über die opfer von Hiroshima und Nagasaki macht man sich auch nicht lustig.


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06.02.2016 um 00:51
Bruderchorge schrieb:Wer darf eigentlich bestimmen, wo die Grenze ist ? Ab wann darf man keinen Humor mehr anwenden ? Bei Kriegsopfern ist es noch ok ? Beim Holocaust hört der Spaß jedoch auf.
Das sind zwei vollkommen verschiedenen Dinge. Außerdem hatte es schon seine Bewandtnis mit den " ".
Aldaris schrieb:Wurden sie. Jedoch nicht von 100% der Wähler. Auch nicht von 70%, nicht von 60%. Sie hatten nicht mal die absolute Mehrheit. Schlimm genug, dass sie dennoch so viele Stimmen bekommen haben. Was sagt das nun über diejenigen aus, die eine andere Partei gewählt haben und sich nicht an den Verbrechen beteiligten und auch keine Unterstützer waren?
Die womöglich Angst vor dem Regime hatten und deshalb keinen aktiven Widerstand leisteten? Ist es legitim, diese Menschen alle in Kollektivhaft zu nehmen? Was maßt man sich eigentlich an, so ein Gesamturteil über alle Menschen zu fällen, die zu jener Zeit in Deutschland lebten, inkl. Jugendliche und Kinder, die indoktriniert wurden oder sogar dazu noch zu jung waren?
Es geht nicht um kollektive Schuld, sondern um das Verhindern von kollektiver Schuldentlastung.
Verantwortlich sind alle die die Naziherrschaft ermöglichten. Das schließt nicht nur Wähler und Parteimitglieder ein, sondern auch alle, die die völkisch deutsche Ideologie ermöglichten. D.h. Das jeder Antisemit (ob nun Nazi oder nicht) die Legitimationsgrundlage für den Holocaust geliefert hat. Deshalb geht auch:
Aldaris schrieb:Neonazis lassen sich auch anders entlarven. Das wissen wir beide.
An der Absicht vorbei. Denn es geht nicht um Nazis, sondern die bürgerliche Mitte, die seit der Geburt von Deutschland in Unschuld badet, obwohl sie seit jeher das völkische Kollektiv heraufbeschwört und es verharmlost oder essentialisiert. Ob nun Ernst Jünger oder Himmler. Die autoritären Motive sind dieselben.
Natürlich kann ein kleines Kind nichts für den Irrsinn der Eltern. Genausowenig der Systemgegner, der beim Alliierten Bombenangriff stirbt. Jedoch war der Luftkrieg gegen Deutschland (unabhängig von der Notwenigkeit einzelner Bombardements) eine Notwendigkeit. Verantwortlich für den Tod der unschuldigen sind die die den Krieg möglich gemacht haben und zwar egal ob aktiv oder passiv. Denn Angst mag ein nachvollziehbares Motiv auf psychischer Ebene sein. Den Vorwurf der Mitverantwortlichkeit muss sich die Person trotzdem gefallen lassen.
Genauso wie man als Kriegsgegner natürlich auch mitverantwortlich für die "Kollateralschäden" ist. Allerdings lassen diese sich in der Realität leider nicht verhindern, so das die Hauptschuld bei denjenigen liegen muss, die die Situation ursächlich zu verantworten haben. Anders sieht es hier bei dem Einsatz von Atomwaffen u.ä. aus.


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06.02.2016 um 00:56
Aldaris schrieb:Allein der Begriff des Opfermythos ist Schwachsinn, denn es gab nun mal auch unschuldige Opfer, die es leider in jedem Krieg gibt.
Der Begriff ist absolut angebracht, wenn man sich anschaut, welche Fantastereien hinsichtlich der Opferzahlen und eingesetzten Waffen im Umlauf sind. Dieser unbegründete Sonderstatus von Dresden ist das konkrete Ergebnis von Nazi-Propaganda, die auch lange nach Kriegsende als Rechtfertigung für den angeblichen Opferstatus der deutschen Bevölkerung herhalten muss.

@Shionoro
Siehe mein Beitrag an Aldaris.


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06.02.2016 um 00:59
@paranomal

Erklärt aber nix.

Schuld hat nichts mit schlechtem geschmack zu tun.

Sich daran aufzugeilen, dass es in einem Krieg kollateralschäden gibt ist schlechter geschmack.
Dabei entlarvt man niemanden, dabei entfremdet man sich, weil einem keiner mehr zuhört wenn man so eine scheiße redet.
Und das zurecht.

Wenn das das anliegen der leute ist, die angeblich gegen faschismus in der bürgerlichen mitte kämpfen- sich eben so weit von ihr zu entfernen, dass sie einem gar nicht mehr zuhört- dann ist das wirklich saublöd.


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06.02.2016 um 01:01
Un nein ich habe noch nie Bomber Harris "gefeiert", gerade wegen der Missverständlichkeit der Intention. Ich greife da eher auf sowas zurück:
tumblr lxbnwkXCKT1r7y6t2o1 500


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06.02.2016 um 01:03
@paranomal

'Bomer Harris do it again' ist aber eine Glorifizierung von 'sowas'.
Und Kollateralschäden zu glorifizieren ist wirklich sehr udmm, besonders wenn man angeblich will, dass einem die Mitte zuhört.

Da wäre es mit einer vernünftigen Debatte und rationalen Diskussions vermutlich ertragreicher.

Aber ich vergaß, das gibt nicht so viel twitter fame.


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06.02.2016 um 01:04
Shionoro schrieb:Sich daran aufzugeilen, dass es in einem Krieg kollateralschäden gibt ist schlechter geschmack.
Tut ja keiner. Glaub du hast mein Text nicht verstanden.


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06.02.2016 um 01:05
@paranomal

Doch hab ich, aber die ursprüngliche Debatte ging um diese ganzen bomber harris sprüche, und die glorifizieren das sehr wohl.


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06.02.2016 um 01:07
Shionoro schrieb:Und Kollateralschäden zu glorifizieren ist wirklich sehr udmm, besonders wenn man angeblich will, dass einem die Mitte zuhört.
Man will auch nicht das die Mitte zuhört, sondern in dieser Form aufhört zu existieren.
Ich glaub du verwechselst hier auch grad Dargestelltes mit dem Darstellenden. Ich bin kein Antideutscher.


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06.02.2016 um 01:08
@paranomal

Das ist natürlich ne tolle ausgangsposition für eine debatte 'hey gesprächspartner, ich will, dass deine Gruppe aufhört zu existieren'.

damit wird man sicher sehr weit kommen.

Und nein, ich verwechsle dabei nichts.

Das ursprüngliche Thema waren bomber harris sprüche von der Julia.
Die sind scheiße. Die sind auch saublöd und ja, die glorifizieren kollateralschäden.


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06.02.2016 um 01:11
Shionoro schrieb:Das ursprüngliche Thema waren bomber harris sprüche von der Julia.
Die sind scheiße. Die sind auch saublöd und ja, die glorifizieren kollateralschäden.
Der Ausgangspunkt war ja auch, das der Kakaobart erstmal verstehen sollte worum es dabei geht bevor er mit einer falschen Kritik dann alle trifft, die sich gegen das Märchen vom Bombenholocaust wehren.


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06.02.2016 um 01:16
Shionoro schrieb:Die sind scheiße. Die sind auch saublöd und ja, die glorifizieren kollateralschäden.
Und nein tun sie immernochnicht. Die zeigen nur, das die Person den Luftkrieg gegen Deutschland für Notwendig erachtet und es sich dabei nicht um Massenmord an der unschuldigen deutschen Bevölkerung gehandelt hat. Das dass natürlich so nicht rüberkommt ist mir auch klar, weshalb ich den Spruch für absolut unpraktikabel halte.


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06.02.2016 um 01:19
@paranomal

Noch bevor der kakaobart (und das zurecht kritisiert) beim bomber harris vom massenmord sprach, fandest du, dass solche aussagen wie von der Schramm unter 'antideutschen Humor' fallen.

Aber nicht alles was geschmacklos ist, ist humor.

Wie gesagt, sich auf so eine art und weise sich von den leuten, die man eigentlich ansprechen will zu entfremden, ist einfach wirklich ganzschön dumm.

Da könnte ich vor moscheen mit blutigen schweineköpfen rumrennen und das subversiv nennen, weil ich für mehr meinungsfreiheit bin.
Ist scheiße und dumm, damit wird man keine debatte starten, keine meinungen ändern, damit erzeugt man nur wut, und deckt rein gar nichts auf.

Und gegen solche tendenzen sollte man vorgehen anstatt dafür auch noch verständnis zu empfinden.
paranomal schrieb:Und nein tun sie immernochnicht. Die zeigen nur, das die Person den Luftkrieg gegen Deutschland für Notwendig erachtet und es sich dabei nicht um Massenmord an der unschuldigen deutschen Bevölkerung gehandelt hat. Das dass natürlich so nicht rüberkommt ist mir auch klar, weshalb ich den Spruch für absolut unpraktikabel halte.
GUt, dann sind wir uns zumindest in diesem Punkt einig.
Glaub aber kaum, dass leute die sowas sagen konsequent genug dafür sind, sowas auch von anderen Kolalteralschäden zu sagen..


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06.02.2016 um 01:30
Shionoro schrieb:beim bomber harris vom massenmord sprach
War weder seine Erfindung noch linksradikal, sondern eine militärische Notwendigkeit.


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06.02.2016 um 01:33
@Narrenschiffer

Sicherlich richtig, allerdings sind viele Dinge militärische notwendigkeiten wo dann die eher linken fraktionen plötzlich eine sehr andere meinung zu kollateralschäden haben.


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06.02.2016 um 01:48
Shionoro schrieb:allerdings sind viele Dinge militärische notwendigkeiten wo dann die eher linken fraktionen plötzlich eine sehr andere meinung zu kollateralschäden haben
Die Flächenbombardements waren nicht kollateral, sondern strategisch.

Dass die Briten sich nach Ende des Krieges nicht "wohl" dabei fühlten, auch wenn ihre Städte von der Göring-Luftwaffe bombardiert wurden, lässt sich daraus schließen, dass Harris nach Kriegsende keinerlei Ehrungen erhielt. Selbst bis heute wird in britischen Historikerkreisen darüber diskutiert, ob es sich beim Städtebombardement um Kriegsverbrechen handelte.

Stalin hat zwar immer eingefordert, dass die West-Alliierten auch mal aktiv werden sollten, aber trotz seiner grundlegenden Grausamkeit gehe ich nicht davon aus, dass diese Angriffe von irgendwem als Happening gesehen wurden.

Im Zweiten Weltkrieg waren die Grenzen zwischen Kombattanten und Zivilisten sowieso verwischt (in GB waren alle Bürger Subjekt der Krone, in D spätestens seit der "Totaler-Krieg-Rede" von Goebbels alle Bürger Kriegssubjekte), also waren Angriffe gegen Städte nicht Tabu.

Nur sowas für heute einzufordern ist nur belämmert und eigentlich gar nicht diskussionswürdig.

Selbst wenn jemand historisch der Auffassung ist, dass es keine Alternative zum Flächenbombardement gegeben hat, um die Nazi-Mordmaschine zu stoppen, heißt das noch lange nicht, dass sowas grundsätzlich für gut befunden wird.


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