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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

7.439 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Grüne

Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

29.06.2019 um 23:23
corky schrieb:Nein, meine entsprechende Vorschläge zur Liberalisierung/Legalisierung finden sich in dem passenden Thread.
Oh, das werde ich bei Gelegenheit mal ganz aufmerksam lesen!


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

29.06.2019 um 23:24
@corky

An Alkohol dachte ich anfangs gar nicht. Eher an Zucker, aber stimmt, wer regelmäßig Alkohol trinkt darf sich gern als Alkoholiker bezeichnen. Man könnte ja mal den Test machen und Alkohol verbieten, dass Land stünde Kopf und würde auf der Stelle wissen, was es bedeutet das Cannabis illegal ist.


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

29.06.2019 um 23:27
@Bone02943
Ich bin der Meinung Du schlägst in diesem Punkt mit deinen Vergleichen über die Strenge, aber ich würde den Test bestehen: weder Alkohol- noch Zuckerverzicht bringen mich aus dem Konzept...


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

29.06.2019 um 23:29
@corky

Ok, dass finde ich dann sehr löblich, auch da ich deine Einstellung zum Cannabis kenne, wo du ja nicht gänzlich von einer Legalisierung abgeneigt bist.

Dann sry für das "Süchtling".


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

30.06.2019 um 00:05
corky schrieb:Ich bin der Meinung Du schlägst in diesem Punkt mit deinen Vergleichen über die Strenge, aber ich würde den Test bestehen: weder Alkohol- noch Zuckerverzicht bringen mich aus dem Konzept...
Da hast Du aber ganz was Böses gesagt. Du passt ja nun überhaupt nicht in das Gleichheitsschema, das irritiert hier den harten Kern betrifft. Sowas aber auch. Beschweren tust Du Dich auch nicht. Hier scheinen einige ganz aus dem Konzept zu kommen. ;)


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30.06.2019 um 00:28
corky schrieb:In Berlin ist alles super, ich habe gehört ihr habt Steine, Entschuldigung Findlinge in der Bergmannstrasse.
Die Idiotie geht so: man erlaubt Parklets, dadurch fallen Parkplätze weg. Die Autos parken in den Seitenstrassen, da stellt man Steine auf. Angeblich haben die Millionenklunker 1,1 Mio€ gekostet.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/umstrittene-verkehrsberuhigung-findlinge-provozieren-diskussion-in-kreuzberg/24506944...

Berlin halt....legen sich selber Steine in den Weg, wenn's kein anderer für sie tut.
sind schon ein echt fleißiges Völkchen ;)
Was könnte man mit 1,1 Mio machen? Lass mich überlegen!
Man könnte die Ausländerbehörde sichern, da ist zum zweiten Mal eingebrochen:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-einbruch-in-berliner-auslaenderbehoerde-polizei-warnt-vor-gefaelschten-aufenthal...
...zum zweiten Mal...
lach, da fand jemand zum zweiten Mal den Weg zu den begehrten blankopässen? wunderbar, schon sind bei dem betreffenden Bürgeramt ein paar Termine frei für andere Dinge.
und auf dem SChwarzmarkt kann man sich ein goldenes Näschen verdienen wenn man 20.000 Blanko Dokumente für sagen wir 1000€ das Stück verscherbelt.
da wird doch jede Behörde neidisch *Ironie*
corky schrieb:Die Bundespolizei erklärt in ihrem Warnhinweis, es seien 20.000 Dokumente abhanden gekommen. Es handelt sich um Papiere für Niederlassungs- und Aufenthaltserlaubnis, aber auch um Blanko-Reisepässe und Kinderreisepässe.
gekonnt schrieb:Gibt's in München eigentlich auch Zonen für schwarzafrikanische Drogendealer oder hängt ihr da noch etwas zurück?
in München hängt man noch im vergangenen Jahrhundert fest.
in Berlin ist man schon fast in der Drogenzukunft
Berlin hat den Kampf gegen die Drogen verloren

Der Chef des Rauschgiftdezernats spricht von einer Kokainepidemie
alles ganz vegan, gluten-und laktosefrei, und vielleicht sogar biodynamisch nach Mondkalender angebaut----
mich wundert, dass es noch keine Allergien gegen all diese Drogen gibt wo doch sonst noch jedes konventionelles Lebensmittel irgendeine Allergie auslöst :)
Cesare schrieb:gekonnt schrieb:
Zonen für Drogendaler in Parks, der eigentlich für das Spielen mit Kindern gemacht ist?

Warst du schon mal im Görli?
ich schon. einfach bescheuert.Boris Palmer von den Grünen auch. Da hat man vorsorglich einen Tag lang (oder nur für die Zeit von Palmers Besuch im Görli) keine Dealer gesehen.
ist doch superprimaklasse, oder?
die haben einfach mal eine Dealerfreie Zone für ein paar Stunden in Berlin hingekriegt :)
corky schrieb:Der Punkt kommt oft, nur konnte ihn mir keiner so richtig erklären: warum müssen Menschen in Gegenden wohnen die sie sich nicht leisten?
richtige Frage.
Cesare schrieb:Warum wollen wir Chancengleichheit für Kinder aus allen Schichten?
warum willst du nicht gleiches Leistungspensum für ALLE (Kranke ausgenommen)?
warum akzeptierst du, dass Menschen unterschiedlich viel zum Gemeinwohl der GEsellschaft oder sagen wir zum Bruttoinlansprodukt, beitragen?
Cesare schrieb:Die Situation ist die, dass Menschen mittleren Einkommens aus der Innenstadt verdrängt werden.
Beleg zu dieser Behauptung wäre schön!
tudirnix schrieb:Es geht nicht um Gleichheit @Bauli sondern um Gleichwertigkeit.
ich wüsste nicht, dass es den Grünen und Linken neuerdings nicht um Gleichheit ginge, aber kannst du mir gern erklären
Cesare schrieb:Jemand mit mittleren Einkommen findet keine Wohnung- muss es heißen.
Beleg zu dieser Behauptung wäre schön!
Cesare schrieb:Also wenn Menschen mit mittleren Einkommen (oder weniger) aus der Innenstadt verdrängt werden ist das in deinem Begriff keine soziale Spaltung?
nein, das ist keine soziale Spaltung.
Genauso wenig wie es eine soziale Spaltung ist, dass ein Manager, Selbstständige oder eine Politikerin eine 60 Stundenwoche arbeiten UND sich noch ehrenamtlich angagieren wohingegen andere daheim vor der Klotze hocken oder jeden Tag im Park beim Kiffen chillen und keine 6 Stunden am Tag arbeiten wollen.

sorry, wer volle Gerechtigkeit will, sollte sie an allen "Fronten" fordern!
Cesare schrieb:Wieso stellst du mich wie so einen keifenden Freizeitkommunisten dar? Ich beschreibe einfach soziale Ungerechtigkeiten, die ich sehe. Das hat nichts mit Neiddebatte zu tun-
siehe meine vorigen Sätze. es ist nichts anderes als eine Neiddebatte.

ich reg mich nicht über die "himmelschreiende Ungerechtigkeit" auf, dass ich mir ein Leben in Hamburg-Rotherbaum nicht leisten kann, aber vielleicht ein Leben auf dem Land oder am Stadtrand. (wo ich es tausendmal schöner finde als in einem Stadtzentrum mit all seinem Dreck, Lärm, Mief und zb stinkenden Nikotinjunkies....
Cesare schrieb:Niemand hier hat Sozialbauten im Grunewald gefordert, aber einfacher Wohnraum durch öffentliche Hand gefördert, kann überall geschaffen werden. Das ist kein Widerspruch,
dafür braucht die öffentl Hand GELD - und das muss erwirtschaftet werden.
und wenn die öffentl Hand Immobilien besitzt, muss sie in der LAge sein, diese zu bewirtschaften. In Berlin fehlt es an beidem, OBWOHL die Stadt von Grünen und Linken (Lompscher, Bausenatorin/Linke) regiert wird.
Unter Wowereit war Berlin arm aber sexy, unter Müller ist die Stadt wohl nur noch arm dran. ich hörte von sexy jedenfalls schon lange nichts mehr
Bone02943 schrieb:Ein jeder sollte die bestmögliche Behandlung erhalten, die notwendig ist.
deine Aussage ist widersprüchlich.
was denn nun:
das Bestmögliche oder das Notwendige?
Bone02943 schrieb:Das Problem ist die nichtfunktionierende Drogenpolitik in diesem Land. Mit den Grünen könnte da sogar etwas Entspannung entstehen. Dann gäbe es weit weniger Dealer im Görli, weil deren Dienste kaum einer mehr benötigen würde.
ja, ich erwarte "ganz viel Entspannung " in Berlin *Ironie
Heute gibt es Kokstaxis, mobile Dealer, deren Nummern die Feiernden kennen. Werden die Fahrer angerufen, liefern sie innerhalb einer Stunde. Ein volles Eppendorfgefäß für 60 Euro. „Wir gehen davon aus, dass in Berlin öfter konsumiert wird“, sagt Drogenfahnder Olaf Schremm. Neben den Kokstaxis breite sich der Straßenverkauf aus. Vom Kiez um das Kottbusser Tor über den Görlitzer Park und das Schlesische Tor bis zum RAW-Gelände. Und das Kokain ist heute stark: „60, 70 Prozent Reinheit sind üblich.“
klingt schon ganz entspannt, oder?
das die Zahl der Drogentoten zunimmt, geschenkt. hauptsache es kann entspannt konsumiert werden.
Schremm, 59 Jahre alt, sitzt im Landeskriminalamt, dem LKA, in Tempelhof.....

Illegale Drogen werden, das weiß er, absehbar aus Berlin nicht wegzukriegen sein. Deshalb sagt er, was Berliner LKA-Dezernatsleiter vor einigen Jahren so nicht gesagt hätten: „Wir sollten einen neuen Umgang mit Kleinstmengen Kokain finden.“....

der Jahresbericht 2019 der EU-Beobachtungsstelle für Drogen in Brüssel zeigt: Die Kokainspuren, die in Berlins Abwasser gemessen wurden, verdoppelten sich in drei Jahren

....
Berlin lebt den Rausch. Und braucht ihn vielleicht auch. München hat BMW, Hamburg den Hafen, Berlin das Berghain.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/im-rausch-durch-die-nacht-berlin-hat-den-kampf-gegen-die-drogen-verloren/24478152.htm...

man könnte meinen, wenn Berlin ein Problem hat, löst oder bekämpft man es nicht, man erklärt es zum trendigen live style (meine Meinung)


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30.06.2019 um 00:49
lawine schrieb:ja, ich erwarte "ganz viel Entspannung " in Berlin *Ironie
lawine schrieb:klingt schon ganz entspannt, oder?
das die Zahl der Drogentoten zunimmt, geschenkt. hauptsache es kann entspannt konsumiert
Ich bezog mich dabei ja auf Cannabis, dennoch sehe ich die restriktive Drogenpolitik, auch bei anderen Drogen, für gescheitert an.
lawine schrieb:deine Aussage ist widersprüchlich.
was denn nun:
das Bestmögliche oder das Notwendige?
Ja eigentlich beides, aber wenn es wirklich widersprüchlich ist, dann die bestmögliche.


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30.06.2019 um 01:01
@Bone02943

Im übrigen sehen es manch Beamte ja ähnlich:
Bisher gibt es das nur für Cannabis. Der Senat hat erklärt, bis zu 15 Gramm seien möglicher Eigenbedarf eines Erwachsenen, Verfahren zu dieser Menge werden oft eingestellt – auch, um Polizei und Justiz zu entlasten. Der Berliner Vizechef des BDK, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Carsten Milius, sagt: „Das absolute Drogenverbot ist oft eher Problem als Lösung.“

Drogenfahnder Schremm legt Wert auf Unterscheidungen: zwischen Händler und Konsument, zwischen Marihuana und Kokain, zwischen wünschenswerter Prävention und notwendiger Repression. Dass Marihuanafälle in Berlin meist eingestellt werden, wenn es sich um den Eigenbedarf eines Erwachsenen handelt, sei richtig. Es gebe gute Argumente für Marihuanalegalisierung, sagt Schremm, täglich Schnapsflaschen auszutrinken, sei ja auch nicht verboten. Ecstasy, Kokain, Heroin sollten verboten bleiben.

Auf den „31a BtMG“ setzt auch BDK-Vize Carsten Milius. Cannabisprodukte sollten komplett legal sein, noch machen sie 62 Prozent der in Berlin registrierten Drogenfälle aus. Bei Kokain, Heroin und Co. müsse unterschieden werden, sagt Milius: „Diejenigen zu verfolgen, die nur konsumieren, ist kontraproduktiv. Es bindet viele Kräfte und die Dealer profitieren, denn der Konsument, dem der Stoff weggenommen wurde, kauft mittelfristig neuen.“
Dazu muss man sich auch mal die Folgen betrachten, die eine Prohibition so mitsich bringt:
Kaum einen anderen Sektor überlässt der Staat komplett der Unterwelt. Weil Kokain, Ecstasy und Co. illegal sind, verdienen an ihnen nur: Kriminelle. Und weil die Strafen für Drogenhandel hoch sind, beschäftigen sich diese Kriminellen damit hauptberuflich. Die Prohibition erzeugt Prohibitionsprofiteure. Schmuggel, Verkauf, Geldwäsche, Kontrahenten abwehren und Polizisten täuschen, das alles erfordert Professionalität. Wer seine Versicherung betrügt oder mal in der Kneipe zuschlägt, entwickelt daraus meist keinen Lebensstil. Wer Drogen handelt, schon.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/im-rausch-durch-die-nacht-berlin-hat-den-kampf-gegen-die-drogen-verloren/24478152.htm...


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30.06.2019 um 01:22
Bone02943 schrieb:Kaum einen anderen Sektor überlässt der Staat komplett der Unterwelt.
über diesen Satz bin ich auch gestolpert.

bei Prostitution hat man es sich recht einfach gemacht, indem man den Prostitution zum sozialversicherugspflichtigen Job machte.

trotzdem bleibt das Rotlichtmillieu ein "Hinterzimmer"Geschäft, in dem der Staat nichts zu melden hat.
siehe Menschenhandel, siehe Kinderpostitution


könnte mir gut vorstellen, dass Grüne in Berlin (wo Drogendealer schon als Alltagshelden mit einer eigenen Ausstellung bedacht wurden) so geschehen wird:
Drogendealer in Berlin wird zum sozialversicherungspflictigen Job :)
neuer Job, neuer live style kreiert, PRoblem gelöst.
menschen
oder war da noch was anderes mit Drogen, außer das sie illegal sind?
verändert ihr Konsum etwa das Bewusstsein (vorübergehend oder dauerhaft), führt zu Kontrollverlusten?
steht Drogenkonsum in vielen Fällen etwa in direktem Zusammenhang mit schweren Straftaten wie Körperverletzung durch Messerstecherein, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag?
Gibt es keine Beschaffungskriminalität von Drogengeschädigten Personen mehr, die keiner Arbeit nachgehen, aber Geld für ihren Drogenkonsum brauchen?
verschwindet all dies durch eine legale Drogenabgabe?
Nein?
Dann sollten die Grünen diesen Drogen nicht den Weg in die Gesellschaft ebnen!


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30.06.2019 um 01:30
lawine schrieb:könnte mir gut vorstellen, dass Grüne in Berlin (wo Drogendealer schon als Alltagshelden mit einer eigenen Ausstellung bedacht wurden) so geschehen wird.
Drogendealer in Berlin wird zum sozialversicherungspflictigen Job :)
neuer Job, neuer live style kreiert, PRoblem gelöst.
Zum Teil würde das ja auch stimmen. Beim Cannabis würden Dealer eben nicht mehr illegal verkaufen, sondern könnten staatlich legalisierte Shops betreiben.
Wer heut noch illegal Cannabis anbaut, könnte dann mit Lizenz legal anbauen, denn seine Erfahrungen sind in diesem Sektor sicher nicht zu unterschätzen.

Bei härteren Drogen bin ich zwiegespalten, wie wohl auch die Grünen.
lawine schrieb:menschen
oder war da noch was anderes mit Drogen, außer das sie illegal sind?
verändert ihr Konsum etwa das Bewusstsein (vorübergehend oder dauerhaft), führt zu Kontrollverlusten?
steht Drogenkonsum in vielen Fällen etwa in direktem Zusammenhang mit schweren Straftaten wie Körperverletzung durch Messerstecherein, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag?
Zu meist handelt es sich dabei ja scheinbar um Alkohol. Und der ist auch nicht verboten.
Ansonsten wird so oder so konsumiert, egal ob legal oder illegal. Am Ende aber verdienen nur kriminelle Banden damit Geld. Und auch sonst gibt es keinen Schutz, in dem der Wirkstoffgehalt überwacht und geregelt wird. Was bedeutet das Konsumenten auf das gepunsche von Kriminellen angewiesen sind, die unreglementiert zusammenmischen können, wie sie lustig sind.
lawine schrieb:Gibt es keine Beschaffungskriminalität von Drogengeschädigten Personen mehr, die keiner Arbeit nachgehen, aber Geld für ihren Drogenkonsum brauchen?
Auch das wird nicht verschwinden. Es verschwindet aber auch nicht mit einer Prohibition.
lawine schrieb:verschwindet all dies durch eine legale Drogenabgabe?
Nein?
Dann sollten die Grünen diesen Drogen nicht den Weg in die Gesellschaft ebnen!
Nun, eine Legalisierung von Drogen wird nicht alle Probleme lösen, aber einige.


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30.06.2019 um 08:22

Dolle Show.



Man hat wirklich streckenweise das Gefühl hier einer Auseinandersetzung von Kindern beizuwohnen, die sich bemühen aneinander vorbei zu reden um Recht behalten zu können.
Dreiviertel der Beiträge auf den letzten 4 Seiten müssten gelöscht werden.
Da ich wenig Lust habe jetzt hier den Thread zu entkernen machen wir einen Deal.

Seht den roten Beitrag jetzt mal als Zäsur.


Ab hier gehts jetzt wieder um die Grünen und ihre Wählbarkeit.
Natürlich muss man sich dazu mit ihren Äusserungen, Vorstellungen und Projekten beschäftigen.
Das geht aber auch ohne sein Gegenüber persönlich anzugehen.
Der rote Beitrag ist eine pauschale Warnung an alle Beteiligten. Wird der Tread wieder ins OT gezogen gibts grosszügig Freizeit für die User, die sich daran beteiligen.
Weitere Vorwarnungen wird es nicht geben.

Haltet euch bitte daran.



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30.06.2019 um 09:46
Zu diesen Punkten waren wir gekommen, weil unterstellt wurde, es wären die Grünen, bzw. der rrg Senat in Berlin, der die Stadt ruiniert hätte. (immer und immer wieder wurde dabei der Görlitzer Park genannt)

Meine These hierzu war, dass die Union genannte Probleme, welche die Menschen hier umtreiben, nämlich im wesentlichen die Wohnungsnot in Berlin, die inzwischen schon Menschen mit mittleren Einkommen betrifft, nicht besser gelöst hätte.

Daraufhin wurde geleugnet dass die Wohnungsnot in Berlin gar kein echtes Problem sei, eine reine "Neiddebatte" und es keine soziale Spaltung durch Verdrängung geben würde.

Wenn man die Baustellen einfach leugnet, welche die Grünen angehen (in Berlin und anderswo ist es die Wohnungsnot, auf Bundesebene z.B. der Klimawandel) und daraus Klientelpolitik macht, ist es natürlich leicht eine Partei zu diskreditieren.

Drauf möchte ich gerne eingehen;
lawine schrieb:Beleg zu dieser Behauptung wäre schön!
https://www.maz-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Hohe-Mieten-beschleunigen-soziale-Spaltung
Die soziale Ungleichheit in Deutschland wird durch hohe Mieten verstärkt. Dies zeigt eine Studie der Berliner Humboldt-Universität auf. Für Menschen mit geringerem Einkommen ist eine hohe Mietbelastung schwierig zu schultern, da wenig Geld für den Rest der Lebensführung bleibt.
https://taz.de/Mietenentwicklung-in-Deutschland/!5543186/
Neubauwohnungen in Metropolen sind selbst für die Mittelschicht unbezahlbar. Soziale Spannungen vertiefen sich, sagt der Sozialverband.
Eine Studie der Hans Böckler Stiftung zeigt die soziale Spaltung anhand der Mieten. Denn viel der Einnahmen geht direkt für die Miete drauf. Berlin liegt über dem Durchschnitt
...
lawine schrieb:warum willst du nicht gleiches Leistungspensum für ALLE (Kranke ausgenommen)?
warum akzeptierst du, dass Menschen unterschiedlich viel zum Gemeinwohl der GEsellschaft oder sagen wir zum Bruttoinlansprodukt, beitragen?
Hast du das absichtlich falsch verstanden, oder bist du zynisch? Ich hatte mehrere Punkte; Warum wollen wir klassenübergreifende Chancengleichheit?

Das meint, dass Kinder bei gleicher Begabung die gleichen Chancen haben- und es keine Gläserne Decke aus Rassismus und Klassimus gibt.
Klassizismus ist die Verächtlichmachung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft. Diskrimierung ist immer ein verallgemeinernder, entmenschlichender Blick nach unten.
lawine schrieb:und zb stinkenden Nikotinjunkies....
...


Ein weiterer Punkt ist gleichWERTIGE medizinische Versorgung für jeden, die ich jetzt in Deutschland nicht anzweifle- wenn du dir die Mühe machst nachzusehen warum ich diesen Punkt bemüht habe, wirst du mir das jetzt auch nicht unterstellen. Ich hoffe wir sind uns zumindest da einig.


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30.06.2019 um 10:18
<Satire>
Selbst die berühmteste Popgruppe der Welt, die Rutles, nahm Drogen. Jeder kennt doch die Schlagzeile aus den 60ern:
Rutles take tea https://rutlesriki.fandom.com/wiki/Tea
</Satire>

Ansonsten schließe ich mich der Aussage von @Cesare an, Chancengleichheit darf nicht bedeuten, daß alle gleich blöd gemacht werden, sondern jedem wird die Chance gegeben, die gleiche Bildung zu erhalten. Wenn das private Umfeld dies verhindert, kann angeboten werden, daß zu korrigieren, aber wenn „Mama und Papa“ da da eher desinteressiert sind, kann man die Sprößlinge schlecht einkasernieren und „gezielt“ weiterbilden. So etwas wird dann wohl sonst irgendwann auf eine Art „Napola“ hinauslaufen.

Und gleichwertige gesundheitlich Versorgung beinhaltet auch nicht, wie @corky

schon erwähnte, daß allen (ohne Zuzahlung) im Einzelbettzimmer vom Professor persönlich täglich der Arm geschwengelt wird - gibt unser Gesundheitssystem so nicht her.


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gekonnt
Mitglied ausgeschlossen
-> Begründung

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30.06.2019 um 10:21
cpt_void schrieb:jedem wird die Chance gegeben, die gleiche Bildung zu erhalten
Exakt das gibt es ja bereits in Deutschland. Jeder geht auf die gleiche Schule, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird, jeder kann, wenn er möchte, danach eine Ausbildung oder ein Studium anfangen (beides kostenlos, das Eine sogar bezahlt)...

... also ich verstehe auch hier wieder nicht, wie man sich so in seiner Eigenverantwortungslosigkeit betrinken kann...


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30.06.2019 um 10:30
gekonnt schrieb:Exakt das gibt es ja bereits in Deutschland. Jeder geht auf die gleiche Schule, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird, jeder kann, wenn er möchte, danach eine Ausbildung oder ein Studium anfangen (beides kostenlos, das Eine sogar bezahlt)...
Wie sieht es denn in der Realität aus?
Wie weit die Realität im gegenwärtigen Bildungswesen von diesem Ideal entfernt ist, mag das folgende Beispiel illustrieren. Der Übergang nach der Grundschule in "weiterführende" Schulformen stellt in Deutschland immer noch eine entscheidende Weiche für ungleiche Bildungsabschlüsse und den späteren Berufseintritt dar. Im Sinne der "Leistungsgerechtigkeit" sollte er unabhängig von Merkmalen der sozialen Herkunft allein auf Grundlage der Leistungsfähigkeit erfolgen.
...
Dabei zeigte sich: bei gleichen kognitiven Fähigkeiten und Lesekompetenzen hatten Kinder aus der obersten Schicht ("obere Dienstklasse") eine fast vier Mal höhere Chance als Kinder von Facharbeitern, eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen (Hußmann u.a. 2017, S. 244).[1] Diese Zahlen beziehen sich auf die Schulempfehlung der Lehrer und Lehrerinnen am Ende der vierjährigen Grundschule, nicht auf den tatsächlich vollzogenen Übergang auf die Schulen der Sekundarstufe I. Doch Daten des IQB-Ländervergleichs aus dem Jahr 2009 belegen einen ähnlichen starken Einfluss der sozialen Herkunft für den tatsächlichen Übergang: Danach besuchten bei gleicher Leistungsfähigkeit Kinder von Eltern aus der "oberen Dienstklasse" in der neunten Klasse viereinhalb mal so häufig ein Gymnasium wie Kinder von Facharbeitern (Köller u.a. 2009; S. 22).[2]

Chancengleichheit im Sinne von "Leistungsgerechtigkeit" ist beim Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen offensichtlich nicht gegeben; die starke Verzerrung zugunsten von Kindern oberer und mittlerer Schichten macht vielmehr deutlich, dass die Schulkarriere eines Kindes in erheblichem Maße auch von sozialen Faktoren bestimmt wird, die mit Leistungsfähigkeit weniger zu tun haben.
http://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/174634/chancengleichheit?p=all

Natürlich kann theoretisch jeder in Deutschland das Abi machen, doch schon beim Studium ist es dann nicht mehr so einfach, wenn die Familie nur wenig Geld hat. Denn eine Unterkunft in einer anderen Stadt mit Uni muss auch erstmal finanziert werden, auch wenn es dafür Förderungen gibt. Denn nich jeder lebt in einer Stadt, in dem ein Studium abgeschlossen werden kann, oder wo es sich zu lohnt zu pendeln.

Die Chancengleichheit ist in der Theorie zwar gegeben, die Realität aber hinkt hinterher.


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30.06.2019 um 10:32
@gekonnt
Gutes Video:
Flüge nach Mallorca sollen teuerer werden(MwSt., Kerosinsteuer) damit Alternative wie die Bahn attraktiver werden...jetzt kommt wohl der Schwimmzug.
-----------

Die Diskussionen die wir gestern hier hatten wegen Gleichstellung etc. sind eigentlich klassische linke Positionen.
Die GrünInnen bringen aber eigentlich noch eine andere Komponente ein -> soziale Ungerechtigkeit über Klimathemen bekämpfen und zwar in zwei Stufen zB:
- wenn Zugfahren günstiger ist, haben sehr viele etwas davon
- wenn SUV mit Verbrenner verboten werden ist es auch gut für das Klima und ein Reicher kann sich nicht mehr aufgrund seines Geldes "freikaufen" und trotzdem fahren

Ich bin mal gespannt ob das funktioniert.


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30.06.2019 um 10:37
gekonnt schrieb:Exakt das gibt es ja bereits in Deutschland. Jeder geht auf die gleiche Schule, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird, jeder kann, wenn er möchte, danach eine Ausbildung oder ein Studium anfangen (beides kostenlos, das Eine sogar bezahlt)...
Na erben nicht. Gesetz und Möglichkeit sind unterschiedliche Fragen. Natürlich ist es aufgäbe eines Staates Separation entgegen zu wirken. Das ist auch in unser aller Interesse.

Die CHANCE besteht eben nicht.


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30.06.2019 um 10:38
corky schrieb:- wenn SUV mit Verbrenner verboten werden
Ach, angeblich fahren doch alle Grünen und ihre Wähler nur die größten SUVs. Dann werden die auch nicht verboten. ;)


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30.06.2019 um 10:40
@Bone02943
Dann schau Dir doch das Video an, das hat die halbe Doppelspitze so gesagt.
Hmm, ich merke gerade mein Auto passt nicht zu meiner Parteiwahl.


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30.06.2019 um 10:51
@corky

Ich weiß leider nicht welches Video du meinst.
Wenn wirklich gesagt wurde das Flüge auf eine Insel teurer werden müssen, damit die Leute mehr Bahn fahren, dann ist dies natürlich großer Quatsch. Wer solche Aussagen macht, der hat sich gedanklich wohl selbst verzettelt.
Ansonsten wäre es nicht verkehrt gerade kürzere Flügstrecken zu vermeiden und mit der Bahn zu fahren. So muss man eben nicht von München nach Berlin fliegen, wenn es der ICE Sprinter in knapp 4 Stunden schafft.
So auch Strecken zwischen München - Frankfurt, Hamburg - Frankfurt, Berlin - Köln oder nach Paris, könnten mit der Bahn gefahren werden.
Anders natürlich bei weiteren Strecken, wie Berlin - Moskau, nach Oslo oder Madrid.
Die Bahn muss dafür natürlich auch weiter atraktiver werden.


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