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Wie geht es weiter mit der AfD?

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 13:35
che71 schrieb:Was hat die Globalisierung mit dem Feindbild des Fremden der AFD damit zu tun ?
Nationaler Identitätsverlust ?! Ist das eine andere Form von pathetischer Deutschtümelei ?!
Globalisierung heißt, die Welt wächst zusammen. Grenzen weichen auf. Immigration von Ausländern hat dadurch so etwas wie marktwirtschaftliche Relevanz bekommen - Stichwort Fachkräftte. Durch das + an Mobilität haben Menschen weniger natürliche Hürden aus oder einzuwandern. Das führt mitunter zur Überfremdung der Gesellschaft, einhergehend mit nationalen Identitätsverlust.
Man muss jetzt kein Professor sein um diese Zusammenhänge zu erkennen.
che71 schrieb:Wo ist das denn der Fall, das Parteien bestimmte Gruppen in einer Gesellschaft zu Sündenböcken macht ? Bei rechten Spinner-Parteien.

Probleme sind immer da ?! Hast du noch mehr Kalenderspruch-Weisheiten ?
Ich denke, man kann getrost davon ausgehen, dass die Linken, die Rechten als Problemgruppe bezeichnen würden. Andere Parteien sehen Arbeitslose als Problemgruppe. Wieder andere Vermögende, die zu wenig Steuern zahlen ... usw.
Und es muss nicht immer erst eine Flüchtlingskrise geben, die bewältigt werden muss, damit man es als Problem bezeichnen kann, sondern kann sich auch schon mal z.B. um die PKW Maut drehen. Das sind also keine Kalenderspruch-Weisheiten.
che71 schrieb:Und wieso verteidigst du dann die AFD ?



Alternative Lösungsvorschläge hängen auch von ihrer Realisierbarkeit ab.
Die AFD hat bis jetzt keine alternativen Wege aufgezeigt, außer dagegen zu sein.

Oder vielleicht meinst du ja auch das "Schwule zählen" in Thüringen, die namentliche Erfassung
von HIV-Infizierten o.ä. "Geistesblitze" von der rechten Spinner-Partei ?!
Hm, also wenn ich nicht für die AfD bin, muss ich gegen sie sein? Hm, neeee .... das wäre mir dann doch ein Tick zu extrem.

Abseits davon hat die AfD durchaus alternative Möglichkeiten aufgezeigt. Dass man diese nicht begrüßen muss oder sogar dagegen sein kann, heißt nun mal nicht, dass sie keine hätte.

Das Zählen von Homosexuellen in Thüringen hat nun mal gar nichts mit dem Wahlprogramm der AfD zu tun und auch nichts damit, dass es irgendwie dazu dienen sollte, diese systemmatisch auszurotten. Nur weil man bei den Gedanken an Maßnahmen der Nationalsozialisten erinnert wird, ist es nicht das gleiche. Es ging dabei um die Verteilung von Geldern und Fördermitteln gegen Diskriminierung von Schwulen.
che71 schrieb:Wirklich Ahnung hast du nicht ?!

Das deutsche Insolvenzrecht gilt nur für Privatpersonen und Firmen.
Der Bund und die Länder in Deutschland sind ausdrücklich vom Insolvenzrecht ausgenommen.
Auch gibt es kein Insolvenzverfahren für Staaten.
Dir ist schon klar, dass das ein Vergleich war, der natürlich - so dermaßen offenkundig - keine rechtliche Relevanz hatte? Natürlich gilt es nicht für Staaten, aber die Art und Weise, wie die Staatspleite verschleppt wird, ist doch exakt das gleiche Vorgehen, wie die klassische Insolvenzverschleppung bei Unternehmen.
che71 schrieb:Man hätte Griechenland also nicht helfen sollen ?
Das die eine oder andere EU-Richtlinie nicht der Lebenswirklichkeit entspricht, hat man in Brüssel auch erkannt, indem man Griechenland hilft.
Die andere Variante Griechenland nicht zu helfen, wäre mit sehr viel größeren sozialen und ökonomischen Folgekosten behaftet gewesen.
Sorry, da bin ich klar auf Seiten von Herrn Lucke. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
che71 schrieb:Ich stehe mit meiner Meinung nicht alleine da, nur weil du das behauptest.
Das hat auch nichts Optimismus zu tun.

Zu der Griechenlandkrise äußern sich Leute wie du, die auch einem Brexit zugestimmt hätten, weil ein "alternativer" UKIP-Spinner wie Farage den Engländern dummes Zeug über die Beziehungen zur EU erzählt hat.
Nein, ich bin gegen den Brexxit und auch gegen einen Ausstieg Deutschlands aus der EU oder dem Euro. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber Sinnlosmaßnahmen wie die Finanzierung eines Bankrotten Staates, sind nun mal auch Maßnahmen deren Folgen und Risiken dich direkt betreffen könnten, nämlich dann, wenn ein Schuldenschnitt unumgänglich wird und Banken auf Krediten sitzen bleiben, die sie nie wieder bekommen. Tja, woher das Geld dann nehmen? Wahrscheinlich vom Staat, der dann wieder Banken retten muss ... und woher bekommt der Staat sein Geld ...? Aja!
che71 schrieb:Natürlich berufen sich die Menschen auf die aktuelle Gesetzeslage, auf was denn sonst ?

Mir Naivität oder sogar Dummheit zu unterstellen, weil ich auf diese Tatsache hinweise, ist nur ein hilfloser Versuch deinerseits, dich hier als Weltverbesserer darzustellen ?!

Das die Vergewaltigung in der Ehe 1997 zu einem Straftatbestand wurde, willst du dir aber jetzt nicht auf die Fahne schreiben ?!
Ich habe dir keine Naivität oder Dummheit unterstellen wollen. Ich habe dich dazu anregen wollen, dir mal Gedanken zu machen, dass nicht alles was jetzt im Gesetz steht, auch Recht und Gerecht ist. Das hat also nichts mit Weltverbesserer-Syndromen zu tun und natürlich habe ich auch nie behauptet, dass die Vergewaltigung in der Ehe zum Straftatbestand wurde, weil ich dafür eingetreten bin. Ich würde es fast amüsant finden, wenn's nicht so traurig wäre, was ich ständig an Unterstellungen an den Kopf geworfen bekomme. Versuch doch bittte erst mal nachzufragen, wenn du es nicht verstanden hast. Ich bin nicht dein Feind oder sowas.
che71 schrieb:Nach Stimmen hat Clinton gewonnen, in der Auszählung und Anrechnung auf die Wahlmänner hat Trump gewonnen.
Diese 10 Millionen Stimmen die angeblich nicht berücksichtigt wurden, waren in der Masse ja für irgendwelche Spinnerparteien die sowieso aussichtslos sind.  

Die 5% Hürde hat schon ihre Berechtigung. Wenn eine Partei diese Hürde aufgrund der Stimmen nicht erreicht, ist das halt so. Man kann im Bundestag auch nicht jede Spinnerpartei zu Wort kommen lassen, die nur 3% oder 4% erhalten hat.
Niemand hat gesagt das unser Wahlsystem perfekt ist, das muss es auch nicht sein. Das Parlament muss handlungsfähig sein und das geht auch nur mit einer bestimmten Anzahl von Parteien.  
Es gibt keinen Anlass dafür Parteien, die die 5 % Hürde nicht schaffen als Spinnerparteien zu diffamieren. Das spricht entweder für eine Wissenslücke oder eine sehr eingeengnte Sicht der Dinge. Parteien wie die FDP, AfD, die Freien Wähler, LKR oder die Piratenpartei mögen Inhalte haben, die vielleicht nicht jeden ansprechen, aber deswegen sind die keine Spinnerparteien.

Deswegen hat man ja auch bei der Europawahl festgestellt, dass es nichts rechtens ist Meinungen und Interessene von Minderheiten auszuschließen und die Hürde quasi fallen lassen. In der heutigen Zeit, ist die 5 % Regel reichtlich antiquiert und sollte zumindest flexibler sein. Das heißt z.B. dass wenn die Anzahl Anzahl der Prozente, die auf Parteien entfallen, die unter 5 % liegen ein gewisses Maß erreicht hat - also z.B. in der Summe 8 % - dann muss die Hürde um einen Prozentpunkt gesenkt werden. Das wäre fairer und würde die Interessengruppen im Bundestag besser darstellen.

Ich nehme mal vorweg, dass sich etwaige weitere Diskussionsgrundlagen wieder mehr zu AfD hin fixieren sollten, da sonst ein roter Balken, kombiniert mit markigen Worten, diese Diskussion beendet. Soll heißen, dass ich mich dahingehend bei etwaigen Rückmeldungen auf meinen Beitrag auf AfD spezifische Inhalte konzentrieren werde und alles weitere unkommentiert lasse.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 14:42
Nevrion schrieb:Das führt mitunter zur Überfremdung der Gesellschaft, einhergehend mit nationalen Identitätsverlust.
Man muss jetzt kein Professor sein um diese Zusammenhänge zu erkennen.

  
Was muss man denn sein,
um zu wissen, was "Überfremdung" und "nationaler Identitätsverlust" überhaupt sein sollen?

Wikipedia: Überfremdung

Wikipedia: Nationale_Identität

Mit Beidem kann ich nichts anfangen, geschweige denn mit dem Verlust davon...
Wer kann es mit einfachen Worten erklären?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 15:32
überfremdung und nationalen identitätsverlust sind beides künstlich geschaffene begriffe um irgendwas als statisch und für immer ewiges geltendes zu beschreiben. das trifft aber auf diese beiden s.g. begriffe aber nicht zu, diese s. g. nationale identität hat sich zig mal im laufe der geschichte geändert und sie wird sich in der zukunft auch wieder zig mal ändern. diese s.g. überfremdung ist doch im laufe der geschichte auch zig mal passiert und wird auch in zukunft weiter gehen.

wer auf diese beiden künstlichen begriffe beharrt negiert die geschichte und hat sich von den menschen gelöst und verfolgt einen ganz gefährlichen weg, der uns schon einmal in den untergang geführt.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 19:51
Oje ,
Nach FOCUS-Online-Informationen fiel am Sonntag auf der Wahlversammlung auf, dass bei einem Wahlgang zwei ineinander gefaltete Stimmzettel mit der gleichen Handschrift abgegeben wurden. Eine Reihe von AfD-Mitgliedern wurde Zeuge der Manipulation. Die AfD bestätigte auf FOCUS-Online-Anfrage die versuchte Wahlfälschung. Der betroffene Wahlgang sei wiederholt worden und habe einen hinteren Listenplatz betroffen. Wann genau der Betrugsversuch stattgefunden habe, wisse man nicht mehr.

Die versuchte Fälschung von Wahlen wird damit zur Gewohnheit in der Berliner AfD. Denn bereits auf dem Landesparteitag im Januar 2016, bei dem von Storch und Georg Pazderski den liberaleren Landeschef Günter Brinker entmachteten, gab es massive Manipulationen. Ein Großteil des Berliner Landesvorstands müsse neu gewählt werden, urteilte ein AfD-Schiedsgericht im Februar und hielt die Parteispitze an, den Entscheid allen Mitgliedern zukommen zu lassen. Stattdessen vertuschten von Storch und Pazderski das brisante Dokument, wie FOCUS Online berichtete. Inzwischen fechten sie das Urteil vor dem AfD-Bundesschiedsgericht an.
http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/bundestagswahl-versuchte-wahlfaelschung-wurde-die-afd-bundes...

irgendwie scheint sowas öfters zu passieren.....


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 21:09
@querdenkerSZ
Nach Hessen und Niedersachsen ist das jetzt schon das dritte Bundesland mit "Unregelmäßigkeiten". Ich habe langsam das Gefühl, die wollen gar nicht in den Bundestag.

http://hessenschau.de/politik/afd-panne-bei-kandidatenkuer-fuer-bundestagswahl,afd-parteitag-panne-100.html
https://www.welt.de/politik/deutschland/article162955543/AfD-Krieg-in-Niedersachsen-bringt-Bundespartei-in-Bedraengnis.h...


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 22:25
@E.Schütze @eckhart @che71 @paranomal @Landluft

Ja, was wohl die meisten bereits wissen, dämmert jetzt auch dem Amtschef des Verfassungsschutzes. Manche brauchen wohl etwas länger für solche Erkenntnisse. Solls ja geben.
Amtschef Hans-Georg Maaßen warnt vor vermehrten Aktionen der rechtsextremen Gruppierung. Der Verfassungsschutz sammelt auch Erkenntnisse über Verbindungen zur AfD.
[...]

Der Verfassungsschutz wisse von Kontakten der IB mit rechtsextremistischen Personen oder Gruppierungen, sagte Maaßen. Die Beamten sehen außerdem Verbindungen zwischen den Identitären und der AfD.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-03/fremdenhass-identitaere-bewegung-radikalisierung-verfasssungsschutz-afd


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Wie geht es weiter mit der AfD?

19.03.2017 um 22:42
@tudirnix

Maaßen hat lange genug nach Kräften die rechtsextremen Umtriebe der AfD ignoriert, aber irgendwann wird die Blockade auffällig.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.03.2017 um 00:11
Globalisierung heißt, die Welt wächst zusammen. Grenzen weichen auf. Immigration von Ausländern hat dadurch so etwas wie marktwirtschaftliche Relevanz bekommen - Stichwort Fachkräftte. Durch das + an Mobilität haben Menschen weniger natürliche Hürden aus oder einzuwandern. Das führt mitunter zur Überfremdung der Gesellschaft, einhergehend mit nationalen Identitätsverlust. Man muss jetzt kein Professor sein um diese Zusammenhänge zu erkennen.
Du brauchst mir ganz sicherlich nicht erklären was Globalisierung bedeutet.
Identitätsverlust ist auch nur ein anderes Wort dafür, das man dann doch keine Ausländer haben möchte.

"Man muss kein Professor sein um diese Zusammenhänge zu erkennen."

Wen soll so ein Satz beeindrucken ? Mich ganz bestimmt nicht !
Ich denke, man kann getrost davon ausgehen, dass die Linken, die Rechten als Problemgruppe bezeichnen würden. Andere Parteien sehen Arbeitslose als Problemgruppe. Wieder andere Vermögende, die zu wenig Steuern zahlen ... usw. Und es muss nicht immer erst eine Flüchtlingskrise geben, die bewältigt werden muss, damit man es als Problem bezeichnen kann, sondern kann sich auch schon mal z.B. um die PKW Maut drehen. Das sind also keine Kalenderspruch-Weisheiten.
 
Die rechten Parteien wie die AFD sind ja auch ein Problem. Vermögende zahlen auch zu wenig Steuern. Das ist keine Parteimeinung, sondern ein Fakt.
Aber so eine Flüchtlingskrise kommt doch Parteien wie der AFD sehr gelegen, da kann man sein wahres Gesicht zeigen.
Hm, also wenn ich nicht für die AfD bin, muss ich gegen sie sein? Hm, neeee .... das wäre mir dann doch ein Tick zu extrem.

Abseits davon hat die AfD durchaus alternative Möglichkeiten aufgezeigt. Dass man diese nicht begrüßen muss oder sogar dagegen sein kann, heißt nun mal nicht, dass sie keine hätte.
 
Ein bisschen AFD gibt es nicht. Was dir ein Tick zu extrem wäre, ist hier nicht der Maßstab !
Die AFD hat keine echten Alternativen aufgezeigt, sondern will ins letzte Jahrhundert zurück.
Das Zählen von Homosexuellen in Thüringen hat nun mal gar nichts mit dem Wahlprogramm der AfD zu tun und auch nichts damit, dass es irgendwie dazu dienen sollte, diese systemmatisch auszurotten. Nur weil man bei den Gedanken an Maßnahmen der Nationalsozialisten erinnert wird, ist es nicht das gleiche. Es ging dabei um die Verteilung von Geldern und Fördermitteln gegen Diskriminierung von Schwulen.
Das diese Aktion "Schwule zählen" etwas mit dem Wahlprogramm zu tun hätte hat auch niemand behauptet. Es zeigt vielmehr wie die AFD zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen steht.
Man kann natürlich jetzt die Augen zu machen und laut singen, aber das ändert nichts diesen Aussagen.
Für die Verteilung von Fördermitteln in einem Bundesland braucht man nicht Menschen zählen, die eine bestimmte sexuelle Ausrichtung haben.
Dir ist schon klar, dass das ein Vergleich war, der natürlich - so dermaßen offenkundig - keine rechtliche Relevanz hatte? Natürlich gilt es nicht für Staaten, aber die Art und Weise, wie die Staatspleite verschleppt wird, ist doch exakt das gleiche Vorgehen, wie die klassische Insolvenzverschleppung bei Unternehmen.
 
Wieso hast du dann diesen so offensichtlich falschen Vergleich gebracht ? 
Hast du geglaubt du könntest mich hier auf den Arm nehmen ?! 

Es geht nicht um rechtliche Relevanz. 

"Natürlich gilt es nicht für Staaten"  - Da hast du dich mal schnell verbessert, damit es nicht auffällt, das du das deutsche Insolvenzrecht nicht verstanden hast ?!

Die Insolvenzverschleppung kann hier nicht eintreten, da Staaten insolvenzunfähig sind.
Sorry, da bin ich klar auf Seiten von Herrn Lucke. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
So so ! Auf der Seite vom Lucke bist du ?! Da kann dem Lucke ja nichts mehr passieren ?!

Jetzt mal im Ernst ! 
Du hast wohl nicht verstanden, das der Lucke ein rechtspopulistisches Thema für sich entdeckt hat ?!

Oder wie hier:
Alle Deppen außer mir – in der AfD kommen solche Sprüche an.

Für die AfD ist die Diskrepanz ein Coup. Sie bestätigt alle Vorurteile: Die Griechen schummeln, und die Deutschen merken nichts. Habe die Troika etwa aus "aus kosmetischen Gründen" Nachsicht walten lassen, fragt Lucke und fordert Schäuble auf, "umgehend" für Klarheit zu sorgen.

In Internetforen wird Lucke als großer Aufklärer gefeiert.

Dabei gibt es gar nichts aufzuklären. Die Zahlen der Statistiker unterscheiden sich von denen der Troika und der griechischen Regierung tatsächlich vor allem deshalb, weil die Griechen und ihre Inspekteure die Kosten der Bankenrekapitalisierung nicht berücksichtigt haben. Aber das ist kein Skandal, sondern im Kreditvertrag mit Griechenland so festgelegt. Die Methodik wird in den öffentlich zugänglichen vierteljährlichen Prüfberichten des IWF beschrieben und ist gängige Praxis beim Währungsfonds, der seit einem halben Jahrhundert Krisenländer auf der ganzen Welt mit Hilfskrediten stützt.
http://www.zeit.de/2014/18/afd-lucke-griechenland-haushaltsueberschuss
Ja der Lucke hat auch gedacht, er wäre ganz schlau !

Schon peinlich für einen Professor für Volkswirtschaftslehre, das er zwar eine große Klappe hat, aber die Verträge mit dem IWF nicht kennt, aber Hauptsache man bläst sich auf ? 
Nein, ich bin gegen den Brexxit und auch gegen einen Ausstieg Deutschlands aus der EU oder dem Euro. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber Sinnlosmaßnahmen wie die Finanzierung eines Bankrotten Staates, sind nun mal auch Maßnahmen deren Folgen und Risiken dich direkt betreffen könnten, nämlich dann, wenn ein Schuldenschnitt unumgänglich wird und Banken auf Krediten sitzen bleiben, die sie nie wieder bekommen. Tja, woher das Geld dann nehmen? Wahrscheinlich vom Staat, der dann wieder Banken retten muss ... und woher bekommt der Staat sein Geld ...? Aja!
Ich bin davon nicht überzeugt das du gegen das Ausscheiden Deutschlands aus der EU und dem Euro bist, da man nicht für die AFD sein kann, aber für den Verbleib in der EU und dem Euro.

Diese Ausstiege sind nämlich ein Kernthema der AFD !
Ich habe dir keine Naivität oder Dummheit unterstellen wollen. Ich habe dich dazu anregen wollen, dir mal Gedanken zu machen, dass nicht alles was jetzt im Gesetz steht, auch Recht und Gerecht ist. Das hat also nichts mit Weltverbesserer-Syndromen zu tun und natürlich habe ich auch nie behauptet, dass die Vergewaltigung in der Ehe zum Straftatbestand wurde, weil ich dafür eingetreten bin. Ich würde es fast amüsant finden, wenn's nicht so traurig wäre, was ich ständig an Unterstellungen an den Kopf geworfen bekomme. Versuch doch bittte erst mal nachzufragen, wenn du es nicht verstanden hast. Ich bin nicht dein Feind oder sowas.
Das du mir das plötzlich nicht mehr unterstellt haben willst, ist neutral gesagt, merkwürdig !
Anregen brauchst du mich auch nicht. 

Ich habe etwas nicht verstanden ?! Du bist wohl derjenige einiges nicht verstanden hat !
Es gibt keinen Anlass dafür Parteien, die die 5 % Hürde nicht schaffen als Spinnerparteien zu diffamieren. Das spricht entweder für eine Wissenslücke oder eine sehr eingeengnte Sicht der Dinge. Parteien wie die FDP, AfD, die Freien Wähler, LKR oder die Piratenpartei mögen Inhalte haben, die vielleicht nicht jeden ansprechen, aber deswegen sind die keine Spinnerparteien.
Jetzt habe ich schon wieder etwas nicht verstanden, meinst du vielleicht !

Diese Kleinparteien außer der FDP, die man bei jeder Landtags- oder Bundestagswahl auf dem Stimmzettel findet, sind aus der Erfahrung heraus Spinnerparteien. 
Das hat auch nichts mit einer Wissenslücke oder einer eingeengten Sichtweise zu tun. 

Die LKR vom Lucke wird so zwischen 0,4%-1,5% erreichen, so wie die anderen "Weltverbesserer".


 
Nevrion schrieb:Deswegen hat man ja auch bei der Europawahl festgestellt, dass es nichts rechtens ist Meinungen und Interessene von Minderheiten auszuschließen und die Hürde quasi fallen lassen. In der heutigen Zeit, ist die 5 % Regel reichtlich antiquiert und sollte zumindest flexibler sein. Das heißt z.B. dass wenn die Anzahl Anzahl der Prozente, die auf Parteien entfallen, die unter 5 % liegen ein gewisses Maß erreicht hat - also z.B. in der Summe 8 % - dann muss die Hürde um einen Prozentpunkt gesenkt werden. Das wäre fairer und würde die Interessengruppen im Bundestag besser darstellen.
Die 3% Hürde im EU-Parlament hat eine andere Bedeutung als im Bundestag. Deshalb haben ja auch diese Kleinparteien mit Herbert von Arnim gegen die 3% Hürde im EU-Parlament geklagt und nicht gegen die Sperrklausel im Bundestag. Da hätten sie nämlich verloren. 
Die Sperrklausel verstößt aus Sicht der Richter unter anderem gegen die Chancengleichheit der Parteien. Auch sei sie für die Arbeit des Europäischen Parlaments derzeit noch nicht erforderlich, heißt es in der Begründung.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-02/drei-prozent-huerde-bundesverfassungsgericht-europawahl-2014


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.03.2017 um 01:39
Nevrion schrieb:So, was ist nun eigentlich Minus-Zuwanderung? Eine Ausweisung von bestehenden Zuwanderern? Eine Reduzierung von Zuwanderungsobergrenzen? Das generelle aussortieren von Menschen ausländischer und/oder innländischer Herkunft? Ich sehe auch keinen Grund, warum Ausländer ausgewiesen werden müssten und ich würde mich sehr wundern, wenn die AfD da einen hätte. Bleibt also nur die Möglichkeit, dass man Asylanten - also jene, die bisher aus Gründen politischer Verfolgung oder ähnlichen hier leben, ausweisen möchte. Kann man jetzt begründen mit den entstehenden Kosten oder durch kulturelle Differenzen oder durch eine vermeintliche Schwächung der Sicherheitslage. Ist aber auch eigentlich egal, denn dieser Verlust führt meiner Ansicht nach nun nicht unmittelbar zur Zerstörung Deutschlands oder dessen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Es würde eher wenig bis gar nichts passieren.
Das kann man recherchieren, was mit Minuszuwanderung gemeint ist ! 
Das ist auch nicht neu, gab es schon bei der FPÖ.

Die Kosten sind kein Argument, denn damit wird immer argumentiert, wenn man etwas nicht will. Kulturelle Differenzen sind kein Grund jemanden abzuschieben, aber als AFD-Heuler glaubt man das ?! 
Die Schwächung der Sicherheitslage ?! 
IS Terroristen kommen so oder so nach Europa, wenn sie das wollen.  
So sollen nach den Vorstellungen der AfD jährlich mindestens 200 000 Asylbewerber mehr Deutschland verlassen, als aufgenommen werden. Sie fordert eine sogenannte "Minuszuwanderung von mindestens 200 000 Personen". Die AfD will zudem eine "Mindestabschiebequote". Der Familiennachzug für anerkannte Flüchtlinge soll abgeschafft werden.
http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-minuszuwanderung-und-ausstieg-aus-allen-klimaschutzorganisationen-1.3412470
Wie man das machen will und wie das verfassungskonform gehen soll, sagt man dann lieber nicht. Denn das könnte doch peinlich werden.

Aber vielleicht hängt das auch hiermit zusammen:
In einem vertraulichen Papier, das dem ZDF vorliegt, hat die AfD "sorgfältig geplante Provokationen" als Strategie für das Wahljahr ausgegeben. Die Partei wolle ganz bewusst und ganz gezielt immer wieder politisch inkorrekt sein - und dies "selbstverständlich im Rahmen und unter Betonung der freiheitlich demokratischen Grundordnung unseres Landes".
http://www.heute.de/afd-stellt-wahlprogramm-vor-themen-sind-minuszuwanderung-kopftuchverbot-und-atomkraft-46723112.html
Denn mal ehrlich, das man versucht demagogische Probleme durch Zuwanderung zu lösen, ist der Versuch zu vertuschen, dass man seinen Bürgern nicht genug Anreize gibt oder ein passenden Umfeld dafür, mehr Kinder zu bekommen. Bei locker 3 Millionen Arbeitslosen ist die Anzahl an Nichtbeitragszahlern des Rentensystems ohnehin sehr hoch ... und dazu kommen noch mal alle Staatsbeamten. Wenn in einem Land so viele Menschen ohne Arbeit sind, so viele nur auf Mini-Job Basis oder im Geringverdienersektor arbeiten, dann hat das Land eigentlich andere Probleme, die man durch Zuwanderung nur zu kaschieren versucht.
"Mal ehrlich" ?! Wirklich ? 

Das Problem einer überalterten Gesellschaft haben alle Industrienationen, darüber solltest du dich mal informieren und nicht den Blödsinn der AFD nach schwätzen. 
Selbst China wird in wenigen Jahren ein ernstes Problem in dieser Hinsicht bekommen.
Man wird diese Entwicklung auch nicht mit mehr Anreizen Kinder zu bekommen umkehren können, höchstens eine Abschwächung des Geburtenrückgangs. 

Man wird nicht ohne Zuwanderung auskommen, da kann die Spinnerpartei AFD noch so oft etwas anderes behaupten ! Denn diese Zuwanderer und ihre Qualifizierung hier wird den Großteil des zu erwartenden Geburtenrückgang abfedern. 

Auch die Zahl der Arbeitslosen wird nur unwesentlich zurückgehen und sich etwa bei 5,5% Arbeitslosenquote einpendeln. Denn für einen großen Teil der heute Arbeitslosen wird es keinen Arbeitsplatz mehr geben. Weil sie gesundheitliche Einschränkungen und ein bestimmtes Alter haben. Alleinerziehende sind eine weitere Gruppe die es sehr schwer haben am Arbeitsmarkt.
Man wird für einen großen Teil dieser Arbeitslosen einen sozialen/zweiten Arbeitsmarkt/öffentlich geförderte Beschäftigung schaffen müssen. 
 


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20.03.2017 um 02:33
che71 schrieb:Auch die Zahl der Arbeitslosen wird nur unwesentlich zurückgehen und sich etwa bei 5,5% Arbeitslosenquote einpendeln. Denn für einen großen Teil der heute Arbeitslosen wird es keinen Arbeitsplatz mehr geben. Weil sie gesundheitliche Einschränkungen und ein bestimmtes Alter haben. Alleinerziehende sind eine weitere Gruppe die es sehr schwer haben am Arbeitsmarkt.
Dazu mal eine Zahl in den Raum geworfen: Mehr als 3 Mio Menschen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren sind schwerbehindert. Für diese Leute einen Job zu finden, den sie ausüben können, ist nicht leicht ...
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Behinderte/Tabellen/GeschlechtBehinderung.html

Mit den jetzigen Arbeitslosenzahlen ist Deutschland noch gut bedient, da ist nicht viel zu verbessern ... Der Markt schreit ja auch nicht so sehr nach Arbeitskräften (höchstens als Ersatz für Arbeitskräfte, die demnächst in Rente gehen) ... Es ist ja nicht so, dass viele Stellen einfach nicht besetzt werden, weil keiner arbeiten will ...
Bei Ausschreibungen von Arbeitsplätzen finden sich fast immer mehrere Interessenten ...


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.03.2017 um 05:23
Nevrion schrieb:Das Zählen von Homosexuellen in Thüringen hat nun mal gar nichts mit dem Wahlprogramm der AfD zu tun und auch nichts damit, dass es irgendwie dazu dienen sollte, diese systemmatisch auszurotten. Nur weil man bei den Gedanken an Maßnahmen der Nationalsozialisten erinnert wird, ist es nicht das gleiche. Es ging dabei um die Verteilung von Geldern und Fördermitteln gegen Diskriminierung von Schwulen.
Seit wann muss man die Anzahl der Angehörigen einer diskriminierten Gruppe ermitteln, um angemessene Mittel für Projekte gegen deren Diskriminierung bereit stellen zu können?
Ich möchte nicht wissen, wie das aussähe, wenn man das System auf in Deutschland lebende Juden angewendet hätte...
Nevrion schrieb:Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Wow, was für eine flutschige Formel. Als könne man sich Griechenland wie ein Pflaster runterreißen und dann von weitem zusehen, was aus dem Bröckelchen Land, das man vor die Tür gekehrt hat, wird.
Wenn die dann politisch und wirtschaftlich mit Mann und Maus untergehen, mit unabsehbaren Folgen für die Bevölkerung und einige Hunderttausend Flüchtlinge, ist es halt deren Problem.
Einen failed State direkt vor der Haustür von Europa, als Puffer zur Türkei, die auf eine Diktatur zusteuert... ja, das ist genau, was man sich für die Zukunft wünscht. Dann ist der Urlaub dort endlich wieder so billig wie weiland in den 70ern, als man sich noch auf die Militärdiktatur verlassen konnte.
Nevrion schrieb:Denn mal ehrlich, das man versucht demagogische Probleme durch Zuwanderung zu lösen,
Ich mag solche Verschreiber, es gibt hier einen Thread dazu. Damit sind wir immerhin direkt wieder beim Thema AfD gelandet, die exakt das tut: Das demagogische Problem, die im Grunde gar nicht so fürchterlich frustrierten Deutschen irgendwie dazu zu bekommen, eine im Grunde rechtsradikale, europafeindliche Partei zu wählen, löst sie mit der Zuwanderung und nennt sie "Überfremdung" und "Verlust der Identität".


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Wie geht es weiter mit der AfD?

20.03.2017 um 14:02
che71 schrieb:Du brauchst mir ganz sicherlich nicht erklären was Globalisierung bedeutet.
Identitätsverlust ist auch nur ein anderes Wort dafür, das man dann doch keine Ausländer haben möchte.

"Man muss kein Professor sein um diese Zusammenhänge zu erkennen."

Wen soll so ein Satz beeindrucken ? Mich ganz bestimmt nicht !
Erst mal trifft es nicht zwangsläufig zu, dass Identitätsverlust mit Zuwanderung durch Ausländer einhergeht. Es hängt auch damit zu sammen, wie sich Ausländer in Deutschland integrieren. Ein Schweizer oder Österreicher ist auch ein Ausländer und wird in aller Regel leichter zu integrieren sein als ein Araber oder Afrikaner.

Ansonsten kann ich dir versichern, das nichts, aber auch gar nichts, was ich schreibe dazu dient irgendwen oder irgendjemanden zu beeindrucken. Meine Aussage zielte lediglich darauf ab, dass man manches mal gut beraten ist, sich erst mal genauer mit einer Aussage zu beschäftigen, bevor man darauf antwortet.
che71 schrieb:Ein bisschen AFD gibt es nicht. Was dir ein Tick zu extrem wäre, ist hier nicht der Maßstab !
Die AFD hat keine echten Alternativen aufgezeigt, sondern will ins letzte Jahrhundert zurück.
Es gibt Programmpunkte der AfD, die ich gut finde. Das ist aber auch nur ein kleiner Anteil. Also geht es schon. Ich bin zum Beispiel auch ein großer Fan von Gregor Gysi, weil ich ihm in 80-90 % aller Aussagen absolut zustimme, wo er mir quasi aus der Seele spricht. Warum es in deiner Welt nur extreme gibt und ob das der optimalste Lebenswandel ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich persönlich bin davon kein Freund, verurteile aber Menschen deswegen nicht.

Abseits davon zeigt die AfD durchaus Alternativen auf - klar, keine die dir gefallen werden - aber formal sind es Alternativen. Dass diese irgendwas mit dem letzten Jahrhundert zu tun haben, hält sich als Klischee genauso hartnäckig wie die Formulierung dass die FDP eine Partei für die Reichen und Besserverdiener wäre, hat aber nur sehr wenig mit den Tatsachen zu tun.
che71 schrieb:Für die Verteilung von Fördermitteln in einem Bundesland braucht man nicht Menschen zählen, die eine bestimmte sexuelle Ausrichtung haben.
Nein, braucht man nicht. Richtig. Qualitativ ist diese Anfrage vergleichsweise unnütz. Es würde dazu dienen zu erfassen, wie viel Geld für wie viel betroffene Personen ausgegeben wird. Gäbe es also z.B. 1000 Homosexuelle und würden für diese Fördermittel in Höhe von 10 Millionen ausgegeben werden, zum Schutz vor Diskriminierung, dann kann man sicher über die Verhältnismäßigkeit diskutieren. Und darauf zielte die Anfrage der AfD meiner Ansicht nach her auch ab.
che71 schrieb:Wieso hast du dann diesen so offensichtlich falschen Vergleich gebracht ?
Hast du geglaubt du könntest mich hier auf den Arm nehmen ?!
Nein, ich habe geglaubt, dass du die Weitsicht besitzt, den Vergleich nicht an der rechtlichen Formalie fest zu machen, sondern am Prinzip.
che71 schrieb:"Natürlich gilt es nicht für Staaten"  - Da hast du dich mal schnell verbessert, damit es nicht auffällt, das du das deutsche Insolvenzrecht nicht verstanden hast ?!
Ich kann dir versichern, dass ich das deutsche Insolvenzrecht jederzeit im Blick hatte, auch wenn ich nun nicht unbedingt ein Jurist bin.
che71 schrieb:Die Insolvenzverschleppung kann hier nicht eintreten, da Staaten insolvenzunfähig sind.
Das stimmt nicht ganz. Auch Staaten können Bankrott gehen. Deswegen gibt es ja auch das Wort Staatspleite oder Staatsbankrott. Wikipedia: Staatsbankrott

Jetzt kommt evtl. sowas wie "Du hast aber Insolvenz gesagt" und ich müsste reumütig eingestehen, dass ich das zur Vereinfachung des Vergleichs gleich gesetzt hatte, auch wenn es kleinere rechtliche Unterschiede zwischen Bankrott und Insolvenz gibt. Umgangssprachlich meint man jedoch das gleiche.
che71 schrieb:Ich bin davon nicht überzeugt das du gegen das Ausscheiden Deutschlands aus der EU und dem Euro bist, da man nicht für die AFD sein kann, aber für den Verbleib in der EU und dem Euro.

Diese Ausstiege sind nämlich ein Kernthema der AFD !
Hm, ich kann dir leider nicht beweisen, dass ich gegen das Ausscheiden Deutschlands aus der EU oder dem Euro bin. Ich kann nur betonen, dass ich nicht für die AfD bin, aber auch nicht gegen sie. Ich weiß, das sind keine Denkmuster, die dir vertraut sind, aber so etwas gibt es tatsächlich.
che71 schrieb:Jetzt habe ich schon wieder etwas nicht verstanden, meinst du vielleicht !

Diese Kleinparteien außer der FDP, die man bei jeder Landtags- oder Bundestagswahl auf dem Stimmzettel findet, sind aus der Erfahrung heraus Spinnerparteien.
Das hat auch nichts mit einer Wissenslücke oder einer eingeengten Sichtweise zu tun.

Die LKR vom Lucke wird so zwischen 0,4%-1,5% erreichen, so wie die anderen "Weltverbesserer".
Ich muss  noch mal nachfragen. Also ist alles, was in Prozenten unter 5 % landet, außer der FDP eine Spinnerpartei? Wenn das so wäre, würde ich dir raten, dich poltisch weiter zu bilden. Ja, ich weiß, du willst keine Ratschläge von mir, weil ich nicht gegen die AfD bin und so weiter, aber ganz nüchtern betrachtet, empfinde ich diese Einschätzung als unfair von dir. Klar, gibt es auch Parteien wie "Die Partei", die zutreffend mit Spinnerpartei klassifiziert werden könnte, aber das sind ja nun nicht alle.
FF schrieb:Seit wann muss man die Anzahl der Angehörigen einer diskriminierten Gruppe ermitteln, um angemessene Mittel für Projekte gegen deren Diskriminierung bereit stellen zu können?
Ich möchte nicht wissen, wie das aussähe, wenn man das System auf in Deutschland lebende Juden angewendet hätte...
Es mus natürlich nicht. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme mag sicher strittig sein, aber die unterschwellige Unterstellung es hätte etwas mit menschenverachtenden Aktionen  des Nazi-Regimes gemein, halte ich für genauso deplatziert.
Aber weil du es gerade ansprichst. Soweit ich weiß, führt das statische Bundesamt durchaus eine Statistik darüber wie viele Türken in Deutschland leben oder wie viele Konfessionslose, Christen, Juden oder Muslime. Zwar als Hochrechnung, aber so ganz uninteressiert ist die derzeitige Regierung daran auch nicht.
FF schrieb:Wow, was für eine flutschige Formel. Als könne man sich Griechenland wie ein Pflaster runterreißen und dann von weitem zusehen, was aus dem Bröckelchen Land, das man vor die Tür gekehrt hat, wird.
Wenn die dann politisch und wirtschaftlich mit Mann und Maus untergehen, mit unabsehbaren Folgen für die Bevölkerung und einige Hunderttausend Flüchtlinge, ist es halt deren Problem.
Einen failed State direkt vor der Haustür von Europa, als Puffer zur Türkei, die auf eine Diktatur zusteuert... ja, das ist genau, was man sich für die Zukunft wünscht. Dann ist der Urlaub dort endlich wieder so billig wie weiland in den 70ern, als man sich noch auf die Militärdiktatur verlassen konnte.
Was hier gerne vergessen wird, ist das Griechenland selbst Hauptverantwortlich für diese Situation ist. Wenn ich als normaler Bürger genauso mit meinen Einkünften und Ausgaben umgegangen wäre, wie Griechenland, hätte mir auch kein Kreditinstitut der Welt geholfen. Ein Staat kann nicht einfach tun wie es ihm beliebt, sonder hat sich gefälligst auch an finanzielle Kapazitäten zu richten.
Denn was auch immer wieder gerne vergessen wird ist dass es in der EU-Richtlinie klar vereinbart ist, dass kein Staat für die Verbindlichkeiten anderer Staaten aufkommen darf/muss. Ein Staatsbankrott kann oft auch eine Heilsame Wirkung haben, erst recht wenn sie nicht mehr an den Euro gekoppelt wäre.
Warum jetzt ein Failed State vor der Haustür Europas ein Problem für Europa oder Deutschland gewesen wäre, kannst du mir ja ggf. noch mal anderweitig erklären. Da habe ich evlt. noch Wissenslücken und Nachholbedarf.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

21.03.2017 um 00:19
Nevrion schrieb:Erst mal trifft es nicht zwangsläufig zu, dass Identitätsverlust mit Zuwanderung durch Ausländer einhergeht. Es hängt auch damit zu sammen, wie sich Ausländer in Deutschland integrieren. Ein Schweizer oder Österreicher ist auch ein Ausländer und wird in aller Regel leichter zu integrieren sein als ein Araber oder Afrikaner.
Ach, jetzt tritt der Identitätsverlust erst bei Arabern oder Afrikanern ein ?!
Nevrion schrieb:Ansonsten kann ich dir versichern, das nichts, aber auch gar nichts, was ich schreibe dazu dient irgendwen oder irgendjemanden zu beeindrucken. Meine Aussage zielte lediglich darauf ab, dass man manches mal gut beraten ist, sich erst mal genauer mit einer Aussage zu beschäftigen, bevor man darauf antwortet.
Ich beschäftige mich mit Aussagen schon sehr genau.
Nevrion schrieb:Es gibt Programmpunkte der AfD, die ich gut finde. Das ist aber auch nur ein kleiner Anteil. Also geht es schon. Ich bin zum Beispiel auch ein großer Fan von Gregor Gysi, weil ich ihm in 80-90 % aller Aussagen absolut zustimme, wo er mir quasi aus der Seele spricht. Warum es in deiner Welt nur extreme gibt und ob das der optimalste Lebenswandel ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Ich persönlich bin davon kein Freund, verurteile aber Menschen deswegen nicht.
Und welche Programmpunkte der AFD wären das ? 
Wie kann man ein Fan von Gysi sein, seinen Aussagen zu 90% zustimmen, aber dann bei Komikern wie der AFD, die zu blöd sind, eine einfache Wahl innerhalb der Partei abzuhalten, dann doch noch Programmpunkte bei AFD finden die man gut findet ?!

Was es in meiner Welt gibt, kannst du gar nicht beurteilen !
Nevrion schrieb:Abseits davon zeigt die AfD durchaus Alternativen auf - klar, keine die dir gefallen werden - aber formal sind es Alternativen. Dass diese irgendwas mit dem letzten Jahrhundert zu tun haben, hält sich als Klischee genauso hartnäckig wie die Formulierung dass die FDP eine Partei für die Reichen und Besserverdiener wäre, hat aber nur sehr wenig mit den Tatsachen zu tun.
Diese "alternativen Lösungsvorschläge" sind keine Frage des Geschmacks ! 
So so, nur ein Klischee ?
Wie diese "Alternativen" aussehen kann man hier nachlesen:
"Und da ist es nicht verwunderlich, dass in der AfD-Fraktion von Baden-Württemberg plötzlich ein Arbeitspapier auftaucht, mit Lösungsvorschlägen zur Flüchtlingskrise, das an die Warschauer Ghettos erinnert", sagt Martin. In dem Papier, das der stellvertretende baden-württembergische Fraktionsvorsitzende Emil Sänze mit in Auftrag gegeben haben solle, werde etwa vorgeschlagen, Asylbewerber in Sonderlagern zu kasernieren und sie dort als Aufbauhelfer für die Rückkehr in ihre Heimat vorzubereiten, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).  
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/afd-claudia-martin-austritt-baden-wuerttemberg
Streichen will die AfD die Prozesskostenhilfe für Migranten, die gegen ihre Abschiebung klagen.

So sollen Flüchtlinge und Asylsuchende „ausschließlich“ Sachleistungen erhalten, kein Geld. Ebenso „ausschließlich“ soll es für jene Menschen nur eine „medizinische Notfallversorgung“ geben – also keinerlei Gesundheitsbehandlung außerhalb akut bedrohlicher Situationen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article159222047/Familiennachzug-von-Fluechtlingen-Nicht-mit-der-AfD.html
Wie man an solch einer Partei noch was Gutes finden kann, bleibt ein Geheimnis !?
Oder doch nicht ? 
Nein, braucht man nicht. Richtig. Qualitativ ist diese Anfrage vergleichsweise unnütz.
 
 So was aber auch ! 
Nein, ich habe geglaubt, dass du die Weitsicht besitzt, den Vergleich nicht an der rechtlichen Formalie fest zu machen, sondern am Prinzip.
Rechtliche Formalien sind trotz allem wichtig, natürlich sieht das im AFD-Traumland anders aus.
Das stimmt nicht ganz. Auch Staaten können Bankrott gehen. Deswegen gibt es ja auch das Wort Staatspleite oder Staatsbankrott.

Jetzt kommt evtl. sowas wie "Du hast aber Insolvenz gesagt" und ich müsste reumütig eingestehen, dass ich das zur Vereinfachung des Vergleichs gleich gesetzt hatte, auch wenn es kleinere rechtliche Unterschiede zwischen Bankrott und Insolvenz gibt. Umgangssprachlich meint man jedoch das gleiche.
Nicht das du Wort "Insolvenz" benutzt hast, sondern glaubst du weißt ganz genau Bescheid und könntest hier anderen etwas erzählen. 
Was man umgangssprachlich meint, ist egal.

Was gibt es an dem Wort "Insolvenzunfähig" nicht zu verstehen ? 
Das es das Wort "Staatspleite/Staatsbankrott" ändert nichts an der Tatsache das Staaten nicht insolvenzfähig sind.
Hm, ich kann dir leider nicht beweisen, dass ich gegen das Ausscheiden Deutschlands aus der EU oder dem Euro bin. Ich kann nur betonen, dass ich nicht für die AfD bin, aber auch nicht gegen sie. Ich weiß, das sind keine Denkmuster, die dir vertraut sind, aber so etwas gibt es tatsächlich.
Denkmuster die mir nicht vertraut sind ?! Du hälst dich wohl für ganz schlau !

Deine Einstellung ist nicht neu, sowie "Ich habe nichts gegen Ausländer, aber..... !"

20140407-1536021
http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/das-rechtspopulisten-bullshit-bingo/



   
Nevrion schrieb: Wenn das so wäre, würde ich dir raten, dich poltisch weiter zu bilden. Ja, ich weiß, du willst keine Ratschläge von mir, weil ich nicht gegen die AfD bin und so weiter, aber ganz nüchtern betrachtet, empfinde ich diese Einschätzung als unfair von dir. Klar, gibt es auch Parteien wie "Die Partei", die zutreffend mit Spinnerpartei klassifiziert werden könnte, aber das sind ja nun nicht alle.
Es geht hier nicht um fair oder unfair. 
Man weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung das diese Kleinparteien aus Querulanten, mehr oder weniger Rechtsextremen, Esoterikern, religiösen oder politischen Fanatikern bestehen.



 


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21.03.2017 um 10:06
FF schrieb:Wow, was für eine flutschige Formel. Als könne man sich Griechenland wie ein Pflaster runterreißen und dann von weitem zusehen, was aus dem Bröckelchen Land, das man vor die Tür gekehrt hat, wird.
Wenn die dann politisch und wirtschaftlich mit Mann und Maus untergehen, mit unabsehbaren Folgen für die Bevölkerung und einige Hunderttausend Flüchtlinge, ist es halt deren Problem.
Einen failed State direkt vor der Haustür von Europa, als Puffer zur Türkei, die auf eine Diktatur zusteuert..
@FF
ein land das bankrott ist ist immer ein failed state.
und griechenland ist seit 2010 bankrott.
gründe für einen staatsbankrott liegen immer innerhalb des bankrotten landes.
FF schrieb: Das demagogische Problem, die im Grunde gar nicht so fürchterlich frustrierten Deutschen irgendwie dazu zu bekommen,
wie frustriert manche deutsche sind dass überlass mal den deutschen selbst.
spätestens im september gibts genaue zahlen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

21.03.2017 um 16:37
che71 schrieb:Ach, jetzt tritt der Identitätsverlust erst bei Arabern oder Afrikanern ein ?!
Nein - wieso auch? Ich habe nur gesagt, dass diese Gruppen nicht so leicht zu integrieren sind, wie Österreicher oder Schweizer. Willst du mir jetzt irgendwie das Gegenteil beweisen oder gestehst du ein, dass dies schon allein schon auf Grund der fehlenden Sprachbarriere tatsächlich wahr sein könnte? Nicht, dass das Che-ische Weltbild ins Bröckeln geraten soll, weil der olle Nevrion vielleicht auch hin und wieder mal Recht mit seiner Einschätzung hat. ;)
che71 schrieb:Und welche Programmpunkte der AFD wären das ?
Wie kann man ein Fan von Gysi sein, seinen Aussagen zu 90% zustimmen, aber dann bei Komikern wie der AFD, die zu blöd sind, eine einfache Wahl innerhalb der Partei abzuhalten, dann doch noch Programmpunkte bei AFD finden die man gut findet ?!

Was es in meiner Welt gibt, kannst du gar nicht beurteilen !
Vermutlich habe ich ja auch deswegen wortwörtlich gesagt, dass ich deine (Gedanken-)Welt nicht einschätzen bzw. beurteilen kann. Ich verzichte aber mal darauf mich deswegen nun selbst zu zitieren und verweise auf Captain Offensichtlich. ;)

Abseits davon habe im Verlauf des Threads schon einige male die Punkte aufgezählt, die ich am Programm der AfD interessant oder gut finde und glaube auch nicht, dass die Wiederholung dieser Punkte an dieser Stelle tatsächlich dazu geeignet wäre, deinen Wissensdurst zu sättigen. Schließlich würde es dir nur wieder Anlass geben, mir meine Meinung über diese Punkte in irgend einer Art und Weise pomadig zu reden, egal wie sehr ich das begründen kann.
Ich kann dir lediglich dazu sagen, dass sie für mich nicht ausschlaggebend oder gewichtig genug sind als dass die AfD mit meiner Stimme rechnen könnte.
che71 schrieb:Diese "alternativen Lösungsvorschläge" sind keine Frage des Geschmacks !
So so, nur ein Klischee ?
Wie diese "Alternativen" aussehen kann man hier nachlesen:
Natürlich sind alternative Lösungsvorschläge eine Frage des Geschmacks. Was für einem Menschen Vorteilhaft oder Sinnvoll sein kann, kann einem anderen Menschen zum Nachteil werden oder gegen seine Bestrebungen verstoßen. Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, das wäre nicht so.
che71 schrieb:Wie man an solch einer Partei noch was Gutes finden kann, bleibt ein Geheimnis !?
Oder doch nicht ?
Na ja, ich denke eine Reihe von AfD Wählern, wie auch deren Mitglieder können dir sicher spezifischer auf diese Frage antworten. Geheim sind die Gründe jedenfalls  nicht. Aber nicht immer für jeden nachvollziehbar.
che71 schrieb:Rechtliche Formalien sind trotz allem wichtig, natürlich sieht das im AFD-Traumland anders aus.
Ich weiß nicht wie es diesbezüglich im AfD Traumland aussehen soll und es ist mir auch relativ egal. Der Vergleich ist angemessen und verliert nicht an Wert, weil er rechtlich nicht einwandfrei ist, sondern auf einem Prinzip beruht.
che71 schrieb:Nicht das du Wort "Insolvenz" benutzt hast, sondern glaubst du weißt ganz genau Bescheid und könntest hier anderen etwas erzählen.
Was man umgangssprachlich meint, ist egal.

Was gibt es an dem Wort "Insolvenzunfähig" nicht zu verstehen ?
Das es das Wort "Staatspleite/Staatsbankrott" ändert nichts an der Tatsache das Staaten nicht insolvenzfähig sind.
Das ich ganz genau über das Insolvenzrecht Bescheid wüsste, habe ich mit keiner Silbe behauptet oder unterstellt. Auch habe ich dazu keine belehrenden Worte an Leser diesese Threads gerichtet. Ich weiß nicht ob du dir das einredest, damit du dich besser oder überlegen fühlst, aber das sind Momente, wo ich mir schon Sorgen um deinen Gemütszustand mache.
Es trägt auch nicht unbedingt zur Versachlichung der Diskussion bei, in dem man Argumentte oder Erklärungen einfach als "ist egal" abtut , statt diese anzuerkennen oder darauf einzugehen.
Da dir selbst der Wikipedia-Link nicht gereicht hat um zu verdeutlichen, dass es Staatspleiten tatsächlich gibt, lässt mich relativ machtlos in dieser Diskussion zurück. Da alles was ich sage, sowieso immer falsch und unwahr ist, egal ob das den Tatsachen entspricht, kann man das Thema genauso gut abschließen.
che71 schrieb:Denkmuster die mir nicht vertraut sind ?! Du hälst dich wohl für ganz schlau !

Deine Einstellung ist nicht neu, sowie "Ich habe nichts gegen Ausländer, aber..... !"
Meine Intelligenz hat nichts damit zu tun, dass ich Dinge nicht wie du in schwarz/weißen extremen sehe und empfinde, sondern dass ich einfach einen weniger radikalen Blickwinkel auf die Dinge habe.

Meine Einstellung zu was ist dir nicht neu? Zu Ausländern? Ich selbst kenne meine Einstellung zu allen hier dargelegten Themenkomplexen, aber vielleicht hast du ja einen anderen Eindruck davon, den du gerne mitteilen möchtest.
che71 schrieb:Es geht hier nicht um fair oder unfair.
Man weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung das diese Kleinparteien aus Querulanten, mehr oder weniger Rechtsextremen, Esoterikern, religiösen oder politischen Fanatikern bestehen.
Hm, ob dir die Freien Wähler nun eine Klage wegen Verleumdung anhängen können ...? Aber im Grunde bestätigt diese Aussage ja meinem Eindruck, dass es bei dir ein Übermaß an Politikverdrossenheit gibt oder dass du dich zu wenig damit auseinander gesetzt hast.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

22.03.2017 um 01:02
Nicht, dass das Che-ische Weltbild ins Bröckeln geraten soll, weil der olle Nevrion vielleicht auch hin und wieder mal Recht mit seiner Einschätzung hat.
Was ist das denn für ein kindischer Beitrag ?
Ich habe nur gesagt, dass diese Gruppen nicht so leicht zu integrieren sind, wie Österreicher oder Schweizer. Willst du mir jetzt irgendwie das Gegenteil beweisen oder gestehst du ein, dass dies schon allein schon auf Grund der fehlenden Sprachbarriere tatsächlich wahr sein könnte?
Österreicher und Schweizer sind aber nicht als Asylbewerber oder Flüchtlinge bis jetzt aufgefallen !? 
Du verwechselt hier entweder fahrlässig oder vorsätzlich die klassischen Arbeitsmigranten mit Flüchtlingen.
Nevrion schrieb:Abseits davon habe im Verlauf des Threads schon einige male die Punkte aufgezählt, die ich am Programm der AfD interessant oder gut finde und glaube auch nicht, dass die Wiederholung dieser Punkte an dieser Stelle tatsächlich dazu geeignet wäre, deinen Wissensdurst zu sättigen. Schließlich würde es dir nur wieder Anlass geben, mir meine Meinung über diese Punkte in irgend einer Art und Weise pomadig zu reden, egal wie sehr ich das begründen kann.
Ich kann dir lediglich dazu sagen, dass sie für mich nicht ausschlaggebend oder gewichtig genug sind als dass die AfD mit meiner Stimme rechnen könnte.
Interessant, wie du versuchst dich um eine Antwort herum zu drücken und meinst mir noch eine ironisch/sarkastische Bemerkung geben zu müssen:
dass die Wiederholung dieser Punkte an dieser Stelle tatsächlich dazu geeignet wäre, deinen Wissensdurst zu sättigen.
Was das für Themen sind die du für wichtig hälst, kann man hier sehen:
Ich antworte ergänzend mal dazu, dass es schon nachvollziehbare Gründe gibt, die AfD zu wählen. Aus meiner Sicht wären das: + Abschaffung von GEZ (Zwangsgebühren) + vermehrt Sachleistungen statt Geldleistungen für Asylanten + Deutsche Staatsbürger haben Vorzug bei Sozialwohnungen + Höhere Einbindung durch Volksentscheide + Verbot der Vollverschleierung + Verbot gentechnisch veränderter Lebensmittel bzw. Kennzeichnung solcher + 3 % Hürde bei Landtags und Bundestagswahlen + keine weitere Neuverschuldung + gegen TTIP + Gegen weitere Griechenland-Hilfen + Asylbegrenzungen
Das Reichsbürger-Thema "GEZ" darf nicht fehlen ! 
Weshalb das für AFD-Liebhaber/Wähler eine existenzielle Rolle spielt, bleibt wohl deren Geheimnis ?!

Das Asylbewerber nur/vermehrt Sachleistungen bekommen sollen, ist auch so ein Thema für erregte Kleinbürger. Das diese Sachleistungen im Endeffekt teurer sind, als die Geldleistungen weiß der erregte Kleinbürger natürlich nicht !

Deutsche Staatsbürger haben Vorrang bei Sozialwohnungen, dafür müssten erst mal neue Sozialwohnungen im großen Stil gebaut werden. 

Volksentscheide ?! 
Sowie in Großbritannien ? Lieber nicht. 
Da wird dann über ein Thema in populistischer Weise wie gewohnt bei der AFD Stimmung gemacht. Dazu kommt dann noch die ein oder andere rassistische oder antisemitische Rede von der AFD. 

Verbot der Vollschleierung ?! Ist das auch ein existenzielles Thema ?!

Es geht hier wie bei den meisten Themen der AFD nur um gefühlte Wahrheiten. 
Will man demnächst auch Sikhs das Turban tragen verbieten ?   

3%Hürde ? Das fehlte gerade noch.




Das man natürlich wie im folgenden Zitat genannte "alternative Lösungsvorschläge" lieber verschweigt, ist klar. Da man ja nicht als Befürworter für "Sonderlager" da stehen will.
Wie man solche Vorschläge als Frage des Geschmacks ansehen kann, ist nur mit einer Vorliebe für extreme Ideologien zu erklären.
"Und da ist es nicht verwunderlich, dass in der AfD-Fraktion von Baden-Württemberg plötzlich ein Arbeitspapier auftaucht, mit Lösungsvorschlägen zur Flüchtlingskrise, das an die Warschauer Ghettos erinnert", sagt Martin. In dem Papier, das der stellvertretende baden-württembergische Fraktionsvorsitzende Emil Sänze mit in Auftrag gegeben haben solle, werde etwa vorgeschlagen, Asylbewerber in Sonderlagern zu kasernieren und sie dort als Aufbauhelfer für die Rückkehr in ihre Heimat vorzubereiten, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/afd-claudia-martin-austritt-baden-wuerttemberg
Es gab ja auch Äußerungen aus der AFD-Berlin zu Reinhard Heydrich:
Heydrich ist als „Schlächter von Prag“ in die Geschichte eingegangen, als Chef des Reichssicherheitshauptamtes und Organisator der Wannsee-Konferenz zur „Endlösung der Judenfrage“.

Doch das alles ficht den Vize-Fraktionschef der AfD nicht an. „Heydrich“, schreibt Pachal, „war beliebt.“ Die Tschechen seien „erst verhalten, später dankbar bis begeistert“ gewesen.
 http://www.tagesspiegel.de/berlin/bernd-pachal-aus-marzahn-hellersdorf-afd-fraktionsvize-lobt-kluge-politik-der-nazis/14...
Was für ein rechtsextremer Spinner der Pachal ist, ist auch keine Frage des Geschmacks !

Das man natürlich wie im folgenden Zitat genannte "alternative Lösungsvorschläge" lieber verschweigt, ist klar. Da man ja nicht als Befürworter für "Sonderlager" da stehen will. Wie man solche Vorschläge als Frage des Geschmacks ansehen kann, ist nur mit einer Vorliebe für extreme Ideologien zu erklären.
Das ich ganz genau über das Insolvenzrecht Bescheid wüsste, habe ich mit keiner Silbe behauptet oder unterstellt. Auch habe ich dazu keine belehrenden Worte an Leser diesese Threads gerichtet. Ich weiß nicht ob du dir das einredest, damit du dich besser oder überlegen fühlst, aber das sind Momente, wo ich mir schon Sorgen um deinen Gemütszustand mache.
Du hast aber so getan, als wüsstest du Bescheid, nur war dem nicht so ! 


 
Nevrion schrieb:Es trägt auch nicht unbedingt zur Versachlichung der Diskussion bei, in dem man Argumentte oder Erklärungen einfach als "ist egal" abtut , statt diese anzuerkennen oder darauf einzugehen.
Gemütszustände tragen auch nicht zur Versachlichung bei !
Hm, ob dir die Freien Wähler nun eine Klage wegen Verleumdung anhängen können ...? Aber im Grunde bestätigt diese Aussage ja meinem Eindruck, dass es bei dir ein Übermaß an Politikverdrossenheit gibt oder dass du dich zu wenig damit auseinander gesetzt hast.
Bei mir gibt es ein Übermaß an Politikverdrossenheit oder das ich mich zu wenig damit auseinander hätte ? Wie kommst du denn darauf ?
Nur weil ich nicht jede Spinnerpartei toll finde ?!

Du hast wohl eine Affinität zu den freien Wählern ?!


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22.03.2017 um 01:33
@Das_liebe_Gott
egaht schrieb:ein land das bankrott ist ist immer ein failed state.
Nein. Btte erkundige Dich zur Definition eines "failed state".
egaht schrieb:gründe für einen staatsbankrott liegen immer innerhalb des bankrotten landes.
Wenn eine Bank einem Hazardeur noch eine Million leiht, damit er für seinen praktisch insolventen Betrieb noch Material einkaufen und Löhne zahlen kann, dann wird man nach einem Bankrott auch fragen, was denn wohl die Bank getrieben hat. Und dann geht es möglicherweise nur noch darum, den Betrieb oder wenigstens die Existenzgrundlage der Arbeiter zu retten.
Dann zu sagen: Das müssen die Arbeiter selbst ausbaden, denn die haben eine Zeit lang von der Hilfe profitiert, und im Übrigen kann die Bank jetzt auch kein Geld für Sozialleistungen geben" ist etwas kurzsichtig. Zumal, wenn der Betrieb vor der eigenen Haustür steht und die Arbeiter die Nachbarn sind, und obendrein einige Hunderttausend Flüchtlinge durchfüttern sollen, damit sie unsere Politik nicht belasten.


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22.03.2017 um 09:07
che71 schrieb:Was ist das denn für ein kindischer Beitrag ?
Auch wenn du im Zitat das Smilie weggelassen hast, sollte es lediglich die Stimmung etwas auflockern. Hat nicht geklappt, wie es aussieht.
che71 schrieb:Österreicher und Schweizer sind aber nicht als Asylbewerber oder Flüchtlinge bis jetzt aufgefallen !?
Du verwechselt hier entweder fahrlässig oder vorsätzlich die klassischen Arbeitsmigranten mit Flüchtlingen.
Wo habe ich denn behauptet dass Österreicher und Schweizer als Asylbewerber oder Flüchtlinge aufgefallen sind? Ich habe mich einzig und allein auf die Aussage bezogen, dass diese als Ausländer leichter zu integrieren wären. Dem wiederrum ging die Frage des nationalen Idenditätsverlust voraus, bei der ich eine Aussage von dir lediglich dahingehend ergänzt hatte, dass Einwanderung von Ausländern nicht zwangsläufig dazu führt, sondern von der Integration abhängt.
Ich weiß nicht ob es ein Versehen ist oder am mangelnden Verständnis liegt, aber du stellst mit deiner Aussage einen völlig anderen Zusammenhang her als ich ausgesagt hatte. Daher verwechsel ich hier auch nichts.
che71 schrieb:Interessant, wie du versuchst dich um eine Antwort herum zu drücken und meinst mir noch eine ironisch/sarkastische Bemerkung geben zu müssen:
Möglicherweise haben wir eine Grundverschiedene Auffassung von Sarkasmus und Ironie, aber die Aussage "dass die Wiederholung dieser Punkte an dieser Stelle tatsächlich dazu geeignet wäre, deinen Wissensdurst zu sättigen." beinhaltet keines davon. Es war auch nicht so gedacht. Ich würde mir ja noch unterstellen lassen, dass ich da etwas geschwollen dahergelabert habe, aber Sarkasmus oder dergleichen lag mir in der Aussage fern.
che71 schrieb:Du hast aber so getan, als wüsstest du Bescheid, nur war dem nicht so !
Ich weiß nicht wodurch der Eindruck enstanden sein soll, dass ich jemanden vorgegaugelt  habe, ich wäre ein Spezialist für das Insolvenzrecht? Ich habe doch nur einen Vergleich gemacht und keinen vermeintlichen Rechtsversoß gemeldet.
che71 schrieb:Bei mir gibt es ein Übermaß an Politikverdrossenheit oder das ich mich zu wenig damit auseinander hätte ? Wie kommst du denn darauf ?
Nur weil ich nicht jede Spinnerpartei toll finde ?!

Du hast wohl eine Affinität zu den freien Wählern ?!
Du hast geschrieben "Man weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung das diese Kleinparteien aus Querulanten, mehr oder weniger Rechtsextremen, Esoterikern, religiösen oder politischen Fanatikern bestehen." obwohl ich dich im Vorfeld darauf hingewiesen habe, dass das nicht pauschal auf alle Parteien unter 5 % Stimmenanteil zutrifft. Also schließt du die Freien Wähler - auf die formal keines dieser Kriterien zutrifft - ganz bewusst mit ein. Das hat nichts mit einer Affinität zu tun, sondern damit, dass du einfach Dinge falsch darstellst.

Ich denke, im Großen und Ganzen kann man es dabei belassen und ich ziehe mal als Fazit daraus, dass es gerade im Bezug zur AfD noch jede Menge Aufarbeitung bedarf. Das Thema reizt die Gemüter und Diskussionen werden regelrecht aufgeheizt, selbst ohne dass die AfD direkten Anteil daran hat. Es ist ein sensibles Thema, das weiß ich. Aber auch wenn die AfD bestensfalls Semi-Professionell arbeitet, so genießt sie doch eine gewisse Zustimmung im Volk, die ich für nachvollziehbar, mitunter sogar für natürlich mit Blick auf die Situation in Europa und der Welt erachte.

Nationale Identität mag für manche sicher ein verstörendes, veraltetes Gut sein, aber die Entwicklung in Europa in den letzten 20 Jahren, vor allem in den letzten 5 Jahren, lässt mich doch etwas in Sorge diesbezüglich zurück, weil es mir wichtig ist. Es ist nicht falsches daran seine Traditionen oder seine Kultur zu bewahren zu wollen und ich respektiere weltoffene Menschen trotzdem für ihre Ansichten. Es gibt da kein pauschales falsch oder richtig, so lange es nicht in Extreme ausartet. Ob der schleichende Weg der AfD - die Rückkehr zu Nationalstaaten - der richtige Weg ist, bezweifel ich dennoch, jedoch nicht, dass die EU dringender Reformen bedarf.


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23.03.2017 um 00:38
Nevrion schrieb:Du hast geschrieben "Man weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung das diese Kleinparteien aus Querulanten, mehr oder weniger Rechtsextremen, Esoterikern, religiösen oder politischen Fanatikern bestehen." obwohl ich dich im Vorfeld darauf hingewiesen habe, dass das nicht pauschal auf alle Parteien unter 5 % Stimmenanteil zutrifft. Also schließt du die Freien Wähler - auf die formal keines dieser Kriterien zutrifft - ganz bewusst mit ein. Das hat nichts mit einer Affinität zu tun, sondern damit, dass du einfach Dinge falsch darstellst.
Auf die Freien Wähler trifft "formal keines dieser Kriterien zu " ?! 

Das sieht man bei der Frankfurter Rundschau aber anders:
„Wir sind alle Charlie!“ dürfte allerdings für Ärger sorgen: Die Freien Wähler im Römer, deren Fraktionsvorsitzender Wolfgang Hübner seit Jahren für rechte Pöbeleien gegen Migranten und Muslime bekannt ist, rufen für 14 Uhr zu einem „Trauermarsch“ von der Hauptwache zur Alten Oper auf.
http://www.fr.de/frankfurt/anschlag-auf-charlie-hebdo-freie-waehler-planen-trauermarsch-a-509004
Nevrion schrieb: Ich habe mich einzig und allein auf die Aussage bezogen, dass diese als Ausländer leichter zu integrieren wären.
Bei Österreichern und Schweizern spricht man komischerweise auch nicht von Ausländern. Auch ist bei diesen Personen nie von Integration die Rede. 
Ich weiß nicht ob es ein Versehen ist oder am mangelnden Verständnis liegt, aber du stellst mit deiner Aussage einen völlig anderen Zusammenhang her als ich ausgesagt hatte. Daher verwechsel ich hier auch nichts.
Mangelndes Verständnis ? Ja, ja !

Warum man dann in dem Zusammenhang Österreich und Schweiz nennt und Dinge miteinander vergleicht, die nicht vergleichbar sind ?
Nationale Identität mag für manche sicher ein verstörendes, veraltetes Gut sein, aber die Entwicklung in Europa in den letzten 20 Jahren, vor allem in den letzten 5 Jahren, lässt mich doch etwas in Sorge diesbezüglich zurück, weil es mir wichtig ist. Es ist nicht falsches daran seine Traditionen oder seine Kultur zu bewahren zu wollen und ich respektiere weltoffene Menschen trotzdem für ihre Ansichten. Es gibt da kein pauschales falsch oder richtig, so lange es nicht in Extreme ausartet. Ob der schleichende Weg der AfD - die Rückkehr zu Nationalstaaten - der richtige Weg ist, bezweifel ich dennoch, jedoch nicht, dass die EU dringender Reformen bedarf.
Das es gar keine National Identität gibt ?!
Was dabei übersehen wird: Es gibt nichts Reales, auf das sich eine nationale Identität beziehen kann. Nationen existieren nur in Köpfen derjenigen, die an sie glauben. Nationale Identität ist ein Hirngespinst.
http://www.sueddeutsche.de/politik/deutschland-und-die-auslaender-nationale-identitaet-ist-ein-hirngespinst-1.2766064
Aber auch wenn die AfD bestensfalls Semi-Professionell arbeitet, so genießt sie doch eine gewisse Zustimmung im Volk, die ich für nachvollziehbar, mitunter sogar für natürlich mit Blick auf die Situation in Europa und der Welt erachte.
Eine gewisse Zustimmung hatten auch die Republikaner und die DVU. 
War das auch nachvollziehbar ? 

Du glaubst wahrscheinlich auch, weil sich das Buch "Deutschland schafft sich ab" von Sarazzin so gut verkauft hat, wird schon stimmen was darin steht ?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

23.03.2017 um 00:47
@che71

Das Buch hat sich so gut verkauft weil scheinbar sehr viele Leute die Meinung des Buchtitels vertreten. Wer so ein Buch kauft vertritt zumindest die Ansicht dass einiges im Argen liegt.


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