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Wie geht es weiter mit der AfD?

Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 01:10
Bone02943 schrieb:Kommentare und Artikel sind ja doch nicht ganz das selbe. Ersteres sind ja nur Meinungen.
Richtig; es bezieht sich nur auf die Kommentare. Im Gegensatz zu den rechten Schwurbel-Seiten geben die seriösen ihre eigenen Quellen an, meistens dpa u.ä., und die kann man schlecht fälschen.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 01:12
Bone02943 schrieb:Es geht dabei nicht darum nichts mehr zu glauben. Man muss nur verstehen was vertrauensvolle Quellen sind und wie man diese von Fakeseiten und Verschwöhrungen filtert. Es braucht natürlich ein Grundvertrauen in gewisse Quellen, ansonsten kommen wir zu dem was wir derzeit bei der AfD erleben: "alles Lügenpresse"
Die Frage ist dann was sind vertrauenswürdige Quellen?
Berichten diese Quellen immer richtig?

Wer sich auf diese vertrauenswürdigen Quellen verlässt ist er dann nicht auch in einer Art Filterblase?
tudirnix schrieb:Du hältst also den Unterricht über die Shoa für Indoktrination`geschichtsunterricht ist überhaupt Indokrtination?
Solange die Schüler das zu glauben haben was in dem jeweiligen Fach unterrichtet wird ohne die Informationen hinterfragen zu dürfen dann absolut ja.


Venerdi


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07.10.2017 um 01:20
venerdi schrieb:Solange die Schüler das zu glauben haben was in dem jeweiligen Fach unterrichtet wird ohne die Informationen hinterfragen zu dürfen dann absolut ja.
Über welche Schulfächer sprechen wir jetzt? Doch wohl nur über die, wo häufig auch Ideologie mit reinspielt, also Politik, Soziologie, Zeitgeschichte und Geschichte. Stehen da in den modernen Schulbüchern keine Quellenangaben drin? Sollte doch wohl eigentlich so sein. Zwar fassen sie allgemein anerkanntes Wissen zusammen, aber in den genannten Bereichen gibt es auch andere Ansichten - nicht zu den Fakten, sondern zu deren Interpretation und Stellenwert, und die Texte in Schulbüchern sind häufig ein Mix aus reinem Faktenbericht und interpretierter Meinung, wenn über die reinen Fakten hinausgehende Überlegungen angestellt werden. Da wüsste man dann gerne mehr über den politischen Standort der an einem Schulbuchtext mitarbeitenden Autoren, aber die sind dort alle so schön anonymisiert.


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07.10.2017 um 01:22
venerdi schrieb:Die Frage ist dann was sind vertrauenswürdige Quellen?
Berichten diese Quellen immer richtig?

Wer sich auf diese vertrauenswürdigen Quellen verlässt ist er dann nicht auch in einer Art Filterblase?
Vertrauenswürdige Quellen sind in erster linie Quellen die man als Information benutzt und diese sich als verlässlich heraus stellen.
Natürlich kann jede Quelle mal daneben liegen, doch sollte es eher selten vorkommen. Sonst wäre sie nicht mehr vertrauensvoll.

Und nein, man soll sich ja nicht nur auf vertrauenswürdige Quellen verlassen sondern schon auch kritisch sein, das heißt auch das man sich mal andere Quellen anschaut. Man muss ja nicht nur die SZ lesen, es gibt ja auch noch andere Zeitungen. Im Internet leider noch den ganzen Schwurbelscheiß, aber den sollte man lernen auszufiltern.


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07.10.2017 um 01:23
venerdi schrieb:Wer sich auf diese vertrauenswürdigen Quellen verlässt ist er dann nicht auch in einer Art Filterblase?
Nein weil sich vertrauenswürdige Quellen an empirischen und rhetorischen Zeichen erkennen lassen.
Das heißt nicht dass eine vertrauenswürdige Quelle niemals einen gefärbten Bericht zulässt, denn Zeit.de und co werden nicht von einer Person abgetippt, die haben eine Horde Journalisten und Kommentatoren die jeweisl bestimmte Artikel verfassen und zudem können auch die Quellen ab und zu Fehler beinhalten, siehe "drei Attentäter" bei Las Vegas, sowas sind aber entweder Fehler die aufgrund von Chaos entstehen und später korrigiert werden oder Enten und diese gabs immer mal ab und zu. 
Der Punkt ist dass wenn sowas mal passieren sollte, also dass was Gefärbtes auf einer sonst guten Webseite oder in einer vertrauenswürdigen Zeitung steht, man eben dieses an den obengenannten Kriterien erkennen kann. Es ist also kein Raten im Dunkeln. Und jeder der auch nur einmal ein richtiges Fachbuch gelesen hat oder auf der Schule oder Uni lernte wie Propaganda funktioniert lacht sich tot wenn er sich anschaut was da auf den VT Seiten so gespamt wird, dennoch erkennen es viele nicht. Kann also, sofern es nicht Dummheit ist, nur ein Nicht-Sehen-Wollen sein. Die wären dann intelligenter aber da ist der Drang das Gelesene wahrhaben zu wollen größer als der Wunsch rational zu sein, gibts auch im religiösen Fanatismus. Nicht jeder Fanatiker ist dumm, die haben das Werkzeug dafür ihren Bullshit zu erkennen, die haben Schulen besucht, es ist nur so dass die es nicht wollen.


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07.10.2017 um 02:41
@dedux
ein vernünftiges Urteil die AfD betreffend zu finden ist sehr leicht. Man muss das Parteiprogramm lesen und die Aussagen der Politiker dieser Partei hören. Mehr braucht es nicht. Und wer dies nicht macht und diese Partei wählt ist dumm und wählt eine rassistische populistische rechte Partei und wer das macht wählt auch eine rassistische populistische rechte Partei. Unabhängig von den Meinungen anderer.

@Optimist
wer mit der Begründung, die Du hier so angibst, die AfD gewählt hat, der quasi taxiert hat, werden wohl schon nicht zu viele sein, die die wählen, man will ja nur den anderen einen Denkzettel verpassen, der handelt in meinen Augen grob fahrlässig bis gemeingefährlich. Das ist schlimmer, als aus Überzeugung diese Partei gewählt zu haben.


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07.10.2017 um 07:04
@tudirnix
AfD Wählen (als Protest) ist nicht klug. Ich bin auch bei Dir dass die Hälfte sowieso AfD, NPD & Co. gewählt hätten.

Ebenfalls war es unklug die Protestler alleine zu lassen UND in einem Topf mit den anderen zu schmeisssen.

Ich habe nach den Landtagswahlen geschrieben ob wir uns  als Wählerschaft leisten können soviele zu verlieren, stattdessen hat man sich darauf beschränkt sie zu beschimpfen, es geht auch nach der Wahl weiter.

Meine Reformpunkte sind zu ausführlich um sie hier zu diskutieren, aber ich bleib dabei, die müssen sowieso reformiert werden, es sind keine AfD Punkte, sie würden trotzdem Protestler zurückholen.
ZB: Rentenangleichung Ost/West endlich durchführen...vor der Wahl hätte es 2% der AfD abgeknabbert.
Man muss nicht wie die AfD sein um AfD Wähler zu bekommen.


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07.10.2017 um 08:20
@tamarillo

sehr gutes Post! :)
Man muss nicht wie die AfD sein um AfD Wähler zu bekommen.
Prinzipiell stimme ich dir hier zu.
Selbst die Forderungungen von FDP und Grüne - allerdings nur als Mix - wären schon ziemlich gut gewesen in meinen Augen.

Obs jedoch für diese spezielle Wahl zu diesem Zeitpunkt gereicht hätte, da wäre ich mir nicht ganz so sicher, weil einfach bei Vielen das Vertrauen in schöne Versprechungen gefehlt hat.

Zusätzlich zu deinen Argumenten würde ich noch dazu nehmen, dass man AfD-Wähler zurückholen könnte, wenn man tatsächlich mal vollumfänglich das umsetzen würde, was man vor der Wahl versprochen hatte - wenn man also glaubwürdiger wird.

Und selbst wenn man wegen der Koalition in dem einen oder anderen Punkt Abstriche/Kompromisse machen muss und dies ehrlich kommuniziert und zugibt, dann haben die Meisten sicher auch dafür Verständnis.
Auch dafür, wenn dennoch  Manches nicht so gut klappt.

Wenn man weniger  belehrend käme (dies und jenes ist bäh) und stattdessen einfach etwas mehr zuhören würde -  kurz,  die Antwort auf Sorgen nicht den Rechten überlassend, sondern selbst Lösungswege aufzeigen (ohne deswegen AfD kopieren zu müssen) ...
...wenn  man sich bei Entscheidungen ein kleines bissel weniger von den Interessen der Monopole  bzw. Wirtschaft leiten lassen würde....
... wenn man Politik ehrlicher und transparenter gestalten würde  - gute Ansetze dafür habe ich schon da und dort gesehen (vor allem in der Kommunalpolitik)

... wenn man all das umsetzen würde,  würden dies die Wähler in 4 Jahren sicherlich zu schätzen wissen und es dann honorieren.
.

Sehr wichtig fänd ich u.a. auch mit:

- in den nächsten 4 Jahren sollten alle Parteien  - anstatt immer nur verbal auf den politischen Gegner raufzuhauen - ganz sachlich und respektvoll mit anderen Meinungen umgehen (damit schon alleine könnte man sich sicher  wohltuend von der AfD abheben).

- sogar Vorschläge vom politischen Gegner nicht kategorisch abgelehnen, nur weil sie von der "falschen Partei" kommen, sondern wenigstens darüber nachdenken ob die Vorschläge gut und machbar wären.


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07.10.2017 um 09:13
venerdi schrieb:Es geht nicht nur darum wie mit Informationen aus dem Internet umgegangen werden sollte.
Es geht darum die Schüler zu befähigen und dazu zu bringen jede Information aus jeder Quelle misstrauisch zu hinterfragen.
Erst wenn sie die Information überprüft haben sollen die Leute sie für ihre Meinungsbildung verwenden und nicht alles glauben.
Dir ist anscheinend nicht klar, das genau diese Leute die die AFD gewählt haben, zum Großteil kein großes Interesse an der Schule hatten. Diese Leute sind oftmals sehr einfach gestrickt, verstehen die BILD und mit viel Mühe die örtliche Tageszeitung.

Das ist auch kein Versagen des Bildungssystems, denn wenn jemand etwas nicht lernen will/kann, dann wird er das auch nicht !
venerdi schrieb:Solange die Schüler das zu glauben haben was in dem jeweiligen Fach unterrichtet wird ohne die Informationen hinterfragen zu dürfen dann absolut ja.
Welche Informationen hättest du denn gerne hinterfragt ?!
Commonsense schrieb:venerdi schrieb:
Diese Leute sind soweit es mir bekannt ist jedoch fast alle in entsprechenden Pflegeeinrichtungen untergebracht und dürften auch kein Wahlrecht haben.
Die Personen die krankheitsbedingt von Wahlen in Deutschland ausgeschlossen sind:
Das Bundeswahlgesetz schränkt in seinem Paragrafen 13 zwar ein, dass wirklich nur schwere Fälle gemeint seien: Menschen mit Behinderung, die in allen ihren Angelegenheiten und dauerhaft einem Betreuer unterstellt sind.

Psychiatrisch Verwahrte, also solche Straftäter, denen ein Richter eine "tiefgreifende Bewusstseinsstörung" attestiert und die er nach Paragraf 63 des Strafgesetzbuchs in eine geschlossene Anstalt eingewiesen hat, haben in den Augen der Wahlbehörden automatisch auch nicht das "Mindestmaß an Einsichtsfähigkeit", um am Wahlsonntag ihr Kreuz zu machen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundestagswahl-die-ausgeschlossenen-1.1775116

Aber @venerdi hätte sich ja auch mal informieren können ?!  
Sixtus66 schrieb:Die wären dann intelligenter aber da ist der Drang das Gelesene wahrhaben zu wollen größer als der Wunsch rational zu sein, gibts auch im religiösen Fanatismus. Nicht jeder Fanatiker ist dumm, die haben das Werkzeug dafür ihren Bullshit zu erkennen, die haben Schulen besucht, es ist nur so dass die es nicht wollen.
Jetzt kann man sich fragen, warum erkennt in den zitierten Sätzen von @Sixtus66 die üblichen AFD-Spinner wieder ?!

Weil man dieses oder jenes glauben will !

Gauland will halt glauben, was in den Landser-Groschenromanen steht, das der deutsche Soldat ein Held war, für die Eroberung des Lebensraum im Osten !

Höcke sieht sich als verhinderter Rassetheoretiker - seine "Afrika-Rede"/"Denkmal der Schande" !

Gedeon sieht in dem Juden das Unglück der gesamten Welt - "Jüdische Weltverschwörung" !


Damit nicht User auf die Idee kommen, ich hätte mir das ausgedacht, ein paar weiter Beispiele aus der "Vorzeige-Partei":
So hielt etwa eine Münchner Lokalpolitikerin der AfD im Februar einen Vortrag zum Thema „Machteliten“. Dabei thematisierte Iris Wassill jüdische Familien wie die Rothschilds oder George Soros.
Riebe sagt über das Video: „Wassill scheint zutiefst in einem verschwörungsideologischen Weltbild mit vielen Bezugspunkten zum Antisemitismus verhaftet zu sein.“

Und Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, urteilte: „Antisemitistische Ressentiments und Stereotype scheinen in diesem Vortrag unzweifelhaft durch.“ Es sei „gefährlich, solche gefährlichen Thesen einer breiten Öffentlichkeit als Tatsachen zu präsentieren“.

Im Sommer 2015 verschickte die Staatsanwaltschaft einen Strafantrag wegen Volksverhetzung gegen einen Kommunalpolitiker aus Niedersachsen. Gunnar B., der bis März Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbandes Weserberglands war, hatte bei Facebook einen Artikel verbreitet, in dem bereits in der Überschrift verkündet wird: „Kein einziger Jude ist durch eine Tötungs-Gaskammer umgebracht worden.“ Zyklon B habe vielmehr „zum Schutze des Lebens“ gedient.

Im Jahr 2013 hatte auch der damalige Schatzmeister der hessischen AfD für Ärger gesorgt. Der AfD-Mann meinte damals laut „Frankfurter Rundschau“ (FR), der Staat fördere „die Unterwanderung der Gesellschaft mit kriminellen Migranten“. Er sprach laut „FR“ von internationalen „Mafiosi, die unter dem Deckmantel von Demokratie, Humanismus und Multikulti die Menschheit in einem öko-faschistischen Gefängnisplaneten versklaven wollen“.
http://www.huffingtonpost.de/2016/06/21/afd-antisemitismus-wolfgang-gedeon-_n_10437174.html

Es würde viele Erstaunen, wer alles aus diesen Gründen die AFD gewählt hat, nicht wegen den Bedenken gegen Flüchtlinge.


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07.10.2017 um 09:21
che71 schrieb:Dir ist anscheinend nicht klar, das genau diese Leute die die AFD gewählt haben, zum Großteil kein großes Interesse an der Schule hatten.
Nicht nur an der Schule liegt es. Sondern an der Desinteresse von geschichtlichen Fakten und Politik.
Da kann jemand noch so schlau und Fachidiot sein....Hat man kein Interesse, lässt man sich schnell einlullen von Oberflächlichen Versprechen.


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07.10.2017 um 09:49
Optimist schrieb:Zusätzlich zu deinen Argumenten würde ich noch dazu nehmen, dass man AfD-Wähler zurückholen könnte, wenn man tatsächlich mal vollumfänglich das umsetzen würde, was man vor der Wahl versprochen hatte - wenn man also glaubwürdiger wird.
Hat irgendeine Partei versprochen, die Lebensverhältnisse armer und schwacher Menschen zu verbessern? @Optimist ?
Auf die Einhaltung der anderen Wahlversprechen können die meisten "kleinen Leute" verzichten.

Die Linke kannst Du vergessen, weil die AfD klargestellt hat, dass alles "linksgrün versiffte" linksextremistisch ist!
was erzählst du mal deinen Enkeln, rein hypothetisch, sollten mal wieder hier Faschisten das Ruder übernehmen?
Optimist schrieb:das wird und kann nicht passieren, denke ich,
Warum denkst Du das? @Optimist ?
Wer soll es denn verhindern? @Optimist ?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 09:49
Optimist schrieb:Sehr wichtig fänd ich u.a. auch mit:

- in den nächsten 4 Jahren sollten alle Parteien - anstatt immer nur verbal auf den politischen Gegner raufzuhauen - ganz sachlich und respektvoll mit anderen Meinungen umgehen (damit schon alleine könnte man sich sicher wohltuend von der AfD abheben).

- sogar Vorschläge vom politischen Gegner nicht kategorisch abgelehnen, nur weil sie von der "falschen Partei" kommen, sondern wenigstens darüber nachdenken ob die Vorschläge gut und machbar wären.
Und wo genau, denkst du, führt das hin?

Es ist das, was AfD-Wähler seit Jahr und Tag fordern und zu forcieren versuchen "Bitte nicht kritisieren!".
Entweder über "redet doch mal sachlich mit uns" zur Not mit "Wenn ihr nicht aufhört uns zu kritisieren, werden wir noch viel mehr AfD wählen, wir buddeln zur Not die NSDAP wieder aus, ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt!!!!!!!"

Was du forderst ist lediglich ein weiteres Etablieren und Legitimieren der "Meinung" dieser Menschen. Die Forderung solchen Erpressungsversuchen und kindlichem Trotz nachzugeben. Es heißt dann nicht mehr "Wie du wählst AfD?" sondern "Ah, du wählst AfD, das ist total ok, du bist ja sicher keiner von den 'schlimmen' Wählern". Und wer ist das schon? Niemand, natürlich.
Wo genau soll das die Leute jetzt dazu bewegen, eine andere Partei zu wählen, wenn man es schlicht und ergreifend einstellt, diese Ansichten zu kritisieren oder als das zu benennen, was sie sind?

Und du brauchst mir jetzt auch nicht erzählen, dass man ja kritisieren dürfe, das darf man nämlich nicht, das wird von so gut wie jeglichen Personen als Angriff gewertet.
Das sieht man schon daran, wie du das Wort "Diffamieren" benutzt. Das bedeutet, dass man den Ruf einer Person durch Unwahrheiten schädigt. Wo passiert das? Welche Unwahrheiten werden denn über diese Partei und die Wähler verbreitet? Es muss ja unzählige Beispiele dazu geben.

Es mag in deiner Welt so sein, dass wir die alle nur mal knuddeln müssen und sie wieder lieb anfangen, CDU zu wählen, in der Realität werden wir damit aber folgendes erreichen:

Es wird im Grunde erstmal niemand mehr dafür kritisiert, die AfD zu wählen, weil das dann erstmal völlig in Ordnung geht. Wie gesagt, die schlimmen Leute findet da ja niemand gut...niiiiiiemand. Die gibt es da zwar, aber dazu bekennt sich ja keiner.
Das schreckt jetzt diese "Protestwähler" womöglich ab. Der AfD bleibt also gar nichts anderes übrig, als sich zumindest in Teilen noch weiter zu radikalisieren, denn sie lebt von diesen "Protestwählern" bzw ist auf sie angewiesen.
Jetzt könnte man sagen "Ja, gut, aber wenn sie das macht, gehen die 'gemäßigteren' Leute". Ja, könnte man annehmen. Wenn man sich die Geschichte aber von vorne bis hinten anschaut, tun sie das eben nicht, denn die AfD verliert durch ihre laufende Radikalisierung nicht an Wählern, wie man beobachten kann.
Da wir aber mit allem ja total sachlich und respektvoll umgehen werden, haben die ja auch gar keine Motivation, jemand anderen zu wählen, wir haben ihnen ja zumindest diese "Das ist total ok"-Blase geschenkt.....so könnten sich sogar noch mehr Leute der AfD zuwenden, ist ja in Ordnung.

Und wenn das alles Wähler sind, die keinerlei Distanz zu "Rechts" haben bzw sich nicht die Bohne dafür interessieren, wird man schalten und walten können, wie man lustig ist.
Es sagt ja niemand was und wenn doch ist die Opferrolle zementiert...während man natürlich selbst wie die Axt im Walde agieren kann...von AfD-Wählern verlangt nämlich komischerweise niemand einen sachlichen Dialog, Kompromisse, Respekt usw....ist ja auch logisch, wenn man möchte, dass sich das Eine etabliert und in der "Mitte" festigt und das Andere verschrien ist.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 09:50
tamarillo schrieb:Hast Du schon mal gestritten? So vornehm und ohne Beleidigungen? Die AfD ist der grösste Stinkefinger, ob Du es verstehen willst oder kannst.

W
Also sind AfD Wähler entweder Nazis oder Polit-Hooligans, oder wie ich sage: Vollidioten
tamarillo schrieb:Ebenfalls war es unklug die Protestler alleine zu lassen UND in einem Topf mit den anderen zu schmeisssen.
Herrje, welche Protestwähler denn?
Ich sage dir, was hier der Protest ist: Der Protest ist der, dass einige ehemalige CDU Wähler sauer sind, dass ihre Partei nicht mehr rassistisch genug ist und deshalb wählen sie jetzt eine Partei, die rassistisch genug ist - aus Protest....

Die angeblichen Protestwähler sind nichts weiter als Wechselwähler.
Die haben jetzt einfach ihr Kreuz bei der Partei gemacht, deren Programm ihnen besser gefällt


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 10:04
@groucho
Wenn man deiner Argumentation folgt, endet der Dialog, alle Protestler sind blöder als Du. 
....mich beschleicht dass Gefühl dass es noch mehr Geheule geben wird, wenn aus der einmaligen AfD eine etablierte Partei wird die ihren Erfolg wiederholt.

Ja, eine Politik muss gefallen und wenn sie nicht gefällt muss zumindest der Sinn/Nutzen ersichtlich sein - wir müssen jetzt mehr für A und B ausgeben, dann haben wir das. Ich merke nichts davon, ich höre nur dass DE reich ist aber sehe es nicht.

Welche positive Meldung gab es denn so über Deutschland in letzter Zeit? Was haben wir erreicht?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 10:09
eckhart schrieb:Diskussion: PEGIDA (Beitrag von eckhart)
war es!
Alles was Kubitschek bei PEGIDA ankündigte, verwirklichte die AfD!
groucho schrieb:Die angeblichen Protestwähler sind nichts weiter als Wechselwähler.
Die haben jetzt einfach ihr Kreuz bei der Partei gemacht, deren Programm ihnen besser gefällt
@tamarillo
Kubitscheks ausgegebenes Ziel ist die allmähliche Gewöhnung an Rassismus durch allmähliche Veränderung der Sprache.
(Dann gefällt auch Rassismus! @groucho )

So öffentlich ausgegeben am 3.10.216 vor versammelter PEGIDA!
Dokumentiert im PEGIDA-Thread!
tamarillo schrieb:Welche positive Meldung gab es denn so über Deutschland in letzter Zeit? Was haben wir erreicht?
Ja genau so!


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07.10.2017 um 10:13
@eckhart
Ja genau so was? haben wir erreicht (Deutschland)?
*Deine pseudokryptischen Stakkatos stören mich.


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07.10.2017 um 10:16
tamarillo schrieb:Ja genau so was? haben wir erreicht (Deutschland)?
*Deine pseudokryptischen Stakkatos stören mich.
Ja. Wir haben erreicht, dass einige als Reaktion auf das Erstarken der AfD einen Rechtsruck fordern! Ist Dir das entgangen oder zu kryptisch?
Du fragtest doch?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.10.2017 um 10:24
@eckhart
Auch Dir durfte nicht entgangen sein dass unzufriedene Leute extremer wählen (links oder rechts). 

Ich wollte wissen welche positive (nicht dein sarkastisches Getrolle) Nachricht es über Deutschland zu verkünden gäbe?

Mir kommt es so vor dass es nur dann Spass macht wenn man kritisiert:
- AfD schlecht
- Merkel schlecht
- Kinderarmut / Alterarmut schlecht (DE aber reich)
- H4 schlecht
- Steuern schlecht, zu wenig, zu hoch
- Exporte schlecht (Waffen)
- Migration schlecht, zu wenig, zu viel
- Pflege schlecht und Bezahlung schlecht
- zu wenig Wohnungen
usw.
Während dessen kommt nichts


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07.10.2017 um 10:27
Offtopic kommt auch nicht!
tamarillo schrieb:- AfD schlecht
Ist das Thema!


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07.10.2017 um 10:40
Der Kern der Sache ist doch: Warum haben diese Menschen AFD gewählt?

Jens Spahn hat es ganz richtig auf den Punkt gebracht: Nicht wegen der besseren Pflegekonzepte der AFD oder wegen ihres (gar nicht vorhandenen) Rentenkonzeptes. Sondern weil sie mit dem Umgang, den die Regierung und die im Bundestag vertretene Opposition mit der Migrationsproblematik unzufrieden waren bzw sind.

Das ist der einzige Grund für die meisten AFD Wähler. Und demokratisch ist das zunächst mal legitim. Demokratie ist nicht nur eine Applauskulisse. Dazu war der Bundestag aber weitgehend verkommen. Auch das gefiel den Menschen nicht. Es gab ja gar keine unterschiedlichen Meinungen außerhalb von Akzenten.

Und ehrlich gesagt halte ich die Gefahr, die von der AFD ausgeht, für recht gering. So dumm, wie die sich zur Zeit anstellen, sind die keine Bedrohung für eine gefestigte Demokratie. Ich hätte nicht erwartet, dass die sofort mit ihrer Selbstdemontage beginnen und ich hatte schon nicht viel erwartet.

Das Problem ist im Beitrag von @groucho für mich gut herausgekommen:
Einige CDU Wähler waren sauer, dass ihre Partei nicht mehr rassistisch genug ist...

Da liegt meines Erachtens der Hase im Argen. Man muss kein Rassist sein, um sich keinen unkontrollierten Zuzug von Millionen Menschen zu wünschen, die fast alle aus dem arabischen Raum kommen. Warum soll man denn genötigt werden, das total super zu finden? Ist mir auch nicht begreiflich. Ich weiss auch nicht, warum es alternativlos sein soll, dass alle diese Menschen in Deutschland sind? Ich wünsche mir keine Ausbreitung einer Kultur, die tatsächlich sehr faschistoide Züge aufweist, die Frauen nicht respektiert, die uns kufar nicht respektiert. Ich brauche keine Kollegen, die sich weigern, mit mir an einem Tisch zu sitzen, wenn ich dort vielleicht ein Bier trinken könnte. Ich brauchte früher schon keine konservativen Muslime, die ich als Kollegen hatten und 9/11 wirklich lauthals bejubelt hatten. Ich wünsche mir keine herumlungernden Gruppen lautstarker junger Männer in den Innenstädten des Ruhrgebietes.

Wenn ich mit Millionen anderen in ein fremdes Land käme und dort ein solches Auftreten an den Tag legen würde, könnte ich auch nicht jeden, der das nicht mag, als Nazi beschimpfen. Das heisst, ich könnte schon, es wäre aber saudumm von mir.


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