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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

06.05.2020 um 11:39
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Nochmal, zum Mitschreiben: Die Intelligenz der Einwohner der Region oder deren Bildung habe ich bisher nicht erwähnt. Vielmehr zum ersten mal in genau diesem Beitrag hier.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Die AfD-Anhängerschaft besteht eben zu einem Großteil aus Verlierern des Lebens.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Im Schnitt sind AfD-Wähler etwas weniger intelligent
Du brauchst dich jetzt garnicht rausreden...
Du hast argumentiert und mit Belegen untermauert.

Argument: AFD Wähler sind Verlierer und doof.

Belege: Studien über Durchschnittseinkommen, Armutswahrscheinlichkeit und DDR-Vergangenheit.
Und da soll keine Korrelation deinerseits erkennbar sein?

Man sieht genau auf was du hinaus willst es aber nicht sagen willst weil genau das eben doch hetzerisch wäre.

Und hier bestätigst du nochmal was du vorher abgestritten hast:
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Nein, bloß nicht! Reiner Zufall, dass hohe Arbeitslosigkeit, das geringste Durchschnittseinkommen der Republik ausgerechnet da auftreten, wo die AfD den größten Zuspruch erhält. Gaaarantiert!
----
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Hau mal raus, welcher kulturelle Unterschied in Sachsen dafür sorgt, das dort mehr Menschen die AfD wählen, als in Meck-Pomm oder Berlin. Da bin ich mal so richtig gespannt.
Im Osten gibt es noch eine homogenere kulturelle Landschaft, um die sich die Leute fürchten.
DDR Vergangenheit spielt natürlich auch eine große Rolle, weil man einfach Erfahrung hat mit Manipulation und Betrug seitens der Regierung hat.
Und gerade der aktuelle links-Trend der Mitte stört viele im Osten massiv, weil man sich an alte Zeiten erinnert fühlt.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

06.05.2020 um 11:43
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:DR Vergangenheit spielt natürlich auch eine große Rolle, weil man einfach Erfahrung hat mit Manipulation und Betrug seitens der Regierung hat.
Wohl eher hat man die eigene autoritäre Prägung nicht aufgearbeitet.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

06.05.2020 um 11:48
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:... weil man einfach Erfahrung hat mit Manipulation und Betrug seitens der Regierung hat.
Da wird es jetzt aber mal interessant. Du sprichst von Erfahrungen, nicht von Befürchtungen, was ja - rein von der Logik her betrachtet - tatsächliche Vorkommnisse voraussetzt. Jetzt erkläre doch mal, wo du in letzter Zeit konkret von der Regierung betrogen und manipuliert worden bist.


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06.05.2020 um 12:12
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Du brauchst dich jetzt garnicht rausreden...
Du hast argumentiert und mit Belegen untermauert.
Also, weniger intelligent bedeutet gleich "doof"? Der Realschüler der zur Realschule geht, weil er es nicht aufs Gymnasium schafft ist also dümmer als der Gymnasiast? Und der Hauptschüler? Auweiah...
Weniger intelligent als andere zu sein bedeutet nicht, das man dumm ist. Stephen Hawking war ein Genie. Du bist weniger intelligent als er. Du findest dich also "dumm"? Okay.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Und hier bestätigst du nochmal was du vorher abgestritten hast:
Nö, ich habe das nicht abgestritten. Ich habe vorher schon gesagt, ein Grund für den hohen Zulauf der AfD seien hohe Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommensniveau usw. Ich wäre dir sehr verbunden wenn du aufhören würdest, mir Worte in den Mund zu legen. Ich weiß, was ich geschrieben habe.

Du hast das abgestritten:
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Der Erfolg der AFD im Osten hat nicht mit Einkommen, Beruf, oder fehlender Bildung zu tun sondern einfach mit sozialen und kulturellen Hintergründen.
Fehlende Bildung habe ich immer noch nicht eingebracht. Bildung hat ja auch nichts mit Intelligenz zu tun. Zwar liegt nahe, dass mehr Bildung auch höhere Intelligenz mit sich bringt - setzt das aber nicht voraus. Bildung bedeutet, sich Wissen anzueignen. Intelligenz bedeutet, dieses Wissen auch logisch anzuwenden, Zusammenhänge richtig herzustellen und so weiter, und so fort. Ist ausreichend beschrieben und definiert. Bedeutet: Der Gymnasiast kann im Prinzip viel Wissen, während der Hauptschulabbrecher trotzdem intelligenter ist. Kann im Prinzip aber auch anders herum sein.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Im Osten gibt es noch eine homogenere kulturelle Landschaft, um die sich die Leute fürchten.
DDR Vergangenheit spielt natürlich auch eine große Rolle, weil man einfach Erfahrung hat mit Manipulation und Betrug seitens der Regierung hat.
Und gerade der aktuelle links-Trend der Mitte stört viele im Osten massiv, weil man sich an alte Zeiten erinnert fühlt.
Wieso stört er Menschen im Osten im Schnitt weniger, wenn sie in einkommensstärkeren Ost-Regionen wohnen? Wenn es im Osten eine "homogene Kulturlandschaft" gibt - dann müsste der AfD-Zulauf ja überall annähernd gleich stark sein. Ist er aber nicht. Meine Frage, welche Kultur es in Sachsen gibt, in z.B. Meck-Pomm aber nicht (und vice versa) ist immer noch unbeantwortet.

Gleiche Kulturlandschaft, unterschiedlich hoher AfD-Zulauf, bei unterschiedlich hohem Einkommens- und Armutsniveau. Aber ja, es ist bestimmt absoluter Zufall, wenn in der gleichen Kulturlandschaft mehr Menschen AfD genau dort wählen, wo man weniger Geld hat und eher von Armut bedroht ist.
Sicher. Zufall. Hat nur mit der Kultur zu tun.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 07:27
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Also, weniger intelligent bedeutet gleich "doof"? Der Realschüler der zur Realschule geht, weil er es nicht aufs Gymnasium schafft ist also dümmer als der Gymnasiast? Und der Hauptschüler? Auweiah...Weniger intelligent als andere zu sein bedeutet nicht, das man dumm ist. Stephen Hawking war ein Genie. Du bist weniger intelligent als er. Du findest dich also "dumm"? Okay.
Ich glaube wir drehen uns hier im Kreis wenn jetzt nur noch über Definitionen gestritten wird.
Ich sehe das so:
Du und auch sonst niemand hat das Recht überhaupt irgendeine Menschliche Eigenschaft zB. Intelligenz aus der politischen Überzeugung zu schlussfolgern. Aber das sacheinst du nicht zu verstehen und versuchst immer wieder deine These irgendwie zu begründen.

Du sagst selbst dass der Bildungsgrad eines Menschen nicht signifikant für dessen Intelligenz oder Bildung ist.
Gleichzeitig behauptest du aber, dass AFD Wähler direkt im Zusammenhang mit Armut und weniger Lohn stehen.
Das macht keinen Sinn.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Wieso stört er Menschen im Osten im Schnitt weniger, wenn sie in einkommensstärkeren Ost-Regionen wohnen?
Versteh ich jetzt irgendwie nicht...
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Wenn es im Osten eine "homogene Kulturlandschaft" gibt - dann müsste der AfD-Zulauf ja überall annähernd gleich stark sein.
Ich meinte das nicht so, dass alle im Osten gleich denken, weil gleiche Kultur, sondern, dass der Einfluss fremder Kulturen in den neuen Bundesländern eben noch nicht so stark ist und die Menschen einfach fürchten, dass es so werden wird.
Stichwort Islamisierung.
Zitat von LandluftLandluft schrieb:Jetzt erkläre doch mal, wo du in letzter Zeit konkret von der Regierung betrogen und manipuliert worden bist.
Ich rede von der Ü40 Generation, die die das eben noch erlebt haben. Ich nehme an du wusstest das und das war nur ne Fangfrage...
Zitat von paranomalparanomal schrieb:autoritäre Prägung nicht aufgearbeitet.
Du meinst, dass die Leute heutzutage nur glauben verarscht zu werden weil sie damals verarscht wurden?
Dh. im Umkehrschluss, dass die Menschen in den alten Bundesländern es nicht merken verarscht zu werden, weil sie es noch nie gemerkt haben, dass sie verarscht wurden?


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07.05.2020 um 08:35
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Du meinst, dass die Leute heutzutage nur glauben verarscht zu werden weil sie damals verarscht wurden?
Nein, ich gehe davon aus, dass sich unter der Wählerschaft mehr Leute befinden denen man einen autoritären Charakter nachsagen könnte als im Westen. Das wirkt sich dann dementsprechend auf das Wahlverhalten aus.


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07.05.2020 um 10:39
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Ich glaube wir drehen uns hier im Kreis wenn jetzt nur noch über Definitionen gestritten wird.
Ich sehe das so:
Du und auch sonst niemand hat das Recht überhaupt irgendeine Menschliche Eigenschaft zB. Intelligenz aus der politischen Überzeugung zu schlussfolgern. Aber das sacheinst du nicht zu verstehen und versuchst immer wieder deine These irgendwie zu begründen.
Kollege, du wirst doch nicht allen Ernstes sagen, ich hätte das Grundrecht der freien Meinungsäußerung nicht, oder? Ich meine, wer die AfD wählt ist im Durchschnitt weniger intelligent. Basta.

Wissenschaftler dürfen das auch:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/iq-und-politische-einstellung-konservative-sind-weniger-intelligent-1.13440

Nachdem du mir in den Mund legen wolltest, ich hätte ganze Landstriche als "dumm" oder "blöd" bezeichnet, wird auch die Beschneidung meiner Rechte nicht klappen.

Und über Definitionen streite ich hier auch nicht. Intelligenz und Bildung sind unabhängig voneinander, das habe nicht ich definiert, sondern das hat ebenfalls die Wissenschaft übernommen.
Ich kannte die Definition vorher, du halt nicht.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Gleichzeitig behauptest du aber, dass AFD Wähler direkt im Zusammenhang mit Armut und weniger Lohn stehen.
Das macht keinen Sinn.
Das behaupte ich nicht nur - das ist so. Zumindest in entsprechenden Regionen in Ostdeutschland. Ich fragte dich ja nun mehrfach, ob du mir erklären kannst, wieso die AfD ausgerechnet in den einkommensschwächsten und am stärksten von Armut bedrohten Regionen den größten Zulauf erhält. Die entsprechenden Quellen hatte ich ja verlinkt.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Versteh ich jetzt irgendwie nicht...
Ja, das merke ich.
Ich hatte dir die entsprechenden Statistiken verlinkt, aus denen hervor geht: in den Regionen Deutschland mit einem niedrigen Durchschnittseinkommen und höherer Gefahr, von Armut betroffen zu sein erhält die AfD wesentlich mehr Zustimmung als in "reicheren" Regionen.
Ein paar Beiträge vorher bist du noch darauf eingegangen, auf einmal verstehst du es nicht mehr. Läuft.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Ich meinte das nicht so, dass alle im Osten gleich denken, weil gleiche Kultur, sondern, dass der Einfluss fremder Kulturen in den neuen Bundesländern eben noch nicht so stark ist und die Menschen einfach fürchten, dass es so werden wird.
Stichwort Islamisierung.
Das ist natürlich interessant.
Und falsch.

Hier: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/254889/umfrage/auslaenderanteil-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

In Sachsen z.B. sind weniger Ausländer, und damit Kulturen zu finden als in NRW.

Wie erklärst du dir dann das hier:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/320946/umfrage/ergebnisse-der-afd-bei-den-landtagswahlen/

In NRW bekam die AfD nicht einmal ein Drittel der Stimmen, die sie in Sachsen abgeräumt hat. Komisch, oder? Dabei ist der Anteil fremder Kulturen in NRW doch viel höher als in Sachsen, demzufolge müsste die Angst in NRW ja auch - und damit der Stimmanteil der AfD - größer sein als in Sachsen.
Aber vielleicht ist ja auch nur die Kulturlandschaft in NRW wesentlich homogener. Trotz höherem Anteil fremder Kulturen.


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07.05.2020 um 10:51
@chriseba
Die erste Generation Gastarbeiter in NRW kam aus der Türkei, Italien, Polen, Griechenland und Jugoslawien. Die hatten am Anfang auch ihre Probleme, kamen aber alle aus säkularisierten Staaten und sind inzwischen längst integriert. Seit aber das Problem mit arabischen Clans etc auftauchte, gibt es auch in NRW wieder mehr Probleme. Das sollte man nicht außen vor lassen.


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07.05.2020 um 10:53
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Kollege, du wirst doch nicht allen Ernstes sagen, ich hätte das Grundrecht der freien Meinungsäußerung nicht, oder? Ich meine, wer die AfD wählt ist im Durchschnitt weniger intelligent. Basta.
Aha Kollege, basta.
Jetzt hast du mich überzeugt.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Gleichzeitig behauptest du aber, dass AFD Wähler direkt im Zusammenhang mit Armut und weniger Lohn stehen.Das macht keinen Sinn.

Das behaupte ich nicht nur - das ist so.
Achso also haben in Afrika auch fast alle eine schwarze Hautfarbe weil Afrika wirtschaftlich nicht stark ist und von Armut bedroht ist?
Wenn man Zusammenhänge sehen will, sieht man sie auch, ob es sie nun gibt oder nicht.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Das ist natürlich interessant. Und falsch.
Aha und weil es so falsch ist bestätigt deine Statistik meine Aussage.

Und du selbst bestätigst mich auch:
Zitat von chrisebachriseba schrieb:In Sachsen z.B. sind weniger Ausländer, und damit Kulturen zu finden als in NRW.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Das ist natürlich interessant.Und falsch.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Dabei ist der Anteil fremder Kulturen in NRW doch viel höher als in Sachsen, demzufolge müsste die Angst in NRW ja auch - und damit der Stimmanteil der AfD - größer sein als in Sachsen.
Wo viele Leute aus fremden Kulturen leben, stimmen natürlich auch mehr Leute nicht für die AFD, warum sollte ich als gemeiner Immigrant AFD wählen?
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Aber vielleicht ist ja auch nur die Kulturlandschaft in NRW wesentlich homogener. Trotz höherem Anteil fremder Kulturen.
Dass dieser Satz so garkeinen Sinn macht merkst du hoffentlich selbst, oder meinst du das wirklich ernst?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 11:06
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Aha Kollege, basta.
Jetzt hast du mich überzeugt.
Nein, ich habe dich natürlich nicht überzeugt. Aber zumindest habe ich dir nicht irgendeines deiner Grundrechte absprechen wollen, nur um Recht behalten zu können :)
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Achso also haben in Afrika auch fast alle eine schwarze Hautfarbe weil Afrika wirtschaftlich nicht stark ist und von Armut bedroht ist?
Wenn man Zusammenhänge sehen will, sieht man sie auch, ob es sie nun gibt oder nicht.
Wenn du das anhand einer Statistik oder so untermauern kannst, können wir gerne darüber diskutieren. Ich habe dir die entsprechenden Statistiken zu Einkommensdurchschnitt pro Bundesland und Armutsbedrohung pro Bundesland ja präsentiert. Der letzte Satz deutet darauf hin das du sie dir nicht einmal angeschaut hast, kann das sein?
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Wo viele Leute aus fremden Kulturen leben, stimmen natürlich auch mehr Leute nicht für die AFD, warum sollte ich als gemeiner Immigrant AFD wählen?
Weißt du, für Leute wie dich haben sie sogar darunter geschrieben, dass es nicht um Menschen mit deutschem Pass geht, und die demzufolge in Deutschland gar nicht wahlberechtigt sind ;)

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Man muss in Sachsen dann ja auch keine Angst um die Kultur haben. In NRW gibts die Kultur trotz wesentlich höherem Ausländeranteil ja immer noch. Magst du mal nachschauen, wieviel höher das Einkommensniveau in NRW im Vergleich zu Sachsen liegt? Bitte, bitte!
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Dass dieser Satz so garkeinen Sinn macht merkst du hoffentlich selbst, oder meinst du das wirklich ernst?
Natürlich macht der Satz keinen Sinn. Ich schreibe nämlich das, was du in Bezug auf die homogene Kultur im Osten geschrieben hast.


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07.05.2020 um 11:27
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Wenn du das anhand einer Statistik oder so untermauern kannst, können wir gerne darüber diskutieren.
Dass das nicht ernst gemeint war ist wohl klar, oder?
Oder willst du jetzt eine Statistik sehen, die aufzeigt wieviel Prozent der Bevölkerung Afrikas schwarz sind und inwieweit die Wirtschaftskraft der afrikanischen Länder sich im Vergleich zum Rest der Welt unterscheidet?
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Weißt du, für Leute wie dich haben sie sogar darunter geschrieben, dass es nicht um Menschen mit deutschem Pass geht, und die demzufolge in Deutschland gar nicht wahlberechtigt sind ;)
Das habe ich durchaus gelesen, aber ich bezog mich ja auf deine Aussage:
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Dabei ist der Anteil fremder Kulturen in NRW doch viel höher als in Sachsen, demzufolge müsste die Angst in NRW ja auch - und damit der Stimmanteil der AfD - größer sein als in Sachsen.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:In NRW gibts die Kultur trotz wesentlich höherem Ausländeranteil ja immer noch.
Aber sie wird beschnitten.
Beispiele gefällig?

https://www.welt.de/politik/deutschland/gallery137512065/So-gehen-Karnevalisten-mit-dem-Terror-um.html

Oder sie wird ersetzt.

https://www.lokalkompass.de/essen-ruhr/c-kultur/forderung-des-muslimischen-zentralrates-mitten-in-der-christlichen-karwoche_a279560

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Zitat von chrisebachriseba schrieb:Ich schreibe nämlich das, was du in Bezug auf die homogene Kultur im Osten geschrieben hast.
Das da wäre?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 11:58
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Dass das nicht ernst gemeint war ist wohl klar, oder?
Oder willst du jetzt eine Statistik sehen, die aufzeigt wieviel Prozent der Bevölkerung Afrikas schwarz sind und inwieweit die Wirtschaftskraft der afrikanischen Länder sich im Vergleich zum Rest der Welt unterscheidet?
Nö, ich will eine Statistik sehen die zeigt, dass die schwarze Hautfarbe Folge der Wirtschaftskraft bzw. Armutsverteilung ist. Klar, die gibt es nicht. Hat aber halt auch nix mit meiner Annahme zu tun.
Denn meine Annahme beruht nunmal darauf, dass in Bundesländern, die ein geringes Durchschnittseinkommen, und gleichzeitig eine hohe Armutsbedrohung haben, die AfD im Durchschnitt mehr Zulauf erhält.

Die entsprechenden Statistiken gibt es. Widerlege sie doch einfach.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Aber sie wird beschnitten.
Beispiele gefällig?
Okay. Karneval. Köln spart sich im Karneval Andeutungen auf das Attentat bei Charlie Hebdo. In Braunschweig macht man gleich gar nix.
In Düsseldorf hat es keine Sau interessiert, die haben dafür richtig auf die Kacke gehauen.
Ja, sieht ganz böse nach Kulturbeschneidung aus.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Oder sie wird ersetzt.
An deiner Stelle hätte ich den Link auch selber gelesen. Da geht es um Forderungen nach muslimischen Feiertagen. Der Artikel ist aus 2013.
Wir schreiben das Jahr 2020. Wie viele muslimische Feiertage haben wir in 2020 in Deutschland? Wie viele christliche Feiertage wurden dafür abgeschafft?

Fazit: Es wurde nichts ersetzt, durch nichts.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Das da wäre?
Vergesslich? Okay:
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Im Osten gibt es noch eine homogenere kulturelle Landschaft, um die sich die Leute fürchten.
Homogen:

Adjektiv

gleichmäßig aufgebaut; einheitlich, aus Gleichartigem zusammengesetzt
"eine homogene Gruppe, Schicht"
Man hat also im Osten Angst um seine gar schöne, homogene Kulturlandschaft. Deswegen wählt man AfD.
Warum ausgerechnet im Osten? Warum nicht in NRW? Oder in Bayern? Hat man im Westen oder Süden keine Kultur?
Warum will man in Hamburg von der AfD nahezu gar nichts wissen, wo dort doch der Ausländeranteil - und damit die potentielle, kulturelle Bedrohung beinahe 4x so hoch ist wie in Sachsen?
Wieso hat man "im Osten" solche Angst um seine Kultur und wählt AfD - aber in Berlin nicht? Liegt Berlin nicht im Osten? Gibt es da keine Kultur?

Klär mich auf :)


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 12:13
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Nö, ich will eine Statistik sehen die zeigt, dass die schwarze Hautfarbe Folge der Wirtschaftskraft bzw. Armutsverteilung ist. Klar, die gibt es nicht. Hat aber halt auch nix mit meiner Annahme zu tun.Denn meine Annahme beruht nunmal darauf, dass in Bundesländern, die ein geringes Durchschnittseinkommen, und gleichzeitig eine hohe Armutsbedrohung haben, die AfD im Durchschnitt mehr Zulauf erhält.
Haha du bist so lächerlich...

Gibt es denn eine Statistik die klar zeigt, dass die Wahl der AFD eine Folge der Herkunft aus einem einkommensschwachen Landstrich ist?
Nein, die gibt es nicht.

Und trotzdem beharrst du auf deinen Aussagen.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Man hat also im Osten Angst um seine gar schöne, homogene Kulturlandschaft. Deswegen wählt man AfD.
Ja.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Warum ausgerechnet im Osten? Warum nicht in NRW? Oder in Bayern? Hat man im Westen oder Süden keine Kultur?
Weil sie da teilweise schon aufgegeben wurde.
Berlin, Hamburg und andere Großstädte sind seit Jahrzehnten Multikulturell, willst du mir jetzt sagen, dass da eine homogene Kultur herrscht? Und dass dies nicht das Wahlergebnis beeinflusst?

Beispiel:

Frankfurt: Hälfte der Einwohner haben einen Migrationshintergund.

Stimmen für die AFD: 6,7%

Das heißt, dass 13,4% der Wähler ohne Migrationshintergrund die AFD gewählt haben.
Ist das Ergebnis jetzt so viel anders als in Sachsen?

https://www.bundeswahlleiter.de/europawahlen/2019/ergebnisse/bund-99/land-6/kreis-6412.html


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 12:31
@chriseba
Zitat von chrisebachriseba schrieb:an hat also im Osten Angst um seine gar schöne, homogene Kulturlandschaft. Deswegen wählt man AfD.
Warum ausgerechnet im Osten? Warum nicht in NRW? Oder in Bayern? Hat man im Westen oder Süden keine Kultur?
Das habe ich mich auch öfter gefragt und kann aus Ruhrpott Erfahrung was dazu sagen:

Erst mal haben wir Ruhrpott Menschen schon sehr lange gelernt, mit einem hohen Ausländeranteil zu leben. Und leben wir schlecht damit? Manche sagen so, andere so, aber eigentlich nicht.

Wenn ich mal eine Liste meiner Freunde machen würde, würde ich mich da auch vor mir selbst lächerlich machen, wenn ich sage, dass ich Migration grundsätzlich ablehne, weil in der Liste natürlich auch die Buchstaben 'Ö' und 'Y' präsent sind.

Deshalb ist der realistische Werbesloagan meiner Heimat ja auch: Woanders iss auch scheisse.

Wir haben auch Missstände, die wir ab und zu erleben: Stadtteile wie Duisburg-Marxloh, Essen-Altendorf, to be continued.

Da konnte man früher einkaufen, heute fahre ich einfach nicht mehr dahin, aber muss ich ja auch nicht. Auch große Clans, die hier ihr Unwesen treiben, sind medial präsent, ab und zu sieht man mal so ein gegeltes Jüngelchen in einem Lambo, von dessen Farbe man Augenkrebs kriegt, laut und zu schnell daherbrausen, aber macht das mein Leben direkt schlechter?

Erst mal nicht. Es sinkt dadurch die Schwelle, sich aufzuregen.

Hätte man Mitte der 80er Jahre hier eine Umfrage gemacht: Würden hier kriminelle Clans Euer Leben verschlechtern? hätten wohl die Meisten gesagt: Na klar.

Persönlich betroffen ist hier auch nur eine kleine Gruppe von potentiellen Wählern.

Deshalb ist die AFD Affinität von Wahlbürgern, die aus welchem Grund in solchen Stadtteilen leben müssen und mal persönlich Erfahrungen gemacht haben, auch relativ hoch, in den besseren Stadtteilen mangels persönlichem Erleben jedoch nicht.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 12:55
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Haha du bist so lächerlich...
Ich bin laut dir ein Volksverhetzer, bezeichne andere als "blöd" obwohl ich das nachweislich ja gar nicht mache, soll mein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung hier nicht nutzen dürfen... ich glaube, ich bin nicht derjenige, der lächerlich ist :)
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Gibt es denn eine Statistik die klar zeigt, dass die Wahl der AFD eine Folge der Herkunft aus einem einkommensschwachen Landstrich ist?
Nö. Eine direkte Studie nicht.

Das sagen nur Menschen, die sich besser auskennen und schlauer sind als du oder ich:

https://www.dw.com/de/wer-w%C3%A4hlt-die-afd-und-warum/a-50259900

https://www.deutschlandfunkkultur.de/soziologin-cornelia-koppetsch-wer-waehlt-afd-und-warum.990.de.html?dram:article_id=453189

https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-den-wahlen-in-sachsen-und-brandenburg-wer-die-afd-waehler-sind-und-was-sie-umtreibt/24972024.html
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Weil sie da teilweise schon aufgegeben wurde.
Welche Kultur wurde denn aufgegeben? Die christlichen Feiertage zugunsten muslimischer Feiertage aus dem Artikel, den du verlinkt aber nicht gelesen hast?
Erzähl mal, das interessiert mich. Bundesland kannst du dir aussuchen.

Ich formuliere die Frage nochmal in kurz, damit es keine Missverständnisse gibt:

In welchem Bundesland oder welcher Region wurde eine typische Kultur aufgegeben?
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Und dass dies nicht das Wahlergebnis beeinflusst?
Ja, will ich.
Du wirst schon wissen, warum du z.B. Bayern gänzlich ausklammerst. Das dortige Wahlergebnis und die Kulturlandschaft dort lassen deine Annahme nämlich zu sinnfrei erscheinen.
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Beispiel:

Frankfurt: Hälfte der Einwohner haben einen Migrationshintergund.

Stimmen für die AFD: 6,7%

Das heißt, dass 13,4% der Wähler ohne Migrationshintergrund die AFD gewählt haben.
Ist das Ergebnis jetzt so viel anders als in Sachsen?
Echt steile These, dass ausschließlich Wähler ohne jeden Migrationshintergrund die AfD gewählt haben, und glatt 13,4% der guten, braven Deutschen die Alternative wählen.

Und selbst, wenn die Annahme stimmen würde, wären das immer noch nur 50% der Stimmen aus Sachsen. Und auch nur dann. Ansonsten kann man nur sagen: In Frankfurt ist das Durchschittseinkommen wesentlich höher. Achja, und die Armutsbedrohung niedriger. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt...
Nicht mehr ganz so anders als in Sachsen wäre das Ergebnis ja nur, wenn man in Sachsen die Bürger mit Migrationshintergrund auch rausrechnet.

Das macht aber ohnehin nichts weiter aus. Denn wie wir alle wissen, sind die Wahlen in Deutschland geheim. Daher ist das schon vermessen sich anzumaßen, beurteilen zu können, wer was wann und wo, gar warum wählt.

Findest du nicht?

Doch, nämlich hier:
Zitat von Freki2.0Freki2.0 schrieb:Da eine Wahl in Deutschland geheim stattfindet ist deine Quelle auf jeden Fall nicht fundiert.
Weißt du, ich hatte wenigstens eine Quelle. Du nicht. Du behauptest nur etwas, zu dem es eine Quelle gar nicht erst gibt :)
Aber du redest von "nicht fundiert"... stark!

Übrigens, die selbe Quelle, nämlich das presseportal, benutzt du kurze Zeit später ;) Also was nun: Ist das eine fundierte Quelle, oder jetzt doch nicht?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wir haben auch Missstände, die wir ab und zu erleben: Stadtteile wie Duisburg-Marxloh, Essen-Altendorf, to be continued
Das ist ohne Frage richtig. Missstände gibt es überall. In Sachsen z.B. solche Viertel wie das, in dem die berühmte Familie Ritter lebt. Ein Ghetto voller Menschen, die man gemeinhin als "asozial" bezeichnen würde.

Der geneigte AfD-Wähler wird aber das Ritter´sche Wohnumfeld als "Extremfall" bezeichnen. Sobald aber Familie Ritter nicht Familie Ritter, sondern Familie Öztürk heißt, wittern sie den Weltuntergang.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 13:20
@chriseba

Bei einer Familie Ritter (die ich nicht kenne) stellt sich halt gar nicht die Frage: Wollen wer se reinlasse?

Das ist ein springender Punkt.

Aber Familie Ritter wird auch nicht gleich einem Libanesenclan mal eben aus einer fünftstelligen Personenzahl bestehen, die in der WAZ über einen Sprecher verkünden lässt, die Polizei solle sich nicht mit ihnen anlegen, sie seien viel mehr und besser bewaffnet. Daher hinkt der Vergleich wahrscheinlich.

Warum wählen denn so wenige Ruhrgebietsmenschen die AFD: Ich glaube, es ist wirklich die Erfahrung, dass beispielsweise der Zuzug dieser Libanesenclans zwar politisch eine Vollkatastrophe war, aber das persönliche Leben dann doch nicht so sehr tangiert. Da schauen die Meisten, mich eingeschlossen, dann doch lieber, wer bietet meinen Kindern eine gute Schulpolitik oder eine gute Familienpolitik? Da ist die Jacke einfach näher als die Hose.

Wenn direkt neben mir so eine Clan Immobilie wäre mit Theater und Blaulicht jeden Tag, würde ich das wohl auch anders sehen.

Da ist weitaus eindrücklicher, wenn man von 'woanders' viel Schlimmes hört und das dann im Geiste auf seine eigene Heimat überträgt. Da kommt es schnell zu überschießenden Befürchtungen.

ISt so ähnlich wie mit Rio de Janeiro. Wer nie da war, stellt sich da einen Ort voller Samba Tänzerinnen, Drogen und Schießereien vor. In Wirklichkeit betrifft auch dort die Kriminalität nicht unbedingt immer das normale Leben und es gibt viele Stadtteile, in denen man sich weitgehend sorglos bewegen kann, in denen man (der Vollständigkeit halber) auch nicht überall auf spärlich bekleidete Schönheiten trifft.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 13:26
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Das sagen nur Menschen, die sich besser auskennen und schlauer sind als du oder ich:
Dann wäre es gut, wenn du auch mal zuhörst, was die sagen:
Koppetsch: Das Interessante an den Anhängergruppen ist, dass man entgegen mancher Analysen feststellt, dass es sich bei Ihnen eben nicht um ökonomische Verlierer allein handelt. Es sind also nicht einfach die unterprivilegierten Klassen, wie man zunächst dachte.

Wir finden Anhängergruppen quer durch alle Schichten. Wir finden sie in der Oberschicht. Wir finden sie im guten Mittelstand. Wir finden sie auch in den unterprivilegierten Milieus, aber jetzt auch nicht überproportional, so dass man sagen kann:

Die übliche Klasseneinteilung, die man im Hinblick auch auf politische Mobilisierung und unterprivilegierte Milieus bis dato für gültig gehalten hatte, greift nicht mehr. Wir haben eine Art „Querfront der Verlierer“.

Deutschlandfunk Kultur: Was heißt „Querfront der Verlierer“?

Koppetsch: Das heißt, dass sich ganz verschiedene Gruppen plötzlich als zurückgesetzt empfinden. Die Globalisierung hat zu tiefgreifenden Veränderungen geführt: einerseits zu Grenzöffnungen und zu einer ökonomischen Transnationalisierung und andererseits zu einer inneren Öffnung, also zu einer Veränderung in den kulturellen tiefen Schichten der Gesellschaft.

So dass sich ganz verschiedene Gruppen über diese Fragen plötzlich als zurückgesetzt empfinden. Gruppen, die früher etabliert waren und die durchaus auch teilweise der Oberschicht angehören.

Deutschlandfunk Kultur: Das heißt, es geht also nicht nur um ökonomische Verteilungsfragen. Das war ja lange Zeit die Sicht auf die AfD, bis dann die ersten Analysen kamen, die gesagt haben: „Naja, die haben in der Mittelschicht doch schon deutliche Anhängerschaften.“

Koppetsch: Genau. Viele, gerade sozialwissenschaftlich Linke, die oft auch den Linken zugeneigt sind, glauben, dass Klassenkampf im Portemonnaie entschieden wird, dass es sich also immer darum handelt, dass Leute feststellen: „Okay, jetzt haben wir Einkommenseinbußen oder sind arbeitslos geworden und deshalb wählen wir jetzt die AfD.“

So funktioniert das aber nicht. Das würde einfach unterschlagen, dass sich die Protestbewegung, die sich hier herauskristallisiert, sehr viel stärker auch um Fragen von Habitus, Persönlichkeit, gesellschaftlicher Ordnung und Werten dreht.

Das heißt, es geht nicht um einen plumpen Machtkampf und auch nicht um Fragen der Verteilung, sondern um die Frage: Wie soll die Gesellschaft, in der wir leben, eigentlich aussehen? Und welche Werte sind eigentlich hegemonial? Welche sind also vorherrschend? Und warum wollen bestimmte Gruppen das jetzt ändern? Also die Tatsache, dass beispielsweise kosmopolitische Milieus dermaßen an gesellschaftlichem Einfluss gewonnen haben.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/soziologin-cornelia-koppetsch-wer-waehlt-afd-und-warum.990.de.html?dram:article_id=453189

Es gibt dahingehend übrigens Studien, bspw mit dem vielsagenden Titel:

"AfD-Unterstützer sind nicht abgehängt sondern ausländerfeindlich"

https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.595120.de/diw_sp0975.pdf


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 13:35
@Fierna
Wobei kosmopolitische Milieus doch im Alltag kaum stattfinden, höchstens negativ im Sinn von Globalisierung oder grossen Unternehmen.
Was soll ein ganzes Millieu voller "Weltbürger" sein? So viele "freiwillig entwurzelte" Menschen sind mir noch nicht begegnet. Mit denen hätte ich eher Mitleid und find sowas traurig. Oder ist damit die Angst vor Investoren und Heuschrecken gemeint?


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 13:39
@abberline

Es spielt doch auch für die Fragestellung erstmal keine Rolle, ob das nun tatsächlich so ist.
Aus dem Text geht doch klar hervor, dass man es mit vollends subjektiven Spinnereien zu tun hat. Es genügt also, wenn jemand glaubt, Kosmopoliten übernehmen Deutschland, um dann in die AfD-Opfer-Elegie einzustimmen.

Edit: Und red bitte in dem Kontext nicht von "Heuschrecken", das ist Antisemiten-Duktus (was aus Sicht eines AfD-Wählers dann natürlich irgendwie auch wieder zutreffend sein könnte)


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Wie geht es weiter mit der AfD?

07.05.2020 um 13:48
@Fierna
Wobei man gefühlt (!) heutzutage schon den Eindruck hat, dass dieses "weltbürgerliche", entwurzelte schon gerne als cool und hip verkauft wird. Und Worte wie Tradition, Heimat etc schon ein wenig als negativ dargestellt werden, was einem Wort wie Heimat heute ja fast schon was rebellisch-punkiges verpasst. Es ist ja bei allem Multikulti ja fast schon ein subversiver Akt, Uhland, Tieck, George, Eichendorff oder Heine zu lesen 😉
Wobei die meisten Wutbürger selbst das vermutlich nur in geringer Zahl machen.. oder gar nicht wissen, wer das ist. Oftmals klingen deren Sprüche nämlich auch nur verbohrt...
Nein, der Begriff Heuschrecken kam von der SPD, ich glaub Franz Müntefering, und ist der allgemein verwendete Begriff für gierige Investoren etc. Wird auch vom Stern etc so verwendet. Nicht immer mit der Nazikeule kommen, das ist auch sowas.


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