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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

23.11.2020 um 17:00
Zitat von monstramonstra schrieb:Wenn ich mir aber die Zahl der Akademiker in der AfD-Bundestagsfraktion ansehe (keine Fraktion hat anteilsmäßig so viele Doktoren) dann bekomme ich meine Zweifel. Wie kann es sein, dass hochgebildete Menschen, aufgewachsen im Wohlstand und mit Zugang zu den höchsten Bildungseinrichtungen, wie Frau Dr. Alice Weidel, wie Herr Dr. Alexander Gauland oder gar Prof. Dr. Lothar Maier diesen Mist glauben, erzählen und aggressiv und destruktiv vertreten?
...
Oder haben sie es genossen, plötzlich Applaus zu bekommen, bedeutend zu sein, Macht zu haben - und sei es nur, diesen Bundestag der verhassten "Altparteien" zu stören und die Ressourcen zu missbrauchen?
Was sollen eigentlich solche Killervokabeln wie „Mist glauben, erzählen und aggressiv und destruktiv vertreten“, „Ressourcen missbrauchen“ usw. hier?
Die AfD ist eine gewählte Oppositionspartei und arbeitet entsprechend.
Ist im ganzen Land Harmonie befohlen? Die Opposition ist weder dazu da, die Hausaufgaben der Regierung zu erledigen, noch muss sie als braver Nickdackel in der Ecke sitzen. Ich kenne noch die Zeiten von Strauß, Wehner, Brandt, das wären nach deiner Ansicht alles Extremisten, die sofort verboten werden müssten. Und andere Ansichten sind ganz normal. Glaubst du, Du bist mit Merkel in der alleinigen Wahrheit?
Gerade der hohe Akademikeranteil sollte dir doch zu denken geben; wenn ich mal vergleiche, was die in den Reden sagen und was dann von der Presse breitgetreten oder gar nicht gebracht wird, solltest du dir schon um ganz andere Dinge Sorgen machen.
Solche Figuren wie Kevin Kühnert und fast die ganze ungelernte und unfähige Grünen-Riege kriegen jedenfalls wesentlich bessere Presse und (allein) deshalb nächstes Jahr den Regierungsauftrag.


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23.11.2020 um 17:47
Zitat von monstramonstra schrieb:Ein demokratischer Gestaltungswille, also innerhalb eines von Gewaltenteilung, -verschränkung und Kompromissen geprägten Systems, ist ja nicht da. Gerade das lehnt man ja ab, dieses parlamentarisch-repräsentative System der "Altparteien".
Einfach mal auf die Anträge, Gesetzentwürfe und Anfragen der AfD auf allen Ebenen schauen, dann erkennst auch du Gestaltungswillen und Gestaltungsvermögen. Wo rüttelt die AfD an der Gewaltenteilung?
Hier aber die Kompromisse beschwören, auch lustig:
auf allen Ebenen, ob kommunal, in Landtagen oder Bundesebene haben sämtliche etablierte Parteien den Boykott von ALLEN AfD-Initiativen beschlossen, worum auch immer es geht, und ziehen das seit 2016 überall durch. Wer da per Order von oben in allen Parteien jeweils wen ablehnt, sollte klar sein. Wo sollen dann Kompromisse herkommen?


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23.11.2020 um 17:52
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:Hier aber die Kompromisse beschwören, auch lustig:
auf allen Ebenen, ob kommunal, in Landtagen oder Bundesebene haben sämtliche etablierte Parteien den Boykott von ALLEN AfD-Initiativen beschlossen, worum auch immer es geht, und ziehen das seit 2016 überall durch.
Das nennt sich wehrhafte Demokratie, das heisst das Demokraten bicht mit Nazis zusammenarbeiten. Einfach weil sie das nicht wollen und weil sie aus der Geschichte gelernt haben. Das die AfD versucht da mit Anträgen zu öffentlichen Bedürfnisanstalten oder anderen nützlichen Dingen eibeb anderen Eindruck zu vermitteln ist so durchschaubar wie gefährlich.


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23.11.2020 um 18:09
Zitat von monstramonstra schrieb:Bildungseinrichtungen, wie Frau Dr. Alice Weidel, wie Herr Dr. Alexander Gauland oder gar Prof. Dr. Lothar Maier diesen Mist glauben, erzählen und aggressiv und destruktiv vertreten?
Frau Weidel ist da schon ein Sonderfall, bei ihr wundert man sich ja schon, wie weit es ein Mensch mit Selbstverleugnung und Heuchelei bringen kann.

Herrn Gaulands Werdegang kann ich mir dagegen kaum erklären. Ich kenne noch Reden von ihm aus den 90er Jahren. Der Mann war immer sehr konservativ, aber er konnte durchaus reflektiert argumentieren und was er sagte hatte in der Regel Hand und Fuß. Und dann fordert er Respekt für die "Leistungen" der Wehrmacht ein.... .

Ich hatte trotzdem immer noch ein Stück weit Respekt vor ihm, bis zu dem Tag, als er in einer Talkshow allen Ernstes Merkel als Diktatorin beschimpft hat. Ich dachte mir, harter Tobak, aber vielleicht kann er das noch irgendwie begründen. Und es kam.... nichts! Sein Gegenüber hat ihm danach sachlich erklärt, warum dieser Vorwurf Unsinn ist und Gauland konnte dem nichts entgegensetzen, obwohl er vorab wissen musste, dass er dazu Stellung würde nehmen müssen. Ich weiß es nicht, vielleicht ist es das Alter, oder der Mann hat sich total verrannt, in jedem Fall macht er ein wirklich kläglichen Eindruck.
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:haben sämtliche etablierte Parteien den Boykott von ALLEN AfD-Initiativen beschlossen,
Ein Stück weit ist das vermutlich auch Pragmatismus. Die AfD-Anfragen und Initiativen sind ganz überwiegend so schlecht gemacht, dass eine tiefergehende Beschäftigung mit ihnen Zeitverschwendung wäre. Für die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also einem verwertbaren Antrag, dürfte den anderen Parteien die Zeit fehlen.

Erinnert sich noch wer an die Anfrage zum Maxim-Gorkin Park? ;)


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23.11.2020 um 19:10
Auffällig: Von Seiten der AfD-Sympathisanten oder den PEGIDA-Demonstranten wird behauptet, dass man seine Meinung nicht sagen dürfe und dass die öffentlich-rechtlichen Medien Staatsmedien wären.


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23.11.2020 um 19:11
@Zarastro

Man darf aber nicht vergessen, dass Gauland ein ehemaliger CDU-POLITIKER ist und auch noch weitere AFD-Mitglieder vorher in anderen großen Parteien tätig waren. Die sind also nicht durch und durch braun eingefärbt.

Es wäre doch einfach mal interessant diese Leute zu fragen, warum sie der Mitgliedschaft in den Altparteien den Rücken gekehrt haben...


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23.11.2020 um 19:13
Zitat von ElfenqueenElfenqueen schrieb:Es wäre doch einfach mal interessant diese Leute zu fragen, warum sie der Mitgliedschaft in den Altparteien den Rücken gekehrt haben...
Also mir ist klar, dass Alexander Gauland, Björn Höcke oder Petr Bystron vor AfD-Gründung Mitglieder in anderen Parteien waren. Aber as ändert das jetzt an ihrer braunen Gesinnung?


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23.11.2020 um 19:25
Keine Ahnung warum ein Herr Gauland jetzt plötzlich die Wehrmacht verteidigt, das dürfte sicherlich weniger an der CDU liegen.


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23.11.2020 um 19:30
@CPH-HH-AMS

Ich denke mir, wenn man zuvor in einer anderen Partei gewesen mit anderen Parteiprogrammen, Denkweisen und Schwerpunkten, dann ist man ja nicht von Grund auf für braune Gedanken. Man war ja vor der AFD-Mitgliedschaft für andere Verfahrensweisen mit verschiedenen Themen offen. Aber aus irgendeinem Grund war das irgendwann für diese Personen nicht mehr tragbar und sie gingen zur AFD. Gauland war z. B. 40 Jahre in der CDU. Irgendwas muss ihn ja zum Wechsel bewogen haben. Nach 40 Jahren und in seinem Alter.

Gut, Höcke ist gelinde gesagt, ein Thor, wie er im Buche steht.

Alice Weidel ist zumindest von der Bildung her nicht zu verachten. Was hat sie bewogen zum Beitritt zur AFD?

Gern möchte ich das diese Leute mal fragen.


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23.11.2020 um 19:34
Die Frage kann man doch relativ leicht beantworten. Sie sind davon überzeugt, dass muslimische Einwanderer eine Gefahr für Deutschland darstellen und dass die demokratischen Parteien dagegen nichts unternehmen.


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23.11.2020 um 19:35
@Zarastro

Meinst du wirklich, dass diese Antwort so einseitig ausfiele? Ich kann mir das nicht vorstellen.


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23.11.2020 um 19:35
@Zarastro
klingt plausibel. weiß auch nicht, warum man jetzt die langjährige mitgliedschaft zur union oder zu den sozialdemokraten für bare münze nehmen sollte.


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23.11.2020 um 19:37
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:Gerade der hohe Akademikeranteil sollte dir doch zu denken geben
Ja, ja, der Akademikeranteil... Akademiker zu sein bedeutet nicht automatisch, kein Rechtsextremist oder Neonazi zu sein.
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:wenn ich mal vergleiche, was die in den Reden sagen und was dann von der Presse breitgetreten oder gar nicht gebracht wird, solltest du dir schon um ganz andere Dinge Sorgen machen
Nun, was die so sagen hat in erster Linie den Verfassungsschutz hellhörig gemacht. Im Verfassungsschutzgutachten von 2019 wurden der Flügel sowie die Junge Alternative zum Verdachtsfall erklärt, die AfD als Ganze zunächst nur Prüffall und zwar wegen Bestrebungen gegen die Freiheitlich Demokratische Grundordnung, kurz FDGO.
Nachzulesen hier: https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/

Ende Merz 2020 wurde der Flügel als erwiesen eindeutig rechtsextremistisch eingestuft:
Der AfD-"Flügel" ist für den Verfassungsschutz jetzt offiziell ein Beobachtungsfall. Der Zusammenschluss sei eine "erwiesen extremistische Bestrebung", seine Gründer Rechtsextremisten, sagte Behördenchef Haldenwang.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/afd-fluegel-verfassungsschutz-101.html

Inzwischen stehen 2 Landesverbände komplett unter Beobachtung und zwar: Thüringen und Brandenburg

Das sollten eigentlich genügend Warnschüsse für den Laden gewesen sein um sich dem Rechtsextremismus zu entledigen. Aber nein, der Verfassungsschutz kam zu der Erkenntnis:
"Der Einfluss des 'Flügels' wird größer" und sieht für die gesamte Partei eine ""Zunehmende Radikalisierung".
https://www.tagesschau.de/inland/afd-fluegel-verfassungsschutz-105.html

Was zur Folge haben könnte:
Verfassungsschutz erwägt Beobachtung der gesamten AfD

Der zunehmende Einfluss von Björn Höcke auf die AfD könnte der gesamten Partei zum Verhängnis werden. Der Inlandsgeheimdienst erwägt eine härtere Vorgehensweise.
Quelle: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rechtsextremismus-verfassungsschutz-erwaegt-beobachtung-der-gesamten-afd/25640744.html?ticket=ST-2435586-sJLR5fFfsKvZmnNTIUeX-ap2

Das sollte dir zu Denken geben @GanzNeuHier

Wurde hier alles auch schon etliche male verlinkt.
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:was die in den Reden sagen
Was die Reden und sagen, wurde hier auch schon etliche male verlinkt. Ich spare mir jetzt die Wiederholung der Liste unappetitlicher Äußerungen.
Das alles ist anscheinend an dir vorbeigegangen. @GanzNeuHier


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23.11.2020 um 19:40
Zitat von ElfenqueenElfenqueen schrieb:Meinst du wirklich, dass diese Antwort so einseitig ausfiele? Ich kann mir das nicht vorstellen
Wieso nicht? Genau diese Sichtweise wird doch von Gauland bei jedem längeren öffentlichen Auftritt wiederholt. Falls er noch andere Gründe gehabt haben sollte, hat er sie sehr gut versteckt.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

23.11.2020 um 20:11
Zitat von monstramonstra schrieb:Wenn ich mir aber die Zahl der Akademiker in der AfD-Bundestagsfraktion ansehe (keine Fraktion hat anteilsmäßig so viele Doktoren) dann bekomme ich meine Zweifel. Wie kann es sein, dass hochgebildete Menschen, aufgewachsen im Wohlstand und mit Zugang zu den höchsten Bildungseinrichtungen, wie Frau Dr. Alice Weidel, wie Herr Dr. Alexander Gauland oder gar Prof. Dr. Lothar Maier diesen Mist glauben, erzählen und aggressiv und destruktiv vertreten?
hier zeigt sich: bildung schützt nicht vor braunem gedankengut.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

23.11.2020 um 21:11
Zitat von ElfenqueenElfenqueen schrieb:Man darf aber nicht vergessen, dass Gauland ein ehemaliger CDU-POLITIKER ist und auch noch weitere AFD-Mitglieder vorher in anderen großen Parteien tätig waren. Die sind also nicht durch und durch braun eingefärbt.
Wo diese Menschen früher waren, ist sicher interessant, aber wichtig ist, welche Positionen sie aktuell vertreten. Ein anderes Beispiel: Roland Tichy zählt aktuell mit seinem Blog "Tichys Einblick" zu den übelsten Hetzern. Im Jahr 1990 veröffentlichte er dagegen das Buch "Ausländer rein", in dem er sich für Zuwanderung stark machte und ein ganzes Kapitel dafür nutzte, vor einem Sprachgebrauch zu warnen, der verschleiert, dass es sich bei Zuwandern zuerst einmal um Menschen handelt.


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23.11.2020 um 21:17
Zitat von CPH-HH-AMSCPH-HH-AMS schrieb:hier zeigt sich: bildung schützt nicht vor braunem gedankengut.
Leider. Diese Erfahrung hat man auch schon vor 1933 gemacht, auch wenn die Voraussetzungen damals andere waren.
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:Die AfD ist eine gewählte Oppositionspartei und arbeitet entsprechend.
Ach, tut sie das? So wie die AfD hat bisher keine Partei Oppositionsarbeit gemacht. Nicht einmal die Grünen ab 1983. Da haben sich nämlich Leute wie Petra Kelly oder Otto Schily sehr schnell Anerkennung über Parteigrenzen hinweg erarbeitet.

Man könnte ja durchaus - bei der Entwicklung der CDU/CSU - annehmen, da wäre noch Platz für eine wertkonservative Partei. Eine, die Modernisierung, Flexibilisierung, von mir aus auch Zuwanderung, und die EU-Osterweiterung skeptisch sieht. Die die Währungspolitik kritisiert und der Ansicht ist, zu wenig würde für die Familien getan, die meint, die Rente müsse sicher sein und wer 45 Jahre lang für dieses Land malocht hat, der müsse im Alter anständig leben dürfen.

Aber das ist die AfD nicht. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik ist nichts Brauchbares da, weil sich die Lucke-Neoliberalen und die nationalen Sozialisten nicht einig werden. Diese Partei kann sich ja nicht mal als Law-and-Order-Partei andienen, weil sie überall Diktatur wittern und zum "Widerstand" aufrufen. Am besten sichtbar bei den Pandemie-Maßnahmen. Der einzige Wert, den diese Partei vertritt, ist das "deutsche Volk", das angeblich durch Frau Merkel den wilden Horden aus dem Süden zum Fraße vorgeworfen worden ist.

Schon die innere Verfassung der AfD verhindert jede Form der konstruktiven Oppositionspolitik. Noch viel mehr tut das aber die äußere Form, mit der diese Partei arbeitet. Sie verweigert sich den demokratischen Traditionen von 75 Jahren Bundesrepublik. Sie übertreibt maßlos im Bundestag, sie beleidigt, sie lügt, sie macht das Parlament lächerlich, sie stellt bekannte Neonazis als Mitarbeiter ein, sie stellt zynische Anfragen und sie hat nur ein Thema: Flüchtlinge, nichtdeutsche Straftäter, nichtdeutsche Behinderte, nichtdeutsche Kriminelle, doppelte Staatsbürgerschaft, Migrationshintergrund usw. Ein paar Alibi-Gesetzentwürfe, die von der SPD oder FDP abgeschrieben wurden und ohne Aussicht auf Erfolg sind, die ändern daran nichts.

Die AfD ist Trumpismus auf deutschen Boden. Wie demokratisch diese Haltung ist, zeigt derzeit wieder auf erschreckende Weise. Anstand, Fair-Play, Wahlergebnisse werden mit Füßen getreten. Und wie es sich in Deutschland gehört, ist die AfD dementsprechend von Nazis unterwandert und dominiert. Und die hassen den Parlamentarismus.


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23.11.2020 um 23:34
Die AfD ist auch immer wieder unfreiwillig komisch!

Selbst wenn diese Komik einem immer wieder das Blut in den Adern gefrieren lasst.
Legt sie es doch darauf an, die Gesellschaft bleibend zu zerstören.

Hier mal eine Probe ihrer "Komik":
Armin-Paulus Hampel platzt der Kragen, vehement brüllt der AfD-Abgeordnete dazwischen und erntet zwei direkt aufeinanderfolgende Ordnungsrufe von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Dass Hampel mit seinem aggressiven Geschreie („Herr Präsident, das geht nicht. Ich lasse mich nicht als Nazi beschimpfen!“) gleichzeitig wie jemand wirkt, der sich vom Nazi-Vorwurf persönlich angesprochen fühlt und im selben Atemzug Hendricks Ausführungen frei Haus mit einem Beleg unterstreicht, scheint er nicht zu merken.
Quelle: https://www.fr.de/politik/afd-mitarbeiter-bundestag-hendricks-hampel-skrupellos-asozial-gebaren-berlin-90108353.html


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24.11.2020 um 09:00
Zitat von monstramonstra schrieb:Und frage ich mich dann, welche Bedeutung Bildung für diesen Prozess hat. Man könnte ja denken, je wissenschaftlicher die Ausbildung, desto quellenkritischer ist die Herangehensweise.
In der Regel ist das auch so. Es bedeutet aber nicht, dass man dann nicht trotzdem in diese Falle tappt, es ist nur weniger wahrscheinlich.
Zitat von monstramonstra schrieb:Wenn ich mir aber die Zahl der Akademiker in der AfD-Bundestagsfraktion ansehe (keine Fraktion hat anteilsmäßig so viele Doktoren) dann bekomme ich meine Zweifel.
Die Frage bei der "Führungsspitze" ist letztlich eine andere. Man muss ja nicht selber daran glauben, es genügt, wenn genügend andere es tun. An der Führungsspitze genügt letztlich ein gewisses Maß an Empathiearmut und das können auch Akademiker gleichermaßen aufweisen.
Zitat von monstramonstra schrieb:Hat ihnen das, was "herrschende Meinung" war, nicht gefallen? Suchten sie nach einer anderen Meinung? War der Drang so stark, dass sie bereit waren, die Fakten ihren Emotionen anzupassen? Waren sie so selbstsicher, so überzeugt, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben, dass sie sich irgendwann nicht mehr selbst hinterfragten?
Das spielt sicher auch eine Rolle. Aber auch, dass sie dadurch einen Einfluss bekommen, den sie sonst nicht hätten. Auf dieser Schiene kann man ja sehr schnell sehr weit aufsteigen.
Zitat von GanzNeuHierGanzNeuHier schrieb:Einfach mal auf die Anträge, Gesetzentwürfe und Anfragen der AfD auf allen Ebenen schauen, dann erkennst auch du Gestaltungswillen und Gestaltungsvermögen.
Nur ist das, was sie gestalten wollen, zutiefst unsozial, undemokratisch und unmenschlich.
Ja, sie sind gewählter Bestandteil der Parteienlandschaft und Ergebnis eines demokratischen Prozesses. Aber das war es auch schon.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

24.11.2020 um 09:22
Zitat von monstramonstra schrieb:Wenn ich mir aber die Zahl der Akademiker in der AfD-Bundestagsfraktion ansehe (keine Fraktion hat anteilsmäßig so viele Doktoren) dann bekomme ich meine Zweifel. Wie kann es sein, dass hochgebildete Menschen, aufgewachsen im Wohlstand und mit Zugang zu den höchsten Bildungseinrichtungen, wie Frau Dr. Alice Weidel, wie Herr Dr. Alexander Gauland oder gar Prof. Dr. Lothar Maier diesen Mist glauben, erzählen und aggressiv und destruktiv vertreten?
Das ist so nicht ganz richtig.
Generell liegt das durchschnittliche Bildungsniveau, gemessen an den Abschlüssen, im Bundestag weit über dem Bevölkerungsdurchnitt
Knapp 82 Prozent der Abgeordneten haben einen Hochschulabschluss. In der Gesamtbevölkerung sind es knapp 18 Prozent.
...
Die meisten Abgeordneten mit einem Hochschulabschluss sind demnach in der FDP-Fraktion (87,5 Prozent). Dahinter folgen die Grünen (85 Prozent), die Union (rund 85 Prozent) und die AfD (knapp 80 Prozent).
...
Promoviert haben die meisten Parlamentarier bei den Grünen. Knapp 21 Prozent tragen einen Doktortitel. Dahinter folgen FDP, AfD und Union mit Anteilen zwischen knapp 18 und 19 Prozent.
https://www.forschung-und-lehre.de/politik/mehr-als-80-prozent-akademiker-im-bundestag-1861/
Aber das nur nebenbei.
Bildungsabschlüsse scheinen keine Barriere für braune Gesinnung bilden zu können.


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