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AfD

96.369 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 08:42
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:An Ende wollen die NSAFDAP und ihre Wähler scheinbar in eine Welt zurück, die so nie existiert hat. Sie war nie einfach, romantisch oder ruhiger. Jede Generation hatte Probleme - werden in der Rückschau nur häufig verklärt...
Tatsächlich werde ich es nie verstehen, was die AfD-Wähler eigentlich wirklich erreichen wollen, bzw. welche konkreten Verbesserungen man sich eigentlich erhofft. Wenn man genauer nachfragt, kommen auch meistens keine besonders konkreten Antworten, außer "Wir haben zu viele Ausländer" und "die Altparteien müssen weg". Ggf. will man noch zurück in eine verklärte Doris-Day-Wunderwelt der Fünfzigerjahre, wo sich Frauen noch hauptsächlich nur für Haushaltsprodukte, Kochrezepte und Putzmittel begeistert hatten. Oder man will noch weiter zurück in irgendeine stramme militarisierte Gesellschaft mit viel Dschingderassabumm.


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AfD

um 10:33
Zitat von martenotmartenot schrieb:Oder man will noch weiter zurück in irgendeine stramme militarisierte Gesellschaft mit viel Dschingderassabumm.
Aus der Welt reime ich mir zusammen, dass sachliche Auseinanderersetzung mit der AfD auch nichts nützt!
Daniel Günther ist für mich Vorbild an Sachlickeit!
Bei der Landtagswahl 2022 hatte die Partei von Ministerpräsident Daniel Günther mit 43,4 Prozent die absolute Mehrheit nur um ein Mandat verpasst. Die Umfrage ist nach Angaben des Instituts repräsentativ.
Zweitstärkste Partei wären laut Befragung die Grünen, die sich im Vergleich zur letzten Infratest-Befragung um zwei Punkte auf 19 Prozent verbessern würden. Die derzeit nicht im Landtag vertretende AfD käme den aktuellen Zahlen nach auf 15 Prozent der Stimmen. Damit verzeichnet die Partei ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zur Umfrage 2023.
AfD baut Vorsprung aus – Union stürzt auf schlechtesten Wert seit vier Jahren ab
Die SPD könnte 12 Prozent der Wähler überzeugen (minus drei), die Linke sechs Prozent und der Südschleswigsche Wählerverband fünf Prozent. Die FDP erreicht vier Prozent (minus vier).
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article69e073917711c440ff1d86e0/umfrage-in-schleswig-holstein-cdu-zustimmung-sinkt-deutlich-im-norden-afd-mit-groesstem-zuwachs.html

Vielleicht will man in der AfD gar keine Auseinandersetzung, sondern eine Koalition, mit wem auch immer
Laut Eigendarstellung der AfD müsste diese lediglich bedingungslos erfolgen, verstehe ich das richtig?

Liebe AfD, aktualisiert doch bitte einmal Euer bald 10 Jahre altes Grundsatzprogramm.
Grundsatzprogramm für Deutschland
Alternative für Deutschland | Bundesparteitag in Stuttgart | 30. April bis 1. Mai 2016
Quelle: https://www.afd.de/grundsatzprogramm/
Grundsatzprogramm für Deutschland
Alternative für Deutschland | Bundesparteitag in Stuttgart | 30. April bis 1. Mai 2016
PRÄAMBEL
MUT ZU DEUTSCHLAND. FREIE BÜRGER, KEINE UNTERTANEN.
Wir sind Liberale und Konservative. Wir sind freie Bürger unseres Landes. Wir sind überzeugte Demokraten.

Zusammengefunden haben wir uns als Bürger mit unterschiedlicher Geschichte und Erfahrung, mit unterschiedlicher Ausbildung, mit unterschiedlichem politischen Werdegang. Das geschah in dem Bewusstsein, dass es an der Zeit war, ungeachtet aller Unterschiede, gemeinsam zu handeln und verantwortungsbewusst zu tun, wozu wir uns verpflichtet fühlen. Wir kamen zusammen in der festen Überzeugung, dass die Bürger ein Recht auf eine echte politische Alternative haben, eine Alternative zu dem, was die politische Klasse glaubt, uns als „alternativlos“ zumuten zu können.

Dem Bruch von Recht und Gesetz, der Zerstörung des Rechtsstaats und verantwortungslosem politischen Handeln gegen die Prinzipien wirtschaftlicher Vernunft konnten und wollten wir nicht länger tatenlos zusehen. Ebenso wollten wir nicht länger hinnehmen, dass durch das Regime der EURO-Rettung längst überwundene Vorurteile und Feindseligkeiten zwischen den europäischen Völkern neu aufbrechen. Daher haben wir uns dafür entschieden, Deutschland und seinen Bürgern in allen Bereichen eine echte politische Alternative zu bieten.

Als freie Bürger treten wir ein für direkte Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, soziale Marktwirtschaft, Subsidiarität, Föderalismus, Familie und die gelebte Tradition der deutschen Kultur. Denn Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen. In der Tradition der beiden Revolutionen von 1848 und 1989 artikulieren wir mit unserem bürgerlichen Protest den Willen, die nationale Einheit in Freiheit zu vollenden und ein Europa souveräner demokratischer Staaten zu schaffen, die einander in Frieden, Selbstbestimmung und guter Nachbarschaft verbunden sind.

Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, unser Land im Geist von Freiheit und Demokratie grundlegend zu erneuern und eben diesen Prinzipien wieder Geltung zu verschaffen. Wir sind offen gegenüber der Welt, wollen aber Deutsche sein und bleiben. Wir wollen die Würde des Menschen, die Familie mit Kindern, unsere abendländische christliche Kultur, unsere Sprache und Tradition in einem friedlichen, demokratischen und souveränen Nationalstaat des deutschen Volkes dauerhaft erhalten.

Unsere Ziele werden Wirklichkeit, indem wir den Staat und seine Organe wieder in den Dienst der Bürger stellen, so wie es der im Grundgesetz geregelte Amtseid aller Regierungsmitglieder vorsieht:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

In diesem Sinne geben wir uns das nachfolgende Grundsatzprogramm.
Quelle: AfD (Seite 4886)

Braucht Ihr das Grundsatzprogramm incl Präambel noch für den Verfassungschutz oder kann das weg?
Dann könnte es eventuell wieder mit den Nachbarn klappen.
Was ich nicht glaube!


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AfD

um 10:37
Zitat von eckharteckhart schrieb:Aus der Welt reime ich mir zusammen, dass sachliche Auseinanderersetzung mit der AfD auch nichts nützt!
Das sowieso nicht. Mir scheint, dass fast alle AfD-Anhänger emotional getrieben sind, und zwar durch eher negative Emotionen (Hass, Abneigung, Wut, Ärger). Konstruktiv positive Motivationsgründe ("Ich erhoffe mir...." oder "Mit der AfD wird folgendes viel besser werden...." etc.,) nehme ich kaum wahr und könnte ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht benennen.

Mir fällt auch auf, dass fast alle AfD-Politiker (so wie auch Politiker anderer rechter Strömungen, z.B. MAGA) ihre Reden in einem aufgeregt-empört-vorwurfsvoll-aufgebrachten Duktus vortragen. Da kommt bei mir eigentlich nie ein hoffnungsvolles oder positives Signal bei mir an. Die Weidel z.B. klingt meistens wie eine genervte Abteilungsleiterin, die ihre Mitarbeiter zusammenstaucht. Gern garniert mit einem spöttischen Unterton.


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AfD

um 10:43
Zitat von martenotmartenot schrieb:Konstruktiv positive Motivationsgründe ("Ich erhoffe mir...." oder "Mit der AfD wird folgendes viel besser werden...." etc.,) nehme ich kaum wahr und könnte ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht benennen.
Der Zug ist sowieso abgefahren!
Dazu gibt es ein Zitat des Vordenkers der Neuen Rechten, Götz Kubitschek: „Unser Ziel ist nicht die Beteiligung am Diskurs, sondern sein Ende als Konsensform, nicht ein Mitreden, sondern eine andere Sprache, nicht der Stehplatz im Salon, sondern die Beendigung der Party“ (Kubitschek, 2006:2)
Quelle: https://dprg.de/singlenews/uid-965159/das-ende-der-party/


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AfD

um 10:44
Zitat von eckharteckhart schrieb:Der Zug ist sowieso abgefahren!
Welchen Zug wohin meinst du gerade?


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AfD

um 10:52
Zitat von martenotmartenot schrieb:Welchen Zug wohin meinst du gerade?
Aphorismus (Beisipiel für "kann weg!")


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AfD

um 12:36
Zitat von martenotmartenot schrieb:Tatsächlich werde ich es nie verstehen, was die AfD-Wähler eigentlich wirklich erreichen wollen, bzw. welche konkreten Verbesserungen man sich eigentlich erhofft. Wenn man genauer nachfragt, kommen auch meistens keine besonders konkreten Antworten, außer "Wir haben zu viele Ausländer" und "die Altparteien müssen weg". Ggf. will man noch zurück in eine verklärte Doris-Day-Wunderwelt der Fünfzigerjahre, wo sich Frauen noch hauptsächlich nur für Haushaltsprodukte, Kochrezepte und Putzmittel begeistert hatten. Oder man will noch weiter zurück in irgendeine stramme militarisierte Gesellschaft mit viel Dschingderassabumm.
Sieht man doch an den Kommentaren. Auf Nachfragen nach konkreten Plänen und deren Umsetzbarkeit kommt nur "Aber die anderen..." "Altparteienkartell" und weitere, nichtssagende Floskeln aus den Wahlplakaten!

Dazu die scheinbare Sehnsucht nach Führung, aber bitte nicht zuviel, aber dennoch stark. "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" eben! Und halt das Denken, das einen negativen Auswirkungen von Maßnahmen nicht betreffen werden!


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AfD

um 12:44
Zitat von DesperadooDesperadoo schrieb:Dazu die scheinbare Sehnsucht nach Führung, aber bitte nicht zuviel, aber dennoch stark.
Ich denke schon, dass man sich viel und starke, autoritäre Führung wünscht, die sich aber nur gegen "die da" richtet (und damit sind irgendwelche Personengruppen gemeint, die man nicht leiden kann, aber keinesfalls die eigene Person oder die Gruppen, zu denen man sich selbst zählt).

Deswegen würde ich vermuten, dass viele nach einem Wahlsieg und Regierungsübernahme der AfD nach einer Weile nach anfänglicher jubelnder Begeisterung schon allmählich realisieren werden, dass das jetzt doch nicht alles so verläuft, wie man es sich gewünscht hat. Die Frage ist nur, wie viele AfD-Wähler sich den Irrtum dann eingestehen werden, und wie viele von ihnen trotzig beim "Jetzt erst recht" bleiben werden.


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AfD

um 13:02
Zitat von martenotmartenot schrieb:Tatsächlich werde ich es nie verstehen, was die AfD-Wähler eigentlich wirklich erreichen wollen, bzw. welche konkreten Verbesserungen man sich eigentlich erhofft
Der AFD-Wähler will in der Regel kein "anderes Land".

Es geht in erster Linie darum, dass Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen der letzten Jahre wahrgenommen, korrigiert oder ggf. zurückgenommen werden.

Ist eigentlich nicht so kompliziert. In der Diskussion hier ist es aber so, dass das in der Regel alles nicht geht- bis sogar mit Ewigkeitsklauseln herumgefuchtelt wird, die den besagten Bereich (Asylgesetzgebung) gar nicht betreffen. Dann wird behauptet, es geht trotzdem nicht wegen Art 1 GG... usw. usf.

Es ist sinnlos hier sich ernsthaft auszutauschen.

Die gute Nachricht ist aber: Die AFD wird gar nicht mehr gebraucht.
Dass wesentliche (Illusions- und Visions-) Themen inzwischen nicht mehr kontrollierbar und/oder finanzierbar sind, wird von Tag zu Tag auch ohne AFD sichtbar. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über ein Thema gestritten wird, weil es schlicht nicht mehr finanzierbar ist.

Nur das eine Thema von gestern: Es ist seit Jahren klar, dass die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern nicht mehr (alleine) von den gesetzlich versicherten getragen werden können.
Und wieder wird am Thema "vorbeigelöst": Tabaksteuer, Zuckersteuer, Einschränkung der Leistungen. Das ist Populismus in Reinform.

Thema von vorgestern: Hohe Energiepreise: Die Regierung schafft es nicht, zumindest mal ansatzweise an ihren Stellschrauben zu drehen. zuerst die 12.00 Uhr Regelung und dann noch der Knaller der 1.000€ Prämie der Arbeitgeber als "ihr" Entgegenkommen zu verkaufen.

Das kann ernst nehmen wer will, ich nicht.


LG


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AfD

um 13:04
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Der AFD-Wähler will in der Regel kein "anderes Land".
Das werden die AfD-Wähler aber bekommen, wenn die gloriose AfD-Partei wirklich an die Macht kommt. Und zwar wahrscheinlich anders als das, was sich viele AfD-Wähler erhoffen. Und leider werden es auch diejenigen Bewohner bekommen, die nicht die AfD gewählt haben, aber dennoch in dem AfD-Land hinterher leben müssen.

Abgesehen davon: die bisherigen AfD-Politiker glänzen ebenfalls nicht gerade mit hoher Expertise und gutem Sachverstand. Ich denke, da zählen oft eher andere Qualitäten (lautstarkes Schimpfen, Beziehungen zu befreundeten Diktatoren, immer dagegen sein und ordentlich stänkern können, etc.)


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AfD

um 13:08
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Es geht in erster Linie darum, dass Fehlentscheidungen und Fehlentwicklungen der letzten Jahre wahrgenommen, korrigiert oder ggf. zurückgenommen werden.

Ist eigentlich nicht so kompliziert. In der Diskussion hier ist es aber so, dass das in der Regel alles nicht geht- bis sogar mit Ewigkeitsklauseln herumgefuchtelt wird, die den besagten Bereich (Asylgesetzgebung) gar nicht betreffen. Dann wird behauptet, es geht trotzdem nicht wegen Art 1 GG... usw. usf.

Es ist sinnlos hier sich ernsthaft auszutauschen.

Die gute Nachricht ist aber: Die AFD wird gar nicht mehr gebraucht.
Dass wesentliche (Illusions- und Visions-) Themen inzwischen nicht mehr kontrollierbar und/oder finanzierbar sind, wird von Tag zu Tag auch ohne AFD sichtbar. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über ein Thema gestritten wird, weil es schlicht nicht mehr finanzierbar ist.

Nur das eine Thema von gestern: Es ist seit Jahren klar, dass die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern nicht mehr (alleine) von den gesetzlich versicherten getragen werden können.
Und wieder wird am Thema "vorbeigelöst": Tabaksteuer, Zuckersteuer, Einschränkung der Leistungen. Das ist Populismus in Reinform.

Thema von vorgestern: Hohe Energiepreise: Die Regierung schafft es nicht, zumindest mal ansatzweise an ihren Stellschrauben zu drehen. zuerst die 12.00 Uhr Regelung und dann noch der Knaller der 1.000€ Prämie der Arbeitgeber als "ihr" Entgegenkommen zu verkaufen.
Klar gibt es Probleme. Hohe Preise, Druck im Gesundheitssystem, viel Bürokratie – das bestreitet doch keiner. Aber dieses ständige Gerede von „Fehlentwicklungen“ bringt halt nichts, wenn man nie konkret sagt, was genau gemeint ist und wie es besser gehen soll.

Einfach überall zu sagen „alles falsch gemacht“ ist leicht. Schwieriger ist es, echte Lösungen zu nennen, die auch finanzierbar, rechtlich machbar und langfristig sinnvoll sind.

Beim Gesundheitssystem so zu tun, als läge das Hauptproblem bei Bürgergeldempfängern, ist mir zu billig. Da spielen viel mehr Dinge rein: alternde Gesellschaft, steigende Kosten, zu wenig Personal, jahrelang verschleppte Reformen.

Genauso bei Energiepreisen. Das ist nicht einfach ein Schalter, den man umlegt. Da hängen Weltmarkt, frühere politische Fehler und Infrastruktur dran.

Mich stört an solchen Aussagen vor allem: viel Frust, viel Schuldzuweisung, aber wenig Substanz. Probleme benennen kann jeder. Interessant wird es erst bei realistischen Lösungen.


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AfD

um 13:09
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das werden die AfD-Wähler aber bekommen, wenn die gloriose AfD-Partei wirklich an die Macht kommt. Und zwar wahrscheinlich anders als das, was sich viele AfD-Wähler erhoffen. Und leider werden es auch diejenigen Bewohner bekommen, die nicht die AfD gewählt haben, aber dennoch in dem AfD-Land hinterher leben müssen.
:-)

Es gibt auch Bewohner, die hier leben und sich vieles von dem, was sie hier inzwischen vorfinden auch nicht gewünscht haben? ;-)

Wenn Du keine AFD an der Regierung haben möchtest (was völlig legitim ist), dann findest Du den Hebel dazu bei vielen anderen Parteien- am wenigsten bei der AFD selbst.


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AfD

um 13:13
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:am wenigsten bei der AFD selbst.
Doch natürlich. Die AfD könnte sich auch z.B. entschließen, sich soweit zu ändern, dass sie sich zu einer echten Alternative im konstruktiven Sinne entwickeln würde. Weg von dem destruktiven Dagegensein, Gezeter, Schuldzuweisung auf Sündenböcke und menschenfeindlichen Parteiprogrammen, hin zu wirklichen positiven konstruktiven Alternativen, die sich wirklich positiv auswirken: Verbesserung des Gesundheitssystems (nicht zu Lasten der Schwächeren), Verbesserung der Infrastruktur, Modernisierung des Landes, Verbesserung des Stadtbildes (aber nicht bezogen auf die Bewohner, sondern bezogen auf wohnlichere Innenstädte, mehr Grün, mehr Fußgängerzonen, Beseitigung finsterer Unterführungen, Ansiedlung neuer Geschäfte und Cafés, Verbesserung des ÖPNV, etc.).

Vor allem wünsche ich mir eine Stärkung des Miteinanders statt des Gegeneinanders.


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AfD

um 13:22
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Beim Gesundheitssystem so zu tun, als läge das Hauptproblem bei Bürgergeldempfängern, ist mir zu billig. Da spielen viel mehr Dinge rein: alternde Gesellschaft, steigende Kosten, zu wenig Personal, jahrelang verschleppte Reformen.
Siehst Du: Dir ist es zu billig, mir als freiwillig gesetzlich Versicherter ist es inzwischen zu teuer...

Es ist offensichtlich (wenn auch anderes Thema), dass die Ukrainer (deren Asylgrund ich nicht in Frage stelle) nicht in die Bürgerversicherung gehören. Weil es einfacher ist (Verwaltungsaufwand) hat man es so beschlossen. Btw: andre Vereinfachungen für den (zahlenden) Bürger gehen nie so schnell, aber egal?

Es gibt für mich keinen einzigen Grund, dass die Last vorwiegend von den Menschen mit geringerem Einkommen getragen werden (>GKV).


Dass, wie Du sagst, mehr Dinge reinspielen ist klar- aber das ist dann eigenes strukturelles Thema.


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AfD

um 13:36
Zitat von martenotmartenot schrieb:Doch natürlich. Die AfD könnte sich auch z.B. entschließen, sich soweit zu ändern, dass sie sich zu einer echten Alternative im konstruktiven Sinne entwickeln würde. Weg von dem destruktiven Dagegensein, Gezeter, Schuldzuweisung auf Sündenböcke und menschenfeindlichen Parteiprogrammen,
Dem Einwand würde ich prinzipiell zustimmen, hat bei der AFD schwierige strukturelle Gründe (macht es allerdings nicht besser).

Deine Wunschvorstellung vom Land, der sicher die allerwenigsten widersprechen würden, hätten andere Parteien auch umsetzen können (Betonung auf umsetzen, nicht anstreben).
Geht aber nicht mehr, weil die Wirtschafts- und Finanzkraft derart dezimiert wurde, dass nur noch ein hektisches Brandlöschen als Spielraum bleibt.

Da wären wir beim nächsten Thema: Es gibt genau ein einziges Land auf der Welt, das strukturell extrem vom Verbrenner abhängig ist.
Und es gibt weltweit genau ein Land, das sich vehement für den Ausstieg aus dieser Technologie eingesetzt hat.

Und auch hier: Ich persönlich finde beide Technologien gut- mit einer langfristigen Tendenz zum E-Auto. Das E-Auto bietet unterm Strich klar die besseren Vorteile. Nützt aber nichts, wenn ich - Stand heute und morgen - noch keine Möglichkeit habe, die Transformation tragfähig umzusetzen. Beten, glauben und hoffen macht man in der Kirche.

Ich kann jeden verstehen, der vom Verbrenner weg möchte. Aber ich kann auch jeden (Wähler) verstehen, der sagt: Ich habe Angst, die wissen nicht mehr was sie tun (wenn sie was tun).


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AfD

um 13:39
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Aber ich kann auch jeden (Wähler) verstehen, der sagt: Ich habe Angst, die wissen nicht mehr was sie tun (wenn sie was tun).
Man sollte aber auch nicht diejenigen Menschen im Regen stehen lassen, die sagen: ich habe Angst vor der AfD und deren radikalen Plänen, weil ich bei denen wahrscheinlich unter die Räder geraten würde.

Wie gesagt, solange sich die AfD wie ein wütendes Hunderudel aufführt und knurrt und tobt, solange werde ich weiter als Vorsichtsmaßnahme die Möglichkeit der Auswanderung im Auge behalten. Es kann sein, dass manche Menschen (die als Volks- oder Parteifeinde deklariert wurden) hier bald nicht mehr sicher leben können.


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AfD

um 13:45
Zitat von martenotmartenot schrieb:Man sollte aber auch nicht diejenigen Menschen im Regen stehen lassen, die sagen: ich habe Angst vor der AfD und deren radikalen Plänen, weil ich bei denen wahrscheinlich unter die Räder geraten würde.
Da wäre einerseits die Frage, welcher radikale Plan gemeint ist und andererseits: Es gibt auch sehr viele Menschen, die finanziell unter die Räder der letzten Jahre gekommen sind- oder noch kommen.
Und wichtig- es geht nicht darum, dass Wohlstand verloren geht. Es geht darum, dass die Situation inzwischen sich zur Unkontrollierbarkeit entwickelt.

Und die Menschen, die ich kenne, die haben den Zorn in erster Linie deshalb, weil ihnen täglich vorgeführt wird, dass alles geht und auch schnell geht- einzige Bedingung: Es betrifft nicht die "eigenen" arbeitenden Menschen.


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AfD

um 13:51
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Da wäre einerseits die Frage, welcher radikale Plan gemeint ist und andererseits: Es gibt auch sehr viele Menschen, die finanziell unter die Räder der letzten Jahre gekommen sind- oder noch kommen.
Oh, gerade was finanzielle Fragen betrifft, rechne ich von Seiten der AfD überhaupt nicht mit Verbesserungen für die normale Bevölkerung. Ich denke, dass die AfD-Politiker hauptsächlich die eigene finanzielle Verbesserung im Blick haben. Sorry, aber da traue ich der AfD absolut überhaupt nicht über den Weg. Da kann die Weidel noch so wild zetern, im Endeffekt hat sie meines Erachtens das eigene Wohlergehen im Sinn.


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AfD

um 13:58
Zitat von martenotmartenot schrieb:solange werde ich weiter als Vorsichtsmaßnahme die Möglichkeit der Auswanderung im Auge behalten. Es kann sein, dass manche Menschen (die als Volks- oder Parteifeinde deklariert wurden) hier bald nicht mehr sicher leben können.
Hier könnte schon mal ein erster Ansatz auf Deine Frage, was AFD-Wähler wirklich wollen, versteckt sein.

Ich empfehle Dir dazu mal die Thematik "Anywheres" und "Somewheres" anzuschauen (David Goodhard).

Es gibt tatsächlich eine grosse Anzahl Menschen, das wären die Somewheres, die eine deutlich festere Bindung zu ihrem angestammten Umfeld (und damit Volk) haben und auch die Solidargemeinschaft innerhalb dessen wesentlich mehr werten. Wenn der Eindruck entsteht, diese wird beschädigt etc., reagieren sie böse (siehe Ostdeutschland, aus historischen und wirtschaftlichen Gründen).

Das zu berücksichtigen, zu verstehen und ernst nehmen ist die Challenge.


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AfD

um 14:00
Zitat von Ole_Ole_ schrieb am 12.04.2026:ch könnte mir vorstellen, dass bei vielen WählerInnen der AfD nach der Befriedigung niederer Bedürfnisse (Neidkomplex, Xenophobie etc.) gar keine tiefere Beschäftigung mit dem Parteiprogramm mehr stattfindet.
Das ist so. Der Zyklus aus Unterwerfung nach oben und nach unten treten ist ein typischen Merkmal Autoritätsfiguren, wie es Adler nunmal sind. Die AfD möchte das die Schere zwischen arm und reich weiter auseinanderklafft, eine Politik nur für die Wohlhabenden. Weil sie wie die NSDAP begriffen hat, das man die Wirtschaftsvertreter hinter sich wissen muss um effektiv zu regieren. Das man als kleines Licht dann unter der Politik leidet ist egal, solange es LGBTQ, Ausländern und Leistungsempfängern ENDLICH mal so richtig an den Kragen geht. Solange es die trifft die man hasst und sie endlich unter sich weiss, ist der Rest egal.
Zitat von socialmesocialme schrieb am 12.04.2026:Natürlich, jetzt kommt das Totschlagargument ;). zieht bei mir nicht, sorry.
ja schade. Wähl halt gegen deine Interessen.
Zitat von socialmesocialme schrieb am 12.04.2026:Aber für den Ukrainekrieg z. B. gibt es weitere Milliarden. Das ist eben keine Politik im Sinne der Bevölkerung.
Ja, Russland bedroht die Freiheit Europas und das Gefährdet unseren Wohlstand massiv. Ja, das dient also auch uns.


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