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Islam - Eine friedliche Religion?

7.546 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Islam
interrobang
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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:04
@bliebig
ist die Taqiyya dir überhaupt ein begriff? -.-*


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bliebig
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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:06
@cbarkyn
cbarkyn schrieb:Heißt das jetzt eigentlich das man immer lügen darf, laut Islam?
Das kommt auf die Situation an, heißt man muss es immer in einem Kontext sehen. Es muss auch nicht immer eine Lüge sein, die List tut es auch. Eine der am häufigsten angewendeten List ist es, Koransuren nur unvollständig zu zitieren.

Von dem großen Gelehrten des Islams Ibn Kathir stammt dieser Spruch:
"Laß uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen."

Hier mal ein Beispiel: Die wohl am häufigsten zitierte Koransure, die uns von der Friedlichkeit des Islam überzeugen soll, ist die Sure 5.32. (unzählige male hier im Forum zitiert)

“Wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet” (Sure 5:32)

Das hört sich so an als könnte man das blind unterschreiben, dass der Islam eine friedliche Religion ist. Doch diese Sure ist unvollständig zitiert:

sie geht weiter mir:
“Deshalb hat Gott den Kindern Israels (den Juden) verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser getötet hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet” (Sure 5:32).

Man darf also laut Koran doch töten, wenn Menschen Unheil anrichten.

Das muss man aber richtigverstehen, der Vers ist nicht an die Muslime, sondern an die Juden gerichtet. Er zitiert also nur das, was Gott den Juden verordnet hat. Dennoch benutzen die Imame dieses Zitat so, als gälte es für die Muslime.

An anderen Stelle sagt der Koran dann, was er unter “Unheil anrichten” versteht: Andere zum Unglauben verführen. Man muss nur die Sure weiter lesen, und man sieht, was mit Ungläubigen geschehen soll. Die gleiche Sure sagt:

“Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und überall im Land eifrig auf Unheil bedacht sind, soll darin bestehen, daß sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen wechselweise Hand und Fuß abgehauen wird, oder daß sie des Landes verwiesen werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Und im Jenseits haben sie überdies eine gewaltige Strafe zu erwarten“ (Sure 5:33).

Damit ist die Sure kein Beweis für die Friedlichkeit des Islam,sondern ein Hinweis auf die Legitimation für Mord im Koran.

Ich denke den meisten Muslimen ist das überhaupt nicht bewusst weil sie den Koran nicht kennen, oder nie analytisch gelesen haben.


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bliebig
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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:07
@interrobang
interrobang schrieb:ist die Taqiyya dir überhaupt ein begriff? -.-*
Ich lerne gerne dazu, kläre uns auf.


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interrobang
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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:09
@bliebig
Das ist ein shiitisches ding welches diente die shiiten vor den sunniten zu schützen.


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bliebig
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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:13
@interrobang

Taqīya (arabisch ‏تقية‎ ‚Furcht, Vorsicht‘), oder in ebenfalls korrekter Transkription Taqiyya, bezeichnet im schiitischen Islam die Erlaubnis, bei Zwang oder Gefahr für Leib und Besitz rituelle Pflichten zu missachten und den eigenen Glauben zu verheimlichen.[1]

Im sunnitischen Islam ist das Prinzip der Verheimlichung des eigenen Glaubens in Gefahrensituationen zwar ebenfalls bekannt, doch wird es dort nicht als taqīya bezeichnet.

Koranische Grundlage für das Taqīya-Prinzip ist Sure 3:28, wo es heißt: "Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen (d.h. den Ungläubigen) wirklich fürchtet (illā an tattaqū minhum tuqāt)." Eine Freundschaft mit Ungläubigen soll also dann entschuldigt sein, wenn Grund zur Furcht vor ihnen besteht. Von den beiden in diesem Vers verwendeten Wörtern tattaqū ("ihr füchtet Euch") und tuqāt ("fürchtend") ist der Begriff taqīya abgeleitet.[2]

So stehts in Wikipedia. Soweit ich das lese gibt es sehr wohl die Taqqiya bei den Sunnis


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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 19:30
bliebig schrieb:Die hier unter uns lebenden Ahmadis bekennen sich zur Demokratie und dem Laizismus.
Als einzige muslime Sekte haben sie den Status Körperschaft des öffentlichen Rechts. Von den meisten anderen Moslemen als Häretiker betrachtet und verfolgt.

Wenn man so will sind die Ahmadies eine gute Blaupause für den friedlichen Islam, dessen Ankennung als KdöR noch lange auf sich warten muss.
Da hast du leider völlig recht, jedoch kann man durchaus vorsichtig optimistisch sein. Eine Reformation des Islam ist dringend notwendig. Es gibt viel Schönheit in dieser Religion die man fokussieren sollte. Antiquierte Traditionen und fragwürdige Interpretationen des Koran so auch die Konservierung alter Verhältnisse trübt diese Schönheit und das merken durchaus auch immer mehr Muslime. In Ägypten konnte man dies beobachten als man die Unzufriedenheit im Bezug auf die Muslimbruderschaft gesehen hat, die der Säkularität der Gesellschaft geschadet haben.

Auch gegenüber IS sieht man eine ablehnende Haltung innerhalb vieler muslimischer Gemeinden. Ich hoffe das man hier auch erkennen wird das die Ahmadiyya da modernere, weltoffenere und auch konstruktivere Wege geht.
bliebig schrieb:Wenn man etwas verbietet macht man es interessanter. Wie wäre es, wenn man einfach mal mit der Bevormundung aufhört und jedem selber überlässt was er lesen will.
So ist es! Ich betrachte jedes Verbot auf lange Sicht als kontraproduktiven Weg um Probleme zu lösen. Aufklärung und Prävention sind da hilfreicher, so auch der nötige Verstand. Verbote schaffen nur Anreize und sorgen für einen meist kriminellen Untergrund. Leider ziehe ich hier gewisse Parallelen zur Prohibition auch wenn es paradoxerweise im Islam ja selbst die eine oder andere Prohibition gibt. Verzicht sollte man in beiden Fällen nicht erzwingen, es sollte dem Willen des Menschen entspringen.


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Islam - Eine friedliche Religion?

07.10.2014 um 23:29
bliebig schrieb:So stehts in Wikipedia. Soweit ich das lese gibt es sehr wohl die Taqqiya bei den Sunnis
Taqqiya gbt es auch bei Juden, Christen, u.a. bedrohten Gruppierungen
und dient in Not, sich der Lüge zu bedienen oder zu verheimlichen,
kann für Christen bedeuten, dass er das Kreuz abnimmt, um durch Kontrolle zu kommen oder Juden andere Namen annehmen mussten,
der Grund der "Verheimlichung/Lüge liegt bei Bedrohung, Gefahr.


"Taqīya (arabisch ‏تقية‎ ‚Furcht, Vorsicht‘), oder in ebenfalls korrekter Transkription Taqiyya, bezeichnet im schiitischen Islam die Erlaubnis, bei Zwang oder Gefahr für Leib und Besitz rituelle Pflichten zu missachten und den eigenen Glauben zu verheimlichen."


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 02:36
interrobang schrieb:ist die Taqiyya dir überhaupt ein begriff? -.-*
Sorry, aber ich musste grade ein wenig schmunzeln. Ist das nicht DER Begriff. Kennen wir nicht alle mittlerweile die ominöse Taqiyya, rofl?!

Damit einher geht der berühmte noch ominösere "Islamchip". Irgendwie erinnert mich das an Terminator, weiß nicht wieso. Der Tag des "Jüngsten Gerichts" wird kommen, er ist nicht abwendbar. Vielleicht haben die Leute, die so verbissen an diesem Begriff hängen, zuviel Terminator gesehen.

Muslime als Maschinen, die irgendwann ein eigenes Bewusstsein entwickeln oder wie.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 02:52
Der Tag des jüngsten Gerichts ist metaphorischer Natur, dabei geht es nicht um ein Ereignis in der Zukunft das alle restlichen Menschen betrifft, sondern um einen Zustand dem sich jeder einzelne Mensch stellen muss an dem alles auf die Waagschale gelegt wird. Dann wenn sich der Mensch (oder das von dem übrig bleibt) der Wahrheit stellen muss, ob er ein für sich und andere positives oder negatives Leben geführt hat, gänzlich unabhängig seines Glaubens oder seiner Religion. Hingabe zu Gott bedeutet da eigentlich nichts anderes als ein aufrichtiges Leben zu führen, ehrlich, selbstbestimmt und eben auch solidarisch gänzlich ohne innere oder äußere Zwänge. Leider nehmen dies besonders fromme Mensch die zu sehr an Sinnbilder und Metaphern behaftet sind zu ernst und denken man muss die heiligen Bücher da als direkte Anleitungen nehmen. Es ist schade das auch viele Muslime, Christen usw. nicht verstanden haben und streiten sich über Details die weder Sinn noch Spaß im Leben ergeben.

Die Weltsicht der Extreme ist es die das sinnbildliche "Paradies" verwehren und man beginnt sich im Kreis zu drehen. Die Hölle ist selbstgeschaffenes Leid innerhalb des Lebens selbst und nicht jenseitiger Natur. Die physische und metaphysische Realität gehen Hand in Hand und sind nichts das man trennen könnte, gesunder Geist in gesundem Körper, um nichts anderes sollte es gehen. Wenn man Gott/Allah/JHWH als schöpferische Ganzheitlichkeit allen Seins begreift, so auch als Intuition und universelle, ungebundene Liebe (nicht zu verwechseln mit Verliebtheit). So wird man auch das Wesen Gottes verstehen das in uns innewohnt. Die Ganzheitlichkeit ist unteilbar, leider sind einzelne Religionen und Ideologien in ihrem Denken zu sehr an bestehende Paradigmen und Dogmen behaftet.

Leider wird auch der Dschihad falsch verstanden von vielen Muslimen die den Extremen im Denken/Handeln verfallen sind wie einst Christen mit ihrem Drang zur Mission und Bekehrung. Der Dschihad beschreibt nichts anderes als dies:
„Was ist ‚Heiliger Krieg‘? Wir möchten betonen, daß der Begriff des ‚Heiligen Krieges‘ in islamischen Sprachen nicht existiert. Djihad, das muß ausdrücklich erklärt werden, bedeutet Einsatz, Engagement, Sich-Anstrengen, und insbesondere sich einzusetzen auf dem Wege Gottes. Wenn Djihad nun auch insofern heilig sein mag, als er auf ein heiliges Ziel gerichtet ist, so ist er nicht notwendigerweise ein ‚Krieg‘. Außerdem ist bemerkenswert, daß Manuel II Paleologus sagt, Gewalt widerspreche Gottes Wesen, setzte doch Christus selbst Gewalt ein gegen die Geldwechsler im Tempel und sagte: ‚Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert...‘ (Matthäus 10:34-36). Als Gott Pharao ertrinken ließ, widersprach Er da seinem eigenen Wesen? Vielleicht wollte der Kaiser ja sagen, daß Grausamkeit, Brutalität und Feindseligkeit Gottes Willen widersprechen, wobei das klassische geisteswissenschaftliche Konzept des Islam absolut mit ihm einig wäre. Sie sagen, der Kaiser habe ‚die Anweisungen zum Heiligen Krieg, die später entstanden und dann im Koran aufgezeichnet worden‘ seien, ‚sehr wohl gekannt‘. Doch wie wir bereits oben im Zusammenhang mit dem Vers ‚Es gibt keinen Zwang im Glauben‘ ausgeführt haben, sind die genannten Anweisungen keineswegs später entstanden. Darüber hinaus beweisen die Behauptungen des Kaisers über Zwangsbekehrung, dass er nicht wußte, worin diese Anweisungen bestehen und schon immer bestanden haben. Die maßgebenden überlieferten islamischen Regeln für Kriegsführung lassen sich in den folgenden Grundprinzipien zusammenfassen:


Zivilisten dürfen nicht das Ziel militärischer Aktion sein. Das wurde ausdrücklich immer wieder vom Propheten, seinen Gefährten und allen nachfolgenden Gelehrten betont.

Niemand wird allein aufgrund seiner religiösen Überzeugung angegriffen. Die muslimische Urgemeinde kämpfte gegen Heiden, die sie aus ihren Häusern vertrieben, sie verfolgt, gefoltert und ermordet hatten. Spätere islamische Eroberungen waren von politischem Charakter.

Muslime können und sollen friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben. Das schließt jedoch legitime Selbstverteidigung und Bewahrung der eigenen Souveränität nicht aus.
http://pghpartei.forumieren.de/t724-dschihad-und-der-islam

Ich denke darum ist dieses Thema auch weiterhin so polarisierend da es eben verschiedene Interpretationen und individuelle aber auch kollektivistische Auslegungen dieses Prinzips im Islam gibt.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 13:10
Islam-eine friedliche Religion?

Ja so friedlich das IS Kämpfer mittlerweile an der türkischen Grenze stehen und keiner die
Traute hat ihnen etwas entgegenzustellen wenn man von kurdischen Kämpfern und amerikanischen Jagdbombern mal absieht . Das unbegreiflichste ist das Verhalten des türkischen Präsidenten der einerseits mit dem Säbel rasselt und Panzer auffahren lässt
andererseits aber nicht losschießen will .

Wartet er erst ab bis die IS Kämpfer im eigenen Land losballern oder was tut er ?
Oder wartet er ab bis Kanzlerin Merkel oder Frau von der Leyen die Pleiten-Pech&Pannenwehr in Marsch setzen ???? Die Ausrüstung der Bundeswehr ist miserabel hoch wer weiß was aber man schickt sie in alle möglichen Krisenregionen . Klar,kein Wunder das die Jungs als Leichen nach Hause gebracht werden weil sie sich nicht wehren können .

In deutschen Städten wie erst jetzt in Hamburg kommt es mittlerweile zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Salafisten , Salafisten die wir irgendwann einmal ins Land gelassen haben-jetzt bekommen wir die Quittung einer auf ganzer Linie stümperhaften versagenden Multi-Kulti-Politik die abgeschafft gehört.

Hier als Untermauerung meines Posts noch einen Artikel aus den Nachrichten
des heutigen Tages .

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_71321100/kurden-und-salafisten-pruegeln-sich-in-hamburg.html

Quelle t-online


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emanon
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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 13:34
@Nightshadow81
Nightshadow81 schrieb:Wartet er erst ab bis die IS Kämpfer im eigenen Land losballern oder was tut er ?
Sobald er angegriffen wird tritt der Bündnisfall ein und er hat die Unterstützung der NATO.
Nightshadow81 schrieb:In deutschen Städten wie erst jetzt in Hamburg kommt es mittlerweile zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Salafisten , Salafisten die wir irgendwann einmal ins Land gelassen haben-jetzt bekommen wir die Quittung einer auf ganzer Linie stümperhaften versagenden Multi-Kulti-Politik die abgeschafft gehört.
In deutschen Städten kommt es mittlerweile wöchentlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Hooloigans und Fussballanhängern verschiedener Fussballvereine, Hooligans die hier aufgewachsen sind, man musste sie nicht mal ins Land lassen. Jetzt bekommen wir die Quittung einer auf ganzer Linie stümperhaften versagenden Sportveranstaltungskultur, die abgeschafft gehört.
So eine einseitige Denke ist bestimmt total cool.
Wenn man halt auf einseitige Denke steht.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 13:53
@Nightshadow81 du scheinst absolut keine Ahnung vom Islam zu haben. Die IS ist eine recht neue "Bewegung" die den Islam als Vorwand für ideologische/politische Expansion in einer Region missbraucht die seit Jahrzehnten (eigentlich schon seit Jahrhunderten) von westlichen Interessen zerrüttet wurde. Die IS sind Folgeschäden einer verkommenen Interventionspolitik des Westens. Angefangen hat diese Kluft schon mit den Kreuzzügen die nichts anderes waren als eine Art "abendländischer" Dschihad. Es wäre zu einfach da die Schuld beim Islam zu suchen, einer Religion mit so viel Interpretationsspielraum wie kaum eine andere.

Und es prügeln sich Kurden und Araber NICHT Kurden und Moslems, denn beide Gruppierungen sind islamischen Glaubens, dieser Konflikt ist politischer, ideologischer und auch ethnischer Natur! Und T-Online ist keine Quelle sondern nur eine Plattform die oberflächlich Nachrichten abfischt.

Der Islam existiert schon seit über 1300 Jahren und hat mittlerweile über 1,3 Mrd. Muslime. Deine scheinbar rechts-nationalistische Einstellung und Ablehnung des "Multikulti" ist ein Zeichen für fehlendes Verständnis anderer Kulturen und du betrachtest diese als Fremdkörper. Doch was bleibt wenn man Multikulti bekämpft? Doch wieder nur eine Monokultur wie sie schon einst die Nazis angestrebt haben.

Die religiösen Extremisten mag es geben, doch stellen sie im Verhältnis zur gesamten islamischen Welt nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung. Dieser Prozentsatz ist gewiss mit kritischen Augen zu betrachten, es ist aber nicht so das es nicht auch Kritik aus muslimischen Gemeinden am Extremismus gibt, im Gegenteil viele äußern sich kritisch gegenüber diesem Extremismus:

http://islam.de/17354
http://www.muslime-gegen-terror.de/

Und es gibt eine ganze Gemeinde die einen Reformkurs anstrebt und einen moderaten, weltoffenen Islam lebt, die Ahmadiyya:

http://www.ahmadiyya.de/ahmadiyya/einfuehrung/

Ganz besonders interessant war auch diese Aktion muslimischer Gemeinden die zum gemeinsamen Gebet gegen die Gewalt durch IS und andere Extremisten aber auch gegen Interventionspolitik aufgerufen haben:

http://www.welt.de/regionales/bayern/article132374969/Muslime-protestieren-gegen-Rassismus-und-Extremismus.html
http://rt.com/news/189168-german-muslims-protest-isis/

Viele die sich gefragt haben warum bisher keine Muslime auf die Straße gegangen sind um gegen IS/ISIS und allgemein gegen Gewalt zu demonstrieren, hier eine sehr gute Antwort. Muslime die den Islam verstehen werden jede Form von Gewalt und Zwang ablehnen, denn selbst im Koran wird darauf hingewiesen das jede Form von Zwang Ḥarām (Sünde) ist. Die meisten Muslime in der Welt sind gegen extremistische Fehlinterpretationen des Islam die zu Gewalt aufrufen. Der eigentliche Dschihad ist eine persönliche Anstrengung, ein Einsatz oder einfach eine Bemühung für etwas im Leben. Extremisten verstehen ihn aber als einen Kampf der von einigen machthungrigen angetrieben wird.

Also ich finde dies ist ein positives Zeichen und man sollte sich mehr mit dem Islam befassen um ihn besser verstehen zu können, so auch die Anliegen der Muslime in diesem Land. Nur so wird man einander akzeptieren lernen und jeden Anreiz für Extremismus nehmen, denn dieser entstammt aus den Ängsten und dem gegenseitigen Unverständnis. Jedenfalls ist der Extremismus im Nahmen der Religion ein Missbrauch dieser im Interesse einer egoistischen Agenda einiger weniger. Inschallah wird aus dem Kampf der Kulturen irgendwann ein Frieden der Kulturen.

Aber wie gesagt, der ganze Konflikt hat einen nationalistischen und ethnischen Hintergrund, weniger einen religiösen auch wenn dies als Vorwand von einigen missbraucht wird. Nur sollte man auch nicht vergessen das seit Jahrzehnten der westlichen Interventionspolitik dieses Chaos durchaus selbstverschuldet ist. Ich erinnere auch gern daran das die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg am Anfang gerade von den USA und Saudi Arabien unterstützt wurden um sie gegen Assad zu rüsten. Scheinbar hat der Westen in seiner Ignoranz vergessen, dass darunter auch einige Extremisten waren. Es ist ähnlich wie zu der Zeit als man die Taliban bzw. Mujahedin gegen die UdSSR in Afghanistan hochgerüstet hatte. Gerade die USA sind bekannt gerade Extremisten in die Hände zu spielen und nutzen dabei auch die eine oder andere, perfide CIA-Taktik zum Umsturz politischer oder wirtschaftlicher Feinde.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 13:55
@emanon So ist es und genau das ist es was da scheinbar einige nicht wahrhaben wollen und setzen auf die gegenseitige Abgrenzung. Extremisten und Hooligans sind sich ähnlicher als man denkt.

Der Konflikt mit dem islamischen Kulturraum als Folge der Kreuzzüge, des Kolonialismus, des Kalten Krieges (mit seinen Stellvertreterkriegen) und der heutigen Interventionspolitik wird gerne mal von westlichen Kulturbeschützern vergessen. Das was wir in diesem Teil der Welt angerichtet haben ist weit schlimmer als irgendwelche islamische Extremisten bei uns angerichtet haben, dies steht in keinem Verhältnis und ist absolut nicht vergleichbar! Jedenfalls Antisemitismus, Islamphobie und Aufruf zum Kampf der Kulturen bringt uns nicht weiter, nur Dialog und Aufklärung schafft Brücken. Da schließe ich mit dem Zitat ab:

"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 13:59
@cRAwler23

du verstehst vom islam genauso viel wie ben affleck.


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interrobang
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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:01
@cRAwler23
die ersten kreuzzüge waren eher antworten gegen die islamischen angriffe auf europa.

der auslöser der is im irak war soweit ich mich richtig erinnere eher darauf zurückzuführen das sunniten sich von den shiiten benachteiligt fühlten.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:24
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb: Deine scheinbar rechts-nationalistische Einstellung und Ablehnung des "Multikulti" ist ein Zeichen für fehlendes Verständnis anderer Kulturen und du betrachtest diese als Fremdkörper. Doch was bleibt wenn man Multikulti bekämpft? Doch wieder nur eine Monokultur wie sie schon einst die Nazis angestrebt haben.
Ja ich betrachte sie in gewisser Weise als Fremdkörper,das gebe ich unumwunden zu. Aber man hinterfrage mal warum ich denn so denke,denn es basiert sicherlich nicht auf rechtextremen Parolen oder Denkweisen sondern vielmehr darauf das es eine Religion ist die nicht in diesen Staat gehört,die sich aber hier mit dem Segen der oberen zehntausend ausbreiten darf . Versuch mal in einem islamischen Staat die Baugenehmigung für eine Kirche zu erhalten . Ich habe nichts gegen Muslime die in friedlicher Absicht ihren Glauben leben sondern ich habe etwas gegen Fanatiker die nicht nur in Syrien und anderen Ländern sondern auch hier ihren Nachwuchs rekrutieren und das dem so ist steht ja wohl außer Zweifel


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:26
@sheepleslayer ich hab zwar keine Ahnung wie du auf einen ben Affleck kommst, doch du kannst dir kein Urteil darüber erlauben ob und welche Kenntnisse ich vom Islam habe. Neben dem Koran zu lesen und ihn als interpretationsoffenes Werk zu verstehen muss man zwischen dem Menschen, der Ideologie und der Religion differenzieren. Die Religion des Islam hat nicht zum Inhalt was einige im Namen dieser anrichten. Der Extremismus stellt immer nur einen gewissen Prozentsatz und man sollte die Ursachen von JEDER Form von Extremismus erkennen und dem entgegenwirken. Der Islam ist leicht zu verstehen wenn man sich mal etwas näher mit ihm beschäftigt und dies möglichst unbefangen.

@interrobang die Kreuzzüge hatten die Eroberung Jerusalems zum Ziel und auch die Ausbreitung des Christentums im Nahenosten so auch in weiten Teilen Europas:
Die Kreuzzüge seitens des „christlichen Abendlandes“ waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. Im engeren Sinne werden unter den Kreuzzügen nur die in dieser Zeit geführten Orientkreuzzüge verstanden, die sich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten. Nach dem Ersten Kreuzzug wurde der Begriff „Kreuzzug“ auch auf andere militärische Aktionen ausgeweitet, deren Ziel nicht das Heilige Land war. In diesem erweiterten Sinne werden auch die Feldzüge gegen nicht christianisierte Völker wie Wenden, Finnen und Balten, gegen Ketzer wie die Albigenser und gegen die Ostkirche dazu gezählt. Vereinzelt wurde von den Päpsten sogar ein Kreuzzug gegen politische (christliche) Gegner ausgerufen.

Nachdem ein Kreuzfahrerheer 1099 Jerusalem erobert hatte, wurden in der Levante insgesamt vier Kreuzfahrerstaaten gegründet. Infolge ihrer Bedrohung durch die muslimischen Anrainerstaaten wurden weitere Kreuzzüge durchgeführt, denen meistens kaum ein Erfolg beschieden war. Das Königreich Jerusalem erlitt 1187 in der Schlacht bei Hattin eine schwere Niederlage, auch Jerusalem ging wieder verloren. Mit Akkon fiel 1291 die letzte Kreuzfahrerfestung in Outremer.
Wikipedia: Kreuzzug

Da ging es nicht um einen Angriff Europas aus der islamischen Welt (das kam erst mit dem Osmanischen Reich). Die Kreuzzüge waren nichts anderes als Eroberungsfeldzüge der christlichen Kleriker und des Adels.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:42
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb: Die IS ist eine recht neue "Bewegung" die den Islam als Vorwand für ideologische/politische Expansion in einer Region missbraucht die seit Jahrzehnten (eigentlich schon seit Jahrhunderten) von westlichen Interessen zerrüttet wurde. Die IS sind Folgeschäden einer verkommenen Interventionspolitik des Westens.
Ja, so redete zuletzt der iranische Präsident vor der der UNO und genauso reden die linken Multikultis. Genauso dürften aber auch die salafistischen ISIS-Werber herumquatschen - hören Sie also, bitte, damit auf.
Was haben z.B. die Jesiden damit zu tun? Richtig: nichts.
Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Kopfabschneiden(auch bei Kindern!), Steinigen, Kreuzigen, lebendig begraben usw.. Mit nichts, aber auch gar nichts kann organisiertes Massen- und Völkermorden gerechtfertigt werden!
Übrigens: ISIS reicht als Rechfertigung eben einzig und allein der Koran:
Sure 47, Vers 4: "Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel angerichtet habt."
Prophetisch auf die heutige Zeit bezogen kann man das aber nicht nennen: es ist 1400Jahre alte Anweisung und Schilderung der damaligen Zeit.


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interrobang
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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:47
@cRAwler23
dan lies mal weiter dan merkst du es.


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Islam - Eine friedliche Religion?

08.10.2014 um 14:51
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Angefangen hat diese Kluft schon mit den Kreuzzügen die nichts anderes waren als eine Art "abendländischer" Dschihad.
Kreuzzüge und Islam
637 (462 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): ein muslimisches Heer erobert das zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Jerusalem
642 (457 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): ein muslimisches Heer erobert das zum christlichen byzantinischen Reich gehörende Alexandria, die Hauptstadt des christlichen Ägyptens
645 (454 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Muslime erobern das christliche Barka in Nordafrika (Lybien)
674 (425 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): ein muslimischer Angriff auf Konstantinopel (Hauptstadt des christlichen byzantinischen Reiches und Sitz des christlichen Kaisers) wird abgewehrt
717 (382 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): ein muslimischer Angriff auf Konstantinopel (Hauptstadt des christlichen byzantinischen Reiches und Sitz des christlichen Kaisers) wird abgewehrt.
708 (391 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Der muslimische Feldzug zur Eroberung des christlichen Nordafrikas erreicht die Atlantikküste.
710 (389 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): mit der Eroberung der letzten christlichen Stadt Nordafrikas ist das gesamte ehemals christliche Nordafrika islamisiert. Fast alle der 400 christlichen Bistümer in Nordafrika gehen unter. Nordafrika war eine einstmals blühende christliche Welt, die bedeutende Theologen des christlichen Altertums hervorgebracht hat: Tertullian,
Cyprian, Athanasius, Augustinus.
711 (388 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): muslimische Heere überschreiten die Meerenge von Gibraltar und fallen in Europa ein. Beginn der Eroberung der iberischen Halbinsel (heute Spanien und Portugal).
712 (387 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): die Eroberung Südspaniens ist abgeschlossen.
713 (386 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge):Die Araber erobern Barcelona, überschreiten die Pyrenäen und beginnen mit der Eroberung Südfrankreichs. Rund neunzig Jahre nach Mohammeds Tod stehen muslimische Heere (nicht etwa muslimische Missionare!) im
christlichen Reich der Franken (heute: Frankreich)
720 (379 Jahre vor Beginn der Kreuzzüge): Die Araber erobern in Südfrankreich Narbonne und belagern Toulouse.
723 (376 Jahre vor Beginn der Kreuzzüge): Abwehrschlacht bei Tours und Poitiers (heute: Frankreich): Sieg der europäischen Heere über die muslimischen Heere.
1009 (90 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Kalif Al-Hakim ordnete die systematische Zerstörung sämtlicher christlicher Heiligtümer in Jerusalem an. Auch die Grabeskirche einschließlich des Heiligen Grabes wird zerstört.
1070 (29 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Die Seldschuken, ein türkisches Nomadenvolk aus Innerasien, das sich im 10. Jh. zum Islam bekehrt hatte, gewinnt die Kontrolle über Jerusalem. Die friedliche Pilgerfahrt von Christen zu den heiligen Stätten wird zunehmend behindert.
1071 (28 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Schlacht bei Mantzikert - ein christliches byzantinisches Heer wird durch ein muslimisches Heer vernichtend geschlagen. Die muslimischen Seldschuken erobern das Kerngebiet des christlichen byzantinischen Reiches: Kleinasien.
1095 (4 Jahre vor Beginn der christlichen Kreuzzüge): Der christliche byzantinische Kaiser Alexios I. Komnenos sendet eine Gesandtschaft an Papst Urban II. mit der Bitte um militärische Hilfe. Auf der Synode von Clermont wird der Kreuzzug beschlossen.
1099 bis 1293 Nach knapp 470 Jahren islamischer Aggression und Expansion durch das Schwert beginnen zwei Jahrhunderte der christlichen Kreuzzüge.
1389 Schlacht auf dem Amselfeld: Ein christliches Heer der Serben, Bosnier und Bulgaren wird von einem muslimischen Heer vernichtend geschlagen. Die christlichen Balkanstaaten werden muslimische Vasallen.
1453 Eroberung von Konstantinopel (heute: Istanbul), des Zentrums des oströmischen Reiches und der orthodoxen Kirche. Der christliche Kaiser fällt im Kampf. Ende des christlichen byzantinischen Reiches.
1480 ein muslimisches Heer erobert Otranto in Italien. 1481 Rückeroberung durch ein christliches Heer.
1521 ein muslimisches Heer erobert Belgrad.
1526 Schlacht von Mohács - ein christliches Heer wird durch ein muslimisches Heer
vernichtend geschlagen. Muslimische Heere erobern den größten Teil Ungarns und bedrohen Wien.
1529 Die erste Belagerung Wiens durch ein muslimisches Heer scheitert.
1683 Die zweite Belagerung Wiens durch ein muslimisches Heer scheitert.


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