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Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

45 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leben, Freiheit, Amerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

22.09.2026 um 19:55
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb am 12.09.2026:Hätte ich jetzt nicht gedacht.
Ich denke, der Gedanke, dass Selbsttöter (ich finde das Wort "Mord" in dem Zusammenhang absurd) generell Abschiedsbriefe schreiben, ist uns einfach durch Film und Fernsehen eingepflanzt worden.


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Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

01.10.2026 um 22:36
Ich habe mal kurz bei Wiki gelesen und für mich klingt es eher als hätte Karl Koch sehr unter Drogen gelitten. Er glaubte auch an Verschwörungen. Ich glaube dass das einfach ein schweres Schicksal ist, Paranoia kann darüber hinaus auch noch sehr kaputt machen.

Warum sollte so jemand unter Pseudonym weiterleben. Er hatte keine Eltern und war Drogensüchtig, das gönnt man keinem.


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Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

02.10.2026 um 00:12
Zitat von PStanisLovePStanisLove schrieb:Ich habe mal kurz bei Wiki gelesen
& ich habe angefangen alle möglichen Quellen, welche hier auch aufgeführt werden, nach meiner Mutmaßung auch noch durchzulesen.

https://web.archive.org/web/20091227160141/http://www.hagbard-celine.de:80/main.html

Das führte zudem geradewegs zu einer logischen Bestätigung meiner These. Daraus geht offensichtlich hervor, dass Karl Koch absolut genesen & zufrieden war, sowie keine Abhängigkeitsprobleme mehr hatte. Seine messerscharfe Kognition lassen sich in nachfolgender & weiterer öffentlichen Nachrichten kurz vor seinem angeblichen Tod deutlich erkennen. Darüber hinaus werden hier weitere aktive Pläne für seine philosophische Umsetzung, in der individuellen Freiheit zum Wohle Aller, durch die Informatik ersichtlich. Für mich eine weitere auffällige Parallele zu Alexander Laurent.

Von: hagbard@cosmo.UUCP (K. Koch)
Betreff: Fernschreiben des LKA und die Hacker
Keywords: Telexe Hacker LKA BKA
Datum: 8 Jan 89 00:49:59 GMT
Reply-To: hagbard@cosmo.UUCP (K. Koch)
Org.: CosmoNet, D-3000 Hannover 1, FRG
Lines: 81

Jeder sei gewarnt... Hagbard is back!
Es wollten die Geruechte nicht verklingen, ich sei von meinem
Bondwell Portable verspeist worden hehehe nichts da! Hier bin ich!

Ueber 100 Fernschreiben des Landeskriminalamtes gingen fremd!
Von dpa-Korrespondent Jochen Sperber

Hannover (dpa) - Monatelang raetselte das Landeskriminalamt (LKA)
in Muenchen, wie ueber 100 seiner Fernschreibenan das Bundeskriminal-
amt (BKA) in Wiesbaden "fremd" gehen konnten. Sie verliessen Muenchen
unerlaubt im Computer. An einen Datenklau glaubte jedoch lange Zeit
niemand. Die Polizei in Berlin, Hannover und Hamburg machte sich auf
die Suche nach Fernschreiben auf Papier. Gefunden wurden sie
schliesslich in einem Bahnschliessfach in Hamburg.

Anfang Mai schob ein Hacker ein Stueck Papier ueber den Tisch einer
Kneipe. Die "RAF" schrieb an Bundesminister Heinz Riesenhuber:
"sie sind ihres lebens nicht mehr sicher, lassen sie also die finger
von den grossen weltraumdingen." Das Telex stammte aus einer Sammlung
von ueber 100 aus der Zeit vom 10. bis 24. Maerz. Um die Reiserouten
des bayerischen Staatsministers Max Streibl und anderer Politiker mit
Angaben der Sicherheitsmassnahmen ging es, um Fahndungen oder den
Fund von Unterlagen ueber das Suchradar "Roland" in einem Hotel.

Ein Mitarbeiter des NDR-Hoerfunks ging der "RAF"-Drohung beim LKA in
Muenchen nach. Die Folge: Eine Hausdurchsuchung zur Sicherstellung
von Beweismaterial. Der Staatsschutz wurde eingeschaltet.
Journalisten in Hamburg und Hannover wurden zur Vernehmung geladen.
Ermittelt wurde wegen "Verdachts der Verletzung des Dienstgeheimnisses".
Ein Mitarbeiter des LKA habe die Fernschreiben an die Presse gegeben,
wurde vermutet. Die Vermutung war falsch.

Vom 25. Maerz bis 1. April hatte in Muenchen eine Vorfuehrung von
drei namhaften Computerfirmen stattgefunden. Das alte
Fernschreibsystem sollte auf Telexcomputer umgestellt werden. Die
Software wurde teilweise von Subunternehmen vorgestellt. Auch hier
wurde dann nach einem "Loch" gesucht. Die Beteiligten wurden ueber-
prueft. Die Ueberpruefung im LKA ergab: Eine Verbindung zur Rechen-
anlage des LKA gab es nicht. Waehrend der Vorfuehrung waren Polizei-
beamte stets anwesend. Die alten Fernschreiber ermoeglichten keinen
elektronischen Diebstahl. Die vom Postnetz unabhaengige Telexver-
bindung zum BKA konnte nicht angezapft werden. Die Polizei suchte
deshalb weiter nach Papier. Zwei Hausdurchsuchungen in Berlin sollten
Telexe zu Tage foerdern. Vergeblich.

Fachleute fuer Datenfernuebertragung fanden die Ermittlung eher
merkwuerdig. Ihre Ueberlegung: Es ist ueblich, "Spielmaterial" ueber
die Leitungen zu schicken. Telexe aus dem eigenen Haus eignen sich,
denn am Original laesst sich zeigen, dass Buchstabe fuer Buchstabe
korrekt uebertragen wird. Das "Archivmaterial" des BKA vom 25. Maerz
waren Telexe des LKA aus Muenchen von den 14 Tagen zuvor. Sie wurden
elektronisch in einen der Vorfuehrcomputer uebertragen, der dann
ueber das Wochenende wieder in der Firma stand. Was eigentlich drin
war will keiner geahnt haben. Auch spaeter gerieten waehrend der
Vorfuehrung eingehende Fernschreiben unter den Augen der Beamten auf
Diskette und damit ausser Haus.

Ein Hacker "holte" sich am Wochenende die Fernschreiben aus dem
Firmen-Computer, dann kamen sie zum NDR-Hoerfunk und anschliessend
in ein Bahnschliessfach, um sie vor dem Zugriff der Polizei in
Sicherheit zu bringen. Das Nachzahlen des Schliessfaches wurde jedoch
vergessen. Die Fernschreiben wurden gefunden und der Polizei uebergeben.
Damit wurde der Fall klar. In Muenchen wurden die Ermittlungen einge-
stellt. Anklage wird nach Auskunft von Abteilungsleiter Manfred Wick
von der Muenchner Staatsanwaltschaft nicht erhoben.

Die Telex-Welt der Polizei scheint wieder in Ordnung zu sein.
Experten fuer Telesoftware warnen jedoch: Wenn unter den Augen
der Polizei Daten mitgenommen werden koennen, dann lassen sich
auch welche hinzufuegen, etwa vom Servicemann oder bei der Fern-
wartung. Ein Programm von wenigen Zeilen kann einlaufende Fernschreiben
in Programme umfunktionieren, so dass beliebige Manipulationen am
Empfangscomputer moeglich werden. "Normal"-Computer im Verbund sind
gewoehnlich gegen "Einbruch" zumindest mit einem Passwort geschuetzt.
Wer es nicht kennt, erhaelt keinen Zugang. Telexcomputer kennen dagegen
kein Passwort. Das duerfen sie auch nicht, sonst werden sie von der
Post als solche nicht zugelassen.


Auf Wunsch von Karl wurde in dem hannoverschen System CosmoNet eine neue lokale Newsgroup eingerichtet, die er moderierte.
Die Zeit des aktiven Hackens war für Karl vorbei, aber es beschäftigten ihn noch immer die gleichen Themen: Politik und die Zentren der Macht.


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Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

02.10.2026 um 00:23
Zitat von PStanisLovePStanisLove schrieb:Warum sollte so jemand unter Pseudonym weiterleben.
Warum sollte Alexander Laurent als Pseudonym & größter Informant so an die Öffentlichkeit gehen?
Ich habe eine sinnhafte Antwort für mich gefunden, aber ob das zutrifft werden wir hoffentlich noch früh genug erfahren.

Wenn ich mit diesen Fähig- & Fertigkeiten von Karl Koch ein Angebot für die größte geheime Militäroperation seiner Zeit bekommen hätte, dann hätte ich mit Überzeugung überhaupt kein Problem als Pseudonym weiter zu leben. Erst recht nicht, wenn ich dadurch die Menschen in die Freiheit führen könnte. Sogar würde ich dafür auch mein Leben geben.


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Lebt Karl Werner Lothar Koch alias Hagbard noch?

um 10:25
Zitat von AigulfAigulf schrieb:Wenn ich mit diesen Fähig- & Fertigkeiten von Karl Koch ein Angebot für die größte geheime Militäroperation seiner Zeit bekommen hätte, dann hätte ich mit Überzeugung überhaupt kein Problem als Pseudonym weiter zu leben
Da seine Mitwirkung an der größten Militäroperation seiner Zeit offiziell nicht existiert - vor was flüchtete er dann?


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