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seele

73 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Seele ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

seele

04.07.2003 um 10:36
Innere Verletztheit

Fachleute sprechen von Automutilation: ein selbst verletzendes Verhalten, durch das Betroffene Erleichterung von ihren inneren Anspannungen erzielen wollen. Psychologe Norbert Hänsli, der ein Buch zum Thema Selbstverletzungen geschrieben hat und bei der Jugendseelsorge in Zürich arbeitet, sieht im selbst verletzenden Verhalten eine «innere Verletztheit, die sich äusserlich zeigt». Um sich von überwältigender innerer Spannung und Angst zu befreien und dem quälenden Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit zu entrinnen, fügen Jugendliche sich selbst Verletzungen zu. «Sich selbst zu verletzen, ist jedoch ein untaugliches Mittel, denn es schafft nur scheinbare und kurzfristige Erleichterung, die seelische Not bleibt weiterhin bestehen», meint er.

Häufig wird von aussen Stehenden das selbst verletzende Verhalten als Wunsch, sich zu töten, interpretiert. Jedoch genau das Gegenteil trifft zu: «Auf keinen Fall will ich mich umbringen; vielmehr versuche ich, mich wieder lebendig zu fühlen!» erzählt Noemi leicht aufgeregt. Die Handlung der Selbstverletzung hilft, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern.

Nachahmungseffekt

Im Oberstufenschulhaus Mettmenriet in Bülach, das 400 Jugendliche besuchen, sieht man sich auch mit Selbstverletzungen konfrontiert. «Wir haben ab und zu Fälle von sich selbst verletzenden Jugendlichen», meint Peter Gerber, Lehrer und Leiter des Schulhauses. Die Lehrerschaft ist über die Thematik sensibilisiert und kennt die entsprechenden Fachstellen. Was Gerber befürchtet, ist der Nachahmungseffekt: «Wir thematisieren die Problematik bewusst nicht in der Klasse, weil uns die Gefahr der Nachahmung zu gross erscheint.»

Die Gefahr einer Nachahmung bei einer Thematisierung bestehe tatsächlich, meint auch Hänsli. «Doch die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion kann durchaus aufklärend wirken und helfen, dass betroffene Jugendliche ermutigt werden, aus der Isolation herauszutreten und kompetente ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.»

Differenzierte Betrachtung

Wichtig scheint ihm eine differenzierte Betrachtung dieses Phänomens: «Hintergründe, Motive, Art und Schweregrad der Verletzung sind individuell und können stark variieren.»

Meist gibt die genauere Betrachtung einer Lebensgeschichte Aufschluss über mögliche Ursachen. So konnte Hänsli vermehrt feststellen, dass Betroffene in ihrer Kindheit prägende und schmerzhafte Trennungserfahrungen erlebten. Auch erlebten Betroffene in einem höheren Mass physische Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Alkoholismus in der Familie. Daraus zu schliessen, dass nur Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen sich selbst verletzen, wäre laut Hänsli jedoch zu einfach: «Auch eine ständige subtile Entwertung durch die soziale Umgebung kann zu selbst verletzendem Verhalten führen.» Häufig sind Betroffene verletzt und reagieren stark auf Verlusterlebnisse. Sie reagieren verletzlicher als andere. Betroffene können oft ihre Gefühle schlecht wahrnehmen und verbalisieren. Selbstverletzungen sind demnach ein ins Fleisch geschnittener Hilfeschrei.

Doch auch gesellschaftliche Faktoren wollen Fachleute mitunter verantwortlich für selbst verletzendes Handeln machen. Die zunehmende Zersplitterung und Individualisierung der Gesellschaft und die vorherrschende Gefühlskälte unterstützen die Handlung der Selbstverletzung. «Gefühle werden in unserer Gesellschaft immer weniger artikuliert. So ist vertrauen und einfühlen können ein Prozess, der Zeit braucht und sich entwickeln muss. Doch in unserer schnellen und lauten Zeit haben die feinen und zeitaufwändigen Entwicklungen immer weniger Raum», so Psychologe Hänsli.

Empfänglich für Notsignale

Jugendliche und junge Menschen, die sich selbst Gewalt zufügen, tun dies meist in Einsamkeit und im Stillen. Ihre Handlung muss trotzdem als Hilferuf interpretiert werden, der häufig nur sehr schwer wahrgenommen werden kann. Was also tun, wenn man in seinem Umfeld eine Person kennt, die sich selbst verletzt? Hänsli rät, dass eine nahe stehende Person, die zur betroffenen eine konfliktfreie Beziehung pflegt, sie behutsam anspricht und ermutigt, Fachhilfe anzunehmen.

*..ich denke, aber bin ich?..*


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04.07.2003 um 10:36
Innere Verletztheit

Fachleute sprechen von Automutilation: ein selbst verletzendes Verhalten, durch das Betroffene Erleichterung von ihren inneren Anspannungen erzielen wollen. Psychologe Norbert Hänsli, der ein Buch zum Thema Selbstverletzungen geschrieben hat und bei der Jugendseelsorge in Zürich arbeitet, sieht im selbst verletzenden Verhalten eine «innere Verletztheit, die sich äusserlich zeigt». Um sich von überwältigender innerer Spannung und Angst zu befreien und dem quälenden Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit zu entrinnen, fügen Jugendliche sich selbst Verletzungen zu. «Sich selbst zu verletzen, ist jedoch ein untaugliches Mittel, denn es schafft nur scheinbare und kurzfristige Erleichterung, die seelische Not bleibt weiterhin bestehen», meint er.

Häufig wird von aussen Stehenden das selbst verletzende Verhalten als Wunsch, sich zu töten, interpretiert. Jedoch genau das Gegenteil trifft zu: «Auf keinen Fall will ich mich umbringen; vielmehr versuche ich, mich wieder lebendig zu fühlen!» erzählt Noemi leicht aufgeregt. Die Handlung der Selbstverletzung hilft, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern.

Nachahmungseffekt

Im Oberstufenschulhaus Mettmenriet in Bülach, das 400 Jugendliche besuchen, sieht man sich auch mit Selbstverletzungen konfrontiert. «Wir haben ab und zu Fälle von sich selbst verletzenden Jugendlichen», meint Peter Gerber, Lehrer und Leiter des Schulhauses. Die Lehrerschaft ist über die Thematik sensibilisiert und kennt die entsprechenden Fachstellen. Was Gerber befürchtet, ist der Nachahmungseffekt: «Wir thematisieren die Problematik bewusst nicht in der Klasse, weil uns die Gefahr der Nachahmung zu gross erscheint.»

Die Gefahr einer Nachahmung bei einer Thematisierung bestehe tatsächlich, meint auch Hänsli. «Doch die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion kann durchaus aufklärend wirken und helfen, dass betroffene Jugendliche ermutigt werden, aus der Isolation herauszutreten und kompetente ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.»

Differenzierte Betrachtung

Wichtig scheint ihm eine differenzierte Betrachtung dieses Phänomens: «Hintergründe, Motive, Art und Schweregrad der Verletzung sind individuell und können stark variieren.»

Meist gibt die genauere Betrachtung einer Lebensgeschichte Aufschluss über mögliche Ursachen. So konnte Hänsli vermehrt feststellen, dass Betroffene in ihrer Kindheit prägende und schmerzhafte Trennungserfahrungen erlebten. Auch erlebten Betroffene in einem höheren Mass physische Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Alkoholismus in der Familie. Daraus zu schliessen, dass nur Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen sich selbst verletzen, wäre laut Hänsli jedoch zu einfach: «Auch eine ständige subtile Entwertung durch die soziale Umgebung kann zu selbst verletzendem Verhalten führen.» Häufig sind Betroffene verletzt und reagieren stark auf Verlusterlebnisse. Sie reagieren verletzlicher als andere. Betroffene können oft ihre Gefühle schlecht wahrnehmen und verbalisieren. Selbstverletzungen sind demnach ein ins Fleisch geschnittener Hilfeschrei.

Doch auch gesellschaftliche Faktoren wollen Fachleute mitunter verantwortlich für selbst verletzendes Handeln machen. Die zunehmende Zersplitterung und Individualisierung der Gesellschaft und die vorherrschende Gefühlskälte unterstützen die Handlung der Selbstverletzung. «Gefühle werden in unserer Gesellschaft immer weniger artikuliert. So ist vertrauen und einfühlen können ein Prozess, der Zeit braucht und sich entwickeln muss. Doch in unserer schnellen und lauten Zeit haben die feinen und zeitaufwändigen Entwicklungen immer weniger Raum», so Psychologe Hänsli.

Empfänglich für Notsignale

Jugendliche und junge Menschen, die sich selbst Gewalt zufügen, tun dies meist in Einsamkeit und im Stillen. Ihre Handlung muss trotzdem als Hilferuf interpretiert werden, der häufig nur sehr schwer wahrgenommen werden kann. Was also tun, wenn man in seinem Umfeld eine Person kennt, die sich selbst verletzt? Hänsli rät, dass eine nahe stehende Person, die zur betroffenen eine konfliktfreie Beziehung pflegt, sie behutsam anspricht und ermutigt, Fachhilfe anzunehmen.

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04.07.2003 um 10:36
Innere Verletztheit

Fachleute sprechen von Automutilation: ein selbst verletzendes Verhalten, durch das Betroffene Erleichterung von ihren inneren Anspannungen erzielen wollen. Psychologe Norbert Hänsli, der ein Buch zum Thema Selbstverletzungen geschrieben hat und bei der Jugendseelsorge in Zürich arbeitet, sieht im selbst verletzenden Verhalten eine «innere Verletztheit, die sich äusserlich zeigt». Um sich von überwältigender innerer Spannung und Angst zu befreien und dem quälenden Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit zu entrinnen, fügen Jugendliche sich selbst Verletzungen zu. «Sich selbst zu verletzen, ist jedoch ein untaugliches Mittel, denn es schafft nur scheinbare und kurzfristige Erleichterung, die seelische Not bleibt weiterhin bestehen», meint er.

Häufig wird von aussen Stehenden das selbst verletzende Verhalten als Wunsch, sich zu töten, interpretiert. Jedoch genau das Gegenteil trifft zu: «Auf keinen Fall will ich mich umbringen; vielmehr versuche ich, mich wieder lebendig zu fühlen!» erzählt Noemi leicht aufgeregt. Die Handlung der Selbstverletzung hilft, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern.

Nachahmungseffekt

Im Oberstufenschulhaus Mettmenriet in Bülach, das 400 Jugendliche besuchen, sieht man sich auch mit Selbstverletzungen konfrontiert. «Wir haben ab und zu Fälle von sich selbst verletzenden Jugendlichen», meint Peter Gerber, Lehrer und Leiter des Schulhauses. Die Lehrerschaft ist über die Thematik sensibilisiert und kennt die entsprechenden Fachstellen. Was Gerber befürchtet, ist der Nachahmungseffekt: «Wir thematisieren die Problematik bewusst nicht in der Klasse, weil uns die Gefahr der Nachahmung zu gross erscheint.»

Die Gefahr einer Nachahmung bei einer Thematisierung bestehe tatsächlich, meint auch Hänsli. «Doch die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion kann durchaus aufklärend wirken und helfen, dass betroffene Jugendliche ermutigt werden, aus der Isolation herauszutreten und kompetente ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.»

Differenzierte Betrachtung

Wichtig scheint ihm eine differenzierte Betrachtung dieses Phänomens: «Hintergründe, Motive, Art und Schweregrad der Verletzung sind individuell und können stark variieren.»

Meist gibt die genauere Betrachtung einer Lebensgeschichte Aufschluss über mögliche Ursachen. So konnte Hänsli vermehrt feststellen, dass Betroffene in ihrer Kindheit prägende und schmerzhafte Trennungserfahrungen erlebten. Auch erlebten Betroffene in einem höheren Mass physische Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Alkoholismus in der Familie. Daraus zu schliessen, dass nur Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen sich selbst verletzen, wäre laut Hänsli jedoch zu einfach: «Auch eine ständige subtile Entwertung durch die soziale Umgebung kann zu selbst verletzendem Verhalten führen.» Häufig sind Betroffene verletzt und reagieren stark auf Verlusterlebnisse. Sie reagieren verletzlicher als andere. Betroffene können oft ihre Gefühle schlecht wahrnehmen und verbalisieren. Selbstverletzungen sind demnach ein ins Fleisch geschnittener Hilfeschrei.

Doch auch gesellschaftliche Faktoren wollen Fachleute mitunter verantwortlich für selbst verletzendes Handeln machen. Die zunehmende Zersplitterung und Individualisierung der Gesellschaft und die vorherrschende Gefühlskälte unterstützen die Handlung der Selbstverletzung. «Gefühle werden in unserer Gesellschaft immer weniger artikuliert. So ist vertrauen und einfühlen können ein Prozess, der Zeit braucht und sich entwickeln muss. Doch in unserer schnellen und lauten Zeit haben die feinen und zeitaufwändigen Entwicklungen immer weniger Raum», so Psychologe Hänsli.

Empfänglich für Notsignale

Jugendliche und junge Menschen, die sich selbst Gewalt zufügen, tun dies meist in Einsamkeit und im Stillen. Ihre Handlung muss trotzdem als Hilferuf interpretiert werden, der häufig nur sehr schwer wahrgenommen werden kann. Was also tun, wenn man in seinem Umfeld eine Person kennt, die sich selbst verletzt? Hänsli rät, dass eine nahe stehende Person, die zur betroffenen eine konfliktfreie Beziehung pflegt, sie behutsam anspricht und ermutigt, Fachhilfe anzunehmen.

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04.07.2003 um 10:36
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Fachleute sprechen von Automutilation: ein selbst verletzendes Verhalten, durch das Betroffene Erleichterung von ihren inneren Anspannungen erzielen wollen. Psychologe Norbert Hänsli, der ein Buch zum Thema Selbstverletzungen geschrieben hat und bei der Jugendseelsorge in Zürich arbeitet, sieht im selbst verletzenden Verhalten eine «innere Verletztheit, die sich äusserlich zeigt». Um sich von überwältigender innerer Spannung und Angst zu befreien und dem quälenden Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit zu entrinnen, fügen Jugendliche sich selbst Verletzungen zu. «Sich selbst zu verletzen, ist jedoch ein untaugliches Mittel, denn es schafft nur scheinbare und kurzfristige Erleichterung, die seelische Not bleibt weiterhin bestehen», meint er.

Häufig wird von aussen Stehenden das selbst verletzende Verhalten als Wunsch, sich zu töten, interpretiert. Jedoch genau das Gegenteil trifft zu: «Auf keinen Fall will ich mich umbringen; vielmehr versuche ich, mich wieder lebendig zu fühlen!» erzählt Noemi leicht aufgeregt. Die Handlung der Selbstverletzung hilft, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern.

Nachahmungseffekt

Im Oberstufenschulhaus Mettmenriet in Bülach, das 400 Jugendliche besuchen, sieht man sich auch mit Selbstverletzungen konfrontiert. «Wir haben ab und zu Fälle von sich selbst verletzenden Jugendlichen», meint Peter Gerber, Lehrer und Leiter des Schulhauses. Die Lehrerschaft ist über die Thematik sensibilisiert und kennt die entsprechenden Fachstellen. Was Gerber befürchtet, ist der Nachahmungseffekt: «Wir thematisieren die Problematik bewusst nicht in der Klasse, weil uns die Gefahr der Nachahmung zu gross erscheint.»

Die Gefahr einer Nachahmung bei einer Thematisierung bestehe tatsächlich, meint auch Hänsli. «Doch die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion kann durchaus aufklärend wirken und helfen, dass betroffene Jugendliche ermutigt werden, aus der Isolation herauszutreten und kompetente ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.»

Differenzierte Betrachtung

Wichtig scheint ihm eine differenzierte Betrachtung dieses Phänomens: «Hintergründe, Motive, Art und Schweregrad der Verletzung sind individuell und können stark variieren.»

Meist gibt die genauere Betrachtung einer Lebensgeschichte Aufschluss über mögliche Ursachen. So konnte Hänsli vermehrt feststellen, dass Betroffene in ihrer Kindheit prägende und schmerzhafte Trennungserfahrungen erlebten. Auch erlebten Betroffene in einem höheren Mass physische Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Alkoholismus in der Familie. Daraus zu schliessen, dass nur Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen sich selbst verletzen, wäre laut Hänsli jedoch zu einfach: «Auch eine ständige subtile Entwertung durch die soziale Umgebung kann zu selbst verletzendem Verhalten führen.» Häufig sind Betroffene verletzt und reagieren stark auf Verlusterlebnisse. Sie reagieren verletzlicher als andere. Betroffene können oft ihre Gefühle schlecht wahrnehmen und verbalisieren. Selbstverletzungen sind demnach ein ins Fleisch geschnittener Hilfeschrei.

Doch auch gesellschaftliche Faktoren wollen Fachleute mitunter verantwortlich für selbst verletzendes Handeln machen. Die zunehmende Zersplitterung und Individualisierung der Gesellschaft und die vorherrschende Gefühlskälte unterstützen die Handlung der Selbstverletzung. «Gefühle werden in unserer Gesellschaft immer weniger artikuliert. So ist vertrauen und einfühlen können ein Prozess, der Zeit braucht und sich entwickeln muss. Doch in unserer schnellen und lauten Zeit haben die feinen und zeitaufwändigen Entwicklungen immer weniger Raum», so Psychologe Hänsli.

Empfänglich für Notsignale

Jugendliche und junge Menschen, die sich selbst Gewalt zufügen, tun dies meist in Einsamkeit und im Stillen. Ihre Handlung muss trotzdem als Hilferuf interpretiert werden, der häufig nur sehr schwer wahrgenommen werden kann. Was also tun, wenn man in seinem Umfeld eine Person kennt, die sich selbst verletzt? Hänsli rät, dass eine nahe stehende Person, die zur betroffenen eine konfliktfreie Beziehung pflegt, sie behutsam anspricht und ermutigt, Fachhilfe anzunehmen.

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04.07.2003 um 10:37
Innere Verletztheit

Fachleute sprechen von Automutilation: ein selbst verletzendes Verhalten, durch das Betroffene Erleichterung von ihren inneren Anspannungen erzielen wollen. Psychologe Norbert Hänsli, der ein Buch zum Thema Selbstverletzungen geschrieben hat und bei der Jugendseelsorge in Zürich arbeitet, sieht im selbst verletzenden Verhalten eine «innere Verletztheit, die sich äusserlich zeigt». Um sich von überwältigender innerer Spannung und Angst zu befreien und dem quälenden Gefühl der Leere und Empfindungslosigkeit zu entrinnen, fügen Jugendliche sich selbst Verletzungen zu. «Sich selbst zu verletzen, ist jedoch ein untaugliches Mittel, denn es schafft nur scheinbare und kurzfristige Erleichterung, die seelische Not bleibt weiterhin bestehen», meint er.

Häufig wird von aussen Stehenden das selbst verletzende Verhalten als Wunsch, sich zu töten, interpretiert. Jedoch genau das Gegenteil trifft zu: «Auf keinen Fall will ich mich umbringen; vielmehr versuche ich, mich wieder lebendig zu fühlen!» erzählt Noemi leicht aufgeregt. Die Handlung der Selbstverletzung hilft, sich der eigenen Lebendigkeit zu vergewissern.

Nachahmungseffekt

Im Oberstufenschulhaus Mettmenriet in Bülach, das 400 Jugendliche besuchen, sieht man sich auch mit Selbstverletzungen konfrontiert. «Wir haben ab und zu Fälle von sich selbst verletzenden Jugendlichen», meint Peter Gerber, Lehrer und Leiter des Schulhauses. Die Lehrerschaft ist über die Thematik sensibilisiert und kennt die entsprechenden Fachstellen. Was Gerber befürchtet, ist der Nachahmungseffekt: «Wir thematisieren die Problematik bewusst nicht in der Klasse, weil uns die Gefahr der Nachahmung zu gross erscheint.»

Die Gefahr einer Nachahmung bei einer Thematisierung bestehe tatsächlich, meint auch Hänsli. «Doch die derzeit laufende gesellschaftliche Diskussion kann durchaus aufklärend wirken und helfen, dass betroffene Jugendliche ermutigt werden, aus der Isolation herauszutreten und kompetente ärztliche und psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.»

Differenzierte Betrachtung

Wichtig scheint ihm eine differenzierte Betrachtung dieses Phänomens: «Hintergründe, Motive, Art und Schweregrad der Verletzung sind individuell und können stark variieren.»

Meist gibt die genauere Betrachtung einer Lebensgeschichte Aufschluss über mögliche Ursachen. So konnte Hänsli vermehrt feststellen, dass Betroffene in ihrer Kindheit prägende und schmerzhafte Trennungserfahrungen erlebten. Auch erlebten Betroffene in einem höheren Mass physische Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Alkoholismus in der Familie. Daraus zu schliessen, dass nur Menschen mit solch traumatischen Erlebnissen sich selbst verletzen, wäre laut Hänsli jedoch zu einfach: «Auch eine ständige subtile Entwertung durch die soziale Umgebung kann zu selbst verletzendem Verhalten führen.» Häufig sind Betroffene verletzt und reagieren stark auf Verlusterlebnisse. Sie reagieren verletzlicher als andere. Betroffene können oft ihre Gefühle schlecht wahrnehmen und verbalisieren. Selbstverletzungen sind demnach ein ins Fleisch geschnittener Hilfeschrei.

Doch auch gesellschaftliche Faktoren wollen Fachleute mitunter verantwortlich für selbst verletzendes Handeln machen. Die zunehmende Zersplitterung und Individualisierung der Gesellschaft und die vorherrschende Gefühlskälte unterstützen die Handlung der Selbstverletzung. «Gefühle werden in unserer Gesellschaft immer weniger artikuliert. So ist vertrauen und einfühlen können ein Prozess, der Zeit braucht und sich entwickeln muss. Doch in unserer schnellen und lauten Zeit haben die feinen und zeitaufwändigen Entwicklungen immer weniger Raum», so Psychologe Hänsli.

Empfänglich für Notsignale

Jugendliche und junge Menschen, die sich selbst Gewalt zufügen, tun dies meist in Einsamkeit und im Stillen. Ihre Handlung muss trotzdem als Hilferuf interpretiert werden, der häufig nur sehr schwer wahrgenommen werden kann. Was also tun, wenn man in seinem Umfeld eine Person kennt, die sich selbst verletzt? Hänsli rät, dass eine nahe stehende Person, die zur betroffenen eine konfliktfreie Beziehung pflegt, sie behutsam anspricht und ermutigt, Fachhilfe anzunehmen.

*..ich denke, aber bin ich?..*


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seele

04.07.2003 um 10:38
Wo hast du denn das gefunden? Dort gehe ich zur Schule..


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seele

04.07.2003 um 10:40
sorry, das wollte ich echt nicht....hab heut voll die probleme mit der hp!..........*michschäm*

@sugar
http://www.kzu.ch/varia/Praev/diverses/03_selbstvst/zu.htm (Archiv-Version vom 25.05.2003)

*..ich denke, aber bin ich?..*


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seele

04.07.2003 um 10:43
krass, was für ein zufall:) naja hab davon jedenfalls nichts mitbekommen..


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spuky Diskussionsleiter
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seele

04.07.2003 um 10:52
@algiz
sag ich doch


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seele

04.07.2003 um 12:07
@spuky
was sagst du??

*..ich denke, aber bin ich?..*


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spuky Diskussionsleiter
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seele

04.07.2003 um 12:30
das die leute sich verletzen weil sie innerlich nicht klarkommen

vor dem ervolg komt der schweis
vor dem sex das reden



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seele

08.07.2003 um 12:50
hi an alle erstmal.
ich weiß nicht ob das jetzt als vergleich angebracht ist, aber ich stell das jetzt einfach mal so in den raum.
von gott sagt man er sei über dir, unter dir neben dir und in dir...ich denke genauso ist es auch mit deiner seele...sicher ist sie ein teil deines körpers, aber wieso sollte sie nur in deinem kopf oder in deinem bauch sitzen??
mfg battle-angel


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seele

03.08.2003 um 21:39
Hehe jetzt kommt wieder meine erklärung die ich schon hundert mal gesagt
habe aber es komm ja immer wieder ;)


Allllssssooo...
Die Seele, wo sitzt sie denn? Also das kann wirklich keiner beantworten.
Aber sie ist in uns.
Auch wenn sie nicht wissenschaftlich vorhanden ist.
Sie ist unser Unterbewusstsein.
Man hat soviele reinkarnationen vor sich bis die Seele ihren
endgültigen Status der Reinheit gefunden hat.
Man bekommt in einem Leben bestimmte aufgaben, von Gott, der Welt,
oder was sonst da oben ist, was wir nicht beschreiben können.
Man muss diese Aufgaben erfolgreich absolvieren damit man in die nächste
Stufe aufsteigen kann. Allerdings wenn man jemanden töten dann wird
man in seinem nächsten Leben auch getötet. Ihr denkt jetzt sicher,
so ein scheiss ich kann doch gar nichts dafür,
aber im Grunde genommen schon denn eure Seele wandert immer mit.
Das heißt ihr habt sozusagen ein Strafleben was euch nichts bringt,
außer vielleicht das ihr euch bessern könnt.
Es muss nicht sein das ihr getötet werdet aber auf jeden Fall werdet ihr
früher sterben als erwartet, ihr könnt auch durch eine Naturkatastrophe
sterben. Oder es war so schlimm das jemand den ihr vom ganzen Herzen
liebt stirbt oder er eine Krankheit bekommt und ihr in dann Pfelgen müsst.
Aber so ist nuneinmal der Lauf des Lebens.
Wenn ihr alle Aufgaben und Stufen erfüllt habt, (die Mönche sind
da schon am weitesten weil sie schon Kontakt haben zur anderen Welt, müssen
nicht nur Mönche sein, allerdings ist das Meditieren eine Verbindung
zur anderen Welt wo die Seele eine Art von entspannung und aufklärung
bekommt) dann kommt ihr ins Niavana wo die Seele dann entgültig Ruhe
findet, wenn ihr von dieser Welt geht,
dann ist das erst der Anfang. Deshalb wird in vielen Büchern,
Gedichten , Bibel und anderes geschrieben das der Tot erst der Anfang ist.
Eigentlich ist es ein ganz einfaches Shema,
man muss es nur Wissen und verstehen.


Für fragen bin ich gerne offen auf jeden fall heute noch,
morgen flieg ich für 3 wochen nach england.

Ich weiß,
dass ich nichts weiß.



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