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Wie groß ist das Universum wirklich ?

290 Beiträge, Schlüsselwörter: Universum, Weltall, Kosmos, Dimension, Größe, Ausmaße, Cosmos

Wie groß ist das Universum wirklich ?

19.08.2010 um 00:50
@hadde

ich persönlich halte mehrere universen für denkbar, bin quasi wenn man so will ein anhänger der multiversen-thoerie.. aber nicht im sinne von prallelwelten, sondern von eigenständigen universen mit ihren eigenen charakteristika :)

und das mit dem dodekaeder-universum war auch nicht ganz aus der luft gegriffen :}

hab den tag was darüber gelesen.. nur kann ich jetz schlecht ne quelle angeben, weils nen pdf-dokument ist das ich erst suchen müsste.. war glaubich nen franzose der das vorgeschlagen hat weils um die interpretation der daten des satelliten WMAP ging und wie diese sich vereinbaren lassen :)

nachtrag:

war übrigens nen pdf-dokument von spektrum der wissenschaft :)


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hadde
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Wie groß ist das Universum wirklich ?

19.08.2010 um 01:03
@canpornpoppy
canpornpoppy schrieb:ich persönlich halte mehrere universen für denkbar, bin quasi wenn man so will ein anhänger der multiversen-thoerie.. aber nicht im sinne von prallelwelten, sondern von eigenständigen universen mit ihren eigenen charakteristika
Das ist für mich auch schlüssig... dass es mehrere Universen gibt.
Aber im Gegensatz zu dir tendiere ich eher dazu dass sie nicht eigenständig sind, sondern im Ganzen eingebettet sind.

lg
hadde


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Wie groß ist das Universum wirklich ?

19.08.2010 um 10:30
Ich persönlich bin Anhänger der Branen-Theorie. Kurz gesagt gibt es einen hochdimensionalen (derzeit wohl 11 Dimensionen) Hyperraum in dem unzählige niederdimensionale Objekte existieren (von 10-Branen bis 1dimensionale Strings). Eines davon, eine sogenannte 3-Brane stellt unser Universum dar.
Dieser Theorie versucht man mittels der Gravitation auf die Schliche zu kommen. Laut den mathematischen Gleichungen soll sie die einzige Kraft sein, die im gesamten Hyperraum wirkt (was auch der Grund sein soll, warum sie gegenüber den anderen Kräften so viel schwächer ist).


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Leibhaftiger
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19.08.2010 um 10:55
wenn sich unser universum ausdehnt...was verdrängt es dann beim ausdehnen? und gibt es nur ein universum oder schwirren da mehrere herum? muss man sich das so vorstellen wie seifenblasen, nur das die sich ausdehnen?


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19.08.2010 um 10:58
Es gibt Theorien für die deine Seifenblasen-Beschreibung in gewisser Weise durchaus zutreffend ist.


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hadde
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Wie groß ist das Universum wirklich ?

20.08.2010 um 19:12
@slider
slider schrieb:Ich persönlich bin Anhänger der Branen-Theorie. Kurz gesagt gibt es einen hochdimensionalen (derzeit wohl 11 Dimensionen) Hyperraum in dem unzählige niederdimensionale Objekte existieren (von 10-Branen bis 1dimensionale Strings). Eines davon, eine sogenannte 3-Brane stellt unser Universum dar.
Dieser Theorie versucht man mittels der Gravitation auf die Schliche zu kommen. Laut den mathematischen Gleichungen soll sie die einzige Kraft sein, die im gesamten Hyperraum wirkt (was auch der Grund sein soll, warum sie gegenüber den anderen Kräften so viel schwächer ist).
Klingt interessant.


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Wie groß ist das Universum wirklich ?

20.08.2010 um 21:21
an @drecksbengel :

Danke für die Aufklärung!
Um jetzt endgültig Haare zu spalten, könnte ich Dir irgendwie recht geben.

Wir sind uns aber schon einig, daß es sich hier sowieso um völlig unbewiesene matehematische Konstrukte und Hypothesen handelt, die zu "Messen" momentan (und auch wohl bis auf Weiteres) nicht möglich ist, oder?! Und auch, wenn es einige (neue und alte) wirklich "geile" mathematische Theorien der Kosmologie gibt, sind bisher in der sogenannten "Schulwissenschaft" mehr als drei Raumdimensionen offiziell nicht vorgesehen. Nicht, daß ich für Kaluza-Klein-Theorien und auch noch "abgefahrenere" Hypothesen kein Faible hätte!

Ein bißchen lustig ist aber:
drecksbengel schrieb:1. Wieso die Isotropie verschwindet.

Ein n-dimensionaler Raum ist genau dann Isotrop, wenn n(n-1)/2 Killingvektorfelder existieren, d.h. er Maximalsymmetrisch ist. Ein homogener Raum ist jener der min. n Killingvektorfelder besitzt. Grob gesprochen ist Homogenität voraussetzung für Isotropie oder ein isotroper Raum beeinhaltet weniger Freiheitsgrade (bzw. mehr Symmetrien) als ein im Allgemeinen homogener.
das ist eine sehr gut klingende Variante von meinem: "Isotropie=keine Richtung/Vektor ist ausgezeichnet" die aber nicht beantwortet, WARUM jetzt unser Raum nicht isotrop sein soll... Außer man betrachtet einen mathematischen Extremfall wie ein Messergebnis über die Struktur unseres Raumes.... Nochmal: wo ist dann "oben" oder die "Mitte" des Universums?

Eine sehr spezifische Art von Begründung kommt dann zwar bei 2. aber auch da muß ich nochmal sagen: große Skalen! Über die größten Skalen betrachtet, die wir heute "überschauen" können ist das Universum etwa -wie gesagt- so homogen wie ein Glas Wasser.... und ich würde sagen, das ist doch ziemlich homogen...?!

Sorry an die Anderen, die das hier vielleicht garnicht mehr interessiert aber ich wollte das von @drecksbengel nicht so stehen lassen.... (wie er meins ;-)

"Sorry" an @drecksbengel ; ich wollte Dich nicht angreifen. Tatsächlich haben mir Deine "provozierenden" Fragen ganz gut gefalllen aber wenn wir so weitermachen, können wir da ne Diskussion für sich aufstellen :-)


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drecksbengel
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Wie groß ist das Universum wirklich ?

21.08.2010 um 13:49
@Nemo777
Nemo777 schrieb:Und auch, wenn es einige (neue und alte) wirklich "geile" mathematische Theorien der Kosmologie gibt, sind bisher in der sogenannten "Schulwissenschaft" mehr als drei Raumdimensionen offiziell nicht vorgesehen. Nicht, daß ich für Kaluza-Klein-Theorien und auch noch "abgefahrenere" Hypothesen kein Faible hätte!
Du brauchst auch gar nicht mehr als einen 3-dimensionalen Raum um die ART und damit die standard Kosmologie zu verlassen. Die ART ist Torsionsfrei, wie bewegen uns also per Definiton in einer semi riemannschen Mannigfaltigkeit und werden damit auf natürliche Weise eingeschränkt.
Nemo777 schrieb:das ist eine sehr gut klingende Variante von meinem: "Isotropie=keine Richtung/Vektor ist ausgezeichnet" die aber nicht beantwortet, WARUM jetzt unser Raum nicht isotrop sein soll... Außer man betrachtet einen mathematischen Extremfall wie ein Messergebnis über die Struktur unseres Raumes.... Nochmal: wo ist dann "oben" oder die "Mitte" des Universums?
Okay, vielleicht sollten wir uns nochmal klar darüber werden was isotropie bedeutet, wenn man das bei dir ließt, klingt das wie etwas ganz natürliches. Isotropie in einem Punkt des Raumes bedeutet, dass wenn wir uns um den Punkt drehen, der Raum in jede Richtung die gleichen Eigenschaften hat und das ist aufgrund dessen, dass der Raum durch Energievertielungen gekrümmt wird in der Realität nie gegeben. Ein Raum ist dann Isotrop, wenn er es in jedem Punkt ist. Jetzt hat man in der Kosmologie aber die tolle Hintergrundstrahlung und die tolle WMAP die uns zeigt wie Isotrop das Universum aus UNSEREM Standpunkt aus ist (Der Grad der anisotropie liegt bei 10^-5, also vernachlässigbar klein, jedoch gegeben!). Das nächste, auf eine Art und Weiße natürliche Postulat der Kosmologie ist nun, wir sind nicht das Zentrum der Welt und alles Punkte im Universum sind gleich berechtigt und sehen die selbe Isotropie, wenn dem so ist, brauchen wir uns nichtmal darum zu kümmern ob der Raum homogen ist, da die Isotropie die Homogenität beeinhaltet.
Über die größten Skalen betrachtet, die wir heute "überschauen" können ist das Universum etwa -wie gesagt- so homogen wie ein Glas Wasser.... und ich würde sagen, das ist doch ziemlich homogen...?!
Ein Glas Wasser ja, dass Universum nein. Man kennt Strukturen wie Sonnensystem, Galaxien, Galaxienhaufen, SuperGalaxiehaufen ,Supersuper....

Es SCHEINT ab einer bestimmten größe keine Strukturen mehr zu geben die selbst wieder Substrukturen eines größeren Systems sind, aber das kann auch einfach ein Horizont Problem sein.
Nemo777 schrieb:"Sorry" an @drecksbengel ; ich wollte Dich nicht angreifen.
Dann hättste mich nicht mit "Schlage vor, Du recherchierst gründlicher." anschreiben sollen :P

Ich sage nicht das die standard Leier der Kosmologie grotten schlecht ist, aber sie fußt auf einem riesigen Gerüst von Approximationen, für meinen Geschmack einfach zu viele.


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Wie groß ist das Universum wirklich ?

21.08.2010 um 15:39
@drecksbengel
Siehst Du!? Wenn Du gesagt hättest, daß Du was gegen "die standard - Leier der Kosmologie" hast, hätte ich Dir sofort und aus vollem Herzen zugestimmt!!!
Trotzdem ändert das nichts daran, daß wir hier darum "streiten" wieviele Engel auf einer Stecknadel tanzen können.
Kann sein, daß ich Dich etwas übereilt angegangen habe aber wenn Du Deinen ersten Post nochmal liest und auf den "Ton" achtest, war es schwer zu erkennen, daß dahinter so viel scheinbare Fachkenntnis steckt.

Um Dir also auf Deine allererste Frage nochmal zu antworten:
drecksbengel schrieb am 18.08.2010:Und was machst du, wenn das Universum nicht Isotrop (was es offensichtlich nicht ist) ist oder wenn wir noch verrückter sein wollen, inhomogen (was es offensichtlich ist)? Wie berechnest du dann die Größe des Universums?
Ich mache nicht viel, da in den allermeisten Fällen die Anisotropien und Inhomogenitäten keine so große Rolle spielen, zumindest bei dem um was es hier im Thread gerade geht. Dann würde es nämlich ziemlich kompliziert und wir können uns wahrscheinlich alleine weiter unterhalten. Trotzdem: netter Einwand! Kannst ja mal die entsprechenden Formeln hier posten, damit die anderen sehen, wovon wir´s gerade haben :-)

Ok?

@Leibhaftiger
tatsächlich gibt es Modelle, die genau so etwas beschreiben!

Übrigens finde ich die sogenannten M-Theorien (Branes) wirklich auch sehr faszinierend aber leider sind sie bisher noch fern von jeder Beweisbarkeit. Trotzdem ist es mehr als interessant, in dieser Richtung zu spekulieren!


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