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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

29.069 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwunden, , Südamerika ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

03.05.2026 um 14:37
@Sabres

Ich kann mich noch aus der Zeit des niederländischen Forums daran erinnern, dass ein Mobilfunkanbieter auf seiner Landkarte einen kleinen Kreis hinter dem Mirador eingezeichnet hatte, der den Mobilfunkempfang in diesem Gebiet kennzeichnete. Ich kann diese Karte nicht mehr finden und weiß auch nicht mehr, um welchen Anbieter es sich handelte.
Movil heißt heute C&W und MOVISTAR heißt heute TIGO

Als Annette in Panama war, fiel ihr ebenfalls auf, dass sie im Paddock Empfang hatte. Dieses Signal müsste also von der Atlantikküste kommen:
I take a photo and notice that there is cell phone reception here! In the middle of nowhere,
Quelle: Hardinghaus, Christian; Nenner , Annette . Still Lost in Panama : The Real Tragedy on Pianista Trail. The case of Kris Kremers and Lisanne Froon (p. 231). Kindle Edition.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

03.05.2026 um 14:47
Zitat von SabresSabres schrieb:Das ist zumindest meine Vermutung, weil vom Pianista Richtung AOR in der Topo praktisch eine Schneise vorhanden ist, welche dort hin Signal zulassen würde.
Müsste man einmal suchen, ob da noch irgendwo ein Umsetzer steht.
In Bocas muss es ja mind. einen geben. Leider gibt es kein StreetView dort - bis auf punktuelle Privataufnahmen. Aber wenn ich mir eine von der Insel ggü. ansehe, dann ist da mal gleich einer am Ufer:
https://maps.app.goo.gl/CnNAVrL91P2rRfRBA

Nicht sehr hoch aber ich habe auch mal kurz mit dem Programm getestet und demnach könnte man in einigen Bereichen des Trails Mirador <-> Alto Romero durchaus Empfang haben (nichtmal unbedingt schlecht). Und zwar insbesondere im ersten Teil vom Mirador bis Cable-Bridge 1. (getestet mit 902MHz und ansonsten den Defaulteinstellungen - das Tool ist ansich nur für Amateurfunk gedacht, aber 902MHz liegt in dem Bereich 700 MHz bis 1.3GHz in dem auch die Mobilfunkfrequenzen in Panama zu liegen scheinen:
https://www.spectrum-tracker.com/Panama)


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

03.05.2026 um 15:07
Nachtrag: die Entfernung dürfte allerdings ein Problem sein: ca. 60 km Mirador <-> Bocas dürften selbst unter günstigen Bedingungen zu weit sein.
Die Frage ist, ob da an der Küste noch weitere Anlagen stehen die ähnlich günstig stehen um in das Gebiet reinzusenden.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

03.05.2026 um 15:47
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Ich kann mich noch aus der Zeit des niederländischen Forums daran erinnern, dass ein Mobilfunkanbieter auf seiner Landkarte einen kleinen Kreis hinter dem Mirador eingezeichnet hatte, der den Mobilfunkempfang in diesem Gebiet kennzeichnete.
Hmm, wäre ganz gut, wenn du das wieder finden würdest.
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Als Annette in Panama war, fiel ihr ebenfalls auf, dass sie im Paddock Empfang hatte. Dieses Signal müsste also von der Atlantikküste kommen:
Das ist korrekt. Es ist zumindest meine Vermutung. HF geht manchmal sehr seltsame Wege. Kann aber auch eine überhaup nicht ersichtliche Reflexion über die Berghänge von den Umsetzern aus Boquete kommen. Das ist zu 100% nie auszuschließen. Das dürfte max aber nur kleine Spots auf der AOR Seite produzieren.
Zitat von cycliccyclic schrieb:In Bocas muss es ja mind. einen geben. Leider gibt es kein StreetView dort - bis auf punktuelle Privataufnahmen. Aber wenn ich mir eine von der Insel ggü. ansehe, dann ist da mal gleich einer am Ufer:
Da müssten eigentlich mehrere rumstehen.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Nachtrag: die Entfernung dürfte allerdings ein Problem sein: ca. 60 km Mirador <-> Bocas dürften selbst unter günstigen Bedingungen zu weit sein
Das ist nicht das Problem. Wenn du dir die Coverage von den Boquete Umsetzer anschaust, sieht man, dass die sogar weit in den POR Bereich ausleuchten. Ich hab als max. Entfernung 100km eingegeben! Das schaffen die auch, wenn nichts dazwischen ist.
Wenn ich den Berghang herunter laufe, so wie die beiden Frauen das auch gemacht haben, wird das Signal aus Boquete allerdings sofort extrem abfallen. Die Handys suchen sich halt den nächsten, egal wo der steht. Ist man noch nicht zu weit unten, kriegt man vielleicht noch Signal, aber aus meiner Sicht nicht mehr aus Boquete. Da kommt man gar nicht hinter, es sei denn man hätte die Logs aus der Zeit.
Von den Umsetzern!
Da das damals soweit ich weiß nie richtig verfolgt wurde, bleibt einiges an Spekulation übrig. Ich möchte nur Mithilfe der Software aufzeigen, was theoretisch geht und was nicht.
Ganz fertig sind wir was das angeht allerdings noch nicht.

Ich bin selbst ziemlich erschrocken, wie alleine man hinter dem Bergkamm ist und das wohl auf der Stelle. Die Ausleuchtzonen der Umsetzer in Bouquet - sowas habe ich selten gesehen. Sind mal gerade 45 Grad wenn überhaup und alleine der Topographie zu verdanken. Aber in die falsche Richtung.
Kein Mensch denkt daran, wenn man dort nur 500m weiter geht, man nicht mehr in der Lage ist, überhaup noch Hilfe zu rufen.
Erschreckend


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

03.05.2026 um 21:34
Zitat von SabresSabres schrieb:Das ist nicht das Problem. Wenn du dir die Coverage von den Boquete Umsetzer anschaust, sieht man, dass die sogar weit in den POR Bereich ausleuchten. Ich hab als max. Entfernung 100km eingegeben! Das schaffen die auch, wenn nichts dazwischen ist.
Ich habe da keine Ahnung, finde aber Infos, die für 2G max. Reichweiten von 35 km unter guten Bedingungen angeben (z.B. hier: https://www.4g.de/service/lexikon/2g/). Evtl. vereinzelt in Küstennähe (könnte für Bocas zutreffen) auch noch etwas weiter. 55 - 60 km für das Gebiet hinter dem Mirador scheinen da aber doch sehr sportlich. Die Frage ist auch noch, ob es für eine (Not-)SMS nicht noch deutlich weiter ginge. Aber wie gesagt ich kenne mich damit überhaupt nicht aus.

Es muss aber weitere Funkmasten auf der Karibikseite geben. Mindestens in Almirante (Fähre nach Bocas) sollte es was geben. Wären aber immer noch ca. 50 km bis Mirador.


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04.05.2026 um 08:24
@Sabres, @cyclic

Laut diesen Angaben (aus dem Jahr 2008) hatte ein GSM Sendemast eine Reichweite von bis zu 32 km. (Ich bin kein Techniker)
Ich weiß nicht, ob sich das heute geändert hat, da es neue Technologien gibt.

Mithilfe einer Formel lässt sich die Reichweite berechnen.
Diese Formel gilt nicht in einer Stadt, wo Gebäude die Sicht auf den Sendemast behindern. Dort ist die Reichweite viel geringer. Das Gleiche würde also auch für bergiges Gelände gelten.

Po=Pt*Gt*Gr*[lambda/(4*pi*R)]²


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

04.05.2026 um 11:56
Zitat von cycliccyclic schrieb:scheinen da aber doch sehr sportlich.
Gebe ich dir soweit absolut Recht. Es ist auf jeden Fall ein Grenzbereich.
Zitat von cycliccyclic schrieb:Die Frage ist auch noch, ob es für eine (Not-)SMS nicht noch deutlich weiter ginge
Das weiß ich jetzt selbst nicht, damit habe ich mich soweit noch nie mit auseinander gesetzt. Nach meiner Auffassung muss auch für eine Not - SMS dennoch Netz vorhanden sein. Ohne dem geht's nicht. Wenn auch nur kurz.
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Laut diesen Angaben (aus dem Jahr 2008) hatte ein GSM Sendemast eine Reichweite von bis zu 32 km. (Ich bin kein Techniker)
Ich weiß nicht, ob sich das heute geändert hat, da es neue Technologien gibt.
Jep, deckt sich soweit auch mit @Cycles Aussage und ich bin was das angeht soweit auch bei euch. Ich bin dennoch der Meinung, das kann auch noch weiter gehen.

Für die Freiraumdämpfung ergibt sich auf 1250 Mhz ein Wert von minus 125db auf 50km. Das ist schon eine Hausnummer und soweit ich das richtig überschlagen habe, stehen dann nach 50km - 90 dbm an. Müsste reichen.
Ziemlich viel Theorie, wie auch immer..


Ich bin das ganze nun einmal von der anderen Seite angegangen und zwar von der AOR Seite und habe die ganzen Parameter mal für das Dorf Almirante eingegeben und es ist genau das eingetreten, was ich im Vorfeld schon vermutet habe.
Ich habe in Radio Mobile einen fiktiven Umsetzer hingestellt mit 20m Antennenhöhe und 50W ERP.
Das Ding reicht laut der Software tatsächlich bis zum mirador. Es ist auch deutlich zu sehen, dass es direkt davor Abachattungen gibt.


Ich finde es äußerst interessant, weil dadurch nicht ausgeschlossen werden kann, dass man hier und da doch Netz bekommt und kommunizieren "könnte". Selbst mitten im Urwald, aber nicht von Boquete aus. Voraussetzung wäre aus meiner Sicht ein exponierter Standort.

Coverage
Fiktiver Umsetzer in Almirante mit 50w ERP und einer Antennenhöhe von nur 20m über Grund.



Screenshot 20260504 112456 com.android.cOriginal anzeigen (0,8 MB)


Bißchen näher reingezoomt


Screenshot 20260504 112529 com.android.cOriginal anzeigen (0,9 MB)


Coverage Topo


Screenshot 20260504 115027 com.android.cOriginal anzeigen (1,1 MB)


Grafiken erstellt mit Radio Mobile
Freeware


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

04.05.2026 um 13:32
Zitat von SabresSabres schrieb:Fiktiver Umsetzer in Almirante mit 50w ERP und einer Antennenhöhe von nur 20m über Grund.
Hast du dir auch Norteño / Rambala angesehen? Das liegt näher als Almirante, im Bezirk (Distrito) Chiriquí Grande.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

04.05.2026 um 15:05
Wer hat was getan? Teil vier.
Siehe auch: Organigramm, Teil eins, Teil zwei, Teil drei

Flowchart-4

Referenzen:
18. August 2014
18. August 2014
Dem NFI trifft jedoch keine Schuld, wie dort betont wird. Das NFI führt Untersuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch und leitet die Untersuchungsergebnisse daher an die Justiz in den Niederlanden weiter. Die letzten Ergebnisse wurden am 7. August weitergeleitet, die ersten am 25. Juni. Es ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft und der Polizei, die Familie über diese Ergebnisse zu informieren. Die Staatsanwaltschaft erstellt derzeit eine Bestandsaufnahme, um zu prüfen, welche Ergebnisse eingegangen sind. „Wir prüfen, wie dringend die Angelegenheit ist, und leiten die Ergebnisse in Kürze weiter“, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Übersetzt vom Link.

19. August 2014;
Am 19. August (19.08.2014) führte die Regionalpolizei unter anderem eine Untersuchung des Inhalts der SD-Karte durch, die in dem damals wiedergefundenen Rucksack von KK und LF entdeckt worden war (Aktenzeichen: 094Panama.utr18012.2). Dabei wurde das von dieser SD-Karte erstellte Image verwendet. Die Speicherkarte selbst und die Fotokamera standen für diese Untersuchung nicht zur Verfügung. Der Beamte des Teams für digitale Forensik, der die Untersuchung durchführte, stellte fest, dass ein Foto verschwunden war, nämlich das Foto IMG_0509.JPG. Dabei fielen ihm zwei Dinge auf: …
Quelle: übersetzt von Seite 242, LitJ, West & Snoeren

1. September 2014
1. September 2014
Die niederländische Staatsanwaltschaft hat dem niederländischen Botschafter in Panama die Ermittlungsergebnisse zur Verfügung gestellt.
Der niederländische Botschafter in Panama (Wiebe de Boer) verfügt bereits seit zehn Tagen über die Untersuchungsergebnisse, hat diese jedoch den panamaischen Behörden bis heute noch nicht zur Verfügung gestellt. Der Anwalt der Familie Kremers in Panama hat – ebenso wie der Staatsanwalt in Panama – bereits mehrfach versucht, Kontakt zum niederländischen Botschafter aufzunehmen, damit die Untersuchungsergebnisse doch noch bald an die richtige Stelle gelangen. Die Familie Kremers hat jedoch erfahren, dass der niederländische Botschafter in Panama auf diese dringenden Bitten überhaupt nicht reagiert hat.
Quelle: siehe Link. Übersetzt vom Link.


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04.05.2026 um 16:06
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Hast du dir auch Norteño / Rambala angesehen? Das liegt näher als Almirante, im Bezirk (Distrito) Chiriquí Grande.
Muss ich mir einmal genauer anschauen. Sieht interessant aus. Danke für den Hinweis.
Ich muss mich in die ganze Topographie dort selbst erst einmal reinsuchen, weil es wirklich ein sehr spezielles Gebiet zu sein scheint.
Was Funkwellen angeht, ist es äußerst problematisch.

Ich kann mit Radio Mobile zwar überall fiktive Umsetzer hinstellen und auch überall einen Empfänger hinstellen (Handy) müsste aber deren genaue location wissen, um möglichst genaue Daten zu erhalten.
Beides sind natürlich TR/X.

Jetzt wird's wohl Zeit, dass ich mich mit dieser Info inständig auseinander setze und das dauert, wenn wir das genauer wissen wollen, wer genau von wo aus auf der AOR Seite sendet.
Vielen Dank nochmals an @Offshore.
Dafür brauche ich allerdings viel Zeit, um das alles auseinander zu klabüstern. Ich bin mit den ganzen Ortsangaben (Namen) überhaupt nicht vertraut.


https://cpi-apps.asep.gob.pa/sitios/


Laut Topographie sehe ich vom Mirador aus auf der Karte einen Korridor von 0 - ca 30 Grad Richtung Westen für Telefonie. Alles was in dem Bereich steht, "könnte" für Kommunikation per Handy in Frage kommen.
Schätzewerte!


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04.05.2026 um 16:13
Korrektur

0 Grad Norden bis 30 Grad Osten


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12.05.2026 um 18:27
Zu den Nachtfotos gibt es vom "Pianista Puzzle" ein neues Video, das einige Rätsel der Aufnahmen ganz gut erklärt:

Youtube: Die Nachtbilder – eine vollständige Analyse
Die Nachtbilder – eine vollständige Analyse
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.


Ihrer Meinung nach krankten die bisherigen Panoramen der Night-Location daran, dass nicht die Veränderungen der Kameraposition mit berücksichtigt worden sind. Dadurch seien falsche Eindrücke entstanden.

Mit allen möglichen Tricks (inkl. Photogrametrie) haben sie ein 3-D-Modell erstellt. Den "Finger mit dem Haar" interpretieren sie als eine Nahaufnahme von Kris' Gesicht und erklären auch, wie das "Haar-Foto" (aus Versehen) zustande gekommen ist.

Die Bestimmung der Kameraposition bietet eine Reihe weiterer Erklärungen, die ich persönlich ziemlich schlüssig finde. Ausgangsthese (auch meine) ist, dass die beiden Frauen - aus welchen Gründen auch immer, eine Erklärung sind Reflexe des Mondlichts - mit den Blitzen scheinbare Helfer auf sich aufmerksam machen wollten. Weitere Personen waren nicht an der Erstellung der Bilder beteiligt. Also "lost".

Ich bin mal gespannt, was @cyclic zu den Thesen sagt, der sich in Deutschland am intensivsten mit den Nachtfotos beschäftigt hat.


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12.05.2026 um 18:40
Danke dir, hatte das auch gerade gefunden und wollte es posten

@Offshore7
@cyclic


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12.05.2026 um 21:15
Die Umsetzung der Nachtaufnahmen sieht gut aus.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ihrer Meinung nach krankten die bisherigen Panoramen der Night-Location daran, dass nicht die Veränderungen der Kameraposition mit berücksichtigt worden sind. Dadurch seien falsche Eindrücke entstanden.
Aber, diese Behauptung ist bereits falsch; bei allen seriösen Rekonstruktionen (LitJ, IP usw.) der Night-Location wurden die Position und die Ausrichtung der Kamera berücksichtigt. Das Ergebnis ist daher, dass es keinen wesentlichen Unterschied zwischen dieser 3D-Komposition des „Pianista-Puzzles“ und anderen 2D-Kompositionen gibt.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

12.05.2026 um 22:14
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Aber, diese Behauptung ist bereits falsch; bei allen seriösen Rekonstruktionen (LitJ, IP usw.) der Night-Location wurden die Position und die Ausrichtung der Kamera berücksichtigt. Das Ergebnis ist daher, dass es keinen wesentlichen Unterschied zwischen dieser 3D-Komposition des „Pianista-Puzzles“ und anderen 2D-Kompositionen gibt.
Das habe ich im oben verlinkten Video anders verstanden: So können als zwei verschiedene Steine erscheinende Gebilde in der Rekonstruktion vom "Pianista Puzzle" als nur ein Stein (aus verschiedenen Perspektiven) identifiziert werden.

Auch neu war für mich, dass die Überstrahlungen in den Fotos vom Blitz verursacht worden sein können, die von Kris' Gesicht oder Haar als Streulicht reflektiert worden sind. Kris muss sich in großer Nähe zu Lisanne befunden haben. Zuletzt ist aus den anderen Zusammenstellungen auch nicht ersichtlich, dass sich bei zunehmenden Regen die Position verändert - vermutlich, um besser geschützt zu sein.

Natürlich sind das Thesen, aber für mich die bislang Eingängigsten, was vermeintlich rätselhafte Abbildungen und Effekte auf den Fotos betrifft. Klar war mir im Übrigen auch noch nicht, dass nicht alle Nachtfotos veröffentlicht worden sind - was einmal mehr zeigt, wie schwierig und aufwändig es ist, aus diesen Abbildungen eine Rekonstruktion abzuleiten.

Die hier wirkt jedenfalls für einen Nichtforensiker sehr schlüssig - und kommt v.a. auch ohne geheimnisvolle Manipulatoren aus, die angeblich ein Überleben der Beiden bis zum 8. April 2014 oder weiß der Geier was "faken" wollten. Die ganzen fantastischen Geschichten haben einfach keinen Boden.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

12.05.2026 um 22:39
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Aber, diese Behauptung ist bereits falsch; bei allen seriösen Rekonstruktionen (LitJ, IP usw.) der Night-Location wurden die Position und die Ausrichtung der Kamera berücksichtigt. Das Ergebnis ist daher, dass es keinen wesentlichen Unterschied zwischen dieser 3D-Komposition des „Pianista-Puzzles“ und anderen 2D-Kompositionen gibt.
Sie haben sich scheinbar viel Arbeit damit gemacht eine photgrammetrie-basierte Auswertung/Rekonstruktion zu machen und das war sicher viel Arbeit, denn wie sie richtig sagen, helfen bekannte Tools da nicht weiter, denn die Bilder sind zu schlecht, die vielen Tropfen (die natürlich in jedem Bild anders sind) verwirren die Tools und es sind auch nicht genug Bilder mit nicht genug Varianz. Sie sind allerdings (menschlich verständlich) mE etwas zu verliebt in ihre eigenen Ergebnisse, die ich leider auch in Teilen für falsch halte. Nervig wird das immer wenn dann der ganze AI-Slop mit Aussagen garniert wird wie "without a reasonable doubt", oder so in der Art.

@flipperonline
Gibt es denn spezifische Fragen / Unklarheiten dazu? Weil zu fast allem kann man ja hier Infos finden (rel. viel davon von mir ;-)).

Vielleicht ein paar Anmerkungen (zu mehr habe ich gerade keine Lust):
  • Dass die Bilder in einem guten Armradius (irgendwas um max. 2m Distanz) aufgenommen wurden halte ich für korrekt (glaube allerdings nicht dass man es anhand des Bildmaterials wirklich beweisen kann)
  • Photgrammetrie hilft nur bei Objekten die in mehreren (eher vielen) Bildern zu sehen sind. Entfernungen zu den Tüten und Ästen an die sie geknotet sind geht damit nicht, weil die nur in #550 zu sehen sind. Gewisse Anhaltspunkte liefert der Offset des Blitzschattens, was ich bei meinen Analysen herangezogen habe, aber die Video-Macher offenbar nicht (jedenfalls erwähnen sie es nicht). Dass sie zumindest für den einen Ast auf fast exakt dieselbe Entfernung kommen wie ich, dürfte daher nur Zufall sein.
  • Auch das vermeintliche "SOS" auf #476 ist einmalig (daher s.o.)
  • Dass #576 denselben Felsen zeigt, also das vermeintliche "SOS" auf dem Tütenfelsen liegt glaube ich nicht. Es stimmt allerdings, dass #576 aus einer deutlich anderen Perspektive aufgenommen worden sein muss und die Einordnung in das Gesamtpanorama daher nicht so ganz eindeutig ist.
  • Steine/Felsen die nicht direkt im Flusslauf liegen und daher sehr regelmäßig überspült werden sind immer mit Moosen/Flechten überwachsen
  • Mir ist nicht ganz klar (das heißt eigentlich schon) wie man Jahre in den Fall investieren kann, aber nie versucht mal das Bild #541 nachzumachen, wenn man denn meint man wüsste was darauf zu sehen. Ich glaube dazu habe ich schon x-mal alles gesagt, was ich dazu sagen kann und gezeigt, wie z.B. ein Gesicht schräg von hinten aussähe... und man vergleiche das mit meinen Fingerfotos (insbes. auch den Haaren)
  • Die hellen Blobs (sie zeigen merkwürdigerweise nur die wo alles in einem Lens-Flare-Feuerwerk verschwindet und nicht die wo man klare Konturen erkennt) sind übrigens allesamt, mit nur einer Ausnahme (#541 "haariger Finger"), am normalerweise oberen Bildrand. Mir ist nicht klar geworden wie das in ihrer Rekonstruktion funktionieren soll, außer L. hätte die Kamera bei diesen Bildern immer falsch herum gehalten, was aber bei anderen Bildern wo oben und unten klar erkennbar sind (insbes. aber nicht nur #550) augenscheinlich nicht der Fall war.
  • die Tropfen zeigen in allen Bildern eine ähnliche Größenverteilung - bis auf ein einziges (#605), wo die Tropfen aus irgendeinem Grund signifikant kleiner sind. Die veröffentlichten Bilder davor und danach #604 und #607 zeigen denselben Ausschnitt (wie ja fast alle Bilder) aber die normale Tropfengröße. Wäre die Kamera ab irgendeinem Zeitpunkt irgendwie besser geschützt gewesen, d.h. Tropfen nicht direkt auf die Linse gefallen, dann müsste man einen solchen Effekt (kleinere - d.h. weiter entfernte Tropfen) ab da konstant sehen. Es dürfte allerdings ohnehin äußerst schwierig sein die Kamera irgendwie zu schützen wenn man steil nach oben fotografiert.

Es gäbe da noch einige Punkte, aber ich glaube das reicht erstmal. Wie gesagt, wenn es konkrete Fragen dazu gibt, kann ich versuchen die aus meiner Sicht zu beantworten.


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13.05.2026 um 07:52
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Zuletzt ist aus den anderen Zusammenstellungen auch nicht ersichtlich, dass sich bei zunehmenden Regen die Position verändert - vermutlich, um besser geschützt zu sein.
Woher sollte Pianista Puzzle eigentlich wissen, wann es regnete und wann nicht? Minute für Minute? Waren sie an jenem nächtlichen Ort anwesend, als die Fotos gemacht wurden?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das habe ich im oben verlinkten Video anders verstanden: So können als zwei verschiedene Steine erscheinende Gebilde in der Rekonstruktion vom "Pianista Puzzle" als nur ein Stein (aus verschiedenen Perspektiven) identifiziert werden.
Das ist kein wesentlicher Unterschied, da der Ort mit Mitteln, die seit 2014 zur Verfügung stehen, recht gut rekonstruiert wurde
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Klar war mir im Übrigen auch noch nicht, dass nicht alle Nachtfotos veröffentlicht worden sind - was einmal mehr zeigt, wie schwierig und aufwändig es ist, aus diesen Abbildungen eine Rekonstruktion abzuleiten.
Dies ist seit 2014 bekannt. Scarlet hat eine Übersicht erstellt und im Jahr 2020 hat Imperfect Plan auch eine Übersicht veröffentlicht, welche Bilder freigegeben wurden und welche nicht: Image 510, Image 512-540, Image 551, Image 557 und so weiter.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:was einmal mehr zeigt, wie schwierig und aufwändig es ist, aus diesen Abbildungen eine Rekonstruktion abzuleiten.
Genau wie die anderen Parteien, die eine Rekonstruktion des Night Location erstellt haben, hatte auch Pianista Puzzel keinen Zugriff auf die fehlenden Bilder.

Auch mir ist es vor Jahren gelungen und ohne technische Spielereien, die verfügbaren Bilder aneinanderzusetzen. Das ist nichts Besonderes.

Lass dich nicht von der sehr hohen technischen Qualität des Films abschrecken. Der Inhalt ist nicht neu. Das Einzige, was neu ist, ist, dass Kris und Lisanne angeblich absichtlich 'den Monduntergang genutzt haben' und dass der rote Schimmer von Kris’ Haaren stammen soll.
Aber Achtung: Pianista Puzzel weht mit vielen Winden, denn vor nicht einmal 2-3 Wochen sagten sie noch, dass Kris und Lisanne keine Ahnung vom Monduntergang hatten!


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

13.05.2026 um 10:33
Zitat von cycliccyclic schrieb:Vielleicht ein paar Anmerkungen (zu mehr habe ich gerade keine Lust):
Vielen Dank!
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Lass dich nicht von der sehr hohen technischen Qualität des Films abschrecken. Der Inhalt ist nicht neu.
"Abschrecken" ist der richtige Begriff. Es gibt mittlerweile massenhaft KI-Müll, der auf Hochglanz poliert daher kommt. Inwieweit der Inhalt objektiv neu ist, wollte ich nicht bewerten. Mir waren einige Dinge neu.

Und - das ist für mich das Entscheidende - es gibt keine Hinweise auf Manipulationen durch Dritte oder deren Anwesenheit am Ort der Fotos. Sondern Kris und Lisanne scheinen in einer Notsituation irgendwo im Urwald um Hilfe "geblitzt" zu haben. Das heißt, sie haben die Zeit zwischen dem 1. und dem 8. April 2014 trotz völlig unzureichender Ausrüstung irgendwo und irgendwie überstanden und haben in der Nacht des 8. April noch gelebt.

Tragisch, dass sie nicht gefunden wurden.


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13.05.2026 um 14:37
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Klar war mir im Übrigen auch noch nicht, dass nicht alle Nachtfotos veröffentlicht worden sind
Du entwickelst dich rückwärts:
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 13.11.2025:Ist es nicht auch so, dass einfach nicht alle Fotos veröffentlicht bzw. "geleakt" wurden?
Aber wir wissen dass auf den nicht veröffentlichten Bildern auch nichts anderes zu sehen ist, als auf den allermeisten bekannten Bildern. Und ein paar Metadaten sind bekannt (Zeitstempel s. Koudekaas).


Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Auch mir ist es vor Jahren gelungen und ohne technische Spielereien, die verfügbaren Bilder aneinanderzusetzen. Das ist nichts Besonderes.
Das Zusammensetzen ist eine reine Fleißarbeit. Was der Typ wollte ist die Bewegung der Kamera zu rekonstruieren (also nicht nur Drehungem sondern Positionsveränderungen). Spannend wäre evtl. noch gewesen, falls die Kamera um mehrere Meter umhergewandert wäre. Aber so ist es relativ belanglos. Da aber wahrscheinlich einige Arbeit investiert wurde, muss man jetzt irgendetwas da hineininterpretieren. Meiner Meinung nach ist das Fantasie und grandiose Überbewertung der erreichbaren Genauigkeit.
Zitat von AnthuriumAnthurium schrieb:Woher sollte Pianista Puzzle eigentlich wissen, wann es regnete und wann nicht? Minute für Minute? Waren sie an jenem nächtlichen Ort anwesend, als die Fotos gemacht wurden?
Gute Frage. Lt. den einzigen Wetterdaten die das örtlich und zeitlich genau genug auflösen (open-meteo) hat es ja in der ganzen Gegend zur fraglichen Zeit praktisch überhaupt nicht geregnet.

Ich habe diverse Vergleichsbilder im Regen gemacht. Ähnlichkeit relativ groß, bis auf die fehlenden sehr kleinen (weiter entfernten) Tropfen in den Originalen und eine irgendwie andere Helligkeitsverteilung des Blitzes. Jedenfalls bin ich mir ziemlich sicher, dass es die meiste Zeit durchaus sehr ordentlich geregnet haben muss. Die besten Übereinstimmungen hinsichtlich Tropfenanzahl je Bild hatte ich während Gewitterschauern.


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Das rätselhafte Verschwinden von Kris Kremers & Lisanne Froon

13.05.2026 um 15:25
Zitat von cycliccyclic schrieb:Was der Typ wollte ist die Bewegung der Kamera zu rekonstruieren (also nicht nur Drehungem sondern Positionsveränderungen).
Ob man es glaubt oder nicht: Das habe ich vor vielen Jahren auch gemacht. Die Reihenfolge und die verschiedenen Richtungen, in die die Kamera ausgerichtet war. So habe ich eine schematische Karte mit den Bewegungen an den verschiedenen Stellen innerhalb der Night Location erstellt.

Meine Schlussfolgerung war also, dass sich der Fotograf / die Fotografin um einige Meter bewegen konnte und einen geringen Höhenunterschied (+/- einen halben Meter) überwinden konnte. ODER: die Kamera wurde hin und her geworfen, aber das kann man wohl ausschließen, denke ich.

Man kann die verschiedene Bewegungen und Richtungen auch ohne Photogrammetrie herausfinden.

Aber: Fair ist fair, die Videoaufnahmen von PP sind wirklich sehr schön anzusehen.


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