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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

51 Beiträge, Schlüsselwörter: Bibel, Lesen, Ungläubiger

Als Ungläubiger die Bibel lesen?

04.08.2017 um 22:18
@Satansschuh

Ich bin eine Gegnerin von Religion und Glauberei. Mir ist dieses "Ich brauche keinen Gott" dennoch zu banal. Etwas zu verachten ist einfach. Sich damit - zumindest im Grundsatz - auseinanderzusetzen ist in meinen Augen eine Voraussetzung, um überhaupt vernünftig argumentieren zu können, warum man es ablehnt. 
Es fehlt in jedem anderen Fall der plausible Grund, man weiß schlicht zu wenig darüber, um ein Urteil treffen zu können. Man hat eine oberflächliche Sicht, die nichts aussagt. Ein Zeuge von Ablehnung und Desinteresse, aber einen Grund, der sich womöglich in einem nachvollziehbaren Bezug - z.B. wie ich auf die Unschlüssigkeit der Darstellungen - äußert, ersetzt diese Haltung nicht. 
Da verhält es sich wie mit allem. Wenn man keine Ahnung hat, schweigt man besser und spart sich die ablehnende Äußerung.

Ich rufe also nicht dazu auf, sich mit jedem einzelnen Ast zu beschäftigen und davon bekehren zu lassen, sondern um das Wesentliche zu verstehen, um mitreden zu können und zu sagen, was einem an diesem Themenkomplex stört. 
Wenn man allerdings auch verneint, mitreden zu wollen, verliert man vollends die Berechtigung, etwas dazu zu sagen. Schließlich will man dann damit nichts zu tun haben, weil man damit nichts zu tun haben will. Lässt einfach nicht viel an Relfektion erwarten. Zumindest in diesem sensiblen Themengebiet.

Ich für meinen Teil habe studiumsbedingt damit zu tun und es ist keine Zeitverschwendung. Ich sehe klare Gründe, mich von Religion und allem darum herum zu distanzieren.


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

01.12.2017 um 19:11
Teile sind ganz gut (einige der Psalme sind großartig zum Beispiel), andere eher weniger (z.B. Levitikus aka. das 3. Buch Mose). Ich glaube wenn überhaupt würde ich es eher auszugsweise lesen, auf jeden Fall das alte Testament. Beim neuen Testament würde ich evtl. aus den Evangelien nur Matthäus lesen, die anderen 3 auszugsweise und evtl. nicht alle Briefe, auf jeden Fall aber die Offenbahrung.

Aber alles in Allem, ja, halte ich für ein sehr lohnenswertes unterfangen. Vor allem das neue Testament ist in seiner Botschaft doch super und lässt sich sogar sehr gut verwenden um die Kirche zu kritisieren, weil sie vieles davon nicht berücksichtigt haben (vor allem das mit der Armut).


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

01.12.2017 um 22:42
Ich hab nur die Offenbarung gelesen und große Teile des AT, das NT war mir zu langweilig, immer nur Briefe von irgendwem an irgendwen und blablabla.

Für mich waren es eher interessante Kurzgeschichten, hab seit Jahren keine Kirche mehr von innen gesehen und bin auch schon lange ausgetreten.


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

10.04.2018 um 13:27
Ich kenne auch viele Leute christen oder atheisten/agnostiker, die den Koran gelesen haben.
Wenns dich interessiert les dich rein.
In meinen Augen ist Religion aber an sich ein metaphysisches Lifestyle-Produkt, ohne jede gesellschaftspolitische und ideologische Relevanz.

Wie dem auch sein.
Gelesen hab ichs trotzdem :D


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

11.04.2018 um 14:24
PaulyD schrieb:In meinen Augen ist Religion aber an sich ein metaphysisches Lifestyle-Produkt, ohne jede gesellschaftspolitische und ideologische Relevanz.
Du kannst (oder solltest) das aber erst so beurteilen, wenn du die Schriften auch kennst ;)


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Fantasyworld
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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

13.04.2018 um 19:25
Ein Ungläubiger kann die Bibel viel spielerischer handhaben; jeder der die Apokalypse liest bekommt einen fulminanten Fantasyboost. Auch die Wort Jesu treffen ins Schwarze, wenn auch manchmal unverständlich für so manchen Atheisten und Christen.

Satanisten haben sehr viel Ahnung von der Bibel und Luzifer ebenfalls...


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

13.04.2018 um 20:07
Eine gewisse Ahnung über die Bibel sollte ich schon haben, wenn ich in einer christlich geprägten Gesellschaft lebe. Die Moral- und Rechtsvorstellungen gehen eben auf den Inhalt der Bibel zurück. Unsere Werte sind christlich geprägt. Nicht nur für das Verständnis der Literatur ist ein gewisses Grundwissen nötig.
Natürlich sollte man in unserer globalen Welt auch schon mal was von den anderen Religionen gehört haben und gewisse Übereinstimmungen bzw. Unterschiede kennen.
Und wie schon richtig erwähnt - die Schriften stammen aus unterschiedlichen Zeiten und sind unter anderen Umständen verfasst worden - etwas Hintergrundwissen hierzu - ist auch von Vorteil.


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

13.04.2018 um 20:27
Ich habe die Bibel damals angefangen zu lesen weil ich fragen über die Geschichten hatte die man mir so über "Gott" erzählt hat.

Abgesehen davon das die Bibel sich regelmässig wiederspricht und teilweise recht zäh zum lesen ist, hat mich das lesen der Bibel (und später ähnliche werke anderer religionen) zu einem Atheisten gemacht.

Wer die Bibel liest, und danach Gott noch für "gut", "liebend" oder anderweitig positiv betrachtet muss dringend mal seinen moralischen Kompass neu ausrichten.


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

17.04.2018 um 13:09
Wirklich lesen kann man zumindest das AT eh nur in der Sprache, in der es ursprünglich geschrieben war, weil viele der Geschichten "mehrschichtig" geschrieben sind, unter einer ersten, offensichtlichen Geschichte, die durchaus kontrovers gesehen werden darf, weil die Juden eine ausgeprägte Diskussionskultur besitzen - wie im Buch Hiob - noch weitere Schichte liegen, die sich aus den vielen Mehrdeutigkeiten der hebräischen Schrift ergeben, deren Deutung nur einem echten Schriftgelehrten möglich ist. Jede Übersetzung in eine andere Sprache stellt somit eine Verstümmelung dar, die den (nichtjüdischen) Übersetzern häufig gar nicht bewußt gewesen sein dürfte, weil sie nur die "offensichtliche" erste Schicht sahen, nicht das was noch alles vorhanden war. Wer mehr dazu wissen will, sollte einen echten Rabbi dazu befragen.

Das NT dagegen hat den massiven Fehler, daß es speziell zu dem Zweck geschrieben worden ist, eine neue Religion zu installieren - auch durch Missionierung von Andersgläubigen, wozu das Judentum nie bereit war. Um die neue Religion für Andersgläubige interessanter zu machen, erhielt sie deswegen eine ganze Menge Versatzstücke aus "heidnischen" Religionen eingemischt, um den Missionaren mit Aha-Effekten unter den "Heiden" die Arbeit zu erleichtern.
Das bekannteste Versatzstück ist die Behauptung, Jesus sei ein "leiblicher" Gottessohn gewesen, was bei Griechen/Römern, Ägyptern etc. mit ihren Götterpantheonen samt "lebenden Göttern" (Kaiser bzw. Pharaonen) altbekannt und an der Tagesordnung war, aber nicht bei den Juden, für die der "Gottessohn" nur ein selten verliehener Ehrentitel bzw. Bezeichnung für Israel insgesamt war, aber niemals etwas mit leiblichen Söhnen ihres Gottes zu tun hatte, das war für sie heidnisches Denken und Blasphemie, Gott hatte einfach keine leiblichen Kinder mit Menschenfrauen, basta (war laut Bibel schon bei den "Engelssöhnen", die mit Menschenfrauen gezeugt worden waren, nicht gut ausgegangen!).


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

17.04.2018 um 14:46
Wahrscheinlich kann es sich schon lohnen, Ausschnitte davon zu lesen. Aber auch nur das, weil die Bibel von vorne bis zum Schluss durchzulesen ist nicht nur ein äußerst wagemütiges, sondern auch endlos zähes Unterfangen. Sehr viele Passagen bestehen aus reinen Aufzählungen und erinnern inhaltlich mehr an vollgepackte Excel-Tabellen. Probieren kann man es schon, ob es sich wirklich auszahlt steht halt euf einem anderen Blatt. Plötzlich gläubig wirst durch das Lesen wahrscheinlich ohnehin nicht mehr!


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Als Ungläubiger die Bibel lesen?

19.04.2018 um 18:32
Echt interessant ist das Buch Henoch im AT. Wenn man das zum ersten Mal liest, denkt man sich, was zum Geier hat der Autor bloß geraucht, will auch was davon.

Wenn man aber genauer hinschaut, merkt man, daß da einiges zusammengemixt wurde. Einmal mythologische Geschichten, etwa von den Engeln, die mit Menschenfrauen Riesenwesen zeugten und dafür bestraft wurden - sie wollten bei Gott danach um Verzeihung bitten, wurden aber barsch abgewiesen, soviel zum "verzeihenden" und "lieben" Gott der Kinderbibeln -- aber da gibt es auch noch anderes interessantes.

Etwa wiederholte Beschreibungen von brennenden Bergen, von einem Feuersee und "aufsteigenden und niederfallenden Feuersäulen" und einem Feuerfluß, der sich ins "westliche" Meer ergießt, was man lange für mythologische Höllenschilderungen hielt, bis erst vor relativer kurzer Zeit bekannt wurde, daß es noch bis in die Bronzezeit - zur vermutlichen Lebenszeit von Henoch - auf der Westseite der arabischen Halbinsel, wo die Schilderung vermutlich spielt, aktive Vulkanfelder gab, es sich also um (dezent übertriebene) Augenzeugenberichte handeln könnte.

Es gibt auffällige Landmarken, die klar beschrieben sind - Berge mit auffälligen Färbungen wie "drei zum Osten, die aussehen wie farbiger Stein, Perlstein (weißlich) und Heilstein (grünlich?), dazu drei rötliche nach Süden (Sandstein?), in der Mitte ein sehr hoher in Antimon bis Türkis" (bläulich - Obsidian?) - in geologisch aktiven Gebieten findet man öfters deutliche Farbunterschiede bei relativ nah zusammenliegenden Bergen, je nach Gesteinsart - dann werden weitere Berge und dahinterliegende ("über") höhere Berge mit dazwischenliegenden tief eingeschnittenen Schluchten beschrieben, falls sich die ganze Landschaft nicht seit Zeiten Henochs dramatisch durch die Vulkanausbrüche und Erosion gewandelt hat, könnte ein Kenner Arabiens die geschilderten Orte samt dem Wanderweg des Henoch vermutlich bis heute wiedererkennen.
Einmal ist ganz klar das "Erithräische Meer" genannt, damit waren alle "Meere" gemeint, die rings um Arabien liegen, heute also das Rote Meer im Westen (in das die Lavamassen flossen) und der Persische Golf im Osten. Die damit verbundene Behauptung, er wäre über einen "Engel" geschritten, wie Übersetzer behaupten, ist aber ziemlich unlogisch, mit dem "Zotiel" (so heißt auch einer der Engel des AT) ist wohl eher eine Landmarke, ein Berg oder eine Insel gemeint, übersetzt lautet es so viel wie "der Kleine des Gottes", vielleicht ein damals schon erloschener Neben-Vulkankegel, "über" den Henoch kam, so wie man heute "über" Würzburg fährt, wenn man von Nürnberg nach München will.

Weiter ist dann die Rede von Vegetation, von Pflanzen und ganz besonders Bäumen mitten in der (Berg-)Wüste, von denen viele (bis auf die Aloe) Henoch vom Namen her unbekannt waren und die er so gut wie möglich zu beschreiben versuchte, was heutige Menschen irritiert, da wir Arabien mit Sanddünen und kahlen Bergen verbinden, aber sicher nicht mit Baumbeständen, aber noch am Ende der letzten Eiszeit war die Arabische Halbinsel ein grünes Gebiet, von Flüssen durchzogen, von dieser Vegetation können sich Reste in abgelegenen Gebieten locker bis in die Zeit von Henoch erhalten haben, bis auch sie der Wüstenbildung und den Menschen mit ihren Haustieren (insbesondere den Ziegen, fürchterlichen Naturzerstörern) zum Opfer fielen. Für die Artbestimmung der geschilderten Bäume wäre ein Botaniker gefragt, wobei es sich natürlich auch um Arten handeln könnte, die inzwischen komplett ausgestorben sind, weil sie nie woanders als in Arabien vorkamen.

Dann kommt eine Schilderung von den vier Himmelsrichtungen, die je drei Türen haben, aus denen verschiedene "Winde" kommen, und die östlichen Türen haben obendrein je ein "Oberlicht", durch das die Sterne kommen - wieder ein Themenwechsel, nämlich in Richtung Astronomie/Astrologie, was damals noch untrennbar verbunden war. Klar kommen die Sterne aus dem "Osten", wenn jeden Tag die Sonne im Westen untergeht und es deshalb im Osten zuerst finster wird, dort also auch zuerst die Sterne sichtbar werden. Zwölf "Winde" ergeben die Tierkreiszeichen!

Henoch wurde also offensichtlich mit einer ganzen Reihe von Phänomenen konfrontiert, die er aus der primitiven Sicht seiner Zeit nicht begriff - von Vulkanen bis Astrologie - die er aber so gut wie möglich und mit dem begrenzten Wortschatz, der ihm zugänglich war, zu dokumentieren versuchte.

(mehr ggf. morgen.)


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