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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

8 Beiträge, Schlüsselwörter: Partnerschaft, Anziehung, Partnerwahl, Sozialkontakte
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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 21:15
"Gegensätze ziehen sich an" oder "gleich und gleich gesellt sich gern" - die Ansichten darüber, welche Persönlichkeiten besser zusammenpassen, variieren noch immer stark. Auch, wenn man derzeit davon ausgeht, dass ähnliche Grundwerte, Einstellungen und Interessen für eine langfristige Beziehung passender sind als Gegensätzlichkeiten, so zeigte sich, dass zumindest in Bezug auf sexuelle Attraktivität optische Gegensätze zum eigenen Aussehen ebenso wie Charakterzüge oder Interessen, die man bei sich selbst nicht wiederfindet, anziehend wirken.

Nach welchen Kriterien wählt ihr enge Sozialkontakte aus? Wonach den Partner, wonach Freunde? Gibt es Unterschiede bei den Faktoren, die bei der Partner- und der Freundeswahl eine Rolle spielen, abgesehen von der sexuellen Anziehung?


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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 21:19
Bei mir macht es die gesunde Mischung aus beidem.
In einigen Sachen sind wir komplett gleich und es gibt Dinge, dir wir unterschiedlich handhaben und auch denken. Wichtig ist, meiner Meinung nach, den Partner auch bei unterschiedlichen Ansichten ernst zu nehmen und ihn so lassen wie er ist.

Allgemein könnte ich garnicht sagen welches von beiden "eher" zu mir passen würde weil mich zu gleich schnell langweilen würde und zu verschieden mich abschrecken würde.


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Chu
ehemaliges Mitglied

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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 21:21
Ich schließe mich da @Stonechen an.
Gemeinsamkeiten auf jeden Fall! Aber es kann und mss auch gegensätzliches geben. gerna auch bei Meinungen, denn ich liebe es, stundenlang zu diskutieren :D


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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 21:35
Ich würde mutmaßen, dass ich bei der Wahl meiner Sozialkontakte sehr speziell bin - je ähnlicher sie mir in den Kernbereichen, insbesondere in meinen Einstellungen sind, desto anziehender, wertvoller und bedeutsamer sind sie für mich. Das geht soweit, dass ich jemanden, der Aussagen trifft, die ich in gleicher Form ebenso hätte treffen können, sehr schnell als sehr wichtig und attraktiv empfinde, eine intime Beziehung würde dadurch deutlich leichter zustande kommen als mit jemandem, der zwar für mich interessante, nachvollziehbare Gedanken formuliert, inhaltlich jedoch nicht mit mir kongruent ist.

In einigen Bereichen schätze ich jedoch auch Unterschiede, vor allem in Bezug auf Interessen oder Ansichten in Bereichen, mit denen ich wenige Berührungspunkte habe oder deren Bedeutung für mich nicht sonderlich groß ist. Ich mag es, von neuen Ansichten zu profitieren und neue Blickwinkel zu erlangen, ich schätze es jedoch ebenso - vermutlich sogar deutlich mehr - wenn eine übereinstimmende Meinung besteht.

Im Zuge dessen habe ich mir schon mehrfach, allerdings eher aus einer geistigen Spielerei heraus, gestellt, ob ich jemanden, der in seiner Persönlichkeit und seinen Ansichten absolut gleich ist, extrem attraktiv oder eher ermüdend finden würde. Würdet ihr einen Persönlichkeitsklon spannend oder anziehend finden?


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Hyphaema
ehemaliges Mitglied

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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 22:00
Bei der Auswahl eines engeren, intimeren Sozialkontakts, sei es nun auf partnerschaftlicher oder bloß freundschaftlicher Basis, bevorzuge ich schon Individuen, die mir in meinem Naturell und meiner Persönlichkeit ähnlich sind. Ebenso finde ich auch gemeinsame Interessen wichtig, um eine Basis haben, auf die die Beziehung sich stützen, aufbauen und auf der sie gedeihen kann. Nichtsdestotrotz mache ich, was die Prioritäten angeht, doch deutliche Unterschiede zwischen all den genannten Punkten.

Tatsächlich halte ich es für unumgänglich, dass mir der Sozialkontakt in der Art der Beziehungsgestaltung (Präferierte Frequenz von Treffen, Kontaktaufnahme, Intensität der Beziehung, etc.) sowie seinem Naturell sehr ähnlich ist. Ich könnte weder eine Freundschaft noch eine Beziehung mit jemandem führen, der deutlich emotionaler, sprunghafter und spontaner ist als ich - ich brauche in dieser Hinsicht einen Menschen, der in seinem Wesen berechenbar, logisch, rational, zuverlässig und kontant ist. Im Gegenzug biete auch ich diese Qualitäten, aber ich könnte mich beispielsweise niemandem anpassen, der landläufig als "normal emotional" gilt. Emotionalität verwirrt mich und wirkt auf mich bezogen auf die Attraktivität auch eher abstoßend.

Was die Interessen betrifft, so gibt es einige Kernthemen, die mir sehr am Herzen liegen und zu denen der potenzielle Beziehungspartner zumindest kein negatives oder desinteressiertes Verhältnis haben sollte. Optimal finde ich es, wenn beide Parteien für ähnliche Interessensgebiete schwärmen, die man miteinander Verbinden kann, sodass beide in einem Austausch neues Wissen erschließen und sich an der Beschäftigung mit besagten Interessensgebieten gemeinsam erfreuen können.
Allerdings denke ich schon, dass es in jeder Freundschaft und jeder Beziehung auch Hobbys und Interessen gibt, in denen sich beide Personen unterscheiden und das ist meiner Meinung nach auch vollkommen legitim, solange es zumindest anderweitige Berührungspunkte gibt. Und solange beide offen und neugierig bleiben, kann es ja auch durchaus vorkommen, dass man das Interesse des anderen mit der Zeit teilt und lieben lernt.
Agrypnie schrieb:Das geht soweit, dass ich jemanden, der Aussagen trifft, die ich in gleicher Form ebenso hätte treffen können, sehr schnell als sehr wichtig und attraktiv empfinde, eine intime Beziehung würde dadurch deutlich leichter zustande kommen als mit jemandem, der zwar für mich interessante, nachvollziehbare Gedanken formuliert, inhaltlich jedoch nicht mit mir kongruent ist.
Das geht mir genauso, insbesondere wenn es sich um Themen handelt, zu denen ich eine interessensbedingte starke Verbindung habe und eine daraus resultierende ebenfalls starke und komplex ausgearbeitete Meinung.
Menschen können zum Beispiel auch vollkommen unattraktiv für mich werden, wenn sie in bestimmten Punkten Ansichten vertreten, die allem, wofür ich stehe, zuwider laufen. An dieser Stelle können sie mir dann noch so ähnlich sein - ich könnte mit ihnen keine tiefere Verbindung mehr aufbauen.
Agrypnie schrieb:In einigen Bereichen schätze ich jedoch auch Unterschiede, vor allem in Bezug auf Interessen oder Ansichten in Bereichen, mit denen ich wenige Berührungspunkte habe oder deren Bedeutung für mich nicht sonderlich groß ist.
Richtig, dem kann ich mich ebenso anschließen. Ich weiß ja sehr wohl, dass mein Wissen von dieser Welt begrenzt ist, ebenso wie meine Interessen es sind und deshalb schätze ich es auch, mich beizeiten zu Themen auszutauschen, von denen ich nicht viel verstehe, zu denen ich keine komplexe Meinung vertrete bzw. vertreten kann und bei denen ich von meinem Gegenüber noch viel lernen kann. Ich werde auch in politischen oder zum Teil gesellschaftlichen Diskussionen gerne eines Besseren belehrt, sofern das Gegenüber gute, logische, und konkordante Argumente vorweisen kann. Menschen, die das können und dabei fair und sachlich bleiben, schätze ich sehr und ihnen würde ich auch eine überdurchschnittlich hohe geistige Attraktivität zuschreiben.
Agrypnie schrieb:Würdet ihr einen Persönlichkeitsklon spannend oder anziehend finden?
Ich denke, ich würde einen Persönlichkeitsklon nur dann spannend finden, wenn dieser sich ab einem bestimmten Punkt der Entwicklung anders entfaltet hätte als ich selbst und auch andere Erfahrungen sammeln durfte. Anderenfalls wäre es sicher seltsam, sich in allem zu gleichen und im Grunde wie mit dem eigenen Spiegelbild zu interagieren.
Was mich allerdings faszinieren würde, wäre mit einem alternativen Ich zu interagieren, das beispielsweise einige einschneidende Erlebnisse nicht erlebt hat oder das beruflich einen gänzlich anderen Weg eingeschlug. Es wäre interessant zu sehen, wie man sich selbst hätte entwickeln können und ob man sich dann in den Kernpunkten noch immer so sehr ähneln würde, oder nicht.


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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

10.10.2017 um 23:25
Es mag beide Sprüche Richtigkeit haben,aber ich selbst tendiere zu:"Gleich und gleich gesellt sich gern"
Was habe ich von einen Partner,der weder die selben Interessen hat wie ich oder wenn jemand ganz anders ist und mit meiner Meinung nichs anfangen kann................


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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

11.10.2017 um 09:30
Also für mich ist es so, dass ich tatsächlich nicht der Meinung bin, dass sich Gegensätze generell anziehen. Ich komme mit einem Partner, der ein ähnliches Gedankenkonstrukt wie ich hegt, wesentlich besser klar, als mit jemandem, der so völlig anders ist. Das liegt daran, dass mir auch wichtig ist, dass man die gleichen Hobbys hat, die gleichen Interessen und irgendwie auch in die gleiche Richtung blickt. Wenn ich gerne sonntags auf der Couch Netflix gucke, dann brauch ich niemanden der sonntags Golfen geht und mich dann mit dahin zerrt. Natürlich könnte man sagen, das kann ich ja auch alleine machen - aber ich will es ja mit meinem Partner machen. Das war jetzt nur ein Beispiel. Aber ich brauche niemanden, der einen Kinderwunsch hat - das würde nicht funktionieren. Ich könnte auch niemanden akzeptieren, der faschistische Gedankengänge hat - in so jemanden könnte ich mich erst gar nicht verlieben.

Natürlich ist es auch schön, wenn man ein bisschen Diskussionspotential hat, daher finde ich gewisse Unterschiede im Charakter auch notwendig, aber ich finde, es gibt einfach Bereiche, in denen sollte man die gleichen Ansichten haben, sonst ist Streit vorprogrammiert.


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Gegensätzlichkeit oder Gemeinsamkeit bei der Partnerwahl?

11.10.2017 um 10:36
@Agrypnie

Ich schrieb es schon einmal in einem anderen Thread. Aber weil alte Männer sich ständig wiederholen (sich ständig wiederholen, sich ständig...), hier noch einmal:

Ohne Differenzen in der Partnerschaft wäre das Leben ja ödest langweiligst (wie meine Tochter das superlativieren würde) - praktisch sein eigenes Spiegelbild zu lieben, also jemanden, der genau so ist wie ich, stelle ich mir nicht nur ziemlich narzistisch, sondern auch noch höchst uninteressant vor.

Nur, weil es in einer Partnerschaft unterschiedliche Meinungen gibt, muss dies ja nicht gleich die Beziehung killen.

Im Gegenteil - ich finde unterschiedliche Meinungen, Vorstellungen, Temperamente durchaus belebend.

Ich liebe ihren irisch-katholischen Schlendrian und ihre Schlampigkeit und Verschwendungssucht im privaten Bereich, ihre ausgefallenen Wünsche hinsichtlich Freizeitgestaltung und Sexualität.
Im Privatbereich lässt sie es so ruhig angehen wie im Job hektisch.

Schlampigkeit ist meiner Meinung nach eine Reaktion auf den Zwang, im Job ständig perfekt zu wirken. Und ausserdem stehe ich auf Schlampen, so lange sie geile Schlampen sind!

Ich kann schlechter einparken und schiessen als sie, dafür aber schneller bügeln und meine Deutschkenntnisse sind besser. Meine Frau kann geschickter mit der Kettensäge und dem Gewehr umgehen, dafür kann ich geniessbarer kochen und preiswerter einkaufen.

Seit fast einem Vierteljahrhundert ertrage ich St. Patrick's Day und sie "german gemutligkeit". Ich liebe ihre irisch-katholische Schlampigkeit und sie meine preussisch-protestantische Pedanterie.

Ihr Engagement in der SPD und meines in der Linken führt zu lebhaften Diskussionen.

Man muss sie einfach lieben. Sonst schlägt sie einem die Zähne aus. (guter, alter irischer Pub-Brauch).

Ich nerve meine Frau mit frühem Aufstehen,entsprechend früh, d.h. vor Mitternacht ist der Tag für mich gelaufen.

Ich nerve meine Frau mit meinen Perfektionsansprüchen an mich und an andere.

Ich nerve meine Frau damit, dass ich nicht lache.

Ich nerve meine Frau damit, dass ich angeblich das Leben nicht so unbeschwert geniessen kann.

Ich nerve meine Frau, weil ich keinen Alkohol konsumiere.



Meine Frau nervt mich im Gegenzug mit Schlampigkeit,Verschwendungssucht, Trödelei und ausgefallenen erotischen Ideen.

Beispiele gefällig?
Wenn sie von einer Geschäftsreise nach Hause kommt, zieht sich eine Spur von Schuhen und Bekleidungsstücken von der Haustür bis zum Bad. Es sieht aus, als hätten Hänsel und Gretel eine Partie Strip-Poker gespielt - und ich liebe es, beim Wäsche waschen klebrige Slipeinlagen aus ihrer Unterwäsche zu fummeln.

Es gibt Menschen, die sind bereit, ihr Seelenheil und viel Geld für Schnick-Schnack aus dem Fenster zu werfen. In der Garage ruhte bis vor einiger Zeit ein rund 40 Jahre altes Jaguar E Cabrio, und wenn ich dessen Unterhalts- und Reparaturkosten auf die Laufleistung umrechne, komme ich auf Betriebskosten pro Stunde wie für einen Tornado.

Aber gnä' Frau hängen daran. Ihr Kindheitstraum und mein Trauma. Wie oft habe ich diese Krücke irgendwo abgeschleppt. Ersatzteile dafür werden vermutlich von Bill Gates persönlich in Platin handgefertigt. Glücklicherweise haben wir die Karre zwischenzeitlich an einen reichen Trottel verhökert.

Vor einigen Jahren erstand meine Liebste in London eine Sonnenbrille für rd. 500 Euro und liess sie nach einer Stunde in einem Strassencafe liegen. Da geht Madame dann nicht zurück ins Cafe, sondern schnurstracks zurück zum Brillenladen und kauft eine neue. Während ich dann Schaum vorm Mund produziere. Ihr Kommentar: Komm, immerhin habe ich zwei Leuten eine Freude gemacht: Dem Finder, der eine Brille "for free" hat, und dem Ladenbesitzer, der doppelt verdient. Juchhu, Deppinnen sorgen für den Aufschwung im UK!

So pünktlich meine Frau in ihrem Geschäftsleben ist, zuverlässig wie eine Schweizer Uhr - im Privatbereich wird das kompensiert. "Als Gott die Zeit machte, hat er genug davon gemacht", offenbar in Irland ein stehender Begriff. Wer uns zur Sylvesterfeier einlädt, der kann gegen Ostern mit unserem Eintreffen rechnen. Solange dauert es, bis sich die Liebste zurecht gemacht hat, und wenn dann noch das Telefon klingelt, oder ihr etwas wichtiges einfällt... Hätte das Auto keine Standheizung, wären die wartenden Kinder im Winter schon längst erfroren.

Über den letzten Punkt nur soviel: Es gibt Frauen, die kompensieren Stress durch Schokolade - andere durch ausgefallene Anwandlungen. Ich danke ihrem katholischen Internat dafür. :D


Trotzdem sind wir seit nunmehr fast 25 Jahren ein ziemlich glückliches und, wie ich finde, auch ganz "normales" Ehepaar.

Differenzen beleben den Alltag - und zwischen kreativer Streitkultur und hirnlosem Zank liegen Welten!


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