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Angst vor Ablehnung

16 Beiträge, Schlüsselwörter: Ablehnung
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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 11:07
Jeder kennt sicher die Nervosität wenn man vor einer Gruppe sprechen soll, etwas präsentieren soll, jemanden ansprechen soll. Das was Menschen dabei nervös oder ängstlich macht ist die Angst vor der Ablehnung. Was ist wenn sie einen auslachen? Nicht ernst nehmen? Genervt wirken? Ablehnen.

Aber was ist eigentlich so schlimm daran? Kann man es trainieren abgelehnt zu werden? Stört es dann weniger? Macht es selbstbewusster oder schadet es eher dem Selbstbewusstsein?

Wie geht ihr damit um? Jeder hat sicher schon einmal Erfahrung gemacht mit Ablehnung. Ist es schlimm, weniger schlimm oder sogar gut abgelehnt zu werden?


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 11:18
Ich glaube, bei der Angst vor Ablehnung geht es eigentlich um die Angst vor Verlust. Verlust der Kontrolle, Verlust des Komforts oder des Status etc.
Der Meinung anderer Menschen zu viel Beachtung zu schenken, ist eine kurzsichtige Denkweise. Während man sich darüber den Kopf zerbricht, was andere über einen denken, leben die anderen ihr Leben und man selbst bleibt auf der Strecke. Menschen, die auf lange Sicht damit konfrontiert sind, vor anderen sprechen zu müssen (zum Beispiel im Beruf), würde ich eine entsprechende Therapie empfehlen. Wenn man selbst nicht an sich glaubt, wie sollen es dann andere tun?
Es gibt durchaus Therapien, die solchen Menschen sehr gut helfen können.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 11:23
YaaCool schrieb:Macht es selbstbewusster oder schadet es eher dem Selbstbewusstsein?
Als Mensch hat mans da nicht einfach, weil das eigentlich so läuft, dass die Anerkennung auch selbstbewusster macht.
Hinzu kommt, dass man in der Schule praktisch die Gruppe von den Mitschülern antrainiert bekommt, mit Positionen, Außenseitern, Anführern usw.
Wenn man da hinterher noch was ändern will, ist es natürlich entsprechend schwer.
Alle Menschen, brauchen erstmal Bestätigung, wenn man das weg haben will, dauert es sehr lange.
Man muss sich halt immer wieder mit sich selbst auseinandersetzen und akzeptieren und weniger auf die anderen schauen.
Irgendwann kann sich das aber manifestieren, dann braucht man keine Bestätigung mehr.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 12:14
Ich glaube eher, es ist Scham. Angst, sich zu blamieren. Angst vor Texthängern. Alle schauen einen an und erwarten etwas.
Genau genommen ist nichts schlimm daran. Jeder macht Fehler oder wird mal ausgelacht.
Ungern nenne ich Trampel Trump als Vorbild, aber dem ist es scheißegal, sich vor der ganzen Welt zu blamieren. Es passiert ihm nichts weiter.
Wenn man sich den anschaut, braucht man nie wieder Angst zu haben.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 20:15
allmotley schrieb:Ungern nenne ich Trampel Trump als Vorbild, aber dem ist es scheißegal, sich vor der ganzen Welt zu blamieren. Es passiert ihm nichts weiter.
Wenn man sich den anschaut, braucht man nie wieder Angst zu haben.
Ne, ne !
Das ist ihm nicht egal.
Menschen wie Trump sind sehr Unsicher.
Daher müssen sie ja ständig den Rüpel machen.
Ein selbstsichererer Mensch, wie Obama hatte das nicht nötig. Der hat Spässe auch über sich selbst zugelassen, Öffendlich sogar bei einer Rede angefangen zu Singen...war Charismatisch, hat Tränen zugelassen...

Das würde Trump nie machen,, eher Vernichtet er dich ( oder feuert dich ).

Selbstsicherheit, da darf man auch Fehler haben!

Perfektion ist die letzte Zuflucht der Mittelmässigen.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 20:38
Das kommt darauf an, was man möchte. Möchte man den Kontakt mit Menschen meiden, dann kann es schon sinnvoll sein, abgelehnt zu werden. So spart man sich einiges an Kommunikation und Interaktion mit Menschen, auf die man sowieso keine Lust hat.

Besteht allerdings ein gewisser Leidensdruck, weil man abgelehnt wird oder Angst davor hat, so ist es durchaus sinnvoll, zu lernen, damit umzugehen. Denn Angst vor Ablehnung kann dich davon abhalten, neue Menschen kennenzulernen und in dein Leben zu lassen. Sie kann dich davon abhalten, einfach du selbst zu sein, weil man Angst davor hat, nicht so angenommen zu werden, wie man eben ist. Sie kann dich davon abhalten, dich jemandem zu öffnen und zu vertrauen. Sie kann dich davon abhalten, glückliche zwischenmenschliche Beziehungen zu führen. Oder eben auch einfach so Dinge, wie Präsentationen vor einer Gruppe zu einem Horrortrip machen.

Wer etwas an diesem Gefühl ändern möchte, der muss sich mit sich selbst auseinandersetzen. Und zwar ganz intensiv. Das kann schmerzhaft werden. Sehr sogar. Aber es ist nunmal der Weg, den man gehen muss, wenn man nicht ewig damit leben möchte.

Was ganz klar dazu gehört ist, das schlechte, unangenehme Gefühl - wenn es dann mal da ist - nicht wegreden. Es ist da und man sollte es einfach annehmen. Es bewusst spüren. Sich gegen negative Gefühle zu "wehren" bringt meist nicht viel, denn weg gehen sie davon auch nicht, sondern werden oftmals nur noch schlimmer. Und natürlich muss man sich dann auch fragen, woher diese Angst kommt. Und es hat einen Grund. Der kann sehr simpel sein, genauso wie er unglaublich komplex sein kann. Nur wird niemand, der lernen möchte, mit dieser Angst umzugehen, drum herum kommen, sich damit auseinanderzusetzen und zu erforschen, woher die Ängste rühren. Denn dann kommt der Punkt, an dem man sich, wenn das Gefühl wieder auftritt, fragen kann, ob es "alte Ängste" sind oder "Neue". Sprich, ob die Angst gerade in der Situation irrational ist, weil überhaupt nichts Schlimmes passiert oder passiert ist oder ob es eben doch ein konkretes Ereignis gab, das "rational" begründet, wieso man gerade Angst davor hat, abgelehnt zu werden. Man kann die einzelnen Situationen auch relativ genau analysieren und so herauskristallisieren, was genau die Angst - ob rational oder nicht - auslöst. Damit kann man dann weiter arbeiten.

Und das alles kann ein ziemlich langer, anstrengender Prozess werden. Aber irgendwann wird es besser. Man muss nur am Ball bleiben.


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Senfgurke
ehemaliges Mitglied

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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 20:50
YaaCool schrieb:Jeder kennt sicher die Nervosität wenn man vor einer Gruppe sprechen soll, etwas präsentieren soll, jemanden ansprechen soll. Das was Menschen dabei nervös oder ängstlich macht ist die Angst vor der Ablehnung. Was ist wenn sie einen auslachen? Nicht ernst nehmen? Genervt wirken? Ablehnen.
Da ich früher nie was geschenkt bekommen habe, viele sich gegen mich aufgespielt haben, interessiert es mich inzwischen
überhaupt gar nicht mehr, was andere von mir denken. Derzeit studiere ich an der Uni. Ich habe vielleicht mit einer handvoll
Menschen etwas zutun, die sogar nicht mal aus meinen Studiengang sind. Was interessiert mich dann, was Menschen über
mich denken, wenn ich einen Vortrag halte, obwohl ich diese Menschen gar nicht kenne und sowieso nach der Unizeit keinen
mehr von denen sehe?

Denkt dir einfach immer: Diese Menschen kennen dich nicht. Diese Menschen kennen deine Persönlichkeit nicht.
Wenn sie nach einen Vortrag eine Abneigung gegenüber deiner Person haben und dir das auffällt, dann reißt
dich an Riemen und sag dir immer im Kopf... wenn jemand ein Problem mit dir hat, soll er es dir direkt ins
Gesicht sagen. Man sollte einfach keine Angst zeigen. Wenn du aufs Maul mal bekommst, ist es völlig egal.
Hauptsache man zeigt, das man keine Angst hat.

Ich rede inzwischen sehr überzeugt bei meinen Vorträgen. Als arrogant würde ich das nicht abstempeln. Da ich aufgrund
meines Migrationshintergrund ein bisschen Probleme habe mit der deutschen Sprache, fällt es mir um einiges leichter,
wenn ich in meiner Stimmlage etwas "abgehoben" rede. Ab und zu verschlucke ich ein Wort, aber ist mir völlig egal inzwischen
Ich denke auch, das man mit einer selbstbewussten und überzeugten Art eher Eindruck macht und dann deine Umgebung eher beeinflusst
und sie dann sozusagen "Ehrfurcht" und "Angst" bekommen. Da schauen die Menschen eher weg, wenn dir was peinliches passiert.
Körpersprache ist hier auch ziemlich wichtig. Ich bin muskulös, weshalb es mir leichter fällt mit den Körper zu spielen.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 20:58
@Atrox, du kannst nach heute sicher helfen


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Senfgurke
ehemaliges Mitglied

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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 21:06
allmotley schrieb:Ungern nenne ich Trampel Trump als Vorbild, aber dem ist es scheißegal, sich vor der ganzen Welt zu blamieren. Es passiert ihm nichts weiter.
Wenn man sich den anschaut, braucht man nie wieder Angst zu haben
Das kann man aber nicht vergleichen. Der ist Milliardär. Wäre ich Millionär würde ich vielleicht sogar mit Bademantel zur Universität
gehen und auch nicht mehr so viel auf andere Sachen achten, wie ich Menschen faszinieren und beeindrucken kann. Ich habe dann
halt das Geld und blamieren kann ich mich dann so oft wie ich will. Wenn mich jemand auslachen würde, würde ich einfach nur
mit den Lila - Scheinen wedeln. Gerade bei Geld, verliert der Mensch sehr viel Scham. :D :D

Viele Menschen, die halt Angst haben, denken das sie durch Fehler etwas verlieren werden. In den Punkt vielleicht den Respekt
und möglicher Spott von Lästermäulern. Ich habe schon oft von außen gehört, das ich arrogant sei. Zu mir selbst hat es noch
nie jemand gesagt. Diese Einschätzung habe ich von Freunden gehört, das manche, die nichts mit mir zutun haben wollen,
zu so einen Fazit kommen. Wüssten sie das ich sehr viel von meinen Vermögen spende, mich um Waisenkinder sehr intensiv
gekümmert habe, beim Aufbau von Brunnen mich beteiligt habe und noch heute Patenschaft habe, würden sie ganz anders
über mich urteilen. Daher hasse ich Lästerei. Wenn ich einen Menschen nicht kenne, rede ich nicht über ihn. Ich rede erst
mit ihn oder über ihn, wenn ich ihn vor mir habe. Wenn mir etwas nicht passt, sage ich das direkt ins Gesicht und spiele
nicht das Weichei, was hinterrücks irgendwelche Lügen, Vermutungen oder Beleidigungen herumposaunt.

Ich habe halt eine Persönlichkeitentwicklung hingenommen, indem ich sehr überzeugt von mir geworden bin, gerade
wenn ich etwas erreichen will sei es in der Uni oder beim Sport. Ich schaue nicht mehr auf andere Menschen.
Wenn ich einen Sixpack haben möchte, schaue ich nicht auf andere, die schon einen Sixpack haben und laber
dann herum "ich will auch einen" oder werde irgendwie neidisch. Nein. Ich mache dann halt selbst trainieren und
wenn ich das nicht schaffe, den Aufbau eines Sixpack, dann ist es auch gut und ich bin zufrieden mit den was
ich bisher erzielt und erreicht habe.


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Angst vor Ablehnung

09.05.2018 um 21:32
@Dr.AllmyCoR3

Stimmt :D

Also ich rede recht oft vor Leuten. Nervosität ist mir trotzdem nicht komplett fremd. Meistens macht es mich nervös, dass ich zu spät kommen könnte, dass die Technik streikt oder das weniger Leute kommen als erwartet. Kurz nachdem man vorgestellt wurde, also Augenblicke bevor man selber anfängt zu reden, überkommt mich aber ein richtiges Hochgefühl. Die Nervosität ist wie verflogen und es ist als würde man in einen Tunnel gehen.

Ich habe im Studium schon viele Vorträge gehalten und bin mittlerweile auf einem Niveau, dass echt garnicht so schlecht ist. Angst vor Ablehnung habe ich nicht. Ich scheue auch eine lebhafte Diskussion nicht. Unmittelbar mit diesem Selbstvertrauen ist aber auch verknüpft, ob man überzeugt ist von dem, was man erzählt. Ich merke selber, dass meine Körpersprache und Ausstrahlung genau mit dem Punkt steht und fällt. Mittlerweile muss ich aber keine langweiligen Hausarbeiten mehr vorstellen, sondern meine eigene Arbeit. Aus professioneller Sicht ist es natürlich tödlich, wenn man dann nicht von dem überzeugt ist, was man erzählt.

Ich kenne Vorträge aber auch von der anderen Seite als Betreuer von Seminaren. Da waren auch schon welche bei, bei denen ich am liebsten gegangen wäre. Viel wichtiger ist es aber konstruktive Kritik zu bringen. Ich würde niemals jemanden auslachen und ich würde jeden rauswerfen, der es tut.

Sich darauf zu trainieren abgelehnt zu werden, halte ich für Quatsch. Man sollte sich lieber darauf trainieren, solche Situationen durchzustehen. Immer und immer wieder Vorträge halten, auch wenn es nicht der Mindestanforderung entspricht. Das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten ist das A und O.

Wenn es um Vorträge an der Uni geht, muss man sagen, dass dir da eigentlich nichts passieren kann. Im Studium hat man immer ein Heimspiel und man befindet sich regelrecht in einer Schutzblase. Auf größeren Konferenzen hat man diese Schutzblase nicht mehr. Wenn man stets an sich arbeitet, wird man aber so gut, dass man diese Schutzblase nicht mehr braucht.


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Chu
ehemaliges Mitglied

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Angst vor Ablehnung

10.05.2018 um 10:36
Ich gehe so damit um:

Ich denke gar nicht darüber nach, sondern tu es einfach. Ein einziges Mal ist es mir passiert, dass zwei tuschelten und lachten. Also habe ich die direkt angesprochen und gefragt, ob sie sich mit einbringen wollen. Nö, wollten sie nicht und es war ihnen ultra peinlich. So kann man es im schlimmsten Fall immer drehen :D


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Angst vor Ablehnung

10.05.2018 um 10:45
@YaaCool

eine solche erfahrung gehört im leben einfach dazu.
warum auch immer diese ablehnung geschieht - man weiss ja dann,
an was man arbeiten sollte.

;-)


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Angst vor Ablehnung

10.05.2018 um 10:49
@Atrox
Bist du Professor an der Uni?


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Angst vor Ablehnung

10.05.2018 um 11:40
@Subway

Kein Professor, aber ich arbeite an einer Uni.


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Angst vor Ablehnung

13.05.2018 um 22:56
Übung macht den Meister. Während der Schulzeit habe ich Vorträge doch schon teilweise als anstrengend und unangenehm empfunden. Und wir wurden in freier Rede schlecht geschult.

Mittlerweile halte ich seit längerer Zeit regelmäßig Vorträge und das auch vor großem und anspruchsvollem Publikum. Es ist eine Frage der Übung- definitiv. Man muss sich dem stellen und bereit sein, harte Kritik zu ertragen. Meistens sieht man sich selbst kritischer als andere einen betrachten. Nur muss man sowas auch hören und darüber sprechen.


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Angst vor Ablehnung

14.05.2018 um 09:20
man muss wirklich einfach lernen ''not to give a shit''
und dann ist das leben viel einfacher! :)


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