Loewe78 schrieb:Wenn Sie sich die Mühe machen wollen das genauer auzuführen, lieber @redru_neu, bin ich Ihnem sehr dankbar. Die Diskussion kann meines Erachtens etwas mehr Faktenschärfe vertragen in diesem Bereich.
Es ist in der Tat so, dass Wladimir und Shura bei ihrer Studie ein glaziologisches Protokoll abgearbeitet haben, das ihnen von einem Professor des Fachgebietes vorgegeben worden war. Sie haben sich nicht etwa angemaßt, da laienhaft irgendwie im Schnee rumzustochern. Sie haben valide, empirische, handfeste Daten geliefert. Der Erkenntnisgewinn zu den Bedingungen vor Ort basiert darüber hinaus auf zahlreichen weiteren Beobachtungen an Ort und Stelle. Wer dagegen argumentieren will, muss eine Meng an Hausaufgaben erledigen, wie ich das sehe. Es ist mit pauschaler Diskreditierung bei weitem nicht getan. Zumal, und dieser Punkt muss im Grunde zuerst angesprochen werden:
Die Ausgangsannahme, dass hier ein Schneebrett als Auslöser erforderlich ist (oder wie bei Puzrin eine Verwehung), ist überhaupt nicht valide begründet und erst recht nicht belegt. Wir befinden uns da in einer Art Beweislastumkehr, einem Speil mit negativer Rhetorik. Es gab in situ keine entsprechenden Befunde - und weder die Teilnehmer an den Suchen, noch ortskundige Ski-Wanderer haben das angenommen. Im Gegenteil wird beschrieben und ist auf den Fotos zu sehen, dass die Schneedecke damals nicht nur dünner war als heute, sondern in diesem Bereich des Abhangs allenthalben die Felsspitzen durch die Schneedecke drangen. Was zum einen die in einer Grafik mit konkreten Messergebnissen "Verzahnung" der Schneedecke mit dem Boden belegt und zum anderen es schwer macht, dort ein abgehendes Schneebrett geeigneter Größe überhaupt anzunehmen. Allein aus diesem Grund. Es gibt ja einige weitere, wie auch hier im Thread besprochen. Ich weiß selbst nicht mehr alles auswendig, weiß aber, dass es alles irgendwo steht.