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Freiheit und Unfreiheit

25 Beiträge, Schlüsselwörter: Freiheit, Gefangen, Unfreiheit

Freiheit und Unfreiheit

12.06.2016 um 19:27
Wirklich frei bist du erst wenn du nichts mehr zu verlieren hast ! ✊


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kitthey
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Freiheit und Unfreiheit

15.06.2016 um 10:39
Wir werden nie Frei sein. Naturgesetze stehen uns im Weg. Es wird immer etwas geben, was uns hindert um Frei zu sein z.b Gesetze. Von Naturaus ist der Mensch determiniert. Wir sind also vorbestimmt Sachen zu tun. Wir haben dennoch einen sehr guten Verstand.


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Freiheit und Unfreiheit

16.06.2016 um 21:58
@Jay-Jay
Jay-Jay schrieb am 11.12.2015:Ich kam zu dem Schluss, dass Freiheit, die sich als absolut frei ansieht, keine echte Freiheit sein kann, da sie sich die Freiheit nimmt, unfrei zu sein.
Ebenso fiel der Begriff der Grenzenlosigkeit, welcher mit dem Freiheitsbegriff synonym benutzt wurde, wogegen ich aber behaupten würde, dass die Gleichsetzung dieser beiden Begriffe auch wieder zu einer Unfreiheit des Freiheitsbegriffes führt, da die Grenzenlosigkeit impliziert, dass es keine Grenzen geben darf in der Freiheit. Dies führt zu dem Problem, dass die Freiheit in ihrem Absolutheitsanspruch aber auch das ziehen von Grenzen in ihr beinhaltet wäre...
Darum lässt man am besten die Finger von absoluten Konzepten - sie funktionieren überhaupt nicht. :)
Absolute Freiheit ist absurd und relative Freiheit trivial. Außer natürlich, man glaubt, dass es Freiheit überhaupt nicht gibt, wie so mancher Determinist. Lass mich spaßeshalber diese Position einnehmen, dann wäre meine erste Frage an dich:

Welche Hinweise oder Gründe hast du denn dafür, anzunehmen, dass etwas geschehenes auch anders verlaufen hätte können?
Kannst du Beweisen, das irgendein Ereignis aus der Vergangenheit oder Zukunft zumindest teilweise von allen Einflussen unbeeinflusst, und in diesem Sinne frei wäre?
Wenn ich dir sage, dass du dir eine Zahl zwischen eins und tausend ausdenken sollst, wie kannst du mir dann zeigen, dass du dich für mehrere Zahlen enstcheiden könntest?

Ich glaube, das kannst du nicht - denn es gibt keine Gewissheit der Freiheit, nur das Gefühl der Freiheit.


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Freiheit und Unfreiheit

17.06.2016 um 20:54
@kitthey
Wir werden nie Frei sein. Naturgesetze stehen uns im Weg. Es wird immer etwas geben, was uns hindert um Frei zu sein z.b Gesetze. Von Naturaus ist der Mensch determiniert. Wir sind also vorbestimmt Sachen zu tun. Wir haben dennoch einen sehr guten Verstand./ZITAT]

Wir Menschen weigern uns gerne Freiheit zu akzeptieren, weil für uns die Vorstellung unerträglich
ist, dass wir für unsere "Welt" verantwortlich sind.
Wir sehen uns lieber als Opfer denn als eigenverantwortlicher Erwachsener.
Die Verantwortung für unsere Fehlentscheidungen wälzen wir gerne auf äußere Umstände oder
die Gesellschaft als Ganzes ab.
Jean-Paul Sartre formulierte es wie folgt:
Die Gegenwart ist einfach das, was sie ist, und wenn man sich nicht klarmacht, dass sie auch anders sein könnte.
Natürlich behauptet auch Sartre nicht, dass es z. B. so etwas wie eine unglückliche Kindheit gibt.
Jedoch bezeichnet er es als unredlich, wenn wir uns weigern unsere freien Entscheidungs-
Möglichkeiten anzuerkennen.


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Freiheit und Unfreiheit

18.06.2016 um 06:48
Ich hatte den Satz garnicht fertig zitiert. Zuerst fiel er mir nicht mehr komplett ein, und als er mir wieder einfiel, vergaß ich ihn auch aufzuschreiben. Alzheimer? Gutes Beispiel für Unfreiheit
Die Gegenwart ist einfach das, was sie ist, und wenn man sich nicht klarmacht, dass sie auch anders sein könnte, gibt es keinen Grund etwas zu tun. Alle unsere Handlungen sind auf ein Ziel gerichtet, das es im hier und jetzt nicht gibt. Da unsere Handlungen also auf nichts basieren, sind sie auch niemals notwendig. Ziele sind etwas, das wir uns aus freien Stücken selbst setzen, und mit ihnen zusammen schaffen wir auch unsere Werte.
@Jay-Jay
Jay-Jay schrieb am 11.12.2015: Ich kam zu dem Schluss, dass Freiheit, die sich als absolut frei ansieht, keine echte Freiheit sein kann, da sie sich die Freiheit nimmt, unfrei zu sein.
Jean-Paul Sartre aus: Das Sein und das Nichts. (1943)
Ich bin dazu verurteilt frei zu sein!
Sartres berühmter "Ekel" entspringt der absoluten Freiheit des Bewusstseins, dass man zu jeder wie auch immer gearteten Handlung fähig ist.
So könnte man sich in einem Moment dazu entschließen einen Menschen zu töten, und ebendieser Gedanke, bei dem sich in unserem Selbst ein entsetzlicher Abgrund auftut, erzeugt Angst und Ekel.
Man könnte es also tun und fürchtet daher, es wirklich zu tun.
Zur Freiheit verdammt zu sein heißt, allein dafür verantwortlich zu sein aus jeder Situation unsere eigene "Welt" zu schaffen.
Wir müssen auf unsere eigene Weise zurecht kommen und unsere eigenen Reaktionen auf unsere Entscheidungsangst finden.
Natürlich weist hier Sartres Existentialismus Lücken auf, wie z. B. oben angesprochen Alzheimer Erkrankung.


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