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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.017 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 17:25
Whoracle schrieb:Ich würde einiges darauf verwetten, dass ein schlichter CSU-Wähler eher selten aufgefordert wird, sich gefälligst von der AfD oder Pegida zu distanzieren, aber na ja, kann man ja trotzdem so auslegen.
Ich schätze sogar ziemlich oft.
paranomal schrieb:Die Frage ist trotzdem welche Kennzahlen hier vergleichbar wären und was man dann genau empirisch erhebt. Ich glaube kaum, das es aus der Zeit flächendeckende Studien gibt. Jedoch lässt sich zumindest eine Produktionssteigerung quantitativ und eine Zunahme der Bildung und der Emazipation der Frau auf quantitativer/qualitativer Ebene nachweisen.
Eben, es gibt keine Daten. Produktionszunahme ist jetzt auch so ein Ding, weil wir beginnen am Tiefpunkt des Zarenreiches, nach einem Krieg in einem Bürgerkrieg.

Was Emazipation ageht, so ist das nach dem WW1 ein genereller Umbruch zu bewerten.

Sogar Stalins UDSSR bringt Pluspunkte oder Mao, alles eine Frage wann wir was betrachten.

Aber daraus lässt isch noch nicht die Funktionalität der Wirtschaft oder Gesellschaftsform ableiten. Wir wir sahen hielt die UDSSR ziemlich lange durch, zerfiel aber umso spektakulärer.
paranomal schrieb:Das wurde unterschiedlich gehandhabt. Teils weiterhin mit Geldmitteln zu festen oder varierenden Preisen (also marktgebunden) und teils auch einfach mit Gutscheinen für Produkte in Höhe der investierten Arbeitsleistung.
Und wer hat die Löhne festgelegt?

Das Kollektiv?


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 18:08
Bruderchorge schrieb:Interessanterweise nimmt hier keiner Stellung zu den konkreten Randalen und den verletzten Personen und Polizisten, da gesteht man sicht nichts ein.
Ich denke, dass solche Aussagen zu nichts führen. Ich kann von niemandem grundsätzlich erwarten, dass er sich hier von linksextremen Aktionen distanziert oder dazu Stellung bezieht, nur weil er beispielsweise ausschließlich im Rechtsextremismus-Thread aktiv ist und nichts zum Linksextremismus oder dem islamischen Extremismus sagt. Anders sieht das aus, wenn man solche Aktionen gut heißt - was unlängst in einem anderen Thread geschehen ist und entsprechend sanktioniert wurde.

Mich hätten da eher persönliche Erfahrungen interessiert, aber da wurde meine Ruppigkeit bestraft.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 20:11
@Aldaris

Vielleicht liegt es daran, das sich viele einfach nicht bedroht fühlen.
Gewalttätige Linksextremisten attackieren ja die letzten Wochen und Monate eher "die Rechten".
Mir tun sie daher nie was wenn ich auf Demos bin. Auch in meinem Viertel in der Stadt wo ich lebe, empfinde ich diese Personengruppe als eher friedlich.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 21:55
@Aldaris

Für solche User natürlich, aber wenn hier großspurig der moralische Zeigefinger gehoben wird, dann kann man von einem vernünftigen Diskussionspartner auch erwarten, dass er zumindest auf Argumente reagiert, ansonsten kann derjenige auch einen Blog schreiben.

Insbesondere wenn es vorab in der Diskussion um die konkreten anstehenden Randale in Stuttgart ging und im Zuge des Gespräches sowas hier kommt:
Realo schrieb am 30.04.2016:Ja wenn von den Linkees offenbar keine Gefahr ausgeht, muss man sie doch irgendwie herbeibeschwören.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 22:31
Ich meine ein Rechter würde sich wahrscheinlich bedrohter fühlen, wie eine Person mit einer neutralen politischen Identität. Ich kann mich sowohl gegen Links positionieren, wie auch gegen Rechts.

Bei mir persönlich überwiegt die Abneigung gegen Rechts. Da der linke Rand dies auch tut, habe ich wahrscheinlich weniger Gefühle der Bedrohung.
Aber Gewalt ist dennoch immer ein No Go. So oder so.

Die Frage ist ja, woher diese Gewaltbereitschaft rührt.
Täter sind oft jung und Hitzköpfe, auf der Suche nach politischer Zugehörigkeit.
Bereitschaft zur Gewalt in einer Gruppe hat bestimmt schon jeder erfahren. Ob aktiv oder passiv.
Manche bekommen den Dreh und wenden sich ab, da sie merken das es der falsche Weg ist.
Der andere Teil erfährt in den Augenblicken der Gewalt so etwas wie Macht und Einfluss. Der ganze Rummel in der Presse, dann noch als Strassenkämpfer im schwarzen Block betitelt zu werden, ist so etwas wie ein Ritterschlag. Auch Teil so einer Gruppe anzugehören, ist für viele aus diesem Kreis ein gutes Gefühl.

Das bedeutet nicht das ich es gut finden muss oder sogar beklatsche, sondern es ist eher ein Versuch es nachzuvollziehen.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 23:13
Bruderchorge schrieb:Für solche User natürlich, aber wenn hier großspurig der moralische Zeigefinger gehoben wird, dann kann man von einem vernünftigen Diskussionspartner auch erwarten, dass er zumindest auf Argumente reagiert,
Und daher listest du direkt 6 User namentlich auf, obwohl du nur einen einzigen meintest? Wie @Aldaris es dir schon mitteilte, beziehe dich auf denjenigen, den du kritisierst, ich denke hier schreibt jeder sowie so erst mal nur für sich, daher kann man eine Aussage nicht auf alle anderen übertragen.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 23:14
Insbesondere wenn es vorab in der Diskussion um die konkreten anstehenden Randale in Stuttgart ging und im Zuge des Gespräches sowas hier kommt:

Ja wenn von den Linkees offenbar keine Gefahr ausgeht, muss man sie doch irgendwie herbeibeschwören.
Offensichtlich muss man den Begriff Gefahr erstmal klären.

Auch wenn die derzeit größere Gefahr in Deutschland wohl vom Rechtsextremismus und dem islamistischen Extremismus ausgeht, so halte ich es dennoch für unsinnig, die Gefahr des Linksextremismus auszublenden, wegzureden oder zu beschönigen. Der Linksextremismus lässt sich von moralischer Seite her einfacher legitimieren, weil er sich primär am stärksten gegen den Rechtsextremismus wendet, gegen den sich eben auch alle vernünftigen Menschen wenden - er kann sozusagen leichter aus der Deckung operieren. Das Problem ist bloß, und wir sprechen hier von Linksextremen, dass der Feind nicht nur die Rechtsextremen sind, sondern auch die freiheitlich-demokratische Grundordnung inkl. der Parteien und Menschen, die diese Ordnung erhalten wollen. Ich glaube, 'die Antifa' ist nochmal ein Sonderthema, weil da von verwirrten Jugendlichen über echte Antifaschisten bis hin zu gewaltbereiten Linksextremen alles drunter subsumiert werden kann.

Und die noch größere Gefahr geht davon aus, dass, sollten solche Leute an die Macht kommen, der Weg für Faschismus und Staatsterrorismus geebnet wird - so wie wir das aus der Vergangenheit kennen. Deshalb finde ich es wichtig und richtig, darauf aufmerksam zu machen, wenn Linksextreme mal wieder randalieren oder anderweitig Straftaten begehen. Es kann aber eben auch nicht sein, dass man die Supporter toleriert, die auf der einen Seite Straftaten der anderen Seite, die ja nicht mal immer gleich rechtsextrem sein muss, auf's schärfste verurteilt und gleichzeitig dann doch Sympathien für Straftaten der anderen Seite zeigt - und das obwohl immer wieder Unschuldige gefährdet oder sogar Opfer davon werden. Dazu zählt insbesondere die Polizei, die man zwar auch situativ und teilweise strukturell kritisieren kann, aber die letzten Endes meist den Mist ausbaden muss, eben einzelne Polizeibeamte. Zumindest wird sich selten darüber echauffiert, wenn durch Linksextreme mal wieder mehrere Polizisten verletzt wurden.

Naja, wie der ein oder andere hier auch schon erkannt hat, schaden die Aktionen der Linksextremen 'der linken Sache' immer mehr als sie nützen. Von daher 'sollten' sich gerade Menschen aus der linken Szene besonders von diesen Personen abgrenzen. Aber im Grunde genommen jeder, der etwas vom Rechtsstaat hält.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 23:50
@Whoracle
Whoracle schrieb:Der Unterschied ist, dass sich hier wahrscheinlich die Wenigsten zur Organisation "Antifa" zählen oder selbst irgendwelche brennenden Autoreifen auf Straßen werfen, während andere Leute vor der Bühne stehen und klatschen, während von "eurasisch-negriden Mischrassen" und "Säuberungen" fantasiert wird.
Ich würde einiges darauf verwetten, dass ein schlichter CSU-Wähler eher selten aufgefordert wird, sich gefälligst von der AfD oder Pegida zu distanzieren, aber na ja, kann man ja trotzdem so auslegen.
Ich denke mal, das sich hier wahrscheinlich auch die wenigsten zu den Befallklatschern zählen... die Du hier scheinbar ausgemacht hast.
Von daher ist der Vergleich eher fehl am Platz.

Was hat im übrigen die CSU mit AfD oder Pegida zu tun? Sind die nun auf einer "braunen" Linie?


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

04.05.2016 um 23:57
Aldaris schrieb: Das Problem ist bloß, und wir sprechen hier von Linksextremen
Ja wenn's nicht der Haufen verwirrter Kids von der Antfa ist - wer sollen denn bitte die eigentlichen Linksextremen überhaupt sein?
Ist das nicht ein reaktionärer Mythos?
Aldaris schrieb:Und die noch größere Gefahr geht davon aus, dass, sollten solche Leute an die Macht kommen, der Weg für Faschismus und Staatsterrorismus geebnet wird - so wie wir das aus der Vergangenheit kennen.
Also das ist gleich doppelt desinformativ: Schon wieder proponierst du hier eine ominöse Gruppe "Linksextremer", die du nicht benennen kannst, zum anderen ist die Behauptung, dass das zum Faschismus führen könnte, aberwitzig. Zumindest müsstest du das nachvollziehbar erklären, sonst ist der Spruch genauso dumm wie Geißlers "Rotfaschismus"-Gespenst. Für mich sind das eher schwarzbraune Kampfparolen von vorgestern, noch aus dem letzten Jahrtausend.
Aldaris schrieb:wenn Linksextreme mal wieder randalieren oder anderweitig Straftaten begehen.
Erstens sind das keine Linksextremen, sondern aus meiner Sicht rote Hools, und zweitens solltest du mal eine Abgrenzug zwischen Extremismus und Radikalismus machen. Du benutzt wie so viele andere das Schlagwort Extremismus zu inflationär, so dass er sich zu schnell abnutzt.
Aldaris schrieb:auf der einen Seite Straftaten der anderen Seite, die ja nicht mal immer gleich rechtsextrem sein muss
Und gleichzeitig kommt die Verniedlichung der anderen Seite ins Spiel, wo du dann plötzlich überkorrekt bist mit Abstufungen bei der Bezeichnung. Damit sagst du eigentlich mehr über dich selbst und deine politische Einstellung, als über das, was du beschreiben und klassifizieren willst.

Um es mal ganz präzise zu sagen: Linksextreme sind für mich Leute, die das Grundgesetz abschaffen wollen, und das will von den Linken eigentlich gar keiner. Vielleicht waren die einzigen Linksextremen bloß die beiden Terrorgruppen RAF und Bewegung 2. Juni. Eigentlich ist die wirkliche radikale Linke schon seit der Wende tot, weil sie immer noch sprachlos ist. Die paar linken Songs von Popbands kann man auch nicht unbedingt politisierend nennen. Es gibt einfach nichts mehr auf der "Linken", das den Namen verdient, d.h. die Stelle ist frei, ein riesiges Loch, unausgefüllt.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 00:25
@Realo

Das ist doch eine Definitionsfrage und damit nur 2. rangig, mir zumindest ging es darum, wie deine Einstellung zu dem Personenkreis der "roten Hools" ist, die brennende Reifen auf den Bundesstraßen positionieren und Polizeibeamte auf den genannten Demos angreifen.

Die meisten in diesem Thread subsumieren diese "rooten Hools" sicher unter Linksextremisten.

Mein Professor in den Sozialwissenschaften erklärte die Abgrenzung von Radikal und Extrem in der Hinsicht, dass die Radikalen (beider Lager) noch auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen, während die Extremen diesen Boden verlassen haben, in welcher Form auch immer, sei es durch Steine werfen oder das Entwerfen und dem Versuch der Umsetzung einer anarchistischen oder totalitären Politik- und Gesellschaftsordnung.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 00:40
Bruderchorge schrieb:"roten Hools"
Die sind ungefähr genauso hirnlos wie die, die sich "Deutschand" auf die Glatze tätowieren, ohne l, weil der Schädel zu klein ist.
Bruderchorge schrieb:Die meisten in diesem Thread subsumieren diese "rooten Hools" sicher unter Linksextremisten.
Es fehlt ihnen die nötige Hirnsubstanz, um sich überhaupt unter etwas zu subsumieren. Hauptsache saufen, gröhlen und kloppen.
Bruderchorge schrieb:Mein Professor in den Sozialwissenschaften
Jaja, da hat er schon recht. Man kann es sogar bei Wikipedia lesen. Aber wie gesagt, seit der Wende gibt es überhaupt keine Linksextremen mehr, die diesen Namen verdient haben. Kann auch am enormen Fortschritt bei der Datenerfassung und -überwachung liegen, der so etwas praktisch unmöglich macht. Ich bin sicher, der Verfassungsschutz wusste auch von Anfang an genauestens über den NSU Bescheid, hat das aber wiederum aus politischen Gründen (sic !) geheim gehalten.
Bruderchorge schrieb: sei es durch Steine werfen
Ja, wenn man den Rechtsstaat schon nicht mit Panzern kaputt kriegt, dann sicherlich mit Steinen, Pfeil und Bogen. :troll:


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 10:07
@Realo
Realo schrieb:Ja wenn's nicht der Haufen verwirrter Kids von der Antfa ist - wer sollen denn bitte die eigentlichen Linksextremen überhaupt sein?
Ist das nicht ein reaktionärer Mythos?
Das denke ich eher weniger. Vielleicht sagt dir dieser Versuch einer Definition einer unverdächtigen Institution zu:

[...]Ganz im Sinne dieser Perspektive findet auch die hier genutzte Bezeichnung "Linksextremismus" Verwendung: Es handelt sich zunächst einmal um eine Sammelbezeichnung, d.h. mit ihr sollen durchaus unterschiedliche Phänomene unter einem Oberbegriff erfasst werden. Demnach können bezüglich der Ideologie, Organisation und Strategie auch Differenzen bestehen. Folgende Gemeinsamkeiten erlauben es aber, die gemeinten politischen Bestrebungen unter die Bezeichnung "Linksextremismus" zu fassen: Erstens geht es um alle politischen Auffassungen und Handlungen, die der Gleichheit eine herausgehobene Position im eigenen politischen Selbstverständnis zuweisen. Zweitens müssen sich die damit einhergehenden Bestrebungen gegen die Normen und Regeln eines modernen demokratischen Verfassungsstaates richten. Und demnach stehen dabei drittens primär die angewandten Mittel und weniger die beschriebenen Ziele im Zentrum des Interesses.

Eine demokratische und eine extremistische "Linke" können also in Deutungsmustern, Idealen oder Utopien durchaus gewisse Gemeinsamkeiten haben. Ihre grundlegende Differenz ergibt sich aus der Antwort auf die Frage, ob sie auf dem Weg zu deren Umsetzung Demokratie und Menschenrechte, Pluralismus und Rechtsstaatlichkeit zur Disposition stellen wollen oder nicht. Daher müssen demokratische "Linke" keineswegs eine Position der "Mitte" einnehmen und auf grundlegende Gesellschaftskritik verzichten. Solange sie die erwähnten Minimalbedingungen akzeptieren, auf schrittweise Reformen setzen und eine gewalttätige Revolution ablehnen, können sie auch nicht als extremistische "Linke" gelten.

Bilanzierend lässt sich somit "Linksextremismus" wie folgt definieren: Der Begriff steht für eine Sammelbezeichnung für alle politischen Auffassungen und Bestrebungen, die im Namen der Forderung nach einer von sozialer Gleichheit geprägten Gesellschaftsordnung die Normen und Regeln eines modernen demokratischen Verfassungsstaates grundsätzlich ablehnen und für nicht reformierbar halten.


http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/191096/linksextremismus-analytische-kategorie-oder-politisches-sc...

Als linksextreme Akteure lassen sich beispielsweise folgende nennen:

Wikipedia: GegenStandpunkt
Wikipedia: Marx21
Wikipedia: Sozialistische_Linke
Wikipedia: Sozialistische_Alternative_(SAV)
Wikipedia: Rote_Hilfe_(Verein)
Wikipedia: Freie_Arbeiterinnen-_und_Arbeiter-Union
Wikipedia: Interventionistische_Linke
Wikipedia: Marxistisch-Leninistische_Partei_Deutschlands
(...)

Dazu kommt selbstverständlich noch die Autonome Szene, deren Gewaltbereitschaft besonders hoch ist. Auch die Antideutschen würde ich teilweise dem linksextremen Spektrum zuordnen.

Weiterhin gibt es 'gewisse' Internetplattformen, die ich hier nicht verlinken kann und möchte, wo immer wieder zu Straftaten aufgerufen wird, zur Revolution und all den anderen Dingen.
Realo schrieb:Also das ist gleich doppelt desinformativ: Schon wieder proponierst du hier eine ominöse Gruppe "Linksextremer", die du nicht benennen kannst, zum anderen ist die Behauptung, dass das zum Faschismus führen könnte, aberwitzig.
Das wurde nun oft genug besprochen. Die praktischen Bewährungsproben der linksradikalen Utopien mündeten allesamt in autoritären Systemen, die sich teils bis heute gehalten haben; mindestens aber noch nachwirken, siehe die ehemaligen Ostblockstaaten, China, Kuba oder Nordkorea. Es ist also unabdingbar, dass man diese historischen Entwicklungen mit einbindet, wenn man sich über diese politischen Ideologien Gedanken macht, insbesondere über die Gefahren bei einer Machtergreifung durch eben solche.
Realo schrieb:Erstens sind das keine Linksextremen, sondern aus meiner Sicht rote Hools
Wieso können 'rote Hools' keine Linksextremen sein? Weil sie zu dämlich sind? Sind Hooligans zwangsläufig unpolitisch, weil es ihnen an grauer Substanz fehlt? Sofern man für eine Ideologie als Schlägertrupp auf die Straße geht, ist man Unterstützer dieser Ideologie und muss sich dazu zählen lassen.
Realo schrieb:Und gleichzeitig kommt die Verniedlichung der anderen Seite ins Spiel, wo du dann plötzlich überkorrekt bist mit Abstufungen bei der Bezeichnung. Damit sagst du eigentlich mehr über dich selbst und deine politische Einstellung, als über das, was du beschreiben und klassifizieren willst.
Auf diese Schiene gehe ich nicht mehr. Das böte zwar Entertainment, endet aber nur in einem Scharmützel auf persönlicher Ebene. Also lass bitte diese persönlichen Spitzen, Unterstellungen und was auch sonst noch dazu gehört.
Realo schrieb:Vielleicht waren die einzigen Linksextremen bloß die beiden Terrorgruppen RAF und Bewegung 2. Juni.
Das waren in erster Linie auch Linksterroristen. Vielleicht verwechselst du hier Begrifflichkeiten. Zumindest wüsste ich nicht, dass Linksextremisten zwangsläufig Terroranschläge verüben und einen ganzen Staat in Atem halten müssen, damit sie als 'echte' Linksextreme gelten.

Zusätzlich hättest du übrigens noch Wikipedia: Tupamaros_West-Berlin erwähnen können.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 10:33
Golfkrank schrieb:Gewalttätige Linksextremisten attackieren ja die letzten Wochen und Monate eher "die Rechten".
Mir tun sie daher nie was wenn ich auf Demos bin. Auch in meinem Viertel in der Stadt wo ich lebe, empfinde ich diese Personengruppe als eher friedlich.
Aha in Hamburg wurden also die Rechtn Attackiert. IN Bochum auch.

Also gelten für Rechte dann die Grundsätze der Gleichheit nicht.

NA das kann man auch unmünzen, scheinbar haben die Leute weniger Angst vor Nazis weil die her auf Ausländer gehen.

Aber macht es das Besser?


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:00
@Fedaykin

Also. Die Überschrift als Leitsatz: "Linksextremismus die vergessene Gefahr".

Ich verspüre keine Gefahr/ Angst für mich persönlich durch Linksextremisten, kann aber die Sorge anderer Menschen nachvollziehen, muss sie aber nicht teilen. Das was ich teile, ist die Abneigung von Gewalt.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:02
Na ist ja mal ein Anfang.

Stell dir vor ich verspüre auch keine Gefahr von Rechten, also Persönlich, aber das macht die Grundsätzliche Gefahr wohl nicht geringer. Und ich verstehe sehr wohl die Angst von anderen Menschen davor, gerade wenn man Migrationshintergrund hat.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:04
@Fedaykin

Das ist doch völlig legitim.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:07
@Fedaykin

Der Schlüssel ist für mich das Wort Angst. Denn das ist die stärkste Waffe aller radikalen Gruppierungen. Wenn sie das erreicht haben, dann ist auch die Hoffnung für ein friedliches Zusammenleben gestört.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:12
Na darauf beruht ihre ganze Strategie.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 12:14
@Fedaykin

Ja. So sieht's aus.


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

05.05.2016 um 13:21
Auch wenn man dieses Video quasi in beide Extremismusthreads posten könnte (da es sich bei den beteiligten wohl teils um "Querfrontler" handelt):
Youtube: Antisemitischer Angriff auf der revolutionären 1. Mai Demo in Berlin
Antisemitischer Angriff auf der Revolutionären 1. Mai Demo in Berlin

Auf der Revolutionären 1. Mai Demonstration 2016 in Berlin kam es zu einem gewalttätigen antisemitischen Angriff.

Während der sogenannte Internationalistische Block in Höhe Köpenicker Str. 70 an drei am Rand sitzende linke Demonstrant_innen vorbeizog, die ein Israelfähnchen schwenkten und eine Parole gegen Antisemitismus skandierten, scherte zuerst eine Hand voll pro-palästinensische Aktivistinnen aus dem Aufzug aus und griffen die Drei an.

Eine Frau aus dem F.O.R. Palestine* Spektrum versuchte dem Grüppchen das Israelfähnchen zu entreißen. Ein anderer Demonstrant schlug kurz danach mit seiner Palästinaflagge auf die Drei ein.

Im weiteren Verlauf entwickelten sich tumultartige Szenen.


Ein Aktivist, der sich 2014 aktiv am antisemitischen Al-Quds Aufmarsch beteiligte, hetzte Teilnehmende des "Internationalistischen Blocks" gegen die pro-israelischen Demonstrant_innen und hinzueilende Unterstützer_innen auf, rief "Verpisst euch, ihr Schweine, ihr Hurensöhne!", übergoss eine Frau mit Coca-Cola und schleuderte die halbgeleerte Flasche in das israel-solidarische Grüppchen.

Beobachtende Journalist_innen wurden während des vierminütigen Tumults ebenfalls verbal und körperlich attackiert. Dabei wurde einer Fotografin eine Wasserflasche an den Kopf geworfen.

Umherstehende Aktivist_innen von F.O.R. Palestine*, BDS** und linken antiiperialistischen Organisationen skandierten "Free, free Palestine", "Viva, viva Palästina" und "Antideutsche sind keine Linken". Ein Demonstrant rief den pro-israelischen Aktivist_innen "Es lebe die Hamas" und "die Al Qassam Brigaden" entgegen.

Bereits vor dem Angriff wurden der "palästinensische Widerstand" und die "Intifada" in Parolen des "Internationalistischen Blocks" antisemitisch verklärt. Und aus dem Lautsprecherwagen schallte während einer Rede "Zionismus ist Rassismus".


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