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Meditation lernen

56 Beiträge, Schlüsselwörter: Spiritualität, Meditation, Lernen, Meditation Lernen
Billy73
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27.10.2013 um 09:27
ich betrachte meditation eigentlich eher weniger spirituell. das gehirn ist ja ein neuronales netzwerk und die gedankeblitze feuern unablässig oft in den vorgegebenen bahnen, so dass man manchmal das gefühl hat nicht aus den handlungsmustern rauszukommen.

mir hilft dann das meditieren um gedankenlücken zu schaffen, damit der wille aus einer gesonderten position heraus entscheidungen treffen kann, sozusagen wie feldherr der sich aus dem kampfgetümmel entfernt zum feldherrnhügel damit er bessere entscheidungen treffen kann. man schaut sich sozusagen aus einer fremden perspektive an und kann objektivere schlüsse machen.

wie mit allen dingen, wenn man morgens damit anfängt, wirkt sich das über den tag aus. ich mag mini-meds oder wenn mal will power-meds im sinne von mini-naps und power-naps. bei mir ist es wichtig, dass es im stehen erfolgt und ich schau dabei eine wand an. klappt soweit ganz gut. gut reinkommen tut man wenn man gedanklich zählt auch mal die augen schliesst. man kann auch noch paar sachen im geist machen wie rechnen oder geheimzahlen wiederholen, damit der geist auch schön arbeitet unabhängig von den sinnen.


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Meditation lernen

13.09.2016 um 10:25
Der Faden ist ja schon älter, aber ich hoffe hier kann mir doch jemand helfen.
Ich habe beim Meditieren das Problem das ganz massiv Ängste entstehen. Wenn ich es versuche, habe ich das Gefühl, nicht loslassen zu können. Ich komme mir vor, wie jemand der sich auf die Autobahn setzt und die Augen schliesst.Kein Vertrauen. Und an die Bewusstseinsinhalte will ich nicht ran weil sie starke Gefühle auslösen. Angst, Trauer, und ich sie nicht fühlen will.

Wer kann mir da helfen?


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nicknack
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13.09.2016 um 12:53
@Hyperborea

Soweit ich weiß gibt es zwei verschiedene Arten von bewusster Wahrnehmung. Die eine Art konzentriert sich auf ein Objekt, die andere Art ist eher indirekt und betrachtet die Pe­ri­phe­rie. Ein Auto fährt vorbei, ein Hund bellt im Hintergrund, sowas.

Jetzt setze ich mich hin und konzentriere mich auf mein Meditationsobjekt, meinetwegen auf die Nase und wie sie sich anfühlt wenn ich atme. Dann zähle ich Atemzüge und versuche zwischen 5 und 10 Wiederholungen zu schaffen und beginne erneut.

Werde ich abgelenkt, meinetwegen von einem Geräusch in der Peripherie, lenke ich meine direkte Aufmerksamkeit zurück zur Nase und fange von vorne an. Wenn du erkennst, dass du gedanklich bzw. emotional abschweifst, machst du das Gleiche und gehst zurück zu deinem Meditationsobjekt. Dass du abgelenkt wirst ist normal und kein Grund zur Sorge, soweit ich das beurteilen kann. Versuche halt zu würdigen, dass du deine Aufmerksamkeit wieder erlangt hast und mache weiter.

Wenn du ein Gefühl zum Beispiel nicht mehr ignorieren kannst, lass es passieren und kehre zum Atem zurück, soweit möglich. Ich glaube wenn du Trauer fühlst oder ähnliches hat sich etwas gelöst und du bist im Begriff es zu verarbeiten. Das ist aber jetzt Küchenpsychlogie meinerseits. Nimm das hier mit einem Körnchen Salz.

Einschlafen ist am Anfang auch normal. Wenn du wieder aufwachst versuche erneut zu würdigen, dass du deine Aufmerksamkeit wieder erlangt hast und betrachte den Unterschied in der Qualität der Wahrnehmung. Um zu verhindern, dass du einschläfst kannst du später versuchen deinen Körper Stück für Stück abzuscannen und die Tendenz des Einschlafens mit konzentrierter Aufmerksamkeit kontern. Warnsignale sind sowas wie Schreckhaftigkeit, ein fallender Kopf usw.


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GyatsoJigme
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13.09.2016 um 13:09
@Hyperborea
Hyperborea schrieb:Der Faden ist ja schon älter, aber ich hoffe hier kann mir doch jemand helfen.
Ich habe beim Meditieren das Problem das ganz massiv Ängste entstehen. Wenn ich es versuche, habe ich das Gefühl, nicht loslassen zu können. Ich komme mir vor, wie jemand der sich auf die Autobahn setzt und die Augen schliesst.Kein Vertrauen. Und an die Bewusstseinsinhalte will ich nicht ran weil sie starke Gefühle auslösen. Angst, Trauer, und ich sie nicht fühlen will.

Wer kann mir da helfen?
Ich kann dir hier keine absoluten Antworten geben, weil jeder Mensch anders ist, aber ich versuche dir dennoch zu helfen.

Beim Meditieren lässt man, dadurch das man sich lediglich auf einen einzigen Punkt konzentriert, los.

Dadurch können, besonders bei Anfängern, viele Ängste entstehen.

Das hängt damit zusammen, das man das Gefühl bekommt man würde sein Ego verlieren, also "das" was einen ausmacht.
Diese Angst wird immer verschieden beschrieben, du beschreibst es mit der Autobahn.

Gesagt sei doch, dass diese Angst nur eine instinktive Reaktion auf das Unbekannte ist.

Deshalb wird Anfängern auch immer diese "Konzentriere dich auf eine Sache" Methode empfohlen.

Später, mit etwas Erfahrung, tut man das nicht mehr, weil es ein "auf der Stelle treten ist". Man lässt Gedanken dann einfach los und strebt einen Zustand der Gedankenlosigkeit an. (Erwähnt sei, das Gründe für Meditation immer verschieden sein können)

Sollte das also in Zukunft wieder passieren. Atme einfach mal tief durch und konzentriere dich wieder auf deinen Atem.

Übrigens: Man muss beim Meditieren die Augen nicht geschlossen haben. Zen Buddhistische Meister haben sie beispielsweise immer halb geöffnet. Vielleicht kann das auch eine Hilfe sein ;)

Ansonsten, nimm dir diese Ängste nicht so zu herzen. Sie sind unbegründet.


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nicknack
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13.09.2016 um 13:25
@GyatsoJigme
Ein bisschen Struktur ist schon nicht schlecht. Ich habe eine Zeit lang nur wild drauf los "meditiert" und bin auch stecken geblieben. Ganz formale Meditation ist immernoch nicht mein Ding, aber ich glaube es muss ein Gleichgewicht geben und dann Schritt für Schritt. Das ist jedenfalls meine Laienmeinung :).

Manchmal ist es nett sich einfach mal draußen hin zu setzen und Dinge zu betrachten. Nebenbei, hast du zufällig irgendwelche Erfahrungen mit daoistischen Meditationsmethoden? Kreise gehen und sowas? Weil du über Zen geprochen hattest.


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GyatsoJigme
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13.09.2016 um 13:29
@nicknack
nicknack schrieb:Ein bisschen Struktur ist schon nicht schlecht. Ich habe eine Zeit lang nur wild drauf los "meditiert" und bin auch stecken geblieben. Ganz formale Meditation ist immernoch nicht mein Ding, aber ich glaube es muss ein Gleichgewicht geben und dann Schritt für Schritt. Das ist jedenfalls meine Laienmeinung
Ist auch nicht falsch. Klare Strukturen sind immer hilfreich.
nicknack schrieb:Manchmal ist es nett sich einfach mal draußen hin zu setzen und Dinge zu betrachten.
Ja das ist es. Kann unter Umständen auch mehr Einblicke geben, als eine Meditationssitzung ;)
nicknack schrieb:Nebenbei, hast du zufällig irgendwelche Erfahrungen mit daoistischen Meditationsmethoden? Kreise gehen und sowas? Weil du über Zen geprochen hattest.
Erfahrungen mit daoistischen Meditationsmethoden wie Lauf Meditation und Ähnliches habe ich nicht.
Sie sollen aber ebenfalls sehr eindrucksvoll sein.

Dennoch, ich bin Zen Buddhist und kenne all diese Möglichkeiten, bleibe aber trotzdem lieber beim "Klassischen".

Also Zazen. Hinsetzen und sitzen.


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nicknack
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13.09.2016 um 13:41
@GyatsoJigme
Ich will dich hier nicht binden, aber aber wie schaut dein Zazen aus? Hast du ein Meditationsobjekt? Sitzt du im Lotus oder im Seiza? Ist sicherlich auch für andere Leute hier interessant.


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GyatsoJigme
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13.09.2016 um 13:55
@nicknack
nicknack schrieb:Ich will dich hier nicht binden, aber aber wie schaut dein Zazen aus? Hast du ein Meditationsobjekt? Sitzt du im Lotus oder im Seiza? Ist sicherlich auch für andere Leute hier interessant.
Ach frag ruhig ;)

Ich sitze meist im Seiza. Das liegt daran das der Lotussitz, sowohl der halbe, als auch der ganze, für überdurchschnittlich große Menschen, wenn sie nicht gerade die sportlichsten sind, unangenehm werden kann ;)

Ein Meditationsobjekt habe ich nicht. Also ich verwende z.B kein Meditationskissen, falls du das meinst.

Das liegt aber eher daran, das ich meinen kleinen Fellteppich (natürlich kein echtes Fell !) eigentlich ganz gerne mag, keinen Grund darin sehe mir eins zu besorgen und eher weniger die Zeit finde unter den verschiedenen Kissen ein geeignetes herauszusuchen.
(Man sollte nicht einfach irgendeins kaufen)

Das einzige was ich momentan besitze, was man aber nicht als wirkliches Meditationsobjekt bezeichnen kann, ist eine sehr große, vergoldete Buddha Statue. Das ist aber auch mehr aus optischen Gründen der Fall, es gibt nämlich keinen Grund ihn anzuhimmeln ^^

Was die Meditation selbst betrifft:

Ich sitze meist am Abend, bei gedämpften Licht auf dem Boden mit Kopf Richtung Wand. Diese Haltung ist übernommen aus den klassischen Sitzhaltungen der Mönche aus verschiedensten Klostern und deshalb so effektiv, weil man lernt wirklich loszulassen, dadurch das man nichts sieht, sollte man die Augen öffnen (wenn man mit geschlossenen meditiert).

Es gibt nämlich viele, die dann nebenbei noch einmal schnell aufs Handy schauen, etwas drinken, hin und her rutschen usw.

Das liegt natürlich an der Ungewohnten Handlung einfach mal "Nichts" zu tun, andererseits bei Anfängern auch daran das es vielleicht noch unangenehm ist so zu sitzen, vor allem was die Länge betrifft, und schnell die Frage aufkommt ob das überhaupt für einen geeignet ist. Die Konzentration lässt meiner Meinung nach in anderen Sitzpositionen, z.B mitten im Raum oder auf Bett und Sofa, zu schnell nach, weil die Versuchung sich wieder dem materiellen Leben hinzugeben sehr groß ist.


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Wortdieb
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13.09.2016 um 15:02
@Hyperborea

Hast du es schon mal mit geführten Meditationen versucht? Dann konzentrierst du dich erstmal nur auf die Stimme des Meditationsleiters.

Vielleicht hilft dir das ein bisschen?

h***s://www.youtube.com/watch?v=7B8YFmLnOB4 (Thema: Meditation für Anfänger #2 | Gedanken beruhigen)

h***s://www.youtube.com/watch?v=M97FhfX_Joo (Thema: Meditation für Anfänger #3| Kontraindikationen, Emotionen, Körperreaktionen)

Meine anfänglichen Schwierigkeiten lagen eher darin, bei mir selbst zu bleiben.


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13.09.2016 um 16:09
Danke für eure Beiträge. Ich habe Meditiert und bin prompt auf eine Wust verdrängter Gefühle gestossen. Das war sehr heftig. Ich bekam einen Weinanfall. All die Wut, der unterdrückte Schmerz kamen hervor. Es Wertfrei nur Beobachten ging da nicht.


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nicknack
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13.09.2016 um 16:15
@Hyperborea
Weißt du warum du so emotional geworden bist? Eine Erinnerung vielleicht? Hast du irgendwelche Probleme momentan? Du musst das nicht genauer ausführen wenn du nicht möchtest, offensichtlich.


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13.09.2016 um 16:29
@Hyperborea
Ist doch klasse, wenn es raus kommt, dann bleibt es wenigstens nicht drin und blockiert ;)


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13.09.2016 um 17:18
@nicknack
Ich habe eine Erschöpfungsdepression. Um meine Gefühle nicht zu spüren bin ich mental und Physisch ständig im Aussen. Kein Runterkommen möglich. Immer im potentielle Gefahrenabwehrmodus. Totaler Burnout. Wenn ich Meditiere überfallen mich die Emotionen. Ich muss wieder lernen sie Zuzulassen. Auch Hass, Wut, Ohnmacht. Aber auch das es nur Gedanken und und nur Gefühle sind. Das habe ich immer mit Rationalisieren versucht, (Ich habe die Gefühle nicht, nö) Zur Zeit lasse ich verbale Aggression zu, aber dahinter vetsteckt sich pure Angst als Emotion.


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nicknack
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Meditation lernen

13.09.2016 um 18:05
@Hyperborea
Würde gerne gute Ratschläge geben, aber ich muss selber an mir arbeiten. Ich finde es schon mal einen tollen Schritt, dass du dir deine eigene Ängste überhaupt eingestehst. Hört sich für als Laien so an als wärst du schon auf dem Weg der Besserung. Dabei muss man aber auch sagen Meditation ist keine Sofortlösung, das braucht Zeit und Geduld.


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16.09.2016 um 23:57
@Hyperborea
vielleicht hilft dir vorübergehend die 5-4-3-2-1-Übung/Methode. Sie ist sehr leicht durchführbar und bei Bedarf mehrfach am Tag anwendbar. Halte durch 😊


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17.09.2016 um 09:35
@dahergelaufene
Danke dir.


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