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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

35.780 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 00:27
Zitat von Daka318Daka318 schrieb:Glaube sogar die Anwälte lassen sie bewusst so ins offene Messer rennen und am Ende läuft es auf Unzurechnungsfähig hinaus. Frag mich auch ob man seitens der Verteidigung da nicht mal einen Intelligenztest machen sollte, weil das einfach so wirr ist.
Wie kommst du denn darauf? Wirre Aussagen müssen ja nicht unweigerlich etwas mit einem geringen IQ zu tun haben. Und ihr IQ müsste schon ~ unter 50 sein, damit eine schwere Intelligenzminderung als Grund für Schuldunfähigkeit in Frage käme. Das würde dann dem intellektuellen Niveau von Kindern unter 9 entsprechen... das sehe ich bei ihr definitiv nicht, auch wenn sie sicherlich nicht die allerhellste Kerze auf der Torte ist.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Ob das der Wahrheit entspricht? Man weiß es nicht, aber wenn ja, wäre sie ja in guter Gesellschaft, denn Fabians Vater hat(te) ja auch kein Interesse an der Akte.
Ich könnte es mir tatsächlich sogar vorstellen. Mit der CD hat sie sich ja anscheinend auch erst kurz vor knapp beschäftigen wollen. Vll ist sie der Ansicht, dass ihre Anwälte ihr alles auf dem Silbertablett anreichen müssten. Früher hatte sie ja auch für alles einen Knecht.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Aber wie schon erwähnt, kann ich nicht nachvollziehen, warum ihre Verteidiger sie nicht darauf stoßen; die hätten ja ein entsprechendes Sprüchlein mit ihr einstudieren können und eigentlich müssen.
Eben, mir erschließt sich das auch nicht. Aber vll haben sie es ihr geraten und es interessiert sie dennoch mal wieder nicht.

Ohm hat versucht seine "Eiskeller" Aussage zu relativierten.
Inwiefern nun der "Eiskeller-Prozess" mit dem Fabian-Prozess Parallelen aufweisen soll, blieb während der Verhandlung vor dem Landgericht Rostock unbeantwortet. Andreas Ohm sagte t-online nach dem Ende des Prozesstages, das sei eine "spontane Eingebung ohne großen Hintergrund" gewesen und auf die Äußerung des Oberstaatsanwalts bezogen, man werde beim nächsten Prozesstag den Sachverständigen hören. "Das hatte keinen ernst gemeinten Hintergrund", so Ohm, der jedoch zugleich betonte: "Die Gemeinsamkeit ist letztlich nur, dass es damals auch ein reiner Indizienprozess war."
Spontane Eingebung, einfach mal so dahergesagt, keinen ernst gemeinten Hintergrund - färbt Gina langsam ab oder wen will er hier verarschen? Das glaubt er doch selber nicht, dass das einfach nur so dahergeplappert war!

Nowack war verständlicherweise not amused.
Oberstaatsanwalt Harald Nowack äußerte sich ebenfalls nach dem Prozesstag auf Anfrage von t-online zur "Eiskeller"-Aussage des Verteidigers. "Ich finde das eine Unverschämtheit", sagte der Jurist.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101436772/mordfall-fabian-aktuell-aerger-ueber-aussage-eine-unverschaemtheit-.html


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 00:39
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:ch bitte dich, sie hat einen Schulabschluss, eine Ausbildung begonnen, kann sich völlig normal artikulieren und nur weil jemand notorisch lügt, ist die Person doch deshalb nicht in der Zurechnungsfähigkeit eingeschränkt.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Wie kommst du denn darauf? Wirre Aussagen müssen ja nicht unweigerlich etwas mit einem geringen IQ zu tun haben. Und ihr IQ müsste schon ~ unter 50 sein, damit eine schwere Intelligenzminderung als Grund für Schuldunfähigkeit in Frage käme. Das würde dann dem intellektuellen Niveau von Kindern unter 9 entsprechen... das sehe ich bei ihr definitiv nicht, auch wenn sie sicherlich nicht die allerhellste Kerze auf der Torte ist.
@Photographer73 Ja, magst recht haben das ist vielleicht ein wenig übertrieben. Die aller hellste Kerze trifft es auch sehr gut.

@Blutgräfin Sie ist seit Jahren bereits in psychischer Behandlung. Sie bekommt seit Jahren Erziehungshilfe. Irgendwo hatte ich heute gelesen das man ihr auch Tabletten nahe gelegt hat und sie die abgelehnt hat. Und das was gerade passiert geht für mich ganz stark in diese Richtung.

Dann halt Richtung "krankhafte seelische Störung" oder "tiefgreifende Bewusstseinsstörung"


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 01:10
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Vll ist sie der Ansicht, dass ihre Anwälte ihr alles auf dem Silbertablett anreichen müssten. Früher hatte sie ja auch für alles einen Knecht.
Schlüssige Begründung, vielleicht ist das ja tatsächlich mal nicht gelogen. :D
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Nowack war verständlicherweise not amused.
Unverschämtheit ist da noch milde ausgedrückt. Es gibt schon Grenzen, die man nicht grundlos übertrampeln sollte.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, was man sich davon verspricht, abgesehen von Verschwörungstheorien bei einem kleinen Grüppchen, das jeden Unsinn aufschnappt. Wer auch nur halbwegs bei Verstand ist, kann ja nicht an ihre Unschuld glauben.
Zitat von Daka318Daka318 schrieb:Sie ist seit Jahren bereits in psychischer Behandlung. Sie bekommt seit Jahren Erziehungshilfe.
Wer Erziehungshilfe bekommt, ist also nicht zurechnungsfähig und alle, die sich in Psychotherapie befinden natürlich auch nicht?
Du trollst doch und ich finde es äußerst unpassend, ausgerechnet diesen Thread als Spielwiese für Provokation und zusammenhanglose Einwürfe zu missbrauchen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 01:42
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Wer Erziehungshilfe bekommt, ist also nicht zurechnungsfähig und alle, die sich in Psychotherapie befinden natürlich auch nicht?
Du trollst doch und ich finde es äußerst unpassend, ausgerechnet diesen Thread als Spielwiese für Provokation und zusammenhanglose Einwürfe zu missbrauchen.
@Blutgräfin ist doch jetzt quatsch. Möchte mich von dir nicht als Troll bezeichnen lassen, bitte unterlasse deine Beleidigungen. Das baut doch auf das ganze Verfahren auf, sie redet doch wirklich nur wirres Zeug. Selbstverständlich ist nicht jeder, der Erziehungshilfe erhält unzurechnungsfähig. Habe ich auch mit keinem Wort gesagt. Sie ist aber mit Sicherheit auch nicht die Parade Schülerin in der Schule und im Leben danach. Das zeigt der ganze Prozess. Mir ging es um die These wohin die Verteidigung eventuell hin will.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 04:24
Zitat von Daka318Daka318 schrieb:Das baut doch auf das ganze Verfahren auf, sie redet doch wirklich nur wirres Zeug.
Sie redet kein wirres Zeug, sie kriegt nur einfach ihre Lügen nicht in eine Reihe.
Jede Lüge per se ist ja eine valide Geschichte (ich war bei der Bank), nur im Zusammenhang mit vorherigen und späteren Lügen macht das dann eben keinen Sinn, weil sie einfach frei vor sich hinlügt und nie auch mal kurz einatmet und reflektiert, ob das, was sie jetzt sagt auch Sinn machen wird.
Sie ist es einfach gewohnt, dass sie mit dieser Plapperei durchkommt - hat ja bisher für ihre Zwecke auch recht gut funktioniert.
Dass ein Mord an einem Kind nunmal ein anderes Kaliber ist, als sich Erwerbsminderung beizulügen, dafür fehlt ihr die emotionale Kapazität, dies zu erfassen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 05:36
Zitat von MissMoneypennyMissMoneypenny schrieb:@RitterTrenk

Ja, dein Einwand ist echt nachvollziehbar! Insbesondere ja der Punkt, dass sie schon vor der Tat in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen gelogen und manipuliert hat. Das spricht natürlich eher für ein grundsätzliches Muster und nicht dafür, dass ausschließlich die Tat abgespalten wurde. Und dass Angeklagte trotz erdrückender Beweislage weiter leugnen, ist natürlich auch nichts Ungewöhnliches.
Was mich bei Gina H. trotzdem so beschäftigt, ist weniger das reine Lügen, sondern die Art und Weise, WIE sie lügt. Manche Aussagen wirken so offensichtlich absurd und teilweise so wenig an den objektiv bekannten Fakten, dass ich mir deshalb überhaupt diese Gedanken gemacht habe. Dieses Ausmaß und diese Form des Lügens sind echt extrem abstrakt irgendwie.
Deine Erklärung, dass sie durch das Leugnen und die Inszenierung als Justizopfer weiterhin auf die Unterstützung von Matthias und ihrer Familie hoffen kann, find ich auch durchaus plausibel.
Aber auch wenn sie grundsätzlich im Leben manipulativ lügt, können Verdrängung, Selbsttäuschung oder so zusätzlich eine Rolle spielen.

Bin auch echt gespannt, was das Gutachten so aussagen wird. Mir wirkt sie irgendwie nicht normal, wobei das ja nicht abwägig ist wenn sie dazu in der Lage war das alles zu tun.
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Ich denke wie viele hier, dass Gina aufgrund der Indizien Täterin ist und auch verurteilt wird.

Aber: Die Bedeutung vieler "Widersprüche" in ihren Aussagen, würde ich nicht so hoch ansetzen. Daher ist Schweigen auch bei Unschuldigen ratsam. Viele bzw nahezu alle Menschen neigen zu Aussagen, die irgendwelchen Annahmen zugrunde liegen, die sich dann verändern.
Und wer nicht schlau genug ist, grenzt das nicht deutlich genug ab, erkennt ja nicht einmal die Relevanz. Gina manipuliert in meinem Augen nicht, dafür fehlt ihr Weitblick mE, sie passt immer schon je nach Umfeld nicht nur ihre eigenen Aussagen sondern Wahrnehmung an. Gerade weil sie sich in erster Linie für ihre eigenen Befindlichkeiten interessiert und meiner Meinung nach mangels Kompetenz dazu ohne viel Kalkül agiert, wundern mich diese Widersprüche in Aussagen, die sie damals tätigte, nicht. Für mich ist das kein "Beweis".
Verteidigung diesbezüglich aber auch schwach. Beispiel: StA wirft vor, keine Transaktionen vor 14.10. iHv 1500 und danach, gab es eine solche?
Ich gehe davon aus, dass da so einiges schief läuft in ihrem Kopf und sie sich schon länger nicht oder sogar noch nie im neurotypschen Spektrum bewegt.
Züge von Narzissmus, Borderline und ein wahrscheinlich schon chronisches, reflexartiges Lügen kommen meiner Meinung nach noch dazu.

Ich weiß nicht, ob sie die Tat wirklich verdrängt hat, aber in ihrem momentanen Zustand wird sie die Tat nicht zugeben. Eine Schuld einzusehen und auch zuzugeben kann sie wahrscheinlich nicht, denn sie denkt, auch wenn sie sich bewusst ist, dass sie Fabian umgebrachte, dass es nicht ihre Schuld war, denn sie wurde dazu ja getrieben, weil es für sie keine andere Möglichkeit gab.

Menschen im neurodivergenten Spektrum können durch Stress, Leid usw. ihren Zustand soweit verschlimmern, dass sie sich wirklich nix mehr merken können, die Aufmerksamkeitsspanne, Konzentration gar nicht mehr funktioniert, sie sogar Angststörungen entwickeln können.

Sie sitzt wochenlang im Gericht, bekommt Aussage für Aussage mit, könnte alle Zeugenaussagen nachlesen, alle Nachrichten nochmal lesen oder anhören. Sich richtig gut vorbereiten, aber sie kann das nicht, weil nichts mehr hängen bleibt.

MMn war sie sich bewusst was sie tat, sie plante es, ob kurz oder lang vorher und was genau, bin ich mir nicht sicher.
Ich gehe auch davon aus, dass sie viel öfters schon vorher in Güstrow in der Straße von Fabian war, ob da schon mit dem Zweck Fabian was anzutun, oder einfach nur um zu spionieren, oder nur mit Fabian zu reden, bin ich mir auch nicht ganz schlüssig.

Diese Aussage von ihr, dass sie keine Tabletten nehme, weil sie nicht ruhig gestellt werden will, ist auch typisch und vielleicht hat ihr Hausarzt sogar dazu geraten, denn mit gut eingestellten Medikamenten, wäre sie klarer im Kopf und davor hat sie Angst.

Wäre sie richtig klar denkend, dann wüsste sie, dass sie niemals zu Dorina so sprechen dürfte. Gerade dass sie in dem Satz, dass sie es nicht war, dieses "nochmal" voranstellte, grenzt schon an eine extreme Respektlosigkeit, so ala "begreif es doch endlich, was ich seit Monaten sage".

Eine Gina, die mit Schmeicheleien, Bildchen, Liebesbekundungen, Ausreden und Lügen sich durchs Leben mogelt, kann da nicht mal auf die Tränendrüse drücken und Mitgefühl vortäuschen?
Anscheinend nicht, denn vielleicht würde sie sich dadurch in ihren Augen klein machen.

Selbst im mittleren Intelligenzbereich, müsste sie erkennen können, was für ein Verhalten, gerade Dorina gegenüber, angebracht wäre.
Dass sie vielleicht einfach nur dumm ist, kann ich mir nicht vorstellen.

Ich bin auf den psychologischen Gutachter sehr gespannt, wie er das sieht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 06:39
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Ich bin auf den psychologischen Gutachter sehr gespannt, wie er das sieht.
Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Ich finde die Anwälte haben uns die ganze Zeit einen Bären aufgebunden. Sie ist emotional zu unstabil? Dann sitzt sie dort und ist fast schon trotzig den Richter gegenüber. Emotional unsabil? Angst? Das passt halt weder zu dem Verhalten im Gefängnis noch zum Verhalten vor Gericht Jetzt versteh ich auch warum Habeta das angesprochen hat.
Ich denke es ging ihr darum ob Gina eher narzistische oder psychopatische Züge hat.
Ich bin auch auf den psychatrischen Gutachter gespannt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 07:49
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Ich denke wie viele hier, dass Gina aufgrund der Indizien Täterin ist und auch verurteilt wird.

Aber: Die Bedeutung vieler "Widersprüche" in ihren Aussagen, würde ich nicht so hoch ansetzen. Daher ist Schweigen auch bei Unschuldigen ratsam. Viele bzw nahezu alle Menschen neigen zu Aussagen, die irgendwelchen Annahmen zugrunde liegen, die sich dann verändern.
Und wer nicht schlau genug ist, grenzt das nicht deutlich genug ab, erkennt ja nicht einmal die Relevanz. Gina manipuliert in meinem Augen nicht, dafür fehlt ihr Weitblick mE, sie passt immer schon je nach Umfeld nicht nur ihre eigenen Aussagen sondern Wahrnehmung an. Gerade weil sie sich in erster Linie für ihre eigenen Befindlichkeiten interessiert und meiner Meinung nach mangels Kompetenz dazu ohne viel Kalkül agiert, wundern mich diese Widersprüche in Aussagen, die sie damals tätigte, nicht. Für mich ist das kein "Beweis".
Verteidigung diesbezüglich aber auch schwach. Beispiel: StA wirft vor, keine Transaktionen vor 14.10. iHv 1500 und danach, gab es eine solche?
Finde ich etwas beschönigend. Du übersiehst, dass sie im Grunde ab der Tat im "Lügenmodus" war, sich etwa gleich über ein falsches Alibi Gedanken gemacht und unmittelbar nach dem Auffinden unter Schwören auf das Leben ihres Kinders Lügen erzählt hat. Zudem geht es um die entscheidendsten und wichtigsten Tage ihres Lebens, über die sie jetzt 10 Monate lang jeden Tag von morgens bis abends nachdenken und alle objektiven Erkenntnisse dazu in der Akte nachlesen kann.

Da hinkt mE der Vergleich zu einem Unschuldigen oder der Verweis darauf, dass das Gehirn der meisten Menschen so funktioniert.

Sie muss ja überhaupt nur lügen/anpassen, weil sie die Täterin ist und weil ihre bisherigen Geschichten alle nicht glaubhaft waren und/oder widerlegt wurden. Dass sie etwa die Motivation zur oder den Ablauf des Tümpelbesuchs mit Christian ganz anders schildert als er und in sich immer wieder unterschiedlich, liegt doch nicht etwa daran, dass sie sich keinen großen Kopf macht und dem keine Bedeutung zumisst. Sondern daran, dass die wahre Schilderung/Erinnerung ihre Schuld beweist und sie sich deshalb in ein Labyrinth aus Lügen begeben muss, in dem sie sich dann verirrt. Ähnlich bei Bankkarte/Portemonnaie. Sie versteht schon sehr gut, dass sie die Bankgeschäfte als Alibi für den Aufenthalt in Güstrow am Tatmorgen braucht. Nur weil es diese tatsächlich nicht gab, wird es alles so schwierig für sie. Das ist aber kein Jedermanns-Verhalten, sondern ein Täterproblem.

Und zu dem Punkt noch: Natürlich ist die Verteidigung insgesamt schwach. Aber wenn sie ggf wissen, dass es kein solches Bankgeschäft gab, dürfen sie es auch nicht vortragen/einen solchen Beweisantrag stellen. Und ein mögliches noch späteres Bankgeschäft würde ihre Geschichte ja ohnehin auch nicht runder machen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:04
Ich habe jetzt mir mal den Ticker des gestrigen Tages zu Gemüte geführt.

Die Angeklagte zeigt das übliche Bild: sie biegt sich ihre Aussagen immer wieder neu zurecht, so dass am Ende mehrere Versionen auf dem Tisch sind.

Neue Fakten kamen jetzt keine auf den Tisch.

Aber die Tatsache, dass die Angeklagte an vielen Punkten und in vielen Situationen gelogen hat (und potentiell weiter lügt) ist sehr offensichtlich.

Und wenn sie sagt, sie habe Fabian nicht angetan: wer hat dann den Jungen mitgenommen?
Sie war doch zum Zeitpunkt seines Verschwindens bei ihm in der Straße, quasi direkt vor seinem Haus.

Wenn sie ihn nicht mitgenommen hat, wer war es dann. Sie hätte das doch mitbekommen müssen.
Oder hat sie verzweifelt die Bankkarte gesucht im Auto? Und war so auf die Suche nach der Bankkarte konzentriert, dass quasi direkt vor ihrer Nase jemand Fabian abholt und von ihr unbemerkt mitnimmt.

Und dann fährt zufällig diese Person mit Fabian zu einer Schweinesuhle, einige Kilometer weg, bei einem Waldstück, in dem sie mit dem Hund „und dem Lütten“ (spannend, wen sie damit meint…) spazieren gewesen sein will.

Schaltet entgegen aller Gewohnheiten ihr Handy aus - zufällig zu dem Zeitpunkt, an dem der Junge in etwa ermordet wurde.

Dann wäscht sie am selben Tag (oder / und am nächsten Tag) ihr Auto - das sie vorher ewig nicht geputzt hat.

Dann ist sie wenige Tage später mehrfach wieder in derselben Ecke unterwegs, in der sie sich angeblich nicht auskennt, aber schon mal Schlitten fahren war und am 10.10. spazieren war.

Marschiert mehrfach zur Leiche des Jungen, informiert weder Polizei noch Mathias R. - sie hat sehr viel exklusives Täterwissen und war sehr oft in der Nähe der Orte, an denen Fabian erst verschwunden ist dort, wo und später getötet wurde.

Und der springende Punkt für mich ist: niemand anders war offenbar zur selben Zeit an denselben Orten.

Warum sollten sich die Zeugen absprechen?
Warum sollten C und O - die ja beide um ihre Gunst buhlen, eigentlich Konkurrenz gegeneinander sind, sich gegen sie verbünden?
Warum sollte ihre Freundin H Spuren verwischen wollen bei der Suche nach dem Kind?

Ganz ehrlich - dieses ganze Konstrukt, dass die Angeklagte da fabriziert, ist massiv unglaubwürdig.
Vor allem auch, weil ihre Version jedes Mal variiert, sobald ein Widerspruch aufgedeckt wird.

Aus meiner Sicht spricht eine sehr große Zahl an Indizien gegen die Angeklagte.
Daher gehe ich weiter von einer Verurteilung aus.

Ich sehe aus den Informationen, die vorliegen aus den Tickern, keinen Grund, an ihre Unschuld zu glauben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:09
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Und kein einziges Wort des Mitgefühls.
Ist das Dein Ernst? Kannst Du Dir ansatuweise vorstellen, was passiert wäre, wenn sie gesagt hätte "ich verstehe Deinen Schmerz" oder "es tut mir leid, was mit Fabian passiert ist"?

Sie wäre zerrissen worden - sowohl von Dorina als auch von den Medien als auch hier im Forum.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:12
Zitat von Scooby7Scooby7 schrieb:Ist das Dein Ernst? Kannst Du Dir ansatuweise vorstellen, was passiert wäre, wenn sie gesagt hätte "ich verstehe Deinen Schmerz" oder "es tut mir leid, was mit Fabian passiert ist"?

Sie wäre zerrissen worden - sowohl von Dorina als auch von den Medien als auch hier im Forum.
Glaub ich gar nicht mal. Es wäre das, was man erwarten würde, wenn sie, wie sie behauptet, unschuldig wäre: Nur ein einziges Mal nicht den Fokus auf sich.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:14
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Frage ist ja: warum war er dann am nächsten Tag nicht fit genug, um zur Schule zu gehen?
... insinuieren, es gebe etwas Fragwürdiges an dieser Entscheidung.
Deine Frage hatte nämlich nichts mit Gina H., sondern nur mit Fabians Befinden zu tun.
Deine Frage bezog sich nämlich nicht auf die Angeklagte oder darauf, was sie wann und worüber wissen konnte, sondern einzig auf das Befinden des ermordeten Kindes und den Umgang damit.
Mir liegt es fern, auf Nebensächlichkeiten herumzureiten, allerdings finde ich es, bei allem berechtigten Interesse an Mordfall und Prozess, dennoch wichtig, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten. Wir erfahren hier vieles, das uns eigentlich nichts angeht, aber besonders das Opfer und dessen Angehörige betreffend, sollte weder Neugier noch Diskussion über das unbedingt Notwendige hinausgehen.
Nein, 0,0. Du interpretierst das so und eben falsch! Denn der Kontext dazu war folgender (vielleicht hätte ich das "nicht fit genug" eben in " " setzen sollen...?) Es ging um die Frage bzw. Vermutung, ob Fabian und Gina evtl am 9.10. Ihr Treffen bereits verabredet hatten und die Bauchschmerzen eben (durch Gina?) nur ein Vorwand, oder, ob Gina evtl durch Fabian von seinen Bauchschmerzen/Unwohlsein wusste, weil sie vorher Kontakt hatten. Wie gesagt, darum ging es seitenweise und aufgrund dessen hat der Richter ja auch so explizit nachgefragt! In keinem Satz hatte ich geschrieben, dass ich Dorinas Entscheidung da in Frage stelle (warum auch? Wenn das Kind morgens sagt, es gehe ihm nicht gut, lassen wahrscheinlich die meisten Eltern ihr Kind dann natürlich Zuhause!). Auch das hatte ich ja bereits klargemacht.
Also, hier nochmal der Kontext, in dem das Ganze stand:
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Ob uns das was angeht, sei mal dahingestellt. Das Gericht interessiert das aber! Denn dieses geht ja davon aus, dass Gina und Fabian sich evtl am 9.10. bereits für den Folgetag verabredet haben könnten und/oder Gina eben in Bezug darauf lügt. Darum geht es doch die ganze Zeit...
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:
a) Sie hat Fabian überredet, Bauchschmerzen vorzutäuschen, damit er nicht zur Schule geht. Das würde bedeuten, dass das Treffen am 10.09., also dem Mord-Tag, vorher abgesprochen war.
b) Fabian selbst hat ihr von (ob nun echten oder vorgetäuschten) Bauchschmerzen erzählt. Da er an diesem Tag nicht mehr telefoniert hat und am Abend vorher nur mit einem Freund, der nicht Ginas Sohn war, würde das bedeuten, dass er und Gina sich am Tattag getroffen haben.
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:
Zitat von timmy123timmy123 schrieb:
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Gina H. trifft Fabian am Donnerstag, erfährt von seinem Nasenbluten und rät ihm, am Freitag nicht zur Schule zu gehen. Als Grund dafür könne er ja Bauchschmerzen angeben. Dann würde sie am Freitag gegen 11 Uhr vorbeikommen; sie habe eine große Überraschung für ihn. Er dürfe aber keinem was verraten, auch nicht seiner Mutter.

Dorina L. fragt ihren Sohn am nächsten Morgen , wie es ihm geht, ob er zur Schule gehen könne oder lieber noch zu Hause bleiben möchte. Fabian sagt, er würde doch eher zu Hause bleiben und sich noch ausruhen. So braucht er nicht einmal, wie von Gina empfohlen, Bauchschmerzen vorzugaukeln.

Gina H. hingegen glaubt später, Fabian habe tatsächlich über Bauchschmerzen geklagt - und hält an dieser Version fest. Erklären, woher dieses Wissen stammt, kann sie aber auf Nachfrage nicht. Deswegen bringt sie zunächst Matthias R. ins Spiel - und als das nicht klappt, verweist sie auf Raffaela J. und das Internet.
Das ist aus meiner Sicht perfekt zusammen gefasst und eine äußerst glaubhafte Version!
Wie da aus meinem Satz "Frage ist ja: warum war er dann am nächsten Tag nicht fit genug, um zur Schule zu gehen?" (Kontext dazu siehe Zitate oben!) durch dich werden konnte, dass ich Dorina dafür kritisiere, dass sie Fabian Zuhause ließ, ist mir echt ein Rätsel.
Ich hoffe, damit können wir das Thema nun auch abschließen, ich lasse mir aber ungern etwas unterstellen (vor allem nicht in Bezug auf Dorinas Verhalten (darüber hatte ich wie gesagt nicht einen Satz verloren - und außer dir hatte das ja glaube ich auch niemand so verstanden).


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16.09.2026 um 08:16
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Die Bedeutung vieler "Widersprüche" in ihren Aussagen, würde ich nicht so hoch ansetzen.
Ja, das sehe ich auch so. Zusätzlich wirkt sie ähnlich wie ein Kind das man befragt. Kinder neigen dazu Dinge die sie nicht ganz genau erinnern zu erfinden, das kann man aber nicht als Lügen bezeichnen. In jungen Jahren ist Fantasie und Realität noch nicht so ganz abgegrenzt und muss erst gelernt werden. Wie gut Menschen später tatsächliche Erinnerungen von "wird schon so gewesen sein" unterscheiden ist nicht bei allen gleich, bei ihr scheint das schlechter ausgeprägt zu sein.
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Du übersiehst, dass sie im Grunde ab der Tat im "Lügenmodus" war, sich etwa gleich über ein falsches Alibi Gedanken gemacht und unmittelbar nach dem Auffinden unter Schwören auf das Leben ihres Kinders Lügen erzählt hat.
Das besondere hier ist doch gerade, dass sie eben schon vorher im "Lügenmodus" war und sich eigentlich mit der Tat gar nichts verändert hat. Vorher ist man ihr halt nicht auf jeden kleine Lüge drauf gekommen, aber alles was man mit der Realität abgleichen konnte, stellte sich als Lüge heraus.
Da wird der psychiatrische Sachverständige sicherlich einiges dazu sagen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:20
Zitat von soomasooma schrieb:Glaub ich gar nicht mal. Es wäre das, was man erwarten würde, wenn sie, wie sie behauptet, unschuldig wäre: Nur ein einziges Mal nicht den Fokus auf sich.
Allerdings kommt die Aussage hier von @Photographer73

Da er/sie Gina für klar schuldig hält, macht die Aussage keinen Sinn. Und da auch Dorina sie für schuldig hält, hätre es ggü. Dorina auch keinen Sinn gemacht.

Das Zeigen von Mitgefühl wäre nur bei ihren wenigen Unterstützern gut angekommen, z. B. beu Matthias.


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16.09.2026 um 08:27
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Das besondere hier ist doch gerade, dass sie eben schon vorher im "Lügenmodus" war und sich eigentlich mit der Tat gar nichts verändert hat. Vorher ist man ihr halt nicht auf jeden kleine Lüge drauf gekommen, aber alles was man mit der Realität abgleichen konnte, stellte sich als Lüge heraus.
Da wird der psychiatrische Sachverständige sicherlich einiges dazu sagen.
Absolut. Das entspricht ihrem Muster und ist sicher pathologisch. Es ist aber indes trotzdem belastend und nicht "normales Verhalten, das auch Unschuldige so passieren könnten". Sie muss ja überhaupt nur lügen, weil sie weiß, dass die Wahrheit der Beweis ihrer Täterschaft wäre.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:37
Zitat von heavythoughtsheavythoughts schrieb:Und wenn sie sagt, sie habe Fabian nicht angetan: wer hat dann den Jungen mitgenommen?
Sie war doch zum Zeitpunkt seines Verschwindens bei ihm in der Straße, quasi direkt vor seinem Haus.

Wenn sie ihn nicht mitgenommen hat, wer war es dann. Sie hätte das doch mitbekommen müssen.
Oder hat sie verzweifelt die Bankkarte gesucht im Auto? Und war so auf die Suche nach der Bankkarte konzentriert, dass quasi direkt vor ihrer Nase jemand Fabian abholt und von ihr unbemerkt mitnimmt.
Dass sie zum fraglichen Zeitpunkt "quasi direkt vor seinem Haus" war, hat die Nachbarin von gegenüber ausgesagt.
Gina hat das nicht bestätigt, im Gegenteil, sie sagt ja sie hätte "Am Wall" (?) geparkt und dort sei ihr aufgefallen dass sie die Bankkarte nicht dabei hat. Wenn also ein "Mister X" Fabian abgeholt hat, war das eben nicht "quasi direkt vor ihrer Nase" während sie nach der Bankkarte gesucht hat.
Wie also hätte sie etwas mitbekommen sollen?
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Das besondere hier ist doch gerade, dass sie eben schon vorher im "Lügenmodus" war und sich eigentlich mit der Tat gar nichts verändert hat.
Genau DAS. Gina scheint schon lebenslang im "Lügenmodus" gewesen zu sein. Gut möglich dass sie da garnicht mehr zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden kann. Immerhin konnte sie bezüglich AWO-Termin differenzieren und eine "Notlüge" zugeben.
Denke sie hat da wirklich eine Wahrnehmungsstörung und eine eigene Realität.

Und sie will immer gefallen - sie passt ihre Lügen dem jeweiligen Gegenüber an, bei Heike mit ihrer schweren Behinderung waren es Glasknochen usw... Ich vermute dass sie, wenn ihr jemand erzählt dass er z.B. doch arge Schmerzen in den Knochen hat, Verständnis heucheln will weil sie das ja selbst kennt mit den Schmerzen, weil bei ihr das alles ja gleich noch mal viel schlimmer ist... Solche Menschen kennt vermutlich jeder, dieses "ja, das kenn ich, hab ich ja selbst" ist selten hilfreich oder gar tröstend.
Zitat von rabunselrabunsel schrieb:Vorher ist man ihr halt nicht auf jeden kleine Lüge drauf gekommen, aber alles was man mit der Realität abgleichen konnte, stellte sich als Lüge heraus.
Ganz oft wurde da wohl noch nicht mal weiter nachgehakt, sie ist ja direkt explodiert wenn man sie mal auf was angesprochen hat. Da dreht man sich im Idealfall um und geht (im besten Falle für immer).


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16.09.2026 um 08:39
Nun ja, sie hat gestern alle Personen, die für die Tatzeit 09.10. - 14.10.25 irgendeine Rolle spielten belastet. Angefangen vom Erzeuger, über die Tümpelzeugen. Sie selbst hat diese Personen involviert und kontaktiiert. Ohne ihr Zutun, gäbe es gar keinen Grund, diese in das Verschwinden, den Mord und das Auffinden mit Fabi einzubeziehen. Das spricht doch schon für sich. Daher die richtige Frage der StA., warum sie überhaupt lügt?

Fand das ziemlich aufschlussreich.


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16.09.2026 um 08:41
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Absolut. Das entspricht ihrem Muster und ist sicher pathologisch. Es ist aber indes trotzdem belastend und nicht "normales Verhalten, das auch Unschuldige so passieren könnten". Sie muss ja überhaupt nur lügen, weil sie weiß, dass die Wahrheit der Beweis ihrer Täterschaft wäre.
Es scheint wirklich pathologisch zu sein, das dachte ich gestern auch. Und der Richter ist darauf ja am Ende des Verhandlungstags noch selbst eingegangen:
Zitat von Newbie190626Newbie190626 schrieb:
Der Richter möchte wissen, ob ihre ständig wechselnden Versionen von Geschichten und spontanen Lügen mit „den Symptomen ihrer Krankheit“ zusammenhängen.
„Ich flehe Sie genauso an wie Ihren Freund, wie Ihren Lebensgefährten. Helfen Sie mir“, sagt der Richter.
Quelle: https://www.bild.de/regional/rostock/live-ticker-zum-mordprozess-um-fabian-gina-h-raeumt-alibi-deal-ein-69f2f4ded6078134c45a3b9c
Dahingehend wird das Gutachten sicher sehr interessant! Mir zumindest ist aber kein Krankheitsbild bekannt, dass krankhaftes Lügen als Leitsymptom hätte (aber wer weiß). Und am Ende des Tages sind ja auch nicht ihre Lügen der ausschlaggebende Faktor für ihre mögliche Verurteilung, sondern die Gesamtschau mit zusätzlich allen Indizien, die sie eben durch ihre Lügen (nicht sehr erfolgreich) versucht zu relativieren oder zu widerlegen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

16.09.2026 um 08:47
Zitat von heavythoughtsheavythoughts schrieb:Die Angeklagte zeigt das übliche Bild: sie biegt sich ihre Aussagen immer wieder neu zurecht, so dass am Ende mehrere Versionen auf dem Tisch sind.
Ja, habe mittlerweile gar keine Lust mehr Widersprüche hier im Forum nachzuvollziehen oder gar zu diskutieren weil es nun soooo viele Varianten gibt. Aber es geht ja auch nicht um meine Unterhaltung. Eine Junge wurde grausam ermordet und hoffentlich fällt bald das Urteil.


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16.09.2026 um 08:47
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb:Mir zumindest ist aber kein Krankheitsbild bekannt, dass krankhaftes Lügen als Leitsymptom hätte (aber wer weiß).
Doch doch, da gibt es schon ein bekanntes Krankheitsbild, im Volksmund "Münchhausen-Syndrom" genannt, offiziell "Pseudologia phantastica" oder auch nur "Pseudologie" genannt (unterscheidet sich wahrscheinlich in Details, aber krankhaftes Lügen ist als Krankheitsbild anerkannt. Deshalb ja auch "krankhaftes" Lügen.


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