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Wo ist Katrin Konert?

12.340 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

07.01.2026 um 21:13
Der zitierte Beitrag von Saschulja1985 wurde gelöscht. Begründung: Bekanntschaften müssen der Verwaltung gegenüber belegt werden.
Stimmt, es muss Stiefkind heißen. Hatte ich falsch "abgespeichert".
Weiter heißt es bei LiD: "...der wohnt auch in unmittelbarer Umgebung der Bushaltestelle, also in der Neuen Straße." Je nach dem was man unter "unmittelbar" versteht; rein räumlich betrachtet: "direkt angrenzend/direkt nebenan/benachbart". Für mich heißt das einfach formuliert "Neue Straße", aber wortwörtlich gesehen hast du (wohl) recht. Von daher akzeptiere ich Deinen Einwand.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Eine unsittliche Berührung oder ein Kuss als "Bezahlung" für die Heimfahrt hätte einen jungen ungebundenen Fahrer wahrscheinlich nicht ins Schwitzen gebracht. Abstreiten und Ende. Beim Kollegen des Vaters oder auch bei Sven oder dem anderen Anwohner sähe das bestimmt anders aus. "Das erzähle ich ... (Joachim)!"
So in etwa sehe ich das auch bzw. stelle ich mir vor. Unsittliche Berührung (Hand auf Knie/Schenkel o.Ä.) => Situation eskaliert => Tat => Panik => Überlegen, wohin mit dem Körper => Ablegen des Körpers (evtl. Transport des Körpers am nächsten oder übernächsten Tag) => Beseitigen von Spuren im Auto / am Körper => dann konsequentes (emotionales) Ausblenden der Tat über Jahre => langsames Arrangieren mit sich selbst und der Tat.
Unterm Strich natürlich spekulativ, aber so ungefähr stelle ich mir das Szenario vor, von damals bis heute.
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:"Einmal-Sexualtäters", zumal es keine Hinweise auf weitere Opfer gibt.
Genau, deswegen ja Einmaltat bzw. Einmal-Sexualstraftäter.
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:Ein Streit - über was auch immer - ist durchaus wahrscheinlicher als ein sexueller Übergriff
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:durch spontane Konflikte
Aber was könnte das für ein Streit gewesen sein? Über was? Genau damit hatte ich immer schon so meine Probleme. Welches Thema, welche Situation (die nicht mit einem sex. Übergriff in Verbindung steht) könnte so ausarten, dass es zu einem mutmaßlichen Totschlag kommt und die gleichzeitig plausibler erscheint als ein sex. Übergriff? Vielleicht kann mir da mal jemand ein paar Beispiele nennen.


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07.01.2026 um 21:22
Zusätzlich zu der Frage, ob jemand so eine Tat (also der in diesem Fall vermutete tätliche Übergriff mit Unfalltod oder Tötung zur Verdeckung der Tat) nur einmal begeht oder nicht doch vorher oder nachher ähnlich Taten verübt/verübt hat, kommt noch der Umstand, dass die ehemalig Tatverdächtigen noch sehr jung waren.
Dies macht es noch schwerer, die Tat nachzuvollziehen und zu erklären wie es gelang, die mutmaßliche Leiche so perfekt verschwinden zu lassen.
Allerdings macht auch dieser Podcast nicht unbedingt mehr Hoffnung darauf, dass der Fall tatsächlich aufgeklärt werden wird. Auch die neue Person „Ralf“ macht in meinen Augen (und in Anbetracht des begrenzten Wissens über ihn) keinen übermäßig Tatverdächtigen aus ihm. Außerdem gibt es ja noch die vermeintliche Aussage von Martin. Passt irgendwie auch alles nicht zusammen.


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07.01.2026 um 21:52
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:.......Da gebe ich dir durchaus recht, das wird wohl hier nicht vorliegen......
Das ist reine Spekulation, wir wissen im Grunde genommen gar nichts über den Verlauf des Abends nach dem Zeitpunkt der letzten Sichtung.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Beim Kollegen des Vaters oder auch bei Sven oder dem anderen Anwohner sähe das bestimmt anders aus. "Das erzähle ich ... (Joachim)!"
Stichwort Joachim, es scheint ziemlich wahrscheinlich zu sein, dass Katrin und Joachim einen heftigen Streit hatten, es scheint so zu sein, dass Katrin Joachims Wohnung überstürtzt verlassen hat, Joachim sich nicht um die sichere Heimfahrt seiner, doch recht jungen Freundin gekümmert, indem er bei seinen Kumpels einfach mal rumtelefoniert hätte.
Katrin ging in Richtung Bushaltestelle und schien auch nicht wirklich einen Plan gehabt zu haben.
Auch hatte sie ihre Alibifreundin zu dem Zeitpunkt wohl auch nicht gerade auf dem Schirm.

Letztlich hat Joachim, wie jeder Kiffer, sein "Streit"problem dadurch gelöst, dass er, nachdem Katrin weg war, erstmal schön einen durchgezogen hat.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:So in etwa sehe ich das auch bzw. stelle ich mir vor. Unsittliche Berührung (Hand auf Knie/Schenkel o.Ä.) => Situation eskaliert => Tat => Panik => Überlegen, wohin mit dem Körper => Ablegen des Körpers (evtl. Transport des Körpers am nächsten oder übernächsten Tag) => Beseitigen von Spuren im Auto / am Körper...
Alle Unfalltheorien durch Fremde und Belästigungsscenarien durch irgendwelche Bekannten sind doch reine Spekulation, so traurig, wie das für die Angehörigen auch ist.


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07.01.2026 um 22:00
Ich habe von Katrin Konerts Verschwinden vor vielen Jahren das erste Mal gehört. Evtl. sogar schon 2001.

Und trotzdem sind die Umstände, bzw. die Anzahl an Tatverdächtigen, auch nach sechs Folgen PC für mich nur schwer überschaubar. Gut, das mag an mir liegen.

Bspw. bringe ich immer Martin und Sven durcheinander - wer von beiden was ausgesagt hat. Und wo war der Eine während der Andere nochmal wo war?
Geht es noch jemandem so?
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Welches Thema, welche Situation (die nicht mit einem sex. Übergriff in Verbindung steht) könnte so ausarten, dass es zu einem mutmaßlichen Totschlag kommt und die gleichzeitig plausibler erscheint als ein sex. Übergriff? Vielleicht kann mir da mal jemand ein paar Beispiele nennen.
Evtl. hatte einer der TV eine sehr kurze Zündschnur in jungen Jahren, was sich später "verwachsen" hat. Dieser TV könnte sich durch Katrins Aussage(n), Gestiken oder Mimiken provoziert gefühlt haben.
Das wäre für mich ein Beispiel.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Auch die neue Person „Ralf“ macht in meinen Augen (und in Anbetracht des begrenzten Wissens über ihn) keinen übermäßig Tatverdächtigen aus ihm. Außerdem gibt es ja noch die vermeintliche Aussage von Martin. Passt irgendwie auch alles nicht zusammen.
Wenn ich das richtig erinnere, hat Martin, lt. seiner Aussage, Katrin noch nach dem angeblichen Zusammentreffen mit Ralf gesehen, richtig?
Also würde einer von beiden lügen.
Das allerdings würde in meinen Augen überhaupt keinen Sinn ergeben.
Dann vielleicht eher eine falsche Erinnerung bzgl. Uhrzeit oder Ort der Begegnung?


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07.01.2026 um 22:02
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Stichwort Joachim, es scheint ziemlich wahrscheinlich zu sein, dass Katrin und Joachim einen heftigen Streit hatten, es scheint so zu sein, dass Katrin Joachims Wohnung überstürtzt verlassen hat, Joachim sich nicht um die sichere Heimfahrt seiner, doch recht jungen Freundin gekümmert, indem er bei seinen Kumpels einfach mal rumtelefoniert hätte.
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Letztlich hat Joachim, wie jeder Kiffer, sein "Streit"problem dadurch gelöst, dass er, nachdem Katrin weg war, erstmal schön einen durchgezogen hat.
Auch das sind reine Spekulationen.


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07.01.2026 um 22:16
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 02.01.2026:Martin war somit im Begriff in den Straßenverkehr einzufahren, entsprechend langsamer unterwegs und hatte Katrin wohl auch direkt im Scheinwerferlicht, da sich sein Startpunkt quasi direkt gegenüber der Bushaltestelle befand.
Laut em LiD-Podcast wohnte die Schwester 200 bis 150 Meter Richtung Ortsausgang, also nicht gegenüber der Bushaltestelle. Ich meine auch, dass es bisher immer geheißen hatte, dass das Wohnhaus der Schwester, von dem Martin nach einer Party losgefahren ist, gegenüber der Haltestelle lag, deshalb ist mit diese Infos besonders aufgefallen.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 26.10.2025:[...] Stern Crime Podcast "Spurensuche" in dem Fr. Dau-Rödel sagt ab ca. Min. 22:44 "In den Bus ist sie nicht eingestiegen, das wurde auch überprüft, der Bus ist aber auch erst viel, viel später gefahren."
Ich hatte gestern den Stern Crime Podcast auch noch mal angehört. Ich finde, dass das "auch erst viel, viel später gefahren" auch so deuten kann, dass er regulär fahrplanmäßig später kam. Es muss nicht zwingend bedeuten, dass der Bus Verspätung hatte.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 04.01.2026:Daran schließt sich für mich auch die Überlegung an, ob ein Täter, der einen dauerhaft kontrollierbaren „privaten Raum“ wählt, über Jahre hinweg psychisch unauffällig bleiben könnte – oder ob der innere Druck nicht irgendwann so groß würde, dass es zu Fehlern, Mitteilungen ggü anderen oder sogar zu einem Geständnis kommt.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 04.01.2026:Dabei für mich auch die Nuance von „privat“, denke ich doch, wichtig: also ob es sich um einen tatsächlich privaten Raum handelt (etwa das bewohntes Haus oder das zugehöriges Grundstück) oder um einen nur „gefühlt privaten“ Ort (wie die Felsspalte im Fall Sonja E). In ersteren Fällen stellt sich mir da noch mehr die Frage, wie das Aufrechterhalten von alltäglicher Normalität gelingt – eine Art „soziale Tarnung“, gewissermaßen.
Die Felsspalte im Fall Sonja E. empfinde ich nicht als "gefühlten Privatbereich" des Täters. Ich habe mir das eher immer so vorgestellt, dass der Täter diese Spalte kennt, weil er aus der Gegend kommt/kam und das so eine typische Stelle für Kinderspiele ist. Und dass ihm diese Spalte nach der Tat halt wieder als optimales Versteck eingefallen ist, einfach, weil etwas was da rein gesteckt wird, schwer zu entdecken und gut zu tarnen ist (indem man Laub, Moos, Erde etc. hinterherschiebt).
Eine Leiche sprichwörtlich "im Keller" (oder halt im Garten) zu haben, stelle ich mir auch sehr bedrohlich vor. Selbst wenn der Täter relative Kontrolle über den Bereich haben sollte - also z.B. weil er als Hausbesitzer alleine lebt und eben keine anderen Hausbewohner Zugang zum Keller oder zum Garten haben. Aber in dem Bewusstsein in einem Haus zu leben, dass im Keller eine Leiche in einem Betonsarkophag eingeauert ist, stelle ich mir emotional schon sehr stessend vor, vor allem, wenn das eine spontane Tat war oder "nur" ein Konflikt der aus dem Ruder gelaufen ist - und eben kein Mörder a la Wichmann, dem vielleicht noch jedesmal einer abgegangen ist, wenn er dran gedacht hat, was und wen er auf seinem Grundstück alles so vergraben hat.

Wenn es eine spontane Tat war würde ich davon ausgehen, dass auch die "Entsorgung" bzw. das Verstecken der Leiche spontan von statten gegangen ist. Und dann hängt es eben jeweils sehr stark davon ab, welche Möglichkeiten der Täter zur Verfügung hatte - sowohl logistisch wie auch intelektuell. Wenn z.B. Kurt einen Bagger zur Verfügung hatte und seine Frau auf Kur war bietet das halt andere Möglichkeiten als bei den drei Jugendlichen, die - wenn sie niemand weiteren eingeweiht haben - auf die eigene Körperkraft und das eigene Fahrzeug angewiesen waren.


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07.01.2026 um 22:44
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn es eine spontane Tat war würde ich davon ausgehen, dass auch die "Entsorgung" bzw. das Verstecken der Leiche spontan von statten gegangen ist.
Eine spontane Tat zieht wohl so ein spontanes Handeln nach sich, trotzdem vermute ich, dass der erste Ablageort nicht der endgültige gewesen ist, unabhängig davon, ob dies nun der Kofferraum eines Fahrzeug oder z. B. der Wald war. Spontan bedeutet kurzentschlossen und somit auch meist nicht schlüssig durchdacht, was zu Fehlern führen kann und schon sehr viel Glück mit einhergehen muss, wenn die Leiche dann nicht aufgefunden wird. Nicht ausgeschlossen natürlich, aber doch sehr unwahrscheinlich. Ich würde auf eine Veränderung der Ablageörtlichkeit tippen, in einem Zeitraum von 1-2 Tagen nach dem Verschwinden. Ein späterer Zeitpunkt wäre mit zu viel Risiko verbunden gewesen, da nach 48 Stunden bereits die ersten Suchmaßnahmen angesetzt waren. Schaut man sich hierzu noch die Altersstruktur der 6 Tatverdächtigen an, so würde ich zumindest bei der jüngeren Generation davon ausgehen, dass die endgültige Entsorgung der sterblichen Überreste nicht ohne Hilfe ablief.


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07.01.2026 um 22:55
Wo ist Katrin Konert? (Seite 625)

Bitte schau doch mal ins Themen Wiki - Zusammenfassung Teil 4 LiD (neue Straße) plus Zusammenfassung RTL Nord Beitrag zur Stieftochter mit Min Angaben zum nachhören/schauen.

Auch an @Ziegenpetra - nur der LiD PC verwirrt möglicherweise, es wird gleich zu Beginn gesagt, das NDR PC und „Blitzeis“ vorausgesetzt werden.


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07.01.2026 um 23:20
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Laut em LiD-Podcast wohnte die Schwester 200 bis 150 Meter Richtung Ortsausgang, also nicht gegenüber der Bushaltestelle. Ich meine auch, dass es bisher immer geheißen hatte, dass das Wohnhaus der Schwester, von dem Martin nach einer Party losgefahren ist, gegenüber der Haltestelle lag, deshalb ist mit diese Infos besonders aufgefallen.
Ist mir auch aufgefallen-allerdings sagt die Entfernung ja nichts über die Lage aus. War zumindest meine Schlussfolgerung.

Lid Teil 3 ca min 39 - “Die wohnt damals in der Nähe der Bushaltestelle Neuestraße-Ecke Heckenweg. Zwischen diesem Haus und der Bushaltestelle liegen knapp 100 Meter.”

NDR Teil 3 ca min 9:20:

“Martin ist am frühen Abend bei seiner Schwester, die gegenüber der Bushaltestelle wohnt.”

NDR Teil 1 ca. 31:40: “Er ist zu Besuch bei seiner Schwester, die gegenüber der Haltestelle wohnt. Er will sein Auto wenden, um Richtung Ortsausgang zu seiner Freundin zu fahren. Dabei, sagt er bei der Polizei aus, sieht er Katrin auf Höhe der Bushaltestelle.”

Und irgendwo gab’s dann noch „schräg“ gegenüber, finde ich nur spontan grad nicht (bin allerdings auch grad nur am Handy)


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07.01.2026 um 23:28
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb:Beim Kollegen des Vaters oder auch bei Sven oder dem anderen Anwohner sähe das bestimmt anders aus. "Das erzähle ich ... (Joachim)!"
Stichwort Joachim, es scheint ziemlich wahrscheinlich zu sein, dass Katrin und Joachim einen heftigen Streit hatten, es scheint so zu sein, dass Katrin Joachims Wohnung überstürtzt verlassen hat, Joachim sich nicht um die sichere Heimfahrt seiner, doch recht jungen Freundin gekümmert, indem er bei seinen Kumpels einfach mal rumtelefoniert hätte.
Ich meinte nur das Kopfkino beim Täter. Dass er es vllt bedrohlich empfunden hätte, hätte Katrin später dem Joachim (als MC-Mitglied oder Nachbar / Einwohner) von einer Entgleisung erzählt.


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07.01.2026 um 23:48
Zitat von 2cent2cent schrieb:Und irgendwo gab’s dann noch „schräg“ gegenüber, finde ich nur spontan grad nicht
@Grillage

„Er war ja zuvor bei seiner Schwester zu Besuch, schräg gegenüber der Bushaltestelle. Von dort fuhr er mit seinem Auto los und sprach gegen 19:30 kurz mit der angetroffenen Katrin.” Frau Dau-Rödl spricht

stern Crime - Podcast ca min 35


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Wo ist Katrin Konert?

07.01.2026 um 23:59
Wenn man den Fußweg von Katrin nimmt (von der Ecke Bahnhofstraße/Breite Straße bis zur Bushaltestelle in der Neuen Straße) und dazu die Fahrstrecke von Ute, die um 19:00 Uhr (die Nachrichtensendung begann im Radio als sie am Ortsschild war) in Bergen ankam und in Richtung Salzwedel fuhr, dann wird das Zeitfenster für Katrin an der Bushaltestelle sehr klein.

Praktisch alle anderen Zeugen, mit Ausnahme von Martin, kamen vermutlich später an der Bushaltestelle vorbei als Ute.

Und keiner hat Katrin dort gesehen. Außer Martin.

Es würden so nur zwei bis vier Minuten bleiben, in denen Katrin verschwunden sein könnte. Zu wenig für ein Fahrzeug, dass dorthin fahren muss, Katrin aufnimmt (freiwillig von beiden Seiten) und ungesehen wegfährt.


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08.01.2026 um 03:57
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es würden so nur zwei bis vier Minuten bleiben, in denen Katrin verschwunden sein könnte. Zu wenig für ein Fahrzeug, dass dorthin fahren muss, Katrin aufnimmt (freiwillig von beiden Seiten) und ungesehen wegfährt.
Das hört sich vielleicht sehr wenig an, aber das kann man durchaus auch mit einem Selbsttest einmal versuchen. Starte die Stoppuhr und lege sie außer Sichtweite, um nicht beeinflusst zu werden. Fahre in deine Straße ein und halte nach ca. 100 Meter an der fiktiven Bushaltestelle (z. B. einer Mülltonne), führe eine "Unterhaltung mit Mitfahrangebot". Man kann sogar noch eine höffliche Geste einbauen, aus dem Pkw aussteigen, der Person z. B. die Türe öffnen und einsteigen lassen. Fahre im Anschluss gemütlich weiter. Nach ca. 100 Metern hast du wieder eine normale Geschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften. Halte nun die Stoppuhr an und du wirst sehen, wie lange 2 - 4 Minuten sein können.

Bei dieser Nachstellung auch noch interessant, wie viele potentielle Zeugen, sei es nun ein Fußgänger oder dich passierende Fahrzeuge, vorhanden sind. Natürlich sollten für diesen Test ähnliche Umstände wie an der als Tatörtlichkeit relevanten Stelle herrschen, die in einer Großstadt durchaus in einem normalen Wohngebiet, abseits einer zentralen Durchfahrtsstraße, gegeben sind.

Bitte nicht als Belehrung auffassen, aber man unterschätzt manchmal, wie lange Zeitspannen sein können, die sich für das gedachte Szenario vermeintlich als unmöglich darstellten.


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08.01.2026 um 11:21
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:Wäre es nicht naheliegender, eine Leiche in die Elbe zu werfen, wenn die in der Nähe ist, statt sich die Mühe zu machen, im Winter eine Grube im Wald oder in den Dünen oder wo auch immer auszuheben?
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Selbst eine vorübergehende Ablage des Körpers in Tatnähe und anschließendem Weitertransport Richtung Elbe oder Jeetzel - bspw. am nächsten Tag - erachte ich als sehr riskant für den Täter. Kann ich mir nicht vorstellen, dass das der Täter dies ernsthaft in Erwägung gezogen oder tatsächlich durchgeführt hat.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Spätestens im Bereich der Staustufe Geesthacht hätte die Wahrscheinlichkeit doch deutlich zugenommen, dass es zu einem Auffinden gekommen wäre.
"In die Elbe" (oder einen anderen Fluss) werfen klingt zunächst recht einfach. Aber man kann nicht einfach irgendwo ans Ufer fahren und die Leiche reinwerfen, weil sie da im flachen Wasser am Ufer nicht sicher abtreiben, sondern liegen bleiben würde. Man müsste sie denke ich von einer Brücke aus in die Mitte des Flusses werfen. Und selbst dann würde sie ja nicht einfach untergehen, sondern an der Oberfläche treiben. Es sei denn, man hätte sie igrendwie zuverlässig beschwert.
Und dann ist man eben schon wieder nicht bei "spontan in möglichst kurzer Zeit" verschwinden lassen, sondern bei einem Vorgang der Planung, Werkzeug und Zubehör, Kraft (zum über ein Geländer heben), Risikobereitschaft, Zeit und eine weitere Fahrtstrecke veraussetzt.
Zitat von Akte-XAkte-X schrieb:Das ist allerdings auch gut so. Für alle diese n Personen gilt die Unschuldsvermutung. Mindestens n-1 dieser Personen sind tatsächlich unschuldig. Selbst wenn sie erst verspätet oder widersprüchlich ausgesagt haben, haben sie ein Recht darauf, zum Bäcker oder auch sonstwohin zu gehen, ohne schief angeschaut zu werden.
Da stimme ich Dir absolut zu. Ich hatte nur besonders nach dem NDR-Podcast eine ganz andere Vorstellung davon, was zumindest die Bekanntheit der Identitäten von Martin, Sven, Christian und Kurt angeht. Da klang es für mich so, als habe die Polizei diese vier Personen mit sehr viel Aufwand "durchleuchtet" und dazu gehört ja auch, dass Personen aus ihrem Umfeld intensiv befragt werden. Und in einem kleinen Ort wie Bergen hätte ich erwartet, dass das nicht geheim gehalten werden kann - nicht weil jemand aus den Ermittlerkreisen plaudert, sondern eben jemand aus deren Umfeld, der genau befragt wurde, wie er denn zu Martin, Sven, Christian oder Kurt steht und ob ihm bei demjenigen nach Neujahr 2001 irgendwelche Verhaltensänderungen aufgefallen sind...
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Und keiner hat Katrin dort gesehen. Außer Martin.

Es würden so nur zwei bis vier Minuten bleiben, in denen Katrin verschwunden sein könnte. Zu wenig für ein Fahrzeug, dass dorthin fahren muss, Katrin aufnimmt (freiwillig von beiden Seiten) und ungesehen wegfährt.
Dass jemand "nichts" gesehen hat, also z.B. nicht gesehen hat, dass Katrin an der Bushaltestelle stand oder dass Martin, Sven, Christian und Ralf sich nicht gegenseitig gesehen hat meiner Meinung nach keinerlei Bedeutung. Zumindest bedeutet es nicht, dass der jeweile ander nicht da war, sondern liegt in meinen Augen am wahrscheinlichsten einfach daran, dass sie nicht drauf geachtet haben, wer sonst noch unterwegs ist, dass sie auf was anderes geachtet haben, dass sie sich gesehen, aber nicht erkannt und die Begegnung gleich wieder vergessen haben etc.
Ich könnte schon am nächsten Tag nicht sagen, ob und wo mir auf einer Strecke Autos entgegen gekommen sind, welche Farbe und welches Modell das war, ob an einer bestimmten Stelle eine Fußgängerin unterwegs war etc. Noch weniger würde ich wahrscheinlich wahrnehmen, wenn ich gerade am Autoradio rumfummel, ich mich mit einem Beifahrer unterhalte, ich mich auf die Straße konzentrieren muss, weil Blitzeis ist.... Es müsste mir schon irgendwas besonderes an der Sichtung auffallen, damit ich sie mir merke, also z.B. dass man einen Bekannten im entgegenkommenden Auto erkennt, dass das Auto ein Modell ist, das mich interessiert, dass mir ein Auto wegen dem Blitzeis entgegenschlittert und wir nur kanpp eine Kollision vermeiden.
Das niemand sonst Katrin gesehen hat, bedeutet halt nicht, dass sie nicht da war.

Und hinzu kommt, dass ich das Zeitfenster gar nicht so klein finde. Sie ist kurz nach 18:46 Uhr losgegangen und Martin ist wohl irgendwann nach 19:10 Uhr bei seiner Schwester losgefahren (in der 5. LiD-Folge hieß es meine ich sogar "zwischen 19:10 Uhr und 19:30 Uhr). Der Bus kam gg. 19:30 Uhr und da stand niemand an der BHS. Diese "Nicht-Sichtung" durch den Busfahrer halte ich für verlässlich. Er hat wohl angehalten - was ich nachvollziehen kann, denn das Haltehäuschen liegt ja im Heckenweg, d.h. er konnte von der Neuen Straße nicht unbedingt sehen, ob da nicht doch jemand steht, der sich wegen der Kälte ins Häuschen zurückgezogen hat - und sagt, es sei niemand eingestiegen und es habe dort auch niemand gestanden.
Es bleiben Minimum 20 Minuten (18:50 bis 19:10 Uhr), wahrscheinlich sogar eher 25 bis 30 Minuten, in denen Katrin auf der Straße war und von den Zeugen gesegen wurde. Da ist locker Zeit, damit einer vom Ortseingang bis zurm Ortsausgang Bergen fährt und jemand anderes zu einem anderen Zeitpunkt (1 bis 2 Minuten Unterschied reichen denke ich) in die entgegengesetzte Richtung fährt, ohne dass die beiden sich begegnen, sondern sich zeitlich einfach verpassen.
Sie Sichtungen können halt nicht auf die Minute genau eingeordnet werden. Ich finde es schon stark, dass es überhaupt gelungen ist, die Sichtungen relativ gut zeitlich einzuordnen. Heute wäre das wahrscheinlich durch Handy- und KFZ-GPS-Daten viel einfacher und genauer möglich.
Die Zeitspanne, in der Katrin unbeobachtet von der BHS verschwindet, kann also auch deutlich größer sein.

Und ich stimme zudem auch noch @Triquetrum zu: selbst 2 bis 4 Minuten sind für eine Fahrt in der Neuen Straße, eine Kontaktaufnahme, zwei, drei gewechselte Sätze und ein Einsteigen und Weiterfahren, mehr als genug Zeit. Wenn Katrin eh eine MFG suchte, dann wird sie nicht lange gefackelt und diskutiert haben, wenn sie ein Angebot bekommen hat und eingestiegen sein.
Und wenn sie es geschafft hatte, eine MFG zu organsisieren, dann das Anhalten, Einsteigen und Weiterfahren sogar noch schneller gegangen, denn dann hätte man nicht erst klären müssen, wohin der Fahrer unterwegs ist und wohin sie will.


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09.01.2026 um 01:32
Zitat von 2cent2cent schrieb:Auch an @Ziegenpetra - nur der LiD PC verwirrt möglicherweise, es wird gleich zu Beginn gesagt, das NDR PC und „Blitzeis“ vorausgesetzt werden.
Danke dir für den Tipp.
Gerade "Blitzeis" geschaut.
Hat mich bzgl. der TV voll nach vorn geschmissen, da nicht ein Wort über Selbige gesprochen wurde.


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09.01.2026 um 08:24
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Hat mich bzgl. der TV voll nach vorn geschmissen, da nicht ein Wort über Selbige gesprochen wurde.
Möglicherweise hast du die zweite Voraussetzung – den NDR-Podcast – übersehen. Hier gleich zu Beginn des LiD Teil 1:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.12.2025:Dieser Podcast (LiD) von Mike Mathis baut auf den NDR2 Podcast bzw. die Dokumentation "Blitzeis" auf und es wird voraussgesetzt, dass man diese kennt. Die Namen wurden nicht verändert, sondern wie im NDR2 Podcast beibehalten.
Zuvor hatte ich außerdem noch auf das mE sehr umfangreiche Themen-Wiki hingewiesen; auch zum NDR-Podcast findest du dort die entsprechende Verlinkung zum (Start-)Beitrag mit einer Zusammenfassung.


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09.01.2026 um 08:42
Zitat von 2cent2cent schrieb:NDR Teil 3 ca min 9:20:

“Martin ist am frühen Abend bei seiner Schwester, die gegenüber der Bushaltestelle wohnt.”

NDR Teil 1 ca. 31:40: “Er ist zu Besuch bei seiner Schwester, die gegenüber der Haltestelle wohnt. Er will sein Auto wenden, um Richtung Ortsausgang zu seiner Freundin zu fahren. Dabei, sagt er bei der Polizei aus, sieht er Katrin auf Höhe der Bushaltestelle.”

Und irgendwo gab’s dann noch „schräg“ gegenüber, finde ich nur spontan grad nicht (bin allerdings auch grad nur am Handy)
LiD Podcast Folge 3 (im Focus der Ermittler):
Beim min 51 wird gesagt, dass Martin vom Haus seiner Schwester losgefahren ist und auf Hoehe der Bushaltestelle gewendet hat.
(Dau-Rödel)

Sie sagt da auch etwas vom 'schräg gegenüber' und 'nur ein paar Meter entfernt', aber mir ist nicht klar, was sie damit meint. In meinem Sprachgebrauch ist 'schraeg gegenueber' ein Haus, zu dem ich hinlaufe. Ich haette vermutlich 'die Strasse weiter runter' gesagt. Martins Schwester und seine Freundin haben in derselben Strasse gewohnt.


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09.01.2026 um 19:33
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:So viele unabhängige Sichtungen waren es meiner Ansicht nach nicht.

– Christian und Tanja: Christian hatte bereits einen konkreten Anlass, auf Katrin zu achten. Zudem waren beide gemeinsam unterwegs, weshalb ich diese Sichtung nicht als unabhängig werte.

– Martin: Durch das Wendemanöver an der Bushaltestelle hatte er trotz der schlechten Beleuchtung eine realistische Möglichkeit, sie zu erkennen.

– Ralf: Hier habe ich selbst eine Annahme formuliert:
Und dazu gab es noch "Ute" die wahrscheinlich ja auch noch zufällig vorbeifuhr.

Für mich sind das viele Sichtungen für den Neujahrstag bei Blitzeis in einem Dorf.

Ich finde Situation um Joachim kurios, auch wenn von platonischer Liebe die Rede ist wurde er aufgrund der Beziehung zu Katrin von den Nordmännern geächtet. Ich bin mir sicher dass die Aussage "platonisch" eine Schutzbehauptung ist weil eine romantische Beziehung gesellschaftlich verachtet werden würde. Gerade auf dem Dorf ist man da ja sehr kritisch.
Aber egal ob platonisch oder nicht, wenn die Freundin verschwindet sucht man nach ihr.
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 05.01.2026:Und egal, wie "reif" Katrin wirkte oder sich gab (oder gerne gewesen wäre), aus Sicht der Eltern war sie ihr 15jähriges, gerade pubertierendes Kind, von dem sie erfahren müssen, dass es seit Monaten einen 30jährigen geheimen Liebhaber hat.
Ist für mich halt auch so ein Knackpunkt: Katrin hatte einen doppelt so alten Freund, erzählte ihren Eltern aber nichts von dieser Beziehung und dazu ist sie einige Zeit zuvor von Zuhause ausgerissen. Das würde ich jetzt nicht gerade als reif bezeichnen.

Ich bin ja zwei Jahre jünger als Katrin und in meinem damaligen schulischen Umfeld gab's mehrere Mädels die auch Interesse an älteren Jungs hatten, da wurde natürlich auch geredet und das ganze verurteilt. Die Männer waren selbst damals in meinen Augen auch nicht gerade altersentsprechend weil egal was man da sagt, die Interessen und Lebensumstände sind nun mal ganz unterschiedlich.
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 05.01.2026:Also ich hätte von diesem Mann sicher keine guten Absichten angenommen und wäre dem sehr deutlich auf die Pelle gerückt.

So wie Katrins Vater in der Doku rüberkam, kann ich mir nicht vorstellen, dass der das in den nächsten Tagen auf sich beruhen hat lassen. Ich meine nicht, dass er gegenüber Joachim Gewalt angewendet hat, das sicher nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er ihm gegenüber auf eine sehr klare Ansage verzichtet hat.
Ich mag mir nicht vorstellen wie es einem als Elternteil ergehen mag wenn man erfährt dass die Tochter eine heimliche Beziehung geführt hat und zudem mit einem doppelt so altem Mann.

Ich erinnere mich noch dass eine ehemalige Klassenkameradin totalen Stress Zuhause hatte als sie mit 14 Jahren mit einem ebenfalls doppelt so alten Mann anbandelte.

Die Beziehung lief tatsächlich gut 1 1/2 Jahre aber ich fand das damals auch merkwürdig. Der Typ selbst hatte auch danach weitere deutlich jüngere Partnerinnen an seiner Seite und ich empfand ihn immer als merkwürdig.
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 05.01.2026:Das heißt aber nicht automatisch, dass ihm Katrins Verschwinden völlig gleichgültig ist, es kann ihn immer noch belasten, leid tun, nicht in Ruhe lasten.
Dennoch erwartet man von einem 30-jährigen Mann Mithilfe bei der Suche. Lässt aber für mich darauf schließen dass er nicht die entsprechende Reife besaß über die man in dem Alter verfügen sollte.
Zitat von DödiDödi schrieb:Das fand ich ebenfalls erschreckend aber man muss auch bedenken, dass viele Menschen sich nicht für Kriminalfälle interessieren und nur „mit halbem Ohr zuhören“.
Eben und das muss man sich bewusst machen: nicht jeder interessiert sich für Kriminalfälle und wenn dann eher für eher "spektakuläre".
Hatte auch schon öfter die Erfahrung gemacht dass selbst regionale Fälle oft unbekannt sind in meinem Umfeld.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Allerdings macht auch dieser Podcast nicht unbedingt mehr Hoffnung darauf, dass der Fall tatsächlich aufgeklärt werden wird.
Ich denke es ist auch nicht Erwartungshaltung dass ein Kriminalfall aufgrund eines Podcasts gelöst wird, ich finde es nur gut dass die Fälle dadurch wieder mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft gerät.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Und trotzdem sind die Umstände, bzw. die Anzahl an Tatverdächtigen, auch nach sechs Folgen PC für mich nur schwer überschaubar. Gut, das mag an mir liegen.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Bspw. bringe ich immer Martin und Sven durcheinander - wer von beiden was ausgesagt hat. Und wo war der Eine während der Andere nochmal wo war?
Geht es noch jemandem so?
Obwohl ich die meisten Dokumentationen gesehen und Podcasts gehört habe muss ich mich oft nochmal reinlesen damit ich dran bleibe.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Wenn ich das richtig erinnere, hat Martin, lt. seiner Aussage, Katrin noch nach dem angeblichen Zusammentreffen mit Ralf gesehen, richtig?
Also würde einer von beiden lügen.
Das allerdings würde in meinen Augen überhaupt keinen Sinn ergeben.
Dann vielleicht eher eine falsche Erinnerung bzgl. Uhrzeit oder Ort der Begegnung?
Ja es wurde gerade bei Licht ins Dunkel gesagt dass die beiden Aussagen nicht passen.
Ich unterstelle jetzt aber nicht unbedingt dass da wer lügt sondern dass die Erinnerung getrübt ist.

Nachher höre ich mir noch den 6. Teil der Serie des Podcasts an.


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Wo ist Katrin Konert?

09.01.2026 um 19:41
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Und dazu gab es noch "Ute" die wahrscheinlich ja auch noch zufällig vorbeifuhr.
Ute hat sie doch gar nicht gesehen? Oder meinst Du die "Jägerin mit Ferienhaus in der Region (BMW)"? Gesichert ist nicht, dass diese Katrin gesehen hat - möglich natürlich schon.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Aber egal ob platonisch oder nicht, wenn die Freundin verschwindet sucht man nach ihr.
Hat er laut uns bekannten Information doch gemacht? Offenbar einmal mit einem "Kumpel" und auch von Stefanie geschildert, dass sie gesucht hätten.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:dazu ist sie einige Zeit zuvor von Zuhause ausgerissen.
Wo kommt denn diese Information her? Falls Du damit den Streit meinst (Klärung mit Vater bei Polizei) - als "ausgerissen" iSv längere Zeit weg und ohne das dies jemand bemerkt hätte würde ich das nicht bezeichnen.


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Wo ist Katrin Konert?

11.01.2026 um 16:32
Zu euren Beiträgen hinsichtlich möglicher Tatmotive habe ich mir einige Gedanken gemacht, die ich gerne mit euch teilen würde.

@Heribert bringt die Idee eines „aufgestauten Themas“ ein, das sich im Rahmen einer zufälligen Gelegenheit eskaliert haben könnte. Gleichzeitig verweist er auf das Fehlen eines klar erkennbaren Motivs sowie auf die Möglichkeit, dass Katrin – möglicherweise aufgrund einer als „reif“ wahrgenommenen Ausstrahlung – für andere Männer begehrenswert gewesen sein könnte.

Auch @Reith008 spricht eine Eskalation an und verweist auf die öffentlich kommunizierte Annahme einer „spontanen Tat“. In diesem Zusammenhang stellst du die Überlegung an, ob es sich nicht doch um eine geplante Tat gehandelt haben könnte – insbesondere im Hinblick auf den Vorfall des Weglaufens im Dezember sowie mögliche Konflikte, die selbst engen Freunden nicht bekannt gewesen wären.

Hier stellt sich für mich die Frage, wie dieses "Tatkonstrukt" konkret ausgesehen haben könnte.
Einerseits müsste ja der Täter dann von diesem Vorfall gewusst haben um darauf spekulieren zu können, dass „Ausreißen“ oder „freiwilliges Fernbleiben“ sofortige Suchaktionen verhindert oder verzögert. Das würde mMn auch voraussetzen, dass diese Person der Familie relativ nahe stand. Andererseits müssten doch dann genau mit dieser Person bereits Konflikte bestanden haben (welche, abseits sexueller, könnten das gewesen sein?) die Katrin nicht erwähnt hätte und entsprechend der Familie/engen Freunden nicht bekannt gewesen wären, die dann zu einer Tötung Katrins geführt hätten? Dies bitte nicht als „Gegenwind“ aufzufassen, sondern als ernsthafte inhaltliche Nachfrage zu deinem Eingangspost :)

Ich selbst vermute, wie auch andere hier, eher eine spontane Tat mit sexuellem Motiv. Dass es sich dabei um eine einmalige Tat gehandelt haben könnte, halte ich u.a. auch aufgrund der von @Triquetrum angeführten Gründe für wahrscheinlicher.

Dem Beitrag von @inkaspesbach, wonach ein sexuelles Motiv zwingend ein vorheriges konkretes Interesse an Katrin voraussetzen müsse und ein Täter im Freundeskreis zumindest durch Andeutungen oder „Scherze“ aufgefallen wäre, kann ich nur bedingt folgen. Meines Erachtens müssen sexuelle Motive nicht zwingend an eine konkrete Zielperson gekoppelt sein. Auch halte ich den Schluss, ein Täter müsse sich durch zB zotige Witze oder entsprechende Äußerungen zu erkennen gegeben haben, nicht für zwingend. Zwischen derben Sprüchen und der tatsächlichen Umsetzung einer Sexualstraftat liegen gsd Welten.

Für ein sexuelles Motiv spricht für mich weiters, wenn auch nicht ausschlaggebend, ein mögliches Wissen um Katrins Beziehung zu Joachim. Während Frauen solche Beziehungen eher kritisch oder befremdlich wahrnehmen, wie ich auch @Herbstkind verstanden habe, könnten Männer mit entsprechenden Neigungen zu deutlich jüngeren Mädchen/Frauen sogar als „auffordernd“ interpretieren. Insofern wäre für mich weniger entscheidend, ob der Täter von dieser Beziehung wusste, sondern eher, welches Bild von Katrin er sich daraus gemacht haben könnte:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 04.01.2022:Diese Beziehung, welcher Natur sie auch immer war, bewerte ich daher nicht. Kann mir aber dadurch ein „Motiv“ vorstellen. Genau aus dem Grund der Bewertung oder dem Glauben zu wissen, was diese Beziehung zu Joachim alles beinhaltet hat, welches Bild sich jemand von Katrin dadurch gemacht hat.
Zu den von @Apo_Andreas und @Kuno426 angesprochenen alternativen, plausiblen, Eskalationsmotiven abseits von Sexualität wurden bereits verschiedene Möglichkeiten genannt:
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb am 07.01.2026:Ein Streit - über was auch immer - ist durchaus wahrscheinlicher als ein sexueller Übergriff, gerade wenn es jemand aus dem Bekanntenkreis war. […] Vor diesem Hintergrund erscheint ein Streit mit einem Bekannten deutlich plausibler als die Variante eines "Einmal-Sexualtäters", zumal es keine Hinweise auf weitere Opfer gibt.
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb am 07.01.2026:Evtl. hatte einer der TV eine sehr kurze Zündschnur in jungen Jahren, was sich später "verwachsen" hat. Dieser TV könnte sich durch Katrins Aussage(n), Gestiken oder Mimiken provoziert gefühlt haben. Das wäre für mich ein Beispiel.

Auch ich hatte in diesem Zusammenhang schon spekuliert, ob es – bei einer zwischenzeitlichen Verbringung einer noch lebenden Katrin – zu einer Eskalation gekommen sein könnte:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:Ebenso auch ein anderes Motiv als "spontane Tötung als Verdeckungstat" Spekulativ gedacht: ein "Denkzettel", ein "makabrer Spaß", der dann mit dem Abbleben Katrins endete?
Zum Beitrag
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb am 07.01.2026:Unabhängig davon ist trotzdem ein sexuelles Motiv sehr wahrscheinlich, auch wenn es in diesem Fall explizit auf eine Person, nämlich Katrin, bezogen war.
– ich hatte mich damals nach der Schilderung in „Spurlos verschwunden“ von Nadine, wonach sie sich die Haare blond gefärbt hätte, weil sie zu oft mit Katrin verwechselt worden sei, auch bereits gefragt, ob es nicht zumindest denkbar wäre, dass jemand an der BHST vorbeikam, der es eigentlich auf Nadine „abgesehen" haben könnte? Zugegebenermaßen weit hergeholt und nie "zu Ende" gedacht.

Wie plausibel diese Motive tatsächlich sind, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen bzw. stelle ich diese auch insofern in Frage wie zB @Kuno426 hier:
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb am 07.01.2026:Aber ob die Situation dann so weit eskaliert wäre, dass Katrin nie mehr auftaucht?
Generell fällt mir bei der Überlegung, dass ein Täter bereits im Vorfeld über die Situation Katrins an diesem Abend gewusst haben könnte und bewusst - mit ihr als Zielperson - unterwegs war, wie @Triquetrum (in Bezug auf Ralf) überlegt hatte und meinen Überlegung dazu, dass dies mMn bewusstes Handeln voraussetzen und eine spontane eher Tat ausschließen würde, schwer, andere, als sexuelle Motive, anzunehmen. Da wäre ich dann wieder beim Tätertyp den @inkaspesbach beschrieben hatte und auch den Überlegungen bzw. Zweifeln hinsichtlich der weiteren „Unauffälligkeit“ eines solchen Täters.

Einen zwingenden Zusammenhang mit einer "besonderen Reife“ Katrins sehe ich im Übrigen nicht. Ob man die Reife eines 15-jährigen Mädchens daran festmachen kann, dass sie eine Beziehung zu einem deutlich älteren Freund hatte und diese vor den Eltern verheimlichte, erscheint mir fraglich. (@Herbstkind). Das Bild, das sich für mich aus Dokumentationen und Podcasts ergibt, zeigt, wie schon geschrieben, eher eine typische Jugendliche, die sich zwar nicht vollständig in das Rollenbild des „braven Mädchens“ fügte, aber dennoch eine gewisse Selbstständigkeit (Reife) hatte.

Ob diese Überlegungen eine Einordnung eines wahrscheinlichen Tätertyps oder eines Tatmotivs möglich machen, bleibt für mich letztlich noch immer offen.


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