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Quellen-Fetisch im Internet!

87 Beiträge, Schlüsselwörter: Internet, Diskussionen, Quellen

Quellen-Fetisch im Internet!

24.04.2013 um 23:54
kleinundgrün schrieb:Glaube ich einem Blog eher als dem Spiegel? Wenn das so sein sollte, muss ich auch für mich begründen können, warum das so ist.
Lustig, gerade erst so einen Fall erlebt, genau mit dem Spiegel. Dieser hat über ein bestimmtes Thema ziemlich reißerisch (die Empörungsindustrie ansprechend) berichtet und dazu noch unsauber recherchiert. Ein Blog der zum selben Fall berichtete, schien dem Thema gegenüber insgesamt zwar voreingenommen zu sein, hat den Sachverhalt in der Hinsicht aber genauer und fundierter wiedergegeben. Auch hat sich der Spiegel erlaubt eine subjektive Meinung als Fakt zu präsentieren, was kein seriöser Journalismus ist sondern eher charakteristisch für einen Blog.

Es ist inzwischen aber nicht selten dass Blogger oder Freizeitjournalisten glaubwürdiger sind als die "Profis". Gerade wenn sie im Gegensatz zu den Großen kein Geld mit ihrer Arbeit verdienen, sondern aus privatem Engagement heraus schreiben.


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BlackFlame
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Quellen-Fetisch im Internet!

25.04.2013 um 10:19
deja-vu. schrieb:Es ist inzwischen aber nicht selten dass Blogger oder Freizeitjournalisten glaubwürdiger sind als die "Profis".
Die Zeiten haben sich mit dem Internet gewandelt und dadurch ist der "Quellen-Fetisch" ein Phänomen, was durchaus berechtigt ist.
Der Experten-Status wird sich heut ganz schnell selbst verliehen und ist dadurch verwaschen bzw. hat an Wert verloren, weil Informationen aller Art viel leichter zugänglich geworden sind.

Wie oft erlebt man spontane Selbstdiagnosen, nach dem Überfliegen des Wikipediaartikels zur entsprechenden Krankheit.
Ein "Oldschool"-Informatiker hat sich mir gegenüber einmal aufgeregt, weil mittlerweile jeder "Trottel" Linux installieren könne und dabei zu Hauf elementare Problemchen auftreten, weil sehr vielen auf Grund ihrer schieren Ahnungslosigkeit oft gar nicht bewusst ist, was sie dort anstellen.
Während er noch die harte Schule durchlaufen musste und wirklich damit umgehen lernen musste, so gibt es mittlerweile ganze Generationen von Onlinetutorialusern bzw. wie sie manchmal auch genannt werden, die Absolventen der youtube-Akademie.
Usw.

Dass man eben nicht mehr zwangsläufig an eine Universität oder in eine Bibliothek gehen muss, um an bestimmte Informationen zu gelangen, so halte ich es für umso wichtiger, dass man gelegentlich auch mal nach einer Referenz/Quelle fragt.


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Quellen-Fetisch im Internet!

25.04.2013 um 10:35
deja-vu. schrieb:Lustig, gerade erst so einen Fall erlebt, genau mit dem Spiegel.
Es geht lediglich darum, wie wahrscheinlich eine Berichterstattung richtig ist. Wenn dieser Umstand beim Spiegel anhält, sinkt damit auch die Wahrscheinlichkeit der richtigen Beiträge.
deja-vu. schrieb:Es ist inzwischen aber nicht selten dass Blogger oder Freizeitjournalisten glaubwürdiger sind als die "Profis". Gerade wenn sie im Gegensatz zu den Großen kein Geld mit ihrer Arbeit verdienen, sondern aus privatem Engagement heraus schreiben.
Die Motive Privater Blogger liegen aber völlig im Dunkeln. Wenn Du den Blogger nicht gerade kennst oder zumindest seine Arbeit länger verfolgst, weißt Du nicht, warum er etwas schreibt. Und damit weißt Du nicht, ob es ihm darum geht, möglichst die Wahrheit zu schreiben oder möglichst seine Auffassung von der Welt zu vertreten.
Bei größeren Medien kennt man in der Regel eher deren Tendenzen und kann das bei der Lektüre berücksichtigen.


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Quellen-Fetisch im Internet!

25.04.2013 um 11:42
kleinundgrün schrieb:Die Motive Privater Blogger liegen aber völlig im Dunkeln. Wenn Du den Blogger nicht gerade kennst oder zumindest seine Arbeit länger verfolgst, weißt Du nicht, warum er etwas schreibt
Und selbst wenn, dann wird es ignoriert, verdrängt oder gar nicht erst kapiert... darum kommen auch so gerne kackbraune Webseiten daher...


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Quellen-Fetisch im Internet!

25.04.2013 um 15:35
@kleinundgrün

Naja, die Intention vom Spiegel (Online) kannte ich nicht, weil ich den für gewöhnlich nicht lese. Wenn man jedoch zu einem bestimmten Thema, vorausgesetzt man hat selbst ein wenig Sachkenntnis, verschiedene Artikel vergleicht, bekommt man schon mit wer tendenziös schreibt oder falsche / verdrehte Fakten nennt.

Dass man die Motive von privaten Bloggern nicht kennt ist richtig. Liest man aber länger irgendwo mit, kann man's schon einschätzen, ob der oder die Schreiber kritisch sind oder nur im Sinne ihrer persönlichen Meinung argumentieren. Im Gegensatz zu "richtigen" Journalismus aber sind persönliche Meinungen in Blogs ja durchaus gestattet, bzw. gehören dazu. Im Spiegel etc. hat das nichts zu suchen, finde ich.
rambaldi schrieb: darum kommen auch so gerne kackbraune Webseiten daher...
Auf jeden Fall, ich find's erschreckend auf wieviele braune oder bekennende Naziblogs man bisweilen stößt, mit zum Teil eindeutig rassistischen und verfassungsfeindlichen Aussagen. Oft kann man dann nicht mal was unternehmen mangels Impressum und Server im Ausland. :-(


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Quellen-Fetisch im Internet!

25.04.2013 um 15:53
deja-vu. schrieb:Naja, die Intention vom Spiegel (Online) kannte ich nicht, weil ich den für gewöhnlich nicht lese.
Das war nur ein Beispiel für ein weit verbreitetes Nachrichtenmagazin.
deja-vu. schrieb: vorausgesetzt man hat selbst ein wenig Sachkenntnis,
Und hier kommt der Knackpunkt. Wenn Du wirklich Sachkenntnis hast, dann stimmt das. Dann kannst Du die Plausibilität eines Artikels beurteilen.
Aber das Problem ist ja häufig. dass diese Sachkenntnis gerade fehlt. Niemand mit Sachkenntnis kann Chemtrails für realistisch halten und dennoch glauben diese Leute, die Sachkenntnis zu besitzen und wenn sie dann in den Weiten des Internets einen Blog finden, der deren abstruse Ideen teilt, dann ist das die Wahrheit.
deja-vu. schrieb:Meinungen in Blogs ja durchaus gestattet
Das macht sie ja auch interessant. Ich wollte hier auch keine allgemeine Schelte gegen Blogs üben.


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Quellen-Fetisch im Internet!

30.04.2013 um 23:34
bei mir im park um die ecke is auch ne quelle..... :-/


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