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Erkennen, was virtuell ist

12 Beiträge, Schlüsselwörter: Illusion, Echt, Virtuell, Geselschaft
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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 00:25
Nein kein weiterer Matrix Thread :D

Aber ist euch mal aufgefallen , wieviele "wichtigen" Dinge gar keine richtige Realität haben

damit mein ich alle dinge die keinen objektiv wichtigen wert haben

zb was der Busfahrer von einem denkt - oder ob man die bessere marke kriegt , und dabei noch 20 Cents spart - solche dinge - virtuelle dinge

das leben ist voll davon

ist es da nicht besser man findet sich gleich damit ab

ja gut man braucht was zu essen und einen platz zum pennen. paar dingen entkommt man nicht.
aber iwie sind viele dinge die uns Kopfzerbrechen machen vernachlässigbar

bis hin zu einem guten Job und einer heissen Freundin , wenn man ganz radikal da ran geht

es führt einen zu der frage - was macht mich glücklich ? und das ist eine höchste wacklige und sich ändernde Einstellung.

man fragt sich auch - was macht mich zum menschen?

wie ist das mit diesen "virtuellen" dingen ?


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 00:48
@Wandermönch

Das ist sehr kurzsichtig gedacht, viele vermeintlich banale Dinge können langfristig sehr wohl Einfluss auf deine Realität haben.

ZB kann schlechte Ernährung zu Krankheit führen. Der Busfahrer könnte der Schwager deines neuen Chefs sein usw.


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 00:57
Wandermönch schrieb:wieviele "wichtigen" Dinge gar keine richtige Realität haben
definiere "ding"

definiere "richtig"

und definiere "realitaet"


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 01:04
mann!...

beschaeftige dich mal mit phil. oder so(strukturiertes folgerichtiges denken)

was soll "richtige realitaet" sein(ausserhalb deines denkens)?
was soll "objektiv wichtiger wert" sein(ausserhalbe deines denkens)?

deine fragen sind keine fragen....

deine "fragen" sind ausdruck eines "problems" sage ich mal....


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 01:43
Hallo,

ich gehe mal einen Schritt weiter und sage, dass alles, was ich wahrnehme, virtuell ist.

Es könnte sein, dass ich nur ein Gehirn im Glas bin und mir alle Sinneseindrücke - das Geräusch der Tasten auf meiner Tastatur, das Licht des Computerbildschirms, der Durst, den ich gerade habe - von einem Supercomputer eingespeist werden; ich hätte keinerlei Möglichkeit, es herauszufinden. "Gehirn im Tank" heißt dieses Gedankenexperiment.

Schließlich werden all meine Sinneseindrücke von meinem Gehirn interpretiert. Das Licht vom Bildschirm zum Beispiel trifft in Form von elektromagnetischer Strahlung auf die Zapfen und Stäbchen in meinem Auge. Diese senden über den Sehnerv Signale ans Gehirn, wo diese Signale als Ansicht eines Computerbildschirms interpretiert werden.

Das Gehirn eines Lebewesens, das andere Sinnesorgarne hat als ich, interpretiert diese Informationen zum Beispiel anders.

Solche Dinge wie Dressgate - also die Debatte über das schwarz-blaue bzw. weiß-goldene Kleid - zeigen auch, dass die visuelle Wahrnehmung sogar von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Vielleicht ist mein Rot Dein Grün und umgekehrt.


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 02:48
@Bruderchorge

stimmt ist alles relativ

@neoschamane

du hängst dich zu sehr an worten auf. so kann man nie über etwas diskutieren.

@CountDracula

grundsätzliche dinge hinterfrag ich auch gern


__________


die frage ist , was ist objektiv wichtig? und kann es in der menschlichen welt überhaupt etwas "objektives" geben

an einem tag schimpft man über den regen - am anderen tag bewässert er deine pflanzen

aber so gesehen , ist ALLES virtuell - da man nichts als wirklich wichtig erachten kann, da es sich immer ändert und eine frage des Blickwinkels ist

da kann man sich auch weiter fragen: gibt es etwas reales ?


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 03:01
@Wandermönch
Vielleicht passt der Begriff Leerheit dazu: Nichts, was ich wahrnehme, existiert unabhängig von seiner Umgebung.
Kaum ein Begriff der Buddhistischen Philosophie wird so häufig missverstanden wie der der Leerheit. Insbesondere im Westen haben viele Menschen Schwierigkeiten, Zugang zu diesem so zentralen Punkt des Buddhismus zu bekommen. Oft wird „die Dinge sind leer” mit „die Dinge sind nicht vorhanden” gleichgesetzt. Dem ist aber nicht so.

Vom leer sein zur Leerheit …

Zu Beginn des Buddhismus, also zu Buddhas Lebzeiten, wird die Leerheit in den meisten Lehrreden mit Hilfe des Adjektivs „leer” dargestellt: Die Erscheinungen der Welt werden in ihrer Natur als leer beschrieben. „Leer ist die Welt…, leer von Ich oder zum Ich Gehörigen” (SN 35.85). Grundlage der Philosophie der Leerheit ist die Lehre des Nicht-Selbst (Pali: anatta). In der späteren Entwicklung wurde der Leerheits-Begriff, vor allem auf der Grundlage des Abhidhamma, erweitert.

Beginnend mit der Prajnaparamita-Epoche (etwa 1. Jh.v.Chr.) wurde das Verständnis der Leerheit weiter verallgemeinert. Jede innere und äußere Erscheinung ist demnach leer von einem Selbst und Eigennatur (svabhava). Nichts entsteht und vergeht aus sich selbst heraus, sondern aufgrund des Zusammentreffens von die jeweilige Erscheinung ermöglichenden Faktoren oder Bedingungen. Auch unser Ich unterliegt diesen Gesetzmäßigkeiten und kann daher nicht dauerhafter und substantieller Natur sein. Alles ist aus verschiedenen, sich ständig neu zusammenfindenden Komponenten zusammengesetzt und daher der Vergänglichkeit und Veränderung unterworfen.

Nehmen wir das Beispiel einer Tasse Tee: In der Tasse befindet sich nach buddhistischem Verständnis kein Tee, sondern lediglich die Kombination von den Komponenten Wasser, Wärme (= Feuer) und pflanzliche Bestandteile (= Erde) in veränderlichen Mengenverhältnissen. Aufgrund unserer abgespeicherten Erfahrungen und darüber gestülpten Konzepte, fassen wir die Einzelteile jedoch verallgemeinernd als Tee zusammen und verbinden damit „substantielle Vorstellungen”. Das Konzept Tee hat aber keinerlei Eigennatur und ist in sich substanzlos.

Da alles in sich leer ist, kann es auch keine Unterschiede mehr zwischen den einzelnen Objekten geben. In der Leerheit ist jegliche Dualität aufgehoben. Aus dem adjektivischen „leer” wurde die substantivische „Leerheit” – sie wurde nun als ein anzustrebender Zustand beschrieben und häufig als „absoluter” Gegenpol zu unserer „relativen”, samsarischen Welt gesehen.

Sobald wir jedoch an einem Zustand oder Konzept festhalten, rufen wir damit gemäß dem Gesetz der Dualität, den entsprechenden Gegenpol auf den Plan. Da ein Ziel der Leerheit aber die Auflösung genau dieser Dualität ist, darf man sie nicht als Zustand oder Konzept missverstehen und daran anhaften. Buddhistische Gelehrte wie Vasubandhu und Nagarjuna haben dieses Problem erkannt und in ihren Schriften entsprechend darauf hingewiesen. So schrieb Nagarjuna, dass man mit der Annahme der Substanzlosigkeit automatisch die Annahme der Nicht-Substanzlosigkeit nährt – beide können nicht der letztendlichen Realität entsprechen, da sie die Dualität aufrechterhalten.

Eine Buddhastatue z.B. besteht zwar aus Material wie Ton oder Metall, aber sie enthält keine „Buddha-Substanz” – deshalb gibt es viele Zengeschichten, in denen Statuen demonstrativ zerstört werden. Dann aber haftet man an dem Nicht-Substanzlosen, weil man der Überzeugung ist, dass alle Buddhastatuen in sich keine Substanz haben und dadurch wiederum den dualistischen Gegenpol erzeugt. Es nutzt folglich nichts, das Objekt, auf welches sich eine Annahme bezieht, zu zerstören, sondern man muss die Anhaftung an die Annahme selbst auflösen, um die Leerheit in sich erfahren zu können.

Die Realität liegt zwischen den Dingen

Es gibt weder Substanz noch Nicht-Substanz – die äußeren und inneren Erscheinungen bestehen lediglich aus Wechselwirkungen von Bedingungen. Geben wir diesen zu viel Wichtigkeit und Aufmerksamkeit, d.h. haften wir an den Dingen an, erzeugen wir die Illusion der Substanzhaftigkeit und nehmen die Phänomene selbst als vermeintliche Realität wahr.

Eigentlich geht es aber nur darum, die Dynamik von Ursache und Wirkung und damit die Wechselwirkungen zwischen den Dingen zu erkennen und zu verstehen. Aus dieser Klarheit heraus können wir uns dann immer noch für oder gegen unser Handeln auf körperlicher, geistiger und verbaler Ebene entscheiden. Sobald wir durchschaut haben, dass unser Wutanfall bei unserem Gegenüber ebenfalls Zorn hervorruft und das Ganze unserem eigentlichen Bedürfnis nach Nähe eher nicht dienlich ist, sind wir bereit, unser Verhalten zu verändern und damit auch die Wechselwirkung in der Beziehung. Wir erzeugen so eine neue (andere) Realität.

Was also bedeutet Leerheit wirklich?

Leerheit bedeutet in erster Linie das Loslassen von jeglichen Annahmen und daraus resultierend Unabhängigkeit und geistige Freiheit. So lange wir an unseren Ansichten und Überzeugungen als imaginäre Realität festhalten, sind wir in unserer eigenen, gefärbten Wahrnehmung gefangen: Wir betrachten die Welt durch unsere subjektiven Brillengläser. Die Leerheit aber ist frei von Subjektivität und damit frei von Dualität – in ihr können sich alle Möglichkeiten gleichwertig entfalten. Eine Begleiterscheinung der Leerheit ist daher die Offenheit: Dadurch, dass allen Erscheinungen eine gleiche Gültigkeit, also Existenzberechtigung zukommt, können wir ihnen mit Offenheit begegnen.

(Quelle: http://www.phathue.de/allgemeines/leerheit1_tts/ , Stand 27.10.2016, 03:00 Uhr MESZ)


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 11:51
@Wandermönch
Du bist dein eigenes Universum , du erschaffst deine eigene Realität in deinen eigen virtuellen Traum--> gib in einen Sinn :)


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 19:56
Wandermönch schrieb:stimmt ist alles relativ
falsch
Wandermönch schrieb:du hängst dich zu sehr an worten auf. so kann man nie über etwas diskutieren.
ohne klare definition wird es aber keine diskussion sondern bleibt primatengeschnatter.


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 20:23
Wandermönch schrieb:was ist objektiv wichtig?
Objektiv und wichtig, schwer diese zwei Worte allgemein zu verbinden. Das funktioniert eigentlich nur im Kontext. Wenn dieses und jenes das Ziel ist, dann ist dieses und jenes objektiv wichtig, um das Ziel zu erreichen.


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 21:44
@CountDracula: die Menschen im Westen verstehen dass Konzept der Leerheit vollkommen falsch. Sie denken es ist etwas schlechtes, weil für sie die Leerheit die Abwesenheit von etwas darstellt ( etwas ist nicht voll sondern leer, hat also keinen Inhalt ) .
Aber die Menschen im Osten, verstehen die Leerheit als etwas positives weil, in ihr das Potenzial zu jeder Entwicklung und zu allem enthalten ist ( sie kann alles werden )


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Erkennen, was virtuell ist

27.10.2016 um 21:50
@Reila
Ich sehe die Leerheit neutral. Sie ist eben einfach da.

Im Übrigen bedeutet Leerheit in dem Fall gar nicht, dass nichts da ist... sie bedeutet, dass nichts unabhängig existieren kann.


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