Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
05.12.2024 um 01:19]
Ist ja richtig interessant !! Kann man heute noch etwas von den Gräbern im Wald erkenne und kennst Du die genaue Stelle ?Weingeist schrieb:Hier das Video dazu.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
05.12.2024 um 07:41Es ist damals eingeengt und neu bepflanzt worden. Das ist jetzt 20 Jahre her. Ich glaube nicht, dass ich die Stelle noch wiederfinden würde.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
05.12.2024 um 13:26Hallo Weingeist.
Danke für das Video.
Ich war selbst in diesem Heim.
9 lange Jahre lang, und es war keine schöne Zeit für mich.
Danke für das Video.
Ich war selbst in diesem Heim.
9 lange Jahre lang, und es war keine schöne Zeit für mich.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
09.12.2024 um 10:07Hallo Ehemaliger.
Bitte schön und eine ruhige Adventszeit.
Bitte schön und eine ruhige Adventszeit.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
09.12.2024 um 12:50Weingeist, darf ich fragen woher du kommst und wie lange du im Kinderdorf Maria in der Drucht warst??
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
10.12.2024 um 11:28Hallo Ehemaliger.
Ich bin Krefelder, seit 1985 freischaffender Journalist, Fotograf und Historiker.
Ich war nie in diesem Heim, man hatte mich damals von der Kriegsgräberfürsorge angerufen und mich zu den Graböffnungen eingeladen.
Die hatten mir auch vom Soldatengrab im Wald in Oberlohberg erzählt, bei Dinslaken, welches noch heute von den Anwohnern gepflegt wird. Der Verstorbene hieß Bruno Brusten und kam aus Köln.
Ich bin Krefelder, seit 1985 freischaffender Journalist, Fotograf und Historiker.
Ich war nie in diesem Heim, man hatte mich damals von der Kriegsgräberfürsorge angerufen und mich zu den Graböffnungen eingeladen.
Die hatten mir auch vom Soldatengrab im Wald in Oberlohberg erzählt, bei Dinslaken, welches noch heute von den Anwohnern gepflegt wird. Der Verstorbene hieß Bruno Brusten und kam aus Köln.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
10.12.2024 um 12:00Hallo Weingeist
Ich komme aus Bottrop, und kenne einige dunkle Seiten aus dem Ehemaligen Heim.
Es beinhaltet Gewalt, Medikamentenversuche und schweren Missbrauch.
Für mich war es die Hölle auf Erden.
Wünsche dir einen schönen Tag.
Ich komme aus Bottrop, und kenne einige dunkle Seiten aus dem Ehemaligen Heim.
Es beinhaltet Gewalt, Medikamentenversuche und schweren Missbrauch.
Für mich war es die Hölle auf Erden.
Wünsche dir einen schönen Tag.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
13.12.2024 um 07:05Wir waren gestern auch wieder auf dem Gelände und in den Wäldern drumherum.
Es gibt dort einige Überraschungen und wenn man mal tiefer recherchiert erfährt man auch einiges was dort so in laufe der letzten hundert Jahre stattgefunden hat.
Wir sind heute wieder vor Ort und schauen mal das wir ein paar Fotos machen.
Es gibt dort einige Überraschungen und wenn man mal tiefer recherchiert erfährt man auch einiges was dort so in laufe der letzten hundert Jahre stattgefunden hat.
Wir sind heute wieder vor Ort und schauen mal das wir ein paar Fotos machen.
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
23.12.2024 um 21:54Ich habe heute ein paar Fotos vom Gelände gemacht und im Netz eine alte Ansichtskarte der ehemaligen Kapelle gefunden. Die Kapelle existiert noch, jedoch befindet sich heute eine Schreinerei der Caritas darin.
Ich habe versucht, den gleichen Blickwinkel wie auf der alten Ansichtskarte einzufangen.

Original anzeigen (6,2 MB)
Ich habe versucht, den gleichen Blickwinkel wie auf der alten Ansichtskarte einzufangen.

Original anzeigen (6,2 MB)Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
25.09.2026 um 13:53
Original anzeigen (7,4 MB)Ich war wieder einmal dort, um den Friedhof, den es eigentlich nicht mehr geben soll, zumindest einmal genauer zu lokalisieren. Dabei bin ich im hinteren Waldstück auf diesen Ort gestoßen.
Kann jemand anhand der Bilder bestätigen, ob es sich dabei tatsächlich um den ehemaligen Friedhof handelt, oder kann das jemand ausschließen?
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
26.09.2026 um 16:58Gewalt und Missbrauch
Kinderheim der Caritas war Ort des Schreckens
Stand: 25.09.2026, 11:30 Uhr
Der Aufarbeitungsbericht der Caritas Duisburg zu dem ehemaligen Kinderheim "Maria in der Drucht" liegt vor. Darin wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche damals tiefgreifender Gewalt ausgesetzt waren.
Von
Anke Ricklefs
Der Bericht dokumentiere schweres Unrecht, so Julia Schröder, die Vorständin der Caritas Duisburg. "Viele Betroffene leiden bis heute unter den körperlichen, psychischen, sozialen und finanziellen Folgen." Sie spricht von "institutionellem Versagen" und bittet die Betroffenen um Verzeihung.
Das Leid der ehemaligen Heimkinder war groß
38 Betroffene, 26 Männer, 12 Frauen berichten von sexualisierter, körperlicher und/ oder psychischer Gewalt. "Eine recht hohe Zahl, die von einem großen Dunkelfeld zeugt", sagt die Kölner Rechtsanwältin Bettina Janssen, die von der Caritas für den Aufarbeitungsprozess als Mediatorin hinzugezogen wurde. Die dokumentierten Berichte erstrecken sich auf den Zeitraum zwischen 1946 bis '83.
"Die meisten Betroffenen wurden wiederholt sexuell missbraucht. Regelmäßig. Meist ein bis dreimal die Woche", so Manuela Dudeck, Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Ulm. Sie hat die Interviewstudie geleitet. Befragt wurden neben den ehemaligen Heimkindern auch Angehörige, ehemalige Erzieherinnen des Heims und Mitarbeitende der Caritas Duisburg
"Es ist immer wieder erschreckend, wie der Missbrauch durchgeführt wird. Man kommt an die Grenzen des Erträglichen, auch wir, die für solche Interviews ausgebildet wurden."
Manuela Dudeck, Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Ulm
Historiker spricht von Systemversagen
Zu den mindestens 32 Beschuldigten zählen Kleriker, Ordensschwestern, Hausleitungen, Erziehungspersonal, auch Lehrkräfte. Ob einige von ihnen noch leben, ist nicht bekannt. Die betreffenden Fälle liegen mehr als 50 Jahre zurück, damit wären sie, laut Janssen, verjährt.
Der Kirchenhistoriker Andreas Henkelmann, der für die Studie in die Archive gegangen ist, musste feststellen, dass wichtige Akten verschwunden sind - die Akten des Kinderdorfes, der Caritas und des Jugendamts. Das Heim sei hoch klerikal, die Gruppen wie kleine Königreiche organisiert gewesen, "das ist höchst gefährlich", betont Henkelmann. "Der Priester wird dabei völlig überhöht, in eine Rolle versetzt, die die Vorstellung unmöglich macht, dass er Böses tun könnte."
Dudeck betont in diesem Zusammenhang: "Es gab kein Korrektiv in dem Heim. Hinzu kam, dass es im Wald, von der Außenwelt vollkommen abgeschieden lag." Und, so Henkelmann, das Personal zeitweise stark überlastet war.
Großflächige Narben am Kopf
Dudeck berichtet von einer Betroffenen, die ihnen ihre körperlichen Narben von damals gezeigt hat. "Das war ein Interview, das mich selbst sehr betroffen gemacht hat. Sie konnte sich erinnern, dass sie im Bett lag und Blut gespürt hat, das über ihr Gesicht gelaufen ist."
Die heute 76-Jährige ist bereit, auch mit uns zu sprechen, möchte aber nicht namentlich genannt werden. Sie findet es sehr gut, dass die Studie endlich durchgeführt wurde. Betont gleichzeitig: "Ich hätte mir eine frühere Aufarbeitung gewünscht und die Anerkennung seitens der Kirche und der Caritas. Meines Erachtens nach ist es viel zu spät, es sind nur noch wenige Zeugen überlebend."
Sie berichtet davon, dass sie ans Bett gefesselt wurden und nichts zu Essen bekamen. Andere schildern, laut Bericht, Züchtigung durch Kaltwasserduschen und dass sie in dunkle Räume gesperrt wurden. "Gewalt war legitimiert", sagt Dudeck. "Das waren Zustände, die durch nichts zu entschuldigen sind."
Jahrelang wurden die Betroffenen nicht gehört
Schon 2009 gab es einen ersten Hinweis eines ehemaligen Heimkindes. Ab dann meldeten sich weitere Betroffene bei der Caritas Duisburg und beim Bistum Essen. Dennoch: "Viele Jahre waren von Versäumnissen und Fehlern geprägt. Das finde ich erschreckend und traurig. Die Aufarbeitung war ein einziges Unterlassen", so Rechtsanwältin Bettina Janssen.
Julia Schröder wendet sich an die Betroffenen: "Im Namen des Caritasverbandes Duisburg bitte ich Sie aufrichtig um Verzeihung".
Bildquelle: Caritas
Die Beharrlichkeit eines Betroffenen und nach dem Erscheinen des Buchs "Keinzelfall" von Christiane Florin, das das Vorgehen der Caritas Duisburg kritisiert hat, hat sich die Dynamik im Jahr 2024 geändert. Mit ausschlaggebend sei auch der Personalwechsel gewesen, sagt Janssen. "Seit Frau Schröder da war, war die Aufarbeitung gewollt. Sie hat das in einer großen Ehrlichkeit gemacht."
Studie exemplarisch für die Zustände in dem Kinderdorf
Die Studie ist nicht repräsentativ, vielmehr "zeichnet sie ein Bild, was die Heimunterbringung für einige oder viele bedeutet hat". So schildert Dudeck, dass andere ehemalige Heimkinder die Drucht als "guten Ort zum Aufwachsen" erlebt haben.
Dies erkläre sich durch die Struktur des Kinderdorfes, das aus einzelnen autonomen Häusern bestanden habe, durch den langen Zeitraum und durch das ambivalente Verhalten der Beschuldigten: "Sie haben sich die Schwächsten von den Kindern ausgesucht. Keine Eltern, kein Kontakt nach außen, keinen Vormund, der von außen geschaut hat. Diese Kinder waren völlig schutzlos."
Julia Schröder ist von den Ergebnissen der Studie erschüttert
"Die Betroffenen wurden erst nicht von uns geschützt und dann so lange nicht von uns gehört. Das ist schwer auszuhalten." Sie will aus den Erkenntnissen verbindliche Strukturen entwickeln, die einen wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche sicherstellen.
Quelle: WDR
Kinderheim der Caritas war Ort des Schreckens
Stand: 25.09.2026, 11:30 Uhr
Der Aufarbeitungsbericht der Caritas Duisburg zu dem ehemaligen Kinderheim "Maria in der Drucht" liegt vor. Darin wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche damals tiefgreifender Gewalt ausgesetzt waren.
Von
Anke Ricklefs
Der Bericht dokumentiere schweres Unrecht, so Julia Schröder, die Vorständin der Caritas Duisburg. "Viele Betroffene leiden bis heute unter den körperlichen, psychischen, sozialen und finanziellen Folgen." Sie spricht von "institutionellem Versagen" und bittet die Betroffenen um Verzeihung.
Das Leid der ehemaligen Heimkinder war groß
38 Betroffene, 26 Männer, 12 Frauen berichten von sexualisierter, körperlicher und/ oder psychischer Gewalt. "Eine recht hohe Zahl, die von einem großen Dunkelfeld zeugt", sagt die Kölner Rechtsanwältin Bettina Janssen, die von der Caritas für den Aufarbeitungsprozess als Mediatorin hinzugezogen wurde. Die dokumentierten Berichte erstrecken sich auf den Zeitraum zwischen 1946 bis '83.
"Die meisten Betroffenen wurden wiederholt sexuell missbraucht. Regelmäßig. Meist ein bis dreimal die Woche", so Manuela Dudeck, Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Ulm. Sie hat die Interviewstudie geleitet. Befragt wurden neben den ehemaligen Heimkindern auch Angehörige, ehemalige Erzieherinnen des Heims und Mitarbeitende der Caritas Duisburg
"Es ist immer wieder erschreckend, wie der Missbrauch durchgeführt wird. Man kommt an die Grenzen des Erträglichen, auch wir, die für solche Interviews ausgebildet wurden."
Manuela Dudeck, Ärztliche Direktorin der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Uni Ulm
Historiker spricht von Systemversagen
Zu den mindestens 32 Beschuldigten zählen Kleriker, Ordensschwestern, Hausleitungen, Erziehungspersonal, auch Lehrkräfte. Ob einige von ihnen noch leben, ist nicht bekannt. Die betreffenden Fälle liegen mehr als 50 Jahre zurück, damit wären sie, laut Janssen, verjährt.
Der Kirchenhistoriker Andreas Henkelmann, der für die Studie in die Archive gegangen ist, musste feststellen, dass wichtige Akten verschwunden sind - die Akten des Kinderdorfes, der Caritas und des Jugendamts. Das Heim sei hoch klerikal, die Gruppen wie kleine Königreiche organisiert gewesen, "das ist höchst gefährlich", betont Henkelmann. "Der Priester wird dabei völlig überhöht, in eine Rolle versetzt, die die Vorstellung unmöglich macht, dass er Böses tun könnte."
Dudeck betont in diesem Zusammenhang: "Es gab kein Korrektiv in dem Heim. Hinzu kam, dass es im Wald, von der Außenwelt vollkommen abgeschieden lag." Und, so Henkelmann, das Personal zeitweise stark überlastet war.
Großflächige Narben am Kopf
Dudeck berichtet von einer Betroffenen, die ihnen ihre körperlichen Narben von damals gezeigt hat. "Das war ein Interview, das mich selbst sehr betroffen gemacht hat. Sie konnte sich erinnern, dass sie im Bett lag und Blut gespürt hat, das über ihr Gesicht gelaufen ist."
Die heute 76-Jährige ist bereit, auch mit uns zu sprechen, möchte aber nicht namentlich genannt werden. Sie findet es sehr gut, dass die Studie endlich durchgeführt wurde. Betont gleichzeitig: "Ich hätte mir eine frühere Aufarbeitung gewünscht und die Anerkennung seitens der Kirche und der Caritas. Meines Erachtens nach ist es viel zu spät, es sind nur noch wenige Zeugen überlebend."
Sie berichtet davon, dass sie ans Bett gefesselt wurden und nichts zu Essen bekamen. Andere schildern, laut Bericht, Züchtigung durch Kaltwasserduschen und dass sie in dunkle Räume gesperrt wurden. "Gewalt war legitimiert", sagt Dudeck. "Das waren Zustände, die durch nichts zu entschuldigen sind."
Jahrelang wurden die Betroffenen nicht gehört
Schon 2009 gab es einen ersten Hinweis eines ehemaligen Heimkindes. Ab dann meldeten sich weitere Betroffene bei der Caritas Duisburg und beim Bistum Essen. Dennoch: "Viele Jahre waren von Versäumnissen und Fehlern geprägt. Das finde ich erschreckend und traurig. Die Aufarbeitung war ein einziges Unterlassen", so Rechtsanwältin Bettina Janssen.
Julia Schröder wendet sich an die Betroffenen: "Im Namen des Caritasverbandes Duisburg bitte ich Sie aufrichtig um Verzeihung".
Bildquelle: Caritas
Die Beharrlichkeit eines Betroffenen und nach dem Erscheinen des Buchs "Keinzelfall" von Christiane Florin, das das Vorgehen der Caritas Duisburg kritisiert hat, hat sich die Dynamik im Jahr 2024 geändert. Mit ausschlaggebend sei auch der Personalwechsel gewesen, sagt Janssen. "Seit Frau Schröder da war, war die Aufarbeitung gewollt. Sie hat das in einer großen Ehrlichkeit gemacht."
Studie exemplarisch für die Zustände in dem Kinderdorf
Die Studie ist nicht repräsentativ, vielmehr "zeichnet sie ein Bild, was die Heimunterbringung für einige oder viele bedeutet hat". So schildert Dudeck, dass andere ehemalige Heimkinder die Drucht als "guten Ort zum Aufwachsen" erlebt haben.
Dies erkläre sich durch die Struktur des Kinderdorfes, das aus einzelnen autonomen Häusern bestanden habe, durch den langen Zeitraum und durch das ambivalente Verhalten der Beschuldigten: "Sie haben sich die Schwächsten von den Kindern ausgesucht. Keine Eltern, kein Kontakt nach außen, keinen Vormund, der von außen geschaut hat. Diese Kinder waren völlig schutzlos."
Julia Schröder ist von den Ergebnissen der Studie erschüttert
"Die Betroffenen wurden erst nicht von uns geschützt und dann so lange nicht von uns gehört. Das ist schwer auszuhalten." Sie will aus den Erkenntnissen verbindliche Strukturen entwickeln, die einen wirksamen Schutz für Kinder und Jugendliche sicherstellen.
Quelle: WDR
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
27.09.2026 um 10:38Hier auch der Link dazu, mit Video, das Thema ist wichtig genug:chandelier1979 schrieb:Quelle: WDR
https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/aufarbeitungsbericht-kinderheim-caritas-duisburg-100.html
2 Min. 41 Sek.. Verfügbar bis 25.09.2028
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 25.09.2026, 19:30
Waldstück und Heim "Maria in der Drucht", Duisburg
28.09.2026 um 16:22Hier noch etwas zur Aufarbeitung:
Die Caritas Duisburg arbeitet seit 2025 in einem strukturierten, wissenschaftlichen und extern begleiteten Prozess Fälle sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt im ehemaligen Kinderdorf „Maria in der Drucht“ auf. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen der Betroffenen, deren Leid lange Zeit nicht ausreichend gehört wurde. Ein direkter Austausch mit Betroffenen begann 2023. Wesentlich waren bereits zu diesem Zeitpunkt Gespräche mit einem Betroffenen im Februar 2023, auf dessen Initiative weitere Betroffene hinzukamen. Im Sommer 2024 wurde eine Archivrecherche beauftragt, 2025 eine Interviewstudie mit Betroffenen, die durch einen öffentlichen Aufruf bekannt gemacht wurde.https://www.caritas-duisburg.de/praevention-und-aufarbeitung/aufarbeitung/maria-in-der-drucht/maria-in-der-drucht
Während die Aufarbeitung vorangeht, melden sich auch ehemalige Bewohner*innen des Kinderdorfs, die ihre Zeit dort unterschiedlich erinnern. Diese Rückmeldungen werden im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung berücksichtigt und fachlich eingeordnet. Im Zentrum des Aufarbeitungsprozesses stehen die Berichte und Erfahrungen der Betroffenen, deren Leid anerkannt und sichtbar gemacht werden soll.
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