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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

18.09.2014 um 20:47
@Katori
Ja das ist so richtig BLÖD mässig, naja der Ursprungstitel stammt ja von der BILD. wobei ich sie sowieso nicht um Kay one beneidet hätte....


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

18.09.2014 um 20:49
@Flatterwesen ob dieses Blatt oder jenes, Schund ist und bleibt Schund.

Glaub ich :D


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

18.09.2014 um 20:53
@Katori
Es gibt auch Blätter die berichten gut, aber das ist eher die Ausnahme.


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

18.09.2014 um 20:54
@Flatterwesen es ist wie Du sagst.


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 21:32
Herrje, 2012 habe ich diese Umfrage erstellt, da ist viel passiert in dieser Zeit, damals war ich 17 und noch sehr auf der Suche. Heute würde ich auch die Frage und Antwortmöglichkeiten anders formulieren, nicht mehr dieses "Als Mann geboren" verwenden, das spiegelt etwas die transphobe und transmisogyne Haltung der womyn born womyn Politik vieler Altfeministinnen wieder, allen voran Mary Daily und Janice Raymon (die Daily hat aber abgesehen ihrer transphoben Ausfälle auch noch einige sehr gescheite Gedanken zu Papier gebracht). Heute denke ich postrukturalistischer und bin genauso als Frau geborene wie jede andere Frau* auch (aber eben mit einem Körper, der im wesentlichen einem Phänotyp entspricht, der überwiegend dem männlichen zugeschrieben wird) und werde durch die Angleichungen einer Transition nicht mehr oder weniger Frau. Ich bin so viel Frau wie ich mich fühle.

Auf der Suche bin ich aber immer noch. Und ich glaube ich werde nie ganz unparadox und glücklich im Bezug auf mein Geschlecht leben können - egal wie gut angeglichen was vielleicht auch daran liegen kann, daß ich Verhaltensmuster und Idenitätskomplexe habe, die auf eine (eher leichte) Borderline-Persönlichkeit schließen lassen könnten. Eigentlich ein (einigermaßen sicheres) Ausschlußkriterium für eine Transdiagnose. Aber man hat ja seine Tricks um doch behandelt zu werden, zudem habe ich einen Arzt gefunden der wesentlich leichter Hormone verschreibt als es meistens der Fall ist.
Ich weiß nicht, ob es mir durch die Transition (erstmal nur Hormone aber weitere Schritte sind nicht ausgeschlossen) besser geht. Es ist keine Suche nach meinem Seelenheil, es ist stets eine Suche nach dem kleineren Leid. Ich gönne es von Herzen allen Menschen, die durch ihre Transition ihr Glück gefunden haben und freue mich sehr für sie. Für viele Transmenschen löst die Transition die meisten Probleme..für manche nicht, und dazu werde wohl auch ich gehören. Ich überlege ständig, ob ich die Hormontherapie abbreche, eigentlich seit dem ersten Tag. Noch ist es nicht zu spät dafür und viele raten mir dazu. Mit Hormonen ist es schwierig, aber ohne geht es irgendwie auch nicht. Ich habe generell ein Problem mit sekundären Geschlechtsmerkmalen an mir, sowohl mit männlichen als auch weiblichen.. Hauptgrund, warum ich mit der Hormontherapie angefangen habe, war die extreme Angst davor, daß ich im weiteren Vermännlichungsprozeß, der noch zwischen 20 und 25 Jahren stattfindet, alle meine Androgynität verliere, die immer etwas war, was ich an mir mochte. Plump gesagt stehe ich vor der Entscheidung lieber Haare auf der Brust oder Brüste...als ein Beispiel von vielen. Brüste kann man zeitweise abbinden, Körperbehaarung kann man rasieren. Beides ist nervig, aber mit den Brüsten komme ich insgesamt besser klar (und ich habe auch nur ganz selten das Bedürfnis sie abzubinden). Vielleicht hätte ich nie mit der Hormontherapie anfangen sollen, aber ich traue mich jetzt nicht mehr aufzuhören, weil ich Angst vor dem männlichen "Roleback" habe; etwas mehr Angst als vor dem, was noch an Verweiblichung kommt. Also werde ich es wahrscheinlich durchziehen. Ich habe erkannt, daß mich am meisten das Verändern stört, mich unwohl fühlen läßt, sowohl bei meiner ersten "männlichen" Pubertät, als auch bei meiner zweiten weiblichen Pubertät war bzw. ist das so. Somit habe ich die Hoffnung, daß ich in 2 Jahren, wenn ich "aus dem gröbsten raus" bin mich an den neuen Zustand gewöhnt habe.
Ein Problem an psychologischen/psychiatrischen Diagnosen allgemein, aber bei Transsexualität im besonderen, ist, daß es ein Schema gibt, für Transsexualität sieht das in etwa so aus: Transsexualität, mit allen Konsequenzen, wer sich ohne Hormone einigermaßen wohl fühlt aber trotzdem dauerhaft im anderen Geschlecht leben will ist schon nicht ganz koscher, 2. Transvestitismus, welcher sich in wenig oder gar keiner körperlichen Unzufriedenheit äußert, das zugewiesene Geschlecht wird nur zeitweise abgelehnt...und alle anderen sind im Bezug auf Transsexualität "gesund".
Menschen wie mich, die "nur ein bißchen Trans" sind, also deren Dysphorie im Bezug auf den eigenen Körper nicht so extrem ist wie wohl bei den meisten Transmenschen, die aber vor allem sozial ganz als Frau anerkannt werden wollen und oft durch dauernde Nichtanderkennung bis hin zur Suizidalität leiden, sollte es eigentlich garnicht geben. Dementsprechend gibt es auch wenig Therapieansätze solchen Menschen zu helfen. Ich bin einfach zu atypisch und wohl im engeren pathologischen Sinne Transsexuell. Doch ich lebe nunmal als Frau und fühle mich als so eine, schon seit vielen Jahren und wieder "als Mann" leben zu müssen, daß wäre, trotzdem ich weniger diskriminiert würde und als CCismann bessere äußere Umstände hätte, für mich der absolute Supergau und kein lebenswertes Leben mehr. Aber mir mein "Frausein" mit Schizophrenie oder Borderline zu erklären und dann austherapieren zu wollen, nein auf keinen Fall! Ich bin Frau, meistens, manchmal was dazwischen, aber auf jedenfall bin ich Nicht-Mann und jeder der mich deswegen für krank erklärt (eine Pathologisierung über die oft stigmatisierende Transdiagnose hinaus) soll sich trollen.

Ich werde meinen Weg gehen. Aber es wird immer hart bleiben, ich sehe keine Perspektive die mein Leben substantiell verbessern kann, Vielleicht werde ich irgendwann in einigen Jahren, wenn ich doch genug habe, den Freitod wählen (das ist keine Suizidankündigung! Nur eine Option die ich mir stets offen halten werde) vielleicht werde ich doch noch mein Glück finden. Phasenweise erlebe ich dieses Glück...und vielleicht bin ich ja doch fürs Leben gemacht...

Tschuldigt, ich mußte mir das gerade einfach von der Seele schreiben...


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 21:49
Post-Edit: Die Konsortinnen heißen natürlich Mary Daly und Janice Raymond, sie haben es ja trotzdem verdient, richtig geschrieben zu werden.

Die Hauptwerke sind "Gyn/ecology" von Daly und "The Transsexual Empire" von Raymond. Für letzteres braucht man aber schon starke Nerven um das Buch nicht schon in der Einleitung an die Wand zu pfeffern. Wer sich diesen hahnebüchnen Unsinn trotzdem antun möchte und der englischen Sprache mächtig ist, hier der Link zum ganzen Buch, welches komplett online gestellt ist:

https://autogynephiliatruth.files.wordpress.com/2015/04/the-transsexual-empire.pdf


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Mohart
ehemaliges Mitglied

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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 22:07
@Mephi
Du hast dir echt viel Mühe gegeben. 


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 22:13
Mohart schrieb:Du hast dir echt viel Mühe gegeben. 
inwiefern? :)


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Mohart
ehemaliges Mitglied

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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 22:22
@Mephi
Mit dem Thread

Soviel Text kenn ich nur von der Zutatenliste einer Milchschnitte ;)


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

14.02.2017 um 22:25
hihi achso ok^^


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Tourbillon
ehemaliges Mitglied

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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 00:30
Mephi schrieb: Vielleicht werde ich irgendwann in einigen Jahren, wenn ich doch genug habe, den Freitod wählen
Ich kann mich zwar nicht so direkt in die Lage eines Transsexuellen versetzen, aber ich glaube, das wäre für mich kein Grund mich umzubringen.Es gibt viele Menschen, die unheilbar krank sind und nur noch ein paar Wochen zu leben haben und die wären mit Sicherheit froh, als gesunder Transsexueller, noch ein paar Jährchen weiterleben zu dürfen


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 01:25
@Tourbillon
Ich glaube Leid ist sehr individuell und hängt nicht automatisch mit der objektiven Schwere des Schicksals zusammen. Es gibt todkranke Menschen die trotz allem das Leben lieben und es gibt Menschen denen es scheinbar an nichts fehlt und trotzdem sind sie so tieftraurig, so daß sie nicht mehr leben wollen. Sicher, manche würden sowas als undankbar empfinden. Aber jeder soll sein Leben so leben wie er es für richtig hält und wenn jemand keinen Sinn im Leben sieht und Konsequenzen daraus zieht, ist dies, sofern das nach reiflicher Überlegung geschehen ist, legitim.

Gegen Depression kann man was machen. Und man soll auch alles geben, Hilfe anzubieten und auf die Menschen zuzugehen Aber meiner Meinung nach kann man  in letzter Konsequenz keinem Menschen, der sich nicht helfen lassen will, dazu zwingen, weiterzuleben.

Das um soll gottes Willen auch kein Mimimi sein, ich will nicht zu jammerhaft wirken und ich hoffe das hat auch niemand so bei mir rausgelesen. Objektiv geht es mir verhältnismäßig gut. Aber ich sehe es als wichtigen Bestandteil des Selbstbestimmungsrecht in letzter Konsequenz über sein leben selbst bestimmen zu dürfen so weit möglich. Mich hat niemand gefragt ob ich auf dieser Welt sein will. Geht ja auch nicht, so postnatal. Aber jeder sollte das Leben als scheiße empfinden dürfen ohne automatisch als krank zu gelten.

Nun denn, ich will aber noch ein Weilchen, möchte noch so manche schöne Erfahrung machen :)


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 10:57
@Mephi 
Hallo,
also, wenn Du schon weißt, daß Du Borderline hast, wäre es doch sinnvoll,
dann auch eine Therapie dagegen zu machen.
Die Transsexualität, bzw daß Du Dich eher als Frau fühlst,
geht davon ja nicht weg.
Das einzige Problem ist,
Du mußt erstmal einen Psychologen finden,
der sich mit BEIDEM auskennt.
Hm, es gibt auch so Selbsthilfeforen gegen Borderline im Internet.
Auch welche für TS. Die müssten geeignete Therapeuten wissen.
Viel Erfolg,
sandra


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 11:08
sandra.31 schrieb:also, wenn Du schon weißt, daß Du Borderline hast, wäre es doch sinnvoll,
Ich weiß es eben nicht, es würde nur vieles erklären...Selbstdiagnosen sind diesbezüglich natürlich immer doof...
Ja, mittelfristig werde ich mir professionelle Hilfe brauchen mit ner guten Diagnostik. Ich habe nur immer etwas Angst daß mir die Diagnose Borderline als Kontraindikation für alle weiteren GA-Maßnahmen im Weg stehen könnte. Der Arzt, der mir die Hormone verschreibt, verlangt nun aber bald (auch um sich selbst abzusichern) eine eindeutige Indikation von einem entsprechenden Therapeuten. Da werde ich den Teufel tun, die Indikation zu riskieren und ihm "alles" zu erzählen.
Und für eine Therapie für meine Probleme muß ich mich öffnen können, bereit sein, wenn man nicht wirklich will, hilft die beste Therapie nichts, nur das Wollen wollen ist immer so eine Sache...
Danke für den Hinweis, ich hatte bei der Suche nach TS mit Borderline immer nur Einzelfälle gefunden, es wäre wirklich nett und lieb könntest du mir was konkretes bzgl. Selbsthilfeforum nennen :)


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 11:19
@Mephi


Ich lese hier des öftern User die sich selbst suchen.
Und ich hoffe man geht mit dieses Thema besonders als Arzt sehr vorsichtig um.

Darum fällt mir manchmal die Toleranz was dieses Thema betrifft auch schwer.


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Falscher Körper oder falsches Geschlecht...seid ihr Transsexuell?

15.02.2017 um 11:24
waterfalletje3 schrieb:Ich lese hier des öftern User die sich selbst suchen.
Und ich hoffe man geht mit dieses Thema besonders als Arzt sehr vorsichtig um.

Darum fällt mir manchmal die Toleranz was dieses Thema betrifft auch schwer.
Ich versteh nicht ganz was mehr oder weniger Toleranz damit zu tun hat, ob sich jemand selbst sucht oder nicht... und Ärzte gehen schon sehr vorsichtig damit um. Nur hinter die Stirn schauen können sie einem dann doch nicht (von Neurologen mal abgesehen, aber die ganze Psychologie hat man noch längst nicht am Hirn begriffen und ich bezweifle, daß das alsbald geht.)


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